
Eines Tages werden alle immer schon dagegen gewesen sein
von Omar El Akkad
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Erscheinungstermin 22.05.2025 | Archivierungsdatum 21.07.2025
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Zum Inhalt
Als Einwanderer glaubte Omar El Akkad, dass der Westen ein Ort der Freiheit und Gerechtigkeit für alle sei. Doch in den Jahren, in denen er über den Klimawandel, die Black-Lives-Matter-Proteste, die verschiedenen Kriege gegen den Terror und vieles mehr berichtet und zuletzt den Genozid in Gaza beobachtet, wird ihm zunehmend klar, dass vieles von dem, was der Westen verspricht, eine Lüge ist. Eines Tages werden alle immer schon dagegen gewesen sein ist eine Chronik dieser schmerzhaften Erkenntnis, eine moralische Auseinandersetzung mit der Frage, was es bedeutet – als Bürger der USA, als Vater –, in diesen verheerenden Zeiten einen Sinn für Möglichkeiten zu finden.
Eines Tages werden alle immer schon dagegen gewesen sein ist der bittere, rohe und verletzliche Aufschrei von jemandem, der sich immer auf der Seite der Gerechten wähnte und nicht aufhört, das Gute zu suchen. Es ist El Akkads von Herzen kommender Abschiedsbrief an den Westen, eine brillante Formulierung der Desillusionierung, die wir überall auf der Welt beobachten, in Familienzimmern, auf Universitätsgeländen, auf den Straßen der Städte. Dieses Buch ist für alle, die etwas Besseres wollen als das, was der Westen aufgetischt hat. Dies ist das Buch für unsere Zeit.
Als Einwanderer glaubte Omar El Akkad, dass der Westen ein Ort der Freiheit und Gerechtigkeit für alle sei. Doch in den Jahren, in denen er über den Klimawandel, die Black-Lives-Matter-Proteste, die...
Eine Anmerkung des Verlags
Gaza und die Folgen – die bittere Auseinandersetzung des Bestsellerautors Omar El Akkad mit dem, was es bedeutet, heute im Westen zu leben
Vorab-Besprechungen
»Es ist schwierig, das Wesen eines echten Bruchs zu verstehen, während er noch das Gefüge unserer Welt zerreißt. Doch genau das hat Omar El Akkad geschafft, indem er das gebrochene Herz und die zerrissenen Illusionen mit enormer Einsicht, Geschick und Mut in Worte gefasst hat. Ein einzigartiges und dringend benötigtes Buch.«
— Naomi Klein
»Eine kathartische Abrechnung mit der westlichen Heuchelei gegenüber Gaza.«
— THE GUARDIAN
»Es ist schwierig, das Wesen eines echten Bruchs zu verstehen, während er noch das Gefüge unserer Welt zerreißt. Doch genau das hat Omar El Akkad geschafft, indem er das gebrochene Herz und die...
Verfügbare Ausgaben
AUSGABE | E-Book |
ISBN | 9783751820721 |
PREIS | 18,99 € (EUR) |
SEITEN | 200 |
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Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Plädoyer für Menschlichkeit;
Der Schreibstil hat mir an sich gefallen, er ist sehr bildhaft und angenehm zu lesen, obwohl der oft politische Text anspruchsvoll ist. Mit der Struktur des Textes war ich nicht so zufrieden. Die Einteilung in die Kapitel macht bei einigen mehr Sinn als bei anderen und gerade am Anfang war ich etwas orientierungslos. Ab und zu werden autobiographische Einschübe gemacht, die fand ich zwar sehr interessant, aber die Zielrichtung war mir nicht immer klar. Einigen Inhalten konnte ich gut folgen, anderen nicht so gut. Die Beschreibungen fand ich treffend und die Schlussfolgerungen oft nachvollziehbar, allerdings wiederholen sie sich auch. Durch viele Beispiele werden die Thesen des Autors deutlich, allerdings hätte mir ab und an eine Quellenangabe oder zeitliche Verordnung geholfen, um ggf. in der Presse die erwähnten Ereignisse zu recherchieren, da der Autor einen sehr parteiischen oder engagierten Eindruck macht, je nachdem wie man es sehen will. Einige Dinge fand ich sehr prägnant und pointiert formuliert, so z. B. das was der Autor „institutionelle Feigheit“ nennt. Insgesamt sehe ich dieses Buch als ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit, das aber mehr Struktur und mehr Quellenangaben vertragen hätte.

Ein Buch über Völkermord, Anti-Islamisierung und Rassismus mit autobiographischen Einschüben.
Der Autor verbindet sein eigenes Leben und seine Erfahrungen mit dem aktuellen herrschenden Auslöschungskrieg seitens Israel und USA. Omar ist selbst Moslem und fügt seine Erfahrungen mit Rassismus hinzu.
Literarisch knallhart, ehrlich und direkt tut es mal gut, dass ein Autor seine Meinung beibehält. In der Hoffnung, dass viele Leser auf dieses Thema aufmerksam werden.
Wir brauchen viel mehr Menschen wie Omar!
Gestört hat mich das Gendern.

