Die Totenbraut

Thriller

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Erscheinungstermin 06.12.2023 | Archivierungsdatum 04.02.2024

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Zum Inhalt

Eine uralte Sage, ein totes Mädchen und eine Nacht, die das Leben dreier Menschen für immer verändern wird – ein fesselnder und verstörender Thriller aus der Feder der preisgekrönten englischen Autorin Jen Williams.

In einem malerischen Küstenort verschwindet ein Mädchen. Am helllichten Tag, am Strand. Nicht das erste Mädchen, das hier in den letzten Jahren verschwunden ist. Charlie ist mit ihrer Nichte nach Hithechurch gefahren, um für ein Buch zu recherchieren. Was niemand ahnt: Charlie kennt den Ort nur zu gut, hat sich doch hier in den 1980er Jahren ihr Leben in nur einer Nacht dramatisch verändert. Doch die Vergangenheit scheint nicht zu ruhen, bei ihren Nachforschungen stößt sie auf schier Unfassbares …

Eine uralte Sage, ein totes Mädchen und eine Nacht, die das Leben dreier Menschen für immer verändern wird – ein fesselnder und verstörender Thriller aus der Feder der preisgekrönten englischen...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783596001934
PREIS 16,00 € (EUR)
SEITEN 416

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Trotz einiger Längen hat mich dieser düstere Thriller sehr gut unterhalten

Ich lese sehr gern Thriller. Obwohl mir der Name der Autorin - Jen Williams – überhaupt nichts sagte, stach mir das Cover ins Auge und der Klappentext klang für mich interessant. Ich versprach mir von „Die Totenbraut“ spannende Unterhaltung und habe diese letztendlich auch bekommen.

Vor sechs Monaten verschwand im kleinen englischen Küstenort Hitechurch ein 15-jähriges Mädchen, das zusammen mit seiner Familie dort Urlaub machte, spurlos.

In der Gegenwart, im Januar, besucht Charlie Hitechurch zusammen mit ihrer Nichte Katie und wohnt dort in einem Wohnwagen. Sie ist jedoch unter einem anderen Namen unterwegs und gibt vor, als Autorin für ein Buch über alte ortsspezifische Geschichten zu recherchieren.

Im Juli 1988 machte Charlie, wie jedes Jahr, auf dem Campingplatz in Hitechurch mit ihrer Familie im Wohnwagen Urlaub und lernt dort die gleichaltrige Emily kennen. Charlie hat ein Faible für gruselige Geschichten. Als sie selbst eine erfindet, nimmt diese die gleichaltrige problembehaftete Emily, diese deutlich zu ernst, mit fatalen Folgen.

1949 lebt der intelligente und wissbegierige Junge Derek ziemlich einsam in einem privilegierten Haushalt. Sein Vater spricht mit ihm lediglich über seine Arbeit und sieht ihn bereits als seinen Nachfolger. Ein tragischer Unfall löst die Zukunftsaussichten des Jungen jedoch in Luft auf und der Vater verliert das Interesse an seinem Sohn. Derek läuft von zuhause weg, erfindet sich neu und landet in Hitechurch.

Der Thriller wird in verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Für die Handlungsstränge aus Charlies Sicht, wurde die Ich-Form, für die anderen die dritte Person verwendet. Der Schreibstil ist durchaus flüssig, die Sprache relativ einfach. Die Charaktere wurden situationsbedingt eingeführt und ich erfuhr über sie alles nur häppchenweise. Die Wechsel zwischen den Zeitebenen sorgten dafür, dass ich beim Lesen nicht zu viele Längen empfand. Dennoch wurde ich nach einiger Lesezeit im Gegenwartsstrang von Charlie immer genervter.

Ich hatte schnell begriffen, dass im Juli 1988 etwas ganz Schreckliches passiert sein muss und, dass dies sie noch immer so belastet, dass sie sich auch in der Gegenwart nicht wohl in ihrer Haut fühlt. Dennoch kam mir einiges sehr eigenartig und irgendwie überhaupt nicht stimmig vor. Was das konkret war, möchte ich jetzt nicht benennen. Damit würde ich spoilern und das will ich nicht. Auf jeden Fall sorgte während dieser Zeit bei mir lediglich die von Anfang an permanent spürbare düstere Grundspannung dafür, dass ich überhaupt weiterlas.

