Galatea

Erzählung - Exklusiv illustriert von Thomke Meyer | Der Pygmalion-Mythos – aufregend neu interpretiert von der Autorin des internationalen Bestsellers „Das Lied des Achill“.

Sie müssen sich anmelden, um zu sehen, ob dieser Titel für Anfragen zur Verfügung steht.
Erscheinungstermin 19.10.2022 | Archivierungsdatum 30.11.2022

Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #Galatea #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps


Zum Inhalt

Der Pygmalion-Mythos aufregend neu erzählt

Ein Gefängnis hoch oben auf einer Klippe. Darin eine Frau, die Tag und Nacht von Ärzten und Schwestern überwacht wird. Ein Mann, der sie immer wieder besucht. Wenn er kommt, erstarrt sie zu Stein – und wird unter seinen Händen wieder lebendig. In dieser Erzählung führt Madeline Miller den berühmten Mythos von Pygmalion fort: Der Bildhauer erschafft eine Statue, die so makellos ist, dass er sich in sie verliebt: Galatea. Die Göttin Venus erhört seine Gebete und erweckt Galatea zum Leben. Sie gebiert eine Tochter und ist zunächst glücklich in der Ehe mit Pygmalion – doch als sie beginnt, ihren eigenen Willen zu haben, und die Kontrollversuche und Eifersucht ihres Gatten nicht mehr ertragen kann, ereilt sie ein grausames Schicksal. Galatea will Freiheit. Sie schmiedet einen Plan. Und kalt und hart wie Stein setzt sie ihn um. 

»Göttlich-antiker Feminismus: ein fabelhafter Bestseller!« Brigitte über »Ich bin Circe

»Dieses Buch ist göttlich. Ich war ganz traurig, als es zu Ende war. Große Leseempfehlung!« Gwyneth Paltrow über Ich bin Circe

Der Pygmalion-Mythos aufregend neu erzählt

Ein Gefängnis hoch oben auf einer Klippe. Darin eine Frau, die Tag und Nacht von Ärzten und Schwestern überwacht wird. Ein Mann, der sie immer wieder...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783961611416
PREIS 20,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

NetGalley Bücherregal App (EPUB)
An Kindle senden (MOBI)
Download (EPUB)

Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Der Künstler Pygmalion fand alle Frauen zu verkommen und schuf sich eine Frau aus Elfenbein, und die Göttin Venus hauchte ihr Leben ein. Jahre später findet er seine perfekte Frau aber nicht mehr so perfekt, denn Galatea hat eine Seele und eigene Wünsche ...

Galatea sieht sich selbst einfach als Frau, auch wenn sie als ehemalige Statue schon eine Außenseiterin ist. Sie wünscht sich einfach ein normales Leben für sich und ihre Tochter, doch ihr Gatte erwartet immer nur die unberührte Perfektion, die er selbst ja eins erschaffen hat. Ihr Gatte hat sehr genaue Vorstellungen davon, was Frauen perfekt macht und alles andere ist in seinen Augen verdorben und nicht begehrenswert. Er bewundert nicht Galatea, sondern seine eigenen Vorstellungen und Schöpfungen. Galatea hingegen wünscht sich einfach Freiheit, aber sie kann es ihrem Gatten nie recht machen und all ihre Wünsche für sich und ihre Tochter werden brutal unterdrückt, eingesperrt von den unrealistischen Erwartungen eines misogynen Mannes.

Ich fand es schon sehr schade, dass die Geschichte von Galatea so kurz war, denn das Buch ist schon kurz und dann sind da noch die ganzseitigen Illustrationen von Thomke Meyer, ein Vorwort der Autorin, eine Übersetzung der Pygmalion-Geschichte von Ovid und ein Nachwort des Philologen Andreas Knabl, sodass die Geschichte selbst sehr kurz bleibt. Dabei fand ich zwar auch Vor- und Nachwort sehr interessant und die Illustrationen auch sehr hübsch, aber ich hätte auch nicht unbedingt so viele Erklärungen gebraucht. Ich weiß schon nicht, was ich über die Charaktere und diese moderne Interpretation sagen soll, denn das Buch analysiert diese Dinge ja schon selbst und da will ich eigentlich auch nicht viel vorwegnehmen.

Fazit
"Galatea" gibt Pygmalions Statue nicht nur eine Stimme, sondern auch eine Persönlichkeit und ist damit eine spannende neue Interpretation des alten Mythos. Ich wünschte nur, sie wäre etwas länger gewesen!

War diese Rezension hilfreich?

Worum geht’s?
Fernab jeglicher Menschen lebt eine Frau in einem Gefängnis, rund um die Uhr bewacht, niemals wirklich allein und doch unglaublich einsam. Wenn ihr Mann sie besuchen kommt, spielt sie immer und immer wieder dieselbe Szene nach – bis sie der Gefangenschaft überdrüssig wird und einen Plan ins Rollen bringt, der nicht nur ihr eigenes Leben für immer verändern wird.


Meine Meinung:
Der Name Madeline Miller ist zwar mittlerweile definitiv kein unbekannter mehr, ein Buch der Autorin habe ich bisher aber tatsächlich immer nur in der Hand gehabt und noch nicht gelesen. Diese Geschichte hat mich jetzt aber trotz ihrer extremen Kürze davon überzeugt, an diesem Umstand dringend etwas ändern zu müssen.

Besonders gut hat mir hier die feministische Perspektive auf eine in der Literaturgeschichte primär von Männern erzählte Figur der griechischen Sagenwelt gefallen. Der Bedeutungswechsel zwischen der im Original namenlosen und hier Galatea genannten Protagonistin und Pygmalion, der hier als namenloser Gatte auftaucht öffnet neue Deutungsmöglichkeiten für diesen Mythos, was ich persönlich spannend und wirklich gut gemacht fand.

Schade war dann allerdings, dass Vor- und Nachwort, die Übersetzung des griechischen Originaltextes und die wirklich gelungenen Illustrationen dann leider irgendwie den Großteil des Buches ausgemacht haben. Auch wenn die Aufmachung als Kurzgeschichte mit umfassender Einbettung beabsichtigt war, eine komplette Nacherzählung mit anschließender Deutung wie es das Nachwort hier präsentiert hätte man sich meiner Meinung nach definitiv sparen können, denn das Buch an sich habe ich schließlich Sekunden zuvor selbst gelesen.


