Der Sohn des Odysseus

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Erscheinungstermin 25.08.2021 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

Schon sein ganzes Leben sehnt sich der elfjährige Telemachos nach seinem Vater, den er nie kennengelernt hat: König Odysseus. Der Trojanische Krieg ist vorbei, doch er ist nicht zurückgekehrt. Sind die fantastischen Geschichten über seine Irrfahrten und Abenteuer mit einäugigen Riesen, Zauberinnen und Ungeheuern wahr? Und kommt er irgendwann zurück nach Ithaka?

Wie der Krieg Menschen verändert, dass Frauen ebenso gut regieren können wie Männer, oder dass auch der Sohn eines gefeierten Helden seinen eigenen Weg finden muss – das alles stellt die preisgekrönte Autorin Annika Thor einfühlsam und voller Spannung dar.

Ishtar Bäcklund Dakhils Illustrationen sind kleine Kunstwerke, die die Geschichte wunderbar ergänzen.

Schon sein ganzes Leben sehnt sich der elfjährige Telemachos nach seinem Vater, den er nie kennengelernt hat: König Odysseus. Der Trojanische Krieg ist vorbei, doch er ist nicht zurückgekehrt. Sind...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783825152864
PREIS 19,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Zum Inhalt: Telemachos, der Sohn des Odysseus, hat seinen Vater noch nie kennengelernt. Zwar ist der trojanische Krieg vorbei, aber der Vater kehrt nicht zurück. Und natürlich fragt sich der Junge, ob die Geschichten um die einäugigen Risen oder Ungeheuer wirklich wahr sind. Wie lange wird er noch auf seinen Vater warten müssen? Meine Meinung: Als Griechenlandfan hat man sich natürlich auch schon mal mit der Mythologie beschäftigt und das ein oder andere gelesen, aber eine Geschichte darüber, die sich an Kinder wendet, habe ich bisher so noch nicht gesehen oder gelesen. Ich fand die Geschichte richtig gut, gerade auch weil es aus der Sicht des Telemachos geschrieben wurde und dadurch vieles persönlicher wirkte. Klar, für Kinder ist es in Teilen schon etwas schwierig zu lesen, gerade wenn man all die ungewöhnlichen Namen betrachtet. Sehr gut gefallen haben mir auch die Illustrationen, die die Geschichte gekonnt unterstützen. Fazit: Kindgerechte Mythologie

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Schon sein ganzes Leben sehnt sich der elfjährige Telemachos nach seinem Vater, den er nie kennengelernt hat: König Odysseus. Der Trojanische Krieg ist vorbei, doch er ist nicht zurückgekehrt. Sind die fantastischen Geschichten über seine Irrfahrten und Abenteuer mit einäugigen Riesen, Zauberinnen und Ungeheuern wahr? Und kommt er irgendwann zurück nach Ithaka? Wie der Krieg Menschen verändert, dass Frauen ebenso gut regieren können wie Männer, oder dass auch der Sohn eines gefeierten Helden seinen eigenen Weg finden muss – das alles stellt die preisgekrönte Autorin Annika Thor einfühlsam und voller Spannung dar. (Klappentext) Griechische Mythologie aus Sicht eines Kindes – hier Telemachos, der Sohn von König Odysseus – erzählt, habe ich noch nicht gelesen. Um so erstaunlicher und um so erfreuter war ich, dass die Umsetzung gut gelungen ist. Der Schreibstil ist altersgerecht, gut verständlich, klar und deutlich und läßt sich gut lesen. Die Spannung wird gut aufgebaut und auch entsprechend gehalten bzw. gesteigert, so dass man immer nur weiterlesen möchte. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und beschrieben. Die Handlung ist gut dargestellt und die Handlungsorte sind treffend beschrieben. Man kann sich vieles sehr gut vorstellen, aber auch die eigene Fantasie hat noch genügend Spielraum. Ich hoffe, dass sich durch dieses Buch die jungen Leser auch für die griechische Mythologie begeistern können. Mich hat das Buch vollauf begeistert, auch wenn ich nicht zur Zielgruppe gehöre. Erwähnenswert sind noch die wunderbaren Illustrationen, die den Text entsprechend ergänzen.

