Die Spur der Luchse

Ein Fall für Ingrid Nyström und Stina Forss

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Erscheinungstermin 06.10.2022 | Archivierungsdatum 01.04.2023

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Zum Inhalt

Vier Jugendliche, die im Wald verschwinden. Ein altes Verbrechen. Ein mystischer Runenstein auf einer Eichenlichtung und ein politisch umkämpftes Naturreservat.

Indian Summer im Småland. Kurz bevor ein lang erwartetes Gerichtsurteil über die Zukunft eines riesigen Naturschutzgebiets entscheidet, erreichen die Proteste gegen eine Rodung des Walds ihren Höhepunkt. In der politisch hochaufgeladenen Situation meldet eine verzweifelte Lehrerin die jugendlichen Teilnehmer einer Schulexkursion in ebenjenem unzugänglichen Waldgebiet als vermisst. Eine großangelegte Suchaktion beginnt und als schließlich ein schwer traumatisiertes Mädchen aufgefunden wird, nehmen auch die Kommissarinnen Ingrid Nyström und Stina Forss die Untersuchungen auf. Während das Wetter umschlägt, beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit und die beiden Ermittlerinnen geraten in einen Strudel aus brutalen Verbrechen, heftigen politischen Auseinandersetzungen und alten Geheimnissen. Vor dem Hintergrund aktuellster gesellschaftlicher Konflikte erzählen die Autoren einen atemlosen, skandinavisch-düsteren Thriller der Extraklasse.

Vier Jugendliche, die im Wald verschwinden. Ein altes Verbrechen. Ein mystischer Runenstein auf einer Eichenlichtung und ein politisch umkämpftes Naturreservat.

Indian Summer im Småland. Kurz bevor...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462002904
PREIS 13,00 € (EUR)
SEITEN 448

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Diese Serie hat es mir auf jeder Ebene angetan:
Die Charaktere sind top, nahbar und sehr menschlich und der Schreibstil der Autoren ist für mein Empfinden mega --- schwedisch halt.
Bis auf eine einzige Ausnahme haben mich alle Bücher gefangen und enorm gut unterhalten.

Ich war von Anfang an sehr gespannt, wie die Autoren die Serie weiterführen. Die Hauptneugier lag selbstverständlich darauf, wie Stina zurückkommt (beim letzten Buch war es ja mehr ein „nebeneinander ermitteln, ohne etwas voneinander zu wissen“) und ob sie überhaupt zurückkommt oder das Schema des vorletzten Buches weitergeführt wird. Für mich ist die Zusammenführung diesmal 100% besser gelungen als beim letzten Mal. Daumen hoch dafür.

Wie immer war es zu Anfang verwirrend. Der Prolog, die kursiv gedruckten Abschnitte und die aktuellen Geschehnisse kann ich auch nach 1/4 noch nicht richtig in Einklang bringen, was natürlich die Spannung sehr erhöht hat. Wobei es beim Prolog am extremsten war, denn die kursiven Abschnitte konnte ich in gewisser Weise den aktuellen Geschehnissen zuordnen, aber der Grund für genau dieses Vorgehen und genau diese Opfer hat sich mir sehr lange nicht erschlossen und genau das hat mir richtig gut gefallen.

Im Laufe des Buches wurden dann so nach und nach die Zeitspannen zwischen dem Prolog, den kursiven Abschnitten und der Gegenwart aufgelöst, aber erst kurz vor der Hälfte des Buches begann ich den Grund zu erahnen, ausgelöst durch ein kleines Pronomen. Dachte ich zumindest ☺

Ganz großes Kino für Leser, die mitraten wollen und ganz tief in ein Buch einsinken können.

Besonders gelungen fand ich den Epilog, der sich nicht nur auf den Fall bezog, sondern jedem der Charaktere ist ein eigenes, kleines Kapitel gewidmet worden. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, denn ich bin der festen Überzeugung, dass Stina „so richtig“ zurückkommen wird.

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Wie gewünscht werde ich diese Rezession erst frühestens am 04.10.2022 streuen

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Um die Abholzung eines Waldes und vier verschwundene Jugendliche geht es im aktuellen Fall der schwedischen Kommissarinnen Ingrid Nyström und Stina Forss.