Fazit:
Wer die Autorin mag und einen neuen Blickwinkel auf griechische Mythen entdecken möchte, der liegt mit diesem Buch goldrichtig. Illustrationen und Erzählung an sich sind unglaublich gut gelungen, und die Umsetzung hat mir trotz ihrer geringen Länge wirklich Spaß gemacht. Auf das Nachwort hätte ich gerne verzichtet, davon aber einmal abgesehen ist diese Zusammenstellung literarisch, gesellschaftskritisch und formtechnisch betrachtet einfach ausgesprochen zufriedenstellend.

Von mir gibt es dafür viereinhalb Bücherstapel.

War diese Rezension hilfreich?

Als großer Fan der griechischen Mythologie und auch von Madeline Millers vorherigen Werken, war es praktisch ein Muss für mich, ihre neueste Nacherzählung eines berühmten Mythos zu lesen! Zwar war mir die Geschichte um Galatea (die im Original aus der Feder Ovids stammt) zuvor kein Begriff, doch gefiel mir die Geschichte über die steinerne Frau, die vom Bildhauern Pygmalion geschaffen wurde, weil die "echten" Frauen seinen Ansprüchen nicht genügten, außerordentlich gut.

Madeline Miller versteht es wirklich, Aspekte wie Feminismus und Selbstbestimmung der Frau in eine jahrtausende alte Geschichte einzubauen, in der der Frau ursprünglich noch nicht einmal ein Name gegönnt war. Trotzdem wirkt ihre Umsetzung unglaublich natürlich.

Ich muss zugeben, dass ich gerne noch viel mehr über Galatea erfahren hätte und diese Kurzgeschichte viel zu schnell vorbei war. Die ergänzenden Bilder sind zahlreich und wunderschön zur Geschichte passend.

Für jeden, der an griechischer Mythologie interessiert ist eine ganz klare Empfehlung!

War diese Rezension hilfreich?

Wunderbar, ein Buch, wo es echt schade ist, dass man es so rasch gelesen hat. Es hat mir sehr gefallen, toll geschildert und war ich ebenfalls wunderschön fand waren die sehr schönen und aussagekräftigen Illustrationen von Thomke Meyer!!!!!!!!

War diese Rezension hilfreich?

Madeline Miller denkt den Mythos Pygmalion von Ovid realistisch weiter. Sie erschafft ein bildgewaltiges feministisches Werk, das nicht nur antike Mythologie auferweckt, sondern auch an Werke wie "The Yellow Wallpaper" anknüpft. Das einzige, was mich von fünf Sternen abhält ist das Problem, das ich mit den Meisten Kurzgeschichten habe, ich möchte mehr! Zur Aufmachung der Edition: Das Vorwort hätte mir besser als Nachwort gefallen, da ich persönlich erstmal lieber selber interpretieren möchte, bevor ich mit der Intention der Autorin konfrontiert werde. Das Nachwort finde ich persönlich überflüssig und dient wahrscheinlich dazu die Seitenzahl dieser Ausgabe zu strecken.
Galatea ist eine schöne Fingerübung für zwischendurch, während wir sehnsüchtig Madeline Miller's nächsten Roman erwarten.

War diese Rezension hilfreich?

„Galatea“ ist mein erstes Buch von Madeline Miller und direkt erstmal nur eine Kurzgeschichte gewesen. Ich bin ein riesiger Fan von Büchern die etwas mit griechischer Mythologie zu tun haben. Diese Kurzgeschichte hat mir echt gut gefallen. Ich kannte die Sage bis dato nicht, fand aber alles im Vorwort und Nachwort super gut erklärt. Die Kurzgeschichte an sich umfasst zwar nur wenige Seiten, dennoch ist sie sehr gut geschrieben und auf jeden Fall Lesenswert. Ich werde mir auch mal die anderen Bücher der Autorin vornehmen.

War diese Rezension hilfreich?

Wie von Madeline Miller gewohnt, nimmt sie wieder einen Mythos und spinnt ihn weiter.
Mit Galatea hat sie eine interessante Kurzgeschichte geschaffen, bei dem man trotz der kürze eine Sympathie mit der Protagonistin aufbauen kann, sowie eine Antipathie für andere.
Ich habe Galatea auf ihre Art gut verstehen und nachvollziehen können.
Miller schafft es so wieder einen neuen Blickwinkel auf die Geschichte zu legen.
Es war schon schade das die Geschichte nicht länger war, ich hätte auf jeden Fall gerne mehr gelesen. Der Schreibstil ist auch wieder toll und ließ sich schnell lesen.
Ich kann das Buch nur empfehlen und gebe 5 von 5 Sternen.

War diese Rezension hilfreich?

Obwohl ich mich in der Regel nicht an Kurzgeschichten heranwage, war ich neugierig auf die Erzählung und Interpretation von Madeline Miller. Auch der Eisele Verlag hat mich bisher noch nie enttäuscht. So auch nicht bei diesem kurzen Büchlein.

Madeline Miller verleiht einer bisher unbekannten Sagengestalt der Mythologie endlich eine Stimme und vor allem einen Namen. Die Geschichte beginnt, wo die Mythologie endet und wir erfahren endlich, was in der Frauenwelt der Mythologie vorgehen konnte. Modern interpretiert mit viel Emanzipation und Feminismus. Das muss man mögen, denn recht schnell kann hier die Stimmung auch kippen. Geht man offen an diese Themen heran, regt das Büchlein zum Nachdenken und Weiterdenken an.

Toll fand ich das Vorwort zur Entstehung und auch das Nachwort. In beidem erfahren wir als Leser noch etwas mehr zur Mythologie, Interpretation der Geschichten und bekommen erste Ansatzpunkte, wie das ganze weitergedacht werden kann.

Für mich ein tolles Buch, das meiner Meinung nach gerne auch in Schulen gelesen werden darf, wenn mal wieder die griechischen Sagen auf dem Lehrplan stehen.

War diese Rezension hilfreich?