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Leichter Einstieg in die Mythologie Inhalt: Das Buch „Der Sohn des Odysseus“ von Annika Thor, handelt von Telemachus, dessen Vater in den Krieg nach Troja aufbricht. Nach vielen Jahren wartet er immer noch auf ihn und es gibt keine Spur von Odysseus. So entsteht mit den Jahren Unruhe am königlichen Hof Ithakas, da trotz Kriegsende Odysseus immer noch nicht heimgekehrt ist. Weder die Vertretung durch Odysseus Frau noch der jugendliche Telemachus scheint eine geeignete Vertretung für den einstigen Herrscher zu sein. Meinung: Das Buch vermittelt die Sagen des Odysseus nah am Original in einer mehr oder weniger kindgerechten Fassung. Ich fand einige Stellen des Buches sehr brutal und nicht angemessen für Kinder ab 10 Jahren. Hier würde ich die Empfehlung eher ab 14 Jahre geben. Gut gefallen haben mir die wunderschönen Illustrationen. Für Erwachsene fand ich das Buch sogar recht gut. Man bekommt einen großartigen Einblick in die griechische Mythologie. Fazit: Ein gutes Buch für alle, die in die griechische Mythologie eintauchen wollen. Für Kinder wegen der teilweise gewaltsamen Szenen nur bedingt geeignet. Daher gebe ich 4 von 5 Sternen

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An seinen Vater hat Telemachos kaum noch Erinnerungen, der in den trojanischen Krieg gezogen ist, seit sein Sohn ein Jahr alt war. Seitdem ist Ithaka ohne König, und auch wenn der Krieg längst beendet und Odysseus sich auf die Heimreise gemacht hat, ist er noch nicht auf seine Heimatinsel zurückgekehrt. Sehnsüchtig erwartet Telemachos auf seine Ankunft, während seine Mutter die Geschicke der Insel lenkt. Doch dass dies nicht für immer so bleiben kann, wird Telemachos erst nach einiger Zeit klar… Die Odyssee kenne ich bereist in mehreren Varianten und Bearbeitungen, nun ist auch „Der Sohn des Odysseus“ von Annika Thor hinzugekommen, die einen interessanten Perspektivwechsel vorgenommen hat: Statt die Geschichte wie üblich aus der Sicht von Odysseus zu erzählen, wird sein Sohn Telemachos in den Mittelpunkt gerückt. Und da dieser beim Einsetzen des Romans ein elfjähriger Junge ist, richtet sich die Geschichte vorrangig an Kinder, ist aber auch für Jugendliche und Erwachsene eine gelungene Lektüre. Einfühlsam wird auf die Situation von Telemachos eingegangen, der im Schatten seines Vaters steht, der sich oft klein und unbedeutend fühlt und der gar nicht seine Stärken erkennt: Empathie, Gutherzigkeit und Gerechtigkeitssinn. Dabei macht er sicherlich nicht alles richtig und begeht auch mal einen Fehltritt, den er aber wieder auszubügeln versucht – eine gelungene Identifikationsfigur, zumal er am Ende seinen ganz eigenen Weg findet. Interessant ist, wie die einzelnen Etappen der Odyssee eingebunden sind: Telemachos erfährt aus Träumen und Visionen anderer Leute von den Abenteuern seines Vaters. Ob dies nun stimmt oder nur der Phantasie entspringt, wird ebenso vage gehalten wie das Einmischen der Götter – es gibt viele Hinweise beispielsweise auf die Einwirkung von Athene, aber eben keinen direkten Beweis. Auch Themen wie Krieg, Tod und Erotik sind kindgerecht eingebaut und nicht zu deutlich, lediglich einen Hinweis auf den recht folgenlosen Konsum von Drogen habe ich als eher unpassend für die Zielgruppe empfunden. Schön ist, dass die Lebensumstände der damaligen Zeit gelungen eingebunden sind, von der Sklaverei über die Rolle der Frau bis hin zur Entstehung der Demokratie – und immer gibt es noch einmal eine neue, modernere Sichtweise auf diese Themen. „Der Sohn des Odysseus“ ist sprachlich ansprechend und unterhaltsam geraten, erzählt die Ereignisse der Odyssee auf neue, sehr zugängliche Weise und macht sie somit auch Kindern zugänglich. Die Figuren sind lebendig und glaubhaft beschrieben, ebenso wie Landschaften und Gesellschaft einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ein sehr lesenswerter Einstieg in die griechische Mythologie, in der man sich dank guter Erklärungen auch ohne Vorkenntnisse gut zurechtfindet.

