Vom Verschwinden der Arten

Der Kampf um die Zukunft der Menschheit

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Erscheinungstermin 22.04.2023 | Archivierungsdatum 04.09.2023

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Zum Inhalt

Nominiert für das WISSENSBUCH DES JAHRES von Bild der Wissenschaft

Die Natur ist unsere Lebensversicherung; sie versorgt uns mit Luft, Wasser, Rohstoffen und Erholung. Und doch kündigen wir diese täglich auf: Der rasante Artenschwund vernichtet unsere eigenen Lebensgrundlagen und nimmt uns u.a. die wichtigsten natürlichen Ressourcen für medizinische Wirkstoffe. Unser Leben ist bedroht wie nie zuvor – ein hochaktuelles Buch, das konkrete Wege aufzeigt, wie wir den Artenreichtum und dessen Leistungen für uns Menschen erhalten.

Wir stehen an einem Wendepunkt der Erdgeschichte – und doch ignorieren wir ihn. Die natürlichen Ökosysteme sind weltweit um die Hälfte zurückgegangen. Wir erleben gerade das sechste Massenaussterben der Erdgeschichte. Wir  Menschen sind die treibende Kraft dieses Massensterbens. Der Verlust an Biodiversität heizt nicht nur den Klimawandel an. Die Autorinnen beschreiben zum ersten Mal, welche ungeheure Tragweite das Artensterben für uns Menschen hat, wenn es künftig nicht mehr genügend Pflanzen und Tiere gibt, die uns u.a. lebenswichtige Werk- und medizinische Wirkstoffe liefern und die auch zu unserem physischen und psychischen Wohlbefinden beitragen. Die Lage ist ernst, aber nicht aussichtslos – wir können das Artensterben noch aufhalten. Doch dafür müssen wir es als globale Herausforderung begreifen. Ernsthaft in der Sache, lösungsorientiert und zukunftsgewandt zeigt dieses Buch, wo die tieferen Ursachen der globalen Krise liegen, was Wirtschaft, Politik und auch jeder Einzelne tun kann, um diesen existenziell gefährlichen Trend umzukehren

Nominiert für das WISSENSBUCH DES JAHRES von Bild der Wissenschaft

Die Natur ist unsere Lebensversicherung; sie versorgt uns mit Luft, Wasser, Rohstoffen und Erholung. Und doch kündigen wir diese...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608986693
PREIS 22,00 € (EUR)
SEITEN 256

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ein großartiges Buch über ein hochaktuelles Thema - die Biodiversität, d.h. die Vielfalt der Tiere und Pflanzen und des ganzen Ökosystems. Die Autorinnen beschreiben eindringlich den in den letzten 70 Jahren stärker werdenden Einfluss der Menschen auf die Natur. Der Artenschwund trägt viel dazu bei. Sehr verständlich werden die drastischen Auswirkungen beschrieben, aber auch positive Aspekte beleuchtet, die die Menschen zuvor erzielt hatten, die aber durch übertriebene Entwicklung die Umwelt schädigen. Vieles ist Interessierten bisher immer wieder untergekommen, aber dieses Buch bietet eine gute Zusammenfassung. Besonders wichtig sind die Punkte, die eine Umkehr bewirken können. Hier werden nicht nur Ratschläge gegeben, wie die Politik handeln soll und muss, sondern auch, was der Einzelne in seiner Umgebung tun kann, von Naturnähe allgemein bis zu Ernährungs- und Kaufverhalten oder der Bepflanzung des eigenen Balkons oder Gartens im Sinne der Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt. Dabei wird nicht streng die Moralkeule geschwungen, sondern eine Entwicklung von kleineren Schritten aus gezeigt. Sehr zu empfehlen.
Danke an den Klett-Cotta Verlag und Netgalley für ein Rezensions-Ebook im Gegenzug zu einer ehrlichen Rezension.

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VOM VERSCHWINDEN DER ARTEN ist kein Buch welches das Artensterben thematisiert und wiedergibt, was andere Autoren und Autorinnen bereits geschrieben haben. Vermutlich ist jedes Buch zu diesem Thema wichtig und niemand sollte die Augen davor verschließen. Aber man kann auch auf andere Art und Weise an die Thematik herangehen und dem Leser die umweltbezogenen Probleme unserer Zeit nahezubringen
Ohne Panikmache zu betreiben, beschreiben die Autorinnen verständlich und doch eindringlich den Ist-Zustand auf unserer Erde. Und wenn man zwischen den Zeilen liest (oder besonders bewusst) dann darf man feststellen, dass das Verschwinden der Arten den Menschen nicht ausschließt und der Gewinner am Ende vermutlich jemand ganz anderer sein wird.
In neun Kapiteln zeigen die Autorinnen, dass viele Themen und auch Erkenntnisse gar nicht so neu sind, aber dass dieses Wissen vielleicht zur Kenntnis genommen wird, entsprechende Handlungen dagegen ausbleiben, meist aus den ebenfalls bekannten Gründen (Bequemlichkeit … ein Einzelner erreicht doch nichts …).
Eindringlich werden die Zusammenhänge im Ökosystem erklärt und nach und nach wird dem Leser (wirklich) bewusst wie er von der Natur abhängt und das wir gegen unseren eigenen Wohlstand arbeiten, wenn wir dem Artenschwund nicht entgegen arbeiten.
Das zehnte Kapitel gibt Anregungen, wie man das Leben auf der Erde besser gestalten kann und vielleicht die größte Katastrophe abwenden. Aber selbst das scheint nur ein kleiner Schritt zu sein, wenn man sich Berichte über Plastikmüll oder Palmölplantagen anschaut. Aber immerhin.
Ein Buch das man lesen sollte. Ich hatte (natürlich) aufgrund des Titels andere Erwartungen, aber der Inhalt enttäuschte nicht. Natürlich geht es um Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, aber es geht auch um die Gründe, die dazu führen.
Ein Buch mit vielen Themen, verständlich gemacht und zum Nachdenken anregend.

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Wir brauchen uns gar nichts vormachen - dieses Buch ist wichtig! Es ist genauso wichtig wie alle anderen Bücher, in denen es um das Thema des Artensterbens und des Tierschutzes geht. Mit Arten ist allerdings auch der Mensch gemeint, jedoch bevor die Rasse "Mensch" stirbt, werden viele andere Arten sterben und selbst die kleinen Arten haben einen unglaublichen Effekt auf das Leben des Menschen - die Krone der Schöpfung? Nein, ganz und gar nicht. In diesem Buch steht nichts Neues, aber neu erscheinende Bücher ziehen natürlich auch immer neue Leser an und es ist wichtig, die Botschaft in die Welt hinaus zu tragen. Schon in den 80er Jahren hat man über das Insektensterben gesprochen, im größeren Stil über das Artensterben, über das Baumsterben, über das Fisch-Sterben. Überall stirbt es sich um uns herum, wir müssen nur die Augen aufmachen und es anschauen. Dieses Buch verhilft uns zu mehr Aufmerksamkeit, wenn man es aufmerksam liest und das Gelesene auch umsetzt, wenn man seine Augen öffnet für die Natur und nicht nur für sich selbst. Ich bin der Meinung, daß dieses Buch sehr gut die Gefahr schildert, die uns eventuell bevorstehen könnte, wenn wir, die wir uns als "Krone der Schöpfung" bezeichnen, nicht endlich anfangen, bewusster mit dem Leben auf de Planeten Erde umzugehen und nicht nur unsere eigene "Menschen-Brut" zu schützen, sondern auch das Leben um uns herum, ganz gleich, ob es eine kleine Pflanze, ein Elefant oder eine Ameise ist. Ich kann absolut empfehlen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und gleichzeitig kann ich dieses Buch empfehlen. Es schildert ganz emotionslos, was passieren könnte - ohne Wertung, ohne politische Richtung. Es ist wichtig, daß sich jeder selbst seine Gedanken zu diesem Thema macht. Das Buch ist sehr unterstützend dabei.