Als dann endlich die Katze aus dem Sack gelassen wurde, klärte sich für mich einiges, wenn auch nicht alles, die Geschichte nahm noch einmal richtig Fahrt auf und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Die Ereignisse überschlugen sich fast. Das Ende empfand ich als gefällig und insgesamt hat mir dieser Thriller dann doch so gut gefallen, dass ich aus der Feder der Autorin gern mehr lesen möchte.

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Ein super spannendes Buch mit vielen Details, viel zum miträtseln und einem ganz toll ausgearbeiteten Ende! Ich war erst nicht so überzeugt von den Charakteren, aber im Laufe des Buchs konnten sie mich dann doch von sich überzeugen! Sehr gut geschrieben, die Spannung wird duchgehend aufrechterhalten.

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Das Cover dieses Buchs gefällt mir richtig gut und auch die Inhaltsangabe klingt total spannend. 👍

”Die Totenbraut” spielt großteils in Hithechurch, einem malerischen Küstenort.
So schön es dort auch ist so unheimlich ist es auch.
Nicht erst einmal verschwand dort ein junges Mädchen auf mysteriöse Art und Weise.
Und genau an diesen Ort fährt Charlie mit ihrer Nichte um für ein Buch zu recherchieren.
Ob das gut gehen kann?


Der Thriller spielt in einigen unterschiedlichen Zeiten, was mich bis zum Ende wirklich verwirrt hat.
Ich mag das eigentlich sehr gerne, hier hat mir aber manchmal der Durchblick bei den verschiedenen Epochen und Charakteren gefehlt. 🙈
Charlie ist eine sehr eigene Persönlichkeit, so ganz warm wurde ich mit ihr nicht.
Sie kennt das Städtchen nur zu gut, als Jugendliche war sie dort am Campingplatz mit ihrer Familie auf Urlaub. Dort lernte sie Emily kennen mit der sie sich angefreundet hat und viel Zeit verbrachte.
Danach hat sich ihr ganzes Leben verändert.

Die Beschreibung der Umgebung und der Menschen hat mir wirklich gut gefallen. Auch die Story ist spannend und reißt einen absolut mit. 👍
Es gab einige Twists und Aha Momente die mich wirklich überrascht haben. 😱

Von mir gibts eine Leseempfehlung, aufgrund der verwirrenden Zeitsprünge und Charaktere ziehe ich aber einen Stern ab. 🙈

4 von 5 ⭐️

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Das erste Buch welches ich von der Autorin gelesen hatte, gefiel mir sehr gut. Dieses hier gefiel mir ebenfalls. Jedoch fehlte mir das gewisse Etwas.

Die Geschichte wird in 3 verschiedenen Erzählsträngen erzählt. Die Gegenwart, als die Protagonistin ein Kind war und noch was ein bestimmter Charakter erlebt hat. Das brachte gute Abwechslung und Spannung. Mir gefielen die Kapitel aus der Zeit als Charlie ein Kind war, am Besten. Die fand ich am spannendsten und interessantesten. Das Buch war spannend und gut aufgebaut. Ich fand jedoch dass das Ende etwas langweilig war. Es wurden da alle Fragen aufgeklärt aber mir fehlte ein spannender Showdown. Es ging recht schnell und nicht wirklich spannend.

Fazit:
Die Bücher der Autorin kann ich empfehlen. So auch dieses. Auch wenn mir persönlich noch etwas gefehlt hat, ist es für Thrillerfans sicher einen Blick wert. Tolle Charaktere, eine interessante Story und einen tollen Schreibstil.

