Reichlich spät

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Erscheinungstermin 04.04.2024 | Archivierungsdatum 22.04.2024

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Zum Inhalt

Freitag, der 29. Juli in Dublin. Das Wetter ist wie vorhergesagt, die Stadt vor Cathals Bürofenster liegt in gleißendem Sonnenschein. Nach einem scheinbar ereignislosen Tag mit Budgetlisten und Bürokaffee nimmt Cathal den Bus nach Hause. Die Landschaft zieht an ihm vorüber, die waldigen Hügel, auf denen er noch nie gewesen ist, und er denkt an Sabine. Die ein bisschen schielt und die gut kochen kann, die auch im Winter barfuß am Strand spazieren geht, die die Hügel besteigt. Die zu viel Geld ausgibt und zu viel Raum einnimmt und zumindest über die Hälfte von allem bestimmen will. Die Frau, mit der er hätte sein Leben verbringen können, wäre er ein anderer Mann gewesen.

In dieser kleinen Geschichte eines gescheiterten Paares erzählt Claire Keegan vom großen Thema Misogynie. Und wie sie das tut: kein Wort überflüssig, jeder Satz von durchscheinender Klarheit. Meisterhaft!

Freitag, der 29. Juli in Dublin. Das Wetter ist wie vorhergesagt, die Stadt vor Cathals Bürofenster liegt in gleißendem Sonnenschein. Nach einem scheinbar ereignislosen Tag mit Budgetlisten und...


Eine Anmerkung des Verlags

»Eleganz bedeutet, gerade genug zu erzählen. Und ich glaube daran, dass die Leser:innen die Geschichte ergänzen. (…)
Wenn man eine Geschichte richtig verstehen will, sollte man sie zweimal lesen. Es ist eigentlich ein längeres Buch, als man meint. Verdoppeln Sie also einfach die Seitenzahl.« —Claire Keegan, The Guardian

»Eleganz bedeutet, gerade genug zu erzählen. Und ich glaube daran, dass die Leser:innen die Geschichte ergänzen. (…)
Wenn man eine Geschichte richtig verstehen will, sollte man sie zweimal lesen. Es...


Vorab-Besprechungen

»Um es ganz einfach zu formulieren, Claire Keegan ist eine der größten Erzählerinnen der Welt.« —George Saunders


»Ein einziger von Keegans eindringlichen, geerdeten Sätzen kann ganze Bände Sozialgeschichte enthalten. Jedes Wort ist das richtige Wort am richtigen Ort« —Hilary Mantel


»Wir können uns glücklich schätzen, mit Keegan eine Schriftstellerin zu haben, wie sie in einer Generation nur einmal vorkommt.« —The Sunday Times

»Um es ganz einfach zu formulieren, Claire Keegan ist eine der größten Erzählerinnen der Welt.« —George Saunders


»Ein einziger von Keegans eindringlichen, geerdeten Sätzen kann ganze Bände...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783969993842
PREIS 15,00 € (EUR)
SEITEN 64

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Claire Keegan schreibt sehr besondere Geschichten, die in der Regel kurz gehalten, aber sehr dicht sind und die Leser noch lange beschäftigen. „Reichlich spät“ beschreibt einen Tag im Leben eines irischen Büroangestellten, der scheinbar einen normalen Arbeitstag durchläuft. Auf der Heimfahrt merkt man die ersten Brüche. Zuhause angekommen, führt er einen inneren Monolog, in dem Cathal die etwa zweijährige Beziehung zu einer Galeristin Revue passieren lässt und mich hat das Grausen gepackt, als er seine Reaktionen auf ihr Verhalten resümiert, als ihre Beziehung enger wird und sie im wahrsten Sinne Raum fordert. Auch der besondere Heiratsantrag, der eigentlich keiner war, die Frage formuliert er mit einer doppelten Verneinung, lässt erkennen, daß die minimale Romantik, die er empfindet, schon den Anfang vom Ende einläutet. Was für eine Geschichte , die in ihrer Sachlichkeit des Erzählers Cathal, das Entsetzen über das Frauenbild eines normalen irischen Mannes verstärkt. Reichlich spät entscheidet sich Sabine gegen die Heirat, aber immerhin rechtzeitig.
Lest diese kleine, aber feine Erzählung mindestens zweimal, wenn nicht öfter, dann entfaltet sie ihre Größe.

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Erzählung

Das Buch mit den Kirschen auf den Cover hat nur 4 Kapitel auf 48 Seiten und ist doch ein inhaltsreiches Werk, dass eine gescheiterte Beziehung in aller Deutlichkeit zeigt.