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Gehört und Gelesen dank Netgalley

Die Arten auf diesem Planeten sind mit einem feinen Netz verbunden und überall, wo dieses Netz durch das Verschwinden einer Art Löcher bekommt, werden wir uns wundern, wie alles miteinander verbunden ist. (Kein Zitat)

Das ist für mich die Stimmung dieses Buches vom Einstieg, wo man erfährt, dass die Ausgabe von Diclofenac an Nutztiere in Indien zu vermehrten Angriffen wilder Hunde auf Menschen führte bis zum Ende wo die Möglichkeiten das Verschwinden der Vielfalt zu verhindert aufgezeigt werden.

Vorher werden wir nicht wissen, welche Art den Ausschlag geben könnte unser Überleben unmöglich zu machen, nachher wäre es zu spät.

Ein für dieses Thema sehr bedachtes und ruhiges Buch, das ohne Panikmache die Konsequenzen des WeiterSo aufzeigt, Ansätze für Einzelne und Länder darstellt und nicht die Augen vor der Dramatik verschließt.

Habe dieses Buch teilweise gehört und gelesen - das Hören klappt konsequenter hintereinander weg - das Lesen gibt Möglichkeit Nachzuschlagen und Verweisen zu folgen.

#VomVerschwindenderArten #Netgalleychallenge #KathrinliebtLesen #Rezension #Sachbuch #Bookstagram

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Fünf vor zwölf ist längst gewesen.
Das Buch gibt einen sehr guten Überblick über den erschreckenden Status Quo der Natur und damit einhergehend, der schwindenden Artenvielfalt. Dabei wird das Thema von ganz unterschiedlichen Seiten beleuchtet, z.B. was es für Auswirkungen haben kann, wenn eine Tierart ausstirbt und das es immer eine ganzheitliche Betrachtung erfordert. Auch dass über zwei Drittel der landwirtschaftlichen Flächen für Tierfutter benötigt werden, macht einem die Augen auf. Wenn man denn überhaupt noch Fleisch isst. Die nahe Zukunft wird angedeutet und es ist jeder aufgefordert, im Rahmen seiner Möglichkeiten zu handeln.
No Food Waste, weniger oder besser gar kein Fleisch, Natur schützen und Insektenfreundlich pflanzen, Wiese statt Rasen oder Steingarten, weniger Konsum, bewußt Natur erleben. Am besten täglich für mindestens 15 Minuten. So die Empfehlung.
Ich konnte vieles mitnehmen aus dem Buch und es ist gut und verständlich geschrieben. Drücken wir uns die Daumen und packen es an!

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Es eilt!
Die Autorinnen sind in ihrem jeweiligen Fach versiert: Biologin Bönig-Gaese ist mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin, die seit Jahrzehnten zu ökologischen Themen arbeitet. Bauer ist Journalistin mit Spezialgebiet Politik.
Der Titel erinnert an Darwins „Entstehung der Arten‟, und das ist kein Zufall. Was auf der Erde in Millionen Jahren durch die Evolution entstanden ist, wird in unserer Zeit innerhalb weniger Jahrzehnte vernichtet. Die Autorinnen belegen diese Aussage mit zahlreichen Quellen. Sie schildern, warum das ein Problem auch für das Überleben der Menschheit ist. Und sie geben eine Zehn-Punkte-Liste mit Handlungsanweisungen, was Politik, Wirtschaft und jede Einzelperson tun können, um das noch aufzuhalten.
Das Buch ist sehr faktenlastig und deshalb nicht immer leicht zu lesen. Für eine unterhaltsame Lektüre fehlt es an bunten Fotos und Anekdoten. Doch sind die Kapitel kurz, es gibt anschauliche Beispiele von Einzelfällen und das Ganze ist sehr übersichtlich strukturiert. Zwei Fakten fielen mir besonders auf:
Eine Studie ergab, dass zehn Prozent mehr Vogelarten in einer Region ebensoviel für die Lebenszufriedenheit der Menschen bringen wie zehn Prozent mehr Einkommen.
Eine Untersuchung des World Wildlife Fund zeigte, dass ein Sechstel aller in der Europäischen Union gehandelten Lebensmittel zur Entwaldung der Tropen beiträgt.
Eine Argumentationshilfe und ein Nachschlagewerk, all jenen ans Herz zu legen, die mit entscheiden. Auch jeder und jedem Einzelnen..

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Wie unsere Zukunft von der Vielfalt abhängt und was jeder Einzelne dafür tun kann, erzählt dieses Buch. Es geht um Biodiversität, kleine Tricks wie unordentliche Gärten und Fleischverlust und gleichzeitig um das Aufzeigen, dass das Verfolgen unseres aktuellen Weges nichts gutes bereit hält. Dabei wird keine Panik geschürrt, sondern ruhig und sachlich aufgezeigt und erklärt was am aktuellen Status Quo schief läuft und was sich ändern müsste.

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Alle Welt konzentriert sich auf den Klimawandel, doch eine mindestens ebenso ungünstige Entwicklung wird medial weniger laut begleitet: das Artensterben.

In „Vom Verschwinden der Arten“ beschreiben Friederike Bauer und Katrin Böhning-Gaese, wie es gerade auf der Erde aussieht (ohne dass wir es wirklich merken): Indem (viele) Menschen „über ihre Verhältnisse“ leben, beuten sie die Natur, unsere Lebensgrundlage, aus. Dass wir uns bzw. folgenden Generationen damit die Lebensgrundlage entziehen, stört kaum. Mehr oder minder „nebenbei“ sterben dann auch zahlreiche Arten aus, auch solche, die wir ebenfalls als Ressource nutzen (könnten). Ökosysteme gehen weltweit zurück, es gibt ein Massenaussterben von Arten, durch zurückgehende Biodiversität schieben wir den Klimawandel weiter an. Und weil das wunderbar abstrakt klingt, erklären die Autorinnen ihren Lesern, was es für uns bedeutet, wenn es nicht mehr genug Tiere und Pflanzen gibt, die wir wie selbstverständlich als Ressource verwenden.

Eine große Leistung des Buches sehe ich darin, dass die Autorinnen ohne Alarmismus beschreiben, wie es um die Arten“vielfalt“ steht bzw. stehen sollte. Dabei ist erschreckend, dass vieles an sich längst bekannt ist bzw. sein sollte, doch dass auch beim Artensterben (wie beim Klimawandel) lieber so getan wird, als könne die Party ewig weitergehen. Erfreulicherweise bleiben die Autorinnen aber nicht bei einer Analyse bzw. Beschreibung der Situation stehen, sondern zeigen auch Punkte auf, an denen jeder etwas tun kann, um sich seine Lebensgrundlage nicht zu entziehen. Darunter sind einige Punkte, die vielen nicht gefallen werden (Verzicht auf Fleisch – an dieser „Kultur“ zu rütteln, traut sich ja kaum jemand), doch man kann ja für sich selbst zu einer Bewertung kommen, was wichtiger ist: Heute Fleisch in Massen oder eine lebenswerte Welt für Kinder und Enkel? Das Thema ist sicher unbequem, doch dafür liest es sich noch sehr gut (damit auch keiner eine Ausrede hat, es nicht verstanden zu haben). Lesen und umsetzen, bevor es zu spät ist!

