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Buchcover für Das Lied des Dionysos

Das Lied des Dionysos

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Erscheinungstermin 16.08.2025 | Archivierungsdatum 08.11.2025


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Zum Inhalt

»Natasha Pulleys phantastischer wilder Dionysos wird Sie völlig in seinen Bann ziehen!« Luna McNamara

Der junge Krieger Phaidros rettet in Theben ein ausgesetztes Baby, von dem eine ganz eigenartige Faszination ausgeht, vor dem sicheren Tod und bringt es zum Tempel der Artemis, in dem verwaiste Kinder aufgezogen werden. Wer kann schon ahnen, dass mit dem kleinen Jungen unvergleichliches Unheil über ganz Theben, ja über der ganzen Welt aufzieht. 

Was hat es mit dem Findlingskind auf sich? Ist es ein Bastard oder vielleicht gar von Zeus gezeugt? Jahre später, Troja ist gefallen und die Soldaten um Phaidros rüsten die Schiffe zur Heimfahrt. Da begegnen sie auf einer Insel einem seltsam schönen Jüngling und nehmen ihn gefangen. Ihm droht nun das Los als, Sklave verkauft zu werden, – was für ein Frevel! Das Kentern des Schiffs ist erst der Beginn einer verheerenden Rache, des gedemütigten Dionysos. Über Theben breitet sich eine nie dagewesene Dürre aus. Aber noch schlimmer: Eine seltsame Macht ergreift Gemüt und Verstand der Menschen, der Wahnsinn geht um. Und doch hängt das Herz von Phaidros an dem Gott, der ihm in vielerlei Gestalt begegnet. Natasha Pulley erzählt so spannend und lebendig von der Antike, als wäre es es gestern gewesen.

»Ein schillerndes Labyrinth von einem Buch, das einen nicht loslässt. Pulleys phantastischer wilder Dionysos die Leserinnen völlig in seinen Bann ziehen, und Phaidros sprühender Geist und Humor schlägt einen auf jeder Seite. Eine überwältigende Hommage an den Gott des göttlichen Wahnsinns.« – Luna McNamara, Autorin von PSYCHE AND EROS

»Natasha Pulleys phantastischer wilder Dionysos wird Sie völlig in seinen Bann ziehen!« Luna McNamara
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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608966848
PREIS 26,00 € (EUR)
SEITEN 544

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

4 stars
4 stars
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4 stars
4 stars

Ich lese neben Fantasy auch sehr gern historische Romane, und genau deshalb hat mich „Das Lied des Dionysos“ sofort neugierig gemacht. Natasha Pulley verbindet hier antike Mythologie mit feinem magischem Realismus und entfaltet eine Geschichte, die mit einer scheinbar guten Tat beginnt – der Rettung eines Babys durch den Krieger Phaidros – und sich unaufhaltsam zu einer düsteren Abwärtsspirale für ganz Theben entwickelt.

Besonders eindrucksvoll ist die Atmosphäre: keine schnellen Kämpfe, sondern das langsame Einsetzen einer Dürre, der Wahnsinn, der immer weiter um sich greift, und dieses ständige Gefühl von Bedrohung. Dionysos erscheint hier nicht als fröhlicher Weingott, sondern als faszinierende, unberechenbare und zugleich zutiefst verstörende Macht, der man sich nicht entziehen kann.

Das Herzstück ist für mich die unmögliche Beziehung zwischen Phaidros und dem Gott. Sie ist voller Widersprüche, geprägt von Angst, Schuld und Anziehung, die ebenso zerstörerisch wie unwiderstehlich wirkt. Die Verbindung der Figuren ist nicht in klassische Kategorien von Freundschaft oder Liebe zu pressen, sondern bewegt sich in einem schillernden Zwischenraum, wie es zur Antike passt. Diese Ambivalenz verleiht der Geschichte eine Tiefe, die noch lange nachwirkt.

„Das Lied des Dionysos“ ist ein poetisches, atmosphärisch dichtes und psychologisch nuanciertes Werk, das man nicht einfach nebenbei liest, sondern das Raum zum Nachdenken und Nachspüren braucht. Für alle, die Mythen gern neu, intelligent und vielschichtig erzählt erleben möchten, eine klare Empfehlung.

4 stars
4 stars
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5 stars

Das war eine sehr interessantes Buch, aber ich fand es richtig toll. Es ist wieder ein sehr charakterzentriertes Buch. Die Charaktere machen so ihr Ding und wir sind halt irgendwie dabei. Es gibt eine zwar eine Handlung, aber selbst jetzt könnte ich wahrscheinlich nicht wirklich erklären, worum es in dem Buch plottechnisch geht.

Charaktertechnisch geht es um Heilung, Liebe, Treue und Familie und wie all diese Dinge miteinander verbunden sind und miteinander oder gegeneinander stehen können. Das Buch ist nicht per se ein spannendes Abenteuer aus der griechischen Mythologie, sondern eine Charakterstudie. Sie setzt sich mit Trauer und Trauma und wie die Welt uns alle langsam in den Wahnsinn treibt (und warum uns das retten oder zerstören KANN) auseinander, und wenn man darauf Lust hat, ist das Buch ein echtes Highlight.

Außerdem ist es echt queer. Also. Wirklich. Das ganze Buch ist "peak chaotic queer energy". Alle sind ein bisschen durch. Alle sind irgendwie queer. Es ist wunderbar. :D

5 stars
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4 stars

Das Lied des Dionysos ist kein klassischer Fantasy-Roman, sondern eine fein gesponnene Mischung aus Mythologie, Philosophie und menschlicher Tragödie. Natasha Pulley erzählt ruhig, bildhaft und mit einer fast hypnotischen Sprache. Leser können sich über die Tiefe der Figuren und den leisen, aber beständigen Spannungsbogen freuen.

Die Geschichte verbindet antike Themen mit einer emotionalen Gegenwart, beinhaltet Schuld, Liebe, Macht, Erinnerung und lässt dabei Raum für Interpretation. Pulley nimmt sich Zeit, ihre Welt aufzubauen. Das Buch entfaltet sich langsam, fast meditativ, und belohnt mit dichten Bildern und vielschichtigen Beziehungen.

Sprachlich ist der Roman ein Genuss, auch wenn er manchmal sperrig wirkt. Man braucht Konzentration, aber wird mit Momenten belohnt, die nachhallen. Es ist kein Buch, das man nebenbei liest – sondern eines, das man erlebt.

Das Lied des Dionysos ist ein intensiver, poetischer Roman über Menschlichkeit, Mythos und Identität. Für alle, die ruhige, anspruchsvolle Fantasy mit emotionaler Tiefe suchen.

