Sterbewohl

Kriminalroman

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Erscheinungstermin 01.12.2020 | Archivierungsdatum 12.05.2021

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Zum Inhalt

Deutschland ist nur noch eine Scheindemokratie. Der Staat veranstaltet neuerdings für ältere Menschen Sterbeseminare in Luxushotels. Ihnen soll dort schmackhaft gemacht werden, Sterbewohl, eine tödliche Pille, zu schlucken, um beizeiten die Allgemeinheit zu entlasten.

Nadja, Anna, Max und Fred sind über 65 und in hellem Aufruhr. Alle vier haben vom Gesundheitsministerium eine Einladung zum Sterbeseminar ins komfortable Hotel Paradies auf Fehmarn erhalten. Sie sind in hellem Aufruhr. Offiziell ist das Einnehmen von Sterbewohl zwar freiwillig. Wie manche munkeln, kehrt aus den Hotels aber niemand mehr zurück.

Deutschland ist nur noch eine Scheindemokratie. Der Staat veranstaltet neuerdings für ältere Menschen Sterbeseminare in Luxushotels. Ihnen soll dort schmackhaft gemacht werden, Sterbewohl, eine...


Eine Anmerkung des Verlags

Sterbewohl ist eine Dystopie und gleichzeitig ein untypischer Kriminalroman. Täter ist der Staat. Ermittler sind ein paar Rentner, die dem Staat unmenschliche Verbrechen nachweisen und diese Verbrechen publik machen wollen. Unterhaltung ist das erste Gebot. Aber nicht nur. Ich glaube, das Thema ist aktuell. Renten und Pensionen werden schrumpfen oder gar nicht mehr bezahlt werden können, solange diejenigen, die sie beziehen, so alt werden. Da könnten Staaten auf die Idee kommen, den Bürgern ein frühzeitiges Gehen zu verkaufen, sofern neue Geburten und/oder Zuwanderung nicht ausreichen. "Was tust du, wenn dein Staat dich im Rentenalter auffordert, eine Sterbepille zu schlucken, damit du der Allgemeinheit nicht zur Last fällst? Sagst du Nein und erträgst die Repressalien? Fliehst du ins Ausland? Versuchst du die Schweinerei öffentlich anzuprangern? Oder schluckst du das Gift?"

Sterbewohl ist eine Dystopie und gleichzeitig ein untypischer Kriminalroman. Täter ist der Staat. Ermittler sind ein paar Rentner, die dem Staat unmenschliche Verbrechen nachweisen und diese...


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AUSGABE Taschenbuch
ISBN 9783753154060
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ein Blick in die Zukunft? Bitte nicht!!! Nadja, Anna, Max und Fred sind über 65 und bekommen vom Staat eine Einladung nach Fehmarn. Dort gibt es in einem Hotel ein Sterbeseminar. Es ist ihnen bekannt, dass alte Menschen dorthin eingeladen werden. Aber doch nicht schon mit 65 Jahren. Was nun tun? Nadjas Mitbewohner und eine Journalistin reisen nach Fehmarn. Was werden sie dort erleben? Werden sie es überleben? Müssen sie zum Schluß wirklich die Sterbepille schlucken? Fragen über Fragen. Das Cover ist außergewöhnlich, sowie das Thema auch. Lässt sich super lesen. Konnte gar nicht mehr aufhören. Ein für mich hochinteressantes Thema. Mal ganz anders aufbereitet, makaber, aber, wie ich finde, gut . Regt zum Nachdenken an.

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Da die Rentenkasse leer ist, belohnt der Staat alle Alten mit einem letzten Urlaub, wenn sie dann freiwillig das Zeitliche segnen. Doch ist da wirklich alles freiwillig? Und wie moralisch einwandfrei ist so eine Vorstellung? Der lockere Schreibstil ließ mich direkt in die Story eintauchen und ich fühlte mich, wie ein Teil der Rentnertruppe. Auch wenn ich noch nicht in diese Altersgruppe passe, so konnte ich doch einige Situationen gut nachvollziehen. Auf den ersten Blick ist das sich hier abspielende Szenario sicherlich an den Haaren herbeigezogen. Doch irgendwie bleibt ein mulmiges Gefühl, ob es nicht doch vorstellbar wäre. Wie schnell kam z.B. damals Hitler an die Macht? Das war auch unvorstellbar - bis es wahr wurde. Alles in Allem, hat mich das Buch gut unterhalten, aber auch irgendwie verängstigt und lässt mich nachdenklich zurück. Die Botschaft dahinter sollte aber jeder verinnerlichen. Sich niemals minderwertig fühlen und immer für sein Recht kämpfen.

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Nadja, endlich in Pension, bekommt eine Einladung zu einem Seminar an der Ostsee, schickes Hotel, Luxusspeisen und Anfahrt gratis. Aber sie freut sich so gar nicht, ist es doch eine Fahrt zu einer Sterbewerbungsveranstaltung. Die Alten und Kranken sind zu teuer für den Staat! Die EU ist aufgelöst, die D-Mark zurück, der Staat ist knapp bei Kasse. Also sollen Nichtarbeitende die Pille Sterbewohl freiwillig einnehmen, so als staatsbürgerliche Pflicht. Nadja und ihre Freunde Anna, Max und Fred sind misstrauisch, treffen aber ihre Vorbereitungen und fahren letztendlich ins Heim „Paradies“. Dort werden sie verwöhnt, war ihre Skepsis voreilig? Olivia Monti hat einen horrorhaften Thriller mit enormem Gruselfaktor geschrieben. So schockierend, weil alles möglich scheint. Die Geschichte hat es gezeigt. Beim Lesen ist mir regelrecht schlecht geworden. So manipulativ, so überzeugend werden „Argumente“ vorgebracht, so eng vernetzt sind systemtreue Behörden, so gierig sind skrupellose Figuren. Weit hergeholt??? Lesen! Olivia Monti, imSelbstverlag, erstellt bei neobooks.com.

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Sterbewohl war für mich ein sehr verstörenden Buch in den es um eine Sterbepille geht die Alten Menschen die angeblich zu nichts mehr zu gebrauchen sind auf einer besonders schönen Reise verabreicht werden soll. Die dürfen da nicht freiwillig mit....sondern müssen. Was hier beschrieben wird klingt wie Science Fiction war aber im Dritten Reich ..Euthanasie genannt auch an anderen Gruppen mit noch schlimmeren Methoden bekannt. Also doch keine Fiction? Thema Überbevölkerung! Überalterung! Ich hoffe, dass so was nie passiert.