Eine moderne Neuerzählung des Pygmalion-Mythos aus Sicht der zum Leben erweckten Statue

Madeline Miller hat bereits mit "Circe" und "Achill" Bücher geschrieben, die angelehnt sind an antike Mythen. Doch hier wagt sie sich gewissermaßen auf Neuland, wie sie in ihrem Vorwort zu dieser Kurzgeschichte erläutert. Sie bezieht sich nur auf den Text von Ovid (der auch in diesem Buch abgedruckt ist) und erzählt die Geschichte aber aus Sicht der namenlosen, zum Leben erweckten Statue.
Das Vorwort von Miller sowie die Interpretation von Andreas Knabl haben mir sehr gut gefallen. So wird die Geschichte selbst, die im Zentrum steht, in einen größeren Zusammenhang gestellt. Auf nur wenigen Seiten wird diese erzählt, reich bebildert mit den Zeichnungen von Thomke Meyer. Eine Geschichte, die mich zum Nachdenken angeregt hat und Denkanstöße zur Rolle der Frau gibt - sei es nun in der Antike, oder aber auch in unserer heutigen Welt. Das Ende ist ein anderes als bei Ovid, ist bei dieser Neuinterpretation aber gelungen und konsequent.
Chapeau!

War diese Rezension hilfreich?

Ein neues Werk von Madeline Miller? Da musste ich sofort zuschlagen! „Ich bin Circe“ war mein Jahreshighlight von 2019, ich habe es seitdem vielfach verschenkt und auch „Das Lied des Achill“ von derselben Autorin sehr genossen.

Die Erzählung „Galatea“ habe ich am Nachmittag des Herunterladens direkt atemlos weggelesen. Madeline Miller schreibt einfach grandios. Wie sie bei der Kürze des Textes so vielschichtige Figuren entwirft, diese sich entwickeln lässt und ein emotionales Panorama aufbaut, dass einem buchstäblich die Luft wegbleibt, ist beeindruckend und hat mir ein großes Lesevergnügen bereitet. Wie immer bürstet die Autorin ihre antiken Vorlagen gehörig gegen den Strich, setzt andere Akzente, erfindet Handlung hinzu und verleiht damit den Figuren völlig neue Facetten, Gestaltungsmacht und Tiefe. Wie ihre Galatea sich auflehnt gegen die Vereinnahmung durch ihren Schöpfer Pygmalion und wie sie in ihrer Liebe zu ihrer Tochter Paphos bis ans Äußerste geht, hat mich stark beeindruckt: Miller verwebt hier die Mutterliebe einer Art Anti-Medea mit einem an Christus erinnernden Sich-Opfern, das zugleich den Tod bringt und ihn überwindet. Und das auf so wenigen Seiten!

Lediglich der Umstand, dass das Büchlein neben der Erzählung selbst und den zugrundeliegenden Versen von Ovid noch ein Vorwort der Autorin UND ein literaturwissenschaftliches Nachwort enthält, hat mir nicht gefallen – ich habe das als überfrachtet wahrgenommen. Da die Autorin dafür nichts kann, gebe ich ihrer Erzählung dennoch die Höchstbewertung.

Ich kann es kaum erwarten, mehr von Madeline Miller zu lesen, und danke dem Verlag herzlich für das Rezensionsexemplar.

War diese Rezension hilfreich?

Madeline Miller schafft es immer einen ins antike Griechenland zurückzuversetzen!

Neben ihren beiden Meisterwerken „Circe“ und „The Song of Achilles“ hat Madeline Miller nun auch mit Galatea wieder voll ins Schwarze getroffen.
Obwohl das Buch nur eine knapp 50 Seiten lange Kurzgeschichte beinhaltet, konnte diese mich wieder zum Nachdenken anregen.
Mit Galatea bezieht die Autorin sich auf einen Ausschnitt aus den Metamorphosen des römischen Dichters „Ovid“, welches die Geschichte eines begabten Bildhauers erzählt - Pygmalion.
Dieser lebt auf einer Insel, auf der die Frauen von der Göttin Venus zur Prostitution verflucht sind. Da er diese Frauen verachtet, will er sein ideales Bild einer Frau erschaffen - jedoch als Statue. Durch die Gunst der Göttin wird diese letztendlich für ihn zum Leben erweckt, um ihn ein erfülltes Leben zu schenken.

Madeline Miller schafft es, diesen aus einer ehemals von Männern dominierten Welt entstandenen Sagen und Legenden einen feministischen Touch einzuhauchen und die Rolle der Frau als ebenjene zu betrachten, wie sie aktuell auch sein sollte. Stark, gleichberechtigt, frei, für sich sprechend.

Ein besonderer Genuss während des Lesens war es die verschiedenen Illustrationen im Buch zu betrachten, welche aktuell beschriebene Szenen zeigten.

War diese Rezension hilfreich?

Von Madeleine Miller erwartet man als Leser mittlerweile faszinierende Neuerzählungen der großen Mythen. Umso spannender finde cih, dass sie diesmal nicht einfach nur eine Episode aus der griechischen Mythologie nacherzählt und ihr eine feministische Perspektive verfasst, sondern dass sie den Mythos weitererzählt und ihm eine neue Ebene verpasst.
Was wird aus einer Frau, wenn sie nicht als Individuum zählt, sondern lediglich in Bezug auf ihren Mann (hier sogar ihren Schöpfer)? Was wird aus ihr, wenn sie keine eigene Identität hat, sondern lediglich der Bedürfnisbefriedigung des Mannes dient? Hat sie überhaupt genug Handlungsfähigkeit, um sich aus dieser Situation zu befreien, und wenn ja, wie? Diesen Fragen geht Miller in diesem kurzen, aber einprägsamen Werk nach. In Zeiten von #metoo und den aktuellen Ereignissen um Frauenrechte aktueller denn je.

War diese Rezension hilfreich?

Sehr feministische und zum reflektieren anregende Kurzlektüre, die sich trotz des neuen Ansatzes gut in die anderen Werke Millers einfügt

War diese Rezension hilfreich?