4 stars
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5 stars

Natasha Pulley hat mich mit Das Lied des Dionysos völlig in ihren Bann gezogen. Die Geschichte spielt im antiken Theben, einer Stadt, die von Dürre, Gerüchten und religiösem Wahn heimgesucht wird. Im Mittelpunkt steht Phaidros, ein Krieger, der als junger Mann ein ausgesetztes Baby rettet – eine Tat, die ungeahnte Folgen hat. Als Dionysos in wechselnden Gestalten in Theben erscheint, geraten Glaube, Moral und Macht ins Wanken.

Ich mochte, wie Pulley die griechische Mythologie auf eine völlig neue, psychologisch dichte Weise erzählt. Dionysos ist hier keine ferne Gottheit, sondern eine schillernde, widersprüchliche Kraft – faszinierend, beunruhigend, manchmal grausam und doch tief menschlich. Auch Phaidros ist eine unglaublich vielschichtige Figur: getrieben von Schuld, Pflichtgefühl und der Frage, was richtig ist, wenn selbst die Götter unberechenbar sind.

Die Atmosphäre ist intensiv – heiß, staubig, spannungsgeladen – und Pulleys Sprache wunderschön poetisch, ohne je kitschig zu werden. Besonders gefallen hat mir, dass der Roman weniger auf Action als auf innere Konflikte und Machtstrukturen setzt. Allerdings braucht der Einstieg etwas Geduld, da viele Figuren und religiöse Rituale eine Rolle spielen.

Trotzdem: Je tiefer ich in die Geschichte eintauchte, desto mehr hat sie mich gepackt. Am Ende bleibt ein Gefühl von Ehrfurcht und Nachdenken – über Glaube, Verantwortung und die Grenzen des Menschseins.

Für mich ein sprachgewaltiger, tiefgründiger Roman, der Mythos und Menschlichkeit meisterhaft verwebt. Anspruchsvoll, atmosphärisch und absolut lohnend!

5 stars
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4 stars

Ich lese unheimlich gerne über fantastische Sagen und Legenden der alten Zeiten und nachdem ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, war ich sehr schnell neugierig und bin froh wieder etwas in die Welt der Griechen eingetaucht zu sein, denn diese Geschichte konnte mich gut unterhalten!

Der junge Krieger Phaidros rettet in Theben ein ausgesetztes Baby, von dem eine ganz eigenartige Faszination ausgeht, vor dem sicheren Tod und bringt es zum Tempel der Artemis, in dem verwaiste Kinder aufgezogen werden. Wer kann schon ahnen, dass mit dem kleinen Jungen unvergleichliches Unheil über ganz Theben, ja über der ganzen Welt aufzieht. Was hat es mit dem Findlingskind auf sich? Ist es ein Bastard oder vielleicht gar von Zeus gezeugt? Jahre später, Troja ist gefallen und die Soldaten um Phaidros rüsten die Schiffe zur Heimfahrt. Da begegnen sie auf einer Insel einem seltsam schönen Jüngling und nehmen ihn gefangen. Ihm droht nun das Los als, Sklave verkauft zu werden, – was für ein Frevel! Das Kentern des Schiffs ist erst der Beginn einer verheerenden Rache, des gedemütigten Dionysos. Über Theben breitet sich eine nie dagewesene Dürre aus. Aber noch schlimmer: Eine seltsame Macht ergreift Gemüt und Verstand der Menschen, der Wahnsinn geht um. Und doch hängt das Herz von Phaidros an dem Gott, der ihm in vielerlei Gestalt begegnet.


In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil passt sehr gut zum Genre, ist bildlich und es ist ein schöner Lesefluss gegeben. Jedoch gibt es hin und wieder ein paar Längen, die sich auch sehr zähl angefühlt haben. Die einzelnen Charaktere wurden interessant beschrieben und ich konnte mir von ihnen ein gutes Bild machen. Es handelt sich hier um einen wirklich guten Roman, bei dem man einiges dazulernen kann und der mich von Anfang bis Ende unterhalten hat. Ich vergebe dafür 4 von 5 Sternen.

4 stars
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Mit Das Lied des Dionysos gelingt Natasha Pulley ein außergewöhnlicher Roman, der griechische Mythologie mit psychologischer Tiefe und moderner Erzählkunst verbindet. Im Mittelpunkt steht der Krieger Phaidros, dessen Schicksal sich untrennbar mit dem geheimnisvollen Findelkind – und späteren Gott – Dionysos verknüpft. Pulley erschafft eine Atmosphäre, in der sich Magie, Leidenschaft und Wahnsinn zu einem dichten Netz verweben.

Die Autorin schreibt mit eindrucksvoller Bildkraft und großer Emotionalität; ihre Antike ist keine ferne Welt aus Mythen, sondern ein lebendiger, gefährlich funkelnder Ort. Besonders stark ist der Roman dort, wo er die Grenzen zwischen göttlicher Macht und menschlicher Sehnsucht verschwimmen lässt.

Das Buch ist kein klassischer Historienroman, sondern eine poetische, mitunter düstere Geschichte über Liebe, Schuld und die zerstörerische Kraft des Göttlichen. Ein packendes, sinnliches Leseerlebnis – zugleich tragisch und wunderschön.

5 stars
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Der junge Krieger Phaidros rettet in Theben ein ausgesetztes Baby, von dem eine ganz eigenartige Faszination ausgeht, vor dem sicheren Tod und bringt es zum Tempel der Artemis, in dem verwaiste Kinder aufgezogen werden. Wer kann schon ahnen, dass mit dem kleinen Jungen unvergleichliches Unheil über ganz Theben, ja über der ganzen Welt aufzieht. 
Was hat es mit dem Findlingskind auf sich? Ist es ein Bastard oder vielleicht gar von Zeus gezeugt? Jahre später, Troja ist gefallen und die Soldaten um Phaidros rüsten die Schiffe zur Heimfahrt. Da begegnen sie auf einer Insel einem seltsam schönen Jüngling und nehmen ihn gefangen. Ihm droht nun das Los als, Sklave verkauft zu werden, – was für ein Frevel! Das Kentern des Schiffs ist erst der Beginn einer verheerenden Rache, des gedemütigten Dionysos. Über Theben breitet sich eine nie dagewesene Dürre aus. Aber noch schlimmer: Eine seltsame Macht ergreift Gemüt und Verstand der Menschen, der Wahnsinn geht um. Und doch hängt das Herz von Phaidros an dem Gott, der ihm in vielerlei Gestalt begegnet.
Ich war der Story ab den ersten paar Seiten verfallen, die Autorin erzählt die damalige Zeit so detailliert und nahezu als ob es erst gestern gewesen ist, der Plot ist mehr als überraschend und zu keinem Moment vorhersehbar, die Settings sind perfekt dargestellt, so konnte ich noch besser in die damalige Epoche eintauchen, die Einzelnen Protagonisten waren sehr interessant und es hat wirklich Spaß gemacht sie durch das Buch zu begleiten, ich hatte schon die vorherigen Bücher der Autorin gelesen, aber dieses hat mir von der Story alleine am besten gefallen.

