Ein Stadtmensch im Wald

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Erscheinungstermin 04.03.2021 | Archivierungsdatum 01.08.2021

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Zum Inhalt

Ein großes Waldgebiet, eine einsam gelegene Hütte und in ihr: ein Naturbanause aus der Stadt. H. D. Waldens Bericht über seinen unverhofften Neuanfang mit der Natur.

Ein Schriftsteller zieht sich allein in eine Hütte zurück, irgendwo im Ruppiner Waldgebiet. Die Gegend ist so verlassen, dass seine Freundin behauptet, die Waldtiere wüssten nicht, was Menschen sind und würden meinen, es handele sich um verrückte Kühe.

Doch auch der Schriftsteller muss sich eingestehen, dass er nicht besser Bescheid weiß als die Tiere: Vögel beispielsweise sehen für ihn alle gleich aus. Ein Stadtmensch eben. Da er sonst nichts zu tun hat, beginnt er mit Hilfe einer Vogelbestimmungs-App und Vogelfutter sich der Angelegenheit zu nähern. Und tatsächlich, sie kommen alle angeschwirrt: Kohlmeisen, Kleiber, Dompfaffen – wie er nun lernt. Und sie unterscheiden sich charakterlich stark: die Mönchsgrasmücke benimmt sich draufgängerisch wie Tom Cruise, während die Kleiber so überdreht wie Kokainisten wirken.

Überhaupt: Von wegen nicht viel los im Wald. Jede Nacht, exakt um dieselbe Uhrzeit, knackt ein Waschbär sehr geschickt die Vogelfutterkiste auf, und ist auch sonst ziemlich dreist. Eine Maus macht Lärm für zehn. Und ein Fuchs hat ein echtes Problem. Und dann ist da noch der Igel-Hüne.

Je länger der Autor die Tiere beobachtet und das wilde Fremde wie das nahe Vertraute in ihnen erkennt, desto stärker verändert sich seine ganze Wahrnehmung, sein Gefühl für Zeit, ja sogar das für Geborgenheit.

»Während andere Home Office machten, machte ich Wood Office, und dazu gehörte das Vertreiben von Nebelkrähen mit Besenstielen.«

Ein großes Waldgebiet, eine einsam gelegene Hütte und in ihr: ein Naturbanause aus der Stadt. H. D. Waldens Bericht über seinen unverhofften Neuanfang mit der Natur.

Ein Schriftsteller zieht sich...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783869712420
PREIS 14,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Der Autor entschleunigt sein Leben und findet Zuflucht während des Corona-Lockdown in einer kleinen abgelegenen Hütte irgendwo weit vor den Toren Berlins. Und trifft auf Natur. Wer sich nun fragt, was daran so spannend sein soll, dass es das Lesen dieser Novelle rechtfertigt, hat auf den ersten Blick recht, denn der Autor erzählt tatsächlich "nur" von seinen Begegnungen mit den Tieren des Waldes, die er bald nicht nur zu unterschieden weiß, sondern auch mit Namen versieht. Es ist die Art und Weise, wie er seine Begegnungen mit der Natur beschreibt, die das Buch lesenswert macht. Wie baut er eine Beziehung zu den Tieren auf, wie fängt er nach und nach an, seinen Alltag zu vergessen und wie losgelöst kann der Mensch plötzlich sein, ohne etwas zu vermissen. Ich konnte voll und ganz nachempfinden, wie er die Ruhe genoss, ohne die Hektik der Stadt zu vermissen. Nicht alles, was er so getrieben hat, war nachvollziehbar (oder gar empfehlenswert), aber dafür stellte er treffend fest, dass in diesem Wald nicht die Vernunft herrscht. Außerordentlich gelungen sind die Bilder von Elisa Rodriguez Scasso, die zum Kontext passend Tierportraits in schwarz-weiß gemalt hat. Wer gerne illustrierte Bücher liest, wird hier seine wahre Freude dran haben. Fazit Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, den Autor auf seinem kleinen Abenteuer zu begleitet und mitzuerleben, wie er nach und nach von der Natur und den Tieren des Waldes vereinnahmt wurde. Mit viel Humor und Poesie erzählt er von den Kapriolen eines Stadtmenschen, der sich in die Natur begibt.

