Mein letztes Jahr der Unschuld

Roman | Ein brillanter Roman über die Nuancen von Konsens und Moral

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Erscheinungstermin 27.03.2024 | Archivierungsdatum 31.05.2024

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Zum Inhalt

In ihrem letzten Jahr am College scheint sich alles, was Isabel Rosen für sicher gehalten hat, aufzulösen: Ihre Freundschaften driften auseinander, und anders als die meisten anderen weiß Isabel noch immer nicht, was sie nach dem Studienabschluss tun will. Mit ihrem Kommilitonen Zev verbindet sie eigentlich nur Freundschaft, doch irgendwie landen die beiden im Bett. Und dann fällt auch noch Isabels Lieblingsdozentin aus, auf deren Kurs im Kreativen Schreiben sie sich den ganzen Sommer gefreut hat. Doch R.H. Connelly, der den Kurs stattdessen übernimmt, fasziniert sie. Er erkennt ihr Talent, fördert sie, glaubt an sie – und gibt Isabel die Orientierung, nach der sie schon lange gesucht hat. Die beiden beginnen eine Affäre, die sie natürlich geheim halten müssen ...

In ihrem letzten Jahr am College scheint sich alles, was Isabel Rosen für sicher gehalten hat, aufzulösen: Ihre Freundschaften driften auseinander, und anders als die meisten anderen weiß Isabel noch...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783961611867
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 336

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Tiefsinniger Roman über das Erwachsenwerden

Isabels letztes Jahr am College beginnt. Das Seminar bei ihrer Lieblingsdozentin, die Kreatives Schreiben unterrichtet , fällt aus, doch der neue Lehrer, Randall Connelly, fasziniert sie sogleich. Er fördert sie in ihren schriftstellerischen Ambitionen, und die beiden beginnen eine Affäre ...

Der Roman spielt Ende der 90er Jahre und ist perfekt in diese Zeit eingebettet . Vor dem Hintergrund der Affäre Clinton– Lewinski geht es hier um Themen wie Verlust, Emanzipation, sexuelle Belästigung, das Leben von jungen Juden, die ihr gewohntes Umwelt verlassen.
Isabel ist eine sympathische junge Frau, die noch immer unter dem Tod ihrer Mutter leidet und stark von ihrer jüdischen Herkunft geprägt ist. Die Beziehung zu ihrem Vater wird tiefsinnig und einfühlsam beschrieben.
Das Buch schildert sehr anschaulich, wie Isabel mit ihrem Studienabschluss die Welt der Jugendlichen verlässt und ins Erwachsenen- und Arbeitsleben eintritt, ohne sich reif genug dafür zu fühlen. Connelly prägt sie bei diesem Schritt, behindert sie aber auch.

Ich habe es sehr genossen, das Buch zu lesen, denn anders als andere Coming-of-age Romane ist es sehr tiefsinnig und macht nachdenklich.

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Ein für mich sehr guter Roman, der sich über die Seiten hinweg zu einem Gesamtbild entwickelt und gut die Facetten der Entwicklung der Protagonistin widerspiegelt, gleichwohl die ihrer Mitmenschen.
Sehr gefallen haben mir die Einblicke in die Vergangenheit und Zukunft der Hauptperson, die einem ein umfassendes Bild über den Charakter und die Geschichte insgesamt geben konnten.
Die Sprache hat gut den schriftstellerischen Einfluss der Erzählperspektive unterstrichen und war sehr passend gewählt.
Insgesamt ein interessantes Leseerlebnis

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Das Buch war für mich persönlich nicht weglegbar, was ich überhaupt nicht erwartet hatte. Finde persönlich grade als eine Frau in den 20igern ist das, dass perfekte Buch. Es zeigt einem die eigenen Ängste die man hat über das Erwachsen Leben auf, aber auch wie man denkt alles schon recht früh zu wissen, nur um nachher raus finden zu müssen das man gar nichts weiß. Es zeigt perfekt auf, dass manche Entscheidungen sich leider im Nachhinein als die absolut falsche Wahl entpuppen und wie viele Geheimnisse doch manchmal tatsächlich von den uns liebsten Personen bewahrt werden. Auch finde ich persönlich zeigt es sehr gut auf, wie sehr manche Sachen auf Dauer Einfluss auf uns nehmen, wie wir uns nach dem "Alten" sehnen, es gar vermissen obwohl das Alte uns in unserer Entwicklung nur behindert hat.

