Die Wunderfrauen

Alles, was das Herz begehrt

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Erscheinungstermin 29.07.2020 | Archivierungsdatum 25.10.2021

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Zum Inhalt

Vier starke Frauen zwischen Wirtschaftswunder und Hippiezeit, zwischen Nylons und Emanzipation, zwischen Liebe und Freundschaft - die Wunderfrauen-Trilogie

„Darf‘s ein bisschen mehr sein?“ 1953, zu Beginn der Wirtschaftswunderjahre, träumt Luise Dahlmann von ihrem eigenen kleinen Lebensmittelgeschäft. Hier soll es nach Jahren des Verzichts wieder alles geben, was das Herz begehrt. Sie sieht es schon vor sich: die lange Ladentheke mit großen Bonbongläsern darauf, eine Kühlung für Frischwaren, Nylonstrümpfe, buttriger Kuchen, sonntags frische Brötchen … und das Beste daran: endlich eigenständig sein. Endlich nicht mehr darüber nachdenken, warum ihre Ehe nicht so gut läuft, endlich sie selbst sein und etwas wagen.
Drei Frauen werden immer wieder Luises Weg kreuzen: Annabel von Thaler, die wohlhabende Arztgattin von nebenan, die junge Lernschwester Helga Knaup und Marie Wagner, geflohen aus Schlesien. Sie alle haben in den Zeiten des Aufbruchs und des Neubeginns einen gemeinsamen Wunsch: Endlich wieder glücklich sein.

Der erste Band der Wunderfrauen-Trilogie - drei Romane über vier Freundinnen, deren Leben wir über drei Bände von den Wirtschaftswunderjahren Mitte der 1950er bis zu den Olympischen Spielen 1972 begleiten können.
Band 1 "Alles, was das Herz begehrt" (Juli 2020)
Band 2 "Von allem nur das Beste" (Frühjahr 2021)
Band 3 "Freiheit im Angebot" (Herbst 2021)

Vier starke Frauen zwischen Wirtschaftswunder und Hippiezeit, zwischen Nylons und Emanzipation, zwischen Liebe und Freundschaft - die Wunderfrauen-Trilogie

„Darf‘s ein bisschen mehr sein?“ 1953, zu...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783596700325
PREIS 15,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Diese Geschichte der vier so verschiedenen Frauen hat mir sehr gut gefallen! Die Schicksale sind unterschiedlich – sie decken die Arten der Leben ab, wie Frauen sie in den 50er Jahren führten oder führen mussten - aber durch die Verknüpfung der vier Hauptpersonen wird es ein perfekt runder Roman und ein Abbild der Zeit. Diese Jahre (und auch die 60er und 70er) interessieren mich im Moment besonders, und hier wird sehr gut beschrieben, wie das Leben damals so war. Vor allem auch die schrecklichen Erlebnisse, die die junge Flüchtlingsfrau durchleben musste, haben mich sehr berührt. Das wirkt ja auch heute immer noch nach. Der Stil war mir sehr angenehm, sachlich, aber empathisch, in einer authentischen Atmosphäre. Ich konnte richtig in die Zeit eintauchen und freue mich schon so sehr auf die Fortsetzungen!

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Alle vier sind wunderbar! Luise, die von einem eigenen Laden träumt, Helga, die mit ihren spießigen Eltern bricht, Marie, die nach schrecklichen Erlebnissen ein neues Leben beginnt und auch Annabel, ja, auch sie, die verunsicherte Pfarrerstochter. Unterschiedliche soziale Hintergründe, unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft, eint alle das Ziel, aus ihrem Leben etwas zu machen, möglichst selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten. Keineswegs einfach für eine Frau Anfang der 50-er Jahre, noch dazu im konservativen Bayern. Luise hat noch Glück, ihr Mann ist recht tolerant, aber Helga wird nur als hübsche Zugabe für den künftigen Schwiegersohn und Firmennachfolger gesehen. Maries Eltern sind gestorben, sie wurde aus ihrem Heimatort vertrieben, Annabels Mann vernachlässigt seine Frau. Bewundernswert, wie engagiert Luise ihren Laden plant und durchsetzt, toll, wie Helga auf Wohlstand verzichtet und eine anspruchsvolle Lehre aufnimmt, anerkennenswert, wie Marie die Schatten der Vergangenheit durch tatkräftiges Zupacken bewältigt. Und auch Annabel findet ihren Weg. Stephanie Schuster verpackt die Schicksale ihrer Wunderfrauen in eine warmherzig erzählte und trotzdem spannende Geschichte. Besonders viel erfährt der Leser über Luise und ihre Arbeit als Köchin in einem Camp der amerikanischen Besatzungsmacht. Später erhält man einen Einblick in die schwere Arbeit einer selbstständigen Lebensmittelhändlerin. Viel Einsatz und Engagement sind dafür nötig, trotzdem stellt sich Erfolg nicht automatisch ein. Beeindruckend auch Helga, die vor Herausforderungen nicht kapituliert. Dieser Roman ist der erste Teil einer Trilogie. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, sind mir doch die Frauen sympathisch geworden und haben sicher noch viel vor. Ein wunderbares Buch, unterhaltsam und bestens zu lesen. Aus dem Fischer Verlag.

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Stephanie Schuster, Die Wunderfrauen 01 – Alles, was das Herz begehrt Paperback: Fischer, 978-3-596-70032-5. 2020, EUR 15,00 e-book: Fischer, 978-3-10-491230-1, 2020, EUR 4,99 5 Sterne Wirtschaftswunderzeit in einem kleinen Ort am Starnberger See Diese neue Trilogie habe ich in der neuen Vorschau des Fischer Verlags entdeckt. Und da ich Geschichten aus der Zeit der 50er und 60er Jahre liebe, habe ich es mir gleich als e-book gegönnt. Die Autorin Stephanie Schuster kannte ich bisher noch nicht, obwohl von ihr bereits ein Buch lieferbar ist. 2018 erschien „Der Augenblick der Zeit“ im Blessing Verlag und im November diesen Jahres folgt im Aufbau Verlag noch die Romanbiografie „Milena und die Briefe der Liebe“, welche in der Reihe „Außergewöhnliche Frauen Zwischen Aufbruch und Liebe“ erscheint. Die Inhaltsangabe ist etwas einseitig beschrieben. Es geht nicht nur um die Geschichte Luise Dahlmanns und ihrem Traum vom eigenen kleinen Lebensmittelgeschäft, sondern mehr oder weniger gleichberechtigt auch um die drei anderen Frauen Annabel, Helga und Marie. Der Prolog spielt im Herbst 1953. In dem Ladengeschäft von Luise findet die erste Gymnastikstunde „Fröhlich Swingen und Trimmen mit Helga“ von Helga Knaup statt. D.h. zu der Zeit existiert der Laden schon. Und dann springen wir mit dem ersten Kapitel einige Monate im Jahr 1953 zurück. Wir lernen Luise und ihren Mann Hans kennen und erfahren, wie Luise überhaupt auf die Idee mit ihrem kleinen Laden kommt. Im zweiten Kapitel lernen wir Marie Wagner kennen, die aus Schlesien geflohen ist. Ihr Traum ist es als Bereiter für den abgesetzten bayrischen König zu arbeiten. Aber es kommt anders. Und so lernt sie Martin und Manni, die beiden Brüder Luises kennen, und strandet erst einmal auf deren Hof. Im Laufe des Romans erfahren wir mehr über Maries tragisches Schicksal. Im dritten Kapitel lernen wir Annabel von Thaler kennen. Sie ist mit Konstantin von Thaler verheiratet, der eine Frauenklink als Chefarzt leitet, und hat einen fünfjährigen Sohn namens Friedrich. Sie selbst stammt nicht aus Bayern und muss ihre eigene Stellung als Hausfrau mit Personal und als Arztgattin erst finden. Da ihr Vater Pfarrer war, ist sie sehr konservativ. Und im vierten Kapitel folgt die letzte Hauptperson – Helga Knaup, die nach einem misslungenen Abitur ihre wohlhabenden Eltern verlässt und als Schwesternschülerin in der Frauenklinik Konstantin von Thalers anfängt. Helga ist kein Kind von Traurigkeit, was ihr im Laufe des Buches noch einige Schwierigkeiten einbringen wird. Stephanie Schuster beschreibt dieses doch recht ländliche Leben in den fünfziger Jahren ausgesprochen anschaulich. Man spürt genau, dass es eine Zeit des Wandels ist. Einige Frauen haben neue Ideen und möchten diese auch gerne in die Tat umsetzten, auch wenn es den Männern nicht gefällt. Man erkennt noch vielfach braunes Gedankengut. Dies bekommen besonders Manni, bzw. Luise und Martin mit, denn Manni hat das Down Syndrom, und viele fragen sich, wie er das Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten überleben konnte. Auch die amerikanischen Besatzer werden argwöhnisch beäugt und Frauen, die mit einem GI anbändeln werden als gefallene Frauen betrachtet. Noch schlimmer ist es, wenn dann eine Frau ein uneheliches Kind bekommt. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, denn die Autorin beschreibt vier sehr unterschiedliche Frauenschicksale. Ich musste mich allerdings erst ein wenig einlesen, denn die Autorin erzählt die Geschichte nicht gradlinig. So wechselt sie mit jedem Kapitel die Hauptperson, aber manchmal eben auch die Zeit. Da sind wir dann mit Luise z.B. schon weiter in der Geschichte und dann springt sie bei einer der anderen drei Frauen etwas in der Zeit zurück. Aber darüber bin ich letztendlich nicht mehr gestolpert. Es war spannend zu erfahren, was sich für Geschichten in der Vergangenheit der vier Frauen abgespielt haben. Was hat sie geprägt? Und was für Weltanschauungen hatten die Eltern der vier Frauen? Waren welche davon stramme Nationalsozilisten, Mitläufer oder sogar Widerständler? Und wie hat es sich auf das gegenwärtige Leben ausgewirkt? Das Buch endet am Abend des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft 1954 mit einem großen Knall. Der Alkohol hat die Zunge der Männer gelockert, so dass einige gut gehütete Geheimnisse zu Tage kommen. Und so lässt uns Stephanie Schuster mit einem richtigen Cliffhanger zurück, so dass uns das Warten auf den zweiten Band, der erst im Frühjahr 2021 erscheinen soll, lang werden wird. Es folgt zwar noch der Prolog des zweiten Bandes, aber der beginnt am 4. September 1963 und gibt uns noch keinen Aufschluss darüber, was am 04. Juli 1954 letztendlich passiert ist. Dafür geht es aber definitiv gleich spannend weiter. Die Buchausgabe erscheint erst am 29.07.2020, aber die e-book-Ausgabe ist sofort erhältlich. Und es gibt sie für den Einführungspreis von EUR 4,99!