Kommissarin Nyström ist von ihrem Chef dazu verdonnert worden, als Teil einer überregionalen Gruppe mit Waldbesetzern zu verhandeln. Sie protestieren gegen die geplante Abholzung eines großen Waldbereiches, der Fall wird gerade vor Gericht verhandelt und das Urteil steht bevor. Da jedermann vermutet, dass nicht zugunsten des Waldes, sondern der Wirtschaft entschieden wird, werden gewalttätige Ausschreitungen befürchtet. Doch bevor es so weit ist, möchte Nyström noch mit einer kleinen Gruppe von Gegnern sprechen, die sich abseits des Camps eingerichtet haben. Sie nennen sich „Luchse“ und gelten als besonders gewaltbereit. Doch als Nyström den Platz an einer alten Kultstätte überqueren will, stürzt sie in eine Grube.
Sie findet sich im Krankenhaus wieder. Und zu allem Überfluss eröffnet ihr Chef ihr, dass ihr Unfall zu einem politischen Fall aufgebauscht werden soll. Da nicht Nyström selber die Ermittlungen vornehmen soll, erreicht sie immerhin, dass die ehemalige Kollegin Stina Forss, die jetzt bei einer überregionalen Einheit in Stockholm arbeitet, diesen „Fall“ übernehmen soll. Forss ist nicht begeistert, hat aber keine Wahl. Immerhin sind die beiden Kommissarinnen sich einig, dass die Grube kein versuchter Anschlag der „Luchse“ war.
Viel dringender wird dann aber etwas ganz anderes: Eine Lehrerin eines nahen Internats meldet vier Schüler und einen Lehrer vermisst, mit denen sie in demselben Wald auf einer Exkursion war. Es sollte in Zelten übernachtet werden und am nächsten Morgen waren alle verschwunden. Die Schülerinnen und Schüler gehörten einer besonderen Lerngruppe an, alle hatten Schwierigkeiten mit dem normalen Schulalltag oder gravierende persönliche Probleme. Eine der verschwundenen Schülerinnen ist auch noch die Tochter eines bekannten rechten Politikers, was den Fall zusätzlich brisant macht. Dass Nyström sich dabei nicht auf ihre Krankschreibung beruft, sondern sich mit Medikamenten halbwegs fit macht, versteht sich von selbst.
Dann bedroht auch noch ein Waldbrand das Gebiet, in dem mit einem Großaufgebot nach den Jugendlichen gesucht wird, und Stina Forss stößt auf eine der Schülerinnen, die aber zu verstört ist, um irgendwelche Informationen weiterzugeben.
Die Luchse hinterlassen eigentlich nur eine schwache Spur im Wald und in diesem Fall, aber dafür gibt es jede Menge Spannung und Atmosphäre rund um den Runenstein mitten im düsteren Wald. Auch dieser Fall landet wieder ganz weit oben auf meiner persönlichen Bestenliste der Krimis!

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Mittlerweile ist die Reihe um die Kommissarinnen Ingrid Nyström und Stina Forss schon 10 Folgen „alt“ – zeigen sich da zwischenzeitlich Alterserscheinungen?

Als in einem Waldstück, über dessen Erhalt in nicht ferner Zeit ein Gerichtsurteil entscheiden soll und dessentwegen sich Protest formierte, vier Schüler vermisst gemeldet werden, beginnt zunächst eine großflächige Suche. Immerhin wird ein Mädchen gefunden – Julia, traumatisiert; die beiden Jungs tot, ein weiteres Mädchen bleibt verschwunden, ihr Betreuer im Koma und noch eine Leiche ... Wer ist dafür verantwortlich, hängen die Fälle zusammen? Zeit, für Nyström und Forss, Ermittlungen einzuleiten und als das Herbstwetter schlechter wird, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit …

Mehr sei von der Handlung gar nicht verraten – vielleicht nur noch, dass man den Fall unabhängig von den Vorgängern lesen kann, wenngleich man dann Bezüge zu früheren Bänden schwer einordnen können wird. Zwischenzeitlich fühlte ich mich an „Blair Witch Project“, Fridays for Future und diverse Klimathriller erinnert. Dennoch ist das alles rund. Denn die politische Handlung um die Proteste zur Erhaltung eines Naturschutzgebietes bietet einen guten Rahmen für die eigentliche Krimihandlung. Klar ist damit, dass es um Auseinandersetzungen zwischen Umweltschützern, wirtschaftlichen Interessen, Naturschützern geht, dass dazu eine Art mystischer Hintergrund durch einen mit Runen bedeckten Felsen dazukommt, dient der Ausschmückung und Streuung weiterer Verdachtsmomente. Das Setting im Herbst vermittelt eine leicht düstere Atmosphäre, auch ein wenig die von Abschied, was beim Kampf um den Erhalt eines Waldes gut passt. Der Fall ist ausreichend komplex, um zu rätseln zu beginnen, wie die Fälle zusammenhängen könnten, nicht gar so skandinavisch blutig und durch gesellschaftspolitische Bezüge auch ziemlich aktuell. Keine Alterserscheinungen also, sondern einmal mehr gute Krimiunterhaltung!