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Zum Inhalt: Ist Deutschland etwa keine Demokratie mehr? Nadja, Anna, Max und Fred glauben auf jeden Fall nicht mehr daran und erst recht nicht mehr als sie kaum über 65 Jahre alt die Einladung zum Sterbeseminar bekommen. Hier soll ihnen frühzeitig schmackhaft gemacht werden eine sogenannte Sterbepille zu schlucken um die Allgemeinheit zu entlasten. Natürlich auf freiwilliger Basis. Aber ist das wirklich so? Meine Meinung: Puh, das Buch ist schon ein wenig gruselig und am Ende des Tages ein stück weit leider auch noch vorstellbar. So wie früher bestimmt Volksgruppen ausgelöscht wurden, werden hier eben die Alten aussortiert. Natürlich freiwillig. Schüttel. Mit hat das Buch recht gut gefallen, es war sehr kurzweilig und hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Hoffentlich wird es nie zu solchen Entwicklungen in er Gesellschaft kommen. Fazit: Gruselig

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Ein sehr interessantes und spannendes Szenario, das in vielen Teilen sehr greifbar und realistisch dargestellt wird. Alleine schon das Cover ist ein Hingucker und passt perfekt zum Inhalt des Buches. Die Geschichte wird aus der Sicht von Protagonistin Nadja erzählt, die sich eigentlich einfach nur auf ihre Zeit als Rentnerin freuen möchte. Doch dann bekommt sie einen Brief des Gesundheitsministeriums, der sie einlädt, sich auf der Insel Fehmarn zu einem Sterbeseminar einzufinden. Schnell wird klar, sie ist nicht alleine. Auch ihre Freunde Anna, Max und Fred haben so einen Brief erhalten. So begeben sich die Freunde auf eine Reise ins Ungewisse, denn zurück kam leider noch niemand. Man kann von Anfang bis Ende die Ängste und Sorgen der Protagonisten spüren. Es dauert ein bisschen, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt. Sie entwickelt sich regelrecht zu einem Krimi und es wird im Hotel Paradies immer gefährlicher. Es wird gut herausgestellt, wie die Leute dort manipuliert wurden und wie alles unter dem Deckmantel der Freiwilligkeit vertuscht wurde. Die Freunde sind gute Beobachter und kombinieren die Vorkommnisse im Hotel und bei den Ausflügen clever. Die Schlinge zieht sich am Ende zu und es war spannend mitzuverfolgen, wie das Ganze ausging. Das Buch ist gut geschrieben, es hat sich zu keiner Zeit in die Länge gezogen, denn es passiert ständig etwas. Die Darstellung der Zustände in Deutschland waren zwar dystopisch, aber gar nicht so abwegig. Es ist kein typischer Kriminalroman, denn es werden gesellschaftskritische Themen angeschnitten, die nicht so leicht zu beantworten sind. Ich habe mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten gefühlt.

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Auf Fehmarn gibt es Sterbe-Hotels, in den für Menschen ab 65 Sterbeseminare abgehalten werden mit dem Ansinnen, die alten Leute davon zu überzeugen, dass sie für Familie und Staat eine Belastung sind und deshalb den Tod wählen sollen. Aber was passiert mit denen, die sich nicht überzeugen lassen? Nette Idee für einen dystopischen Krimi, der sich flüssig lesen ließ. Leider verpuffte der Ansatz ohne Höhepunkte.

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Olivia Monti - Sterbewohl zum Inhalt Da die Rentenkasse leer ist, belohnt der Staat alle Alten mit einem letzten Urlaub, wenn sie dann freiwillig das Zeitliche segnen. Doch ist da wirklich alles freiwillig? Und wie moralisch einwandfrei ist so eine Vorstellung? Meinung Sowas in der Art hatten wir schon mal.. Wie schnell kam. Hitler an die Macht? Das war auch unvorstellbar - bis es wahr wurde. Fazit Auch wenn es unvorstellbar ist, kann man sich das vorstellen. Es lässt einen Schaudern. Das Buch lässt mich sehr nachdenklich zurück mir einer Leseempfehlung

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In einem deutschen Luxushotel Paradies werden Sterbeseminare abgehalten: es wird allen Teilnehmern nahegelegt, beizeiten eine Pille einzunehmen und sich so von der Gesellschaft und den evtl. Plagen, die sie für diese im Alter darstellen könnten, zu verabschieden. Die Einladungen werden zwar vom Gesundheitsministerium verschickt, lassen jedoch Platz für große Spekulationen, da die Teilnehmer der Seminare einfach verschwinden. Sehr spannend und hochaktuell!

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Auf der Insel Fehmarn gibt es Luxushotels, die für die letzte Reise eines Menschen da sind. Wenn das Alter einem zur Last fällt, fährt man dorthin und schluckt "Sterbewohl". Der Staat bekommt die Hinterlassenschaften, wie Haus, Auto, Geld etc.. Nadja, Anna, Max und Fred Gründen eine WG, um sich im Alter gegenseitig zu helfen. Sie sind über 65 Jahre und wollen die restlichen Jahre gemeinsam genießen. Als alle 4 eine Einladung vom Staat bekommen auf die Insel Fehmarn zu reisen, ist der erste Schreck groß. So ganz geheuer ist den Freunden die Sache nicht. Sie fühlen sich nicht alt, sondern fit und wollen noch lange leben. Daher beschließen sie, mit einer Journalistin Kontakt aufzunehmen und diese mit nach Fehmarn zu nehmen. Sie wollen der Sache "Sterbewohl" auf den Grund gehen. Angeblich kann man den zwei wöchigen kostenfreien Aufenthalt nutzen, um sich eingehend mit dem Thema Sterben zu beschäftigen. Fraglich ist nur, ob man nach den zwei Wochen wieder abreisen kann. Nadja, Anna, Max und Fred gehen der Sache auf den Grund und geraten in brenzlige Situationen. Sie graben zu tief und stellen zu viele Fragen, dies wird gefährlich für Leib und Seele. Der Einstieg ins Buch ist mir leicht gefallen. Ohne Umschweife kommt die Autorin zum Thema. In der heutigen Lage des Staates, ist es gar nicht so weit hergeholt. Das Alter fällt zur Last, es müssen Lösungen her, die das Altern erleichtern und dem Staat nicht zur Last fallen. Ich finde die Idee erschreckend, die sich in der Geschichte abzeichnet, vor allem da anscheinend das Alter herabgesetzt wird, ab wann eine Person auf die Insel eingeladen wird. Eine Horrorvorstellung kristallisiert sich heraus. Die Spannung steigert sich allmählich bis zum Höhepunkt, der mir zu übertrieben war. Das letzte Drittel vom Buch hat mir nicht mehr ganz so gut gefallen, es wurde mir zu hektisch. Mit dem Ende bin ich dennoch zufrieden und ziehe lediglich einen Stern in meiner Bewertung ab. Insgesamt gesehen ist das Buch lesenswert und bringt mit seiner Thematik die Gedanken zum arbeiten.

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Einerseits gefällt mir das Thema und auch wie die vier mit ihrer Einladung umgehen. Auch die Selbstverständlichkeit mit der Behörden oder der Busfahrer die ganze Sache sehen, finde ich makaber aber gut. Gestört hat mich der ständige Vergleich mit dem Euthanasie Programm der Nazis. Diese grauenvolle Menschenverachtung ist meiner Meinung nach nicht als Vergleich heran zuziehen. Da hätte die Autorin andere Möglichkeiten suchen müssen. Die Entwicklung der Geschichte war gut. Eine Diktatur ist nur so gut wie ihre Untertanen. Schweigen sie, kann sie sich halten, je mehr sich wehren oder auf die Missstände hinweisen, desto eher ist ein Diktatur dem Untergang geweiht. Die vier Freunde sind ein Paradebeispiel für uns Menschen. Solange es uns gut geht und niemand große Ansprüche an uns stellt, sind wir im Großen und Ganzen zufrieden. Wird aber dieses Glück gestört fangen wir an nachzudenken und hoffentlich kommen wir zu dem richtigen Ergebnis und handeln. Dies gilt für die allermeisten Menschen, auch für mich. Jede Krise bietet eine Chance auf Veränderung. Sei es wie in dieser Dystopie, ein vorzeitiges Lebensende obwohl wir noch gar nicht wollen oder wie in der Realität, die Klimakatastrophe und Corona. Die Charaktere lassen sich gut nach empfinden, zu mindestens für Leser die annähernd in diesem Alter sind. Jüngere haben vielleicht Zweifel an den Typen, wie mein Sohn sagte: " Das wird nie wieder in keiner Form passieren, wir haben aus der Vergangenheit gelernt." Ich hoffe er hat Recht, aber wenn ein Politiker in der Corona Krise sagen darf. "Die älteren Menschen die an Corona starben, wären sowieso gestorben, ob nun früher oder später sei egal." Habe ich meine Zweifel. Daher rüttelt dieses Buch auch auf. Was wäre wenn? Es ist makaber und bedrohlich. Es ist ein unterhaltsamer Krimi oder ist es mehr?