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Starnberg, 1953: Luise Dahlmanns größter Traum ist ein eigenes Lebensmittelgeschäft, in dem sie ihren künftigen Kunden kleine und große Wünsche erfüllen möchte. Nur Hausfrau zu sein, ist nichts für die begnadete Köchin Luise. Sie möchte von ihrem Mann unabhängig sein und eigenes Geld verdienen. Drei vollkommen unterschiedliche Frauen werden dabei immer wieder ihren Weg kreuzen: Marie Wagner, die vor dem Krieg auf einem Gutshof in Schlesien aufwuchs und nun versucht, eine Stelle als Bereiterin zu bekommen. Helga Knaup, die aus ihrem Elternhaus flieht, um den bereits vorgezeichneten Weg einer Tochter aus gutem Hause nicht einschlagen zu müssen und deshalb eine Ausbildung zur Krankenschwester an der Starnberger Seeklinik beginnt. Und Annabel von Thaler, Luise Dahlmanns Nachbarin und Gattin des Chefarztes der Starnberger Seeklinik... "Alles was das Herz begehrt" ist der erste Band der Wunderfrauen-Trilogie von Stephanie Schuster. Im Zentrum der Handlung stehen vier starke Frauen, die man in den Zeiten des Wirtschaftswunders begleiten darf. Sie alle haben ganz unterschiedliche Sorgen und Nöte, doch den Traum, glücklich zu sein und ihren Platz im Leben zu finden, teilen sie.  Der Einstieg in diesen Auftaktband gelingt mühelos, denn die Autorin versteht es nicht nur hervorragend, die Atmosphäre der damaligen Zeit zu vermitteln, sondern ihre Charaktere ebenfalls so lebendig zu beschreiben, dass man sofort mitten ins Geschehen eintauchen kann. Dabei wird die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, in denen die vier Hauptprotagonistinnen abwechselnd im Zentrum stehen. So lernt man nicht nur die einzelnen Charaktere und ihre jeweiligen Hoffnungen, Sorgen und Nöte kennen, sondern kann außerdem beobachten, wie sie miteinander agieren und welche Auswirkungen ihre Handlungen aufeinander haben. Schon bald wachsen einem die vier Frauen ans Herz, sodass man sich kaum noch von der Geschichte lösen mag und gespannt beobachtet, was das Schicksal für sie bereithält.  Ein wunderbarer Auftakt zur Trilogie um die "Wunderfrauen", der die Lust darauf weckt, sofort weiterzulesen, um zu erfahren, wie es weitergeht. Ein mehr als gelungener Ausflug in die Zeiten des Wirtschaftswunders!

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Ein wunderbares Buch für den Sommer mit absoluter Suchtgarantie. Wie passend, das wir uns da noch auf zwei weitere Teile der neuen Trilogie freuen können. Vier Frauenschicksale in der Nachkriegszeit, Flucht, Selbstständigkeit der Frauen bzw. die Abhängigkeit von Männern, Liebe, alles ist mit dabei. Flott geschrieben in bewährtem Unterhaltungston, streift einige gesellschaftliche Schieflagen ohne tieferzugehen, kurz: Ein Roman wie eine Tafel Schokolade!

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Die Freundschaft der vier Frauen Luise, Helga, Marie und Annabel beginnt im Jahr 1953 in einem kleinen bayrischen Ort. Luise hat den großen Wunsch nach dem Tod ihrer Schwiegermutter einen kleinen Laden zu eröffnen, um eigenständig und unabhängig zu sein. Durch die Hinterlassenschaft ihrer Schwiegermutter kann sie sich diesen Wunsch erfüllen und steckt voller Pläne. Luise freundet sich mit Helga an, einer jungen Frau, die eine Krankenschwesterausbildung macht, nachdem sie sich von ihrem reichen Elternhaus losgesagt hat. Marie, eine junge Frau, die aus Schlesien flüchten musste, lebt bei Luises Bruder Martin auf dem Bauernhof und arbeitet dort seit kurzer Zeit. Sie ist künstlerisch sehr begabt und freundet sich mit Luise an. Die Vierte im Bund ist Annabel, die Frau eines Arztes, die zuerst auf alle herabblickt, unsicher ist und später die Freundschaft der Dreien sucht. Kunterbunt zusammengewürfelt ergeben die vier Frauen ein Gespann, die für sich und ihr Glück kämpfen. Mitreißend geschrieben, sehr unterschiedliche und interessante Charaktere und eine spannende Zeit machen diesen Roman zu einem Highlight.