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Ich kannte die Autorin nicht und dieses Buch hat mich ab der ersten Seite überrascht. Ich war sofort im Kosmos der amerikanischen Unis, beim Erwachsenwerden der Protagonistin und den (nicht immer leichten) Enscheidungen, die sie zu treffen hatte. Ein tolles Buch, über eine junge Frau, die ihren Weg geht, sich im Alltag der Uni, im New Yorker Appetizer-Laden ihres Vaters und den radikalen Feminismus-Ideen ihrer besten Freundin zurechtfinden muss. Große Empfehlung! Danke für dieses Buch!

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"Wir erzählen uns das, was wir zum Überleben brauchen." (s.236)

Isabel Rosen beginnt ihr letztes Jahr am Wilder College. Zwischen Freundschaft und Sex sucht sie nach Orientierung und einem richtigen Ziel. Die Frage, was sie nach dem College machen will, wird von ihrem Vater immer öfter gestellt. Irgendwann wird das Literaturseminar, das Isabel besucht, von einem neuen Professor übernommen. Isabel und Prof. Connelly nähern sich an ...

Von der thematischen Richtung scheint es auf den ersten Blick sehr ähnlich zu Lolita oder Meine dunkle Vanessa. Eine Beziehung zwischen Lehrer und Schülerin, Coming-of-Age und der College-Alltag. All das hat mich sehr an dieser Geschichte interessiert. Es gibt viel Drama am College, hatte für mich auf jeden Fall einen gewissen Unterhaltungsfaktor.

Isabel ist Jüdin, und beim Lesen ist mir aufgefallen, dass ich bisher sehr wenig Lektüre mit einem*r jüdischen Prota gelesen habe. Die Einblicke in die Religion fand ich wirklich sehr spannend und auch sehr gut in die Geschichte eingearbeitet. Isabel war mir ziemlich sympathisch. Sie ist allerdings auch noch sehr jung, deshalb fiel es mir leicht, ihr die ein oder andere Fehlentscheidung zu verzeihen.

Besonders gefallen hat mir der Schreibstil! Der hat mich ziemlich schnell in seinen Bann gezogen und ich habe einige Sequenzen bzw. Zitate markiert, die mich sehr "getroffen" haben.

Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen! Ich fand es sprachlich wirklich toll und auch Isabel hat mich irgendwie bewegt. Auch wenn es thematisch vielleicht nicht wirklich was neues ist, fand ich die Umsetzung gelungen.

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Das Buch hat mir ganz gut gefallen, auch wenn ich nicht so recht sagen kann wieso. Es wirkt echt. Immer wieder wird die Protagonistin von der Realität eingeholt bzw zurück ins wahre Leben geholt.

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Was einem nicht alles am College passieren kann. Isabel kommt in einige Situationen, die sie selbst nicht wirklich einordnen kann. Aber ihre Freundinnen helfen ihr da gerne aus und bringen sie auf ihre ganz eigene Sicht der Dinge. Und dann ist da noch Conelly, den sie total faszinierend findet und auch eine Affäre mit ihm anfängt, obwohl sie auch da nicht wirklich weiß, ob sie das eigentlich will. Aber die Faszination ist größer. Und sie lernt auch die Welt der „Erwachsenen“ besser kennen, die sie allerdings noch verstörender findet und erst Recht nicht weiß, wie sie damit umgehen soll. Aber man lernt auch die ältere Isabel kennen. Verheiratet, eine Tochter und eine Katze. Eine Isabel, die irgendwie immer noch nicht ganz in der Welt der Erwachsenen angekommen ist, aber die immerhin recht erfolgreich als Schriftstellerin ist.

Ein sehr interessanter Roman, ohne jegliche Action, dafür aber mit dem unverwechselbaren Charme der Jugend auf dem Weg zur Selbstfindung.