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Dies ist der zehnte Fall für die Kommissarinnen Ingrid Nyström und Stina Forss. Das Cover vermittelt, dass ein düsteres Kapitel in dieser Geschichte behandelt wird. Eine Lehrerin meldet vier ihrer Schüler als vermisst. Sie waren in einem schwer zugänglichen Waldstück gewesen in Småland. Es beginnt eine gross angelegte Suchaktion. Bei dieser wird, wie man lesen kann, ein verstörtes und traumatisiertes Mädchen gefunden. Nyströmv war in diesem Gebiet verunglückt. War es eine tat der Naturschützer, die sich die Wilden Luchse nennen? Bei ihren Recherchen geraten die beiden Ermittlerinnen in einen Strudel von Verbrechen, politischen Auseinandersetzungen und vielen alten Geheimnissen. Dies alles passiert vor dem Verkünden eines Gerichtsurteiles, welches ein riesiges Naturschutzgebiet betrifft. Erneut ist das Lesen von Beginn an sehr spannend gestaltet. Meine Meinung zu diesem Buch fällt so aus, grandios und sehr düsterer Thriller über ein brisantes Thema in der heutigen Zeit. Das Lesen lohnt sich sehr.

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Das Jubiläum

Der zehnte Fall für die schwedischen Kommissarinnen Ingrid Nyström und Stina Forss, „Die Spur der Luchse“, auch er überzeugt.
In einem unzugänglichen Waldgebiet in Småland meldet eine Lehrerin vier ihrer Schüler als vermisst. Kurz zuvor war Nyström bei einem Einsatz in diesem Gebiet verunglückt. Die Tat von Naturschützern, die sich die Wilden Luchse nennen? Ihr Chef stuft den Vorfall als Anschlag ein. Stina Forss, die inzwischen in Stockholm als Ermittlerin der Mordabteilung der Operativen Einheiten tätig ist, soll in diesem Fall ermitteln, während Nyström und ihr Team sich um den Vermisstenfall kümmern.
Kurz darauf wird die 17-jährige Julia traumatisiert aufgefunden. Viktor und Emil sind tot. Sie wurden brutal ermordet, ihr Betreuer liegt schwer verletzt im Koma. Mathilda, das zweite Mädchen, bleibt verschollen. Als wäre das nicht schon genug, wird eine weitere Leiche in einem ausgebrannten Wagen entdeckt. Gibt es einen Zusammenhang? Was war geschehen?
Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson haben ihren Krimi packend inszeniert. Ab und zu sind Abschnitte in Kursivschrift eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen. Immer wieder finden sich Bezüge zu den Vorgängern. Das macht Lust auf mehr für die, die die ersten Bände (noch) nicht kennen.
„Die Spur der Luchse“ ist ein Buch über ein wichtiges Thema. Auch mit Gesellschaftskritik sparen die Autoren nicht. Und freue ich mich schon auf den nächsten Einsatz von Nyström & Forss.

Fazit: Fall Nr. 10 für Ingrid Nyström und Stina Forss. Schwedisch, düster, spannend.

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Ambitionierter Krimi zwischen der Suche nach vermissten Teenagern und Coming-of-Age Drama

Im Lodjurskogen verschwindet eine Gruppe vom renommierten Internat auf Evedal. Zwei Lehrer und vier Schüler waren in diesem Wald für eine zweitägige Exkursion unterwegs. Auf dieser wollten sie fächerübergreifend zum einen die Mottenpopulation von Laub- und Nadelholzhabitaten vergleichen und zum anderen einige Szenen aus der Dreigroschenoper im Rahmen eines Waldtheaters aufführen. Doch nachdem die begleitende Biologielehrerin an die zwanzig Stunden weggetreten war, ist der Rest der Gruppe unauffindbar. Weder in der Schule noch die Familien der Vermissten haben etwas von ihnen gehört. Eine fieberhafte Suche beginnt im Wald. Geleitet wird die Ermittlung von Ingrid Nyström, die sich nach der so unglücklich verlaufenen Gefährderansprache mit der Aktivistengruppe der Wilden Luchse eigentlich von ihren Verletzungen im Krankenhaus erholen sollte.