Ich vergebe 4/5 Sternen

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"Die Totenbraut” ist ein atemberaubend atmosphärischer, düsterer Spannungsroman mit verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen, die faszinierend verstörende Einblicke bieten... Juli 1988: Die 11-jährige Charlie verbringt die Sommerferien mit ihrer Familie in einem kleinen Küstenort in Südengland, auf einem Campingplatz. Dort freundet sie sich mit der gleichaltrigen Emily an. Charlie hat sehr viel Fantasie und eine unbändige Vorliebe für gruselige Sagen, Rituale, Flüche, während Emily hinter ihrer stillen Fassade unendlich verstört ist – eine Kombination, die sich als fatal erweisen soll... Januar, jetzt: Charlie ist mit ihrer Nichte, einer jungen Teenagerin, an den Ferienort ihrer Kindheit gereist. Offiziell recherchiert sie für ein Buch über Volkssagen aus der Gegend, aber der wahre Grund für ihre Rückkehr ist viel persönlicher, verhängnisvoller... 1949-bis heute: Derek erlebt die Schatten des 2. Weltkrieges als Kind, doch da er aus einer privilegierten Familie kommt, geht es ihm den Umständen entsprechend gut. Dann endet ein leichtsinniger Spaß desaströs, sodass sich seine vielversprechende Zukunft in nichts auflöst. Derek lässt sich aber nicht unterkriegen, er erfindet sich neu, seine Wiedergeburt könnte allerdings kaum unheilvoller sein... Wie hängt all das zusammen? Und was hat es mit den Mädchen, die im Laufe der Jahrzehnte in der beliebten Urlaubsgegend in Südengland verschwunden sind, auf sich? Das vorherige Buch von Jen Williams, “Der Herzgräber” hat mir gut gefallen, aber irgendwie fehlte für meinen Geschmack das gewisse Etwas. “Die Totenbraut” hat jedoch alles, was ein guter Thriller braucht: Interessante, finstere Figuren, eine greifbar bedrohliche sowie mysteriöse Stimmung und eine packende, komplexe, originelle Handlung, die sich häppchenweise entfaltet. Wenn die einzelnen Handlungsstränge sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen, wird das Grauen perfekt, denn die Realität ist schlimmer als die Volkssagen über gemein gefährliche Piraten, Schmuggler, Diebe und ihre Opfer... Dieses Buch ist gespenstisch gut: Der Schreibstil ist ausdrucks- sowie bildstark, die Dramaturgie ist brillant und zum Ende hin jagt eine entsetzliche Enthüllung die nächste! Unbedingt lesen! Für Fans von Claire Douglas, Lisa Jewell und/oder C. J. Tudor.

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Das Buch braucht einige Zeit um seine Leser zu begeistern. Ich hatte schon angst, dass es ein Flop werden würde, da ich mich mehr als einmal gefragt hatte was denn das Ganze sollte. Aber nach etwa der Hälfte des Buches konnte es mich dann doch noch fesseln und ich wollte unbedingt weiter lesen.
Die Geschichte um die verschwundene Mädchen wird auf drei verschiedenen Zeitebenen erzählt, was mich anfangs etwas verwirrt hatte, vor allem da die Stränge, so scheint es jedenfalls, nicht zusammenhängen würden. Deshalb kam ich mit dem Lesen anfangs einfach sehr schwer voran. Nur langsam laufen die Fäden dann ineinander und man bekommt endlich einen Überblick über die Zusammenhänge der jeweiligen Stränge.
Der Schreibstil ist flüssig, gerät nie ins Stocken und man kann sich ein gutes Bild über die Umgebung machen.

Was ich zu bemängeln habe, sind die Rechtschreib- und Grammatikfehler des Buches, das hat dann wohl mit dem Lektorat zu tun und nicht mit dem Autor selbst, weswegen es nicht in meine Bewertung mit einfließen wird.

Fazit: Der Einstieg in die Geschichte ist zäh, aber es lohnt sich dran zu bleiben, denn dann erlebt man ein Thrillerereignis das gefallen könnte.