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>> VOM VERSCHWINDEN DER ARTEN <<

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DER KAMPF UM DIE ZUKUNFT DER MENSCHEN
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Und irgendwie hat der Großteil der Menschheit immer noch nicht verstanden, dass wir nicht mehr so viel Zeit haben, um die Erde für unsere Nachkommen zu retten.
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Ich habe so das Gefühl, dass die Mehrheit immer erst dann gewillt ist zu reagieren, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist oder es einem wirklich an den eigenen Hintern geht.
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Eine Millionen Arten sind vom Aussterben bedroht.
Lebensräume schrumpfen. Die Umwelt wird mehr und mehr verschmutzt.
Und noch so viel mehr Probleme werden in diesem Buch mit belegbaren Fakten beschrieben.
Teilweise wurde mir beim Lesen wirklich mulmig. Noch mulmiger wird mir aber bei dem Gedanken, dass zu wenig Menschen dieses Wissen besitzen und eindeutig zu wenig tun, um diese Katastrophe, die kurz vor zwölf schon verlassen hat, zu stoppen.
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Dabei kann jeder einzelne dazu beitragen, es besser zu machen.
Fleischkonsum reduzieren, denn alleine 70 % der Ackerflächen werden für Tierfutter verwendet.
Keine Lebensmittel verschwenden.
Mehr sich in der Natur bewegen, sie neu entdecken oder sogar mal den Balkon begrünen, um den Wildbienen und anderen Insekten etwas Gutes zu tun.
Einfach mal das Auto stehen lassen und das Rad nehmen. Oder, oder, oder.
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Die Ausrede "Was soll ich als einzelner schon tun" ist hier fehl am Platz. Jeder kann etwas tun, wenn er möchte.
Jeder mit seinen Möglichkeiten.
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Ein Buch, was jeder mal gelesen haben sollte.
Es gibt nur diese eine Erde und sie ist es Wert geschützt und beschützt zu werden.

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Die Natur ist unsere Lebensversicherung; sie versorgt uns mit Luft, Wasser, Rohstoffen und Erholung. Und doch kündigen wir diese täglich auf: Der rasante Artenschwund vernichtet unsere eigenen Lebensgrundlagen und nimmt uns u.a. die wichtigsten natürlichen Ressourcen für medizinische Wirkstoffe. Unser Leben ist bedroht wie nie zuvor – ein hochaktuelles Buch, das konkrete Wege aufzeigt, wie wir den Artenreichtum und dessen Leistungen für uns Menschen erhalten.
Wir stehen an einem Wendepunkt der Erdgeschichte – und doch ignorieren wir ihn. Die natürlichen Ökosysteme sind weltweit um die Hälfte zurückgegangen. Wir erleben gerade das sechste Massenaussterben der Erdgeschichte. Wir Menschen sind die treibende Kraft dieses Massensterbens. Der Verlust an Biodiversität heizt nicht nur den Klimawandel an. Die Autorinnen beschreiben zum ersten Mal, welche ungeheure Tragweite das Artensterben für uns Menschen hat, wenn es künftig nicht mehr genügend Pflanzen und Tiere gibt, die uns u.a. lebenswichtige Werk- und medizinische Wirkstoffe liefern und die auch zu unserem physischen und psychischen Wohlbefinden beitragen. Die Lage ist ernst, aber nicht aussichtslos – wir können das Artensterben noch aufhalten. Doch dafür müssen wir es als globale Herausforderung begreifen. Ernsthaft in der Sache, lösungsorientiert und zukunftsgewandt zeigt dieses Buch, wo die tieferen Ursachen der globalen Krise liegen, was Wirtschaft, Politik und auch jeder Einzelne tun kann, um diesen existenziell gefährlichen Trend umzukehren (Klappentext)

Erst dachte ich, wieder ein Buch mit erhobenen Zeigefinger. Doch es ist ganz anders. Eindrucksvoll und vor allem auch verständlich wird auf ein hochaktuelles Thema eingegangen. Es ist eine gute verständliche Zusammenfassung über drastische Auswirkungen des Artensterbens, aber auch wie man vielen noch umkehren kann, auch im Kleinen, also jeder Mensch. Ein Buch, welches jeder lesen sollte, dass ich nur empfehlen kann. Es macht Nachdenklich und es regt vor allem auch zum Umdenken an. Das Buch könnte ich mir auch gut in höheren Klassen oder weiterführenden Schulen als Lektüre vorstellen.

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Die Menschheit führt derzeit zwei große Experimente durch. Zum einen wird mit allen Mitteln versucht, die globale Durchschnittstemperatur zu erhöhen, und zum anderen wird getestet, wie die Menschheit dasteht, wenn das sechste große Massensterben auf der Erde eintrifft. Das klingt ein wenig plakativ, ich weiß, aber es muss ja Wege geben, wie man das Thema Biodiversität bekannter macht.

Unter Biodiversität versteht man die Vielfalt innerhalb der Arten eines Lebensraums aber auch die Vielfalt der Lebensräume selbst. In dem Buch von Friederike Bauer und Katrin Böhning-Gaese erfährt der Leser sehr konkret, was Biodiversität ist und weshalb es so wichtig ist, dieses Thema neben dem Klimawandel als zweites großes Thema voranzubringen. In den insgesamt 8 Kapiteln erläutert das Autoren-Duo sehr ausführlich, wie es um die Biodiversität gestellt ist.

Da ich mich mit den Themen schon intensiv auseinandergesetzt habe, waren mir viele dargestellten Phänomene präsent. Interessant war es dennoch zu sehen, wann und in welcher Geschwindigkeit der Mensch sich die Natur zum Untertan machte. So richtig Fahrt hat die Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg aufgenommen und schon in den 1950er und 60er Jahren wurde auf das Problem hingewiesen, dass die Natur bei unserer Lebensweise auf Dauer zerstört werden wird. Die Menschen ignorieren also schon recht lange die Folgen ihres Handelns.

Ebenfalls gut umgesetzt sind die zahlreichen Beispiele zu den Behauptungen der beiden Autorinnen, die übrigens alle mit Quellen untermalt werden. Der Mensch kennt bei weitem noch nicht alle Arten und auch nicht, welche Rolle sie in der Natur einnehmen. Viele ausgelöste Kettenreaktionen können nachvollzogen werden, aber im Vorfeld hat sich niemand Gedanken dazu gemacht.

Die Autorinnen zeigen aber nicht nur den Ist-Zustand und wie es zu diesem kam, sondern auch, was wir konkret unternehmen, um die Biodiversität zu stärken und das Artensterben zu verlangsamen oder gar zu stoppen. Aber wie beim Klimawandel muss die Menschen jetzt agieren und nicht erst in 10 Jahren.

Fazit
Die Biodiversität ist nicht so präsent wie der Klimawandel. Es ist eben nicht nur ein schweres Wort, sondern die Biodiversität lässt sich kaum messen. Außerdem ist der Rückgang der Artenvielfalt ein schleichender Prozess, der aber auch heute schon zu sehen ist. Auch wenn sich hier und da der Klimawandel und die Nachhaltigkeit und die Biodiversität beißen, so sind alle Themen wichtig und alle müssen berücksichtigt werden. Das Schöne dabei ist hingegen, dass die Maßnahmen für uns Otto-Normalverbraucher sehr ähneln, so dass wir alle schon unseren Beitrag zum Erhalt der Erde leisten können.

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Wissenschaftlich, spannend und informativ

Worum geht’s?
Die Natur ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. Dennoch verschwinden immer mehr Arten und die Biodiversität nimmt rapide ab. Schuld daran ist hauptsächlich auch der Mensch. Was wir tun können, um die Biodiversität wieder zu steigern und welche Fehler wir machen, darüber informiert dieses Buch.