Die Spur der Luchse ist der bereits zehnte Fall für Nyström und Forss. Obwohl dies das erste Buch der Reihe ist, das ich gelesen habe, habe ich auch ohne Kenntnis der anderen Bände gut in diesen Krimi reingefunden. Denn die Autoren lassen gerade zu Beginn relevante Informationen der Vorgänger Bände wiederholt mit einfließen, um mich die Mitglieder des Teams besser kennenlernen und deren durch vergangene Ereignisse begründete Beziehungen verstehen zu lassen.
Das in der schief gegangenen Gefährderansprache mit der Aktivistengruppe sowie im rätselhaften Vermisstenfall ermittelnde Team besteht neben Hauptkommissarin Nyström und Hauptkommissarin Forss aus Computerass Hugo Delgado, Lasse Knutsson und der jungen Sara Hjalmarsson. Nyström ist die eigentlich so patente wie erfahrene Leiterin des Teams. In diesem Krimi ist sie jedoch durch die Verletzungen, die sie sich beim Sturz in eine im Luchswald ausgehobene, versteckte Grube zugezogen hat, stark eingeschränkt. Davon sollte sich Nyström auskurieren, doch um ihrer Arbeit nachgehen zu können, wozu sie die sich gerade im ersten Drittel des Romans dramatisch überschlagenden Ereignisse zwingen, ist sie auf starke Schmerzmittel angewiesen.
Stina Forss, die mittlerweile für die Polizei in Stockholm tätig ist, ermittelt dort gerade in einer brutalen Vergewaltigungsserie, als sie der Anruf erreicht, dass sie im versuchten Mordanschlag auf Nyström in Växjö ermitteln soll. Denn Nyströms geplantes Aufeinandertreffen mit der Aktivistengruppe der Wilden Luchse, was unsanft durch ihren Sturz in eine flache Grube gebremst wurde, soll dazu aufgebauscht werden. Hugo Delgado, der über eine Zusatzqualifikation in Datenforensik verfügt, liebt die Analysen der Ergebnisse etwa der Spurensicherung so sehr wie das Aufziehen seines gutmütigen und bodenständigen Kollegen Lasse. Sara ist der Neuzugang, der vor einem Jahr direkt von der Polizeihochschule ins Team gewechselt ist. Auch ist Sara die Freundin von Nyströms Tochter, die mit dieser privat-beruflichen Verbindung nicht gut umzugehen weiß.

Abwechslungsreich wird die Spur der Luchse aus verschiedenen Perspektiven geschildert, die die Gedankengänge der einzelnen Mitglieder des ermittelnden Teams und zusätzlich die eines für lange Zeit namenlosen und somit unbekannten Schülers des Internats auf Evedal umfassen. Das erste Drittel dieses Krimis ist rasant erzählt. Das Tempo ist schnell und auch die Spannung ist aufgrund der unerwarteten Wendungen und neuen Enthüllungen, die in rascher Taktung auftreten, hoch. Denn zu Beginn werden die Vermissten nach und nach aufgefunden. Dabei konnten mich die Fundorte überraschen und auch, wer noch am Leben ist bzw. wer auf welche Weise ermordet worden ist. Indem die Autoren sich in diesem Teil des Krimis darauf konzentriert haben, der Arbeit der Polizisten zu folgen, hat deren Privatleben keinen allzu großen Raum eingenommen. Das hat mir gefallen, da dies sonst das hohe Erzähltempo nur in unnötiger Weise ausgebremst hätte. Und der rätselhafte Fall, in dem kein Stück zum anderen passen will, ist weit fesselnder gewesen.
Nebenher sprechen die Autoren eine Vielzahl sozial relevanter Themen an. So erfolgt etwa die Auseinandersetzung mit einem Gerichtsverfahren, das darüber entscheidet, ob die wirtschaftliche Nutzung eines Naturschutzgebiets erlaubt wird, wenn eine Bahntrasse dadurch gebaut werden darf. Diese soll den Verzicht auf Inlandsflüge in Schweden ermöglichen, zerstört aber Teile des ursprünglichen Waldes und wird wohl die dort lebende Luchspopulation, die dem Lodjurskogen (Luchswald) seinen Namen gibt, vertreiben. Und die vermissten Teenager, die die Außenseitergruppe auf dem Internat bilden, sind von verschiedenen Problemen belastet. Die Kinder, die von ihren erfolgreichen Eltern aufs Internat abgeschoben wurden, da sie selbst keine Zeit für sie haben, quälen sich mit Lernschwierigkeiten, ADHS, Bulimie, Selbsthass und Autismus. Zudem sind sie Opfer von Ausgrenzung und Mobbing.