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Atmosphärisch und dicht wird die Leser*in in die Welt der Antike und das von Dürre und Wahnsinn heimgesuchte Theben gezogen. Besonders gefiel mir der leicht zugängliche Schreibstil, der einen Einstieg in die Geschichte und die Figuren sehr einfach machte. Die Welt und die Figuren werden sehr anschaulich beschrieben und man schließt die Hauptfigur recht bald ins Herz. Überraschend fand ich die Entwicklung zur queeren Liebesgeschichte, die jedoch definitiv ein Pluspunkt ist, da sie sich langsam anbahnt und eben nicht von vornherein erwartbar ist. Auch die Darstellung der Gottheit Dionysos gefiel mir sehr gut und wie dessen Wesen und Bedeutung für die Menschen erst nach und nach erschlossen wird. Insgesamt mochte ich das Worldbuilding und die Figuren, die Handlung machte Spaß, war spannend und ich erwischte mich dabei, wie ich auf das nächste Zusammentreffen von Phaidros und Dionysos hinfieberte. Die stetig im Hintergrund lauernde Frage: Wer sind wir und zu was wurden wir nur gemacht? begleitet nicht nur die Hauptfigur, sondern regt auch selbst zum Nachdenken an.

Einige kleine Kritikpunkte beziehen sich u.a. auf die Sprache. Manche Formulierungen unterbrachen etwas den Lesefluss und wirkten der Geschichte und der Erzählfigur nicht angemessen. "Verpiss dich" als Fluch und wie er in Dialoge eingebettet wurde, wirkt modern und konstruiert und auch ein, zwei Begriffe wie "Dandy" oder moderne Redewendungen haben kurzweilig irritiert. Die Momente gingen aber schnell vorbei und waren auch wirklich selten. Ein anderer Punkt ist die Konsequenz einiger Themenpunkte, v.a. wenn Phaidros von seiner Legion erzählt und dass bereits als Kind die Ausbildung zum Soldaten beginnt. Das Vorgehen der Krieger*innen wird routiniert als gewaltvoll, heroisch und euphorisch beschrieben, aber dafür gerät es manchmal sehr in den Hintergrund. Es mag daran liegen, dass es für Phaidros ganz normale Sachen sind, aber ich hätte mir gewünscht, dass diese düsteren Aspekte noch etwas stärker thematisiert und atmosphärisch greifbarer würden. Stattdessen wird Phaidros als geradezu liebenswerter Mensch dargestellt, was mich nicht vom Lesen abgehalten hat, jedoch ein paar Momente der Irritation auslöste, wenn vom Blutvergießen die Rede war.

Zusammenfassend hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen. Die Welt ist lebendig, die Charaktere sehr gut skizziert und Phaidros gefangen zwischen Pflicht, Ehre und Moral ein spannender Charakter, dem ich gern noch länger gefolgt wäre. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, v.a. da es einen queeren Aspekt trägt, eine Romanze, die nicht im Vordergrund steht, und eine sehr lebhafte Welt zum Eintauchen schafft. Ich habe das Buch förmlich verschlungen. Aufgrund dessen, dass mit gewaltvolleren Thematiken eher zurückhaltend umgegangen wird, sie also trotz ihrer offensichtlichen Präsenz nicht detailliert thematisiert werden und mehr als Handlungstreiber für den inneren Konflikt der Hauptfigur dienen, würde ich dieses Buch auch jüngeren Menschen in der New Adult Zielgruppe empfehlen. Für erfahrene Fantasyleser*innen mit dem Anspruch einer konsequenten Weltumsetzung könnte das Buch in der Hinsicht schwächeln, aber aufgrund anderer Faktoren dennoch eine schöne Geschichte zum Schmökern sein.

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Also ich muss echt sagen, Das Lied des Dionysos hat mich total überrascht. Ehrlich gesagt bin ich mit wenig Vorwissen über Dionysos gestartet und dachte nur „okay, der Gott mit dem Wein“. Aber was Natasha Pulley hier geschaffen hat, ist so viel mehr. Das Setting in Theben, die Dürre, der Wahnsinn, der sich immer weiter ausbreitet – das alles hat die Geschichte unglaublich intensiv gemacht.

Besonders spannend fand ich die Figur Phaidros. Seine Perspektive bringt so viel Gefühl rein, weil man seine Trauer, seine Müdigkeit nach Troja und gleichzeitig diese Sehnsucht nach etwas Menschlichem richtig spürt. Und dann Dionysos, der einerseits faszinierend und andererseits beängstigend ist. Jedes Mal, wenn er aufgetaucht ist, hatte die Handlung so eine ganz eigene Energie.

Was ich richtig mochte, waren die ganzen kleinen philosophischen Fragen, die immer mitschwingen – was macht uns eigentlich menschlich, wie schnell verlieren wir das im Alltag und was braucht es, um uns daran zu erinnern? Genau das hat mich beim Lesen immer wieder nachdenklich gemacht.

Für mich war es am Ende nicht nur ein Buch über Götter und Mythen, sondern auch über Trauer, Wahnsinn und Liebe. Und ja, einige Stellen haben mich echt emotional erwischt. Dazu kommt noch, dass das Cover einfach wunderschön ist und perfekt zur Atmosphäre passt.

4 stars
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Ich habe noch keine Geschichte gelesen, die Dionysos in die Mitte der Aufmerksamkeit stellt und bin froh das endlich erledigt zu haben. Der Schreibstil war so angenehm. Ich liebe es diese Art von Geschichte und Religion zu erkunden.

5 stars
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Ich habe mich sofort in die Charaktere verliebt, besonders in Phaidros und Dionysos. Phaidros ist unglaublich vielschichtig: Als Mündel von Helios aufgenommen, wächst er zu einem liebenswerten Jungen heran. Als er der Schwester von Helios begegnet, ist er abgelenkt und fasziniert von einem Baby mit leuchtend blauen Augen. Eines Nachts schleicht er sich unerlaubt durch die Gänge und wird Zeuge eines Blitzeinschlags. Er nimmt das Baby in seine Obhut und bringt es in einen Tempel, um es zu retten. Später, als ausgebildeter Soldat, begegnet er auf einer Insel erneut einem jungen Mann mit denselben Augen.

An Bord des Schiffes, das den Jungen in die Sklaverei bringen soll, begegnet dieser allem mit Gleichgültigkeit und einem amüsierten Blick. Plötzlich geschehen auf dem Schiff merkwürdige Dinge: Efeu wächst auf dem Bord, totes Holz wird wieder lebendig. Als das Schiff schließlich sinkt, sagt der Junge zu Phaidros, dass er ihn wiederfinden wird - und Phaidros lebt fortan mit dieser Gewissheit.

Pflicht und Loyalität gegenüber der Königin stehen für Phaidros an erster Stelle, doch tief in ihm steckt eine Sehnsucht. Nach Helios’ Verlust funktioniert er nur noch. Alles, was er sich wünscht, ist, dass der Fremde mit den blauen Augen ihn endlich erlöst -doch was für ein Unglück er nach Theben dadurch bringt, damit hätte er niemals gerechnet.