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Angelegt als Trilogie erzählt dieser erste Band von den Anfängen des Wirtschaftswunders im Nachkriegsdeutschland. Schauplatz ist der Starnberger See in den 1950er Jahren; im Mittelpunkt stehen vier Frauen, deren Leben abwechselnd erzählt wird und die - jede auf ihre Art - für ein Stück Frauenleben jener Zeit stehen. Da ist Luise, die einstige Bauerstochter, die jung verheiratet und voller Pläne ist: Ihr größter Wunsch ist es, im Erdgeschoss des Hauses einen Gemischtwarenladen zu eröffnen, der auch zum Treffpunkt im Ort werden soll. Marie, die Tochter eines niederschleßischen Gutsbesitzers, wurde nach Kriegsende vertrieben und ist in Bayern gestrandet. Hier wagt sie zögerlich einen Neuanfang - dabei kommt ihr zugute, dass sie nicht nur künstlerisches Talent hat, sondern vor allem auch ein Händchen für Tiere. Helga stammt aus einem wohlsituierten Münchner Elternhaus, doch will sie mehr sein als die Schachfigur in den Heiratsplänen ihrer Eltern. Sie taucht heimlich in Starnberg unter und findet eine Anstellung als Lernschwester in einer Geburtsklinik. Doch die Liebe - und Intrigen - sorgen für neuerliche Veränderungen. Die Arztgattin Annabell hingegen lebt am ehesten nach dem 50er Jahre Modell der Vollzeit-Ehefrau und Mutter. Doch die Beziehung zu ihrem Mann und vor allem zu ihren großbürgerlichen Schwiegereltern ist für die aus einfacheren Verhältnissen stammenden junge Frau nicht einfach. Dass sie aus dem Norden Deutschlands kommt, verhindert ebenfalls, dass sie Anschluss findet. Wie das Schicksal der vier jungen Frauen miteinander verknüpft ist, das erzählt die Autorin in einem interessanten, flüssig geschriebenen, auch unterhaltsamen Roman. Dabei kommen neben den persönlichen Lebensläufen und Frauenschicksalen auch politische Themen vor: Erzählt wird sowohl von den langen Schatten der Nazizeit als auch von den vielen Facetten der gesellschaftlichen Umbrüche in den 50er Jahren.

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Frauenpower in den Fifties Die Zeit des sogenannten “Wirtschaftswunders” der 1950er Jahre ist eine, mit der ich mich bis auf den Geschichtsunterricht in der Schule kaum beschäftigt habe. Stephanie Schuster hat sich für ihre Trilogie über die vier “Wunderfrauen” genau diese Zeit als Ausgangspunkt ausgesucht (bis in die 1970er Jahre soll die Geschichte in zwei Folgebänden weitergehen) und damit erheblich zu meiner Weiterbildung beigetragen. Ihr Auftaktband spielt im Oberbayern der 1950er Jahre, wo wir vier Frauen begleiten, die den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Neuanfang der jungen Bundesrepublik mitgestalten. Die Autorin erschafft ein wunderbares Setting, das die “Fifties” vor dem geistigen Auge der LeserInnen auferstehen lässt. Dabei gelingt ihr der Spagat zwischen ernsten Themen (traumatische Kriegserlebnisse, leider immer noch vorherrschendes braunes Gedankengut, Thema Entnazifizierung, Umgang mit den Besatzern, etc.) und einer lockeren, hoffnungsvollen Aufbruchstimmung, die diese Zeit gleichermaßen kennzeichnen. Strumpfhosen, Rock n’Roll und Kaugummi halten auch am Starnberger See Einzug. Zwischen Leutstetten und Starnberg sowie gelegentlich auch bis ins große angrenzende München bewegt sich der Radius der Handlung. Interessant ist das damalige Frauenbild, das die Autorin anhand ihrer vier Protagonistinnen nachzeichnet. Obwohl viele Frauen während des Zweiten Weltkriegs und in der unmittelbaren Nachkriegszeit auf sich allein gestellt waren und als “Trümmerfrauen” den Wiederaufbau Deutschlands gemanagt haben, hat sich in den Fünfzigern wieder das konservative Gesellschaftssystem eingeschlichen. Die Verkrustung bricht nur langsam auf, die Emanzipation steckt noch in den Kinderschuhen. Luise, die gebürtige Oberbayerin, wagt sich langsam aus der Deckung. Obwohl sie - aus der Landwirtschaft stammend - als Ehefrau eines Fernmeldetechnikers im geerbten Haus der Schwiegermutter als Hausfrau lebt, wagt sie den Weg in die Selbständigkeit und eröffnet einen Lebensmittelladen im Dorf. Annabel ist als Münsteranerin eine “Zuagroaste”, die in die adelige Ärztefamilie von Thaler eingeheiratet hat. Als Hausfrau hat sie "lediglich" die Aufgabe, auf ihren Sohn im Kleinkindalter aufzupassen. Ihr Mann, Chefarzt der Starnberger Seeklinik für Frauen, ist beruflich sehr eingespannt und vernachlässigt sie zusehends. Helga ist die Industriellentochter “aus gutem Hause” in München. Als sie durch das Abitur rasselt, beginnt sie eine Ausbildung zur Krankenschwester an der Seeklinik. Sie ist diejenige der drei Frauen, die ungezwungene amouröse Abenteuer sucht. Ihre Begegnung mit einem amerikanischen GI verändert ihr Leben nachhaltig. Marie wuchs auf einem Gutshof in Schlesien auf. Auf der Flucht erlebt sie Traumatisches und die Bundesrepublik empfängt die Vertriebene auch nicht gerade mit offenen Armen. Auf dem Hof von Luises Bruder Martin, der mit seinem behinderten Bruder Manni zusammenlebt, findet sie temporär ein neues Zuhause. Die Schicksale der vier Frauen, die sich zu Beginn des Romans noch nicht kannten, greifen nach und nach ineinander. Die zunehmende Verzahnung der Geschichten ist erzähltechnisch sehr gut gemacht worden. Man fiebert mit jeder der vier Frauen mit, auch wenn zunächst nicht alle gleichermaßen sympathisch sind. Auch sprachlich hat mir dieser Roman sehr gut gefallen. Der Humor kommt nicht zu kurz, dort wo er passt. Auch hier schafft Stephanie Schuster es, Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit gleichermaßen zu ihrem Recht zu verhelfen. Die Erzählweise ist sehr angenehm und der Einsatz des oberbayerischen Dialekts ist auf den Punkt - gerade so viel, um das Lokalkolorit einzufangen. Die fiktiven Notiz- und Rezeptbuch-Einträge verleihen dem Buch zusätzlich eine gewisse Authentizität. Fazit: Eine richtig unterhaltsame, überaus lesenswerte und sehr interessante Zeitreise in die 1950er Jahre! Ich bin gespannt, wie es mit den Wunderfrauen Luise, Annabel, Helga und Marie in den 1960ern weitergeht.

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Wunderbar Der Auftakt der geplanten Trilogie beginnt in den 1950er Jahren. Wir begleiten vier Frauen bei ihrem Leben.Luise Dahlmann träumt von ihrem eigenen kleinen Lebensmittelgeschäft, Annabel von Thaler, die wohlhabende Arztgattin von nebenan, die junge Lernschwester Helga Knaup und Marie Wagner, geflohen aus Schlesien. Sie alle haben in den Zeiten des Aufbruchs und des Neubeginns einen gemeinsamen Wunsch: Endlich wieder glücklich sein. Neben vielen geschichtlichen Informationen, die wirklich gut in die Handlung eingeflochten sind, erleben wir auch Humor und eine ganz tolle Mischung aus vielen Facetten dieser Jahre. Die Autorin hat die Geschichte mit einer ganz tollen Liebe zum Detail erzählt und lässt den Leser tief in die Zeit und das Leben der 50er Jahre eintauchen. Man hat förmlich das Gefühl mittendrin und die fünfte im Bunde zu sein. Die Sprache ist flüssig und man kann die Zeilen hintereinander weglesen ohne eventuell Wörter nachschlagen zu müssen oder einen Satz mehrfach lesen um ihn zu verstehen. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die Fortsetzungen und werde sie mir direkt zum Erscheinen holen und weiter lesen.