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Am Anfang steht eine Vergewaltigung. Oder zumindest ein sexueller Akt, der nicht ganz einvernehmlich verlief, denn Isabels Collegefreund Zev, mit dem sie unversehens im Bett gelandet ist, ist grob und nicht zu bremsen. Sie lässt es geschehen. Wie sie sich so vieles gefallen lässt. Dass ihre Freundin, der sie davon erzählt, sie zu einem Racheakt anstiftet, für den sie mit roter Farbe "Vergewaltiger" an Zevs Tür schreiben, ist Isabel eher unangenehm. Als sie später beim Dekan vorgeladen ist, umgeht sie das Thema ebenso unentschlossen, dass man ihr ein "Wehr dich endlich" zwischen die Buchseiten schreien mag. Kaum auszuhalten, wie passiv die Protagonistin bleibt, wie wenig sie ihre eigenen Bedürfnisse zu kennen scheint, wie wenig ihren eigenen Wert. Damit steht sie mutmaßlich sinnbildlich für eine ganze Generation von Frauen, die von ihren Müttern noch das klassische Rollenbild vorgelebt bekamen. Nimm dich nicht so wichtig, wehr dich nicht, sei anständig. Das bricht ein bisschen auf, als ein neuer Lehrer an das College kommt und Isabels Talent erkennt und fördert. Natürlich nutzt auch er ihre Formbarkeit aus und macht sie zur Geliebten. Eine Grenzüberschreitung, die man als knisternd empfinden könnte (oder sogar soll?), die tatsächlich aber abstoßend ist, weil unangemessen. Daisy Alpert Florin gelingt ein unbequemes Debüt, das einen nachdenklich zurücklässt.

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"Mein letztes Jahr der Unschuld" ist ein ganz besonders Buch und definitiv keine leichte Kost. Ich konnte lange nicht einschätzen, wie das Buch enden und wie sich die Protagonistin entwickeln wird. Isabel Rosen befindet sich in ihrem letzten Jahr am College und mitten in der Selbstfindung. Ich hatte anfangs oft den Eindruck, dass sie sich viel treiben lässt und eher den inaktiven Part in ihren Freundschaften einnimmt. Sie macht, was die so machen und hat gar keinen eigenen Weg vor sich. Warum das so ist, findet man im Laufe des Buches heraus. In aller Kürze liegt das an ihrer Herkunft, ihrem Elternhaus und dem Drang nach Bestätigung - vor allem von Männern. Ihr Verhalten ist an vielen Stellen ungesund. Als ihr neuer Professor ihr Talent erkennt und sie fördert, lässt sie sich auf eine Affäre mit ihm ein. Wie stark sie von dieser Bindung gedanklich abhängig ist, hat mich schockiert. Und erst eine dramatische Wendung hat sie dazu gebracht aufzuwachen. Die Geschichte zeigt auf, wie schwer es ist, seinen eigenen Weg zu finden. Die feministischen Elemente haben das Buch noch spannender gemacht.

Der Erzählstil ist sehr besonders - beispielsweise blicken wir durch Isabels Augen manchmal in die Vergangenheit und ab und zu gibt es schon Ausblicke auf die Zukunft. Mich hat das sehr fesseln können.

Insgesamt ein sehr interessantes Buch, das ich in einem Rutsch sehr gerne gelesen habe und sehr zum Nachdenken anregt.

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Schon das Cover hat mich begeistert und der Text hat es dann auch geschafft! Mit großer Wucht an einigen Stellen, dann wiederum ganz ruhig erzählt an anderen, nimmt die Erzählung Leser*innen mit in das letzte College-Jahr von Protagonistin Isabel, die sich zwischen dem Jugendlichen und dem Erwachsenen befindet, unsicher wer sie ist und werden will. Durch ihre Beziehungen zu den anderen Charakteren und Vor- und Rückblenden auf ihr Leben lernt man die Protagonistin kennen und wird in einen Sog des messy Collegelebens gezogen.