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Die griechische Mythologie und besonders die Odyssee sind sicherlich vielen Menschen ein Begriff und gerade in den letzten Jahren sind diese immer wieder Gegenstand von Romanen, sei es nun für Jugendliche, Kinder oder eben Erwachsene. Doch dieses Buch habe ich als anders empfunden, denn es erzählt die Geschichte des Odysseus aus der Sicht seines Sohnes Telemachos. Der trojanische Krieg ist endlich beendet, alle Helden, die ihn überlebt haben, kehren heim. Und auch Telemachos erwartet die Ankunft seines Vaters. Doch Odysseus kommt nicht nach Hause. Telemachos wird älter, aber ist noch nicht alt genug, um die Herrschaft auf Ithaka zu übernehmen. Seine Mutter Penelope will sich wieder verheiraten, ist überzeugt vom Tod des Ehemannes, doch Telemachos zweifelt nicht. Über die Abenteuer des Odysseus erfahren wir hier in diesem Buch aus den Träumen von Penelope und von der Kinderfrau. Doch im Zentrum steht die Entwicklung von Telemachos vom kleinen Kind bis hin zum jungen Erwachsenen. Kindgerecht und modern erzählt, eine wahre Bereicherung. Zudem wunderbar bebildert.

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tyy NetGalley für die Bereitstellung des Buches Telemachos, Sohn des Odysseus, wartet schon sein ganzes Leben darauf, dass sein Vater nach dem Trojanischen Krieg wieder nach Ithaka zurückkehrt. Dieser wird jedoch durch den Willen der Götter zurückgehalten. Doch der nun 11jährige Telemachos hält weiter an seinem größten Wunsch, seinen Vater wiederzusehen, fest. In einer gelungen Übersetzung von Brigitta Kicherer wird wirklich sehr viel Inhalt in einer einfachen, leicht zu verstehenden Sprache verpackt, was ich sehr bemerkenswert finde. Wir erleben das Geschehen auf der Insel durch den Protagonisten Telemachos, während wir Odysseus' Irrfahrten mit Hilfe von Wahrträumen der Nebencharaktere verfolgen. Ich bevorzuge dafür normalerweise Perspektivwechsel, vor allem, da gefühlt jedes zweite Kapitel aus einer Erzählung besteht, die Telemachos anhört. Trotzdem fand ich die Idee hier nicht schlecht, da Perspektivwechsel für manche Kinder sicherlich schwerer zu verfolgen wären. Insofern war das häufige Geschichtenerzählen eine gute Lösung für dieses Buch (und würde beim gemeinsamen Lesen mit Eltern bzw. Vorlesen lassen sicherlich gut wirken!) Außerdem sind die Illustrationen sehr ansprechend. Nacherzählungen bzw. Aufbereitungen von Sagen für Kinder finde ich fantastisch und ich persönlich hatte auch extrem viel Freude an diesem Buch. Nur so als Randbemerkung. (Ich selbst war auch totales Sagen-Kind und eins meiner absoluten Lieblingsbücher war eine Aufbereitung der Nibelungen.) Ich würde Eltern jedoch empfehlen, im Hinterkopf zu behalten, dass etwas Brutalität, Tod und Blut natürlich auch Teil des Buches sind. Nicht viel! Wirklich nur minimal und auch nicht detailliert beschrieben, aber y'know... es geht halt auch um Krieg. Bei sensiblen Kindern das Buch vielleicht lieber zusammen lesen oder so. Das einzige, was ich zu bemängeln hätte, ist, dass Telemachos so häufig von anderen Menschen berichtet wird, sodass er als Protagonist meiner Meinung nach etwas zu passiv wirkt. Manchmal dachte ich mir, es würde vielleicht mehr Spaß machen, Odysseus' Abenteuer zu verfolgen, als mit Telemachos immer nur im Palast zu sitzen und Märchen zu hören. Es bessert sich aber glücklicherweise im zweiten und dritten Abschnitt des Buches. Und ich hätte mir gewünscht, dass etwas über Sklaverei thematisiert worden wäre. Wenn es um altmodische Frauenbilder ging, wurde durch den Protagonist mitgeteilt, dass er viele Frauen kenne, die ihren Männern in nicht unterwürfig seien, seine Mutter die Insel ja auch 20 Jahre ohne Odysseus verwaltet habe. Diese Art von Bewusstsein hätte ich mir auch für die Sklaverei gewünscht. Zu Beginn wurde nur gesagt, dass sie ihre Haussklaven ja gut behandeln würden, und am Ende wird die Aussicht gestellt, dass Odysseus in seiner Güte vielleicht ein Sklavenkind und seine Mutter "die Freiheit schenken" wird, weil das Kind mit einem freien Mann gezeugt wurde. Das reicht mir nicht. Ich hätte den Protagonisten gerne gesehen, wie er das Konzept Sklaverei generell etwas hinterfragt, so wie er Kriege, und die Art, wie sich andere Charaktere über Frauen äußern, hinterfragt hat. Fazit/tl;dr: Ich würde das Buch definitiv für die intendierte Altersgruppe empfehlen und ich denke auch Erwachsene, die es evtl. mitlesen/vorlesen, werden hieran sehr viel Freude haben.

