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bluten
15 Stories
von Magdalena Stammler; Stefanie Jaksch (Hrsg.)
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Erscheinungstermin 19.08.2025 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Wir bluten, und sie lassen uns:
„Girls support girls“ – aber Grenzen gibt es immer, vor allem, wenn Lügen und Details verschwimmen. Alle schreien – du aber nur innerlich, weil du es einfach nicht mehr ertragen kannst, aber musst. Sie kommt – 28 Tage – länger oder kürzer, aber sie muss kommen – sie kommt immer: (diesmal) nicht. Und danach? Wird die blutige Hose mitsamt Was-wäre-wenn-Gedanken ganz hinten in den Schrank gehängt.
Es ist Alltag, Liebe, Schmerz und Widerstand.
Frauen bluten. Bluten jeden Tag, ob wortwörtlich oder im übertragenen Sinn, als „Working Mums“, in der Care-Arbeit, weil es der Zyklus abverlangt, als Opfer von Gewalt oder schlicht als Personen, die gesellschaftlichen Normen nicht entsprechen. Das Blut fließt: wenn wir wieder nicht oder zum Glück nicht schwanger sind, wenn wir abgetrieben oder frisch entbunden haben, wenn wir zuhause zu laut oder nachts auf dem Heimweg nicht schnell genug waren, wenn sich die Menopause ankündigt oder wir keinen Kinderwunsch spüren und damit anecken ...
Ein literarischer Blutrausch
15 Autorinnen erzählen in ihren Texten von Kämpfen und Widerständigkeit, lehnen sich auf, schreiben manchmal sanft, manchmal verstörend, witzig und anders von der Alltäglichkeit des Blutens: über Altersarmut, Gewalt, das (Nicht-)Muttersein, Menstruation, Menopause, den Kampf um Existenzberechtigung und faire Behandlung in der Arbeitswelt. Das ist unser täglich Blut. Diese Anthologie ist ein Ausbruch, ein Atemzug, harte Realität und grenzenlose Fantasie.
Mit literarischen Beiträgen von: Elif Duygu, Milena Michiko Flašar, Yasmin Hafedh, Lydia Haider, Gertraud Klemm, Johanna Linimayr, Lydia Mittermayr, Jacinta Nandi, Lisa-Viktoria Niederberger, Romina Pleschko, Julya Rabinowich, Barbara Rieger, Chantal-Fleur Sandjon, Margit Schreiner und Magdalena Stammler
Wir bluten, und sie lassen uns:
„Girls support girls“ – aber Grenzen gibt es immer, vor allem, wenn Lügen und Details verschwimmen. Alle schreien – du aber nur innerlich, weil du es einfach nicht...
Vorab-Besprechungen
„Eine wichtige Anthologie, beim Teil 2 will ich dabei sein!“
Barbi Marković
„Eine wichtige Anthologie, beim Teil 2 will ich dabei sein!“
Barbi Marković
Verfügbare Ausgaben
AUSGABE | Anderes Format |
ISBN | 9783709982426 |
PREIS | 24,90 € (EUR) |
SEITEN | 248 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ich wusste nicht, dass ich so etwas lesen wollte, bevor ich es gelesen habe. Bluten trifft einen Nerv, den ich vorher nicht klar benennen konnte und genau das macht die Lektüre so intensiv. Die Beiträge sind roh, direkt, unbequem und trotzdem auf eine fast zärtliche Art verbindend. Es geht um Schmerz, aber auch um Selbstbehauptung, Sprachmacht und Sichtbarkeit. Ich habe mich mehrfach dabei ertappt, wie ich Passagen mehrfach gelesen habe, nicht, weil sie unverständlich waren, sondern weil sie so viel in mir angestoßen haben.
Was mir besonders hängen geblieben ist, ist die Bandbreite an Stimmen und Perspektiven. Es gibt keinen einheitlichen Tonfall, keine durchgehende Linie und das ist gut so. Es entsteht ein facettenreiches, streitbares Bild eines Themas, das viel zu oft mit Schweigen, Ekel oder Wegschauen beantwortet wird. Einige Texte haben mich wütend gemacht, andere traurig, wieder andere haben mir das Gefühl gegeben, nicht allein zu sein mit bestimmten Gedanken und Erfahrungen. Und das ist viel wert.