Meine Meinung:
„Vom Verschwinden der Arten“ (Klett-Cotta, April 2023) ist ein wichtiges aber auch interessantes und spannendes Buch. Geschrieben wurde es von Dr. Katrin Böhning-Gaese, sie ist eine deutsche Biologin mit dem Schwerpunkt Ornithologie, Professorin an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und war Vizepräsidentin der Leibniz-Gemeinschaft und Friederike Bauer, sie arbeitet als freie Journalistin, Autorin und Redenschreiberin. Ihr besonderes Augenmerk gilt der Außen- und Entwicklungspolitik sowie dem Thema Nachhaltigkeit. Und an dem Inhalt dieses Sachbuches merkt man deutlich den Background und die Leidenschaft der Autorinnen.

Diese berichten gut recherchiert, brandaktuell und anhand der neuesten Studien, Abkommen, etc. über Biodiversität und Klimawandel. Und obwohl viele politische, biologische, wissenschaftliche und vertragliche Tatbestände erwähnt werden, ist das Buch doch auch spannend und gut lesbar geschrieben. Ich habe einen guten Überblick über den aktuellen Stand bekommen. Was machen wir aktuell? Wie hat sich insbesondere die Biodiversität in den letzten Jahren und Jahrzehnen entwickelt? Was beeinflusst das Verschwinden der Arten und wie können wir es stoppen? All diese und noch viel mehr Fragen werden von den Autorinnen beleuchtet, hinterfragt und sachlich kompetent beantwortet. Dabei liefern Frau Böhning-Gaese und Frau Bauer nicht nur Fakten, sondern stellen auch Zukunftsszenarien dar. Zeigen auf, welche Grundlagen z.B. durch die EU bereits gelegt wurden und was die Länder tun bzw. tun müssten, um diese umzusetzen. Immer wieder wird klar, dass wir nicht mehr viel Zeit haben und dennoch nicht die Motivation finden, mehr zu tun, um zu retten, was noch zu retten ist.

Besonders spannend fand ich die Hintergründe und auch, wie alles sich gegenseitig beeinflusst und bedingt. Alles hängt mit allem zusammen, wie die Autorinnen es so schön treffend zitieren und dabei u.a. die Korallenriffe als Beispiel anführen. Überhaupt bildet dieses Sachbuch einen schönen runden Bogen über das Thema. Es beginnt mit einer Bestandsaufnahme, geht weiter mit einem Was-wäre-Wenn und endet mit 10 Punkten, die wir umsetzen sollten, um die Biodiversität aufrechtzuerhalten und die Erde wieder lebenswerter zu machen. Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen und denke, dass es für jeden eine Pflichtlektüre sein sollte. Wir alle leben in dieser Welt und möchten diese lebenswert halten, damit auch unsere Kinder und Kindeskinder noch von und mit der Natur leben können. Eine definitive Leseempfehlung von mir an alle, denn dieses Thema betrifft jeden von uns!

Fazit:
Dr. Katrin Böhning-Gaese und Friederike Bauer machen in ihrem Buch „Vom Verschwinden der Arten“ eine wichtige Bestandsaufnahme. Dabei geht es vorwiegend um Biodiversität, aber auch um den Klimawandel. Und die Autorinnen beleuchten gut recherchiert aber auch in einem interessanten und gut verständlichen Schreibstil die Hintergründe. Geben den aktuellen Ist-Status weiter, stellen mögliche Zukunftsszenarien dar. Spannend fand ich auch, wie sie die Zusammenhänge in der Natur dargestellt haben, wie alles von allem abhängt und was wir tun können, um Biodiversität zu verstärken und die Welt wieder lebenswerter zu machen. Zudem ist das Buch brandaktuell und bezieht politische und wirtschaftliche Geschehnisse/Verträge bis ins Jahr 2023 mit ein.

5 Sterne von mir für dieses Sachbuch, das dich und mich gleichermaßen betrifft.

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Wissenschaftlich, spannend und informativ.
Hier wird auf ein hochaktuelles Thema eingegangen und auf verständliche Art und Weise über die drastischen Auswirkungen des Artensterbens berichtet und wie man vieles noch umkehren kann.
Dieses Buch sollte wirklich jeder lesen und auch mit in den Schulunterricht aufgenommen werden.
Es macht nachdenklich und regt vor allem auch zum Umdenken an.
Klare Leseempfehlung.

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Der Titel des Buches kommt pessimistischer rüber als der Inhalt. Das fand ich beim Lesen sehr beruhigend. Aber man muss die Leser ja schließlich erstmal antriggern.
Im Buch legen die Autorinnen die Finger in schwärende Wunden. Sie ziehen den Technologiegläubigen auch gleich mal ihren letzten Weisheitszahn. Denn auch Technologie kann nicht alles aus dem Sumpf ziehen, was menschliche Dummheit, Faulheit und Ignoranz dort reingeworfen hat.
Wären sie bei dieser Analyse stehengeblieben, hätte ich das Buch in die Ecke gepfeffert. Glücklicherweise ist es aber das Hauptanliegen der Autorinnen, Lösungsansätze und Maßnahmen aufzuzeigen, wie wir den totalen Kollaps der Biodiversität verhindern können. Sehr wohltuend, denn moralische Zeigefinger gibt es schon genug.
Ich gebe gern zu, dass ich zwischendurch einige Seiten "nur" überflogen habe, weil ich es kaum ertragen konnte. Aber das letzte Kapitel, das konkrete Handlungsansätze an die Hand gibt, habe ich sehr aufmerksam gelesen, und ich habe mal gerade den dringenden Wunsch, dass politische und wirtschaftliche Entscheider dieses Buch als Bettlektüre oder besser noch: statt der Morgenzeitung lesen mögen.

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Wie sieht es auf unserer geliebten Erde derzeit aus? Über den beispiellosen Verlust der Artenvielfalt berichten die Autorinnen Friederike Bauer und Katrin Böhning-Gaese, um uns Menschen endlich wachzurütteln.

Was passiert, wenn das massenhafte Aussterben der Arten nicht aufgehalten wird? Unsere Ressourcen werden dadurch auch immer weniger. Klimawandel und Biodervisität ist ein ernstes Thema, wir können nicht länger die Augen davor verschließen. Und wenn man bedenkt wieviel Hektar Wald jährlich verloren gehen, dann bekommt man schon Angst. Wenn die Böden ausgelaugt sind und in den Meeren es zu einer Überfischung kommt, dann wird es sehr eng für uns Menschen. Wir haben nicht mehr viel Zeit, diesen wunderbaren Planeten für unsere Nachkommen zu versorgen. Dieser Zustand kann doch nicht auf ewig so weitergehen. Der negative Einfluss auf die Natur muss zurückgenommen werden. Ich bin ein Naturfreund und könnte mir ein Leben ohne Laufen in der Natur nicht vorstellen. Und ich nutze die Wege dorthin meist ohne Mobilität, bei uns in der Pfalz gibt es zum Glück noch viel Wald. Jeder von uns kann etwas dazu beitragen, die Biodiversität zu schützen.

Dazu bitte im Kapitel 9 den vorgeschlagenen Umgang für eine bessere Natur besonders gut durchlesen. Auch die Politik wird nicht ausgelassen, es geht um Koalitionsverträge und Landwirtschaft.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ein wirklich beeindruckendes Werk, das jeder einmal lesen sollte. Diese Angelegenheit betrifft jeden von uns. Ich für meinen Teil habe für mich vieles mitgenommen. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.

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Heute möchte ich euch ein bereicherndes Sachbuch aus dem Klett-Cotta Verlag vorstellen, welches mir im Rahmen der Netgalley Challenge 2023 dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurde. Das E-Book Vom Verschwinden der Arten – Der Kampf um die Zukunft der Menschheit von Katrin Boehning-Gaese und Friedericke Bauer ist ein eindringlicher Appell an die Leserschaft, die Zusammenhänge in der Natur und das Zusammenspiel der Arten noch besser zu verstehen, um den beispiellosen Verlust der Arten zu stoppen.

