Marthas Boot

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Erscheinungstermin 25.08.2021 | Archivierungsdatum 11.10.2021

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Zum Inhalt

Als die Eltern der McCready-Schwestern bei einem Tsunami ums Leben kommen, will Großtante Martha die Mädchen zu sich nehmen. Doch auch sie stirbt unerwartet. Völlig auf sich allein gestellt, hecken die Mädchen einen Plan aus, um ihr Zusammenleben nicht zu gefährden. Kann das gut gehen?

Warmherzig und humorvoll zugleich schildert Polly Horvath in ihrem unnachahmlichen Stil die Abenteuer der vier mutigen Heldinnen.

Als die Eltern der McCready-Schwestern bei einem Tsunami ums Leben kommen, will Großtante Martha die Mädchen zu sich nehmen. Doch auch sie stirbt unerwartet. Völlig auf sich allein gestellt, hecken...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783772529740
PREIS 18,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ein Jahr nach dem Tod ihrer Eltern sollen Fiona und ihre drei jüngeren Schwestern endlich in Kanada in ihrem neuen Zuhause zu Ruhe kommen. Ihre Tante Martha will die vier Mädchen bei sich aufnehmen, allerdings stirbt sie kurz vor ihrer Ankunft. Trotzdem gefällt es allen auf Marthas Farm und so beschließen sie zu bleiben. Ein Plan muss her, damit ihre größte Angst, nämlich dass das Jugendamt sie voneinander getrennt in Pflegefamilien unterbringt nicht Realität wird.
Polly Horvarth hat hier ein wunderschönes, herzerwärmendes Buch über Familie und Freundschaft geschrieben. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, so sehr bin ich in die Geschichte eingetaucht. Besonders heraus stechen die liebevoll und vielschichtig gezeichneten Charaktere, ist doch jede Schwester für sich einmalig und besonders, mitsamt allen Stärken und Schwächen. Die Verbindung der vier miteinander ist so stark, dass man ihre Entscheidung, das Leben auf eigene Faust zu meistern, zu jeder Zeit vollkommen versteht. Ganz ohne Hilfe von Erwachsenen geht es aber trotzdem nicht und so kommen die Mädchen um Kontakt zu dem mürrischen und unfreundlichen Nachbarn Al nicht herum.
Für mich ist "Marthas Boot" ein kleines Juwel und vielleicht mein Lieblingskinderbuch für dieses Jahr.

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Die Eltern der vier McCready-Schwestern arbeiteten als Missionare in Asien. Der Tod der Eltern beim Tsunami im Indischen Ozean macht die Mädchen im Alter zwischen 8 und 14 zu Waisen, für sich außer dem kirchlichen Arbeitgeber der McCreadys niemand verantwortlich fühlt. Ein Jahr lang versucht eine von der Gemeinde beauftragte Helferin, für die Mädchen eine Heimat zu finden – vergeblich. Was niemand geglaubt hätte, Großtante Martha aus British Columbia antwortet schließlich sofort, selbstverständlich wird sie Fiona und ihre Schwestern aufnehmen. Bei der Ankunft auf Pine Island wartet die nächste Hiobsbotschaft: Tante Martha ist wenige Tage zuvor verstorben und hinterlässt den Großnichten eine idyllisch gelegene kleine Farm mit winzigem Küstenstreifen und ihr geliebtes Fischerboot. Farmhaus hin oder her, auch wenn die Mädchen immer wieder in Träume abtauchen, in denen sie gemeinsam von einer Familie aufgenommen werden, können in Kanada Minderjährige nicht allein ohne einen gesetzlichen Betreuer leben. Fiona,mit 14 Jahren die älteste, greift zur letzten Rettungsleine. Sie werden eisern darüber schweigen, dass sie allein auf der Farm leben und den chaotischen Nachbarn Al mit leckeren Mahlzeiten bestechen, damit er sich als ihr Vormund ausgibt. Dem alten Zausel scheint es ausgesprochen gut zu tun, dass sich wenigstens eine der Schwestern für die Natur und freche Schwarzbären interessiert. Nur wie soll Fiona ihrem neuen Love Interest Davy klarmachen, dass sie die Verantwortung für drei jüngere Schwestern trägt – und bei ihr zuhause nichts normal ist. Die besten Ideen und Geschäftsmodelle nützen nicht, solange Fiona noch nicht volljährig ist.

