Wie das Wetter Geschichte macht

Katastrophen und Klimawandel von der Antike bis heute

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Erscheinungstermin 23.06.2019 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

Hitzejahre, klirrende Kälte, Sturmfluten: Eindrucksvoll zeigt Ronald D. Gerste, wie langfristige Klimaveränderungen und einzelne Wetterereignisse sich auf die Gesellschaften und die Kulturen der Menschheit auswirkten und sogar den Verlauf der Geschichte beeinflussten.   Hitzejahre, klirrende Kälte, Sturmfluten: Eindrucksvoll zeigt Ronald D. Gerste, wie langfristige Klimaveränderungen und einzelne Wetterereignisse sich auf die Gesellschaften und die Kulturen der Menschheit auswirkten und sogar den Verlauf der Geschichte beeinflussten.

Hitzejahre, klirrende Kälte, Sturmfluten: Eindrucksvoll zeigt Ronald D. Gerste, wie langfristige Klimaveränderungen und einzelne Wetterereignisse sich auf die Gesellschaften und die Kulturen der...


Verfügbare Ausgaben

ISBN 9783608962536
PREIS 10,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Klima und Wetter haben im Verlauf der Weltgeschichte die Entwicklung des Menschen geprägt. Ob der Aufstieg eines Reichs – beeinflusst durch eine länger anhaltende warme Phase – oder ein kurzfristiges Ereignis wie eine Naturkatastrophe: Immer wieder haben Wetter und Klima historische Momente geprägt. Welches sind die Augenblicke in der langen Geschichte der Menschheit, die stark vom Wetter/Klima beeinflusst wurden? In diesem Buch findet der Leser eine Auswahl davon. Der Autor pocht nicht auf Vollständigkeit und weist auch gleich am Anfang daraufhin, dass seine Ausführungen eurozentrisch geprägt sind. So finden sich zwar einige Ausnahmen davon, ein kurzer Blick nach Asien oder Mittelamerika, großteils beziehen sich die Betrachtungen aber auf Europa und Nordamerika. Die einzelnen Kapitel sind chronologisch geordnet, es finden sich aber immer wieder Bezüge zu ähnlichen Ereignissen in einem anderen zeitlichen Abschnitt. Die Betrachtungen beginnen mit einem Blick auf die Warmperiode während der Blütezeit des Römischen Reichs. Auf die Zeit vorher wird zwar kurz eingegangen, allerdings nicht sehr ausführlich. Eine Ausnahme stellen die Vulkaneruptionen mit ihren Auswirkungen auf das Klima und Wetter dar, die auch in prähistorischer Zeit erwähnt werden. Von den Römern ziehen sich die Kapitel bis zum heutigen Klimawandel. Dabei begegnet der Leser so mancher bekannter historischer Persönlichkeit. Da das Wetter im Mittelpunkt steht, sind es nicht nur bekannte Eckdaten/Menschen/politische Ereignisse die diesen speziellen geschichtlichen Überblick ausmachen. So wird die Zeit des ersten Weltkrieges z.B. gar nicht erwähnt, während der „Kleinen Eiszeit“ mehrere Kapitel gewidmet sind. Die Ausführungen sind angenehm zu lesen, die Mischung aus historischen und meteorologischen Fakten – immer wieder durchsetzt mit Betrachtungen der heutigen Entwicklungen – fand ich sehr interessant. Fazit: Beim Thema Klimawandel, aber auch bei auftretenden Naturkatastrophen werden immer wieder historische Beispiele aufgegriffen. Wer sich ein besseres Bild davon machen will, welchen Einfluss das Wetter/Klima auf die Geschichte hatte, ist mit diesem Buch gut beraten.