Ich habe das Buch nicht "durchgelesen", ich habe es bearbeitet und werde sicher noch öfter darin blättern.
★★★★☆ 4 von 5 Sternen

"bluten" versammelt 15 Stories rund um das Thema bluten – körperlich, symbolisch, existenziell. Spannend ist dabei vor allem, wie unterschiedlich die Autorinnen sich dem Thema nähern: vom Schmerz des Menstruierens über die Angst vor dem Ausbleiben, von Fragen weiblicher Identität bis hin zum metaphorischen Ausbluten einer ganzen Welt. Die Vielfalt der Zugänge macht diese Sammlung besonders.
Genauso abwechslungsreich sind auch die Schreibstile: mal roh und direkt, mal feinfühlig und poetisch. Manche Texte treffen ins Mark, andere bleiben zurückhaltend und wirken gerade dadurch stark nach. Wie bei jeder Anthologie gefallen einem nicht alle Geschichten gleich gut – das gehört dazu. Besonders positiv ist mir aufgefallen, wie viele Aspekte und Gedanken hier Platz finden, über die sonst selten offen gesprochen wird.
Eine Ausnahme gab es für mich: Der Text von Lydia Haider war sprachlich wie inhaltlich so abstrakt, dass ich ihn letztlich übersprungen habe – das war mir persönlich zu sperrig.
Bluten ist eine kraftvolle, mutige Sammlung, die Denkanstöße liefert und zeigt, wie vielfältig, schmerzhaft, aber auch stark das Thema Blut literarisch verarbeitet werden kann. Die Geschichten sind angenehm kurz, ideal für zwischendurch – und doch nachhaltig wirkend. Eine klare Leseempfehlung für alle, die Literatur als Reflexionsraum für Körper, Gesellschaft und Identität schätzen.

📚 R E Z E N S I O N 📚
TITEL:
HERAUSGEBER: Magdalena Stammler & Stefanie Jaksch
ERSCHEINUNGSTERMIN: 21.08.2025
INHALT: siehe Klappentext auf dem zweiten Foto.
MEINE MEINUNG:
Vorab ist es mir wichtig, alle Autorinnen zu erwähnen, deren literarische Beiträge in diesem Buch veröffentlicht wurden. Die insgesamt 15 verschiedenen Storys stammen von: Elif Duygu, Milena Michiko Flašar, Yasmin Hafedh, Lydia Haider, Gertraud Klemm, Johanna Linimayr, Lydia Mittermayr, Jacinta Nandi, Lisa-Viktoria Niederberger, Romina Pleschko, Julya Rabinowich, Barbara Rieger, Chantal-Fleur Sandjon, Margit Schreiner und Magdalena Stammler.
Alle haben ohne genaue Vorgaben Werke geschrieben zum Thema "bluten" und es ist interessant und spannend zu lesen, wie verschieden die Gedanken hierzu ausgefallen sind. Ich selbst als Frau mit "Menstruationshintergrund" habe natürlich direkt erstmal an das monatliche Blüten, die Periode, gedacht und fertig. Doch so einfach ist es nicht. Kommt sie? Kommt sie nicht? Wann kommt sie? Warum kommt sie nicht? Schwanger? Krankheit? Menopause? Kinderwunsch? Ängste und Sorgen! Über Schmerzen. Über Sichtbarkeit. Über Unsichtbarkeit. Unsicherheit. Aufklärung. Verhütung. Periodenprodukte. Patriarchat. Zerrissen zwischen all den (unvollständigen) Gedanken, gleichzeitig noch Beruf und Care Arbeit stemmend. Bluten ist allgegenwärtig, immer und überall. Und nicht nur die rote Flüssigkeit.
Die Autorinnen der Anthologie haben es geschafft, völlig unterschiedlich aufzuzeigen, was es bedeutet zu bluten und wo eben jenes überall stattfindet - vielfältig und direkt vor unser aller Augen. Äußerst spannend und zu empfehlen, für jede Person, nicht nur für Frauen.
BEWERTUNG: 🟡🟡🟡🟡⚫ (4/5)
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Werbung, Rezensionsexemplar.
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