Ich habe das Buch in nicht mal drei Tagen verschlungen. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, aber das Spannendste ist Phaidros selbst: stark, unbeugsam und brutal, wenn es die Pflicht verlangt, und gleichzeitig einsam, liebevoll und von seiner Sehnsucht nach dem blauäugigen Gott geplagt.

Besonders gut gefallen hat mir, wie Dionysos als Gott dargestellt wird. Er ist nicht dieses unnahbare, unsterbliche Überwesen, sondern sehr menschlich, verletzlich und emotional. Das macht die Beziehung zwischen ihm und Phaidros besonders spannend und berührend.

Action gibt es nicht viel, dafür geht es viel um Politik, Ehrgefühl und Pflicht - gegenüber dem Volk und der eigenen Familie. Immer wieder tauchen philosophische Fragen auf, die Phaidros vor Entscheidungen stellen und seine selbst auferlegte Pflicht hinterfragen.

Insgesamt ein großartiges Buch, das mit Leichtigkeit wie ein Tanz im Rausch daherkommt, aber gleichzeitig tiefgründig ist. Die Charaktere sind komplex, und die zarte Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und auf absolut menschliche Weise – auch wenn das Ende göttlich ist.

Für mich gehört es, neben Madeline Millers Circe - zu den besten mythologisch inspirierten Geschichten, die ich bisher gelesen habe.


Vielen Dank Klett Cotta Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar

5 stars
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Bevor ich das Buch angefangen habe, wusste ich nicht recht was mich erwarten würde… Daher musste ich mich durch die ersten 100 Seiten etwas durchkämpfen, aber dann konnte ich das Buch kaum mehr aus den Händen legen. Eine wunderschön geschriebene Geschichte mit einer wahrlich aussergewöhnlichen Prämisse!

5 stars
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Der eine hat sich verpflichtet, immer die Wahrheit zu sagen, der andere ist ein notorischer Lügner. So treten der Krieger Phaidros und die Hexe Dionysos in diesem Roman auf. Ja, wieder wird ein Mann als Hexe bezeichnet, was hier und da für Verwirrung sorgt, aber aus dem Kontext heraus wird dann aber doch deutlich, dass in diesem Roman die Hexen als Oberbegriff verwendet werden. Es gibt halt hin und wieder Probleme mit den korrekten Personalpronomen.

Das macht das Lesen dieses Romans aber nicht schwierig. Natasha Pulley hat ihre ganz eigene Sprache, und versucht über ihre erzählerische Stärke den Leser in ihren Bann zu ziehen. Darauf muss sich der Leser einlassen und damit rechnen, dass die Erzählung im Vordergrund steht und weniger die Action. Wer weniger Wert auf die erzählerische Kraft eines Romans legt, dürfte mit der ein oder anderen Länge konfrontiert werden. Andere werden hier eher die Stärke des Romans sehen. Der geneigte Fantasy-Leser wird nun hoffentlich wissen, was ich meine.

Die Autorin nimmt sich die Freiheit, Figuren der Mythologie frei in ihrem Roman zu verwenden. Wer in der griechischen Mythologie heimisch ist, wird wissen, dass es kein Werk gibt, das als Vorlage für die vielen Figuren gilt, die in der dortigen Welt existieren. Aber so wie Natasha Pulley dürften nur wenige die Figuren verwendet haben. So zieht Helios nicht seinen Sonnenwagen über den Himmel, sondern ist Ziehvater der kriegerischen Hauptfigur. Die Gestalt im Labyrinth sieht zwar aus wie ein Minotaurus, ist es aber nicht. Um nur zwei Beispiele von vielen zu nennen.

Selbstredend weicht auch die Geschichte von Dionysos von den „gängigen“ Vorlagen ab, und ist wesentlicher Kern dieser Geschichte. Durch die Art und Weise, wie Pulley den Roman geschrieben hat, musste ich immer wieder ein wenig aufpassen, wie sie es nun gemeint hat, da sie viele magische Ereignisse nur andeutet.

Fazit
In meinen Augen muss der Leser es mögen, wenn die Figuren der griechischen Mythologie in einen anderen Kontext gesetzt werden. Auch muss sich der Leser gerne in ruhigen Fantasy-Geschichten wiederfinden können und muss in der Lage sein, sich auf die Erzählung einzulassen.

4 stars
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Das Buch hat mir wirklich grandios gut gefallen. Die ganze Geschichte war von Anfang bis Ende so gut und ich habe die Charaktere alle sehr gemocht, vor allem natürlich Phaidros und Dionysos. Als jemand der sich recht gut in griechischer Mythologie auskennt war ich sehr zufrieden mit dem Buch.

5 stars
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Griechische Mythologie erzählt von Natasha Pulley, dass wollte ich unbedingt lesen. Über den Wechsel aus der japanischen Welt und dem viktorianischen London, zu den Mythen der Griechen habe ich mich gefreut, auch wenn ich die anderen Schauplätze sehr lieb gewonnen habe.
Pulley erzählt in ihrem bekannten unaufgeregten Schreibstil eine, nicht die Geschichte von Dionysos. Und eigentlich auch das nicht. Eigentlich ist es die Geschichte von Phaidros, einem griechischen Krieger aus Theben, dessen Lebensweg sich mehrfach mit dem von Dionysos kreuzt. Pulley benutzt die Dionysos-Variante in der er ein Sohn von Zeus und der Prinzessin von Theben ist. In einer ereignisreichen Nacht, retten Phaidros und sein Ziehvater den Jungen Dionysos als Baby aus Theben und geben ihn in sichere Obhut. Später, als erwachsener Krieger, begegnet Phaidros im wieder, als die Mannschaft seines Schiffs auf dem Rückweg von Troja einen Jungen am Strand aufliest. Während Phaidros meint den Jungen wiederzuerkennen und versucht sich gut um ihn zu kümmern, denken seine Mannschaftskameraden nur an den Verkaufswert als Sklave. Dionysos lässt das alles über sich ergehen, bis zum Moment, als er das Material des Schiffs wieder nach seinem Willen wachsen lässt und es damit versenkt. Phaidros allerdings rettet er. Bei Phaidros hingegen stellt sich ein Schuldgefühl ein dem Jungen gegenüber, da er denkt, er hätte ich besser verteidigen müssen.
Jetzt, Jahre später stürzt ein „Stern“ nahe Theben ab. Und dort bricht das Chaos aus. Währenddessen kommtcein fremder Hexer in die Stadt und bringt ebenfalls Chaos in Phaidros Leben. Da in Theben vorher schon eine extreme Dürre herrschte und das Volk hungerte ist die Königin gezwungen Lösungen zu finden. Dabei spielt ihr Sohn und eine Abordnung Ägypter eine Rolle. Als dann der Prinz noch verschwindet und Phaidros auf die Suche geschickt wird, verwickelt sich alles umeinander und immer wieder taucht Dionysos auf um vermeintlich Klarheit zu bringen, die wieder im Chaos endet.
Pulley bleibt ihrem Schreibstil sehr treu. Man erkennt sie sofort wieder. Was ich eigentlich sehr schätze, hat mich hier an einigen Stellen ein bisschen gestört, passt aber über weite Strecken sehr gut zu der Art des Geschichtenerzählens.
Der Titel ist für mich etwas irreführend. Ich hätte mir die Lebensgeschichte von Dionysos darunter vorgestellt. Schaut man sich die vorherigen Werke von Pulley an, könnte man sich denken, dass dies nicht ihre Art von Geschichten ist, sondern, dass sie lieber Momentaufnahmen erzählt mit Bezug auf die Vergangenheit.
Insgesamt gefällt mir die Erzählung sehr gut, war aber etwas in die Irre geleitet von meinen eigenen Erwartungen. Nachdem ich dies abgeschüttelt habe, ging es wieder zurück dazu, dass es mir gut gefällt. Wenn man den Stil von Natasha Pulley mag, solle man das Lied des Dionysos definitiv auf seine Leseliste setzen. Wer hier eine der aktuell häufigen Nacherzählungen der griechischen Mythologie erwartet, könnte vielleicht etwas irritiert sein.