Die überraschende Lösung des Betreuungsproblems fällt einen Tick zu märchenhaft aus, dabei jedoch angenehm unkitschig. Ein amüsanter, abenteuerlicher und berührender Jugendroman, dessen Stärke die unterschiedlichen Temperamente der Mädchen sind und dass jede die Talente ihrer Schwestern zu schätzen weiß.

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Als die Eltern der McCready-Schwestern bei einem Tsunami ums Leben kommen, will Großtante Martha die Mädchen zu sich nehmen. Doch auch sie stirbt unerwartet. Völlig auf sich allein gestellt, hecken die Mädchen einen Plan aus, um ihr Zusammenleben nicht zu gefährden. Kann das gut gehen? (Klappentext)

Dieser teils sehr emotionale Roman hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil liest sich flüssig weg und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte nur noch wissen, ob die 4 Mädchen ihr Ziel erreichen. Die verschiedenen Emotionen kamen sehr gut bei mir an. Die verschiedenen Charaktere, gerade die Unterschiede bei den 4 Schwestern, sind sehr gut greifbar und ausgearbeitet. Die Handlung ist verständlich und klar strukturiert. Die Handlungsorte entstanden auch sehr real vor meinem geistigen Auge. Es entstand eine gewisse Atmosphäre die mich gefangen genommen hat. Ein wunderschönes Buch, welches mich aber auch oft zum Nachdenken gebracht hat.

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Vier Schwestern die unerwartet auf sich allein gestellt sind, in einer fremden Stadt unter fremden Menschen. Doch sie lassen sich nicht unterkriegen um zusammen bleiben zu können, denn sie haben nur noch sich. Die Eltern sind bei einem Tsunami ums leben gekommen und die Tante bei der sie wohnen sollten ist auch plötzlich verstorben. Werden die vier McCready-Schwestern es schaffen heimlich alleine zu leben?

Die Story um die vier Schwestern ist sehr ansprechend und anschaulich geschrieben. Jeder von ihnen hat ihre Besonderheiten und im laufe der Handlung entwickeln sie sich alle weiter. Was ich immer faszinierend finde. Die älteste der vier Schwestern, Fiona, übernimmt in dem Haus der Tante aufs gräte wohl heraus die Führung. Sie macht den Haushalt, berechnet die Kosten, organisiert die Einkäufe und ganz nebenbei versuchen sie vor der Welt geheimzuhalten, dass sie ohne Erwachsene Person in dem Haus leben. Aus dieser Notsituation heraus, bitten und bestechen sie die unliebsamen Nachbarn Al so zutun als ob er ihr Vormund sei. Worauf sich dieser einläßt, was wiederum zu so manchen Verwicklungen führt.
Zudem, hat die Schuldirektorin der drei jüngsten Schwestern, schnell herausgefunden, dass da etwas nicht stimmt, doch bietet ihnen ihre Hilfe und Unterstützung an, die die Mädchen auch in Anspruch nehmen. Immerhin ist Miss Webster ihnen sympathisch, viel sympathischer als als der Nachbar Al. Doch auch in dieser Beziehung entwickeln sich die Charakter weit.

Zitat:
Sie sagte, jeder Mensch bräuchte zwei Dinge im Leben – eine Familie und einen Lebenszweck – und ihr Boot würde diese beiden Dinge für sie abdecken und mehr wäre nicht nötig.