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Das Cover finde ich wirklich gelungen und extrem passend für die Neuauflage des Klassikers. Mir gefällt zudem, dass die Farbwahl eher schlicht und edel denn auffällig wirkt, allerdings bin ich mir unsicher, ob das Buch als solches mir in einer Buchhandlung überhaupt ins Auge gesprungen wäre, weil die Aufmachung sich schon eher an einen Klassiker anlehnt und deswegen eventuell etwas altbacken wirken könnte. Die Illustrationen gehen in eine ähnliche Rolle, weil sie eher (zumindest unserer Vorstellung nach) antik angehaucht sind. Dennoch lockern sie die Kapitel sehr gekonnt auf. Zum Inhalt muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden, weil den meisten die Geschichte des großen trojanischen Helden Odysseus und seiner anschließenden Irrfahrt zumindest in Auszügen bekannt ist, auch wenn sie hier aus der Sicht dessen Sohnes Telemachos erzählt wird. Dieser war erst ein Jahr alt, als sein Vater in den Krieg zog, um Helena, die Frau des Menelaos, zurückzuholen. Nach dem Ende des mehr als 10 Jahre andauernden Krieg wartet der Sohn ebenso wie dessen Mutter sehnsüchtig darauf, dass der König zur kleinen Insel Ithaka zurückkehrt, doch dies passiert nicht. Stattdessen müssen sich Telemachos und Königin Penelope mit penetranten Freiern auseinandersetzten, die die Königin heiraten wollen, um selbst König der Insel zu werden. Währenddessen hört der Junge immer wieder von den Heldentaten seines Vaters und beschließt irgendwann, sein Schicksal nun selbst in die Hand zu nehmen. Ich habe die Odyssee tatsächlich bereits mehr als einmal gelesen und schon häufig gedacht, dass mich interessieren würde, wie das Leben des Telemachos ohne seinen Vater so verlaufen ist, immerhin hat er ihn gar nicht kennengelernt, steht aber dennoch ein Leben lang im Schatten des so gewitzten und klugen Helden. Dieses Buch gibt zumindest eine Idee davon, wie sein Leben hätte aussehen können und ich finde das Buch durchaus interessant, allerdings vielmehr in Bezug auf die Adaption des Originaltextes. Ich fand es spannend, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu finden und die Veränderungen, die sich dadurch auch bei den Charakteren ergeben, zu erkennen. Allerdings fand ich, dass es sich hierbei so richtig um eine moderne oder eine so richtig für Kinder geeignete Adaption handelt. Selbst die Art zu schreiben, orientiert sich eher an der Übersetzung der Odyssee als an modernen Texten. Das ist natürlich nichts Schlechtes, so hat man direkt das Gefühl, sich in einer mythologischen, vielleicht sogar historischen Geschichte zu befinden. Ich finde es aber besonders für die eher jüngere Zielgruppe durchaus schwierig, der Geschichte so folgen zu können. Auch die Charaktere machen es einem da nicht so leicht, weil sie wirklich eher mythologische Figuren und Helden bleiben, statt zu liebgewonnen Charakteren zu werden. Alles in allem fand ich das Buch durchaus spannend, obwohl ich die Odyssee mehr als einmal gelesen habe und sich diese Geschichte recht nah daran bewegt, abzüglich der persönlichen Geschichte des Telemachos natürlich. Es handelt sich hierbei in meinen Augen vor allem um eine eher klassische Mythenadaption, was für mich interessant ist, aber für viele Kinder und Jugendliche als erster Zugang möglicherweise nicht ganz so spannend sein könnte, schon alleine, weil einen die vielen verschiedenen Charaktere und Handlungsabschnitte eher überfordert könnten.