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"Der Staat veranstaltet neuerdings für ältere Menschen Sterbeseminare in Luxushotels. Ihnen soll dort schmackhaft gemacht werden, Sterbewohl, eine tödliche Pille, zu schlucken, um beizeiten die Allgemeinheit zu entlasten." Nadja, Anna, Max und Fred sind über 65 und könnten ihren Ruhestand nun genießen. Aber plötzlich erhalten sie alle Vier vom Staat eine Einladung nach Fehmarn zu einem Sterbeseminar. Da dort wohl alle irgendwann die tödliche Pille nehmen, sind sie geschockt. Sie wollen noch nicht sterben. Hier geht es um eine mögliche Zukunft unserer Gesellschaft. In diesem Buch ist sie erbarmungslos und grausam. Deutschland ist nur noch eine Schein-Demokratie. Die Überwachung der Gesellschaft, die Euthanasie, da kann ein Einzelner nichts mehr machen. Die angerissenen Themen dieses Buches sind wichtig. Das ist ein großer Pluspunkt dieses Buches. Allerdings hat dieser Krimi auch Schwächen. Ich bin mit der Hauptperson der Geschichte, Nadja, nicht warm geworden. Ich fand sie weinerlich, ihr emotionaler Zustand passte nicht so zu ihrer Vita. Trotzdem war der Krimi durchaus spannend und interessant.

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Die Autorin Olivia Monti sagte mir bisher nichts, dies war mein erstes Buch von ihr. Das Cover hat mich sehr angesprochen, ebenso wie der Klappentext. Vier Nachbarn, gerade mal im Rentenalter, werden zu einem "Sterbeseminar" auf Fehmarn eingeladen. Sie treffen sich und überlegen, warum man sie wohl ausgewählt hat. Sie sind alle gesund und für ihr Alter fit. Sie sind beunruhigt, da sie niemanden kennen, der von diesen Sterbeseminaren zurück gekehrt ist. Mit gemischten Gefühlen werden sie auf die Insel gefahren. Das Thema ist schon außergewöhnlich, Deutschland hat eine Scheindemokratie, die Rentenkassen sind leer und der Staat möchte Entlastung. Was passiert auf der Insel, kommen die Vier hinter die Machenschaften oder ist alles gar nicht so schlimm? Freut euch auf ein spannendes Thema und fiebert mit den Protagonisten.

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Zum Inhalt: Deutschland hat sich verändert. Senioren werden in Luxushotels eingeladen, um dort „Sterbewohl“ einzunehmen und so eine Entlastung für das Allgemeinwohl zu schaffen. Die Einnahme soll freiwillig sein. Als jedoch Nadja und ihre Nachbarn eine derartige Einladung erhalten, machen sie sich Gedanken, denn sie haben noch von niemandem gehört, der von einem solchen Hotelaufenthalt zurückgekehrt ist ... Meine Meinung: Die Idee zum Cover finde ich absolut gelungen! Das Thema der Geschichte wurde dort mit viel Humor auf den Punkt gebracht. Die vier Protagonisten sind sehr unterschiedlich, was gut und realistisch herausgearbeitet wurde. Erzählt wird das Ganze von Nadja, so dass der Leser nur ihre Sicht der Geschehnisse und Gedanken erfährt bzw. was sie über die anderen denkt und vermutet. Der Schreibstil an sich hat mich nicht so ganz überzeugt. Ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, dass „es noch nicht richtig losgegangen ist“ und war quasi in einer Wartehaltung. Auch wenn es im Buch um die Aufklärung verbrecherischer Umstände geht, was für einen Krimi spricht, hat die Story doch auch dystopische Ansätze. Fazit: ein etwas anderer Krimi, bei dem die Spannung eher unterschwellig daherkommt

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Starker Tobak! Eine verstörende Vorstellung, ins Luxushotel um eine Sterbepille zu schlucken, um dem Staat und den eigenen Kindern nicht zur Last zu werden?! Die Autorin spielt dieses Szenario konsequent durch, vom ersten Brief der Behörden, bis zum Ausflugsbus mit seltsamen Duschkopflüftungen. Das ist schräg, makaber und echt gruselig. Sehr gut geschrieben und man sollte das Ganze nicht unterschätzen. So ähnlich weit war Deutschland schon einmal.

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Sterbewohl von Olivia Monti ist eine kleine Dystopie. Deutschland hat eine neue Parte-die BP (Bürgerpartei) und nichts ist mehr so wie wir Deutschland und die Welt kennen. Nadja, Max, Fred und Anna sind Senioren, fitte und bis auf Fred lebensfrohe und lebensbejahende Senioren. Da bekommen sie alle gleichzeitig eine Einladung zum "Sterbeseminar" nach Fehmanrn. Allen ist bekannt, dass der Staat diese durchführt um die Gesellschaft zu entlasten und wer kostet mehr Geld und Ressourcen als alte Menschen. Es wird immer von Freiwilligkeit geredet, doch niemand kennt jemanden der von einem Sterbeseminar nach Hause gekommen ist. Unbehaglich regeln alle ihren Nachlass, den natürlich der Staat für sich beansprucht...mangels Angehörigen. Was die 4 auf Fehmarn erleben und erdulden müssen verrate ich an dieser Stelle nicht. Sterbewohl ist als Krimi angepriesen, dafür fehlt mir ein wenig die Spannung und das Ungewisse. Die Story ist gut durchdacht, wenn auch sehr vorhersehbar geschrieben. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet mit ihren Ecken, Kanten, Lebensgeschichten und Gefühlen. Ein Buch zum lockeren nebenher Lesen.

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Eine bitterböse Geschichte hat uns die Autorin mit 'Sterbewohl' serviert. In einem ganz anderen Deutschland, in dem der Staat die Kontrolle hat und Demokratie nur noch ein Wort ist, werden Rentner in ein Luxushotel eingeladen, um dort an einem Sterbeseminar teilzunehmen. Sie sollen die Vorzüge eines vorzeitigen Ablebens kennenlernen und idealerweise gleich vor Ort das Medikament 'Sterbewohl' nehmen, um der Gesellschaft nicht länger zur Last zu fallen... Nadja, die sich auf ihren Ruhestand freut, erhält viel zu früh eine Einladung zu einem Sterbeseminar im Hotel Paradies. Auch ihre Mitbewohner, allesamt äußerst rüstige Rentner, die eigentlich viel zu jung dafür sind, werden nach Fehmarn eingeladen. Gemeinsam mit einer Journalistin beschließen sie, den Dingen vor Ort auf den Grund zu gehen. Der Verdacht, dass die Teilnehmer des Seminars nur scheinbar eine Wahl haben und am Ende niemand aus dem Hotel zurückkehrt, erhärtet sich mit jedem Tag, den die Gruppe im Hotel Paradies verbringt. Und bald rückt auch ihr eigenes Ende näher - oder können sie dem Wahnsinn, der im Sterbehotel lauert, noch rechtzeitig entkommen? In diesem unheimlichen Szenario fällt einem mehr als einmal die Kinnlade herunter angesichts der schockierenden Entdeckungen, es wird richtig fies und makaber und am Ende ist die Spannung kaum noch zu ertragen. Das Buch gibt aber auch zu denken, über die eigene Zukunft im Alter, über den Status von und Umgang mit alten Menschen heutzutage, über das Miteinander und Füreinander nicht nur in der Familie, sondern auch in der Gesellschaft. Zuallererst aber ist dieses Buch ein richtig guter, origineller, schockierender und spannender Krimi.

