Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Roman

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Erscheinungstermin 10.02.2022 | Archivierungsdatum 01.08.2022

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Zum Inhalt

Plötzlich ein Held.

SPIEGEL-Bestseller-Autor Maxim Leo erzählt von einem erfolglosen Berliner Videothekenbesitzer, der ungewollt zum Helden wird. Ein Mann, der den ungewohnten Ruhm genießt, bis die Liebe ins Spiel kommt und er sich entscheiden muss. Eine rasante, anrührende und ungemein vergnügliche Hochstaplergeschichte.

Im September 2019 bekommt Michael Hartung Besuch von einem Journalisten. Der recherchiert über eine spektakuläre Massenflucht aus der DDR, bei der 127 Menschen in einem S-Bahnzug am Bahnhof Friedrichstraße in den Westen gelangten. Der Journalist hat Stasiakten entdeckt, aus denen hervorgeht, dass Hartung, der früher als Stellwerksmeister am Bahnhof Friedrichstraße gearbeitet hatte, die Flucht eingefädelt haben soll. Hartung dementiert zunächst, ist aber nach Zahlung eines ordentlichen Honorars und ein paar Bieren bereit, die Geschichte zu bestätigen. Schließlich war er noch nie bedeutend, noch nie ein Held, und wenn es nun mal so in den Akten steht …

Nur wenig später reißen sich die Medien um ihn, Hartung wird vom Bundespräsidenten empfangen, seine Geschichte soll Vorlage für ein Buch und einen Kinofilm werden. Hartungs Leben fühlt sich plötzlich traumhaft und leicht an. 
Doch dann trifft er Paula, sie war als Kind in jenem S-Bahnzug, der in den Westen umgeleitet wurde. Die beiden verlieben sich – und Hartung spürt, dass er einen Ausweg aus dem Dickicht der Lügen finden muss. Obwohl es dafür eigentlich schon zu spät ist.

Plötzlich ein Held.

SPIEGEL-Bestseller-Autor Maxim Leo erzählt von einem erfolglosen Berliner Videothekenbesitzer, der ungewollt zum Helden wird. Ein Mann, der den ungewohnten Ruhm genießt, bis die...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462000849
PREIS 22,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ein unglaubliches humorvolles und spannendes Buch mit einem schrulligen Protagonisten, den man trotzdem liebhaben muss. Ich habe dieses Buch mit sehr viel Freude gelesen!

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Ein wunderbares Buch, toll geschrieben und spannend. Ich finde es toll, wie der Autor an dieses geschichtliche Thema herangeht!

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Michael Hartungs ruhiges Leben in seiner Videothek wir nachhaltig gestört, als der Journalist Landmann im Herbst 2019 in seinem Laden auftaucht. Akribisch hat dieser die Stasi-Akten durchforstet und ist dort auf ein spektakuläres Ereignis gestoßen, das bis dato von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde: am 12. Juni 1983 gelangen 127 DDR-Bürger mit einer S-Bahn in den Westen, weil eine Weiche am Bahnhof Friedrichstraße falsch gestellt war. Genau diese Weiche hatte Hartung damals verantwortet. Für seine Hilfe zur Flucht wurde er in einem berüchtigten Foltergefängnis zwei Monate lang malträtiert, um die Hintermänner offenzulegen, doch er schwieg beharrlich und nahm alles auf sich. Ganz so war es zwar nicht, aber bevor Hartung den Reporter stoppen kann, ist die Geschichte in der Welt und er pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung der ostdeutsche Held, auf den alle gewartet haben. Maxim Leo porträtiert die Geschichte eines einfachen Mannes, der wider Willen zum nationalen Helden wird und machtlos zusehen muss, wie eine kleine Lüge, mehr eine Unstimmigkeit, sich ihren Weg bahnt und nicht mehr aufgehalten werden kann. Er gerät in die Maschinerie der Presse und Öffentlichkeit, genießt den Ruhm auch ein wenig, doch das schlechte Gewissen plagt ihn. Und das ist es auch, was ihn letztlich zum Helden macht. Eine humorvolle Tour de Farce mit einem gänzlich untypischen Protagonisten, der die Geschichte jedoch großartig trägt. Hartung lebt völlig ambitionslos, wenn auch bescheiden, in seinem Kiez. Die Videothek läuft nicht mehr gut seit es Streamingdienste gibt, weshalb er auch mit der Miete im Verzug ist. Da kommt ihm das Geld, das im Landmann für seine Geschichte bietet, gerade recht. Dieser hört die Geschichte, die er hören will, die ihm selbst Renommee einbringen wird und so ist das ungleiche Gespann schnell in einer Erzählung gefangen, die sie nach all der öffentlichen Aufmerksamkeit weiterspinnen müssen. Landmann vermarktet seinen ostdeutschen Helden perfekt, doch dieser hadert zunehmend, vor allem, da er mit Paula unerwartet die Frau seines Lebens getroffen hat und ihr, wie auch seiner Tochter, ebenfalls die etwas modifizierte Wahrheit aufgetischt hat. Im Herzen bleibt er derselbe, der er immer war, er hat nie nach viel Geld oder Ruhm gestrebt und will doch nur sein altes Leben zurück. Die Figuren sind herrlich gelungen, der einfältige Held wider Willen, der Journalist, der seine große Chance wittert, ebenso wie die plötzlich durch den neuen Star am Himmel der ehemaligen DDR-Bürger bedrohten altbewährten Zeitzeugen, denen nicht mehr die Gunst der Politik zufliegt. Medien und Politbetrieb bekommen auch ihr Fett ab, denn sie sind es letztlich, denen der Mensch hinter der Geschichte egal ist, die nur ihre eigenen Interessen verfolgen, wer oder was dabei auf der Strecke bleibt, ist relativ egal. Ein wundervoller fiktionaler Beitrag zur deutsch-deutschen Geschichte, der humorvoll nicht nur die Unzulänglichkeiten des Antihelden, sondern auch von uns allen offenlegt.