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4 Frauen in den 50er Jahren Das Cover ist gut zum Buch gewählt, man sieht darauf die vier Protagonistinnen des Romans: Luise, Helga, Marie und Annabel. Diese vier Frauen dürfen wir in den 50er Jahren begleiten, in der Zeit, in der das Wirtschaftswunder langsam beginnt. Das Buch ist der Auftakt einer Trilogie, die bis in die 70er Jahre reicht. Luises Schwiegermutter ist gestorben und nun möchte Luise aus den Räumlichkeiten einen Gemischtwarenladen auf die Beine stellen. Nicht abhängig sein und eine vollwertige Geschäftsfrau werden, das ist ihr Ziel! Helga ist Lernschwester in einer Geburtsklinik und bevorzugt Männer nur für eine einzige Nacht...bis ein netter, gutaussehender Amerikaner auftaucht. Marie kommt aus Schlesien und ist eine Vertriebene. In Bayern muss sie sich erst einmal zurechtfinden und der Job, für den sie sich beworben hat, als Bereiterin, klappt auch nicht. Und schließlich begleiten wir im Buch die Arztgattin Annabel. Ihr Sohn macht sie glücklich, doch ihr Mann hat kaum Zeit für sie...und dann kommt es auch noch zu einem unerwarteten Zusammentreffen in der Klinik. Dieser historische Roman hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin schafft es wunderbar, einen mit ihren Worten in die 50er Jahre zu führen und mit den Protagonistinnen mitfiebern zu lassen. Der Schteibstil ist leicht verständlich und einfach gehalten, so kann man sich gut auf die Geschichte konzentrieren. Erzählt wird Kapitelweise von einer der vier Frauen, wobei Luises Kapitel oft etwas länger sind als die der anderen. Man kann so wirklich wunderbar in die Gedanken-und Gefühlswelt der einzelnen Frauen eintauchen. Besonders toll fand ich, dass alle vier einen ganz eigenen, unterschiedlichen Charakter haben. So kann man schnell jede einzelne von ihnen gut auseinanderhalten. Alle vier Frauen waren mir sympathisch, die eine mochte ich mehr, die andere etwas weniger. Aber insgesamt konnte ich sehr gut mit jeder mitfühlen und mich in die Person hinein versetzen. Anfangs tritt die Handlung für mich etwas auf der Stelle, gerade wenn es um Luise geht, da hätte man ein wenig kürzen können, als der Laden aber dann fertig ist, macht es viel Spass ihre Geschichte zu lesen. Die Autorin spricht einige historische Dinge an wie die Traumata der Heimkehrenden Soldaten oder die Verschleppung in Arbeitslager. Hier war mir die Autorin etwas oberflächlich,da hätte ich gern mehr erfahren. Aber vielleicht kommt dies auch noch in den beiden anderen Büchern der Trilogie zum Zug. Alles in allem ein sehr gelungener Auftakt, mit sympathischen Protagonistinnen und einer lesenswerten Geschichte rund um die Zeit des Wirtschaftswunders.

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Im ersten Band der Wunderfrauen-Trilogie von Stephanie Schuster begleiten wir vier junge Frauen im Jahr 1953. Sie alle träumen von einem Neubeginn und alle haben denselben Wunsch: Endlich wieder glücklich sein. Luise möchte einen eigenen Kaufmannsladen eröffnen. Marie ist auf der Suche nach einer Arbeit, nachdem sie von Zuhause vertrieben wurde. Helga muss nach ihrem verpatzten Abitur den harten Alltag als Lernschwester betreiben, obwohl sie eigentlich Ärztin werden möchte. Und auch Arztgattin Annabell hat es nicht leicht im goldenen Käfig. Schuster hat hier eine wundervolle Geschichte erschaffen, die mir jeden Abend Lust aufs Lesen gemacht hat. Ich bin immer wieder gerne in das Leben dieser vier Frauen eingetaucht und wollte immer wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Besonders geliebt habe ich die Geschichten von Luise und Marie. Durch den angenehmen, lockeren Schreibstil fliegt man nur so durch die Seiten. In jedem Kapitel geht abwechselnd um eine der vier Frauen. Manchmal überschneiden sich die Zeitleisten, sodass z. B. in Luises Kapitel etwas über Helga erzählt wird, was in Helgas Kapiteln erst später passiert. Das war manchmal etwas verwirrend, hat dem Ganzen aber keinen Abbruch getan. Die abwechselnden Perspektiven haben die Spannung immer aufrecht erhalten. Eine klare Leseempfehlung! Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Bände der Reihe.

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Ein tolles Buch voller Atmosphäre. Erinnerungen an das Wirtschaftswunder und die Fräulein Wunder werden wach. Äußerst unterhaltsam wird hier Zeitgeschichte erzählt!

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Stephanie Schuster – Die Wunderfrauen. Alles, was das Herz begehrt Stephanie Schuster verwebt vier Frauenschicksale zur Zeit der Wirtschaftswunderjahre zu einer mitreißenden Geschichte. Nach den harten Kriegsjahren und der entbehrungsreichen Nachkriegszeit wollen die Menschen einfach wieder glücklich sein. Luise träumt von ihrem eigenen Tante-Emma-Laden. Die rebellische Helga kehrt ihren Eltern den Rücken und beginnt eine Ausbildung zur Krankenschwester. Marie findet nach der Vertreibung aus Schlesien auf dem Bauernhof von Luises Bruder eine neue Heimat. Und Annabell, die wohlhabende Arztgattin leidet darunter, ihren Aufgaben nicht gewachsen zu sein. Abwechslungsreich, mal heiter, mal bewegend erzählt die Geschichte von den vier jungen Frauen. So manches Hindernis muss bewältigt werden, gar einige Schicksalsschläge weggesteckt werden. Doch immer bleibt die Zuversicht es schaffen zu können. Ich liebe diese Bücher, die es schaffen, mich in eine andere Zeit zu entführen und mir das Gefühl geben etwas mehr darüber zu erfahren, wie die Menschen und vor allem die Frauen früher gelebt haben. In diesem Fall in eine Zeit über die ich schon viel aus den Erzählungen meiner Mutter und meiner Tante weiß, die mich schon als Kind fasziniert haben. Ich freue mich schon auf den zweiten Band der Trilogie.

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Ich konnte mich gut in die Zeit hineinversetzen, was wohl auch daran liegt, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat! Die vier Protagonistinnen sind sehr glaubwürdig und sympathisch beschrieben. Das Buch hat mir viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die Fortsetzung en

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Mitte der 50er Jahre, der Beginn des Aufschwungs. Im Alltag ist der Krieg kaum mehr präsent, aber aus den Köpfen ist er jedoch noch nicht verschwunden. Luise Dahlmann träumt von einem Tante-Emma-Laden. Denn sie dank einer unverhofften Erbschaft sich erfüllen kann. Denn Menschen zeigen, dass die Zeit des Verzichts vorbei ist. Annabel, Helga und Marie sind dabei ihre Begleiterinnen. Abwechselnd begleiten wir die vier Frauen. Erfahren einiges über ihre Vergangenheit, ihre Zukunftsträume und ihrem Streben nach dem Glück. Dabei erhalten wir einen Einblick in die Welt der Frauen von damals aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten. Luise, die auf einem Bauernhof aufgewachsen ist und gewohnt ist, Sachen selbst in die Hand zu nehmen. Helga, die Lernschwester, die ihr Leben eigentlich selbst bestimmen wollte und deren Eltern sich offenbar im Krieg bereichert haben. Annabel, die Tochter eines Geistlichen, die mit einem Arzt verheiratet ist. Marie, die aus Schlesien geflüchtet ist und davon träumt, mit Pferden zu arbeiten. Stephanie Schuster hat die Frauenfiguren liebevoll ausgearbeitet und sie mit einem authentischen Lebenslauf ausgestattet. Somit lesen wir zwar eine fiktive Geschichte, die aber die Welt in den 50er in Starnberg realistisch auferstehen lässt. Das Buch beginnt lose mit den einzelnen Lebensläufen. Erst mit der Zeit verweben sie sich miteinander. Es dauerte eine Weile bis mir die Frauen ans Herz gewachsen sind. Die Einführung in das Leben der Frauen dauerte mir etwas zu lange. Da es eine Trilogie ist, kann ich aber damit lebe. Im nächsten Frühjahr wird es ein Wiedersehen geben. Dann begleiten wir die Frauen in den 60er Jahren. Ich freue mich darauf.