Es hat einige Kapitel gebraucht bis ich mich wirklich in der Handlung wohlgefühlt habe, doch dann war es einfach nur spannend und spaßig. Mir gefällt am meisten das Zusammenspiel von den vier Schwestern. Jede hat ihren Bereich und sie bemühen sich alles im Haus und in der Schule in Ordnung zuhalten. Sie finden Freunde und können wieder vertrauen aufbauen, was sehr schön ist. Mich hat es ein wenig an die vier Schwestern aus Little Women erinnert. Natürlich hatten die noch ihre Eltern, doch sie haben auch immer wieder gezeigt, wie wichtig es ist als Familie zusammen zuhalten. Jeder der gerne über starke Mädchen ließt, ist hier gut aufgehoben.

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Eine schöne Geschichte über Familie, Zusammenhalt, Vertrauen und Liebe. Erste Liebe, verflossene Liebe und unerwiderte Liebe. Und darüber, wie sich Menschen im jeweiligen Fall verändern, damit leben oder daran wachsen. Liebevoll und unaufgeregt erzählt, wunderschön!

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Polly Horvath ist hier ein unterhaltsamer und spannender, aber auch nachdenklich stimmender Kinderroman gelungen.

Fand ich den Einstieg noch zu hölzern, die tragischen Geschehnisse der Ausgangssituation beinahe zusammenfassend wie ein Polizeiprotokoll, wurde der Stil nach diesem holprigen Start schnell flüssiger und ein zunächst von mir vermisster spannender Erzählbogen wurde erkennbar: Man merkt den Kindern zunächst nicht an, dass sie ihre Eltern verloren haben, traumatisiert sind – die Frage, wohin sie jetzt gehen sollen, scheint für sie eine Mischung aus Abenteuer und Wünsch-dir-was zu sein. Erst in Großtante Marthas verlassenem Haus kommen Verlust und Trauer, Verzweiflung und Wut allmählich zum Vorschein – dafür hätte sich die Autorin m.E. direkt am Anfang mehr Zeit nehmen müssen, statt die von der Kirche als Aufsicht bestellte Mrs. Weatherspoon dermaßen skurril darzustellen und die verschiedenen Eigenheiten der Schwestern nur wiederholt zu behaupten, statt sie den Leser*innen anschaulich vor Augen zu führen. Doch wie bereits erwähnt, ändert sich das und ich bin froh, das Buch nicht gleich nach dem ersten Dutzend Seiten weggelegt zu haben.

Die vier Schwestern wurden mir schnell sympathisch und ich habe sehr mit ihnen mitgefiebert. Insbesondere die Perspektive der ältesten Schwester, die notgedrungen in die Elternrolle gezwungen wird, ist mir nahegegangen. Einige Klischees, die sich im Plot zunächst andeuten, werden zum Glück aufgebrochen (mehr verrate ich dazu nicht), auch wenn das mit Schmerzen und Ironie verbunden ist.

Auch die Erwachsenen sind interessant und differenziert ausgestaltet: Horvath hat brüchige Figuren entwickelt, die es nicht immer leicht hatten und es ihrerseits anderen nicht leicht machen, die sich nicht stringent verhalten, an altem Kummer zu tragen haben, der ihren jeweiligen Charakter teilweise schwer aushaltbar macht. Trotzdem können sie auf ihre sehr unvollkommene Art Liebe, Wärme oder ein bisschen Lebensweisheit weitergeben. Auch bei den Schwestern gibt es immer wieder Raum für Schmerz und Hoffnung, für Tränen und für Humor – die Mischung hat mir gefallen. Immer wieder musste ich an die berühmten Verse von Leonard Cohen denken: „There's a crack in everything / That’s how the light gets in“.

Getreu dieser Tendenz ist dann auch das Ende kein rosa-zuckriges Happy End, sondern eines mit Ecken und Kanten, teilweise sogar offen – das kam mir etwas zu schnell, denn ich hätte die Mädchen gern noch länger lesend auf ihrem Lebensweg begleitet, hat mir von der Art und Weise aber gut gefallen.