Die Autorinnen möchten den Artenschutz im Zentrum des politischen Handels etablieren, um die wenige Zeit, die uns bleibt, effektiv zu nutzen. Denn mittlerweile wissen wir eine ganze Menge über die Zusammenhänge zwischen Artensterben und Klimawandel, aber handeln auf globalpolitischer Ebene bezüglich Natur- und Artenschutz noch immer entschieden zu langsam.

Die Bedrohlichkeit der momentanen „Doppelkrise“ Klimawandel und Verlust der Vielfalt der Arten wird weiterhin verkannt, deswegen möchten die Autorinnen hier aufrütteln und v.a. die Thematik der Biodiversität mehr ins zentrale Handeln der Politik gerückt wissen. Alle bisherigen Anstrengungen reichen eben bei weitem nicht aus oder sind von vornherein zu kurz gedacht, um den Trend umzukehren. Folglich ist schnelleres Handeln der Weltgemeinschaft auf allen politischen Ebenen erforderlich, sowie weiterhin der Einsatz jedes Einzelne um eine „fundamental sozialökologische Transformation“ zu erreichen.

In zehn gut gegliederten Kapiteln liefert das E-Book über 234 Seiten eine beeindruckend umfangreiche Sachstandslage, die vertiefende Einblicke in das aktuelle Dilemma gewährt. Mit einer enormen Bandbreite an Themenfeldern erklären die Autorinnen klar und auch für Laien gut verständlich politische, ökologische sowie wirtschaftliche Zusammenhänge, und zeigen immer wieder auf, wo und vor allem wie schnell gehandelt werden müsste, um eine spürbare Trendwende beim Artenschutz zu erreichen.

Was mir besonders gut gefällt, ist das Aufzeigen der vielen unterschiedlichen Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten wie z.B. precision farming, großflächige Wiederaufforstung oder auch schnellere Renaturierung von Mooren, die alle einen positiven Effekt auf die Artenvielfalt versprechen. Gut erklärt und von enormer Wichtigkeit ist der Verweis auf die Dringlichkeit bei der Änderung der Rechtssprechung in Bezug auf Umweltverbrechen, die definitiv mehr Gehör im öffentlichen Raum und vor allem im politischen Handeln erfordert.


„Interessante neue Ansätze dazu kommen aus Ländern mit großen indigenen Gemeinschaften, wie zu, Beispiel Ecuador, wo die Natur mittlerweile als Rechtssubjekt anerkannt ist. „Die Natur oder Pachamama, in der sich alles Leben erneuert und realisiert, hat ein Recht darauf, dass ihre Existenz sowie die Erhaltung und Regeneration ihrer Lebenszyklen vollständig respektiert werden“ heißt es in Artikel 71 der Landesverfassung.“


Vom Verschwinden der Arten – Der Kampf um die Zukunft der Menschheit,
Der einzige minimale Kritikpunkt meinerseits sind vereinzelte Redundanzen, die mich etwas störten, im Großen und Ganzen aber weniger schlimm sind, denn sie ermöglichen eben auch das Lesen einzelner, ausgesuchter Kapitel und haben so durchaus ihre Berechtigung. Vom Verschwinden der Arten – Der Kampf um die Zukunft der Menschheit war für mich eine hervorragend recherchierte, lohnenswerte Lektüre mit Tiefgang, die das Ziel des Aufrüttelns nicht verfehlt.


„Das fortgesetzte Artensterben ist so, als kündigten wir jeden Tag aufs Neue unserer Lebensversicherung. Jeder klar denkende Mensch erkennt hier sofort den destruktiven Charakter der Maßnahme.“


Vom Verschwinden der Arten – Der Kampf um die Zukunft der Menschheit
Wenn ihr euch auch nochmal vertieft mit dem Thema Artensterben beschäftigen möchtet und mehr über die „Great Acceleration“ , verschiedene „kulturelle Schlüsselarten“, „Pfadabhängigkeiten“, „Lose-Lose-Lösungen“ erfahren wollt, oder aber generell Informationen zu den fünf Hauptgründen des Artensterbens, den sogenannten big five einholen möchtet, sei euch dieses beeindruckende Sachbuch hiermit sehr ans Herz gelegt.

Wer auf der Suche nach Inspiration zum individuellen oder auch länderübergreifend gesellschaftspolitischen Handeln ist oder sich fragt, wie und wo schnellst möglich angesetzt werden kann, um die gebotene Eile beim Schutz der Arten umzusetzen, dem ist mit dem 10-Punkte-Plan im letzten Kapitel sowie den äußerst umfangreichen Anmerkungen mit Quellentexten und Links zum weiteren Forschen sehr gut geholfen.

Mit der ISBN 978-3608986693 ist dieses E-Book natürlich auch als gebundenes Buch bei eurem Lieblingsbuchhändler ums Eck bestellbar.

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Meine Meinung:
Dass Biodiversität ein wichtiges Thema ist, dürfte mittlerweile eigentlich keine allzu neue Information mehr sein. Der Klimawandel und das Artensterben sind trotzdem Themen, die mitunter Potenzial zu hitzigen Diskussionen bieten und trotz aller Wichtigkeit polarisieren.

Was mir an diesem Buch daher besonders gut gefallen hat, war die Vielzahl an wissenschaftlichen Fakten, die nicht nur informativ sondern auch für thematische Laien interessant und verständlich aufbereitet wurden. Die Komplexität der Verknüpfungen und Entwicklungen geht dabei allerdings nie verloren, was nicht „nur“ die Folgen, sondern auch die Ursachen und Gründe in den Fokus stellt.

Darüber hinaus gibt es auch Handlungsanstöße und – aufforderungen, was das Thema in meinen Augen noch einmal greifbarer gemacht hat und das Buch über den reinen Informationswert hinaus zu einem wichtigen und praktisch anwendbaren Werk macht.


Fazit:
In diesem Buch wird nicht nur das Thema Artensterben informativ und greifbar dargelegt, der lösungsorientiere Ansatz ermöglicht es auch gleichzeitig, die Informationen anzuwenden, selbst aktiv zu werden und Veränderungen anzustoßen.

Von mir gibt es dafür alle fünf Bücherstapel.

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Klappentext:

„Die Natur ist unsere Lebensversicherung; sie versorgt uns mit Luft, Wasser, Rohstoffen und Erholung. Und doch kündigen wir diese täglich auf: Der rasante Artenschwund vernichtet unsere eigenen Lebensgrundlagen und nimmt uns u.a. die wichtigsten natürlichen Ressourcen für medizinische Wirkstoffe. Unser Leben ist bedroht wie nie zuvor – ein hochaktuelles Buch, das konkrete Wege aufzeigt, wie wir den Artenreichtum und dessen Leistungen für uns Menschen erhalten.