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1988 verbrachte Charlie Ward ihre Sommerferien mit ihrer Familie auf einem Campingplatz in Hithechurch, bei dem sie die Legende von einem Mädchen namens Susan kennenlernt. Daraus knüpft Charlie eine ganz eigene Geschichte und löst etwas aus, das sich auf ihr Leben auswirkte. Heute ist sie zurück in dem kleinen Ort an der Küste, zum einen, um ihre eigene Vergangenheit abzuschließen, zum anderen, beginnt sie mit einer Suche nach einem Mädchen, das vor einem halben Jahr spurlos verschwand. Dabei stößt Charlie auf weitere Mädchen, die in den letzten Jahrzehnten rund um Hithechurch verschwunden sind.
Das Cover finde ich großartig und es machte mich umgehend neugierig auf die Geschichte. Der Prolog war schon gleich sehr spannend und somit fiel der Einstieg leicht.
Autorin Jen Williams lässt ihren Psychothriller auf drei Zeitebenen spielen, dabei gibt sie immer nur Bruchstücke frei und lässt den Leser ordentlich rätseln, worum es hier wirklich geht. Wir befinden uns in der Gegenwart, dann in Charlies Kindheit 1988 und in einem völlig anderen Blickwinkel, der auf dem ersten Blick nichts mit all dem zu tun zu haben scheint. Lediglich der Schauplatz, Hithechurch und Umgebung kommt in allen dreien vor und irgendwann hatte ich auch eine Ahnung, wie alles zusammenhängen könnte.
Die Autorin schafft es, mit ihrem Schreibstil die Umgebung lebendig zu machen. Beim Lesen sah ich den Küstenort mit all seinen Besonderheiten direkt vor mir. Auch sonst erzählt sie leicht und flüssig und endet jedes ihrer Kapitel mit einem Cliffhanger.
Die Atmosphäre ist unheimlich düster, teilweise beklemmend und es gibt auch mysteriöse Momente, die Gänsehaut machen. Dazu kommt, dass die Handlung der Gegenwart im Winter stattfindet, der Urlaubsort ist verlassen und alles wirkt noch einmal mehr unheimlich.
Allein diese Grundstimmung macht neugierig, aber auch sonst fand ich die Handlung sehr spannend. Nahezu alles wirkt geheimnisvoll und man erfährt, dass es mit Charlies Kindheit und der Zeit auf dem Campingplatz zu tun hat. Was wirklich geschah, erfährt man nur stückchenweise und lässt einen fassungslos zurück.
Protagonistin Charlie mochte ich unheimlich gern, umso mehr fragte ich mich, was sie getan haben könnte, warum sie so ein schlechtes Gewissen hat und warum niemand sie erkennen soll. Sie wirkt teilweise naiv, leichtgängig, aber zu allem entschlossen.
Die weiteren Charaktere sind recht zahlreich und wirken alle Stück für Stück darauf hin, der Lösung näher zu kommen, die es dann auch ganz schön in sich hat.
Mein Fazit: zu Beginn etwas schwer durchschaubar, aber durch die geheimnisvolle, düstere, teils unheimliche Atmosphäre eindringlich und fesselnd. Ich mag Geschichten auf unterschiedlichen Zeitebenen sowieso und fand das hier auch gut umgesetzt. Insgesamt von Anfang bis Ende gut konstruiert konnte mich dieses Buch fesseln und bestens unterhalten.

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Jen Williams zweites Buch hat es wieder in sich. Spannend bis zum Schluss. Sehr euch mein Reel an. Klare Leseempfehlung von mir.

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Am helllichten Tag verschwindet in einem Küstenort ein Mädchen am Strand. Sie ist nicht das erste Mädchen, das hier verschwindet. Charlie ist mit der Nichte nach Hithechurch gekommen, um für ein Buch zu recherchieren. Charlie kennt diesen Ort gut, hier hat sich in den 1980er ihr Leben drastisch verändert. Bei ihren Nachforschungen stösst sie auf viel Unfassbares. Dieses Buch ist atemberaubend, düster und Spannend zu Lesen. Die Erzählung wird auf verschiedenen Ebenen geschildert. Man erhält faszinierend verstörende Einblicke. Charlie ist 1988 11 jährig und verbringt die Ferien auf einem Campingplatz, wo sie sich mit gleichaltrigen Emily anfreundet. Sie hat eine unbändige Vorliebe für gruselige Sagen, Rituale, Flüche. Emily ihrerseits wirkt unendlich verstört. Die Kombination ist fatal. Dass Charlie erneut hier ist, hat einen persönlichen und verhängnisvollen Grund. Derek seinerseits hat sich in den Jahren neu erfunden. Dieser Thriller hat alles, was es für eine desaströse und packende Geschichte braucht. Beim Zusammenfügen der verschiedenen Stränge wird das Grauen erst sichtbar. Diesen Thriller ist imposant und ich empfehle ihn gerne weiter.

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Rezi zu " Die Totenbraut "

😊 Autor : Jen Williams
😊 Verlag : @sfischerverlage
😊 Erscheinungsdatum : 6. Dezember 2023
😊 Seitenanzahl : 416 Seiten
😊 als Print, Ebook und Hörbuch erhältlich