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Sterbewohl ist für mich ein sehr verstörendes Buch. Dennoch hat es mir ganz gut gefallen. Anfangs hatte ich große Angst mich nicht hinein lesen zu können, da die Protagonisten darin doch schon alle über 60 sind und somit ziemlich viel älter sind als ich es bin. Dem war aber glücklicherweise nicht so. Die Figuren in dem Buch waren alles andere als die alten, senielen, alles glaubenden Menschen. Sie wussten schon von Anfang an, dass es nicht mit rechten Dingen zugehen kann in diesem sterbehotels und ließen nicht locker was ich sehr gut fand. Allerdings muss ich sagen, würde ich das Buch eher in eine andere Genre sortieren. Ein Krimi war es für mich eher nicht, aber es war denn ich erschreckend. Ich will mir nicht ausmalen dass so die Zukunft aussehen könnte. Der Schreibstil der Autorin ist gut und lässt sich flüssig lesen. Auch die teilweise düstere Stimmung passt sehr gut zur geschichte. Ab und an allerdings gibt es auch einige recht amüsante Sachen zu lesen. Es hat mir Spaß gemacht die Geschichte zu lesen.

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Zum Inhalt Deutschland ist nur noch eine Scheindemokratie. Der Staat veranstaltet neuerdings für ältere Menschen Sterbeseminare in Luxushotels. Ihnen soll dort schmackhaft gemacht werden, Sterbewohl, eine tödliche Pille, zu schlucken, um beizeiten die Allgemeinheit zu entlasten. Nadja, Anna, Max und Fred sind über 65 und in hellem Aufruhr. Alle vier haben vom Gesundheitsministerium eine Einladung zum Sterbeseminar ins komfortable Hotel Paradies auf Fehmarn erhalten. Offiziell ist das Einnehmen von Sterbewohl zwar freiwillig. Wie manche munkeln, kehrt aus den Hotels aber niemand mehr zurück. Meine Meinung Nach das Haus ist dies mein zweites Buch der Autorin ,dass mir auch sehr gut gefallen hat. Der Schreibstil war leicht und flüssig, da kam man sehr gut voran. Die Charaktere waren bis auf eine sehr sympathisch und jeder hatte sein Päckchen zu tragen, so wies auch in der Realität ist. Mega Spannung kam jetzt nicht auf aber man wollte trotzdem immer wissen, wie es mit den Senioren weitergeht und ob sie nun recht haben mit ihren Vermutungen. Gewürzt war die Story zwischendurch mit Humor, der mich persönlich hat schmunzeln lassen.Die Autorin lässt hier klar wissen,jeder hat ein Recht zu Leben egal wie alt man ist und glücklich sein kann Freunde zu haben,die einem immer unterstützen.

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Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich fand die Story dahinter sehr gelungen, schon alleine das Cover finde ich sehr ansprechend.

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"Sterbewohl" . In einem Deutschland in nicht allzu weiter Zukunft ist "Sterbewohl" das Maß aller Dinge. Denn, wie sollen die Renten bezahlt werden und warum überhaupt soll irgendjemand dem Staat weiter auf der Tasche liegen? Die Demokratie existiert nicht mehr und alte Menschen verschwinden. Sie erhalten einen Brief vom Gesundheitsamt und werden zu einem Seminar von "Sterbewohl" eingeladen. Alles völlig freiwillig. Doch warum kennt man dann keinen, der von diesen Seminaren zurückkehrt? Als die Hauptfigur Nadja und ihre drei Nachbarn zu dem Seminar eingeladen werden, sind sie von Beginn an skeptisch, doch wirklich wehren kann man sich gegen die Aufforderung des Gesundheitsamtes nicht. So machen sie sich nach einer kurzen Vorplanung auf und wollen auf der Insel Fehmarn herausfinden, was mit den Menschen in den 14-tägigen Aufenthalten passiert. Auf gut 200 Seiten schildert Olivia Monti, was passiert, wenn eine Gruppe von Menschen zur Belastung für den Staat wird und was passiert, wenn sich jeder nur um sich selber kümmert. Eine düstere Vorstellung von einem Staat, der über die Köpfe der Bevölkerung hinweg entscheidet und sich Mitläufer sucht, die ihre Vorstellungen unterstützen. Sei es, aus Überzeugung, sei es durch massiven Druck. Eine Welt, die man sich nicht wirklich vorstellen mag und die an dunkle Zeiten erinnert. Mitreißend geschrieben und spannend bis zum Schluss konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. 5 von 5 Pillen

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Nadja, Mitte 60 hat noch viel vor in ihrer Rente, umso mehr schockt es sie, dass ausgerechnet sie eine Einladung zu einem der berüchtigten Sterbeseminare erhält. In diesen Seminaren soll älteren Menschen schmackhaft gemacht werden eine tödliche Pille zu schlucken um der Gesellschaft nicht mehr zur Last zu fallen. Das Ganze ist angeblich vollkommen freiwillig, allerdings kommt niemand mehr von diesen Seminaren zurück. Nadja macht sich notgedrungen mit ihren Freunden Fred, Max, Anna und der Undercover Journalistin Marwa auf den Weg nach Sylt ins Luxushotel. Schon bald merken Nadja und ihre Freunde, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Olivia Monti hat mit „Sterbewohl“ einen erfrischenden, kurzweiligen Roman erschaffen, der durchaus zu unterhalten weiß. Die Charaktere sind liebenswert schrullig, die Story ist zwar nicht komplett glaubhaft, aber spannend und ideenreich. Leider war mir Schluss etwas zu gehetzt, da wären ein paar mehr Seiten schön gewesen, das Tempo war am Anfang noch langsamer, zum Schluss wurde nur noch beschrieben, nicht mehr wirklich erzählt was mit den Figuren passiert. Trotzdem hat mir insgesamt „Sterbewohl“ sehr gut gefallen. Wer hier auf einen Politikthriller hofft ist ziemlich fehl am Platz, den Roman würde ich eher in die Kategorie Unterhaltung als Krimi stecken.