"Galatea" von Medeleine Miller ist eine wunderschöne, kluge und feministische Neuerzählung der Pygmalion-Geschichte. Die Autorin hat eine Herangehensweise an das Thema, die ich geliebt habe. Auch ihre anderen Werke habe ich mit so viel Freude gelesen, dass ich auf Galatea natürlich direkt gespannt war. Miller verbindet die Moderne mit der griechisch-antiken Mythologie so feinfühlig, dass man emotional stark mitgenommen wird. Ich werde dieses Buch definitiv an unsere Kunden empfehlen, sobald es für den Buchhandel erhältlich ist!

War diese Rezension hilfreich?

Wer Madeline Millers Romane kennt, weiß, dass sie sich den Nebenrollen er griechischen Mythologie widmet. Mit "Ich bin Circe" und "Das Lied des Achill" hat sie mein Herz im Sturm erobert. Nun widmet sie sich dem Pygmalion-Mythos, nimmt aber nicht Pygmalion als Hauptcharakter, sondern eben die Statue, die für Pygmalion zum Leben erwacht. Die Autorin gibt ihr den Namen Galatea.

Die Erzählung fängt an, nachdem Galatea Pygmalion eine Tochter geschenkt hat. Da Galatea ihrer Tochter ein Leben ermöglichen möchte, in dem sie frei sein und selbst wählen kann, will Pygmalion dies nun verhindern und steckt sie in eine Art "Anstalt", wo Galatea mit Drogen ruhig gestellt wird.

Galatea möchte aus ihrem neuen Leben ausbrechen und entwickelt einen verhängnisvollen Plan.

Zu Anfang des Buches lernen wir Galatea kennen, die in ihrem Einzelzimmer lebt und durch die Ärzte ruhig gestellt wird. Regelmäßig bekommt sie Besuch von ihrem Mann Pygmalion. Dieser Besuch läuft immer nach dem gleichen Schema ab.
Galatea jedoch möchte aus diesem "Alltag" ausbrechen. Die Autorin erzählt dabei intensiv den Pygmalion-Mythos aus Sicht der zum Leben erweckten Statue weiter.

Die Autorin hat sich hier etwas sehr Geniales einfallen lassen. Denn ihre Interpretation aus weiblicher Sicht regt zum Nachdenken an.

Im Anschluss an die Erzählung gibt es nochmals die Zusammenfassung des Pygmalion-Mythos sowie eine ausführliche Erläuterung.

Abgerundet wird die Erzählung durch Illustrationen von Thomke Meyer. Auch habe ich mich mit dem Pygmalion-Mythos von Ovid näher beschäftigt.

Ich bin sehr gespannt, welche "Nebenrollen" die Autorin noch in den Mittelpunkt rückt.

Meggies Fussnote:
Galateas Leben in den Vordergrund gerückt.

War diese Rezension hilfreich?

Madeline Miller trifft mit ihrem neuesten Buch (deutschsprachige Ersterscheinung, Original in Englisch bereits 2013 erschienen) einmal erneut mitten ins Herz! Sie nimmt den Leser mit in einen Lebensabschnitt Galateas und führt uns durch ihre Gedanken und ihre Gefühlswelt.
Ich fand es sehr spannend, dass die namenlose Statue aus dem von Ovid nacherzählten Mythos den Namen Galatea erhielt, und Pygmalion tritt hier als namenloser Gatte auf! Auch die tiefen Einblicke in die Gedanken und die Seele der ehemaligen Statue waren sehr bewegend und nachvollziehbar und durch den weiblichen Blickwinkel erhaschen wir auch eine ganz andere Sichtweise auf damalige Zeiten und die anderen handelnden Charaktere der Geschichte! Der Schreibstil war wie immer fantastisch, eloquent, und man gleitet nur so durch das Büchlein. Madeline Miller schafft es wie immer gekonnt die richtigen Worte zu finden, die einen in die Geschichte eintauchen lassen, fesseln und alles um einen vergessen lassen!
Der neue, feministische Blickwinkel und die Fortsetzung des eigentlichen Mythos ist wahrlich gelungen und für Fans von griechischer Mythologie und Feminismus wie geschaffen.
Die Erzählung ist leider sehr kurz, wobei ich verstehe, dass es sich bloß um diesen Abschnitt aus Galateas Leben handelt, jedoch hätte ich sehr gerne noch mehr über ihr Leben durch Madeline Millers Feder erfahren.
Ergänzt wird die Novelle durch ein Vorwort von Madeline Miller, den Mythos Ovids und ein Nachwort von Andreas Knabl, sowie etliche atemberaubende Illustrationen von Thomke Meyer. Somit wird hier nicht nur auf die Neuerzählung des Mythos Wert gelegt, sondern ebenso auf die Geschichte und den Ursprungsmythos selbst.
Ich freue mich jetzt schon auf ein neues Buch von Madeline Miller und kann es kaum erwarten wieder ein großartiges Werk der Autorin zu lesen!

War diese Rezension hilfreich?

Ich interessiere mich gerne für die griechische Mythologie und dieser kurze Einblick in die Geschichte von Galatea und Pygmalion zeigt deutlich, dass er Sie nie geliebt hat, sondern eher die Vorstellung einer schweigsamen und gehorsamen Frau, die nur dafür da ist, um ihn zu befriedigen.
Wundervoll geschrieben.

War diese Rezension hilfreich?

Ich mag Madeline Millers Stil seit Circe - und auch, wenn die Erzählung "Galatea" etwas anders ist, als eine bloße Nacherzählung, war ich von der ersten Seite an gefesselt. Die starken Zeichnungen unterstützen dabei den Handlungsverlauf. Anhand des Pygmalion-Mythos - ein Bildhauer erschafft eine perfekte Frauen-Statue, die die Göttin Venus dann zum Leben erweckt - führt Madline Miller die Handlung des urprünglichen Mythos fort, was also nach dem Ende geschieht. Pygmalion wird hier als Mann dargestellt, der durch eigenständige Frauen angewidert wird und auch von Galatea ein fügsames, perfektes Wesen erwartet. Dass sich diese aber weiterentwickelt, will er nicht akzeptieren. Um ihre gemeinsame Tochter zu schützen, geht Galatea einen drastischen Weg... Ein provokanter Ansatz, der mir aber sehr gut gefallen hat und defintiv Stoff zum Nachdenken bietet!