Wir stehen an einem Wendepunkt der Erdgeschichte – und doch ignorieren wir ihn. Die natürlichen Ökosysteme sind weltweit um die Hälfte zurückgegangen. Wir erleben gerade das sechste Massenaussterben der Erdgeschichte. Wir Menschen sind die treibende Kraft dieses Massensterbens. Der Verlust an Biodiversität heizt nicht nur den Klimawandel an. Die Autorinnen beschreiben zum ersten Mal, welche ungeheure Tragweite das Artensterben für uns Menschen hat, wenn es künftig nicht mehr genügend Pflanzen und Tiere gibt, die uns u.a. lebenswichtige Werk- und medizinische Wirkstoffe liefern und die auch zu unserem physischen und psychischen Wohlbefinden beitragen. Die Lage ist ernst, aber nicht aussichtslos – wir können das Artensterben noch aufhalten. Doch dafür müssen wir es als globale Herausforderung begreifen. Ernsthaft in der Sache, lösungsorientiert und zukunftsgewandt zeigt dieses Buch, wo die tieferen Ursachen der globalen Krise liegen, was Wirtschaft, Politik und auch jeder Einzelne tun kann, um diesen existenziell gefährlichen Trend umzukehren“



Das Autorinnen-Duo Kathrin Böhning-Gaese und Friederike Bauer beleuchten hier akribisch ein mehr als wichtiges und höchst aktuelles Thema: das Artensterben. Das Artensterben hat einen großen Antreiber: den Menschen selbst. Die Autorinnen beleuchten einerseits das Artensterben, betrachten aber auch die Zerstörung der Ökosysteme durch den Menschen, das Thema Biodiversität wird beleuchtet und auch politische Entscheidungen (Greenwashing) und Belange werden genau betrachtet. Einerseits werden die Themen hier definiert, erläutert aber es werden auch Ideen der Autorinnen aufgezeigt, die klar machen, wir könnten das Artensterben mit seinem Rattenschwanz doch sehr minimieren. Es werden nicht nur Krisen benannt, sondern auch mögliche Lösungen aufgezeigt - so geht gutes Sachbuch! Auch wenn es lösungsorientierte Ansätze gibt, so können wir den Klimawandel mit allem drum und dran nicht gänzlich sofort stoppen. Das ist mittlerweile fachlich von Experten belegt und erwiesen.

Die Autorinnen betrachten die aktuelle Lage und Zeit. Was mir persönlich hier gefehlt hat war, es gab immer schon Klima-Veränderungen auf unserem Planeten und es gab immer schon Artensterben (teils durch den Menschen aber eben auch durch tierische Gegner oder eben die massive Veränderung der Lebensorte auf Grund natürlicher Veränderungen etc.). Die Thematik greift weit, sehr weit in unsere Evolution zurück und anhand unseres Wissens darüber, können wir hier und da schon Rückschlüsse ziehen. Selbstredend ist es wichtig die heutigen Auslöser und Erkenntnisse über die Problematik auch mit den heutigen Mitteln und Möglichkeiten und auch Konsequenzen zu betrachten. Was ebenfalls mir gefehlt hat waren die Auswilderungsprogramme verschiedenster Tiere mit ihrer Sinnhaftigkeit, ihrer Entwicklung und ihren daraus gewonnenen Erkenntnissen. Artensterben ist das Eine aber es gibt auch eine Menge Programme bei denen unterschiedliche Tiere wieder so für die wilde Natur wieder vorbereitet werden um eben wieder dort heimisch zu werden wo sie einst heimisch waren (Elche, Wölfe, Luchse, Bartgeier etc.), sich zu vermehren und eben wieder sesshaft zu werden, damit eben es wieder (wie früher) eine Population dazu geben wird. Aber was wird das alles für Konsequenzen haben (siehe Bärenattacken, Wolfsrisse oder gar Angriffe etc.)? Fragen über Fragen die nicht so ganz oder gar nicht in diesem Buch zu finden sind. Dennoch ist das Buch sehr zu empfehlen. Es macht mehr als nachdenklich und genau das ist doch schonmal ein sehr gutes Ergebnis bei der Leserschaft selbst. Und nach dem nachdenken kommt dann das Handeln. Jeder von uns kann etwas dagegen tun, wir müssen nur alle in der Gesamtheit auf diesem Planeten an einem Strang ziehen. Denn wir alle, wir Menschen und auch die Natur, sind ein großes Netz, welches zusammen gehört und agiert.

Die Texte waren allesamt verständlich verfasst. Es gab überall Quellenangaben und auch Erläuterungen bei den Aussagen selbst. Den Autorinnen lag eines immer besonders am Herzen: jeder einzelne von uns kann schon viel dafür tun und entweder im eigenen Garten oder auf dem heimischen Balkon einfach mal wachsen lassen und gänzlich (und zwar vollkommen!) auch jegliche Chemie oder Pestizide zu verzichten. Und das geht? Und wie das geht!

4 Sterne für dieses interessante Buch!

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Die Klimawandel ist in aller Munde, Bilder von riesigen Abfallbergen, schwimmenden Plastikteppichen im Meer haben viele direkt vor Augen, doch der Verlust der Biodiversität steht, geht es nicht gerade um den stellvertretenden Eisbär auf der kleiner werdenden Scholle, nicht so oft im Fokus. Umso besser, dass die beiden Autorinnen in diesem Buch das Thema in den Vordergrund rücken. In neun Kapiteln zeigen sie, dass der Artenschwund natürlich kein unabhängiges Phänomen ist, sondern von vielen Faktoren beeinflusst wird. Gleichzeitig wird aber auch mehr als deutlich auf was dieser wiederum Auswirkungen hat, und es wird klar, dass es hier nicht nur um ein paar „unbedeutende“ Arten geht, sondern um das ökologische Gleichgewicht des ganzen Planeten. Sehr ausführlich und wissenschaftlich belegt, dabei gleichzeitig auch für Laien gut verständlich, werden konkrete Gegenmaßnahmen aufgezeigt und erläutert. Ebenso die Maßnahmen, die nicht ausreichen werden bzw. die erweitert werden müssen, um einen spürbaren Effekt zu haben. Sehr gut gelungen fand ich die Zusammenfassung gegen Ende, die noch einmal alle Maßnahmen zusammenfasst und dabei auch konkret anspricht wer (Politik, Landwirtschaft oder auch jede*r Mensch auf dieser Erde) eben diese umsetzen könnten. Bei aller Ernüchterung wird aber auch ebenso fundiert erklärt, dass der Artenschwund nicht nur aufgehalten, sondern sogar umgekehrt werden kann, es also zwar 5 vor 12, aber eben nicht unwiederbringlich zu spät ist. Ich habe diese Sachbuch mit sehr großem Interesse gelesen, und kann es wirklich nur jedem ans Herz legen; denn der Artenschwund geht uns alle an.

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In diesem Sachbuch geht es um die Natur und die Biodiversität. Immer mehr Tier- und Pflanzenarten verschwinden von unserer Erde und Schuld daran ist der Mensch. Vielfach lässt sich noch gar nicht überblicken, welche Auswirkungen das Aussterben einzelner Arten hat. Die Autorinnen erklären sachlich und sehr informativ über die verschiedene Arten - bedroht oder bereits ausgestorben -und deren Auswirkungen auf unser Ökosystem. Auf Grundlage der neuesten Studien wird ein hochaktuelles Thema verständlich und ohne erhobenen Zeigefinger erklärt.

Was der Mensch oder auch Staaten gegen das Artensterben bereits tun und tun können, steht im zweiten Teil des Buches im Vordergrund. Hierbei sind es für den Einzelnen vor allem die kleinen Schritte, die jeder umsetzen kann (könnte), wie zum Beispiel weniger Fleischkonsum und eine insektenfreundliche Begrünung von Balkon / Garten.

Diese Buch bietet eine sehr umfassende Möglichkeit, sich über die Zusammenhänge im Ökosystem, dem Aussterben von Tieren und Pflanzen zu informieren. Es liest sich erstaunlich flüssig und ist trotz der vielen Studien und Nachschlagemöglichkeiten nicht "zu trocken".

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Die Autorinnen zeigen eindrucksvoll wie jeder Part im Ökosystem miteinander verbunden ist. Und wie wichtig somit die einzelnen Tiere und Pflanzen sind. Der Verlust von einigen wenigen kann kompensiert werden, doch irgendwann haben die Einzelnen keine Ausweichmöglichkeiten mehr.