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Ein feines kleines Buch! Als der Autor zu Hochzeiten von Corona aus der Großstadt in ein einsam gelegenes Haus im Wald "flüchtet" (Autoren können schließlich überall arbeiten), fühlt er sich dort zu Beginn recht fremd. Die für ihn fremden Geräusche der Natur kann er nicht einordnen und auch die Einsamkeit macht ihm wohl etwas zu schaffen. Bald fängt er an, die dort vorkommenden Tiere als seine Begleiter in der speziellen Situation zu betrachten, er lernt, sie zu unterscheiden, gibt ihnen sogar Namen. Dabei stechen ein dreister Waschbär und ein großer Igel besonders hervor, die zu regelmäßigen Besuchern werden und ihn teils gehörig an der Nase herumführen. Dabei kommt es auch zu kuriosen Situationen, die mich zum Lachen gebracht haben. Daß der Autor sie dabei nicht immer wie Wildtiere behandelt und sie vermenschlicht, ist den meisten von uns bestimmt verständlich. Die teilweise poetischen Naturbeschreibungen eines Menschen, für den zu Beginn ein Baum wie der andrere scheint, haben mir gut gefallen und für mich hätte das Buch auch noch umfangreicher sein dürfen. Es "passiert" letztlich nicht wirklich viel, ist aber so charmant beschrieben, daß es für mich ein reines Lesevergnügen war!

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»Während andere Home Office machten, machte ich Wood Office, und dazu gehörte das Vertreiben von Nebelkrähen mit Besenstielen.« Ein Schriftsteller zieht sich in eine Hütte zurück, irgendwo im Ruppiner Waldgebiet. Die Gegend ist so verlassen, dass seine Freundin behauptet, die Waldtiere wüssten nicht, was Menschen sind und würden meinen, es handele sich um verrückte Kühe. Doch auch der Schriftsteller muss sich eingestehen, dass er nicht besser Bescheid weiß als die Tiere: Vögel beispielsweise sehen für ihn alle gleich aus. Ein Stadtmensch eben. Da er sonst nichts zu tun hat, beginnt er mit Hilfe einer Vogelbestimmungs-App und Vogelfutter sich der Angelegenheit zu nähern. Und tatsächlich, sie kommen alle angeschwirrt: Kohlmeisen, Kleiber, Dompfaffen – wie er nun lernt. Und sie unterscheiden sich charakterlich stark: die Mönchsgrasmücke benimmt sich draufgängerisch wie Tom Cruise, während die Kleiber so überdreht wie Kokainisten wirken. Von wegen nicht viel los im Wald. Jede Nacht, exakt um dieselbe Uhrzeit, knackt ein Waschbär sehr geschickt die Vogelfutterkiste auf, und ist auch sonst ziemlich dreist. Eine Maus macht Lärm für zehn. Und ein Fuchs hat ein echtes Problem. Und dann ist da noch der Igel-Hüne. Je länger der Autor die Tiere beobachtet und das wilde Fremde wie das nahe Vertraute in ihnen erkennt, desto stärker verändert sich seine ganze Wahrnehmung, sein Gefühl für Zeit, ja sogar das für Geborgenheit. Als die Pandemie ausbrach, stürzten sich alle auf das Thema Corona. Mit diesem Roman ist dem Autor ein ganz hervorragendes Buch gelungen, denn er ist mit dem Thema völlig anders umgegangen. Er hat isch einfach zurcückgezogen und lebte ein Einsiedlerleben. Das finde ich großartig, amüsant, mutig. Das Cover, der Titel und die Thematik fand ich sehr sympathisch. Als ich dann zu lesen begann, war ich überwältigt. Der Schreibstil ist flüssig, das Layout trägt zum positiven Gesamteindruck bei. Imglaublich unterhaltsam und einfühlsam berichtet der Autor von seinen Erfahrungen. Ich bin ganz hin und weg von diesem Roman. Toll - 5 Sterne! Dieser Mann ist einfach zu beneiden.

