Was geht, Österreich?

Eine Landjugend mit Wodkabull und dem Herrgott

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Erscheinungstermin 14.01.2021 | Archivierungsdatum 01.08.2021

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Zum Inhalt

Wie kann so ein schönes Land solche Wahlergebnisse hervorbringen?

Deutschlands Nachbar im Südosten ist ein wunderschönes Land mit hohen Gipfeln, tiefen Abgründen und kilometerweiter Leere. Inmitten dieser Leere ist Eva Reisinger aufgewachsen, in Oberösterreich, wo in jeder Einfahrt zwei Autos stehen, ein Mofa die Welt bedeutet und sich am Wochenende alle in der Großraumdisko treffen. Österreich bedeutet für die meisten Skifahren in Tirol, Salzburg, Schnitzel, Kaffeehauskultur und Wiener Schmäh – herrlich herzig! Eva Reisinger erzählt von einer anderen Seite der Alpenrepublik, dem Leben auf dem Land: Wie ist es, wenn sich der erste Freund als FPÖ-Wähler entpuppt und wenn außer im Internet so gar nichts passiert? Nebenbei klärt sie wichtige Fragen – etwa: Wie kann ein 31-Jähriger Kanzler werden? Wieso sind die Menschen in der lebenswertesten Stadt der Welt zugleich die unfreundlichsten? Wie kommt es, dass jede*r Dritte rechts wählt, obwohl weit und breit kein »Ausländer« zu sehen ist? – und sie verrät uns ihr Rezept für den besten Kaiserschmarrn.

Wie kann so ein schönes Land solche Wahlergebnisse hervorbringen?

Deutschlands Nachbar im Südosten ist ein wunderschönes Land mit hohen Gipfeln, tiefen Abgründen und kilometerweiter Leere. Inmitten...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462054637
PREIS 12,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Was zeichnet Österreich abgesehen von Kaiserschmarrn, Schnitzel und Kaffeehausromantik aus? Die Autorin Eva Reisinger hat sich dazu eine Menge Gedanken gemacht und in eigenen sowie Erinnerungen von Freunden und Bekannten gekramt. Dabei ist ein recht kurzweiliges Buch herausgekommen, das wörterbuchartig die wichtigsten österreichischen Begrifflichkeiten, Austriazismen wie z.B. Suderantin, abklopft und mit Geschichten aus der oberösterreichischen "Provinz" verquickt. Die Journalistin Reisinger stammt selbst vom Lande und blickt gern auf diese Zeit und die Menschen zurück, die sie intensiver geprägt zu haben scheinen, als sie selbst zugeben will. Auch wenn Reisinger gegenüber der derzeitigen Politik in Österreich ihre Zweifel hegt und die FPÖ verteufelt, so zeichnet sie doch ein aktuelles, wenngleich subjektives Bild von Österreich.

Als Österreich-Sympathisantin war dieses Buch für mich eine Wohltat. Reisingers selbstironische wie uneitle Schreibe entsprach genau meinem Geschmack. Die einzelnen Kapitel/Stichwörter lasen sich schnell und unterhaltsam leicht. Mir gefiel mit welch Witz und Stolz sie von den österreichischen Traditionen plauderte.

FAZIT
Insgesamt ein kleine, aber feine Österreichreise für die Hosentasche - die gerade in Coronazeiten Laune macht. Mein persönliches Highlight war Reisingers Entdeckung, dass Österreich von oben gesehen (Umrisse, Geographie) wie ein Wiener Schnitzel aussehe. Ur Leiwand, Eva Reisinger!

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Eva Reisinger, ihres Zeichens Journalistin, ist in Oberösterreich geboren und weiß, worüber sie schreibt. Sie wirft einen kritischen Blick auf (Ober)Österreich und fragt sich manchmal, wie es denn sein kann, dass in einigen Gegenden die beiden Autos in der Einfahrt, Blasmusik, Dorfdisco und das kollektive Sudern die eigene Welt bestimmen.

Österreich von A bis Z - in einer Art Lexikon zeigt die Einheimischen wie Fremden, wie unsere Heimat funktioniert (oder eben nicht funktioniert).

Die Autorin hält uns so manch lieb gewonnene Gewohnheit kritisch vor Augen. Auch, wenn man seit Längerem nichts mehr vom „Koma-Saufen“ zahlreicher Jugendlicher mehr gehört hat, ist diese Art von Freizeitgestaltung nicht ausgestorben.

Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die lebenswerteste Stadt der Welt, nämlich Wien, in der die Menschen doch immer wieder grantig erscheinen.

Fazit:

Das Buch liest sich schnell und ist unterhaltsam, auch wenn es einen wahren Kern enthält. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Aufgewachsen ist Eva Reisinger am Land in Oberösterreich. Einer Gegend wo in jeder Hauseinfahrt zwei Autos stehen. Denn sonst kommt man hier ja auch nicht weg. Das Mofa war der Weg in die Freiheit und zur nächsten Großraumdisco, wo sich am Wochenende alle trafen.

