HASS – Von der Macht eines widerständigen Gefühls

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Erscheinungstermin 21.03.2023 | Archivierungsdatum N/A
Verlagsgruppe HarperCollins, HarperCollins Klappenbroschur

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Zum Inhalt

Der Hass, dieses knirschende, zersetzende Gefühl, ist allgegenwärtig, brüllt von den Straßen oder flüstert in gutbürgerlicher Feindseligkeit. Er wächst in Parlamentsreden, Querköpfen und Kinderzimmern – und bestimmt nicht im Verborgenen, auch wenn viele ihn gerne dorthin verdammen würden.

Şeyda Kurt befreit den Hass aus der Verbannung und begibt sich auf die Spuren seines widerständigen Potenzials. Dabei interessieren sie vor allem die Menschen als Subjekte des Hasses in einer kapitalistischen, rassistischen und patriarchalen Welt. Wer sind diese Hassenden und aus welchen Machtverhältnissen kommen sie? Wer darf hassen? Welche Gefühle lähmen, welche weisen den Weg in eine gerechtere, zärtliche Gesellschaft?

Schonungslos, launig und jenseits selbstgerechter Entrüstung erkundet Şeyda Kurt einen dienlichen Hass, der Menschen in ihrem innersten Unbehagen abholt und uns hilft, uns in einem Ozean aus möglichen Reaktionen auf die Welt zurechtzufinden.

Der Hass, dieses knirschende, zersetzende Gefühl, ist allgegenwärtig, brüllt von den Straßen oder flüstert in gutbürgerlicher Feindseligkeit. Er wächst in Parlamentsreden, Querköpfen und...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Paperback
ISBN 9783365001585
PREIS 18,00 € (EUR)
SEITEN 208

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Nachdem 2021 ihr erstes Buch 'Radikale Zärtlichkeit' erschien, widmet sich Şeyda Kurt nun in einem gleichnamigen Essay dem Hass. Was auf den ersten Blick wie eine programmatische Kehrtwende aussieht, liest sich vielmehr wie ein Nachtrag zum Konzept der radikalen Zärtlichkeit. Ausgehend von der Frage, ob "wir auch Nazis gegenüber zärtlich sein müssen" – die Antwort ist nein – nähert sich Şeyda Kurt dem Gefühl, das gar nicht sein darf. Politiker:innen, Vertreter:innen der Kirche oder Schriftsteller:innen mahnen regelmäßig, Hass dürfe nicht mit Hass beantwortet werden. Şeyda Kurt trotzt diesen Mahnungen. Sie nimmt ihre metaphorischen Ausstechförmchen zur Hand und beginnt, den Hass, diesen unförmigen Klumpen Plätzchenteig, in greifbare Formen zu zerteilen.
Einen besonderen Platz auf dem Backblech hat Şeyda Kurt dem strategischen Hass reserviert. Diese "treibende Kraft für ein gemeinschaftliches Streben nach Veränderung" ist der Hass, mit dem marginalisierte Personen auf der ganzen Welt ihren Unterdrücker:innen die Stirn bieten. Kurt zeichnet eindrucksvolle Porträts dieser Unterdrückten, unter anderem der kurdischen Widerstandskämpferin Sakine Cansız oder Luisa Toledo Sepúlveda, die ihr Leben lang Proteste gegen Pinochets Militärdiktatur in Chile entfachte. Diese Schnappschüsse verwebt Kurt mit autobiographischen Einschüben und Fragmenten aus Maxim Gorkis 'Drei Menschen' zu einem Geflecht des Hasses. Dieses Geflecht wuchert jedoch nicht wie ein Geschwür des Hasses unkontrolliert und zerstörerisch, sondern gedeiht zielgerichtet und getrieben von der Hoffnung auf eine Welt ohne kapitalistische, rassistische oder patriarchale Unterdrückung.
Şeyda Kurts Essay löst Wut und Optimismus zugleich aus. Wut auf unterdrückerische Systeme; Optimus, dass wir diese überwinden können, wenn wir unseren Hass kanalisieren. Hass ist nicht nur widerständig, sondern auch widersprüchlich. Auf den gut 200 Seiten werden mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. 'Hass' ist ein Anstoß, eine Ermutigung mithilfe des verbotenen Gefühls Utopien zu bauen.

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Inhalt: Der Hass, dieses knirschende, zersetzende Gefühl, ist allgegenwärtig, brüllt von den Straßen oder flüstert in gutbürgerlicher Feindseligkeit. Er wächst in Parlamentsreden, Querköpfen und Kinderzimmern – und bestimmt nicht im Verborgenen, auch wenn viele ihn gerne dorthin verdammen würden.

Şeyda Kurt befreit den Hass aus der Verbannung und begibt sich auf die Spuren seines widerständigen Potenzials. Dabei interessieren sie vor allem die Menschen als Subjekte des Hasses in einer kapitalistischen, rassistischen und patriarchalen Welt. Wer sind diese Hassenden und aus welchen Machtverhältnissen kommen sie? Wer darf hassen? Welche Gefühle lähmen, welche weisen den Weg in eine gerechtere, zärtliche Gesellschaft?

Schonungslos, launig und jenseits selbstgerechter Entrüstung erkundet Şeyda Kurt einen dienlichen Hass, der Menschen in ihrem innersten Unbehagen abholt und uns hilft, uns in einem Ozean aus möglichen Reaktionen auf die Welt zurechtzufinden.

Derzeit befasse ich mich sehr, sehr viel mit Thematiken dieser Art. Und ich muss sagen, dass es mir richtig gut tut und sich meine Lebenseinstellung von Grund auf gebessert hat. Nicht nur ich nehme diese Veränderung wahr, sondern auch Menschen aus meinem Umfeld haben mich darauf angesprochen, obwohl ich nichts dergleichen vorher erwähnt hatte.

Auch dieses Buch passt sehr gut in mein derzeitiges Lebenskonzept. Es ist sehr interessant geschrieben und absolut verständlich. Kaum begonnen, konnte ich es einfach nicht mehr aus den Händen legen. Es war sehr spannend und hat mich von der ersten Seite an gefesselt.
Alles in allem eine wirklich tolle Leseempfehlung für alle, die etwas ändern möchten oder es schon getan haben! Klare Kauf- und Leseempfehlung meinerseits.

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