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Oh nein, ist das ein süßes Buch!! Ich gebe es zu, ich bin eine NaturRomantikerin - aus tiefstem Herzen!! Wenn ich im Urlaub bin, freue ich mich riesig über die wunderschöne Natur, die vielen verschiedenen Vögel und die Rehe, die mich in meinem Garten besuchen kommen. Ich freue mich zuhause jeden Morgen und jeden Abend über wunderschöne Vogelkonzerte. Und dieses Buch ist sowas von Balsam für die geplagte Städterseele mit großem Herzen für die Natur. Ein bisschen ist es wie ein Disney film... Fast ein bisschen zu schön um wahr zu sein. Aber ich habe es geliebt! Und bei jeder einzelnen Seite immer mal wieder gelächelt... Vielen Dank für diesen wunderschönen Ausflug! Das Buch ist so liebevoll geschrieben, dass man sich auch direkt ein Vogelhaus und Meisenknödel an den Balkon hängen, Mehlwürmer für den Igel kaufen und statt einer Mausefalle GourmetKäse fürs das Mäuschen auf dem Dachboden holen möchte.

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Das Virus Covid 19 und seine Mutanten setzten seit Anfang 2020 den Menschen in Deutschland sehr zu. Jeder versucht auf andere Weise, den Alltag trotz Pandemie lebenswerter zu gestalten. Der Autor H.D. Walden hat eine Freundin, welche eine „Wochenendhütte“ besitzt. Das besondere daran ist, dass die mitten im Wald steht. Herr Walden begibt sich während des ersten „lockdowns“ also in den Wald und seine Beobachtungen schrieb er in dem Büchlein #EinStadtmenschimWald nieder. Es ist ein dünnes Buch, das rasch gelesen ist. Dafür sind die Aussagen über seine Beobachtungen mitten in der Natur sehr deutlich fühlbar. Herr Walden schreibt über seine Erlebnisse mit Mäusen, Schupp und Mücke. Er erfährt, wie verschieden sich die Gesänge der Vögel anhören um sich dann später in einem harmonischen Chor zu verbinden. Seine Erlebnisse im Wald lässt sich in einem Satz schildern: Er verweilt im Hier und Jetzt und lebt nicht nur in sondern mit der Natur. Ein wirklich tolles Buch, welches auch durch die schöne Sprache auffällt. Ich denke, dass jeder, der das Werk liest, mit mehr Aufmerksamkeit durch einen Wald geht. Einen Satz daraus gebe ich als Zitat wieder, damit Sie sich einen Begriff von den Ansichten des Autors machen können: „In welche der vom Tierschutz aufgestellten Kategorien gehört eigentlich der Mensch?“ Gekrönt wird dieses Werk von eindrucksvollen Zeichnungen in schwarz-weiß. Sie stammen von der Künstlerin Elisa Rodruguez Scasso. #NetGalleyDE

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Ich steh gerade total auf solche Naturbeschreibungen, und genau die bekommt man in diesem Buch. Der Erzähler hat keine Ahnung, welche Vögel ihn da auf seiner Datscha am Waldrand besuchen, "schafft" sich dieses Wissen aber mit Hilfe von diversen Apps schnell drauf und weiß dann, dass ihn Kohlmeisen, Mönchsgrasmücke, Kleiber und Dompfaffen besuchen. Ein besonders enges Verhältnis entwickelt er zu Waschbär "Schupp", der sich an den Meisenknödeln gütlich tut. Immer wieder gibt es sehr schön Illustrationen - sind die im "richtigen" gedruckten Buch vielleicht sogar bunt? Das wäre dann noch schöner. Ein wirklich nettes kleines Büchlein, das einzige, was ich zu bemängeln hätte, ist, dass es ein wenig kurz ist - ich hätte gerne noch mehr über das Waldleben des Stadtmenschen im ersten Lockdown gelesen.

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Dieser kleine Ausflug in die Natur war einfach wundervoll! H.D. Walden erzählt hier von seinen Begegnungen mit der Tierwelt. Um Corona zu entfliehen, zieht er eine Weile in ein Häuschen im Wald. Und obwohl er hier die meiste Zeit ganz alleine ist, ist doch immer was los. Täglich bekommt er Besuch von den unterschiedlichsten Tieren und lernt so die Wildtiere des Waldes kennen. Das mag im ersten Moment vielleicht etwas langweilig klingen, doch das ist es ganz und gar nicht! Die Geschichte lässt sich schnell und flüssig lesen und die teilweise wirklich kuriosen Gedanken des Ich-Erzählers haben mich oft schmunzeln lassen. Mein Liebling war definitiv der kleine Waschbär, der den Erzähler ganz schön auf Trab hält! Dieses kleine Büchlein ist meiner Meinung nach etwas ganz Besonderes! Zusammen mit diesen wundervollen Illustrationen von Elisa Rodriguez Scasso ist es einfach rundum gelungen!Daher vergebe ich 5 Sterne!