Der im Deutschen anderslautende Titel ergibt, vom Ende her betrachtet, Sinn; nicht jedoch das an sich schöne Cover – eine solche Szene kommt im Buch nicht vor und ich finde es immer schade, wenn ein Cover Erwartungen weckt, die dann nicht erfüllt werden.

Dem Verlag danke ich herzlich für das Rezensionsexemplar und freue mich auf weitere Bücher von Polly Horvath!

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Hochgelobt und von vielen Stimmen gut besprochen, hatte ich mir von diesem Titel mehr versprochen.
Die Story an sich gefällt mir gut - vier Waisenkinder müssen allein klarkommen und wollen sich nicht trennen, sondern als Geschwister zusammenbleiben. Dazu setzen sie alle Hebel in Bewegung und sind erfinderisch und halten gut zusammen. Die verschiedenen Charaktere gefallen mir ausnahmslos und ich hoffte immer auf ein gutes Ende, was es auch glücklicherweise gibt.
Was stört mich also ? Ich finde die Erzählweise in vielen Teilen zu abgehackt und zusammenfassend. Das ist gleich beim allerersten Absatz des Buches der Fall, in dem einfach die Situation der Kinder in einer halben Seite erklärt wird. Das ginge eleganter und literarischer ! (Stärker wird das Buch, wenn einzelne Szenen im Detail beschrieben werden, das geht schön zu Herzen. ) Außerdem wird beim Erzählen gleichzeitig viel erklärt und analysiert, fast könnte man sagen, wie aus Muttersicht: die Beweggründe zum Handeln, warum jemand auf seine Weise denkt und nicht anders ….mir als Leserin wird viel zu viel vorgekaut.
Außerdem finde ich die Geschichte vom Inhalt her zu altbacken. Als die Schuldirektorin den hübschen Ranger zum ersten Mal trifft und wirklich darüber geschrieben wird, wie es in einem solch kleinen Ort so läuft, wenn man solo ist und die Beziehung als zwangsläufig dargestellt wird und dabei übelste Klischees von gutem Aussehen bemüht werden - ich habe mich über die Begeisterung wirklich gewundert in einer Zeit, in der Individualismus und Diversität groß geschrieben wird. Das Gefühl beim Lesen war eher Nesthäkchen…..ein wenig aus der Zeit gefallen. Ich hab es jetzt nicht recherchiert, ist es denn ein wirklich aktueller Titel oder ein wieder gefundenes Kleinod?
Nichtsdestotrotz hatte ich auch schöne und gewinnbringende Lesemomente - nur den Mädels von heute würde ich es halt nicht empfehlen, tut mir sehr leid.

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Dieses Kinderbuch ist für mich eins der Highlights des letzten Jahres! Es ist einfach wunderbar geschrieben und lässt seine Leser richtig eintauchen in die Geschichte.

Es geht um 4 Schwestern (14, 12, 10 und 8 Jahre alt), die bei einem Tsunami ihre Eltern verloren haben. Eine Tante will sie aufnehmen, doch als sie in dem Ort ankommen, in dem ihre Tante zu hause ist, müssen sie erfahren, dass auch die Tante überraschend verstorben ist.
Die 4 Mädchen, im Haus der Tante zu bleiben und allein klarzukommen, denn sie haben große Angst davor, dass sie vom Jugendamt getrennt und in verschiedenen Familien untergebracht werden. Doch bald merken sie, dass so ein Leben ohne Erwachsene nicht einfach ist und müssen sich wohl oder übel mit ihrem grummeligen Nachbarn arrangieren, um einen Weg zu finden.

Ich finde diese Geschichte einfach wunderbar! Ja, das Schicksal der Mädchen ist traurig, aber es ist toll zu lesen, wie die vier zusammenhalten, sich lieben und unterstützen. Und wie kreativ sie werden bei der Lösung ihrer Probleme. Das ganze Buch ist wie ein Abenteuer, und es verbreitet eine tolle Leseatmosphäre.

Ein ganz tolles Buch ab ca. 11 Jahre.

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