In Hithechurch verschwindet ein Mädchen. Leider nicht zum ersten Mal.
Charlie fährt mit ihrer Nichte hin, um Nachforschungen für ihr Buch zu machen. Charlie war bereits während ihrer Kindheit hier und wird von ihrer Vergangenheit eingeholt....
Der Plot und der darauf folgende Prolog beginnt sofort spannend. Die Geschichte wird überwiegend aus der Sicht von Charlie erzählt. Sie möchte jedoch nicht erkannt werden und zeigt sich irgendwie undurchsichtig. Doch warum ?
Die Story spielt in der Gegenwart, in den 80ern sowie aus einer Sicht, die irgendwie nicht wirklich dazupasst.
Ich hatte anfangs etwas Probleme, richtig reinzukommen und fand es verwirrend. Als dies überstanden war, konnte ich es kaum noch weglegen.
Die Grundstimmung im Buch ist eher düster und gedrückt. Zur aktuellen Jahreszeit passt das Buch super, da es im Winter spielt.
Das Setting wird bildhaft beschrieben.
Es gibt am Ende der Kapitel kleine Cliffhanger, wodurch die Spannung gesteigert wird. Es wird häppchenweise bekannt gegeben, was wirklich geschah, was Charlie damit zu tun hat und davon weiß....
Und die Vergangenheit von Charlie hat mich echt ziemlich überrascht. Die Geister der Vergangenheit haben es definitiv in sich und sorgen für die eine oder andere Überraschung.
Ich wurde nach anfänglichen Schwierigkeiten gut unterhalten.

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"Die Totenbraut" von Jen Williams ist ein Buch, das erst ab etwa der Hälfte zu fesseln vermag. Es spielt in drei verschiedenen Zeitebenen. Charlie im Jahr 1988 (11 Jahre alt), Charlie in der Gegenwart und Derek ab 1949. Etwas gestört hat mich, dass Dereks Handlungsstrang so gar nicht mit dem Rest der Geschichte in Verbindung zu stehen schien, wodurch die Geschichte für mich nicht wirklich greifbar wurde. Außerdem bin ich ab der Mitte des Buches über die Interaktionen gestolpert, die zu Beginn des Buches mit Charlies Nichte Katie stattgefunden haben. Das passt für mich nicht so ganz, aber mehr kann ich dazu nicht sagen, ich will ja nicht spoilern. Die ganze Geschichte ist regelrecht wahnwitzig und zum Ende hin unglaublich spannend. In dem Moment, wo die Fäden zusammenlaufen, kann man nur noch mit Gänsehaut und offenem Mund vor Staunen weiterlesen.
Problematisch ist auch die Beziehung des Lesers zu Charlie. Sie versteckt viel in der Gegenwart und wirkt dadurch oft unsympathisch. Nicht greifbar und ziemlich merkwürdig. Ja, am Ende der Geschichte klärt sich alles auf, aber bis dahin ist es für den Leser ein langer Weg.
Den Handlungsstrang in der Zeit um 1988 fand ich sehr gut und stimmig beschrieben. Nur mit der Jetztzeit - Charlie hatte ich echte Probleme. Und ganz ehrlich - Katie als Nebenprotagonistin fand ich eher überflüssig, unstimmig und verwirrend. All diese Sätze hätte ich als Leser lieber in einen Hauch von Charlie zwischen 1988 und jetzt investiert gesehen. Also kurze, gerne auch geheimnisvolle Sätze über z.B. Therapiegespräche, die Charlie ein wenig mehr charakterisiert hätten, so bekommt der Leser in ihren Kapiteln alles nur aus Charlies Kopf erzählt, eine, wie auch immer geartete, Außensicht hätte Charlie da eventuell ein wenig sympathischer machen können.
Der Schreibstil ist super, man bekommt als Leser alles hautnah mit und die ganzen Wendungen sind perfekt ausgedacht.
Fazit: Ein Buch, das einige Seiten braucht, um Fahrt aufzunehmen, aber unglaublich spannend und gut aufgebaut ist. Für meinen persönlichen Geschmack war es etwas zu viel Katie und etwas zu wenig Charlie in der Jetztzeit, aber ich denke, wer gut konstruierte Thriller mit sehr kantigen Protagonisten mag, sollte hier zugreifen.

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Ruhig erzählter, durch seine unheimliche Atmosphäre bestechender Thriller über die Abgründe in einem malerischen Küstenort

Zum Inhalt: Der an der britischen Küste gelegene Ort Hithechurch birgt mehr als nur ein dunkles Geheimnis, nachdem erst vor wenigen Monaten die Teenagerin Cherryl spurlos vom Strand verschwunden ist. Sie hatte sich am helllichten Tag nur ein wenig von ihrer Familie entfernt, um Ruhe vor ihren jüngeren Cousins und Cousinen zu haben. Auf dessen Campingplatz kehrt Charlotte Watts, die Charlie genannt wird, nach jahrzehntelanger Abwesenheit zurück. Denn in ihrer Kindheit und damit längst vergangenen Zeiten hat sie dort den Sommer mit ihrer großen Familie verbracht, bis ein schreckliches Ereignis ihr Leben für immer verändert hat.