4 stars
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„Das Lied des Dionysos“ ist sehr Natasha Pulley. Heißt: ich wusste seitenweise absolut nicht, was eigentlich los ist – und trotzdem war ich fasziniert. Pulley hat einfach diese ganz eigene, leicht schräge Stimme, die einen gleichzeitig verwirrt und komplett einnimmt. Und obwohl das Setting diesmal ins antike Theben verlegt wurde, fühlt es sich genauso „pulley-esk“ an wie Russland in den 60ern oder der Mars in 2500. Wer also denkt, das sei eine neue Madeline Miller – nope. Es ist 100 % Pulley, und das ist genau der Punkt.

Die Geschichte folgt Phaidros, einem thebanischen Ritter, der zwischen Pflicht, Krieg, Schuld und – ja – einem ziemlich eigenwilligen Gott namens Dionysos zerrieben wird. Dabei geht es um Ehre, Identität, Trauma, Liebe und den schmalen Grat zwischen Klarheit und Wahnsinn. Oft wirkte es, als würde die Handlung ziellos mäandern, aber plötzlich klickt alles – und man merkt, dass Pulley ihre Fäden schon längst gesponnen hatte.

Ihr Stil ist wie immer voller kleiner Seitenhiebe, schräger Vergleiche und dieser leisen Traurigkeit, die einem irgendwann die Kehle zuschnürt. Gleichzeitig sind da diese Momente von Humor und Wärme, die alles wieder ins Gleichgewicht bringen. Phaidros ist als Erzähler sarkastisch, verletzlich und einfach großartig zu lesen – ich mochte ihn sofort.

Ja, das Buch ist stellenweise zu lang und definitiv kein leichter Snack. Aber wenn man sich darauf einlässt, bekommt man ein dichtes, eigenwilliges und zugleich wunderschönes Werk, das mehr mit griechischer Tragödie und magischem Realismus zu tun hat als mit klassischem Mythos-Retelling.

Verwirrend, wuchtig, wunderschön. Und ich wette, wenn ich es in sechs Monaten nochmal lese, gebe ich ihm fünf Sterne.

4 stars
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Eine spannende Mischung aus Mythos und Fantasy

Die griechische Mythologie wird gern als Grundlage für Bücher, vor allem für Fantasyromane genutzt. So auch hier. Dionysos ist der ausgewählte Charakter.

Doch wer ist er? Dionysos ist in der griechischen Mythologie der Gott des Weines, des Rausches, des Festes und der Fruchtbarkeit. Er steht für Lebensfreude, aber auch für Ekstase und Maßlosigkeit. Seine Feste waren wild und ausgelassen, oft mit Tanz, Musik und Trunkenheit verbunden. Gleichzeitig gilt er als Gott der Verwandlung, der zwischen Ordnung und Chaos, Freude und Wahnsinn vermittelt.

Und um was geht es im Buch? Der junge Krieger Phaidros rettet in Theben ein geheimnisvolles Findelkind, das später als Dionysos enttarnt wird. Nach dem Fall Trojas begegnet Phaidros ihm erneut in Gestalt eines schönen Jünglings, was eine Kette von Rache und Unheil auslöst. Theben wird von Dürre, Wahnsinn und Zerstörung heimgesucht. Trotz allem bleibt Phaidros dem Gott in Liebe und Faszination verbunden.

Wir begleiten also hauptsächlich Phaidros und sein Leben. Und das auf eine wirklich tolle und spannende Art und Weise. Ich mochte ihn sehr und hätte ihn tatsächlich auch gern noch länger verfolgt. Die Autorin schafft es, einen Mythos so zu beschreiben und eine Geschichte darum aufzubauen, dass man fast das Gefühl haben könnte, es ist so passiert. Das es keine Fiktion, sondern eine echte Begebenheit ist.
Ihr Schreibstil ist detailliert, faszinierend und lässt einen das Buch kaum aus der Hand legen. Man muss sich allerdings ganz auf das Buch einlassen und sich nicht ablenken lassen. Es kommen viele Personen, Handlungen und Schauplätze vor. Da muss man am Ball bleiben, um nichts zu verpassen.

Das wäre dann auch mein einziger kleiner Kritikpunkt - ein Verzeichnis über all die Namen wäre toll gewesen.

ISBN: 978-3608966848
Autorin: Natasha Pulley
Verlag: Hobbitpresse
Veröffentlicht. 16.08.25
Umfang: 544 Seiten

5 stars
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Natasha Pulley verbindet in Das Lied des Dionysos griechische Mythologie mit packender Abenteuer und Liebesgeschichte. Der Krieger Phaidros rettet ein geheimnisvolles Findelkind und verstrickt sich damit unwissentlich in das Schicksal des Gottes Dionysos. Zwischen Rache, Dürre und Wahnsinn muss er erkennen, wie gefährlich und verführerisch göttliche Nähe sein kann. Poetisch, spannend und atmosphärisch ein fesselnder Roman für alle, die Mythen in neuem Licht erleben wollen.

4 stars
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Inhalt: Phaidros rettet als Kind ein Baby und bringt es in einen Tempel: Jahre später, er ist ein junger Krieger, trifft er einen seltsamen Jungen, der nur ihn einen Schiffbruch überleben lässt. Als Erwachsener in Theben schließlich stellt sich Phaidros einer nie dagewesene Dürre und bittet um Erlösung durch den seltsamen Jungen - der nun ganz Theben auf den Kopf stellt. Phaidros rückt von seiner Außenseiterrolle in den Fokus des Palasts rund um Königin Agaue, was sich für ihn über kurz oder lang als gefährlich erweist.