Wenn die Ermittlungen in der zweiten Hälfte dieses Krimis dann ins Stocken geraten, hatte der schon die ein oder andere Länge für mich. Denn der Wald wird zwar weiter durchsucht, ohne dass dies aber neue Erkenntnisse liefern würde, und die Mitglieder des ermittelnden Teams gehen zwar verschiedenen Spuren nach, die aber nicht zum Ziel zu führen scheinen. Dabei ist oft unklar, ob die Hinweise, die sie verfolgen, überhaupt mit dem aktuellen Fall zusammenhängen, da in diesem einfach nichts zusammenpassen will.
Das Buch habe ich letztlich ein wenig so wie diesen Fall empfunden. Denn dies fügt sich für mich leider nicht zu einem stimmigen Ganzen und so entsteht der Eindruck, dass die Autoren zu viel auf einmal gewollt haben. Denn der Krimi mäandert zwischen einem rätselhaften Fall und einem Coming-of-Age-Drama. Die Drama-Teile nehmen aber leider das Tempo aus dem anfangs so rasant erzählten Fall heraus, der in der stetigen Erweiterung um gänzlich unerwartete Komponenten immer vertrackter wurde und so das Spannungslevel hoch gehalten hat. Im Coming-of-Age-Drama bin ich zwar einerseits den Gedankengängen und dem Leid des für lange Zeit unbekannten Internatsschülers nah gewesen. Andererseits haben die Autoren bis zum Schluss wesentliche Informationen zurückgehalten, um die Identität dieses Schülers erst dann in einem zentralen Twist zu enthüllen. Für den Überraschungseffekt mag das gut gewesen sein, doch die Intensität des Dramas hat für mich darunter gelitten. Da sind Krimi und Drama nicht Hand in Hand gegangen, sondern haben einander behindert. Das Drama hätte vermutlich auch eine größere Wucht entfalten können, wenn die Ereignisse zudem aus Sicht der Eltern dieses Teenagers geschildert worden wären.

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Wieder sehr spannend, leider muss man die Vorgänger gelesen haben, um die Dynamik unter den Ermittlern zu verstehen. Aktuelles Thema Transidentität allgegenwärtig, auch hier.

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Bei einem Naturkundeausflug eines Internats verschwinden 4 Schüler und ein Lehrer. Ingrid Nyström, wegen eines vorhergehenden Unfalls nicht voll einsetzbar, und Stina Forss sind an der Suche beteiligt. Als eine Leiche gefunden wird, gerät der Vermisstenfall mehr und mehr zu einem Politikum. Denn eine der verschwundenen Schüler ist die Tochter eines Politikers.
Bereits zum 10. Mal ermittle ich mit den beiden Kommissarinnen und freue mich jedes Mal über einen neuen Fall.
Der Einstieg fiel mir dieses Mal leider etwas schwer. Das lag daran, dass es für mich die Geschichte mit den Waldgegnern nicht gebraucht hätte. Die lenkt nur vom eigentlichen Fall ab.
Und der hat es tatsächlich in sich. Vor allem die kursiv geschriebenen Absätze am Ende der Kapitel aus der Sicht eines Unbekannten, der sich selbst als Monster sieht. Da geht dann das Kopfkino an und man überlegt, was denn so schlimm sein könnte. Eine Verunstaltung? Übergewicht? Hier haben die Autorinnen noch einige Überraschungen parat.
Ganz einfach ist der Fall nämlich nicht zu lösen. Den Ermittlerinnen fehlen die Zusammenhänge und so gerät die Suche etwas ausladend und tritt ein wenig auf der Stelle. Aber dann kam für mich der „Point of no return“ mit dem Fund eines Autos im Wald und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es immer spannender wurde und die Aufklärung auch sehr erstaunlich war.
Fazit: Das Buch hat wieder sehr gut unterhalten, wenn es mir auch am Anfang etwas schwer in die Gänge kam.

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Roman Voosen & Kerstin Signe Danielsson – Die Spur der Luchse (Ingrid Nyström & Stina Forss 10)

Als vier Jugendliche während einer Schulexkursion in einem Waldstück nahe Växjo verschwinden, startet sogleich groß angelegten Suchaktion. Nur eins der beiden Mädchen schwer traumatisiert wiedergefunden, das zweite bleibt spurlos verschwunden. Beide Jungen werden tot aufgefunden. Ingrid Nyström und Stina Forss nehmen sogleich die Ermittlungen auf. Doch nicht nur der plötzliche Wetterumschwung bereitet den Ermittlerinnen Schwierigkeiten, auch politische Auseinandersetzungen und alte Geheimnisse erschweren die Untersuchung….

Bei dem Kriminalroman „Die Spur der Luchse“ handelt es sich um den 10. Band der Reihe um das sympathische Ermittlerduo Ingrid Nyström und Stina Forss der Autoren Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson.
Die Geschichte, die gewohnt angenehm ruhig erzählt ist, zieht den Leser gleich zu Beginn in ihren Bann. Beinahe atemlos begleitet man Ingrid und Stina bei ihrem Wettlauf gegen die Zeit und schaut ihnen beim Ermitteln über die Schulter. Thematisch ist die Geschichte wieder sehr komplex gestaltet, wobei die stets guten Beschreibungen der Gegebenheiten gleich die passenden Bilder zum gelesenen entstehen lassen. Die typisch düstere Stimmung zieht sich wieder wie ein roter Faden durch die Erzählung und sorgt mehr als einmal für einen angenehmen Schauer. Für mich wieder eine absolut gelungene Fortsetzung der Reihe, die hoffentlich noch ewig weiter geht. Uneingeschränkte Leseempfehlung!