Schon das erste Kapitel zeigt einen Tag im Leben des Protagonisten in Dublin und Claire Keegans wunderbare Sprache.
Ab den zweiten Kapitel geht es dann um seine Beziehung zu Sabine. Sie ziehen zusammen, wollen sogar heiraten. Doch dann stellt Sabine ein paar grundsätzliche Fragen.

Claire Keegan schreibt sparsam, sehr genau und verdichtet, ohne dass das die gute Lesbarkeit beeinträchtigt.

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Eine exzellente Kurzgeschichte, die trotz ihrer Kürze in Erinnerung bleibt. Claire Keegan erzählt meisterhaft vom großen Thema Misogynie.

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Ein weiteres Mal ein Buch von Claire Keegan, in dem auf wenigen Seite eine große Geschichte erzählt wird.
Claire Keegan schafft es mit mikroskopischem Blick das Scheitern einer Beziehung zu erzählen. Eine durch und durch emotionale Geschichte, bei der wir uns selbst gerne immer mal wieder den Spiegel im Beziehungsalltag vorhalten dürfen.

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Ich liebe die Erzählungen von Claire Keegan! Und auch dieser kurze Text ist wieder grossartig, so dass ich, nach der ersten Lektüre, gleich nochmals von vorne begonnen habe.

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Ein Arbeitstag, ein Wochenendabend - ein Mann erzählt von einer Beziehung und deren Ende. Was für eine perfekte Novelle! Jedes Wort sitzt, zwischen den Zeilen öffnet sich ein weiteres Universum, für den, der es lesen mag.
Ein schmalstes Bändchen, ein Trüffel.

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Ein kurzer Text, der aber eine unglaubliche Wucht entfaltet. Claire Keegan gelingt es auf nur wenigen Seiten, die unterschwellige Misogynie so offensichtlich aufzudecken, dass es fast schmerzt. So lange diese Ansichten und Vorurteile noch bestehen, braucht es noch viele Frauen, die solche Geschichten erzählen. In der Hoffnung, dass es irgendwann besser wird und meine Töchter (10 & 13) es weniger schwer haben werden.

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Ein kurzer Text mit ordentlich viel Inhalt. Trotz der wenigen Worte, die Keegan zum Thema Misogynie in dieses Buch gesteckt hat, ist die Botschaft klar, laut und deutlich.
Ein Mann ist auf dem Weg nach Hause in Gedanken bei Sabine, einer Frau, die seiner Meinung nach zu viel will. Von ihm, ihrer gemeinsamen Wohnung und ihrem gemeinsamen Leben.
Selten habe ich die Vorstellung, die manche Männer von einem Leben mit einer Frau haben, so klar skizziert gesehen. Eine schockiernde Geschichte.

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Eine meisterhafte Erzählung

Claire Keegan, eine der besten irischen Gegenwartsautorinnen, hat mit »Reichlich spät« eine perfekt komponierte Erzählung über eine gescheiterte Paarbeziehung vorgelegt. Wie man es von der Autorin kennt, ist dabei kein Wort zu viel. Ihr Stil zeichnet sich auch in diesem Text durch sprachliche Schlichtheit aus, die zugleich höchst kunstvoll ist.

Erzählt wird aus der Perspektive Cathals, der von Sabine verlassen wurde. Diese – so glaubt er – hat zu viel Raum für sich beansprucht. Doch Cathal ist für seine Situation selbst verantwortlich: Meisterhaft wird im Laufe der Erzählung die grundsätzlich misogyne Haltung des Protagonisten und ein ganz bestimmter Männertypus entlarvt. Keegan at her best!

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Tatsächlich meine erste "Keegan" und ich muss sagen, ich bin völlig begeistert! Die zugegeben eher knappe Geschichte wird aus der Perspektive des "typisch irischen Mannes" Cathal erzählt, der von seiner Freundin Sabine kurz vor deren Hochzeit verlassen wird. Im Laufe der Erzählung erfährt der Leser, warum diese Beziehung scheitern musste. Ohne den Protagonisten in eine offensichtlich frauenfeindliche Schublade zu stecken lässt Keegan den Leser die latente misogyne Haltung Cathals bzw. einer ganzen Gesellschaft erkennen. Die Autorin verweist damit auf einen bestimmten Männertypus, der nie eine erfüllte und gleichberechtigte Beziehung erfahren kann.
Der Stil der Autorin ist schlicht aber gewaltig und hat mich wirklich umgehauen. Hier sitzt jedes Wort und kein Satz, keine Szene ist zuviel.
Diese von Kindheitstagen an erlernte toxische Männlichkeit ist garantiert nicht nur in Irland zu finden.
"Reichlich spät" bleibt garantiert nicht meine letzte Keegan!

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