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#oliviamontisterbewohl ist eine Mischung aus Dystopie und Kriminalroman. Wir als Leser erfahren, dass die Demokratie in Deutschland seit 10 Jahren abgeschafft ist. Eine Partei regiert, die unmenschlich handelt und selbst das Töten von unliebsamen Mitmenschen unterstützt. Dazu werden sogenannte „Sterbeseminare“ in Luxushotels durchgeführt, die zum großen Teil auf Fehmarn stattfinden. Ältere Menschen, die gerade mal berentet sind, erhalten Post vom Gesundheitsminister. So auch vier Bewohner einer WG. Alles sollen zu einem bestimmten Termin abgeholt und per Shuttle nach Fehmarn transportiert werden. Sie sind sehr beunruhigt, da es in den Hotels leider nicht so zugeht, wie es den Leuten erzählt wird. Dunkle Wolken ziehen über ihren Horizont zusammen. Das Buch #oliviamontisterbewohl wühlte mich auf. Weil ich fast so alt bin, wie die hier vorgestellten Hauptpersonen und viele Aussagen (leider) den Tatsachen entsprechen. Ja, auch heute noch. Wie ist es denn? Langzeitarbeitslose werden als „Harzer“ tituliert und behindert zu sein ist sogar ein geduldetes Schimpfwort. Und wie ist der Umgang mit Senioren? Sie werden in Heime abgeschoben und viele Angehörige warten auf deren Tod, weil dann keine Kosten mehr anfallen. Wie sieht es denn aus mit Menschen, die der Allgemeinheit keinen Nutzen mehr bringen? Nein, es ist zum Glück (noch) nicht so, wie zur Zeit Hitlers. Aber es gibt leider Zeichen, die dorthin führen. Aber nun noch einmal zum Buch. Es ist in einfacher Sprache geschrieben und lässt sich gut lesen. Die Spannung hätte für meinen Geschmack ruhig ein wenig mehr sein können. Zuweilen kam es mir auch zu unwahrscheinlich vor, was die Autorin hier schilderte. Vom Grundgedanken her gebe ich ihr aber vollkommen recht und für mich ist das Buch keine Fiktion. Vier Sterne und eine Leseempfehlung für einen Winterabend gebe ich daher. #NetGalleyDE

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Ein herrlich gesellschaftskritisches Buch, welches den Nagel auf den Kopf trifft. Arbeiten bis zum Umfallen und dann möglichst schnelles Ableben, um dem Staat nicht mehr allzu lang auf der Tasche zu liegen. So krass wie in dem Buch ist es noch nicht, zumindest wurde in meinem Bekanntenkreis noch niemand zum Sterbeseminar geladen und ihm ans Herz gelegt, doch bitte die Sterbewohl-Pillen zu schlucken. Dennoch gelingt es der Autorin mit Witz und Charme eine Rentergruppe zu erschaffen, die einem einfach am Herzen liegt. Das sympathische Quintett ermittelt auf eigene Faust gegen die angeblich freiwillige Sterbe-Mafia. Da macht es einfach Spaß zu lesen, tatsächlich war ich innerhalb eines Tages mit einem Rutsch durch. Einfach schön und unterhaltsam geschrieben. Mit dem erhobenen Zeigefinger zwischen den Zeilen.

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Ich habe das Buch Sterbewohl von Olivia Monti mit viel Interesse und manchmal mit einem Schmunzeln gelesen, obwohl es einen ernsten Hintergrund hat. Mal Sciencefiction mit einem Schuss Satire oder doch bald schon Realität in Corona Zeiten? Die Ich Erzählung ist sehr flüssig und auch angenehm spannend geschrieben. Nur am Schluss läßt die Spannung etwas nach und das Moralische wird betont. Auf jeden Fall eine interessante und auch neue Sichtweise auf eine Zeit, die hoffentlich so nie kommen wird.

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Ein Buch wie dieses hätte zu keinem besseren (oder schlechteren, je nach Sichtweise) Zeitpunkt veröffentlicht werden können, während die COVID-Pandemie unter den älteren Menschen verheerende Schäden anrichtet. In einem Deutschland der Zukunft, in dem eine Partei, die wie eine Kreuzung aus AfD und FDP aussieht, die Wahlen gewonnen hat, überschneidet sich das Problem der Rentenzahlung mit dem, die Bevölkerung jung zu halten. Lösung? Assistierter Suizid. Freiwillig, denn das neue Regime will sicher nicht wie das Dritte Reich aussehen. Aber sind wir sicher, dass dieser Selbstmord so freiwillig ist? Eine Gruppe älterer Freunde entdeckt es auf eigene Kosten: Sie werden alle in eines der sogenannten Sterbehotels geschickt und haben nicht die Absicht zu sterben. Ein sehr "deutscher" Roman, mit Charakteren, die einigen der schlimmsten Albträume entnommen zu sein scheinen, die uns die Geschichte beschert hat, vom Todestheoretiker bis zum willigen Henker. Lediglich das teils überhastete, teils etwas langgezogene Ende verhindert eine Bestnote. Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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Erschreckende Zukunft Bei dem Krimi "Sterbewohl" von Olivia Monti ist schon das Cover mal etwas ganz ungewöhnliches. Dem Leser wird hier eine Packung Tabletten angeboten. Im Zusammenhang mit dem Titel ahnt man schon etwas vom Inhalt. Das Buch ist gleichzeitig dystopisch und auch etwas gruselig. In Deutschland wird anders regiert und ab einem bestimmten Alter gibt es Sterbeseminare in speziellen Hotels, wobei die Altersgrenze großzügig nach unten verschoben wird. Wer dem Staat nichts mehr zu geben hat, dem wird auch nichts mehr gegeben. Wir begleiten in diesem Krimi die Protagonisten in eines der Luxushotels auf Fehmarn. Unsere Senioren sind aber wild entschlossen am Leben zu bleiben und die Sache aufzuklären. Die Vorstellungen, die hier gezeichnet werden, sind wirklich unheimlich und gruselig, weil sehr viel davon so knapp neben der Vorstellungskraft liegt. Das Problem wird hier mit viel Humor und Ironie angegangen, bringt einen aber doch öfter ins grübeln. Die Buchidee ist wirklich großartig und spannend, die Umsetzung hätte ich gerne noch etwas runder gehabt. Mir fehlt hier noch etwas mehr Bezug zu den Charakteren und ich hätte es nicht unbedingt als Kriminalroman eingestuft.

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Ziemlich geniale Idee... Olivia Monti, selbst Jahrgang 1960, hat sich im Krimiformat Gedanken darüber gemacht, ob sich der deutsche Staat die riesengroße Gruppe der Senioren, die sehr zeitnah aus der Babyboomer-Generation erwachsen wird, überhaupt noch wird leisten können. Dabei hatte sie die ziemlich genial-erschreckende Idee, die Handlung in eine nhe Zukunft zu verlegen, eine rechte Partei an der Macht sein zu lassen und den älteren und alten Menschen ein sanftes, pseudofreiwilliges Dahinscheiden in schön ausgestatteter Umgebung auf der Nordseeinsel Fehmarn zu ermöglichen - dies mit Hilfe geschickt-subtiler Beeinfussungstechniken und mit ans Dritte Reich angelehnten 'Euthanasie-Strategien'. Eine kleine Gruppe befreundeter Alter werden zu einem sogenannten 'Sterbeseminar' auf die Insel eingeladen. Haben sie anfangs noch das Gefühl, auf einer Art kostenlosen Wellness-Urlaub auf Staatskosten eingeladen zu sein und glauben auch noch an ihre Freiheit der Wahl, so verdichtet sich für die Protagonist*innen immer mehr der Verdacht, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht und dass es sich hier wohl tatsächlich um ein riesengroßes Verbrechen an den alten Menschen handelt. Was den Krimi auszeichnet ist neben der guten Lesbarkeit vor allem das erschreckende Gedankenspiel und die gut gezeichneten Figuren. Einen Punktabzug gibt es allerdings für den am Ende (die geglückte Rettung und Offenlegung des Skandals) etwas flachen und auch vorhersehbaren Spannungsbogen. Aber eines muss ich doch sagen: Die Story hat noch einige Zeit in mir nachgehallt...

