Frau Shibatas geniale Idee

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Erscheinungstermin 05.10.2021 | Archivierungsdatum 31.12.2021

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Zum Inhalt

Frau Shibatas geniale Idee ist eine kluge, moderne und feministische Antwort auf tief verankerte patriarchalische Strukturen in der japanischen Gesellschaft – und zugleich ein fulminantes Lesevergnügen! 

Frau Shibata ist vierunddreißig und arbeitet als Angestellte in einer Firma in Tokyo, in der Männer das Sagen haben. Ständig wird sie herumgeschubst, schlecht behandelt und soll Kaffee kochen. Doch dann hat sie eine geniale Idee: Sie behauptet, schwanger zu sein – und plötzlich wird sie rücksichtsvoll behandelt. Doch wie weit lässt sich dieses Spiel treiben? Frau Shibata geht aufs Ganze, stopft sich die Kleidung aus und ‚erlebt‘ die gesamte Schwangerschaft. Bis schließlich unausweichlich der Moment der Wahrheit naht – und die sieht anders aus, als gedacht .

Frau Shibatas geniale Idee ist eine kluge, moderne und feministische Antwort auf tief verankerte patriarchalische Strukturen in der japanischen Gesellschaft – und zugleich ein fulminantes...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783455012590
PREIS 21,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Frau Shibatas geniale Idee ist ein unterhaltsamer Roman um eine Frau in den dreißigern, die sich mehr und mehr in der erfundenen Schwangerschaft einlebt. Die Geschichte ist gut geschrieben und die Shaibata eine sehr symphatische Figur, der ich das Lügenkonstrukt nicht krumm nehmen kann, sondern unbedingt wissen wollte, wie sie aus der Geschichte wieder rauskommt.

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Wochen der imaginären Schwangerschaft Der Roman Frau Shibatas geniale Idee erzählt viel von der japanischen Arbeitswelt. Die Icherzählerin ist als einzige Frau im Büro verpflichtet, Kaffee zu kochen und Tassen abzuräumen, obwohl das wirklich nicht ihr Job ist. Um sich dagegen zu wehren, behauptet sie schwanger zu sein und tatsächlich wird dann mehr Rücksicht auf sie genommen.Diese Idee ist aber nur kurzfristig genial, denn sie muss sich auf den angeblichen Schwangerschaftsverlauf anpassen und z.B. zunehmen. Immer mehr steigert sie sich in ihre Rolle hinein. Emi Yagi bericchtet detailgenau über das Büroleben und es fällt auf, dass das moderne Leben in Japan auch von Einsamkeit begleitet sein kann. So ähnlich habe ich das auch schon von anderen Schriftstellerinnen über das Leben junger Japanerinnen gelesen. Das Buch wurde aus dem Japanischen von Luise Steggewentz übertragen. Eine Übersetzung, bei der ich ein gutes Gefühl habe. Es ist ein kurzer und kurzweiliger Roman, der geschickt gemacht ist und den ich weiterempfehlen möchte.

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Emi Yagi - Frau Shibatas geniale Idee zum Inhalt Frau Shibata ist vierunddreißig und arbeitet als Angestellte in einer Firma in Tokyo, in der Männer das Sagen haben. Ständig wird sie herumgeschubst, schlecht behandelt und soll Kaffee kochen. Doch dann hat sie eine geniale Idee: Sie behauptet, schwanger zu sein – und plötzlich wird sie rücksichtsvoll behandelt. Doch wie weit lässt sich dieses Spiel treiben? Frau Shibata geht aufs Ganze, stopft sich die Kleidung aus und ‚erlebt‘ die gesamte Schwangerschaft. Bis schließlich unausweichlich der Moment der Wahrheit naht – und die sieht anders aus, als gedacht . Meinung Das Buch ist skurril, erschreckend und wirklich komisch. Dabei ist immer ein gewisser Humor und eine leichte Kritik an der japanischen Gesellschaft zu lesen. Und man fragt sich, wie Frau Shibata dies bis zum Ende ihrer Schwangerschaft durchziehen will. Der Schreibstil ist dabei sehr gut zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin.. Ein Buch, das Realität und Fantasie gleichermaßen verschmelzen läßt und ein Netz voller Lügen, eigenen Wahrheiten und diffusionen Situationen schafft Eine gute Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt

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Ich habe angefangen und konnte nicht mehr aufhören. Die japanische Literatur ist ganz anders als die europäische. Aber die Probleme sind überall gleich. Die Frauen werden in der Arbeit benachteiligt, sexuell belästigt, sie werden nicht ernst genommen. Aber Frau Shibata hat mit ihrer "geniale(n) Idee" die Lösung gefunden. Ich habe die ganze "Schwangerschaft" mit ihr durchgelebt, ich habe mitgefiebert und das Baby erwartet. Ich wusste nur nicht, wie die ganze Sache endet, was für eine Lösung Frau Shibata findet. Und sie findet eine... eine sehr gute. Da bin ich aus allen Himmeln gefallen. Ich warte mit großer Ungeduld auf das Erscheinen des Romans, um es meinen Kundinnen zu empfehlen

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Tolles Buch, was den Leser fordert, seine Fantasie zu benutzen. Von der ersten Seite an war ich fasziniert vom Leben der jungen Protagonistin, die keine Lust mehr hat als Mädchen für alles herzuhalten. Ihre fixe Idee sich als Schwangere auszugeben um so besser behandelt zu werden fruchtet und so taucht sie ab in die Welt der werdenden Mütter. Das Ende ist etwas verwirrend aber auch enorm fantasieanregend. Ich hab dieses Buch sehr gerne gelesen und empfehle es allen Fans von japanischer Literatur wärmstens.

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Ein feines und kluges Buch, das mit Erwartungen bricht und anhand der Geschichte einer allein lebenden Frau ein modernes Porträt der Arbeitswelt im heutigen Japan liefert. Frau Shibata gibt einem viele Rätsel auf, das macht das Lesen zu einem besonderen Vergnügen und ist in seiner Unvorhersehbarkeit erfrischend anders. Ein Buch, das aus der Reihe fällt!

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Ein sehr ansprechendes Cover, auf das Wesentliche begrenzt, farbenfroh, feminin und ausdrucksstark. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einer teils logischen, nachvollziehbaren Abfolge an diffusen Gedankengängen nach strukturiert, der rote Faden ist auf jeden Fall erkennbar. Die Kapitellängen sind gut gewählt und gut organisiert. Satzlängen und gewählte Absätze gut platziert. Der Schreibstil ansich ist nicht besonders humorvoll, lädt aber dennoch zu einigen Schmunzel-Momenten ein. Auch wenn der Klappentext vermuten lässt, dass die Geschichte vorausschauend und das Ende zu erahnen ist, so schafft es die Autorin innerhalb der Geschichte um die Hauptprotagonistin immer wieder verwirrende Stränge einzubauen und den Leser zu verunsichern und zu überraschen. Ein humorvolles Buch, das Realität und Fantasie gleichermaßen verschmilzt und ein Netz voller Lügen, eigenen Wahrheiten und diffusionen Situationen schafft.

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Mit Frau Shibata lernen wir den (Arbeits)alltag einer jungen alleinstehenden Frau kennen. Eines Tages erfindet sie eine Schwangerschaft und ab dann wird es zum Teil ein wenig grotesk und surreal. Das Büchlein liest sich sehr gut, man will unbedingt wissen wie es weiter geht. Obwohl vielleicht nicht alles logisch ist (muss es das?) hat man unspektakulär viel über die japanische Gesellschaft erfahren. Eine absolute Empfehlung, eine Perle abseits des Mainstream.

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Ach, so ein altes Thema: alleinstehende Frauen, auch noch kinderlos, für die meisten noch immer ein grauenvolles Schicksal. Und wie elegant genial löst Frau Yagi dieses "Problem"! Wie witzig, geistreich, nachdenklich stimmend sie mit diesem Thema Monat für Monat "schwanger geht" ist ein großer Lesespass und geht gleichzeitig sehr nahe. Ich bin begeistert!

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Emi Yagi fängt die Einsamkeit all jener Frauen ein, die sich bewusst gegen die gesellschaftlichen Ideale entscheiden. Sie und ihre Protagonistin zeigen auf, wie anders man behandelt wird, wenn man den Erwartungen gerecht wird, die verbunden sind mit sozialer Anerkennung und Gemeinschaft, aber eben auch mit den patriarchalen Strukturen, denen wir immer noch nicht entwachsen sind. Ich fand diese zarte und doch so eindringliche Geschichte, in der auch vieles zwischen den Zeilen gelesen werden muss, wunderbar erfrischend. Die subtile Kritik und der magische Realismus machen das Buch nicht nur lesenswert, sondern einzigartig. Erinnert hat mich die Erzählweise etwas an die Romane von Sayaka Murata.

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Für alle, die gerne eine skurrile und auch witzige Geschichte mögen. Frau Shibata kann man die Lüge nicht übel nehmen, denn es braucht ja durchaus Mut.