Meinung: Die Geschichte ist im antiken Theben angesiedelt und verbindet die Erzählungen von großen Schlachten der Zeit mit der Mythologie und Magie. Das Lesen war für mich wie ein Besuch bei Freunden, da einzelne Figuren und Orte ein Begriff für mich waren, während eine neue Geschichte um sie herum erzählt wurde.
Phaidros erzählt seine Geschichte, angefangen von seiner Kindheit über einen lebensverändernden Fehler und seinen Wunsch, diesen Fehler endlich hinter sich zu lassen. Zunächst spielt sein Vormund Helios eine große Rolle in seinem Leben, aber auch Phaidros' und Dionysos' Schicksale sind miteinander verknüpft und sie begegnen sich immer wieder. Diese Beziehung ist etwas Besonderes und wird durch verschiedene Ereignisse vertieft. Besonders ist auch, dass Phaidros von Anfang an Dionysos' Rache fürchtet und überzeugt davon ist, dass dieser ihn über kurz oder lang umbringen wird. Vor diesem Hintergrund handelt Phaidros bemerkenswert oder manchmal auch einfach nur lebensmüde. Dionysos selbst ist fantastisch, magisch und sehr mysteriös, sowohl in seinen Äußerungen als auch in seinen Handlungen. Es dauert, ihn kennenzulernen, aber es lohnt sich! Der Wahnsinn, der eine eigene große Rolle spielt, bringt eine gewisse Unberechenbarkeit und weitere Spannung mit in die Geschichte ein.
Die Sprache ist ruhig und der Ich-Erzähler bleibt entsprechend seiner Erziehung ebenso oft ruhig und gelassen. Besonders ist die Auseinandersetzung Phaidros' mit der Sprache an sich. Er stellt Unterschiede verschiedener Sprachen fest, die er bei seinen Überfällen auf fremde Städte kennenlernt, und erklärt besonders seine Erkenntnis zur Farbe Blau, die ihn dazu bringt, Dingen eine Chance zu geben. Auch allgemein sind seine Beobachtungen einzigartig und zeigen, wie detailverliebt und aufmerksam er ist.
Die Atmosphäre ist durch all diese Faktoren gleichzeitig angenehm und humorvoll, aber stellenweise auch traurig und auf jeden Fall spannend. Das Buch ist unglaublich lesenswert, kann aber nicht nebenher gelesen werden, da dann die Verknüpfung der Geschehnisse und das Erfassen des Gesamtbilds nicht gelingt. Ich fand diesen Roman zur griechischen Mythologie außergewöhnlich gut, dank der vielen Details, der Perspektive des Kriegers Phaidros und den mysteriösen Mächten, die immer wieder um sich greifen. Eine große Leseempfehlung!

5 stars
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5 stars

Der jungen Krieger Phaidros rettet in Theben ein Baby, das ihm sofort durch einen unerklärlichen Zauber auffällt. Er bringt es in einen Tempel, doch Jahre später, nach dem Fall Trojas, begegnet er einem wunderschönen Jüngling, der Macht über Wahnsinn und Naturgewalten zeigt. Als das Schiff untergeht, entfesselt sich über Theben eine zerstörerische Dürre – und eine Welle des Wahnsinns rollt durch die Stadt. Doch trotz allem bleibt Phaidros' Herz an diesem geheimnisvollen Wesen haften...

Mich hat die Erzählung sofort in ihren Bann gezogen, weil sie Mythos, Magie und historische Kulisse auf elegante Weise miteinander verwebt. Ich empfand Pulles Sprache als lebhaft und doch voller Poesie. Besonders bewegend war für mich, wie die Magie nicht mit Pathos, sondern leise eingewoben ist und dennoch fester Bestandteil der Geschichte ist. Der Aufbau durch Phaidros’ Ich-Erzählung hat mich emotional stark eingebunden – sein Schmerz, sein Humor, seine Zweifel fühlten sich authentisch an. Doch im Mittelteil lässt das Tempo deutlich nach, gerade wenn Phaidros tiefer in seine Erinnerungen eintaucht. Diese Phasen rissen mich kurzzeitig aus dem Erzählfluss heraus. Gleichzeitig hat mich genau die Ambivalenz der Figur Dionysos fasziniert: Ich wusste oft nicht, ob er göttlich, gefährlich, verletzlich oder wild ist – und diese Unsicherheit wirkte nicht störend, sondern vertiefend.

Phaidros ist tiefgründig und komplex, ein Krieger und dennoch von Verlusten gezeichnet, mutig, aber verletzlich. Seine Stimme im Text war eine Quelle von Kraft und Unsicherheit zugleich, und ich konnte seine inneren Konflikte, aber auch seine zarte Zuneigung zu dem mysteriösen Dionysos spüren. Der Spannungsbogen ist kraftvoll gestaltet: Der Wechsel zwischen politischen Intrigen, persönlichen Tragödien und magischen Momenten hat die Erzählung über die ganze Dauer spannend gehalten. Ich habe das Ineinandergreifen von Mythos, Liebe und Wahnsinn als emotional dicht und fesselnd erlebt

Für mich ist „Das Lied des Dionysos“ eine eindringliche Mischung aus mythologischer Erzählung, fantasievollem Realismus und emotionaler Stimme. Natasha Pulleys Fähigkeit, die antike Welt so nah und doch geheimnisvoll zu schildern, hat mich beeindruckt. Ich habe die Hauptfigur Phaidros nicht nur beobachtet, sondern mit ihm gelitten und gehofft, und die ambivalente Präsenz des Gottes Dionysos wirkte auf mich wie ein dichter, schwebender Schatten über allem. Für mich ist dieses Buch eine poetische, tiefgründige und nachklingende Erfahrung – ein Mythos, gestaltet mit Sensibilität, Mut und literarischer Eleganz.

5 stars
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Ein, für mich persönlich etwas schwieriges Buch. Ich denke man sollte sich in der griechischen Mythologie schon auskennen. Ich musste mir sehr viel aneignen, um zu verstenen um was und wen es ging.
Ansonsten für alle anderen ein tolles Buch.