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„Ein brillanter und mitreißender Dark Academia Roman“ sagt der Verlag gleich als Erstes, und ich weiss jetzt gar nicht, was Dark Academia sein soll. Akademia wahrscheinlich, weil der Roman am Wilder College spielt, und dark? Hm, wir haben da eine geheime Affaire, aber dark ist die nicht wirklich.
Das jetzt mal vorab, und nun kurz zum Inhalt: Wir sind Ende der 1990er. Isabel Rosen kommt aus eher ärmeren Verhältnissen; ihr Vater Abe führt in New York ein jüdisches Lebensmittelgeschäft, das die Familie immer so gerade eben unterhält. Isabel nun will Schriftstellerin werden, und kommt ans Wilder, um Anglistik zu studieren. So richtig fest sind die Pläne nicht, aber man hat ja Träume. Der Roman ist aus Isabels Ich-Perspektive geschrieben, und wir begleiten sie durch ihr letztes Collegejahr, in dem sich vieles für sie ändern wird. Da ist Zev, ein Mitstudent, mit dem sie eines Abends im Bett landet, und ziemlich desillusioniert anschliessend wieder in ihr Wohnheim geht – Freundin Debra spricht von einer Vergewaltigung, aber ist es das wirklich? Und wenn nicht – was ist eigentlich einvernehmlicher Se*?
Dann fällt Isabels Lieblingsprofessorin Joanna aus, und stattdessen leitet R.H. Conelly den Kurs im kreativen Schreiben. Er erkennt Isabels Talent und die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die natürlich geheim bleiben muss.
Wir haben hier - sage ich mal – eine Coming-of-age-Geschichte mit dem Hintergrund des Universitätsgeschehens an einem kleinen amerikanischen College. Jeder kennt jeden, ob Prof oder Student, und wir begleiten Isabel durch ihr Studentenleben, dass zum Ende hin nach jahrelangen Partys ein wenig Glanz verliert, und das „wahre Leben“ durchscheint. Wir sind ganz nah dran an Isabels Entwicklung, „Wir lernen sie als kluge, reflektierte Studentin kennen, deren Selbstgewissheit durch das Erlebnis mit ihrem Kommilitonen aus den Fugen gerät.“, so sagt der Verlag; und dem stimme ich zu. Isabel seziert ihr (Innen)-Leben und lässt uns daran teilhaben.
Nebenbei gibt es ein Drama um Joanna und ihren Mann, und als ein Kind entführt wird, muss Isabel endgültig entscheiden, was sie möchte…..
Ja. Ich ringe ein bisschen um Worte. Ich fand es superspannend. Ich war in den 90ern auch Studentin, und fühlte mich in diese Zeiten zurückversetzt. Ich konnte mich gut in die junge Frau hineinversetzen.
In viele Dinge ist sie mehr oder weniger hineingestolpert, und versucht, erwachsene Lösungen zu finden – denn sie ist mittlerweile erwachsen.
Ich habe in einem Interview mit der Autorin gelesen, dass sie hier auch die damaligen patriacharlichen Strukturen speziell auch an der Uni aufzeigen wollte, und den Blick darauf lenken möchte, wie abhängig Frauen oftmals von männlicher Aufmerksamkeit und Lob sind. Ja, ist gelungen und gut eingearbeitet in den Roman, aber ich habe das jetzt nicht so als vordergründiges Thema wahrgenommen, Ich war bei Isabel und ihrem Weg, und fand sie gar nicht so schwach.
Mein Fazit: das ist mal wieder ein rundum guter Roman, Gut und flüssig geschrieben, hat mich abgeholt, und zum Nachdenken gebracht.
Vielen Dank an den Verlag und an Netgalley für das Rezensionsexemplar!

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Ich weisgarnicht wo ich anfangen soll, mich hatte das Buch vom Klappentext her an meine dunkle Vanessa erinnert. Ich muss aber sagen das ich, mein letztes Jahr der Unschuld viel besser fand. Ich empfand es nicht so, als wäre es "verwärflich " ,sie war ja schon 22. Und ich fand die Intimität und die Verbindung die sie hatten sehr stark. Klar ging es nicht von dem Aspekt her, weil er Ihr Professor war, aber alles in einem hat er Ihr geholfen an sich selbst zu glauben und sich selbst zu verwirklichen. Das Ende fand ich sehr Emotional und ich hatte auch einen Kloß im Hals. Ich werde Autorin auf jedenfall im Auge behalten. 4,5 Sterne

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