Unsere Wirtschaft ist komplett abhängig von der Natur und deshalb ist es vollkommen unbegreiflich, in welchem Umfang diese ausgebeutet und vernichtet wird. Aber nicht nur das Überleben der Wirtschaft, sondern auch unseres hängt maßgeblich von der Biodiversität ab. Deshalb gibt es jede Menge Studien und internationale Abkommen, wobei letztere oft nicht in dem nötigen Umfang eingehalten werden. Von den Abkommen werden jeweils die Vor- und Nachteile beleuchtet und wie diese im einzelnen umgesetzt werden.
Von vielen Arten weiß man bis heute nicht was sie für eine Rolle im Ökosystem spielen und inwiefern es eine Auswirkung hat, wenn sie eben nicht mehr existieren.

Wie nicht anders zu erwarten wird auch der Klimawandel von den Autoren erläutert. Wie wirkt sich dieser auf das Verhalten der einzelnen Arten aus? Heute weiß man, dass diese sobald es wärmer wird in Richtung Pole oder die Berge hoch wandern. Wobei Tiere das in der Regel schneller als Pflanzen machen, was wie zu erwarten ein ziemliches Problem darstellt. Zudem erwärmt sich das Klima schneller als erwartet und die Lebensräume werden durch den Menschen und zum Beispiel Waldbrände oder Starkwetter zerstört. Dadurch wird vielen Arten die Möglichkeiten genommen überhaupt abzuwandern. Was das betrifft ist es wirklich erschreckend wie sehr der Mensch die Natur in relativ kurzer Zeit verändert hat und was das für Auswirkungen auf das Artensterben hat.

Mittlerweile ist auch Greenwashing ein großes Thema und genau das wird hier auch umfangreich thematisiert. Denn nur weil sich manche Firmen Umweltschutz auf ihre Fahnen schreiben, hat das alles nichts zu bedeuten. Hier muss man im einzelnen schon genauer hinschauen inwiefern diejenigen sich tatsächlich für all das einsetzen.

Mangrovenwälder, aber auch Korallenriffe und Moore bieten einen idealen Schutz vor Starkwetterereignissen. Und trotzdem werden diese vernichtet um zum Beispiel einen für den Menschen schöneren Strand zu formen. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, dass diese für viele Tiere und Pflanzen einen Lebensraum bieten und Tsunamis deutlich abschwächen können. Und wie wichtig Grünflächen, Wälder und natürliche Flussverläufe sind hatte sich ja nicht nur einmal in den letzten Jahrzehnten gezeigt.

Unter anderen wird auch darauf eingegangen, was jeder einzelne gegen das Artensterben machen kann. Wieso ist es zum Beispiel für den Artenschutz besser eine Wiese als einen Rasen zu haben? Leider ist das Bewusstsein für das Thema in der Bevölkerung immer noch viel zu klein, dabei ist genau dieses enorm wichtig. Immer wieder wurde es auch in der Politik auf die lange Bank geschoben und schlichtweg nicht ernst genug genommen.

Alles in allem hat mich das Buch definitiv zum Nachdenken angeregt. Die Autorinnen zeigen eindrucksvoll wie wichtig Biodiversität für uns alle ist und wie fatal es ist, genau diese zu zerstören. Die Texte waren leicht verständlich und die einzelnen Sachen wurden alle mit Quellen belegt. Mich hat das alles dazu angeregt mich umfassender mit dem Thema zu beschäftigen und einige weitere Bücher dazu auf meine Wunschliste zu packen.

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Im Blick auf Umweltthemen sicher nicht völlig unsensibilisiert, aber bisher sehr auf den Klimawandel fokussiert, wurde ich hier in meinen Positionen nochmal ins Gleichgewicht gerückt durch die eindrückliche Aussage zu Beginn des Buches: Wie wir mit dem Klimawandel umgehen (und ihm Einhalt gebieten), bestimmt über die Art und Weise, wie wir in Zukunft leben werden; wie wir mit dem Schwund der Biodiversität umgehen (und ihm Einhalt gebieten), bestimmt darüber, ob wir Menschen überhaupt überleben werden.

Die Autorinnen leisten nicht nur eine (durchaus beängstigende) Bestandsaufnahme hinsichtlich der aktuellen Zustände rund um den Schwund der Artenvielfalt und die Ursachen dafür, sondern zeigen Wege auf, wie z.B. Politik, (Land-)Wirtschaft, der Bildungssektor und schließlich vor allem jeder Mensch individuell und so wir alle gemeinsam mit einer veränderten Lebensweise dazu beitragen können und müssen, dass die Natur sich wieder erholt und die Erde auch in Zukunft ein für Menschen lebenswerter Ort bleibt. Im Fall, dass dies nicht gelingt, wird die Natur auf andere Weise auch ohne uns Menschen überleben…

Dass viele Bereiche, in denen man tätig werden muss, dabei nur knapp angerissen werden (besonders aufgestoßen ist mir das in den Kapitelchen „Stadtbegrünung“ und „Bedeutung indigener Völker), ist wohl der Vielfalt von Ansätzen geschuldet, die dieses Buch aufgreift und zu einer Gesamtschau zusammenführt; da kommen manche Gedanken doch arg knapp weg. Die zahlreichen (und in diesem eBook auch gut formatierten) Literaturverweise laden jedoch dazu ein, sich näher mit den Arbeitsfeldern zu beschäftigen, in denen man selbst aktiv werden möchte. Denn dass dies vonnöten ist, sollte einem spätestens nach der Lektüre des Buches unzweifelhaft klar sein.

Dabei verbreiten die Autorinnen keineswegs Weltuntergangsstimmung, sondern zeigen sich durchgehend optimistisch, dass das nötige Umdenken und daran konsequent anknüpfende Handeln noch möglich ist und gelingen kann, zugespitzt konkretisiert im letzten Kapitel „10 Punkte für einen besseren Umgang mit der Natur“. Die Autorinnen kommen zu dem Schluss, dass die von ihnen postulierten Maßnahmen zwar „ehrgeizig und teilweise komplex in der Umsetzung“, aber „machbar und zumutbar“ seien (Seite 174 im eBook). An dieser Stelle bin ich mir angesichts der menschlichen Bequemlichkeit und Ichbezogenheit aber leider nicht so sicher, ob diese Sichtweise realistisch ist. Dennoch hat mir dieses Buch Mut gemacht und auch noch zusätzliche Handlungsoptionen aufgezeigt, mich weiterhin und verstärkt für den Umweltschutz einzusetzen und hoffentlich auch Menschen in meinem Umfeld dafür zu gewinnen, denn „es besteht mithin kein Grund für Fatalismus, aber ein Gebot zur Eile“ (ebd.).

Ich danke dem Verlag herzlich für das Leseexemplar und werde dieses wichtige Buch gern weiterempfehlen.

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Das Artensterben ist das große Thema dieses Buches. Und der Verursacher des Artensterbens: unsere Spezies, der Mensch. Das Buch taucht sehr tief in die Themen ein und beleuchtet auch Themen, die das große Thema begleiten: Zerstörung der Ökosysteme, Einfluss der Politik usw. Mir gefällt, dass die Autorinnen auch Lösungswege aufzeigen und den Leser mit den doch bedrückenden Messages des Buches nicht ganz allein lassen.
Das Buch ist sehr gut recherchiert und für ein Sachbuch auch verständlich zu lesen.