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Ronald D. Gerste - Wie das Wetter Geschichte macht zum Inhalt Hitzejahre, klirrende Kälte, Sturmfluten: Eindrucksvoll zeigt Ronald D. Gerste, wie langfristige Klimaveränderungen und einzelne Wetterereignisse sich auf die Gesellschaften und die Kulturen der Menschheit auswirkten und sogar den Verlauf der Geschichte beeinflussten. Hitzejahre, klirrende Kälte, Sturmfluten: Eindrucksvoll zeigt Ronald D. Gerste, wie langfristige Klimaveränderungen und einzelne Wetterereignisse sich auf die Gesellschaften und die Kulturen der Menschheit auswirkten und sogar den Verlauf der Geschichte beeinflussten. Meinung Um zu zeigen, dass unsere Geschichte und die Entwicklung unserer Kultur stärker von Wetter und Klima beeinflusst wurde, als uns bewusst ist, führt er den Leser durch verschiedene Epochen. Große Vulkanausbrüche führte zu der kleinen Eiszeit am Ende des Mittelalters. Eine Veränderung der Sonnenfleckenaktivität oder eine Verschiebung der Erdbahn haben schon immer das Klima beeinflußt. Wie sehr unsere Kultur und Gesellschaft von dem Klima abhängt zeigt uns das abrupte Ende der Maya-Hochkultur. Die gescheiterte Invasion der spanischen Armada, die Schlacht bei Waterloo oder die Französische Revolution. Aber auch der Hurrikan Katrina oder das Austrocknen Kaliforniens sowie die Erderwärmung Der Autor zeigt in flüssiger Sprache, wie das Klima den Lauf der Geschichte massgeblich beeinflusst. Sehr empfehlenswert!

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In diesen Buch beleuchtet der Autor, wie verschiedene Wetterereignisse den Lauf der Geschichte beeinflusst haben. In kurzen Kapiteln beschreibt er einzelne historische Begebenheiten. Er geht dabei weitestgehend chronologisch vor. Seine Schlussfolgerungen erscheinen plausibel, sind manchmal aber etwas gewagt. Das Buch liefert auch einige Denkansätze. Das Buch lässt sich auch für einen Laien leicht verständlich lesen. Der Schreibstil ist sehr anschaulich, keineswegs trocken. Für mich war ein unterhaltsamer Ausflug in die (Klima)Geschichte. Ich kann das Buch jeden empfehlen, der einen populärwissenschaftlichen Ausflug in die Geschichte machen möchte.

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In Wie das Wetter Geschichte macht bringt uns Ronald D. Gerste nahe, wie sehr sich Wetter und Klima schon immer auf die Menschheitsgeschichte auswirkte. Über die Antike bis in die Neuzeit haben Klima und Wetter immer wieder Einfluss auf das Leben der Menschen genommen. Teilweise mehr als dauerhafte Wärme- oder Kälteperioden, die durch den Einfluss auf die Lebensmittelherstellung auch die Entwicklungen von Gesellschaften hatten, oder aber durch konkrete Wetterereignisse, die den Ausgang von Schlachten beeinflussten. Mich hat das Buch gut unterhalten. Einige der Phänomene kannte ich schon, aber gerade so Dinge wie das Wetter die Schlacht von Waterloo und auch den D-Day beeinflusst hat, war mir noch unbekannt. Der Autor schafft es mit solchen Details Geschichte lebendig werden zu lassen. Da wird einem doch klar, das es auch ganz anders hätte laufen können, hätte das Wetter Anfang Juni 44 nicht doch noch aufgeklart. Von daher kann ich das Buch durchaus als gut lesbares Sachbuch empfehlen.

