Schliemann und das Gold von Troja

Mythos und Wirklichkeit

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Erscheinungstermin 19.08.2021 | Archivierungsdatum 01.04.2022

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Zum Inhalt

Heute wie zu Lebzeiten umstritten: Schliemann und seine Funde in Troja.

Kaufmannsgehilfe, Goldsucher, Schiffsbrüchiger, Kriegsgewinner, Raubgräber und »Entdecker von Troja« auf den Spuren Homers – Heinrich Schliemanns unglaubliches Leben und sein schwieriges Erbe.

Bis heute ist er ein Faszinosum und bis heute ist sein Erbe hochumstritten. Ob Heinrich Schliemann wirklich Troja fand oder ob die Ruinen, in denen er mit brachialen Methoden nach Schätzen grub, etwas ganz anderes waren – bis heute streitet man darüber. Seine wichtigsten Funde, der »Schatz des Priamos« und der »Schatz des Agamemnon« sind erstaunlich. Aber mit Priamos oder Agamemnon haben sie nichts zu tun. Bis heute sorgt sein Gold aus Troja für Streit bis hin zu staatspolitischen Verwicklungen – denn zuerst schaffte Schliemann die goldenen Preziosen illegal außer Landes – dann verschwanden sie am Ende des Zweiten Weltkriegs aus Berlin. Erst 1994 machte eine russische Museumsdirektorin bekannt, dass sowjetische Soldaten sie nach Moskau mitgenommen hatten.

Selbst bei Archäologen ist Schliemann so umstritten wie verhasst, und auch wenn die Hälfte von ihnen ohne jugendliche Schliemann-Lektüre etwas ganz anderes geworden wäre – dass er die Funde ganzer Kulturperioden als Schutt entsorgte, bleibt ein Sakrileg.

Schliemanns ganzes Leben liest sich wie eine sagenhafte Tellerwäschergeschichte: Aus dem Krämergehilfen in Fürstenberg an der Havel wurde im kalifornischen Goldrausch der Gründer einer Bank, in Russland wurde Schliemann mit Schießpulver-Spekulationen während des Krimkriegs zum Millionär – dann zog er als Reiseautor und Schatzgräber auf den Spuren Homers durch die Welt. Fest steht: Kaum ein Deutscher hat die Fantasie der Menschen so beflügelt wie Heinrich Schliemann. Weshalb von ihm zu lesen spannend wie ein Krimi ist.

Heute wie zu Lebzeiten umstritten: Schliemann und seine Funde in Troja.

Kaufmannsgehilfe, Goldsucher, Schiffsbrüchiger, Kriegsgewinner, Raubgräber und »Entdecker von Troja« auf den Spuren Homers –...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783869712451
PREIS 24,00 € (EUR)

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Zum Inhalt: Heute wie zu Lebzeiten umstritten: Schliemann und seine Funde in Troja. Kaufmannsgehilfe, Goldsucher, Schiffsbrüchiger, Kriegsgewinner, Raubgräber und »Entdecker von Troja« auf den Spuren Homers – Heinrich Schliemanns unglaubliches Leben und sein schwieriges Erbe. Bis heute ist er ein Faszinosum und bis heute ist sein Erbe hochumstritten. Ob Heinrich Schliemann wirklich Troja fand oder ob die Ruinen, in denen er mit brachialen Methoden nach Schätzen grub, etwas ganz anderes waren – bis heute streitet man darüber. Seine wichtigsten Funde, der »Schatz des Priamos« und der »Schatz des Agamemnon« sind erstaunlich. Aber mit Priamos oder Agamemnon haben sie nichts zu tun. Bis heute sorgt sein Gold aus Troja für Streit bis hin zu staatspolitischen Verwicklungen – denn zuerst schaffte Schliemann die goldenen Preziosen illegal außer Landes – dann verschwanden sie am Ende des Zweiten Weltkriegs aus Berlin. Erst 1994 machte eine russische Museumsdirektorin bekannt, dass sowjetische Soldaten sie nach Moskau mitgenommen hatten. Selbst bei Archäologen ist Schliemann so umstritten wie verhasst, und auch wenn die Hälfte von ihnen ohne jugendliche Schliemann-Lektüre etwas ganz anderes geworden wäre – dass er die Funde ganzer Kulturperioden als Schutt entsorgte, bleibt ein Sakrileg. Schliemanns ganzes Leben liest sich wie eine sagenhafte Tellerwäschergeschichte: Aus dem Krämergehilfen in Fürstenberg an der Havel wurde im kalifornischen Goldrausch der Gründer einer Bank, in Russland wurde Schliemann mit Schießpulver-Spekulationen während des Krimkriegs zum Millionär – dann zog er als Reiseautor und Schatzgräber auf den Spuren Homers durch die Welt. Fest steht: Kaum ein Deutscher hat die Fantasie der Menschen so beflügelt wie Heinrich Schliemann. Weshalb von ihm zu lesen spannend wie ein Krimi ist. Meinung: Schon als Kind hat mich die Geschichte um Heinrich Schliemann gefesselt und auch ohne Troja wäre das Leben des Heinrich Schliemann jede Biografie wert. Durch die Entdeckung Trojas aber hat er unsterblichen Ruhm erlangt. Mit dem Buch gewinnt man einen sehr interessanten Einblick in sein Leben und Schaffen. Schliemann war ein Vorbild in Sachen Ausdauer, Anstrengungs- und Risikobereitschaft. Der Bericht über seine Entdeckungen in Griechenland und der Türkei ist lesenswert, auch wenn die Archäologen heute anderer Meinung sind, wie er es war. „Der Schatz des Priamos“ soll wohl mehr als tausend Jahre älter sein als Troja. Heinrich Schliemann starb im Jahr 1890. Es bleibt ihm nicht erspart, im letzten Jahr seines Lebens erkennen zu müssen, dass es nicht den "Schatz des Priamos" gefunden hatte. Doch obwohl Schliemann sich bei der Einordnung seiner Funde irrte, ist er bis heute einer der berühmtesten und umstrittensten Archäologen der Welt. Er sollte nicht in Vergessenheit geraten. Fazit: Das Buch liest sich wie ein Krimi, es ist interessant und spannend und es ist ganz gewiss zu empfehlen.