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Odysseus & Co. wunderbar erzählt Der junge Telemachos wartet auf seinen Vater Odysseus, der schon vor Jahren in den Trojanischen Krieg aufgebrochen ist. Als der Krieg vorüber, der legendäre Odysseus aber noch immer nicht zurückgekehrt ist, stellt sich Telemachos immer öfter die Frage nach seinem Verbleib – bis ihm schließlich ganz unglaubliche Geschichten zugetragen werden, bei denen selbst die Götter ihre Hand im Spiel haben. Aus irgendeinem Grund haben mich griechische Sagen schon als Kind begeistert, so dass ich mich über die Idee zu diesem Buch besonders gefreut habe. Und tatsächlich hat mich die Umsetzung begeistert und hat alle Erwartungen erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. Die Geschichten um Odysseus werden hier ganz wunderbar erzählt und sind geschickt in das Leben des zuhausegebliebenen Telemachos eingebunden. Begeistert hat mich insbesondere, dass Odysseus‘ Abenteuer und die Entwicklungen bei Telemachos in der Heimat gleichermaßen packend und eindrücklich geschrieben sind, so dass sich die Seiten unglaublich schnell weglesen. Telemachos fand ich unheimlich sympathisch geschrieben, aber auch die Nebenfiguren wurden wirklich gut herausgearbeitet. Einzig bei der Altersempfehlung des Verlags habe ich mich gewundert: Für 10jährige finde ich manche Stellen im Buch aus mehreren Gründen ungeeignet und würde es frühestens ab 12 Jahren an die Hand geben. Dafür eignet sich dieses Buch aber andererseits auch bestens für alle erwachsenen Leser. Abgesehen vom Alter gibt es für diese wunderbare Nacherzählung der Sagen rund um Odysseus von mir auf jeden Fall eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Homer reloaded! Die 'Ilias' und 'Odyssee' in kindgerechter Form aufbereitet. Berichtet wird aus Sicht des Sohnes von Odysseus und seiner Frau Penelope, der erst ein Jahr alt war, als sein Vater zum trojanischen Krieg aufbrach. Eine schöne und bildhafte Sprache. Dieses Buch werde ich gern empfehlen. Auch das Cover gefällt mir.