Einen herzlichen Dank an den KiWi-Verlag und NetGalley für das Leseexemplar!

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> Handlung
Der Bau einer Bahntrasse spaltet die Gesellschaft: Die einen Bürger sind dafür, dass das Streckennetz ausgebaut wird und die anderen sind dagegen, da beim Bau ein wertvoller Wald für die Artenvielfalt gerodet werden müsste.
Ingrid Nyström ist gerade zu Fuß auf dem Weg in ein Camp, in dem sich besonders ehrgeizige Waldbeschützer versammelt haben, als sie in eine von Hand ausgehobene Grube stürzt. Dieser Vorfall wird schnell zum Politikum und als Mordversuch an einer Polizistin gewertet. Zur Aufklärung des Falls wird Stina Forss zurückgeholt.
Als kurze Zeit später einige Jugendliche und ihr Lehrer bei einer Schulexkursion im gleichen Wald nicht mehr zurückkehren, wird der Wald zur Gegenstand einer großen Suchaktion, die noch so einiges zu Tage führen wird.

> Charaktere
Ingrid Nyströms Team umfasst Hugo Delgado, Lars Knutsson und die Sara Hjalmarson. Stina Forss gehört nicht länger zum Team, da sie nach dem letzten Fall in die Großstadt gewechselt ist. Für diesen Fall wird sie allerdings zurückgeholt, um als unabhängige Ermittlerin den Mordanschlag an Ingrid Nyström aufzuklären.
Ich mag es sehr, dass die Autoren allen handelnden Personen ein lebendiges Privatleben geben. Ich persönlich mag die relativ neue Person Sara Hjalmarson sehr gerne und finde den inneren Konflikt zwischen Mitarbeiterin von Ingrid Nyström und Partnerin von Ingrid Nyströms Tochter zu sein, sehr interessant.

> Leseerfahrung
Voosen und Danielsson sind in meinen Augen ein geniales Schreib-Duo. Ihre Geschichten sind spannend, geschickt konstruiert und nie enttäuschend. Die Themen der Kriminalfälle sind gut gewählt und ich fand bei diesem Buch besonders die Kulisse des Waldes besonders und sehr stimmungsvoll. Sie haben auch wieder einige sprachliche Spielchen mit dem Leser getrieben, sodass man erst spät au die richtige Spur kommt. Alle Handlungsstränge werden schlüssig miteinander verknüpft und es bleiben keine unbeantworteten Fragen.
Die Handlung der Geschichte wird in diesem Band abgeschlossen. Für größtes Lesevergnügen empfiehlt es sich, die Vorgänger-Bücher zu lesen. Es lohnt sich!

> Fazit
Große Spannung für alle Skandinavien-Krimi-Liebhaber!

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Auch dieses Buch "Die Spur der Luchse" konnte mich wieder total begeistern.
Ich habe bisher echt noch keine schwedische Thrillerreihe gefunden, die das schafft, denn meistens ist mir der Schreibstil der Schweden einfach zu - sagen wir mal unterkühlt.

Ich war gleich ab der 1. Seite an wieder total gefesselt, auch wenn ich das Buch wieder erst ein paar Seiten sacken lassen musste. Ich habe nicht gleich verstanden, wem ich da am Anfang folge - wer das Buch liest, wird wissen, was ich meine. Aber nach und nach kam ich mehr ins Buch rein und die Autoren haben so eine fesselnde Art zu schreiben, dass ich einfach wissen wollte, wie es weiter geht.
Und spannend ist der Fall natürlich! Die Autoren verweben geschickt unterschiedliche Erzähler und Zeitebenen und so manches Mal war ich wirklich am rätseln.
Auch die menschliche Dynamik zwischen Ingrid und ihrem Team ist interessant - alle, ausser Sara sind ja mit Stina quasi durch ihre Vergangenheit oder auch ein Geheimnis miteinander verbunden. Ich mag Stina echt sehr, auch wenn diese selten mal jemanden so richtig an sich heran lässt und natürlich sehr wie die einsame Wölfin herüber kommt, aber dieser Typ Frau ist Ingrid ja irgendwie trotz ihrer Familie für mich auch. Vielleicht können die beiden auch deshalb nicht richtig miteinander, aber auch nicht wirklich ohne einander.

Ich freue mich darüber mehr über die Truppe zu lesen :).