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Das Buch habe ich eine Zeit lang überall gesehen - zu recht. Gerade mich als Naturliebhaberin konnte es sehr begeistern und ich habe deutlich gespürt dass der Autor viele Tiere als seine Freunde bezeichnet. Zunächst mag es langweilig erscheinen dass lediglich von den Begegnungen mit den Tieren berichtet wird, aber gerade das hat mir so gut gefallen. Ich fand es sehr unterhaltsam dass ich den Autor dabei begleiten durfte, die Lektüre hatte etwas von einem gemütlichen Nachmittag, den wir zusammen verbracht haben. Ich habe mich in die Beschreibungen so reinfallen lassen können dass ich die vorgestellten Tiere irgendwann als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen habe. Wer ein Fan von malerischen und poetischen Schreibstilen ist, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Für Tierliebhaber ist das Buch eigentlich eine Pflichtlektüre. Eine absolute Empfehlung für Leser die dem Alltag entfliehen möchten und Tiere als eigenständige Persönlichkeiten sehen.

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H. D. Walden - ein Pseudonym, das mit seiner Anlehnung an Henry David Thoreau passender kaum gewählt werden konnte. Die Werke beider Autoren sind derselben literarischen Gattung zuzuordnen: dem Nature Writing. Waldens Buch erzählt davon, wie ein Stadtmensch, der Pflanzen nicht mit Namen kennt und Vögel nicht voneinander unterscheiden kann, eine Verbindung zur Natur findet. Liebenswert, naiv und teils kurios beschreibt er seine Begegnungen mit der Natur mit den Mitteln und Vergleichen, die ihm als Stadtmensch zur Verfügung stehen. Ein entschleunigendes Buch, das sich hervorragend eignet, um mal zwei Stunden zur Ruhe zu kommen.

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Ein Stadtmensch zieht sich in der Corona-Pandemie in die Einsamkeit des Ruppiner Waldgebietes zurück. Ein spannendes Experiment ... Vielen Dank an den Verlag für die Zur-Verfügung-Stellung dieses Lesexemplares. Die Lektüre hat mir sehr gut gefallen, es war interessant, den Autor auf seiner Reise in die Einsamkeit zu begleiten und ihn dabei zu beobachten, wie er sich nach und nach mit der Tierwelt um ihn herum anfreundet. Mir hat der Stil der Erzählung sehr zugesagt, das Buch liest sich leicht und flüssig. Auch die Story an sich - auch wenn es sich um einen Tatsachenbericht handelte - war mitreißend, teilweise sogar spannend. Ich habe das Buch sehr genossen. Allerdings muss ich gestehen dass, hätte ich dafür bezahlen müssen, ich den Preis angesichts der Dauer des Lesevergnüges (bei 112 Seiten) als etwas zu hoch ausgesetzt empfunden hätte.

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Aus Angst vor Corona flieht Walden in die Natur, in den Wald. Er freundet sich nicht nur mit Vögeln sondern auch mit einem Waschbären an. All diese Tiere sind vollkommenes Neuland für ihn. Über das wirklich Wichtige im Leben. Berührend und humorvoll geschrieben.