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Der Titel des Buches ist sehr besorgniserregend, dystopisch anmutend und dennoch ist klar - längst Realität. Dieses Sachbuch ist thematisch brandaktuell, gut aufgebaut uns sehr informativ. Ich habe immer mal wieder ein Kapitel gelesen, alles hintereinander ist mir persönlich zu viel harter Tobak. Dabei ist das Buch bei weitem nicht so pessimistisch, wie ich es mir vorab ausgemalt habe. Mir gefällt, dass die Autorinnen auch Lösungswege aufzeigen und mich als Leserin mit den manchmal doch eher negativen Ausführungen und Darstellungen nicht ganz allein lassen. Dabei haben es die Autorinnen auch geschafft die gut recherchierten Inhalte locker und eingängig darzustellen. Die Kapitel lesen sich angenehm, haben auch eine angemessene Länge. Ich hatte den Eindruck, dass hier sehr viel Wissen gebündelt wird.

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"Vom Verschwinden der Arten" ist ein Buch zu einem brandaktuellen Thema, von denen es gar nicht genug geben kann. Friederike Bauer und Katrin Böhning-Gaese schreiben gut recherchiert und wissenschaftlich fundiert von der Artenvielfalt in unserem Ökosystem Erde und deren Einfluss auf das Wohlbefinden und die schiere Existenz der Menschheit. Sie machen Mut, dass es trotz des katastrophalen Zustands und jeglichen Worst-Case-Szenarios noch Hoffnung gibt, das Artensterben aufzuhalten, wenn es ernsthaft von allen gemeinsam angegangen wird.

Das Thema Klimawandel, Biodivesität und alles, was damit zusammenhängt, macht mich immer wieder wütend, betroffen und hoffnungslos. Es ist mir unerklärlich, wie man die Augen davor verschließen kann, welchen Einfluss wir Menschen darauf haben und welche Folgen uns drohen. Jedes Buch, das es zu diesem Thema gibt, erhöht die Chance, dass immer mehr Menschen sich mit dem Thema beschäftigen und irgendwann - hoffentlich nicht zu spät - einsehen, dass etwas getan werden muss, und dass es immer teurer und schwieriger wird, umso länger wir warten.

"Vom Verschwinden der Arten" nimmt kein Blatt vor den Mund und beschönigt nichts, dramatisiert aber auch nicht unnötig und kommt - meiner Meinung nach - auch völlig ohne Panikmache aus. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen und hoffe, dass es bei möglichst vielen Menschen zum Umdenken und Handeln anregt.

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Natur

In diesem Buch zeigt die Autorin auf, wie sich das Umweltbewusstsein der Menschen in den letzten siebzig Jahren verändert hat. Der Blick auf die Natur, die Tierwelt, die Artenvielfalt, ist heute ein völlig anderer.
Ein Beispiel dafür, nach Ende des zweiten Weltkriegs lag der Fokus eher auf dem materiellen Bereich. Das Leben hatte die Menschen ausgezehrt und Ernährung, Wohlstand und Fortschritt waren wichtig. Dabei trat der Schutz der Umwelt eher in den Hintergrund.
Was damals noch neu, praktisch und erstrebenswert war, sieht man heute mit ganz anderen Augen.

Schon während des Lesens, fängt man an sein Ernährungs- und Kaufverhalten, seine Bedürfnisse zu überdenken. Die große Vielzahl an Konsumgütern, macht sie uns glücklich oder überfordert sie uns? Braucht man Kiesgärten wirklich oder sind sie einfach nur "pflegeleichter"? Nimmt man die Artenvielfalt von Insekten und Vögeln überhaupt noch bewusst wahr?

Dieses Buch belehrt nicht, es drängt einen nicht in eine bestimmte Richtung, es klagt nicht an. Dieses Buch unterhält auf sehr interessante Art, es öffnet Augen und Sinne für unsere Umwelt und setzt Denkanstöße. Vieles was der Natur schadet ist auch der Profitgier und Statussymbolen geschuldet. Wer ist glücklicher, derjenige der in Geld schwimmt oder derjenige, der mit der Natur im Einklang lebt?

Ich lese solche Bücher sonst nicht, aber dieses hier hat mich wirklich gefesselt! Interessant und sehr informativ!

Was mir nicht gefällt ist das Gendern. Unnötig und überflüssig.

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”Vom Verschwinden der Arten – Der Kampf um die Zukunft der Menschheit“ ist ein faszinierendes Werk, das zeigt, welche Ursachen und Wirkungen zur Entwicklung unserer Zivilisation und Wirtschaftsweise führten. Die Autorinnen stellen darin sowohl historische Aspekte als auch aktuelle Phänomene dar und untermauern sie mit einer Fülle gut recherchierter Fakten. Mit dem Verlust von Tier-und Pflanzenarten gehen zahlreiche Gefahren einher. Letztendlich bedroht dieser fortschreitende Verlust von Biodiversität das gesamte Ökosystem und damit das Fortbestehen der Menschheit. Bislang bekommt dieser ungeheuere Bedrohung allerdings kaum Aufmerksamkeit.
Wir müssen der Natur wieder mehr Raum geben, Schutzgebiete initiieren und Städte wieder grüner und lebensfreundlicher gestalten. Kritisch wird hier der Blick auf vage politische Vorhaben und deren nur sehr dürftige Umsetzungsstrategien eingegangen. Ein zentraler Lösungsansatz des Buches ist, wieder mehr in Forschung und Bildung, sowie Aufklärung der Bürger zu stecken und Anreize zum nachhaltigen und ökologischen Wirtschaften durch Subventionen zu schaffen.
Insgesamt ist „Vom Verschwinden der Arten“ ein wichtiges und erhellendes Buch. Böhning-Gaese und Bauer sprechen nicht nur Biolog*innen an, sondern schreiben auch für fachfremde Leser*innen, die mehr über den Zustand unseres Planeten und die Zukunft unseres Ökosystems erfahren wollen. Eine eindrucksvolle Lektüre, die es schafft, ein Bewusstsein für die Dringlichkeit des Schutzes bedrohter Arten zu schaffen und einen mitnimmt auf eine Reise biologischer Verzahnungen.

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Karin Böhning-Gaese und Frederike Bauer beschreiben in ihrem Buch Von Verschwinden der Arten - Der Kampf um die Zukunft der Menschheit, wie sich das Artensterben auf das Klima und unser Leben auf diesem Planeten auswirkt.
Das Buch ist sehr interessant, da es sehr eindrücklich darlegt, wie viele Arten fast schon täglich aus aussterben und welche wichtige Funktion diese haben die unterschiedlichsten Ökosysteme im Gleichgewicht zu halten. Es wird auch wieder ganz deutlich, dass der Mensch das Problem ist und nur wir etwas gegen das Artensterben tun können.
Die beiden Autorinnen erfassen, welche fortschrittlichen menschlichen Errungenschaften im Nachhinein welche Auswirkung auf Vögel, Insekten etc. haben und appellieren daran nicht nur im Moment zu schauen sondern mit Weitsicht an bestimmte Projekte ran zugehen.
Viele Sachen, die zum Artensterben führen waren mir schon bekannt, allerdings musste ich beim Lesen feststellen, dass eben selbstverständliche Sachen auf lange Sicht gesehen die Artenvielfalt dezimieren.
Was mich bei dieser Art von Büchern immer wieder stört ist der anmahnende Ton, da ich glaube, dass die Menschen sich dadurch vor einem Umdenken verschließen. Mir ist bewusst, dass es ein sehr wichtiges Thema ist, dennoch sollte an der Sprache gearbeitet werden, damit man mehr Leute erreicht ohne das diese das Gefühl haben ausgeschimpft zu werden. Denn seinen wir mal ehrlich, wenn unsere Eltern mit uns geschimpft haben, dann haben wir doch erst recht das Gegenteil von dem gemacht, was sie eigentlich von uns wollten. Und das sollte eben bei so wichtigen Dingen nicht passieren.

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