4 stars
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4 stars

Nathasa Pulley hat einen besonderen Stil, der vielleicht gewöhnungsbedürftig ist, aber wenn man sich darauf einlässt begeistern kann (auch wenn ich nicht von allen Büchern überzeugt bin ... die meisten lohnen sich). Fantasy, die auf den ersten Blick banal erscheint, so wie man sie oft zu lesen bekommt und wenn man mit den Werken der Autorin nicht vertraut ist, könnte man eine Adaption griechischer Mythen erwarten... aber weil es Natasha Pulley ist werden die Mythen erst durch den Fleischwolf gedreht und dann in die Form gepresst, die ihr passt. Keine neue Erfindung des Rads, aber Fantasy/Griechische Mythologie die anders ist. Pulley erzählt leise, aber eindringlich, aber es gibt keine epischen Schlachten, obwohl die Protagonisten Krieger sind, keine strahlende Heldengestalten, obwohl man das von der griechischen Mythologie erwartet, eher ein langsam wachsender Sog, der den Leser tief in eine mythische Geschichte, der anderen Art. Und trotz ihrer ruhigen Art, bleibt die Geschichte spannend und lässt den Leser nicht mehr los. Die Atmosphäre ist düster und faszinierend. Dionysos erscheint hier nicht als fröhlicher Weingott, sondern als unberechenbare, verstörende Macht, die sich durch die Erzählung zieht und sowohl den Protagonisten als auch den Leser in den Wahnsinn zieht. Fast glaubt man es mit einer lovecraftschen Geschichte zu tun zu bekommen, aber Pulley kreiert ihr eigenes Werk, das nicht weniger verstörend wie Lovecraft ist und so anders als man die griechische Sagenwelt in der Schule serviert bekommt. Poetisch und atmosphärisch dicht ist die Erzählweise, entschleunigt, aber nie langatmig. Es sind die Bilder, welche im Kopf des Leser entstehen, die Spannung erzeugen. Pulley leitet nur an. Ein gewöhnungsbedürftiger Stil, aber durchaus eine lohnenswerte Lektüre. Wer denkt dass die griechische Sagenwelt ausgelutscht ist (vor allem in Zeiten von Neuinterpretationen diverser Sagengestalten oder Percy Jackson und Co...), hier wird man eines Besseren belehrt.
Für Freunde griechischer Mythen und sanften Fantasygeschichten (die zum Nachdenken anregen).

4 stars
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4 stars

Im antiken Griechenland wächst Phaidros im thebanischen Heer auf. Er ist das Mündel seines Kommandanten Helios.
Im Kindesalter reisen die Beiden nach Theben, dort rettet Phaidros ein ausgesetztes Baby aus einer Notsituation - Nichtwissend, was es mit diesem Kind auf sich hat.

Das Buch wurde in einem schönen Erzählstil geschrieben, die Geschehnisse kommen genau im richtigen Tempo.
Ab und an waren einige Stellen ziemlich verwirrend, als hätte man ein Kapitel übersprungen, aber es fügt sich im weiteren Lesen dann dennoch alles zusammen.
Definitiv kein Roman, den man nebenbei lesen kann - hier muss man sich voll auf die Geschichte konzentrieren.

4 stars
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Ein in Theben ausgesetztes Findelkind wird von dem Krieger Phaidros gerettet und zum Tempel der Artemis gebracht. Niemand kann ahnen, dass der dort heranwachsende Junge bald Elend über Theben und die ganze Welt bringen wird. Denn der Junge ist Dionysos, ein Gott und Sohn des mächtigen Zeus. Als er aber als schöner Jüngling in die Sklaverei verkauft werden soll, beginnt seine verheerende Rache...
Ein Heldenepos mit unglaublicher Sogwirkung aus der Feder Natasha Pulleys, die mit ihrer besonderen und speziellen Schreibweise Mythen neu und vielschichtig erzählt – eine klare Leseempfehlung!

5 stars
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4 stars

Von Mythen, Magie und gefährlicher Macht…

„Das Lied des Dionysos“ ist der neue Roman von Natasha Pulley und überzeugt auch hier wieder mit einer ganz außergewöhnlichen Geschichte.

Es geht zurück in die Antike: Der junge Krieger Phaidros Heliades wächst im thebanischen Heer auf und ist das Mündel des Kommandanten Helios. Als Phaidros im Kindesalter zum ersten Mal in die Stadt Theben reist, rettet er in einer dramatischen Situation ein ausgesetztes Baby, von dem er nicht genau weiß, was es mit diesem auf sich hat.
Viele Jahre später, als Phaidros längst erwachsen ist und mitten auf See, entdeckt er auf einer Insel einen jungen Mann, den Geheimnisvolles umgibt. Seine Soldaten nehmen diesen gefangen, womit ihm eine Zukunft als Sklave droht. Doch alles kommt anders.
Als später in Theben eine langanhaltende Dürre den Menschen zusetzt, passiert wiederum Seltsames in der Stadt – und nimmt einen dramatischen Lauf. Zwischen diesen unheimlichen Geschehnissen sieht Phaidros schließlich Dionysos wieder – und fürchtet dessen Rache…

Schon von der ersten Seite an überzeugt dieser Roman mit einem besonderen und außergewöhnlichen Stil. Angesiedelt ist die Handlung in der Antike, wo auch die bekannten Götter der griechischen Mythologie eine besondere Rolle spielen. Einige werden am Rande erwähnt, Dionysos hingegen spielt hier eine ganz zentrale Rolle. So macht die Autorin eine ganz eigene Geschichte aus den Mythen und auch aus Dionysos eine ganz eigene Figur. Interessant, spannend und oft mysteriös erfahren wir von der Hauptfigur Phaidros selbst, wie er Dionysos zum ersten Mal begegnet und wie sein Leben verläuft.

„Mach dir keine Sorgen“, sagte ich, bevor ich es mir anders überlegen konnte. „Ich passe auf dich auf. Versprochen.“
So wenige Worte, doch irgendwo jenseits der Welt hörte etwas Mächtiges zu, schrieb mit und trug es ein ins große Buch. – Seite 43, eBook

Die Handlung hat einen historischen Flair mit einigen antiken Mythen, gleichzeitig ist er aber auch ein Roman mit Fantasyelementen und düsterer Magie. Alles ist sehr gut miteinander verwoben.

„Die Unterstadt von Theben kam mir vor wie ein Labyrinth aus steinernen Pfaden, ganz ähnlich wie die Tunnel im Inneren eines Knochens.“ – Seite 14, eBook

Die Atmosphäre ist gelungen, besonders die Schauplätze rund um die Stadt Theben werden bildgewaltig beschrieben. Vieles wir detailreich geschildert – mal mit ruhigen Momenten, in denen Phaidros mit sich hadert, aber dann auch wieder mit überraschenden Wendungen. Über allem liegt eine besondere Spannung - auch wie sich die ganze Geschichte rund um Phaidros und Dionysos entwickelt, ist interessant zu verfolgen.

„Um uns herum setzten sich all die Dinge ab, die wir noch nicht gesagt hatten.“ – Seite 406, eBook

Nur ab und an waren einzelne Szenen – so gut sie auch beschrieben waren – nicht ganz greifbar. Ich hatte ab und an das Gefühl, trotz aufmerksamen Lesens etwas verpasst zu haben. Das waren aber immer nur kurze Momente. Einiges wirkte auch zunächst etwas wirr, aber nach und nach gibt es auch darauf einige Antworten.
Es ist insgesamt ein sehr umfassendes Buch mit vielen Feinheiten und Details, für das man sich Zeit nehmen sollte. Aber es lohnt sich.

