Am Himmel die Flüsse

Roman

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Erscheinungstermin 22.07.2024 | Archivierungsdatum 18.08.2024

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Zum Inhalt

Narin ist neun, als in dem ezidischen Dorf am Tigris Planierraupen auftauchen. Ihre Heimat soll einem Dammbauprojekt der türkischen Regierung weichen. Die Großmutter, fest entschlossen, die Enkelin an einem ungestörten Ort taufen zu lassen, bereitet alles für die Reise ins heilige Lalisch-Tal vor. Kurz vor Aufbruch stößt Narin auf das Grab eines gewissen Arthur – direkt neben dem ihrer Ururgroßmutter Leila. Wer war dieser „König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere“, der Junge aus dem viktorianischen London, von den Ufern der verschmutzten Themse? Und was hat er mit Narins eigener Vertreibung zu tun? Meisterhaft verwebt Elif Shafak Vergangenheit und Gegenwart zu einem soghaften Roman über sich kreuzende menschliche Schicksale und die Macht jahrhundertealter Konflikte.

Narin ist neun, als in dem ezidischen Dorf am Tigris Planierraupen auftauchen. Ihre Heimat soll einem Dammbauprojekt der türkischen Regierung weichen. Die Großmutter, fest entschlossen, die Enkelin...


Eine Anmerkung des Verlags

Bitte veröffentlichen Sie außerhalb dieser Plattform keine Rezensionen vor dem ET (22.07.2024).

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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783446280083
PREIS 28,00 € (EUR)
SEITEN 592

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Brillant

Die britisch-türkische Schriftstellerin hat mit dem Roman, Elif ShafakAm Himmel die Flüsse, wieder ein brillantes Werk geschaffen. Sie konnte mich schon mit einigen Romanen beglücken.
Dieser Roman ist wieder perfekt erträumt und Recherchiert.
Das Schicksal der Yezieden ist besonders genau erzählt.
Es gibt drei Protagonisten, die jede ihre eigene Geschichte hat, die dann gekonnt verwebt wurde.
Die Figuren sind fiktiv, aber einige sind an reale Personen angelehnt.
Am Ufer der Themse

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Elif Shafak verknüpft die Schicksale des ungewöhnlich begabten Jungen Arthur aus einem Londoner Armenviertel (ab 1840), der 9jährigen Narin, die in der Gegenwart (2014) endlich zur Taufe in jesidischer Tradition in den Irak reisen soll und der Hydrologin Zaleekhah (2018), die in London ein Hausboot auf der Themse mietet und sich mit Herkunft und Traditionen ihrer Familie auseinandersetzen muss. Die Rahmenhandlung in der Gegenwart wirft die Frage auf, wie der Grabstein für „Arthur, König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere“ ins Lalischtal des heutigen Irak gelangt sein könnte.

Die vielfältigen Verknüpfungen der Figuren reichen von Tafeln in Keilschrift aus der Bibliothek Assurbarnipals, über ein Buch zu Ninive, das Arthurs Forscherdrang anstachelt, das „Mudlarken“ im Schlick der Themse, Wasser als Grundlage des Ackerbaus, als Überträger von Krankheiten, aks Kriegsanlass oder als Reiseweg bis zu einem Dammbauprojekt der Gegenwart, das den Vorwand für Völkermord liefert. Die Figuren könnten zudem durch den Wasserkreislauf verbunden sein, da alle drei Personen in entscheidenden Lebenssituationen einen Wassertropfen, eine Träne oder eine Schneeflocke wahrnehmen. Begleitet wird Shafaks komplexer Plot mit Fragen u. a. nach der weiblichen Rolle in Dichtung und Erzählkunst, der Sehergabe, Ertaubung, der Diskriminierung und Vernichtung von Minderheiten, Menschenhandel, Sklaverei und der Aneignung historischer Artefakte durch europäische Archäologen.

Penibel recherchiert und weit ausholend erzählt, hat mich der Roman besonders in der ersten Hälfte gefesselt, in der Arthur als absoluter Amateur, aber mit ungewöhnlicher Gedächtnisleistung die Übersetzung eines Keilschrifttextes beginnt. In unmittelbarer Umgebung seiner Tätigkeit im British Museum befindet sich in der Gegenwart das Tattoo-Studio von Nen, deren Hausboot Zaleekhah mietet und die widerum Lebensweisheiten in Keilschrift tätowiert. Die Pumpe, deren Schwengel 1854 in London Dr. John Snow abmontieren ließ, damit eine Cholera-Epidemie beendete, und ihre Bedeutung für Arthur zeigt u. a. Shafaks Liebe zum Detail und ihre umfassende Recherche.

Weit ausholend und erstklassig recherchiert, hat mich Elif Shafaks Roman „einer eingewanderten Autorin, die nicht in ihrer Muttersprache schreibt“, wie sie im Nachwort anfügt, keinen Moment gelangweilt und mir tiefen Einblick in die Figuren ermöglicht. Durch Kapitelüberschriften war jederzeit deutlich, an welchem Ort und in welcher Epoche ich mich gerade befinde. Drei zentrale Figuren, zwei große Flüsse in zwei Regionen – ein großartiger Roman.

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Da habe ich bisher eine wirklich tolle Erzählerin verpasst! AM HIMMEL DIE FLÜSSE war mein erster Roman von Elif Shafak und sicher nicht der letzte!!! Ich habe die Geschichten von Arthur, Narin und Zaleekhah atemlos verschlungen, sie setzen sich ins Herz und ins Hirn und obwohl am Ende ein Wunder geschieht, lässt einen die Unbelehrsamkeit, Ignoranz und Grausamkeit der Menschen traurig zurück. Unbedingte Leseempfehlung von ganzem Herzen.

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