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Vier Jugendliche und zwei Lehrer auf Exkursion im Wald. Nach dem ersten Abend erwacht eine Lehrerin erst am Ende des folgenden Tages in einem leeren Lager. Keine Spur von den anderen. Der Anfang ist schon sehr vielversprechend und dann wird es immer besser. Natürlich gibt es auch wieder ein aktuelles politisches Thema, hier die geplante Abholzung des Naturschutzgebietes Lodjurskogen, welches hervorragend mit den anderen Ereignissen verwoben wird. Ingrid Nyström holt Stina Forss aus Stockholm und das alte Team ist wieder fast vollzählig. Alle laufen zur Höchstform auf und tragen ihren jeweiligen Anteil zu den Ermittlungen bei. Ein intelligenter und höchst spannender Ermittlerkrimi, mit tollen, authentischen Charakteren. Das Autorenduo Voosen/ Danielsson hat sich selbst übertroffen.

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Durchhalten lohnt sich

„Die Spur der Luchse“ ist bereits der zehnte Fall für das ungleiche Ermittlerpaar Ingrid Nyström und Stina Forss. Obwohl die beiden schon seit dem letzten Band kaum mehr gemeinsam ermitteln, führt dieser Fall sie wieder zusammen. Ein großes Naturschutzgebiet in Småland soll einer Bahnstrecke weichen. Dies stößt natürlich auf Widerstand durch Umweltaktivisten unter anderem einer Gruppe, genannt „die Luchse“. Während eines Einsatzes im Schutzgebiet verletzt Ingrid sich schwer. Ihr Chef legt die Angelegenheit sofort als einen Anschlag aus und liefert damit einen Grund, um Stina von der operativen Einheit aus Stockholm nach Småland abzuberufen.
Zur gleichen Zeit meldet eine Lehrerin in demselben Wald vier Schüler als vermisst. Eine 17jährige wird traumatisiert aufgefunden, zwei der Schüler wurden getötet, von der zweiten Schülerin fehlt jede Spur.
Was sich zunächst fast nach einem Öko-Krimi anhört, entwickelt sich dann ganz anders. Die Luchse werden nur noch zur Randnotiz, denn tatsächlich geht es um die kleine Lehrer-Schüler-Gruppe und die Geschehnisse im Wald.
Obwohl ich fast alle Bände gelesen hatte und mit den Figuren vertraut bin, fiel es mir dieses Mal schwer in das Buch hineinzukommen. Es waren einfach zu viele Informationen am Anfang, die man bekommt und dazu kein Plan, wie alles zusammenhängen könnte. Ein Prolog, der sich ebenso wenig ins Bild fügt, insgesamt also alles sehr rätselhaft. Erst nach und nach formt sich das ganze Bild, von der Lösung ist man aber immer noch meilenweit entfernt, ebenso wie das ermittelnde Polizeiteam. Somit kann das Buch wenigstens mit einer überraschenden Auflösung punkten. Diese wirkte zwar etwas konstruiert, war aber insgesamt zufriedenstellend.
Auch wenn es bereits der zehnte Fall ist, so lassen sich die Bände unabhängig von einander lesen. Das Ermittlerteam ist fast immer dasselbe, nur manche Charaktere sind im Laufe der Jahre dazugekommen bzw. rausgeschrieben worden. Bei den verbliebenen Figuren ist es natürlich spannend zu beobachten, wie sie sich entwickeln.
Insgesamt war das Buch spannend und unterhaltsam geschrieben, nur den Anfang war dieses Mal nicht so gelungen, da einfach zu viele Informationen gegeben wurden, die in keinem Zusammenhang standen. Durchhalten lohnt sich also auf jeden Fall!

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Ein Wald droht abgeholzt zu werden und zahlreiche junge Erwachsene protestieren dagegen. Ein Urteil steht noch aus. Kurz vor der Verhandlung werden Schüler vermisst.. Eine Schülerin wird später traumatisiert gefunden ebenso ein wenig später ein Betreuer. Eine weitere Schülerin wird nicht gefunden und zwei Jungs sind tot. Dazu kommt noch eine Leiche. Ob es Zusammenhänge gibt und was der Protest damit zu tun haben könnte, ermittelt Nyström und Fors in ihrem 10. Fall.

Für mich war es der Krimi von Danielsson. Ein sehr skandinavisch-düsterer Krimi, der allerdings auch mit ungeahnten Tiefen aufwartet und sehr spannend zu lesen war. Man kann miträtseln, wird in Sackgassen gelockt und so langsam finden die einzelnen Fäden zusammen. Gesellschaftliche Themen der Gegenwart werden aufgegriffen und mit der Fantasie verquickt.

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Spannender zehnter Fall für Nyström und Forss

Ingrid Nyström und Stina Forss untersuchen in diesem Band gemeinsam mit ihrem starken Team das Verschwinden von vier Jugendlichen und einem Lehrer. Diese werden seit einer Schulexkursion im Wald vermisst, von der nur eine Lehrerin zurückgekehrt ist. Etliche Freiwillige durchkämmen das Waldgebiet und als die Hoffnung schon zu schwinden droht, wird eines der vermissten Mädchen schwer traumatisiert aufgefunden. Je tiefer die Kommissarinnen graben, desto mehr Geheimnisse bringen sie ans Licht.