War diese Rezension hilfreich?

Was für ein Buch! Madeline Miller hat es wieder geschafft! Nach Circe und Der Song des Achilles, ist Galatea wieder ein absolutes Kunstwerk!

Madeline lässt Jahrtausende alte Frauen auferstehen, klopft ihnen den Staub der Zeit ab und macht sie so fast greifbar für uns Leser. Sie erlaubt uns den Blick in ihre Gedanken und Gefühle den Homer uns nie erlaubte. Sie macht Glatea aber Circe, eine von uns, Frauen mit Bedürfnissen, mit Leiden, mit Sorgen, mit Liebe und Freude.
Eine Freundin.
So sind mir auch ihre Bücher zu Freunden geworden, die ich immer wieder gerne aufschlage.
Galatea ist eine Geschichte über die Kraft von Mutterliebe. Diese riesige Kraft mit der Frauen in der Geschichte und auch heute noch über sich hinaus wachsen und zur Heldin in ihrer eigenen Geschichte werden!
Madeline Miller, ein wahrer Lobgesang auf Achilles, Circe und nun auch Galatea!

Ein absolutes Jahreshighlight mit nur einem Fehler..
Es ist viel zu kurz!

War diese Rezension hilfreich?

Zum Inhalt:
Hier wird die Geschichte der Mythos von Pygmalion erzählt, der eine Statue schafft, in die er sich dann verliebt. Venus erhört seine Gebete und erweckt Galatea zum Leben. Sie bekommt eine Tochter und zunächst ist es eine glückliche Ehe. Doch Galatea entwickelt ihren eigen Willen was Pygmalion nur gar nicht passt.
Meine Meinung:
Mir war die Geschichte um Pygmalion gar nicht vertraut aber ich fand die Geschichte, die die Autorin gesponnen hat, sehr interessant. Gefallen hat mir auch besonders das Nachwort, das noch das ein oder andere dazu erläuterte. Die Geschichte war allerdings eindeutig zu kurz für mein Empfinden. Die Illustrationen passten gut zur Geschichte und haben mir auch gefallen.
Fazit:
Gefällt mir

War diese Rezension hilfreich?

Ich mochte Das Lied des Achill und Ich bin Circe so gerne, dass es für mich gar keine Frage war, ob ich dieses Buch auch lesen würde. Als sich mir die Möglichkeit über NetGalley bot, habe ich das Buch deswegen sofort angefragt, aber ich werde es mir vermutlich dennoch in der englischen Originalversion kaufen.

Madeline Millers Schreibstil ist wunderbar poetisch, ihre Beschreibungen transportieren mich mitten ins Geschehen und ich bin ganz gefesselt von der Handlung. Deswegen ist es ein wenig schade, dass Galatea nur eine Novelle ist - ich hätte liebend gerne alles über ihr Leben erfahren - auch wenn es nur eine fiktive Ausgestaltung ist, da die Frau im Original nicht einmal zu Wort kommt.

Die starken, feministischen Botschaften in Millers Werken gefallen mir besonders gut. So hat Galatea trotz ihres "Exils" ihre Willensstärke und ihre Liebe zu ihrer Tochter beibehalten und erhebt sich letztendlich über ihren Ehemann und Erschaffer.

Ganz besonders haben mir die Illustrationen gefallen. Der Stil und die ausgewählten Motive haben wunderbar zur Geschichte gepasst.

Dass die Sprache nicht so fließend und elegant war, wie ich es aus Millers anderen beiden Büchern gewohnt bin, mag entweder an der Kürze des Buches oder an der Übersetzung liegen, wobei letzteres ein weiterer Grund dafür ist, dass ich mir die englische Version kaufen werde.

4.5/5 Sternen

War diese Rezension hilfreich?

Gestaltung
Wow! Atemberaubend schön. Das Cover hat mich schon total begeistert und angezogen, aber die Illustrationen der Geschichte stehen dem Cover in nichts nach und sind ebenfalls wunderschön. Die Gestaltung des Buches gefällt mir richtig gut! Es ist ein echter Hingucker.

Handlung
Leider muss ich sagen dass ich von dem Buch ein bisschen enttäuscht bin. Die Geschichte ist wirklich extrem kurz und da hätte ich einfach mehr erwartet. Ich fand den Einstieg nicht leicht und war leider auch oft verwirrt, weil ich dem Gelesenen nicht ganz folgen konnte. Doch das Vorwort und das Nachwort und die Erzählung von Ovid haben sehr geholfen, um die Geschichte zu verstehen. Insgesamt haben mir die Ergänzungen bzw. 'Analysen' rund um die Geschichte gefallen, aber dennoch hätte ich mir gewünscht, dass die Neuerzählung mehr Raum einnimmt und nicht andersrum das Schreiben über die Geschichte das Buch hauptsächlich ausfüllt.
Mir gefällt die Neuerzählung gut, aber es konnte mich leider nicht begeistern.

Fazit
Das Buch ist wunderschön gestaltet und die Illustrationen sind wahnsinnig schöne Blickfänge. Leider konnte mich die Neuerzählung nicht vollständig von sich überzeugen. Es ist interessant, aber leider sehr kurz.

War diese Rezension hilfreich?

Dies war das erste Buch von Madeleine Miller für mich. Nachdem um ihre anderen Bücher schon fast ein Hype entstanden ist, musste ich mich hier doch mal ranwagen und dachte mir, dass ich mit einer Kurzgeschichte nicht viel falsch machen kann. Oberflächlich gesehen kenne ich mit Sagen ein wenig aus, aber es ist wohl mehr das obligatorische Allgemeinwissen und so habe ich auch gleich etwas dazugelernt. Das Buch hat mich ein wenig an meine Schulzeit erinnert, es gibt ein Vorwort, die Geschichte und ein Nachwort, dass die Sage bzw. Geschichte analysiert und einige Bilder, dadurch blieb es wirklich eine Kurzgeschichte.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, schafft es aber auch, dass man das Gefühl hat, bei einer griechischen Erzählung einer Sage zu bleiben. In "Galatea" bekommt die erschaffene Statue eine Stimme, sie bleibt nicht namenlos und passives Objekt. Am Ende hätte ich mir doch eine längere Geschichte gewünscht, denn nachdem ich mich gerade in die Geschichte eingefühlt hatte, war es dann auch schon wieder vorbei.