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Sie so die Zukunft aus ? Stell dir vor, du bekommst einen Brief vom Gesundheitsministerium und wirst darin aufgefordert, ein Sterbepille zu schlucken, um mit deinem Ableben die Kosten zu senken und somit die Allgemeinheit zu entlasten .... Genau das passiert Nadja, Anna, Max und Fred, denn sie halten eben genau jenen Brief in den Händen und sollen sich ins Hotel Paradies auf Fehmarn begeben, um dort über die freiwillige Einnahme der Pille aufgeklärt zu werden. Freiwillig ? Doch warum kehrt keiner von der Insel zurück, der an solch einem Seminar teilgenommen hat ? Die Insel Fehmarn ist meine zweite Heimat und von daher lese ich natürlich alles, was an Romanen, Krimis und Liebesgeschichten zu finden gibt, die auf meiner Insel ihre Handlung angesiedelt haben. Doch wer, wie ich, die Insel wie seine Westentasche kennt, der wird bitter enttäuscht sein, dass die goldene Krone im blauen Meer hier so verunglimpft wird. Es fängt schon damit an, dass die Orte auf der Insel und das Wahrzeichen, die Fehmarnsundbrücke, nicht namentlich erwähnt und nur Andeutungen diesbezüglich gemacht werden. Wenn die Protagonisten schon über den größten Kleiderbügel Deutschlands auf die Insel fahren, dann sollte das doch auch genauso im Buch wiederzufinden sein, um eine gewisse Authentizität zu gewährleisten. Zwar werden die Ortschaften recht bildlich beschrieben, aber um ganz ehrlich zu sein, könnte eben jene Beschreibung auf so gut wie jedes Dorf an Nord- oder Ostsee zutreffen, denn die Klinkerbauweise ist im Norden ja doch recht typisch und daher häufig zu finden. Eine Assoziation mit den Ortschaften auf der Insel fehlt mir leider komplett. Es gibt auch noch so manch Ungereimtheit, die den Fehmarn-Kenner hier zum Stirnrunzeln verleitet und mehr als einmal einen fragenden Ausdruck im Gesicht hinterlässt. Gerade haben die Dänen mit dem Bau der sehr umstrittenen festen Belt-Querung begonnen und die Autorin lässt ihr Hotel Paradies am Tunnel aus dem Boden wachsen - es erinnert aber eher von seiner Lage an das Hotel Dania in Puttgarden. Die Handlung würde ich jetzt nicht unbedingt als Krimi, sondern als düsteres Zukunftsszenario beschreiben. Was die Ptrotagonisten erleben, ist schon sehr grenzwertig und gerade jetzt, wenn die Sterbezahlen während der Corona-Pandemie in die Höhe schnellen und die staatliche Unterstützung über horrende Summen läuft, fragt man sich schon das eine oder andere mal, was passieren könnte, wenn die Rückführung der Staatssschulden nicht mehr von der Allgemeinheit geschultert werden kann. Ich kann die vier Schlüsselfiguren verstehen, dass sie hier mehr als besorgt und ängstlich sind und eine Aufklärung durch die Journalistin wünschen, der sie ihr ganzes Vertrauen schenken. Die sehr kurz gehaltenen Kapitel wirken manchmal wie ein Stakkato , das mit sein en Ereignissen regelrecht auf den Leser herunterprasselt, aber die doch sehr nüchterne und klare Abhandlung des Geschehens sorgt dafür, dass man sich doch recht oft zurücknimmt und das ganze mehr von außen betrachtet, als in der Handlung gefangen zu sein. Zwar baut man eine gewisse Nähe zu Nadja auf, da man aus ihrer Sicht den Verlauf der Geschichte erzählt bekommt, aber auch hier vermisse ich Verbundenheit und, gerade bei diesem brisaten Thema, Intimität. Ihre Gefühls- & Gedankenwelt öffnet sich nur ein Stück für mich, sodass ich mich ein klein wenig in sie hineinfühlen kann. Die anderen Protagonisten laufen eher als Statisten in der Handlung mit - sehr schade. Die Grundidee ist wirlkich genial, aber die Umsetzung finde ich jetzt nicht ganz so gut gelungen. Die Rahmenhandlung bietet wirklich so viele Möglichkeiten, um Spannung und Nervenkitzel aufzubauen, um so den Leser zu begeistern. Die Frage, ob wir tatsächlich alle einmal eine solche Pille schlucken sollen, bleibt haften und man überlegt sich nach Beendigung des Buches, ob nicht doch ein Körnchen Realität hinter all dem Stecken könnte.

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Spannung und Denkanstöße, das geht mit diesem Krimi sehr gut. Ein absolut lesenswertes Buch und also Empfehlung von mir. Dieses Buch behandelt eine nahe Zukunft in der Menschen die nicht mehr am Arbeitsmarkt teilnehmen können, weil sie in Rente gehen, eingeladen werden Sterbewohl zu sich zu nehmen. So werden sie vor den Leiden des Alters verschont und belasten niemand Anderen mehr. Tolle Idee, oder!? Was wenn man sich aber nicht dafür entscheidet? Von der ersten Zeile bis zum Schluss war ich gebannt. Olivia Monti beschreibt verschiedene Schicksale und bleibt dabei nicht an der Oberfläche. So sind verschiedene Standpunkte gut beschrieben und jeder Lesen kann einen Weg in die Geschichte finden. Aber wenn man erst mal drin ist, dann muss man wissen wie es ausgeht.

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Eine Pille Sterbewohl mit Champagner gefällig? Ein Staat, der seine älteren Bürger mit kostenlosen Luxusferien zum Freitod überredet, um die Rentenkassen zu entlasten? Und vier Auserwählte, denen klar ist, dass so etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann? Klingt nach einem ungeheuer spannenden und ungewöhnlichen Thema! Die Umsetzung von "Sterbewohl" hat mir richtig Gänsehaut bereitet, in allem lag diese unterschwellige Anspannung, das Misstrauen war quasi aus den Seiten heraus greifbar. Das angebliche Luxushotel mit seinen seltsamen Angestellten machte von Anfang an klar, dass dort etwas ganz gewaltig schiefgeht. Ab und an bin ich jedoch leider über holprige Formulierungen und die Naivität der Protagonisten gestolpert. Trotzdem ein lesenswertes und außergewöhnliches Buch!