Abwechslungsreiche Erzählweise auf verschiedenen Zeitebenen
Abwechslungsreich wird “Die Totenbraut”, die im englischen Original den passenderen Titel
"Games for Dead Girls" trägt, von Jen Williams aus mehr als einer Perspektive auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Dazu zählen neben der Sichtweise von Hauptfigur Charlie, die in der Vergangenheit und Gegenwart wiedergegeben wird, in der sie sich Sarah nennt, damit sie unerkannt nach Hithechurch zurückkehren kann, auch die Lebensgeschichte von Derek, der der Sohn eines angesehenen Chirurgen ist. Ursprünglich hatte Charlie für Sarah als Vorwand für ihren Aufenthalt dort ersonnen, dass sie Schriftstellerin ist, die ein Buch über die Volkssagen von Hithechurch verfassen will. Dass Charlies Recherchen in diesem Zusammenhang im weiteren Verlauf des Romans jedoch mehr und mehr Raum einnehmen, hat diesem Thriller gut getan. Denn Jen Williams hat dabei die Gelegenheit genutzt, eine Vielzahl von unerwarteten alten und modernen Legenden zu erzählen, die sich in diesem Küstenort zugetragen haben sollen. Diese reichen von Geister- und Piratengeschichten über Mafia-Morde im Stil der Sopranos bis hin zu einem Höhlensystem, in dem Einwohner, die dort im Krieg Schutz und Zuflucht gesucht haben, verschüttet und lebendig begraben worden sein sollen.

Von der düsteren Legende um Stitch Face Sue
“Die Totenbraut” ist erst über weite Strecken durch die ruhige Erzählweise der Autorin geprägt, wenn für lange Zeit recht wenig passiert. Intensität wird dabei jedoch durch die Integration der Abgründe, die sich in der Vergangenheit des malerischen Ortes Hithechurch auftun konnten, durch Charlies eigene Ängste und ihre sie belastende Vergangenheit erzeugt, mit der sie zu kämpfen hat. Auf diese Weise wird eine unheilvolle Atmosphäre aufgebaut, die Ungutes erahnen lässt und die im weiteren Verlauf dieses Thrillers immer unheimlicher wird. Dafür lässt Jen Williams ihre Protagonistin Charlie im Januar nach Hithechurch zurückkehren, so dass sich von Beginn an das eindringlich beschriebene, unwirtliche Wetter mit eisigen Klauen beim Lesen bei mir eingegraben hat. In stimmiger Weise wird das von der Legende um Susan Cartwright ergänzt, die eines der Highlights in diesem Roman darstellt. Für diese sagenhafte Gestalt, die auch als Stitch Face Sue bekannt ist und deren Jahrestag im Sommer mit großen Feierlichkeiten begangen wird, konnte Charlie sich als Kind begeistern und dabei ihre Leidenschaft ausleben, Geschichten zu erzählen, wenn sie Legenden in freier Variation weitergesponnen hat.

Inspiriert von einem wahren Verbrechen aus dem Jahr 2015
Im Finale “Der Totenbraut” zieht Jen Williams deutlich die Spannungsschrauben an, wenn sich die Ereignisse überschlagen und der Blutzoll steigt. Damit ist dieser Thriller nicht gut für Zartbesaitete geeignet, die dessen ruhiger Beginn darüber hinwegtäuschen kann. Zwar wartete die Autorin zum Schluss mit einer schlüssigen Auflösung auf, die sich zuvor schon von mir erahnen ließ. Jedoch habe ich den Übergang zwischen atmosphärischen Psychothriller, der von der Frage nach Wahn und Wirklichkeit dominiert wird und damit spielt, welche der Schrecken sich nur in den Köpfen der beteiligten Personen abspielen, bzw. der um die Vielzahl von modernen Legenden kreist, die in Hithechurch hinter vorgehaltener Hand weitererzählt werden und bei denen lange von der Autorin in der Schwebe gelassen wird, welche nur Gerüchte und welche tatsächlich begangene, nie aufgeklärte Verbrechen darstellen, und dem spannenden Showdown, den Jen Williams dafür als Abschluss findet, als nicht besonders harmonisch empfunden. Da hätte ich mir gewünscht, dass sich die Autorin für nur eine Art, ihre Geschichte zu erzählen, entschieden und diese dann konsequent in ihrem Thriller umgesetzt hätte. Möglicherweise liegt dieser Schwachpunkt in den verschiedenen Teilen dieses Romans, die von mir primär aufgrund ihrer Tonalität, aber auch der darin geschilderten Ereignisse als nicht zueinander passend angesehen worden sind, in dem Korsett begründet, dass sich Jen Williams dadurch auferlegt, dass einer ihrer zentralen Handlungsstränge von einem realen Verbrechen aus dem Jahr 2015 inspiriert worden ist. Vor diesem Hintergrund hätte “Die Totenbraut” wohl stärker ausfallen können, wenn die Autorin sich nicht dieser Einschränkung unterworfen hätte, um die von ihr erzählte Geschichte zu einem stimmigen Ganzen zusammenzuführen.