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Manche Bücher sind einfach zu kurz. Man vergisst die Zeit, amüsiert sich und dann … Ende… und das viel zu schnell. Ein Stadtmensch im Wald ist auch wirklich viel zu kurz (andererseits ist die Länge vielleicht genau richtig). COVID-19 hat uns fest in der Hand und sowohl im TV als auch in literarischer Form wird uns die Pandemie serviert. Und hier passiert es auf unterhaltsame und erstaunlicherweise lehrreiche Weise. Die Flucht vor dem Virus in den Wald von jemandem, der von Natur keine Ahnung hat. Und während sich Herr Walden, der Schriftsteller mit der Natur auseinandersetzt kann ihm COVID egal sein. Er stellt fest, wie wenig er von seinen Mitgeschöpfen weiß und so ändert er das. Zeit hat er. Und so lernt er nicht nur die verschiedenen Vogelarten in seiner Umgebung kennen sondern auch ihre Persönlichkeiten. Er stellt fest dass Mäuse nachts genauso viel Lärm machen wie Ratten und dass Waschbären keine Haustiere sind. Eine Jägerin macht leidenschaftlich Jagd auf Waschbären, will aber räudige Füchse ihrem Schicksal überlassen. Nicht nur der Autor erfährt so den Unterschied zwischen Heim-, Nutz- Haus- und Wildtiere. Und alles wird sehr unterhaltsam präsentiert. Man kann auch aus Unwissenheit eine Tugend machen und dann mit seinem erlernten Wissen punkten. Ich habe mich königlich amüsiert, von der ersten bis zur letzten Seite. Und ich gebe zu, dass ich das nicht erwartet habe. Lehrreich, unterhaltsam und sehr witzig. Linus Reichlin, pardon, H. D. Walden, weiß wie er erzählen muss. Tatsächlich ist das Negativste am Buch die Kürze. Hervorzuheben sind die Bilder von Elisa Rodriguez Scasso … jemand der von Beginn an Ahnung von Tieren hatte und durch die schwarzweiß Zeichnungen den Text unterstützen. Hier passt alles.

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Inhalt Das Buch beginnt gleich mitten im Geschehen: Eher lustlos erfüllt der Autor den Auftrag seiner Freundin, bei seinem Aufenthalt im Wald die Vögel zu füttern. Doch schon bald begeistert er sich für die Beobachtung der kleinen Tiere, die sich immer zutraulicher auch in seiner Gegenwart an die Futterstelle wagen. Er lernt, ihre Art zu bestimmen, doch vor allem wachsen ihm die Vögel aufgrund ihrer unterschiedlichen Verhaltensweisen immer mehr ans Herz, und so gibt er jedem seiner Besucher sogar einen Namen. Auf wenig Begeisterung beim Autor stößt dagegen zunächst der Waschbär, der sich Nacht für Nacht die Meisenknödel stibitzt. Aber ganz allmählich werden dessen Besuche – wie auch jene einer furchterregenden Maus – zum Highlight des Tages, oder genauer, der Nacht des Schriftstellers. Immer besser lernt er seine Umwelt kennen und verstehen. Einzig seine Freundin scheint bei ihrem kurzen Aufenthalt der Meinung zu sein, dass der Autor vielleicht ein wenig wunderlich wird. Eine Einschätzung, die so mancher Leser während der letzten Kapitel vielleicht teilen wird … Zum Buch Wie es zu erwarten war, kann der Autor als Stadtmensch zunächst mit all der Natur um ihn herum nicht viel anfangen, so dass es zu allerlei witzigen Situationen kommt. Aber nach und nach wachsen nicht nur ihm, sondern auch den Leser*innen die Bewohner des Waldes ans Herz, über die man ganz nebenbei noch allerlei Neues erfahren kann. Das Thema Pandemie, die ja der eigentliche Auslöser für den Aufenthalt des Schriftstellers im Wald ist, wird dabei nur am Rande gestreift, was zwar wunderbar zu dem Einsiedlerleben im Wald passt, in dem ein Virus keine große Bedeutung hat – was aber möglicherweise den Lesespaß bei jenen ein wenig trüben könnte, die sich auch gerne in eine Hütte zurückgezogen hätten, aber keine Möglichkeit dazu hatten. Unbedingt erwähnen möchte ich auch noch die wunderschönen Illustrationen von Elisa Rodriguez, die dem Buch ein einzigartiges Ambiente verleihen. Fazit Ein kurzweiliges Buch, teilweise lustig, teilweise tiefsinnig aber auf jeden Fall empfehlenswert.

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Was für ein wunderbarer Text über die Natur und Tiere, und wie ein Mensch, der nicht viel Ahnung von Flora und Fauna hat, diese erlebt. Die Tiere erfahren eine Form der Vermenschlichung, aber diese Beschreibungen sind sehr charmant und brachten mich zum Schmunzeln. Die Tage fließen dahin, Zeit ist spürbar, aber nicht bestimmend. Alles ist ein großer Kreislauf. Den Autor hat das so sehr beeindruckt, dass er diesen schönen Text geschrieben ist. Keine Aussteiger-Geschichte, von einem Städter, der sein Glück auf dem Land sucht. Eher eine Einsteiger-Geschichte von einem Städter, der jetzt mehr über Bäume, Vögel, Rehe, Füchse und vor allem einen Waschbär weiß.

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