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Sterbewohl von Olivia Monti ist eine dystopischer Krimi mit wenig Spannung. Mir hat das Buch nicht so zugesagt. Wie das Buch schon auf dem Cover andeutet ist die Spannung wohldosiert. Für mich war sie aber zu gering auch verstehe ich unter einem Krimi etwas anderes. Dieses Buch ist für mich eher ein leichter Science-Fiction oder vielleicht ein düsterer Zukunftsroman aber Krimi eher weniger. Mich hatte das Cover sofort angesprochen. Ich fand auch die Idee des Buches interessant. Deutschland wird von der BP geführt und ist nur noch eine Scheindemokratie. In dieser hat der Staat luxuriöse Sterbehotels eingeführt. In diese werden ältere Menschen eingeladen um an Sterbeseminaren teilzunehmen. Zweck dahinter ist dass sich so viele wie möglich dafür entscheiden Sterbewohl zu nehmen und freiwillig zu sterben. Was der Staat als etwas freiwilliges hinstellt bezweifeln aber einige. Denn es kam nie jemand aus den sogenannten Sterbehotels zurück. Auch  Nadja und ihre Freunde wurden nach Fehmarn eingeladen um an einem Sterbeseminar teilzunehmen. Doch die vier wollen weiter leben beschließen aber trotzdem zu fahren und die eigentlichen Ziele des Staats aufzudecken. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten. Die Sätze und Kapitel sind recht kurz so kann man das Buch auch schnell lesen. Was  mich störte waren die ständigen Absätze. Entweder gab es gefühlt nach jedem Satz einen Absatz oder Seitenweise keinen. Ich konnte kein richtiges Schema dahinter erkennen. Das störte etwas beim Lesen. Die Charaktere waren gut herausgearbeitet authentisch und auch sympathisch. Die Geschichte wird aus der Ich Perspektive von Nadja geschildert, so hat der Leser noch eine etwas intensivere Bindung zu ihr und fühlt mit ihr mehr mit. Für mich gab es zu viele unrealistische Dinge bzw Sachen die eigentlich nicht gehen und plötzlich doch. Es wäre zu viel die alle aufzuzählen, mir war es einfach zu viel des Guten. Auch die Anspielungen und Vergleiche zur NS Zeit waren mir zu viel und unpassend. Es war nett dieses Buch gelesen zu haben, aber man muss es nicht unbedingt.

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#oliviamontisterbewohl #NetGalleyDE Ich war nach dem lesen des Klappentextes direkt an diese Geschichte interessiert. Es klang neu, erfrischend und nach aktueller Gesellschaftskritik. Das Buch hält im Großen und Ganzen seine Versprechen. Normalerweise bin ich eher an Charakterorientierten Geschichten interessiert. Die so gut wie kaum vorhandene Charakterentwicklungen haben mich nicht so sehr gestört, wie es normalerweise der Fall gewesen wäre, da von vornherein klar war, dass die Prämisse und die Idee im Vordergrund stehen.Die Charaktere werden recht oberflächlich beschrieben. Dieses Buch leidet an dem klassischen, aber immer widerkehrenden Syndrom "too much telling instead of showing". Dies gilt sowohl für die Charaktere, als auch für die Geschichte. Das Zukunftsszenario und wie es zu dieser Gesellschaft kam, wurde leider nur ansatzweise in Rückblenden oder sogar Nebensätzen erklärt. Die Charakterentwicklung und -beschreibungen wirken nicht dynamisch und werden ebenfalls häufig in Anekdoten erzählt. Beides fügt sich, meiner Meinung nach, nicht dynamisch ein. Das Ende kam mir vor wie ein großer Stilbruch. Der Ton des Buches verändert sich, aufgrund der plötzlich aufkommenden "Actionszenen", vollkommen. Es passte nicht so recht in das zuvor ruhige Bild. Ich werde dennoch mehr Bücher dieser Autorin austesten. Trotz all diesen aufgelisteten Kritikpunkten, kann ich jedem nur empfehlen die Geschichte zu lesen. Es ist dennoch eine erfrischende Gesellschaftskritik. Außerdem möchte ich der Autorin ein großes Lob aussprechen, dass sie dieser Altersgruppe, von der Mann in der Fiktion viel zu wenig liest, Gehör und Aufmerksamkeit schenkt! Danke dafür!

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kontrovers diskutiertes, aktuelles Thema Meine Meinung zum Buch: Das Buch besteht aus einer Kombination aus Krimi und gesellschaftskritischen Aspekten. „Sterbehilfe“ wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern aktuell betrachtet und unterschiedlich gehandhabt. Auch wenn es in diesem Buch überspitzt dargestellt wird, indem SeniorInnen ab einem bestimmten Alter aufgefordert werden, ihren letzten Urlaub in einem „Sterbehotel“ zu verbringen, ohne Rückfahrtticket, so ist es doch ein Denkanstoß für die Gesellschaft. Ich finde, das Buch passt auch ganz gut in die Corona-Krise – auch hier werden konträre Ansichten vertreten, wenn es um den Schutz von Menschenleben oder auch nicht, geht. Was kann man vertreten und was möchte man vertreten? Die Autorin hat in diesem Buch vieles mit einem Augenzwinkern oder überzogen präsentiert, aber ein Körnchen Wahres ist schon immer auch dabei und so ganz utopisch ist das Thema gar nicht mehr zu sehen. Was kann oder will sich der Staat leisten? Inwieweit dürfen wir selbstbestimmt über Leben und Tod bestimmen? Mein Fazit: Die Autorin hat mit ihrem Buch ein paar wichtige Denkansätze geliefert, wie mit älteren Menschen umgegangen wird und auch das Thema „Sterbehilfe“ ist aktuell kontrovers diskutiert in den Medien.

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Sterbewohl ist eines dieser Bücher, dass mich auch in Lesepausen nicht losgelassen hat. Es ist als Kriminalroman eingeordnet, ich würde es eher einen dystopischen Thriller nenn. Es spielt in Deutschland in nicht allzu ferner Zukunft. Nach einer Wirtschaftskrise hat die „Bürgerliche Partei“ die Macht übernommen und das System immer mehr zu einer Art Diktatur gemacht. Alte, kranke und arbeitslose Menschen werden als Belastung angesehen und werden vom Gesundheitsamt zu einem zweiwöchigem Sterbeseminar eingeladen. Nach diesem kostenlosen Aufenthalt in einem Luxushotel sollen sie entscheiden ob sie die Pille „Sterbewohl“ nehmen und somit freiwillig aus dem Leben zu scheiden um Staat und Gesellschaft nicht zur Belastung zu werden. Auch Nadja, Anna, Max und Fred bekommen solch eine Einladung. Und das obwohl sie alle noch keine 70 sind und jetzt nach Renteneintritt ganz andere Pläne hatten als zu sterben. Sie haben den Verdacht, dass da in den Sterbehotels nicht alles mit rechten Dingen geschieht. Das Szenario an sich fand ich schon einmal super spannend. In der Debatte um Sterbehilfe wurde oft von Kritikern gewarnt, dass wenn Sterbehilfe erlaubt ist Alte und Kranke Menschen sich vielleicht verpflichtet fühlen werden zu sterben. Und dass es eine Krise wegen dem bald nicht mehr funktionierende Rentensystem geben kann, ist auch nicht ganz abwegig. In diesem Buch wurden diese Probleme weitergedacht und in ein ganz schreckliches System geführt, das viele Parallelen zum dritten Reich hatte. Diese Vergleiche wurden auch oft im Buch gezogen und einiges hat wirklich daran erinnert. Ich denke vor allem wenn man diese Parallelen und historische Bilder im Kopf hat ist es manchmal unglaublich schwer das Buch zu lesen. So ging es mir zumindest. Das Buch ist so rasant geschrieben, dass kaum eine Verschnaufpause da ist. Dadurch ist es aber auch durchgehend spannend. Insgesamt finde ich das Buch absolut gelungen! Es ist spannend, gesellschaftskritisch, regt zum Nachdenken an und die Charaktere wirkten plastisch.