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Toller Auftakt – gespannt auf die Fortsetzung 1953 in Deutschland. Der Krieg ist überstanden und endlich geht es wieder bergauf. Die Frauen in Starnberg haben lang genug gelitten, sie wollen wieder richtig Leben. In diesem Roman treffen wir vier sehr unterschiedliche Frauen, die Grund verschieden sind, aber dennoch Freundinnen werden. Stephanie Schuster hat sehr tolle Charaktere geschaffen. Jeder ist individuell. Grundverschieden, aber dennoch finden sie zueinander. Sehr gefallen hat mir, dass jeder einzelne eine charakterliche Wandlung durchmacht. Sei es die mutige Luise, die Anfang der 50er Jahre sich auf eigene Beine stellt und ihr eigens Geld verdient. Oder Marie, die aus Schlesien nach Bayern geflohen ist, um sich hier ein neues Leben aufzubauen und eine neue Familie zu finden. Helga ist ganz anders – sie stammt aus einem guten Hause, doch hier kam sie nicht zurecht, deshalb schlägt sie sich jetzt als Schwesternschülerin durch. Dann gibt es noch Annabel, eine Arztfrau, die recht verschlossen ist und sich hauptsächlich um ihr Kind kümmert. Wird sie aus sich herauskommen? Toll finde ich außerdem, dass man als Leser ganz nebenbei einiges über die 50er Jahre in Deutschland lernt. Der Schreibstil des Romans hat mir sehr gut gefallen. Er ist sehr flüssig zu lesen, so dass die 500 Seiten im Nu gelesen waren. Die Dialoge sind aussagekräftig und gut gesetzt. Immer abwechselnd spricht eine der Freundinnen. Teilweise geht es dann zeitlich wieder ein Stückchen zurück, was erst etwas verwirrt, aber man merkt es dann doch recht schnell. Es ermöglicht einem gewisse Situationen noch aus einer anderen Perspektive zu erleben. Ich habe das Lesen dieses Romans sehr genossen und freue mich schon auf den zweiten Teil deshalb vergebe ich gerne volle fünf von fünf Sterne.

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Vier Frauen, vier Schicksale, die geschickt miteinander verwoben sind. Die Geschichte beginnt in der Nachkriegszeit um 1953 um die Neueröffnung eines Ladens von Louise Dahlmann. Die Geschichten sind so spannend, dass man es kaum ungelesen weglegen kann. Zum Glück wird es eine Fortsetzung geben.

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Stephanie Schuster entführt uns in in ihrem Buch in das Deutschland der 1950er Jahre und mitten hinein in die äußerst unterschiedlichen Leben, Bedürfnisse, Träume und Begehrlichkeiten von vier Frauen. Im Herbst 1953 treffen sie sich in einer Turnstunde. Die Köchin Luise träumt davon, einen eigenen Laden zu eröffnen. Annabel ist mit dem Arzt Konstantin verheiratet und hat keine Freunde und nur Probleme mit der Familie ihres Mannes. Die Fabrikantentochter Helga flieht vor ihrem vorherbestimmten Leben und wagt einen Neuanfang. Eine Flucht ganz anderer Art hat Marie hinter sich, die aus ihrer Heimat Schlesien vertrieben wurde. Immer wieder treffen die Frauen aufeinander und die Leser tauchen tiefer in ihre Geschichten ein. Neben den unterschiedlichen Schicksalen wird hier das Zeitgefühl der 50er Jahre vermittelt. Ein Neubeginn in vielfacher Hinsicht.

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Vier Frauen in den 50er Jahren. Luise Dahlmann wünscht sich einen „Tante Emma Laden“ Annabel von Thaler Ehefrau eines Arztes und Mutter will ihrem Mann gefallen und ist sehr eifersüchtig Helga Knaup aus dem Elternhaus „geflohen“ , verdient sich als Lernschwester – wird ungewollt schwanger Marie Wagner flieht aus Schlesien und will einen Neuanfang. Diese vier Frauen-Leben verweben sich miteinander und zeigen auf welche Rolle der Frau in den 50er Jahren auferlegt wurde. "Die Wunderfrauen" ist ein guter Unterhaltungsroman den ich mit viel Freude gelesen habe.

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Vier Frauen in den 50er Jahren mit ganz unterschiedlichen Zielen und in einer Zeit, in der es nur vorwärts gehen konnte. Perfekte Unterhaltung, wie man sie sich nur wünschen kann. Unbedingt empfehlenswert!

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Vier wahre Powerfrauen > Handlung und Charaktere Die junge Frau Luise hat nach entbehrungsreichen Kriegsjahren einen Traum: Sie will ihren eigenen Laden eröffnen. Dort möchte sie all das anbieten, worauf man in den vorangegangen Jahren verzichten musste und als gelernte Köchin könnte sie ihre Kundinnen mit Rezepten versorgen. Doch zunächst muss sie ihren Mann davon überzeugen und das nötige Startkapital aufbringen. Drei andere Frauen werden ihre Wege kreuzen: Die junge Marie, die ihre Heimat in Schlesien verlassen musste und nun nach einer Anstellung sucht; Helga, die ihre Ausbildung zur Krankenschwester macht und sich dabei Hals über Kopf verliebt und Annabel, eine Arztgattin, die um Liebe und Aufmerksamkeit ihres Mannes kämpfen muss. > Leseerfahrung Der Einstieg ins Buch ist wunderbar flüssig und macht Lust auf mehr. Die Geschichte wird aus den Perspektiven der vier Frauen erzählt und so lernt der Leser die Wünsche und Probleme jeder Frau sehr gut kennen. Es ist spannend, in die 50er Jahre abzutauchen und sich von der geschickten Autorin durch die Geschichte tragen zu lassen. Die Zeit lebt direkt vor dem inneren Auge auf und man kann sich sehr gut auf die Geschichte einlassen. Die Handlungen erscheinen schlüssig und machen nach jedem Kapitel neugierig darauf, was als nächstes folgt. Ich habe mich mit den Figuren gefreut und mit ihnen gelitten und bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, welche im Frühjahr 2021 erscheinen wird. > Fazit Ein wunderbarer Roman über vier starke Frauen, die für ihre Wünsche kämpfen und sich nicht so leicht unterkriegen lassen.

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Meine Gedanken und Eindrücke zu “Die Wunderfrauen: Alles, was das Herz begehrt“ (Wunderfrauen-Trilogie, Band 1) In diesem Roman, dessen Cover einen schon in die 1950er Jahre versetzt, reisen wir zurück ins Jahr 1953 nach Starnberg in Oberbayern. Hier lernen sich vier ganz unterschiedliche Frauen kennen: Die Köchin Luisa, die einen Laden eröffnen möchte, Annabel, die Frau des Chefarztes der Seeklinik, die zwar viel Freude an ihrem gemeinsamen Sohn Friedrich hat, ansonsten aber ein eher unerfülltes Dasein führt, Marie, die aus Schlesien flüchten musste und nun als Bereiterin in einem Gestüt arbeitet und Helga, die Tochter eines reichen Schuhhändlers, die ihrem elitären Leben den Rücken kehren will und in der Seeklinik eine Ausbildung zur Krankenschwester macht. Es sind vier mutige und taffe Frauen mit Träumen und Zielen, die eigenständig und unabhängiger sein wollen. Ob es ihnen gelingt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und ihre Glück zu finden? Die Charaktere werden lebendig und differenziert gezeichnet und man kann sich aufgrund der gelungenen Beschreibungen gut in die Protagonistinnen und in die damalige Zeit hinein versetzen. Zeitgeist und Atmosphäre sind sehr realistisch dargestellt, Personen, Geschehnisse und Orte wirken authentisch. Es geht um die damalige Rolle der Frau, die Politik der Entnazifizierung, den Alltag in den 1950ern, um Emanzipation, Freundschaft und Liebe. Mit Leichtigkeit im Ton erzählt die Autorin nicht nur von der damaligen Gegenwart, sondern auch von Plänen für die Zukunft und vom Leid und von den Folgen der Vergangenheit. Ich mochte den facettenreichen Roman, der auch mit Witz und Humor nicht geizt, sehr. Er liest sich flüssig, ist packend und hat mich gut unterhalten. Leider endet er mit vielen offenen Fragen, was aber ja nachvollziehbar ist, weil noch zwei Bände folgen sollen. „Die Wunderfrauen: Alles, was das Herz begehrt“ ist ein vielversprechender Auftakt zur „Wunderfrauen-Trilogie“.

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Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann. Starke Frauen mit ganz unterschiedlichen Problemen und Schicksalen. Jede findet ihren Weg und setzt sich über die Rolle des ,,Heimchens am Herd" weg. Und wie sollte es derzeit auch anders sein, ist auch dieser Titel der Auftakt zu einer neuen Reihe. Man darf also gespannt sein auf die nachfolgenden Bände.