Mir hat dieser ganze Ansatz sehr gut gefallen und so vergebe ich 4 Sterne.

War diese Rezension hilfreich?

Eine düstere und doch befreiend Kurzgeschichte über einer von Ovid's bekannten Geschichten, bei der eine Statue zum Leben erwacht und Braut des Künstlers wird.

Typisch nach Madleine Miller steht hier die Frau und ihr Leiden und Ausbruch im Vordergrund. Auch als Kurzgeschichte gelingt ihr eine fesselnde Geschichte zu erzählen. Ich bin immer wieder begeistert wie modern die Autorin griechische Mythologie aufgreift und interpretiert.

War diese Rezension hilfreich?

Ich muss gestehen, mit „Galatea“ hat sich Madeline Miller endgültig in mein Herz geschlichen. Sie hat es erneut geschafft, der griechischen Antike ein modernes Kleid anzuziehen und aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Diesmal erzählt Miller den Pygmalion-Mythos, der eigentlich sehr maskulin geprägt ist. Die Originalhandlung aus den Metamorphosen wird am Anfang des Buches kurz wiedergegeben, sodass man ohne Vorwissen in die Lektüre starten kann. Pygmalion ist Bildhauer und er verachtet die Lebensweise der Prostituierten. In der festen Überzeugung, niemals eine Frau zu finden, die seinen Ansprüchen genügt, erschafft er ein Idealbild aus Stein. Diese namenlos bleibende Frau wird von den Göttern zum Leben erweckt und Pygmalion nimmt sie zur Ehefrau und sie gebiert ihm eine Tochter.
Miller gibt der Frau den Namen Galatea und erzählt die Geschichte aus deren Blickwinkel. Galatea befindet sich in einem Haus auf einer Klippe, welches sie nicht verlassen darf. In diesem Gefängnis haben nur ein Arzt und die Krankenschwestern zutritt zu ihr. In regelmäßigen Abständen wird sie von ihrem Mann Pygmalion besucht, der natürlich nur an einer Sache interessiert ist. Es wird klar, dass er Galatea dafür bestraft, einen Fluchtversuch unternommen zu haben. Sie wurde von ihrer Tochter isoliert und muss Erniedrigung um Erniedrigung ertragen, in der Hoffnung, ihr Kind wiedersehen zu können.
Ich möchte nicht die gesamte Handlung vorwegnehmen, doch Miller hat es geschafft, mich auf den wenigen Seiten stark zum Nachdenken anzuregen. Vor allem das Nachwort bzw. der Kommentar sowie Millers Vorwort ordnen „Galatea“ und „Pygmalion“ gut in die Gedankenfelder des „male gaze“ und der „womanufacture“ ein. Ich hätte mir sogar noch ausführlichere Erläuterungen gewünscht, weil das Nachwort nur einen winzigen Blick auf das breite Feld eröffnet, das Miller hier erkundet. Die Rolle der Frau in der Literatur und der Gesellschaft der letzten Jahrhunderte ist extrem spannend, vor allem durch den männlichen und weiblichen Blick. Wer sich bereits mit dem Thema beschäftigt hat, der wird „Galatea“ vermutlich genauso aufsaugen wie ich.
Die Gestaltung des Buches möchte ich nicht unerwähnt lassen! Thomke Meyer hat Bilder geschaffen, die an antike Vasen erinnern und wunderbar zur Geschichte passen. Bild und Text haben sich gut ergänzt und ein tolles Leseerlebnis geboten.
Eine ganz große Leseempfehlung!

War diese Rezension hilfreich?

Dieser Geschichte liegt die Sage von Pygmalion aus Ovids "Matamorphosen" zugrunde, dem zypriotischen Bildhauer, der sich in eine von ihm selbst geschaffene Skulptur verliebt, sie zum Leben erweckt, heiratet und eine Tochter bekommt.
"Galatea" beginnt zehn Jahre später und wird aus der Sicht der ehemaligen Skulptur erzählt, die durchaus zufrieden mit ihrer Rolle als Mutter und Ehefrau war, bis "der Gatte", der in dieser Erzählung keinen eigenen Namen bekommt, durchblicken lässt, dass er niemals eine Ehefrau wollte, schon gar nicht eine, die sich entwickelt, bildet oder gar eigene Ansichten und Bedürfnisse hat - also irgendwie menschlich ist - sondern eine Geliebte, deren ganzes Leben auf ihn ausgerichtet ist. Zur Strafe für verschiedene Vergehen zum Zwecke der eigenen Persönlichkeitsentwicklung schiebt er sie in eine Strafanstalt ab, wo er sie häufig für kurze Zeit besucht, um den Moment ihrer "Erweckung" nachzuspielen und anschließend mit ihr Sex zu haben. In der Zwischenzeit kümmern sich andere um sie.
Das Nachwort beleuchtet die Geschichte im Kontext des Originalnarrativs und gibt dem Leser hilfreiche Einblicke in die für diese Geschichte relevanten Eigenheiten der Altgriechischen Mythologie, des Menschen- und Frauenbildes des Mythos "Pygmalion" und liefert eine Einordnung in den Textkorpus von Ovids "Metamorphosen". Hieraus entsteht eine durchaus lesenswerte und unterhaltsame Novelle. Man mag sich an der vielleicht aus der Zeit gefallenen Auseinandersetzung mit dem altgriechischen Frauenbild stören, aber solange solche alten Geschichten in der Gegenwart erzählt werden, sollten sie vielleicht doch ab und zu den neueren Geisteshaltungen der Gesellschaft angepasst werden, um bewusst zu machen, wo sich die Dinge verbessert haben, und wohin wir lieber nicht zurück wollen.
Einzig die Bewertung des tragischen Endes als eigentliches "Happy End" deutet, weil die gemeinsame Tochter ihr neues Selbstbewusstsein als Frau an die nächste Generation weitergeben könne, vernachlässigt vollkommen, dass die Erlebnisse der Tochter, deren Vater die Mutter immerhin hat wegsperren lassen, um ihre Menschlichkeit zu unterdrücken und sie nach Bedarf zu vergewaltigen, und deren Mutter sich nur mittels eines erweiterten Selbstmords dagegen wehren kann, womöglich noch traumatischer sind als die konservative Vater-unmündige Mutter-Kind-Konstellation der Originalgeschichte.