So schnell wie möglich flüchtete Eva vom Land und zog nach Wien um Journalismus und Medienmanagement zu studieren. Die Medien sollen Evas Tor in die weite Welt sein. Zwei Jahre lebte und arbeitete sie als fest angestellte Redakteurin in Berlin, bevor es sie 2019 doch wieder nach Wien und damit nach Österreich zurückzog.

Skifahren, Schnitzel, Kaiserschmarren und Sissi - so die gängigen Klischees wenn man an Österreich denkt. Um die gemütliche Kaffeehauskultur werden wir Österreicher zu recht beneidet. Nicht zu vergessen ist unsere eigene Sprache, die jeden Zuagroasten sofort und schonungslos entlarvt.

Neben all diesen Klischees, versucht Eva Reisinger zu erkunden, was den nun typisch österreichisch ist. Als Außenstehender kann man sich schon oft über unser kleines Land im Herzen Europas mit seinen herrlichen Bergen wundern. So wurde auch Eva Reisinger in ihrer Zeit in Berlin immer wieder gefragt "Was geht eigentlich mit Österreich, Eva?". Eine durchaus berechtigte Frage, wenn ein 31-Jähriger Kanzler wird und jeder Dritte rechts wählt. Wien wurde bereits 10 mal zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt und gleichzeitig hab ich noch in keiner anderen Stadt der Welt so viele unfreundliche, grantige Menschen gesehen.

Deswegen widmet sich Eva Reisinger auch den Themen, die wir gerne auf unsere ganz eigene österreichische Art und Weise weglächeln. Der Rechtsruck und rassistische Sprüche, die jederzeit und in allen Kreisen laut ausgesprochen werden dürfen, so lange sie nur mit einem kleinen Auflachen begleitet werden. Immer das kleine Schlupfloch "Ach, so war das gar nicht gemeint". Dieses Verhalten führt unwillkürlich dazu, dass die Sprüche immer heftiger werden und langsam aber sicher sozial anerkannt.

Aber zurück zu "Was geht, Österreich? - Eine Landjugend mit Wodkabull und dem Herrgott". Das Buch fängt leicht verdaulich an und widmet sich den schöneren Themen. Klar kommt immer wieder auch ein nicht so erfreuliches Kapitel, aber auch diese Seite gehört (leider) zu Österreich dazu. Zum Ende hin wird es jedoch immer kritischer und kritischer. Der Rechtsruck rückt in den Mittelpunkt. Grundsätzlich finde ich es absolut wichtig, dass Eva Reisinger diese Themen direkt anspricht, dennoch hätte ich mir auch zum Ende hin immer wiedermal eine schönere Anekdote gewünscht.

Last but not least, ist mir die Zielgruppe nicht klar. Denn zuerst dachte ich, dass Buch ist eher für den Deutschen Markt geschrieben, um den kleinen Nachbar im Süden besser kennenzulernen. Doch viel zu viel in dem Buch ist an die ÖsterreicherInnen gerichtet. Diese sollten das "Was geht, Österreich?" lesen, um von Eva Reisinger wachgerüttelt zu werden.

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Österreich lässt grüßen

Die Journalistin Eva Reisinger ist in Oberösterreich geboren und plaudert aus dem Nähkästchen. Alphabetisch geordnet, zeigt sie ihren Blick auf Österreich. Kritisch, mit einem Augenzwinkern, werden sehr persönliche Bilder gezeichnet – manche politisch, gesellschaftskritisch, traditionell, aber auch bitterböse oder tiefsinnig.

Sie erzählt über ihr Aufwachsen auf dem Land in Oberösterreich, wo in jeder Einfahrt zwei Autos stehen und ein Mofa ein Stück Freiheit bedeutet. Sie lässt Gedanken schweifen, kramt in Erinnerungen und spricht sicherlich so manchem aus der Seele. Wie ein Mosaik gestaltet sich der persönliche Blick auf „ihr“ Österreich. Denn zwischen Wiener Schnitzel, Salzburger Nockerl und Ibiza gibt es auch noch die Suderanten, Kaffeehausromantik und einen 31-Jährigen, der es zum Bundeskanzler geschafft hat. Tja, das alles ist Österreich – und noch einiges mehr, wenn man der Autorin Glauben schenken darf.

Dass diese Impressionen natürlich subjektiv geprägt sind, versteht sich von selbst. Wer sich hier eine sachliche Analyse erwartet, wird enttäuscht sein. Wer sich von den Gedankengängen der Autorin treiben lässt, wird sich gut unterhalten fühlen und bestimmt bei der ein oder anderen Anekdote zustimmend nicken.

Ein unterhaltsames Buch, das sich schnell lesen lässt und sicherlich als Geschenk bei Österreich-Fans gerne gesehen wird. 4 Sterne

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Seitdem ich eine gute Freundin gefunden habe, die in Wien lebt, habe ich noch einmal ein viel größeres Interesse an dem Land Österreich entwickelt.
Auf unterhaltsame und zugleich informative Weise erzählt Eva Reisinger allerhand wissenswertes über unser "unbekanntes" Nachbarland. Eine Lektüre, die sich lohnt!

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