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"Alles, was das Herz begehrt" ist Teil 1 von Stephanie Schusters "Wunderfrauen"-Trilogie, einer Autorin, die ich bis dahin noch nicht kannte und nun folge. Ich habe mich gleich zu Beginn des Buchs wohlgefühlt im Kreise der Turndamen. Der Einstieg ist mir so leicht gefallen, als würde ich die Frauen schon lange kennen. Luise ist eigentlich froh, als ihre Schwiegermutter stirbt, jetzt ist sie frei, wird nicht mehr ständig rumgescheucht und rumkommandiert, kann endlich tun und lassen, was sie und ihr Mann Hans wollen. Aber war Henriette wirklich nur so verbittert, weil ihr Mann so früh starb und sie mit Kind und allem alleine ließ? Kurz nach ihrem Tod überrascht sie Luise sogar mit einer Erbschaft, mit der diese niemals gerechnet hat - und endlich ihren Traum erfüllen kann. Es ist so schön, zu lesen, wie Luise ihren Traum vom Laden erst im Kopf spinnt und dann nach und nach in die Tat umsetzt. Luise weiß, was sie will und kann froh sein, dass Hans sie bei ihrem Projekt unterstützt - kaum zu glauben, dass verheiratete Frauen in dieser Hinsicht, Geschäft, Konto, etc. praktisch unmündig waren. Natürlich herrscht auch bei Luise und Hans nicht nur eitel Sonnenschein, wie es auf den ersten Blick scheint, die beiden haben auch einige Problemchen, die sie zu überwinden haben. Marie ist auf der "Reise", vertrieben, auf der Suche nach Arbeit, wird als weibliche Arbeitskraft nicht von Allen ernstgenommen. Die Vorurteile finde ich sehr traurig. Schön, dass sie bei Martin und Manni unterkommt, dort hilft und unterstützt. Marie hat keine Berührungsängste, weder dem Kronprinzen gegenüber noch Manni, dem „Dorfdepp“, der sie recht schnell anhimmelt und ihr vetraut. Wären da nur nicht die Gedanken an den Jugendfreund Theo, der plötzlich "von den Toten auferstanden ist" und auf der Bildfläche erscheint. Doch Marie weiß nun, was sie will und wo sie hingehört. Helga will nicht länger nach der Pfeife der Eltern tanzen. Erst rasselt sie durchs Abitur, provoziert absichtlich und blamiert die Eltern, weil diese nicht einsehen können oder wollen, dass Helga auch unter dem Tod der Schwester zu leiden hat, das Leben aber dennoch weitergeht. Etwas mehr Zurückhaltung wäre definitiv besser gewesen. Ihre wahre Herkunft behält Helga schön für sich, die vertraut sie sogar den Freundinnen nicht freiwillig an. Immerhin hatte Helga mit der Krankenschwesternausbildung eine neue Chance bekommen, doch es kam anders ... Man merkt doch, dass Helga trotz ihrer 21 Jahre, immer wohlbehütet aufgewachsen, noch sehr naiv ist. Ein Flirt mit US-Soldat Jack bringt Helgas Leben durcheinander, erst ein Schock, dann ein Segen, aber auch hier wird wieder klar: als ledige Frau hat man in den 1950er Jahren in Deutschland nichts zu melden, sogar uneheliche Kinder seien besser beim Staat untergebracht. Da kann man heute nur den Kopf drüber schütteln, weil es so wenige Alternativen gabe. Annabel scheint die Frau mit den vermutlich besten Möglichkeiten zu sein: gut eingeheiratet, mit Dienstpersonal, ihr Mann ist Arzt, zeigt aber mehr Interesse an seiner Arbeit als an seiner Familie bzw. Kind. Offensichtlich vertraut sie ihrem Mann nicht...und er traut ihr gar nichts zu, nicht mal die Kindererziehung. Scheint keine schöne Beziehung zu sein. Armer Friedrich! Man merkt den Altersunterschied zwischen den Eheleuten, sie haben unterschiedliche Interessen, Annabel lässt sich viel gefallen, vermutlich hatte sie auch keine andere Wahl? Nach und nach fällt Annabels Maske, sie freundet sich mit Luise und ihren Freudinnen an, zunächst eine komische Situation, aber mit der Zeit erkennen die 4 jungen Frauen, was sie miteinander und aneinander haben. Stephanie Schuster hat einen schönen Roman über 4 völlig verschiedene Frauen geschrieben, die sich kennenlernen, zusammen Spaß haben. Das hätte sich wohl keine von ihnen jemals so vorgestellt. Das Buch liest sich leicht und flüssig, der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Bayerische Mundart und die Einträge aus diversen Notizbüchern und anderen Journalen, dazu Rezepte und Hausfrauentipps runden die Geschichte um die „Wunderfrauen“ aus den 1950er-Jahren wunderbar ab. Es hat mir Spaß gemacht, die Damen am Starnberger See zu begleiten, die Gepflogenheiten des damaligen Lebens zu lesen, dazu Tipps und Tricks und natürlich das WM-Endspiel 1954 "mitzuverfolgen". Ich vergebe hierfür 5 Sterne. Die beiden Folgebände stehen schon auf meiner Wunschliste.

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Wunderbar geschrieben, fängt die zeit sehr anschaulich ein, macht Lust auf die Fortsetzungen und wird gerne empfohlen!

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Vier junge Frauen mit vielen Träumen hoffen, dass nun nach dem Krieg alles besser wird. In wechselnden Kapiteln begleitet man das Quartett durch die 50er Jahre. Angesiedelt ist das Buch in Starnberg, wo viel Lokalkolorit mit einfließt. Die Frauen sind sehr unterschiedlich und dies macht das Buch auch sehr unterhaltsam. Jede für sich kämpft für ihren Traum und trotzdem kreuzen sich ihre Wege und es gibt Gemeinsamkeiten. Die Geschichte ist sehr flüssig erzählt. Man merkt, dass es der Auftakt einer Trilogie ist und nur eine kurze Zeitspanne aus ihrem Leben beleuchtet wird. Mir war die Geschichte etwas zu glatt erzählt. Es fehlen die großen Probleme, die Ecken und Kanten der Protagonisten. Deutlich herausgestellt wurde jedoch immer wieder, wie abhängig damals die Frauen von ihren Männern waren. Ich hoffe, dass in den nächsten Bänden etwas mehr Schwung ins Geschehen kommt.

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Das Buch - Die Wunderfrauen - spielt in der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders. Die vier Protagonistinnen sind von unterschiedlicher Herkunft u Treffen in einem Dorf am Starnberger See aufeinander. Jede kämpft für ihren persönlichen Traum -Dreh und Angelpunkt ist der Laden von Luise-durch unterschiedliche Begebenheiten kreuzen dich dort immer ihre Wege ! Das Ende ist offen u man möchte gleich mit der Fortsetzung beginnen!!!