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„Ein Kind zu bekommen, ist die Hölle, keins zu bekommen ebenso.“ Frau Shibata lebt in Tokyo, sie hat einen Uniabschluss, ist Anfang Dreißig und single. Bei ihrer vorherigen Arbeitsstelle kündigte sie wegen der Highheels, die sie dort tragen musste – und wegen sexueller Belästigung. In ihrem aktuellen Job, der Firma für Papierrollen, ist es besser. Doch auch dort ist sie als junge Frau diejenige, die das Kaffeegeschirr wegräumt, sich um den Müll kümmert und Überstunden schiebt. Aus der alltäglichen Monotonie und den kleinen Demütigungen am Arbeitsplatz scheint es keinen Ausweg zu geben. Bis Frau Shibata beschließt, schwanger zu sein: Plötzlich wird sie rücksichtsvoll behandelt und darf pünktlich gehen. Doch was als Notlüge im Job anfing, nimmt im Lauf der Zeit immer mehr Raum in Frau Shibatas Bauch und Leben ein: In den folgenden vierzig Wochen erlebt sie – quasi am eigenen Leib - alle Höhen und Tiefen einer Schwangerschaft: Übelkeit, Schwangeren-Aerobic, Kindsbewegungen, Wehenschmerz und Namensfindung eingeschlossen. Die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen und sie begreift, was es bedeutet, in der noch immer patriarchalisch geprägten Gesellschaft Japans Mutter zu werden und zu sein. Illusionen über die Mutterschaft hat Frau Shibata keine, denn bei befreundeten Frauen erlebt sie durchwachte Nächte, die mangelnde Hilfsbereitschaft der Ehemänner und den Kampf um die Kita-Plätze hautnah mit. „Ein Kind zu bekommen, ist die Hölle, keins zu bekommen ebenso.“, so bringt sie es auf einen Nenner. Manchmal hält sie Zwiesprache mit Maria, der Mutter Jesu: Auch bei dieser ist ja der Ursprung der Schwangerschaft sozusagen ungeklärt und auch sie war eine ledige Mutter in einer Männergesellschaft. Trotz allem: Nach der Babypause kehrt Frau Shibata gestärkt in ihren Job zurück: Sie hat erkannt, dass sie „etwas für sich selbst erschaffen und ihre eigene Versicherung sein muss“. Und tatsächlich hat sich auch am Arbeitsplatz die Stimmung verändert: Ihr wird mehr Respekt entgegen gebracht und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen wird langsam zum Thema. Auch wenn mir einiges in diesem Buch etwas fremd vorkam – die japanische Gesellschaft und Kultur unterscheidet sich ja in vielerlei Hinsicht von der deutschen, so waren oft auch genau diese Teile spannend zu lesen. Andererseits ist vieles, ja erschreckend vieles, doch ähnlich: Männer geprägte Strukturen in der Berufswelt; die Art und Weise, wie Mütter immer noch allein gelassen werden mit den Problemen der Kindererziehung und die vorherrschende Ansicht, eine Frau ohne eigene Kinder, sei nicht ganz „komplett“... „Wie wäre es, wenn ich plötzlich schwanger wäre?“, das fragen sich sicher alle berufstätigen jungen Frauen früher oder später. Emi Yagi hat das Gedankenexperiment in ihrem Buch sozusagen auf die Spitze getrieben. Ihr in Japan bereits sehr erfolgreicher Erstlingsroman verdient auch bei uns Aufmerksamkeit – übrigens auch die von Männern!

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Eine Frau wehrt sich! Frau Shibata ist in ihrer Abteilung die einzige Frau und bestimmte Aufgaben (Post verteilen, Toner nachfüllen, Kaffee kochen, Geschirr spülen, etc.) werden unausgesprochen immer ihr zugeteilt, obwohl sie gut qualifiziert ist und einen eigenen Aufgabenbereich hat. Als sie sich mal wieder darüber ärgert, weigert sie sich zum ersten Mal und rettet sich mit einer angeblichen Schwangerschaft in eine Rechtfertigung. Mit der sich plötzlich ändernden Wahrnehmung und Wertschätzung ihres beruflichen und privaten Umfelds findet sie Gefallen am neuen Zustand. Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und trotz der kulturellen Unterschiede finden sich viele Situationen, die ohne weiteres in Europa spielen könnten. Die Kapitel sind in die einzelnen Schwangerschaftswochen unterteilt und man kann dem „neuen Leben“ der sehr sympathischen Frau Shibata folgen und sehen, wie es sich entwickelt. Ich war neugierig, wie das Ganze aufgelöst wird und die Ungeduld hat mich das Buch in einem Rutsch lesen lassen. Ich fand es sehr unterhaltsam und ein bisschen über Japan habe ich nebenbei auch gelernt.

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