Mein Fazit: Ein außergewöhnlicher Roman über Menschen, Mythen und Götter – atmosphärisch dicht, modern und besonders erzählt. Von gefährlicher Macht, unheimlichen Geschehnissen, den Mythos um die griechischen Götter und einer besonderen Begegnung – angesiedelt in der Antike. Umfangreich, detailreich und mit gut verwobenen historischen und fantastischen Elementen. An einzelnen Stellen etwas wirr, aber dennoch ein faszinierendes Buch, das ich gern weiterempfehle. Lesenswert.

4 stars
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5 stars

Pflichterfüllung ist Ehre

Wie viele Opfer wirst du bringen, bis du zum Wunderwerk wirst? Phaidros war noch ein kleiner Junge, als er das Baby mit den blauen Augen gerettet hat. Erst Jahre später, als er ein junger Krieger bei den Furien, der thebanischen Armee ist, begegnet er ihm wieder. Nie wird er diese Begegnung und das Grauen, dass von dieser ausgeht, vergessen. Doch bevor Dionysos Rache auch in trifft, ziehen weitere harte Jahre ins Land. Erst als Troja gefallen und Phaidros in seine Heimat Theben zurückgekehrt ist, bricht neues Unheil über sie herein. Wird die Stadt Dürre und Wahnsinn überleben können?
Dieses Buch zieht seine Leser*innen direkt in seinen Bann. Phaidros Art und sein Humor machen ihn sofort sympathisch und lassen einen bis zur letzten Seite mitfiebern. Auch Dionysos muss man einfach ins Herz schließen. Trotz allem, was zwischen ihnen steht, hofft man bis zur letzten Seite auf ein Happy End für die beiden. Eines ist klar: Die Griechen haben das Drama erfunden und dieses Buch steht dem in nichts nach.

5 stars
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4 stars

Natasha Pulley erzählt den Dionysos-Mythos neu – dunkel, eindringlich und voller Zwischentöne. Im Zentrum steht der Krieger Phaidros, der gegen seinen Willen in die Welt des Gottes hineingezogen wird. Statt leichter Mythenadaption bietet der Roman eine beklemmende, poetische Atmosphäre, in der Wahnsinn, Dürre und göttliche Macht wie ein Fluch über Theben liegen. Besonders stark ist die ambivalente Darstellung des Dionysos: faszinierend und bedrohlich zugleich. Pulley schafft es, die Beziehung zwischen Mensch und Gott spannend und emotional vielschichtig zu inszenieren. Wer Mythen nicht als Heldengeschichte, sondern als psychologisch tiefes Drama lesen möchte, wird hier fündig.

4 stars
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5 stars
5 stars

Mein erstes Buch von Natasha Pulley und bestimmt nicht mein letztes.

Ein großes Lesevergnügen das den Leser auf eine Nacherzählung von Dionysos aus der Sicht des Polemarchen Phaidros. Aber es ist auch so viel mehr...
Es ist eine dicht geschriebene, poetische Geschichte...Abenteuer, Historie verwebt mit Mythologie, aber auch eine komplizierte Liebesgeschichte zwischen einem Sterblichen und einem Gott.

Ich hab es von der ersten Seite an geliebt!

5 stars
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5 stars

Wieder einmal hat mich Natasha Pulley begeistert und einen Roman veröffentlicht, nach dem ich erst einmal eine Lesepause brauchte. Weil alles andere danach fade erscheint.
Geschickt verwebt sie antike Mythen mit fantastischen Elementen. Erzählt von einem thebanischen Krieger, der schon als Kleinkind auf seine Rolle als Gesäter eingeschworen wurde. Phaidros begegnet als vierjähriger einem besonderen Baby und schützt es vor der Königin, die alle beseitigen will, die ihre Macht bedrohen. Denn dieses Kind soll von Zeus gezeugt worden sein. Diese Begegnung prägt das ganze Leben des Kriegers. Einige Jahre später trifft er auf einen seltsamen Jungen, war er einst dieses Baby? Sind diese beiden, weitere Jahre später, der Hexer, der eine ganz Stadt in den Wahnsinn treibt? Wer auch immer er ist, Phaidros baut eine besondere Beziehung zu ihm auf, gespalten zwischen seinen Gefühlen und der Pflicht der Ehrerfüllung.
"Das Lied des Dionysos" ist ein vielschichtiger Roman, der eine ganze Weile immer mehr Rätsel aufwirft, bis sie gegen Ende, eines nach dem anderen, gelöst werden. Ohne "ist einfach so" Wendungen, sondern logisch und ineinander greifend.
Wie bisheralle Romane von Natasha Pulley, hat mich auch dieser hier in seinen Bann gezogen und begeistert. Ich hoffe, sie schreibt noch viele weitere Romane.

5 stars
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4 stars

Rezension: „Das Lied des Dionysos“ ist ein poetischer Roman, der Mythos und Realität kunstvoll miteinander verwebt. Natasha Pulley schreibt mit einer sprachlichen Eleganz, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Die Geschichte ist geheimnisvoll, vielschichtig und voller Atmosphäre.

Die Figuren sind komplex, besonders die Hauptfigur, deren Beziehung zur Kunst und zum Wahnsinn faszinierend ist. Es geht um Inspiration, um göttliche Eingebung und um die Frage, wie viel ein Mensch für seine Kunst opfern darf. Das alles ist in eine historische Kulisse eingebettet, die wunderbar recherchiert wirkt.

Der Roman verlangt Aufmerksamkeit, belohnt aber mit Tiefe und Schönheit. Es ist kein Buch für schnelle Unterhaltung, sondern eines, das man langsam genießen sollte.

Fazit: Literarisch anspruchsvoll, atmosphärisch dicht und emotional tief – ein Roman für alle, die Kunst und Mythos lieben.

4 stars
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4 stars

Spannende Einblicke in die Welt der Antike.

Ich lese sehr gerne historische Romane, aber auch immer mal wieder Fantasy. In diesem Roman über die Antike und auch über ihre Legenden und ihre Götterwelt verbindet für mich Beide Genres.
Ich muss zugeben das ich ein wenig gebraucht habe, um mich in die Geschichte hineinversetzen,aber nach einigen Seiten hat mich das Buch gepackt und ich bin auf eine spannende Reise in eine längst untergegange Welt gegangen.
Der Erzähler des Buches ist Phaidros und wir gehen mit ihm durch sein Leben und begegnen mit ihm immer wieder einer ganz besonderen Person. Seid er als Kind ein. Baby vor dem Tod rettete scheint er eine besondere Beziehung zu ihm zu haben. Aber wer ist er und was macht ihn so besonders?

Dieser Roman erzählt eher in leisen Tönen von dieser ganz besonderen Beziehung und genau das macht das Buch so Besonders. Es ist ein besonderes Buch über eine besondere Beziehung.

4 stars
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