Das Cover passt gut zur restlichen Reihe, das pro Buch wechselnde Insekt auf blauem Hintergrund hat einen hohen Wiedererkennungswert. Auch der neblige Wald und das Lagerfeuer sind stimmig mit der Geschichte und vermitteln eine düstere Stimmung.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und die Geschichte beginnt mit einem überzeugenden Prolog, der neugierig macht, wie wohl alles mit dem Rest der Geschichte zusammenhängt. Die verschiedenen Perspektiven ermöglichen dem Leser einen größeren Lesespaß, wobei die Identität eines der Erzählenden erst im Laufe der Geschichte enthüllt wird. Das war mein viertes Buch aus dieser Reihe, weil ich nicht warten konnte und ein paar übersprungen habe. Das war jedoch kein Problem, ich konnte der Handlung trotz einiger Wissenslücken gut folgen und werde die fehlenden Bücher auf jeden Fall noch lesen. Die Spannung wird gekonnt aufgebaut und auch aktuelle Themen wie Umweltschutz werden behandelt. Die Auflösung ist nicht nur überzeugend, sondern hält auch einige Überraschungen für uns Leser bereit.

Ich freue mich schon auf die anderen Fälle und gebe 4 Sterne.

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Ein bezaubernder Spätsommer in Småland: Die Temperaturen sind außergewöhnlich mild, die Bäume leuchten in den prächtigsten Farben, die Idylle könnte größer nicht sein, wenn – ja, wenn der verzaubert anmutende Wald nicht Schauplatz einer großangelegten Protestaktion wäre. Junge Aktivisten protestieren gegen die mögliche Rodung des Naturschutzgebiets, die Lage ist nicht nur angespannt, sondern geradezu explosiv.

In dieser politisch aufgeladenen Situation erreicht die Polizei Växjö ein dramatischer Notruf: Eine Lehrerin des nahegelegenen exklusiven Internats meldet einen Kollegen und vier Schüler*innen als vermisst; alle verschwanden spurlos während einer Exkursion in eben diesem Wald. Bei der fieberhaften Suche stößt man auf eine der Schülerinnen, nicht ansprechbar und offenbar schwer traumatisiert. Bei diesem einen Fund soll es nicht bleiben …

Vor genau einem Jahr habe ich den Vorgängerband „Roter Raum“ der Schwedenkrimi-Reihe um die Kommissarinnen Ingrid Nyström und Stina Forss gelesen. Schon da faszinierten mich die bestrickende Atmosphäre und die Vielschichtigkeit des Romans. Dieser Band steht seinem Vorgänger in nichts nach: Der Fall nimmt sowohl in menschlicher als auch in gesellschaftlich-politischer Hinsicht ungeahnte Dimensionen an; desgleichen wird den beiden Protagonistinnen erneut der nötige Raum für ihre unterschiedlichen Charaktere, ihre Stärken und vor allem auch Schwächen geboten, was den Hauptfiguren eine unverwechselbare Tiefe verleiht. Überdies gelingt dem Autorenduo erneut der fragile Spagat zwischen Empfindsamkeit und Düsternis.

Kurzum: Nicht nur dieser Band, sondern die gesamte Reihe gehören für mich zu den gelungensten Skandinavienkrimis, die der deutsche Buchmarkt derzeit bereithält. Große Leseempfehlung!

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Der zehnte Fall für Ingrid Nyström und Stina Forss


In einem Waldgebiet bei Växjö kampieren Umweltschützer, weil eine Bahntrasse durch das Naturschutzgebiet gebaut werden soll. Auf dem Weg zum Protestlager fällt Kommissarin Ingrid Nyström in eine Fallgrube und verletzt sich dabei schwer. Als ein paar Tage später an genau dieser Stelle im Wald zwei Schüler aus einem nahe gelegenen Internat brutal ermordet aufgefunden werden, holt Ingrid ihre frühere Kollegin Stina Forss aus Stockholm als Verstärkung zurück in die Ermittlergruppe. Eigentlich war die Schülergruppe mit zwei Lehrern für ein Biologieprojekt und eine Theateraufführung im Wald, aber offensichtlich ist irgend etwas aus dem Ruder gelaufen. Das bewährte Team von Ingrid braucht sehr lange, bis es sich einen Reim auf den Ablauf der verwickelten Ereignisse machen kann.
Auch im zehnten Fall spielen die Geschehnisse aus früheren Episoden der Reihe eine Rolle, aber trotzdem können Neueinsteiger der Handlung gut folgen. Das deutsch-schwedische Autorenpaar legt einen düsteren, sehr komplexen Krimi vor mit viel Pyschologie und mit politischem Hintergrund..

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