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Zum Inhalt:
Charlotte Watts, Charlie genannt, will in dem Küstenort Hithechurch für ihr Buch recherchieren. Nur zu gut kennt sie diesen Ort. Denn in einem Urlaub mit ihrer Familie in den 1980ern ändert sich ihr Leben von jetzt auf gleich. Diese Vergangenheit scheint sie während ihrer Nachforschungen immer mehr einzuholen. Denn die vor sechs Monaten verschwundene Cheryl Yates scheint nicht das einzige Mädchen zu sein, das in den letzten Jahren in Hithechurch verschwunden ist.

Meine Meinung:
Wir begleiten Charlotte Watts, die Charlie genannt wird, in das Küstenstädtchen Hithechurch, das unschöne Erinnerungen in ihr heraufbeschwört. Denn bei einem Familienurlaub im Jahr 1988 änderte sich Charlies Leben von einem auf den anderen Tag.
Immer wieder tauchen wir in die Vergangenheit ein und lernen Charlie nicht nur besser kennen, sondern erfahren, was im Jahr 1988 vorgefallen ist. Da uns die Autorin immer nur kleine Einblicke in die Vergangenheit gibt, entsteht erst langsam ein Bild davon, was in dieser geschehen ist und welche Auswirkungen diese noch heute auf Charlie haben. Eben weil die Autorin uns immer nur Puzzlestücke an die Hand gibt, hat mich dies zum wilden spekulieren angeregt, wie alles zusammenhängt. Zumal man in einem weiteren Handlungsstrang etwas über einen gewissen Derek Grafton erfährt, bei dem mir lange nicht klar war, wie er in die ganzen Ereignisse rund um Charlie passt. So war die ganze Zeit für Spannung gesorgt und ich war gespannt, wie alles zusammenhängt. Zudem gab es die ein oder andere Wendung, mit der mich die Autorin überraschen konnte, weil ich damit nicht gerechnet habe.
Mit Charlie ist der Autorin eine vielschichtige und interessante Protagonistin gelungen, bei der ich manchmal nicht so recht wusste, wie ich ihr Verhalten nehmen sollte. Dennoch konnte ich ihre Handlungen und Reaktionen aus ihrer Sicht größtenteils schon nachvollziehen. Zumal es erschreckend ist, wie viel eine kleine unbedarfte Tat, der Wunsch nach Anerkennung so aus dem Ruder laufen kann und wie tief die menschlichen Abgründe sind.
Die Autorin hat es geschafft, die angespannte, fast schon düstere Atmosphäre die ganze Handlung über aufrechtzuerhalten und durch die Seiten zu mir zu transportieren, sodass diese für mich spürbar wurde. Zudem hat sie die Figuren und Orte anschaulich beschrieben, sodass ich mir diese gut vorstellen konnte.

Fazit:
Ein spannender Thriller, in dem wir Charlotte Watts, Charlie genannt, in das Küstenstädtchen Hithechurch begleiten. Die Handlung hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen, was auch daran lag, dass wir immer nur kleine Einblicke in die Vergangenheit von Charlie erhalten. So blieb lange unklar, was im Jahr 1988 geschehen ist und wie das alles mit den aktuellen Geschehnissen zusammenhängt. Dadurch war für Spannung gesorgt, ebenso wie durch einige unvorhersehbare Wendungen.

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Ein sehr spannender, mitreißender, kurzweiliger und gut geschriebener Thriller! Ich habe ihn verschlungen! Absolute Leseempfehlung

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