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Als Kind gehörte die TV Serie „Mission Odysseus“ zu meiner Samstags-Routine. Ich habe die Serie über alles geliebt, die Abenteuer des Seefahrers, die mythischen Kreaturen und Götter, die er dabei trifft und bezwingt, die List, mit der er ihnen jedes Mal wieder entgeht. Und bevor das Abenteuer losging, sah man jedes Mal seine Frau Penelope und seinen Sohn Telemachos, die zuhause auf die Rückkehr des Mannes warten. Ich fand die Idee, in diesem Buch die persönliche Geschichte des Sohnes, des Daheimgeblienen, des Wartenden zu erzählen, einfach großartig. Die Perspektive von Telemachos stellte ich mir sehr spannend vor und ich fragte mich, wie viel mir von dieser Geschichte bekannt vorkommen würde, ob ich einige Aspekte aus der Serie wiedererkennen würde oder generell Dinge aus der trojanisch-griechischen Fehde um Helena, die der Ursprung von Odysseus Aufbruch war. Anfangs noch, als der kleine Telemachos die Abenteuer seines Vaters von seinem Kindermädchen weitergereicht bekommt, fand ich die Geschichte klasse. Ich habe viele Begegnungen wiedererkannt, sei es nun von „Mission Odysseus“ oder aus anderen Reihen und Büchern, die die griechische Mythologie behandeln, wie Percy Jackson. Ich habe mich wohlgefühlt in dieser Mischung aus bekanntem und unbekanntem, ein tolles Leseerlebnis. Aber je älter Telemachos wurde, desto stärker rückte der Fokus natürlich auf ihn und sein eigenes Befinden, auf die chaotischen und ungemütlichen Zustände in Ithaka und mir persönlich hat das nur in Maßen gefallen. Es war einerseits zwar spannend zu sehen, wie Telemachos aufwächst und sich vom kleinen Jungen zum Mann entwickelt, der sich erst einmal klar darüber werden muss, was er selbst möchte und wohin es ihn zieht. Auf der anderen Seite konnte ich mich in diesen Teil der Geschichte einfach nicht richtig hineinversetzen. Die Figuren, die zumeist Widersacher von Telemachos waren, waren mir entsprechend unsympathisch und zu sehen, wie der junge Mann ständig untergebuttert und nicht ernstgenommen wird, zu sehen, wie respektlos er unter seinem eigenen Dach von Fremden herumkommandiert wird, hat mich sehr wütend gemacht und auf lange Sicht frustriert. Frustriert zu lesen macht nur bedingt Spaß und so brauchte ich für die zweite Hälfte des Buches sehr viel länger als erwartet. Was mir wiederum sehr gut gefiel, war die Gestaltung. Der Einband und das Cover sind wunderschön und im Innenbereich finden sich hier und dort Illustrationen, die ich mir gern angeschaut habe. Es hätten für meinen Geschmack sogar noch ein paar mehr sein können, sie passten einfach super zur Geschichte. Mein Fazit: Insgesamt mochte ich den Teil mit Odysseus Abenteuern leider irgendwie mehr als die persönliche Geschichte von Telemachos, was dem Titel eigentlich nur in die Karten spielt. Für mich konnte Telemachos sich nicht wirklich als überzeugende, eigenständige Figur etablieren, er blieb für mich einfach nur der „Sohn von Odysseus“. Ich mochte das Setting sehr, die Seefahrten, die Inseln und allen voran Ithaka, aber so richtig begeistert bin ich nicht. Von mir gibt es daher mittelmäßige 3 von 5 Sternen.

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"Der Sohn des Odysseus" von Annika Thor, ist eine Geschichte über die griechische Mythologie für Kinder ab zehn Jahre. Der der 11-jährige Telemachos hat kaum noch eine Erinnerung an seinen vor Jahren in den Krieg gezogenen Vater. Nun ist der Trojanische Krieg vorbei, doch sein Vater, König Odysseus ist nicht auf die Insel Ithaka zurückgekehrt. Weitere zehn Jahre vergehen, während er voller Sehnsucht auf die Heimreise seines Vaters wartet, in der seine Mutter die Herrschaft vertritt. Annika Thor erzählt die griechische Sage des Odysseus sehr nah am Original in einer altersgerechten Fassung. Und doch waren einige Stellen sehr brutal und hart beschrieben, die vielleicht nicht jedes Kind im Alter von zehn Jahren so gut wegsteckt. Der Schreibstil liest sich sehr angenehm, fliessend und leicht. Die Kapitel haben eine gut Leselänge und werden durch die hübschen Illustrationen aufgepeppt. Insgesamt eine tolle Geschichte in der die griechische Sage kindgerecht mit eingeflochten wird, jedoch das Lesealter würde ich etwas raufsetzten.

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