Ein eindringlicher Text, der es vermag die kognitive Dissonanz der westlichen Welt gegenüber dem Genozid in Gaza auf den Punkt zu bringen. Appell für eine Politik, in der es nicht nur um Machterhalt sondern Erhalt von im Völkerrecht verankerten Werten geht.

Ein unglaublich schön geschriebenes Werk, das sich maßgeblich mit dem Thema Gaza beschäftigt - dabei aber auch weiter ausholt und viele weitere Grausamkeiten gegen muslimische Menschen weltweit thematisiert.
Dabei bringt der Autor und Journalist, der selbst in Ägypten geboren wurde, viel seiner eigenen Lebensgeschichte und Erfahrungen mit rein und erschafft insgesamt ein Werk, das einem sehr nahe geht (sprachlich und inhaltlich). Eine definitive Leseempfehlung.
Der einzige Kritikpunkt obliegt dabei der Übersetzung aus dem Englischen, in dem vermutlich der Begriff „genocide / Genozid“ fiel, der aber ausschließlich als „Völkermord“ übersetzt wurde und nicht komplett das gleiche meint.
(Vielen Dank an NetGalley und Matthes & Seitz Berlin für das digitale Rezensionsexemplar—es hat meine Meinung nicht beeinflusst)

Dieses Buch findet Worte für das furchtbare, kaum beschreibbare Gefühl, der tagtäglichen Routine nachgehen zu müssen, während die Welt brennt und Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Im Wartezimmer des Hausarztes zu sitzen, durch Social Media zu scrollen und schreckliche, graphische Videos von der Bombardierung des letzten Krankenhaus Gazas zu sehen. Die Nachrichten anzuschalten und kaum fassen zu können, dass dies kaum einen Nebensatz wert zu sein scheint und politisch keine Konsequenzen mit sich ziehen wird. Diese Fassungslosigkeit, dass dieselben Menschen, die jetzt teilnahmslos zusehen, in der Zukunft "immer schon dagegen gewesen sein" werden.
Kurzum: Dieses Buch beschreibt, wie es ist, seinen Glauben an die Menschlichkeit zu verlieren. Es verschönt nicht, es bietet keine unglaubwürdige Hoffnung, und ist trotzdem tröstend, denn es zeigt: Wir sind nicht alleine in unserer gefühlten Hilflosigkeit.

Das Buch ist ein Aufschrei mit erstickter Stimme angesichts des aktuellen Leidens ! Der Autor klagt nicht einfach an, er reflektiert seine eigene Position vor dem autobiographischen Hintergrund als Palästinenser, Migrant (Kanada) und Journalist, sowie erfolgreicher Autor im Westen. Zur aktuellen Situation in Gaza findet er schmerzhaft klare Worte, aber er stellt unser westliches Verhalten auch in einen größeren Zusammenhang! Er ist sich der eigenen priviligierten Situation bewußt, verzichtet aber trotzdem nicht darauf, uns einen Einblick zu vermitteln, wie man sich als Migrant fühlt, wie ihm von uns begegnet wird. Wichtig seine klare Darstellung der sprachlichen Unaufrichtigkeit in Politik und Medien. Es tut weh, das Buch zu lesen! Ja, man kann einzelne Gedankengänge auch kritisch hinterfragen. aber wir alle gewinnen etwas durch das Lesen dieses Buches!

Allein der Titel von Omar El Akkads „Eines Tages werden alle immer schon dagegen gewesen sein“ streut Salz in eine Wunde, die nicht jeder in der Gesellschaft zu verspüren vermag. Auf 206 Seiten spricht El Akkad eine Wahrheit aus, die die meisten von uns nur allzu oft verdrängen. Er legt in seinen Essays offen, wie sehr unsere Gesellschaften von historischen und aktuellen Machtstrukturen, Rassismus und politischer Verdrängung durchdrungen sind.
Als jemand, der lange daran glaubte, dass der Westen für Freiheit und Gerechtigkeit steht, teilt er hier seine bittere Erkenntnis. Seine Worte sind ein brutaler Schlag ins Gesicht in einer Zeit, in der es so leicht ist, die Augen vor der Realität zu verschließen. El Akkad zeigt, wie gefährlich es ist, in der Komfortzone der Ignoranz zu verharren und den Diskurs zu verweigern. Dabei verbindet er historische Hintergründe mit aktuellen politischen Entwicklungen und macht deutlich, wie eng Vergangenheit und Gegenwart verwoben sind.
Ich musste das Buch nach wenigen Essays schon zur Seite legen um das Gelesene zu verdauen - wie geht es dann den Menschen in Gaza? Gerade jetzt, braucht es solch ein Buch mehr denn je: als Aufforderung, wach zu bleiben und sich nicht von Resignation lähmen zu lassen.
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