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*Der Aufstieg des Deutschen aus armer Kindheit zum Millionär, der sich nach harten Geschäften in Russland und Amerika in der zweiten Lebenshälfte für das Ausgraben mythenumwehter antiker Schätze entschieden hat, imponierte den Briten.* Der Name Schliemann ist unweigerlich mit der Entdeckung Trojas verbunden. Doch wie kam der Millionär überhaupt dazu, sich für die Archäologie zu interessieren und wie erging es ihm bei seinen Ausgrabungen? Hat er wirklich Troja entdeckt oder ist es ganz was anderes, das er ans Licht gebracht hat? Das Buch begleitet Schliemann ins seinem zweiten Lebensabschnitt, in dem der ehemalige Kaufmannsgehilfe bereits ein Vermögen angehäuft hat, eine Scheidung in Gang ist und er sich dazu entschließt, Reiseschriftsteller zu werden. Diese Tätigkeit und – wohl auch – der ausbleibende Erfolg seiner Bücher konfrontieren ihn damit, was in dem Bereich gerade „in“ ist. So begibt er sich auf die Spuren Homers nach Italien und Griechenland. Aus seinen ersten Eindrücken heraus entwickelt sich eine Faszination, die darin gipfelt, dass er sich als Ausgräber – mehr noch als Schatzsucher – betätigen will. Seine Entdeckung, sein Troja, das er dabei freilegt, bleibt bis heute umstritten. Nach einer Einleitung zu seinen bisherigen Reisen wird ausführlich über seine Beschäftigung mit Homer und seine Ausgrabungen, seine Gefährten aber auch Widersacher berichtet. Dabei legt der Autor Wert darauf, Schliemann nicht als Heroen darzustellen. Er zeigt seine unangenehmen Seiten auf – sei dies in Bezug auf seinen Charakter als auch in Bezug auf die Fehler, die er bei seinen Grabungen gemacht hat. Er zeigt aber auch, dass Schliemann durchaus eine faszinierende Persönlichkeit besaß. Mich haben schon allein seine sprachlichen Fertigkeiten beeindruckt. Fazit: Das Buch verbindet eine Biografie Schliemanns mit der Entdeckungsgeschichte Trojas und der Ambivalenz, die sowohl die Person Schliemann als auch die gefundenen Schätze hervorrufen. Ich fand besonders die Haltung des Autors ansprechend, den Entdecker Trojas nicht zu beschönigen.

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„Der Aufstieg des Deutschen aus armer Kindheit zum Millionär, der sich nach harten Geschäften in Russland und Amerika in der zweiten Lebenshälfte für das Ausgraben mythenumwehter antiker Schätze entschieden hat, imponierte den Briten.“ Der Name Heinrich Schliemann ist untrennbar mit der Entdeckung Trojas verbunden. Doch wie kam der Millionär überhaupt dazu, sich für die Archäologie zu interessieren? Hat er wirklich Troja entdeckt? Über Heinrich Schliemann (1822-1890) scheiden sich nach wie vor die Geister und die Archäologen rümpfen ihre Nasen. Von seriöser Arbeit als Archäologe kann man bei Schliemann nicht sprechen. Ein fanatischer Laie, der Kraft seines Vermögens sich ohne Rücksicht auf Verluste in das Ziel verbeißt, die antike Stadt Troja auszugraben? Oder steckt da mehr dahinter? Akribisch geht Autor Frank Vorpahl das Leben des Selfmade-Millionär an: Schliemann versucht, als (ehemals) mittellose Halbwaise mit einem großen Defizit an Schulbildung und Anerkennung, zeitlebens zu bekommen. Dass er als Autodidakt 16 Sprachen (!) gelernt haben will, erscheint mir doch ein wenig übertrieben. Vermutlich kann er sich insoweit verständigen, wie er es für seine Reisen und Ausgrabungen benötigt. Kurios, dass Schliemann bei offiziellen Anlässen oft Monologe in altgriechisch hält. Ein wirklich sympathischer Zeitgenosse scheint Schliemann nicht zu sein. Seinem Drang, Anerkennung als Archäologe zu bekommen, ordnet er so ziemlich alles unter: seine Familie(n) und seine Gesundheit. Fazit: Eine sehr ausführliche Biografie über einen Mann, der noch immer polarisiert. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Eine äußerst spannende Lebensgeschichte von Heinrich Schliemann. Der bekannte Goldgräber hatte ein bewegtes Leben, das bis heute Rätsel aufgibt. Ebenso umstritten ist die Person selbst, die die Gemüter spaltet. Das Buch gibt einen faszinierenden Einblick in eine spannende Persönlichkeit, die sich auch nach dem Lesen nicht entschlüsseln lässt. Dennoch die das Buch aufregend und interessant, so dass man es schon nach wenigen Seiten nicht mehr aus der Hand legt. Sehr empfehlenswert!

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