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Autor, Arzt und Historiker Ronald D. Gerste hat sich nach „Wie Krankheiten Geschichte machen“ des Einflusses von Wetter und Klima auf die Menschheit angenommen. Zu Beginn sollte vielleicht wieder einmal der Unterschied zwischen Wetter und Klima in Erinnerung gerufen werden: Wetter = der momentane Zustand der Atmosphäre Das Wetter spielt sich in kurzen Zeiträumen wie Stunden bis Wochen. Es wird von kurzfristigen Phänomenen, z.B. von Tiefdruckgebieten, Konvektion oder Niederschlag, bestimmt. Wetter kann als aktueller Zustand der Atmosphäre von jedem persönlich unmittelbar erlebt werden. Klima = langfristige Zeiträume Hier haben wir es mit langen Perioden zu tun. Klima kann als langfristige Beobachtung, die nur durch genaue Aufzeichnungen bestimmt ist, definiert werden. Das Erleben ist hier sehr subjektiv, da erlebtes (früheres) Wetter der eigenen Interpretation ausgesetzt ist. Doch zurück zum Buch: Der Autor spannt den Bogen von der Antike bis hin zur Gegenwart. Er ist bei Berichten aus der Vergangenheit auf die Beobachtungen und Überlieferung der Zeitzeugen angewiesen, die die Ereignisse nicht immer objektiv beschrieben haben. Sei es, dass sie die Informationen selbst nur aus zweiter oder dritter Hand erfahren haben, oder sei es, dass sie erst nach Jahrzehnten niedergeschrieben wurden oder sei es, dass es sich Übersetzungsfehler eingeschlichen haben. Dem Ausbruch des Vulkans Tambora 1815 hat der Autor ein größeres Augenmerk geschenkt: In weiten Teilen der Welt Auswirkungen, die erst 1816 so richtig spürbar werden. Das 1816 geht als „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte ein, weil als Folge des Vulkanausbruchs die Stratosphäre durch Schwefelaerosole das Sonnenlicht absorbierten. Erst 1818 normalisiert sich die Wetterlage wieder. Wer darüber mehr lesen will, dem sei „Vulkanwinter“ (Gillen D’Arcy Wood) Und „Tambora und das Jahr ohne Sommer“ (Wolfgang Behringer) empfohlen. Ab etwa der Hälfte seines Buchs widmet er sich sehr deutlich dem Wetter, das Schlachten beeinflusst hat. So ist das Scheitern von Napoleons Feldzug gegen Russland (1812), die Niederlage bei Waterloo (1815) sowie die Vernichtung der Deutschen vor Stalingrad im Winter 1943 detailliert beschrieben. Es wird allerdings nicht verschweigen, dass hier die Unbilden des strengen Winters allein den Untergang der Armeen verursacht hat. Als „positives“ Gegenbeispiel, das beinahe aufgrund des Wetters nicht stattfinden hätte können, wird der sogenannte D-Day (Invasion der Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie) angeführt. Auch hier hat das Wetter großen Einfluss auf das Geschehen. Schonungslos zeigen die Wetterphänomene Schwächen und Versäumnisse der Politik auf, wie am Beispiel der Sturmflut von 1962, die nicht nur Hamburg erreicht hat, zu lesen ist. Die Conclusio aus diesem Buch: Der Klimawandel ist kein Phänomen der Moderne, lediglich die Ursachen sind es. Daher tun wir gut daran, den CO2-Austoß zu verringern. Das auch, um die Folgen eventueller Vulkanausbrüche à la Tambora oder Krakatau zu überstehen. Das Blöde ist nur, konkrete Vorhersagen sind kaum möglich. Fazit: Ein gut lesbares Buch für Menschen, die sich dafür interessieren, wie das Wetter und das Klima in der Vergangenheit geschichtliche Ereignisse beeinflusst haben. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Zum Herbst passt dieses Buch wie die Faust aufs Auge „Wie das Wetter Geschichte macht- Katastrophen und Klimawandel von der Antike bis heute“ von Ronald D. Gerste mit der ISBN 9783608962536. Autor, Arzt und Historiker Ronald D. Gerste hat sich nun dem Wetter und dem Klima angenommen. Wetter ist von Höflichkeitsthema zum brandaktuellen Verantwortungsbereich für jedermann avanciert. Somit stellt er zu Beginn klar was Wetter (momentane Zustand der Atmosphäre ) und dem Klima (langfristige Beobachtung, die nur durch genaue Aufzeichnungen bestimmt ist) unterschiedliche Dinge sind. Von der Antike bis zur Gegenwart schreibt der Autor über bemerkenswerte Begebenheiten wie 1816 auch bekannt als „Jahr ohne Sommer“ oder Napoleons Feldzug gegen Russland (1812), die Niederlage bei Waterloo (1815) sowie die Vernichtung der Deutschen vor Stalingrad im Winter 1943. Wetter ist ein nicht zu unterschätzender Faktor im Weltgeschehen. Geschichte als solches schriebt man hier zwar nicht neu- aber der Blickwinkel der Betrachtung ist eine andere. Das Buch ist für Geschichtsinteressierte geeignet sowie für Menschen die sich näher mit dem Wetter auseinander setzen wollen.

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