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Vier Frauen erleben das Wirtschaftswunder: mitreißend, interessant und unterhaltsam Starnberg 1953: Gerade ist Luise Dahlmanns Schwiegermutter gestorben und das Ladenlokal im Haus ist nun freigeworden. Luise träumt davon, dort ihren eigenen Lebensmittelladen zu eröffnen. Doch ganz so einfach ist das auch nicht, zunächst muss ihr Mann Hans überzeugt werden und Geschäftserfahrung sammelt man leider auch nicht über Nacht. Auch Helga, Tochter einer reichen Münchner Unternehmerfamilie, die gerade durchs Abitur gefallen ist, wagt einen Neuanfang. Sie beginnt in der Frauenklinik eine Ausbildung zur Krankenschwester und lernt beim Tanzen einen amerikanischen Soldaten kennen. Marie hingegen musste aus Schlesien fliehen und sucht nun verzweifelt nach einer Anstellung. Die Aussicht, auf einem Gestüt zu arbeiten, zerschlägt sich, dafür bietet sich ihr unerwartet eine andere Möglichkeit. Arztgattin und Mutter Annabell ist mit ihrem Leben unzufrieden und fürchtet, dass ihr Mann wichtige Geheimnisse vor ihr hat. Die vier Frauen stehen während des Wirtschaftswunders vor ganz unterschiedlichen neuen Herausforderungen. „Die Wunderfrauen“ liest sich angenehm flüssig und unkompliziert. Immer abwechselnd wird die momentane Situation von Luise, Marie, Helga und Annabell dargestellt. Sofort und ohne Probleme konnte ich mich in die Hauptfiguren und in die Geschichte hineinversetzen. Die Wunderfrauen sind alle ziemlich verschieden: Luise hat einen ganz speziellen Traum, packt jederzeit zu, ist außergewöhnlich hilfsbereit und zu allen freundlich. Auf sie kann man sich verlassen, vor allem für ihre Brüder ist sie eine unersetzbare Stütze. Marie hat es nicht leicht, sie hat sich immer noch nicht von den furchtbaren Erlebnissen während des Krieges erholt und hat Schwierigkeiten, anderen zu vertrauen. Dadurch wirkt sie recht distanziert. Ganz anders die selbstbewusste, lebenslustige Helga, die ihrem Elternhaus den Rücken gekehrt hat und es nun alleine schaffen will. Eigentlich geht es Annabell von außen betrachtet am besten, sie wohnt mit ihrem reichen Gatten in einem schönen Haus und muss sich keinerlei finanzielle und existenziellen Sorgen machen. Trotzdem ist sie unglücklich, reagiert misstrauisch und nachtragend und steht sich selbst im Weg, unverkrampften Kontakt zu anderen aufzubauen. Alle Charaktere entwickeln sich mit der Zeit. Die Personenkonstellation und die Art, wie die gegensätzlichen Frauen Beziehungen zueinander aufbauen, empfand ich als interessant und plausibel. Die Protagonistinnen stehen für verschiedene Gesellschaftsschichten, die durch die Persönlichkeiten der Figuren ein individuelles Gesicht bekommen. Da ich alle Frauen irgendwie verstehen konnte -die eine mehr, die andere weniger - wollte ich natürlich jederzeit wissen, wie sich die Handlung um die Schicksale der Hauptfiguren weitergestaltet. Das Geschehen fesselte mich. Schon immer empfand ich die Zeit des Wirtschaftsaufschwungs der 50er Jahre als eine faszinierende, zuversichtliche, aber auch zwiespältige. Plötzlich hatten auch Frauen verschiedene Möglichkeiten, etwas anderes zu sein als „nur“ Hausfrau. Nach den schrecklichen Jahren des Krieges herrschte wieder Hoffnung und es bot sich Raum für ganz viele Neuanfänge. Trotzdem erwiesen sich so manche alte Denkweisen und Haltungen als viel tiefer verwurzelt als angenommen. Dies wird in Stephanie Schuster Roman sehr anschaulich und eindringlich gezeigt. Für mich ein kurzweiliger, lohnender Schmöker. Nach dem stimmigen, aber leider offenen und für manche Figuren unbefriedigendem Ende bin ich sehr gespannt, wie es mit Luise und Co weitergeht. Zum Glück erscheint die Fortsetzung schon bald.

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Die Geschichte von vier Frauen im Deutschland der Nachkriegszeit nimmt uns mit zu völlig verschiedenen Lebenswegen, die Menschen im und nach dem Krieg erleben können. Wir folgen diesen Frauen gebannt, die sich in einer Turnstunde begegnen, und ihr Leben auf ganz unterschiedliche Weise in die Hand nehmen. Dabei kommen immer wieder auch interessante Fragen zur Vergangenheit im Krieg auf. Gespannt wartet man auf die Fortsetzung.

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Aus dem Klappentext Drei Frauen werden immer wieder Luises Weg kreuzen: Annabel von Thaler, die wohlhabende Arztgattin von nebenan, die junge Lernschwester Helga Knaup und Marie Wagner, geflohen aus Schlesien. Sie alle haben in den Zeiten des Aufbruchs und des Neubeginns einen gemeinsamen Wunsch: Endlich wieder glücklich sein. Bei dem Buch handelt es sich um den Auftakt einer 3 teiligen Serie rund um vier Freundinnen, die in der Zeit des Wirtschaftswunders wieder versuchen Fuß im Leben zu fassen. Dank des bildlichen Schreibstil fühlt man sich zurückversetzt in die 50.iger Jahre des letzten Jahrhunderts. Man sieht Mädels in Petticoats, Vespers, und Menschen, die einfach nur wieder leben und glücklich sein wollen. Das Buch liest sich flüssig und die Charaktere der Hauptprotagonisten sind liebevoll bis ins Detail ausgearbeitet. Man lebt, liebt und leidet mit den 4 Freundinnen und erfährt, was Freundschaft alles vermag. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und freue mich auf die Fortsetzung dieser Serie. Das Cover paßt wunderbar zum Inhalt und zur Zeitreise. Von mir 5 Sterne für diesen gelungen Auftakt.

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Vier Frauen auf dem Weg ins Glück Sie heißen Luise, Annabel, Helga und Marie und wollen die schweren Jahre des Krieges vergessen. Luise möchte einen Laden aufmachen, Annabel von ihrem Mann geliebt werden, Helga eine Ausbildung zur Krankenschwester machen und Marie ihre Flucht aus Schlesien verarbeiten. Die vier Frauen treffen immer wieder aufeinander und freunden sich nach einigen Missverständnissen sogar an. Sie haben gelernt, was es heißt, zu verzichten. Jetzt möchten sie endlich auch ein Stück vom Wohlstandkuchen abbekommen. Das Buch ist locker leicht und mit viel Humor geschrieben. So lässt es sich auch lesen. Wir lernen etwas über die bange Sorge von Eltern und Geschwistern, wenn in der Familie ein behindertes Kind lebte. Das war unter Hitler lebensgefährlich und wer hier half, der bezahlte oft mit dem Leben. Die Männer berichten von ihren Erfahrungen im Krieg und der anschließenden Gefangenschaft. Das prägt sie bis viele Jahre danach und es ist nicht immer so einfach, mit ihnen umzugehen. Das erste Fernsehen oder die ersten Autos waren damals noch Dinge, die für offene Augen der Nachbarn sorgte. Es gab Menschen, die rasch vergaßen, was sie hinter sich hatten. Sie wurden auf Kosten anderer reich und scherten sich nicht um ihre Nächsten. Dann gab es aber zum Glück auch solche, die sich miteinander freuten, endlich in Frieden leben zu können. Sie halfen sich gegenseitig und waren dankbar, wenn die Ernte gut ausfiel. #DieWunderfrauen gefiel mir gut. Die vier Frauen kommen aus unterschiedlichen Verhältnissen und das beschreibt die Autorin sehr bildhaft. Für alle vier ist Freundschaft wichtig und nur so können sie ihren Weg zum Glück gehen. Mit Freude warte ich auf die folgenden Bücher und gebe gerne fünf Sterne und eine Leseempfehlung. #NetGalleyDE

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Zeitreise in die Fünfziger Jahre. In dem Buch geht es um vier junge Frauen, die alle eine sehr unterschiedliche Lebensgeschichte habe. Luise möchte sich den Traum vom eigenen Laden erfüllen, Helga entflieht dem strengen Elternhaus, Maria ist versucht sich nach der Vertreibung aus der alten Heimat ein neues Leben aufzubauen und Annabell ist nicht ganz glücklich mit ihrem Leben als Arztgattin. In Starnberg treffen sie alle aufeinander. Hier treffen sie immer wieder mehr oder weniger glücklich aufeinander. Das Buch erzählt die Geschichte aus der Sicht von allen vier Frauen und gibt dem Leser so sehr tiefe Einblicke in das Leben und die Gefühlswelt der Charaktere. Sie leben in einer interessanten Zeit, auf der einen Seite ist da die Aufbruchstimmung und der Aufschwung der Fünfziger Jahre, auf der anderen Seite haben alle den Krieg erlebt und müssen mit ihren Erinnerungen klar kommen. Mir sind Helga, Maria, Annabell und Luise im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen und ich bin sehr gespannt wie es mit ihnen weiter geht.