War diese Rezension hilfreich?

Eine beeindruckende Kurzgeschichte, die Geschichte des Pygmalion adaptiert, weiterspinnt und neu erzählt – aus der Sicht Galateas, einer zum Leben erweckten Statue. Madeline Miller gibt der namenlose Statue in Ovids 'Metamorphosen' einen Namen, eine Stimme und eigenen Willen und verpasst der antiken Erzählung Ovids so ein neues, zeitgenössisches und feministisches Gewand.
In Millers Kurzgeschichte setzt die Erzählung da an, wo Ovids 'Metamorphosen' aufhören, und stellt die Mensch gewordene Statue Galatea in den Vordergrund: Sie entzieht sich der Kontrolle ihres Mannes und Schöpfers, und kämpft für ihre Freiheit und die ihrer Tochter. Eine sehr gelungene Darstellung Galateas als selbstbestimmte, mutige und entschlossene Frau.
Die Geschichte hätte für mich gerne noch umfangreicher und ausführlicher sein dürfen – so besticht die Kurzgeschichte aber durch ihre Prägnanz und vor allem der Botschaft, die Madeline Miller darin vermittelt: Jede Geschichte hat zwei Seiten und die weibliche Sicht Millers auf den Mythos rund um Pygmalion und Galatea ist definitiv eine Lektüre wert. Sehr fesselnd und lesenswert!

War diese Rezension hilfreich?

Absolut tolle Kurzgeschichte!

Die Illustrationen sind total schön! Die Farben und Motive lassen einen richtig in die Geschichte eintauchen.

Genau wie das Lied des Achill und Circe stellt Madeline Miller eine alte Griechische Sage in neuem Licht dar. Eine starke weibliche Hauptfigur, die sich von ihrem tyrannischen Ehemann nicht länger unterdrücken lässt und sich, auf eine literarisch wundervolle Art und Weise, von ihm befreit.

War diese Rezension hilfreich?

Der Pygmalion Mythos neu interpretiert. Zehn Jahre sind vergangen, seit Pygmalion seine in Stein gemeißelte Frau zum Leben erweckte. Nun befindet sich Galatea in eingesperrt in einem Zimmer unter Aufsicht einer Schwester und eines Arztes. Ihre Tochter darf sie nicht sehen, auch den Raum nicht verlassen. Die einzigen Unterbrechungen sind ein widerlicher Tee, den sie unter Aufsicht trinken muss, und der ihr Kopfschmerzen bereitet, und die Besuche ihres Gatten, bei denen sie ihren Schöpfungsmythos nachspielen muss. Doch nun will sie ausbrechen, vor allem für ihre Tochter Paphos, die nicht hinter einer neuerlichen Statue verschwinden soll.

Madeline Miller ist mit Neuerzählungen klassischer Sagen in den vergangenen Jahren aufgefallen und vielfach ausgezeichnet worden. „Galatea“ ist nicht nur wegen der Kürze bemerkenswert anders, der Text unterscheidet sich vor allem dadurch, dass er Leerstellen füllt und die weibliche Sicht schildert, die Ovid in seinen Metamorphosen nicht bietet. Der zauberhafte Pygmalion Mythos erscheint dadurch in einem gänzlich anderen Licht. Ergänzt wird durch Text durch Illustrationen von Thomke Meyer, die der lebendigen Statue auch hier Leben einhauchen.

Aus dem kreativen Schöpfer, der die Götter anfleht, wird ein herrschsüchtiger und gewalttätiger Mann, der Frau und Tochter kontrolliert, einsperrt und von Bildung fernhält. Was er als Schutz deklariert ist ein Beschneiden von Rechten, zu seinen eigenen gehört auch das Verfügen über den Körper seiner Frau, den er bewundert, nachdem er durch allerlei Hämatome wundervolle Farben auf ihn gezeichnet hat.

Was in der Antike als Inbegriff grenzenloser Liebe erschienen sein mag, wirkt unter heutigem Blick wie der Inbegriff häuslicher, männlicher Gewalt in vielerlei Facetten, oft schweigsam geduldet und als übliche Geschlechterverhältnis herabgespielt.

Vor- und Nachwort ordnen die kurze Geschichte gewinnbringend ein und erläutern den unterschiedlichen Deutungskontext, weshalb sie nicht überblättert werden sollten. So kurz die Geschichte und Neuinterpretation des Mythos ist, so stark wirkt sie nach in den Fragen, ob man Ovids Meisterwerk nicht nochmals unter einem anderen Blickwinkel betrachten sollte und ob wir nicht bestimmte Verhaltensweisen damit legitimiert haben, dass wir über Jahrhunderte zweifelhafte Verhältnisse unhinterfragt als große Literatur bewundert haben.

War diese Rezension hilfreich?

Das Buch ist ziemlich schwer zu rezensieren, da es eben so kurz ist und nicht wirklich viel Tiefe hat.
Die Geschichte ist sehr spannend und ich hätte liebend gerne noch mehr darüber gelesen.
Die Zeichnungen zwischendurch sind auch super schön und sehr passend.
Für Fans von Madeline Miller ist dieses Büchlein sicherlich sehr interessant und empfehlenswert.
Mir hat es jedoch sehr gut gefallen und hätte es toll gefunden, noch länger die Geschichte zu verfolgen.

War diese Rezension hilfreich?

Ich fand dieses Buch, trotz der Tatsache, dass es so kurz ist und nur wenige Seite umfasst, wirklich sehr interessant und lehrreich. Es wirft eine neue Perspektive auf den weiblichen Körper und die Selbstbestimmung. Ich kann die Geschichte wirklich nur weiterempfehlen und bin ganz gespannt auf die beiden Bücher "Ich bin Circe" und "Das Lied des Achill" der gleichnamigen Autorin.