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Was tust du, wenn dein Staat dich im Rentenalter auffordert, eine Sterbepille zu schlucken, damit du der Allgemeinheit nicht zur Last fällst? Sagst du Nein und erträgst die Repressalien? Fliehst du ins Ausland? Versuchst du die Schweinerei öffentlich anzuprangern? Oder schluckst du das Gift? Das Buch überrascht, schon beim Cover und noch mehr bei der Geschichte. Das ist mein erstes Buch zu diesem Thema. Die Vorstellung hat mich aber doch etwas schockiert. Doch die Geschichte wird mit viel Humor und Ironie angegangen. Die Charakteren sind super. Ein tolles Buch.

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Der Klappentext und die vielen Rezensionen haben mich dazu bewegt, dass Buch als Lreseexemplar anzufragen. Vom Cover und von der Idee finde ich es nachdenklich und sehr real. Für mich war der oberflächliche Schreibstil jedoch schwierig zu fassen und ich bin nicht in die Geschichte hineingekommen und sie konnte mich nicht überzeugen. Verschieden Ausführungen fehlten mir an Tiefe.

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Das Cover ist interessant. Eine Medikamenten Packung als Cover mit dem Todessymbol. Echt toll. Inhalt: Deutschland ist nur noch eine Scheindemokratie. Der Staat veranstaltet neuerdings für ältere Menschen Sterbeseminare in Luxushotels. Ihnen soll dort schmackhaft gemacht werden, Sterbewohl, eine tödliche Pille, zu schlucken, um beizeiten die Allgemeinheit zu entlasten. Nadja, Anna, Max und Fred sind über 65 und in hellem Aufruhr. Alle vier haben vom Gesundheitsministerium eine Einladung zum Sterbeseminar ins komfortable Hotel Paradies auf Fehmarn erhalten. Offiziell ist das Einnehmen von Sterbewohl zwar freiwillig. Wie manche munkeln, kehrt aus den Hotels aber niemand mehr zurück. Meine Meinung: Mal ein etwas anderer Krimi. Der Schreibstil ist sehr flüssig, spannend und interessant. Auch die Thematik, die ja gerade in der Corona Zeit sehr aktuell ist, gefällt mir gut. Wirklich mal eine interessante Idee. Sehr intensiv wird beleuchtet, was in Regierungskreisen falsch läuft, warum der Euro Pleite gegangen ist, etc. Die Beschreibung des Sterbehotels ist ebenfalls sehr interessant, aber auch erschreckend. Allerdings bekommt man keinen wirklichen Bezug, zu den einzelnen Charakteren, diese werden einfach sehr oberflächlich behandelt. Aber vielleicht ist genau das die Absicht der Autorin. Vielleicht will sie uns gerade mit dieser Oberflächlichkeit zeigen, wie „alte“ Leute auf das Abstellgleis gestellt werden. Gerade in der heutigen Zeit. Auch wenn es sich um eine Dystopie handelt, erkennt man vieles was auch heute schon passiert und zeigt auf, wo Deutschland vielleicht hinschlittert. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Mein Fazit: Klare Leseempfehlung. 4 Sterne.

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Spannende Grundidee Deutschland ist nur noch eine Scheindemokratie. Der Staat veranstaltet neuerdings für ältere Menschen Sterbeseminare in Luxushotels. Ihnen soll dort schmackhaft gemacht werden, Sterbewohl, eine tödliche Pille, zu schlucken, um beizeiten die Allgemeinheit zu entlasten. Nadja, Anna, Max und Fred sind über 65 und in hellem Aufruhr. Alle vier haben vom Gesundheitsministerium eine Einladung zum Sterbeseminar ins komfortable Hotel Paradies auf Fehmarn erhalten. Offiziell ist das Einnehmen von Sterbewohl zwar freiwillig. Wie manche munkeln, kehrt aus den Hotels aber niemand mehr zurück. Bei „Sterbewohl“ von Olivia Monti hat mich erst das Cover neugierig gemacht aber der Klappentext hat mich dann zum Lesen überzeugt. Auch wenn Kriminalroman auf dem Cover steht, würde ich persönlich, das Buch eher dem Genre Dystopie oder Spannungsroman zuordnen. Sterbehilfe ist ein aktuelles Thema. Den Gedanken einfach mal weiter zu spinnen und das Ganze zu einem Angebot der Regierung zu machen, fand ich sehr spannend. Die Autorin versetzt uns hier in ein Zukunftsdeutschland, welches wie das dritte Reich nur digitaler, anmutet. Die Menschen werden überwacht und kontrolliert. So drohen z.B. Strafen, wenn man sein Handy nicht dabei hat oder ausschaltet. Die Agenturen wissen alles über deinen Lebenslauf, einzelne Wohnungen werden verwanzt und es wird nur noch der Mitbürger geschätzt, der jung ist und noch arbeiten kann. Die Alten werden verachtet und recht schnell zu Sterbeseminaren in Luxushotels eingeladen. Unsere Protagonisten wollen aber alle noch nicht sterben und sind wirklich skeptisch. Sie begeben sich in das Hotel „Paradies“, um der ganzen Sache auf den Grund zu gehen. Das Ganze wird aus Sicht von Nadja geschildert. Sie ist mir direkt recht sympathisch gewesen und kam sehr authentisch rüber. Durch diese Perspektive war der Leser immer mittendrin und wusste nur so viel, wie die Figuren. Das hat es interessant gemacht. Insgesamt fand ich die Umsetzung gekonnt morbide und auch recht zukunftsnah. Manchmal hätte ich mir noch ein wenig mehr Pepp gewünscht und vielleicht noch etwas mehr Tiefgang. Mir hat der letzte Funke gefehlt aber trotzdem hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen. Ich lese gerne Dystopien und lasse mich von Zukunftsvisionen gruseln. Und dazu sieht man hier wieder einmal: Es muss nicht immer ein großer Verlag dahinterstehen. Ich empfehle das Buch gerne weiter.

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Mir hat das Buch gut gefallen. Das Thema war sehr spannend und gut und glaubhaft umgesetzt. Die Charaktere waren allesamt sympathisch und authentisch. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4/5 Sternen.

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Leider nur als E.Book verfügbar und deshalb nicht für den Buchhandl interssant. Thematisch ansonsten schon interessant, auch witzig geschrieben

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Bei diesem Buch weckte in erster Linie das Cover mein Interesse. Es ist ausgefallen und bringt den Kern ganz gut auf den Punkt. Denn grundlegend dreht sich alles um diese eine Pille, die bei der älteren Generation Angst und Schrecken verbreitet. Es ist ein erschreckendes Thema. Immerhin will ein jeder von uns seinen Lebensabend in Ruhe verbringen und setzt hier auch auf die Unterstützung des Staats. Aber was, wenn der so verarmt ist, dass er Rentner darum bittet eher als von der Natur vorgesehen aus dem Leben zu scheiden. Grundlegend nachvollziehbar. Irgendwie auf eine verdrehte Weise. Definitiv erschreckend. Ich hätte mir zwar einen Blick aus der “Bösewicht”-Sicht gewünscht, aber auch aus der Ich-Perspektive von Nadja konnte man erkennen wie jede einzelne Hauptfigur an der Situation gewachsen ist. Auch wenn das Ende nahezu vorhersehbar ist, sorgten die Wendungen, Hintergründe und auch die vermittelten Gefühle für eine Menge Lesespaß. Ich kann es wärmstens empfehlen und hoffe, dass auch mein Vater “Sterbewohl” noch eine Chance gibt.

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