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Zum Inhalt: Ein Journalist taucht bei Michael Hartung auf, der Journalist recherchiert über eine Massenflucht in der DDR, bei der Hartung den Drahtzieher der Aktion sieht. Hartung dementiert zunächst, ist nach Zahlung eines Honorars aber doch bereit die Geschichte zu bestätigen. Er fühlt sich wie ein Held und verstrickt sich immer mehr in die Geschichte. Meine Meinung: Die Geschichte hat einfach Charme. Wie Hartung sich in die Geschichte rein quatschen lässt und dann Probleme hat wieder raus zu kommen, hat echt Spaß gemacht beim Lesen. Ich fand die Protagonisten auch sehr interessant, gerade auch Hartung. Sehr lustig auch die wahre Erklärung für die Massenflucht, sehr amüsant. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch liest sich sehr flott weg. Mir hat es fehlten und ich würde es uneingeschränkt zur Lektüre empfehlen. Fazit: Sehr unterhaltsam

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Michael Hartung bekommt Besuch von einem Journalisten. Der hat aufgedeckt, dass er damals in einer S-Bahn vielen Menschen zur Flucht in den Westen verholfen haben soll. Nach einem Honorar, ist Hartung auch bereit dies zu bestätigen und ist jetzt ein Held fürs ganze Land. Der Rum schmeichelt ihm. Doch dann lernt er eine junge Frau kennen, die als Kind in dieser S-Bahn gesessen haben soll und muss sich für Wahrheit oder Lüge entscheiden. Das Buch ist charmant und authentisch, sehr unterhaltsam und auch geschichtsträchtig. Ich hatte viel Spaß beim Lesen. Besonders die Figur des Michaels ist detailliert und interessant beschrieben. Der Schreibstil ist generell angenehm und das Cover passt. Da vergebe ich gerne fünf Sterne.

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Eine flott geschriebene Geschichte über einen "Helden" aus Zufall. Als ein findiger Journalist herausfindet, dass ein ehemaliger Reichsbahnarbeiter eine Massenflucht von DDR-Bürgern mit Hilfe einer S-Bahn im Berlin des Jahres 1983 ausgelöst hat, bricht eine Flut von Ereignissen in dessen ruhiges Leben ein. Von Null auf Hundert ein Freiheitskämpfer, das muss der arme Mann ersteinmal verdauen. Und nach der "Wahrheit" fragt erstmal niemand. Wie Kathrin Aehnlich nimmt der Autor Maxim Leo im Grunde die Klischeebilder des Ostens aufs Korn. Dreissig Jahre nach der Wiedervereinigung leben alle Vorurteile noch und es fehlt an der Bereitschaft, wirklich hinzuschauen. Ein humorvolles, unterhaltsames Buch mit vielen satirischen Spitzen. Sehr gute Unterhaltung, die nachdenklich macht.

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