War diese Rezension hilfreich?

Eindrucksvoll und zeitgemäß

Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt - ebenso wie die grandiosen und äußerst liebevoll gestalteten Illustrationen – hervorragend zum Inhalt. Die äußere Gestaltung macht es definitiv zu einem hochwertigen Schmuckstück im Bücherregal und einem Genuss für die Augen.
Madeline Miller bietet in dieser Kurzgeschichte eine Neuinterpretation des antiken Pygmalion-Mythos. Der Schreibstil ist einnehmend und sorgt für gute Lesbarkeit, wodurch sich das Büchlein in einem Rutsch durchlesen lässt. Neben Millers eigener Kreation ist auch eine Übersetzung von Ovids Originalmythos samt Vor- und Nachwort zur literarisch-wissenschaftlichen Einordnung enthalten. Besonders das Vorhandensein des ursprünglichen Mythos selbst ist ein willkommenes Detail, weil man so ganz eigene Gedanken über Millers feministische Version der Ereignisse entwerfen und selbstständig Vergleiche ziehen kann.
Galatea erscheint als starke, mutige Frauenfigur und liebende Mutter, die mit Vorbildcharakter um Selbstbestimmung innerhalb der gesellschaftlichen Schranken kämpft. Ganz im Stil der klassischen Mythologie kommt dabei auch die Tragik nicht zu kurz. Die Erzählung besticht somit durch ihre Aktualität und bietet außerdem reichlich Identifikationspotenzial für Leserinnen.
Letztlich handelt es sich um eine gelungene, mitreißende Kurzgeschichte, die zeitgemäß daherkommt und zum Nachdenken anregt, aufgrund der begrenzten Seitenzahl aber eine gewisse Tiefe einbüßt und Emotionen nicht gänzlich erforschen kann. Ein Muss und aufgrund der äußeren Gestaltung vor allem eine wunderschöne Geschenkidee für alle Fans von Madeline Millers Schreibstil, klassischer Mythologie und feministischer Literatur!

War diese Rezension hilfreich?

In der Kürze liegt die Würze. Von Madeline Miller hatte ich schon "Circe" gelesen - sowohl auf englisch, als auch auf deutsch. Und ich mochte das Buch sehr. So war ich auf Galatea sehr neugierig, wobei mir anfangs nicht bewusst war, dass es sich hier um eine Kurzgeschichte handelte. Und zwar so richtig kurz. Es erstaunte mich, als ich plötzlich beim letzten Satz ankam und im ersten Moment war ich etwas perplex.

Eine Geschichte muss jedoch nicht lang sein, um Wirkung zu zeigen und ich war sehr beeindruckt, auf welch subtile Weise die Autorin wieder mal Tiefe in die Erzählung brachte. Ich mochte die andere Sichtweise bzw. dass hier die lebendig gewordene Figur einen eigenen Namen erhielt und ihre eigene Geschichte erzählte. Dass der Anfang von Pygmalion weiter ging und eine kluge und selbstbewusste Frau ihr Leben bzw. Schicksal in die eigene Hand nahm. Sensibel, und doch standhaft.

Vorwort und das ebenso ausführliche Nachwort sind eine Bereicherung und regten nochmal extra zum Nachdenken an. Wer kennt schon nicht "My Fair Lady"? Im ersten Moment jedoch hätte ich dies nicht mit dieser Geschichte in Zusammenhang gebracht. Es gefiel mir auch, dass man gleich im Anschluss an die Kurzgeschichte noch "Pygmalion" von Ovid zu lesen bekam. Mit den wunderbaren Illustrationen von Thomke Meyer blätterte ich gerne hin und her und letztendlich las ich das Ganze nochmal.

Ja, das Buch ist kurz gehalten. Dafür in meinen Augen sehr gehaltvoll. Für mich eine Bereicherung im Bücherregal.

War diese Rezension hilfreich?

Madeline Miller ist auf jeden Fall ein Begriff für mich, sei es durch Achill oder Circe, aber gelesen habe ich beide noch nicht, obwohl ich die griechische Mythologie liebe und für jedes Buch dankbar bin, dass geschrieben wird, die Geschichte wach hält und noch einigermaßen authentisch ist.
Galatea war also mein 1. Buch, in diesem Fall wahrscheinlich eher Büchlein, von ihr.
Es ist vorneweg keine ausgeklügelte Geschichte, sondern eher eine Auseinandersetzung mit dem Galatea Mythos. Eine Statue, die durch Venus zum Leben erweckt wird, kein Wort spricht, sondern als sexuelles Objekt missbraucht und auch noch als "glücklich und zufrieden" dargestellt wird.
Madeline Miller möchte diese Geschichte der "männlichen Fantasie" nicht so stehen lassen und schenkt Galatea eine Stimme, stellt heraus, dass sie mehr ist, als eine Statue, ein Sexobjekt, das schweigt, sondern Gefühle, eine Stimme hat, dass sie zu sich steht, ihre Tochter liebt und sich nicht herumschubsen lässt. Auch nicht von ihrem "Gatten".
Ich hatte teilweise wirklich Gänsehaut vor Ekel, Pygmalion war einfach super widerlich, wie er sie fetischisiert, sie für alles, für eine eigene Meinung, für ihr Weiblichsein, für ihr Alter, für ihre Unperfektheit, für ihre Stimme bestraft.
Galatea und Madeline zeigen, dass Frauen nicht leise zu sein haben, unauffällig, perfekt, sich für Männern verbiegen, um ihnen alles recht zu machen, nein, sie zeigen, dass wir, wir sein dürfen, wir einander unterstützen müssen, dass Bildung ein Ausweg darstellt, ein Weg nach vorne, um uns unabhängig zu machen, für uns einzustehen.
Es sind zwar nur ein paar Seiten, aber die Message finde ich unglaublich wichtig. Diese Wortgewalt in ihren Worten!
Ich kann es nur empfehlen, 4/5 Sterne aufgrund der Kürze, aber das Vor- und Nachwort haben mir ebenfalls sehr gefallen.

War diese Rezension hilfreich?

LeserInnen dieses Buches mochten auch: