Wind, der uns heimträgt
von Hemley Boum
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Erscheinungstermin 15.09.2025 | Archivierungsdatum 12.01.2026
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Zum Inhalt
Als der 18-jährige Zack aus Kamerun nach Paris flieht, überlässt er seine junge Mutter ihrem Schicksal und ihren Geheimnissen. Die vielen Fragen, die er ihr nie gestellt hat, und die Erinnerung an...
Eine Anmerkung des Verlags
kamerunisches Fischerdorf
- ausgezeichnet mit dem "Grand Prix Afrique 2025" und
9 weiteren Literaturpreisen
- von Schuld uns Vergebung und dem Leben im Exil
- Schauplätze: Afrika und Europa
- starke, poetische Sprache
- Generationenroman über den Einzug der Moderne in ein
kamerunisches Fischerdorf
- ausgezeichnet mit dem "Grand Prix Afrique 2025" und
9 weiteren Literaturpreisen
- von Schuld uns...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783779507888 |
| PREIS | 26,00 € (EUR) |
| SEITEN | 320 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Claudia K, Buchhändler*in
Wunderschön erzählt und soghaft in der Entfaltung- ein Familienroman aus Kamerun, eine Geschichte über Liebe, Zusammenhalt, Verbundenheit und die unergründlichen Wege des Lebens.
Es beginnt mit Yalana und ihrem Mann, dem Fischer Zacharias, dessen Vater beim Fischen gestorben ist, und der davon träumt, ein großartiges Leben zu führen. Und da sind ihre Töchter, Dorothee und Myriam, die ihren Vater über alles lieben und mit der strengen Mutter Schwierigkeiten haben. Und der entwurzelte Zachary, der versucht, sich in Frankreich ein Leben aufzubauen, was aber an seinen Zweifeln und Ängsten zu scheitern droht...
Wunderschön wie auch schon ihr Buch "Gesang für die Verlorenen"- unbedingt lesenswert!
Dagmar K, Buchhändler*in
Der Roman verwebt die Geschichten von Zacharias, einem traditionellen Fischer in Kamerun, dessen Leben durch moderne Hochseefischerei zerstört wird, und seinem Enkel Zack, der nach Frankreich flieht, um eine bessere Zukunft zu suchen. Der Text behandelt Identitätsverlust im Exil und die Auswirkungen der modernen Gesellschaft auf traditionelle Lebensweisen in Kamerun. Er ist einfühlsam und poetisch geschrieben, manchmal schockierend , wenn er die westliche Profitgier beschreibt, die die Menschen, die im Einklang mit der Natur leben, überrollt.
Dieser Roman hat den Grand Prix Afrique 2025 und neun weitere Literaturpreise gewonnen, ist schon etwas Besonderes und gibt einen kleinen Einblick in die Lebenssituation in Kamerun.
Ein wunderbares Buch über eine Familie in Kamerun, das über mehrere Generationen den gesellschaftlichen Wandel und dessen Auswirkungen auf die Menschen erzählt. Zwei Erzählungen dominieren das Buch: Der Großvater als traditioneller Fischer, der Enkel als Student und Psychologe in Paris. Sehr schön geschrieben und übersetzt. Sehr empfehlenswert.
Rezensent*in 427080
Zurück nach Campo
Ein mit poetischer Sprache geschriebener Roman, inhaltlich teilweise bitter.
Mit zwei Handlungssträngen, die zeitlich leicht versetzt und miteinander lose verbunden sind, zeigt die Autorin den Konflikt von Menschen, die ihre Heimat verlassen haben. Die Hoffnung auf neue Chancen, doch auch Heimweh und Verlust.
Da ist der Fischer Zacharias mit seiner Familie in Kamerun und dann der Icherzähler in Frankreich, der sein Enkel ist.
Es gab einen Vorfall und Unglück kam über die Familie des Fischers. Das zerstört die Familie.
Viele Jahre später hat der Icherzähler die Chance auf ein besseres Familienleben. Er beschließt aber auch, noch einmal nach Kamerun zurückzukehren, wo er seine Mutter einst zurückgelassen hatte.
Hemley Boum versteht es, die Geschichte mit großer Empathie, aber ohne zu viel Pathos zu erzählen. Das macht es zu einem guten Roman.
Ich hatte zunächst erwartet, eine klassische Migrationsgeschichte zu lesen.
Doch Hemley Boum erzählt mehr: Sie zeigt, wie Herkunft und Vergangenheit das Leben prägen – selbst dann, wenn man glaubt, ihnen entkommen zu können.
Im Mittelpunkt steht Zack, der eigentlich Zacharias heißt. Mit 18 verlässt er Kamerun und baut sich in Paris ein neues Leben auf. Dort heiratet er Julienne, gründet eine Familie und wird Psychologe.
Alles wirkt stabil – bis die verdrängte Vergangenheit ihn einholt. Dabei begegnet Zack in Paris einem subtilen, alltäglichen Rassismus, den er verleugnet, weil er als Migrant nicht auffallen will. Diese innere Anpassung macht seine Zerrissenheit noch deutlicher.
Parallel dazu erfahren wir die Geschichte seines Großvaters Zacharias Médobé, eines Fischers, dessen Welt durch die Gier einer Holzfirma zerstört wird. Seine Frau Yolana kämpft darum, die Familie zusammenzuhalten, während er immer tiefer in Schulden gerät.
Die Töchter Dorothée und Myriam tragen ihre eigenen Verletzungen: Dorothée wird später Zacks Mutter, Myriam bleibt lange unberührt vom Konflikt – und spielt schließlich eine tragische Rolle, die das Familiengefüge für immer verändert (mehr sei hier nicht verraten).
Und dann sind da Nella und Achilles, Jugendfreunde aus Kamerun, die Zack unter tragischen Umständen zurücklassen muss. Nella ist vermutlich Zacks große Liebe – eine innere Verbindung, die trotz der Entfernung bestehen bleibt.
Diese Figuren machen deutlich, wie stark die Vergangenheit selbst über Kontinente hinweg präsent bleibt.
Hemley Boum zeichnet alle Figuren mit großer Sorgfalt. Jede trägt ihre eigene Geschichte, ihre Hoffnungen und Wunden.
Besonders eindrucksvoll ist, wie sie zeigt, dass Heimat und Freundschaft nicht beliebig austauschbar sind. Sie liegen in der Herkunft, auch wenn man vor ihr flieht.
Mich hat berührt, wie ehrlich der Roman die Zerrissenheit seiner Protagonisten beschreibt. Migration bedeutet nicht nur Ortswechsel, sondern auch innere Entwurzelung. Schuld, Sehnsucht und die Suche nach Freiheit greifen ineinander – und fordern ihren Preis.
Ein starkes Buch, das ich jedem empfehle, der Geschichten über Identität, Herkunft und die Macht der Vergangenheit schätzt.
Für mich klare 5 von 5 Sternen.