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Wenn die 50er mit Freundinnen lebendig werden Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich Stephanie Schuster ganz wunderbar unterhalten mit der Geschichte ihrer vier Wunderfrauen. Ich bin restlos begeistert, sicher eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr, ich fiebre jetzt schon der Fortsetzung entgegen. In einem mitreißend, amüsanten Prolog beim „Fröhlich Swingen und Trimmen mit Helga“ bekommt man als Leser die Frauen im Herbst 1953 vorgestellt. Nachdem die Truppe aus dem Pfarrsaal verbannt wurde, treibt Helga diese nun in Luises Delikatessenladen mit flotter Amimusik zu Höchstleistungen an. »Genau, dann bilden Sie doch bitte auch einen Berg, los, hoch mit dem Allerwertesten. Was sehe ich da hinten, Fräulein Zinngraf, das ist ja nicht mal ein Ameisenhaufen, geschweige denn ein Hügel, das kriegen Sie besser hin, hopp.«, der Arztgattin Annabel von Gegenüber sehr zum Missfallen, „Vermutlich vergnügten sie sich alle mit Alkohol oder schlimmeren Drogen, getarnt als Turngruppe.“ Dann geht es erst mal ein paar Monate zurück und in einem ersten Teil wird man dann Zeuge, was bis dahin geschah, wie sich Luise den Traum vom eigenen Laden verwirklicht hat, wie es einer Helga ergeht, die zuhause ausgerissen ist, um einer Verheiratung zu entgehen und mit gefälschter Unterschrift des Vaters heimlich eine Ausbildung zur Krankenschwester begonnen hat, wie es Marie aus Schlesien hierher verschlägt und wie sie sich einlebt und auch warum Annabel so misstrauisch und missgünstig ist. In einem zweiten Teil wirft man dann einen Blick ins Jahr 1954. Viel mehr will ich aber gar nicht verraten, die Buchbeschreibung wird sowieso viel zu lang, weil es so viel Tolles gibt, was ich gerne erwähnen möchte, dass ich mich wirklich bremsen muss. Richtig begeistert bin ich davon, dass die Autorin mit ihrem Roman nicht nur die Fünfziger Jahre richtig lebendig macht, indem sie eine Helga drei Petticoats übereinander anziehen lässt, man am See Dolomiti-Eis isst und Bluna trinkt oder die Fußballweltmeisterschaft verfolgt, sondern auch Blicke auf den zurückliegenden Zweiten Weltkrieg, die Vertreibungen danach und die Kriegstraumata wirft. Nicht selten hat sie mich so tief bewegt, wenn ich z.B. lesen musste, dass „Elina als Kind nach Ausschwitz gekommen und die Tätowierung mit ihr gewachsen war. Bei ihrer Aufnahme im Camp hatte die junge Frau nur noch achtundzwanzig Kilo gewogen.“, oder von Erlebnissen wie „Ein Soldat sprang aus dem Gebüsch, rannte auf sie zu und rief etwas auf Englisch. »Down and undress«“. Äußerst gut haben mir auch die zwischengeschobenen Einträge aus Louises Notizheft, in das sie mit Schönschrift schon seit der Hauswirtschaftschule alles Wichtige, gute Ideen, Rezepte oder auch Erlebnisse aus ihrem Laden notiert. Da finden sich schon mal Informationen, wie „die ersten Paragraphen des Lebensmittelgesetzes festgehalten, die erklärten, was Lebensmittel überhaupt waren und dass auch Tabak dazugehörte. Hans ernährte sich also sehr gesund. Darunter stand der Unterschied zwischen Tunke und Mayonnaise, die ihr Kochlehrer, Herr Dasch, aus unerfindlichen Gründen, als »Mayonnäs« bezeichnete“, oder amtliche Bekanntmachungen, wie die für den „Starnberger See u. Würmtal, vom 20. Juni 1953: Feldafing. »Bis Mitte des Jahres wird das Ausländerlager endgültig aufgelöst« Die Rolle der Frau könnte ebenfalls nicht besser dargestellt werden, als mit diesen vier Frauen, die einen tollen Querschnitt durch die Bevölkerung bilden. Betonen möchte ich hier auch die vielen ins interessante Detail gehenden Informationen, die man so nebenbei erhält. Da wird eben in der Zeitschrift geblättert, „Man warnte vor Heiratsschwindlern, denen viele Damen in der Zeit des Frauenüberschusses zum Opfer fielen. Auf derselben Seite wurde eine Neuheit beworben. In München war eine sogenannte Schönheitstonne aufgestellt worden. Nach zwanzig Behandlungen sei man acht Kilo leichter oder umgerechnet sechzehn Zentimeter dünner. Roll dich schlank! Allein von dem Anblick, wie eine Assistentin einer Dickmadam in die riesige Waschtrommel half, wurde Luise übel. Sie schloss die Augen. Grotesk, kaum waren die Hungerjahre vorbei, setzte man Fett an.“, es wird erwähnt, „Den Führerschein durfte Mutter nämlich nicht machen, so weit ging die Liebe des Vaters nicht. Das erlaube er ihr erst, wenn überall Gummibäume gepflanzt würden, hatte er gesagt.“, oder man muss bitter miterleben, dass gilt, „Eine Alleinerziehende hatte laut Gesetz zwar die Pflicht, sich um das Wohlergehen ihres Kindes zu kümmern, aber kein Sorgerecht.“ Die Geschichte spielt in Starnberg und das Regionalkolorit ist hier ganz vorzüglich eingefangen. »Das Flüchtlingsmensch lebt mit de Brandstetterbriada in am liaderlichm Verhältnis.« »Woos, glei mit olle zwoa?« Dorfklatsch fehlt ebenso wenig wie, dass ab und an einer in Dialekt zu Wort kommen darf. Da badet man im See mit Blick auf die Zugspitze und da „quollen die Sommerfrischler aus den Waggons, als ob es hier Eiscreme umsonst“ und das zu Dutzenden. Zudem gibt es zum Spionieren von Verkaufstricks auch Ausflüge nach München zum Viktualienmarkt oder in den Hertie. Der lebendig, mitreißende und äußerst spritzige Schreibstil der Autorin hat mich sofort in die Geschichte gezogen und ich konnte das Buch so gut wie nicht mehr aus der Hand legen. Sie beschreibt so anschaulich, dass ich alles wie einen Film vor Augen hatte, die Geschichte lebt regelrecht. Witzig, schlagfertige Dialoge, »Klingt verlockend, aber ich kann nicht«, sagte Silvia. »Ich habe meine Tage.« »Ach, das bisschen Blut wird den See auch nicht rotfärben.« »Spinnst du, davon wird man geisteskrank.« »Wer hat dir das denn erzählt?« »Schwester Kreszentia, meine Lehrerin in der Realschule.«, die ein Bild von der Zeit vermitteln, und auch amüsante Anekdoten wie von ersten Telefonversuchen oder einer wilden Fahrt auf einer BMW mit Beiwagen machen das Lesevergnügen perfekt. Rührende Szenen, da werden Lämmchen schon mal mit der Flasche aufgezogen oder ein Manni sammelt Lebensenergie in Flaschen, schockierende Erinnerungen an Erlebnisse im Krieg oder Szenen, die zeigen, dass der Nazigeist längst nicht aus allen Köpfen verschwunden ist und Erlebnisse sowie Geheimnisse, deren Lüftung richtig zu Herzen gehen, wie z.B. wer Manni, der unter Trisomie 21 leidet, das Leben gerettet hat, machen die Mischung und so das Gesamtpaket zum Highlight. Die Autorin erzählt ihre Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Louise, Hanna, Annabel und Marie. Das lässt einen als Leser zwar allen viel näher sein, führt aber auch zu Weiderholungen. So bekommt man z.B. schon mal erzählt, wie eine Helga im Undossa einen GI umgarnti und wenig später, wie sich ein Ernst, der mit seiner Louise dort zu Abend ist, darüber den Mund verreißt. Ein zweimal hat mich das etwas aus dem Konzept gebracht, was dem Lesevergnügen aber keinerlei Abbruch getan hat, denn gelangweilt habe ich mich bei den kleinen Überschneidungen nie, darf man alles doch stets in einem völlig anderen Blickwinkel verfolgen. Die Charaktere sind äußerst lebendig, authentisch und individuell gezeichnet. Ich habe es so empfunden, dass auf Louise mit ihrem Laden, den sie sich aufbaut, das Hauptgewicht, zumindest in diesem ersten Teil liegt. Mit ihr habe ich die Geschichte regelrecht gelebt. Ganz besonders ans Herz gewachsen sind mir auch Marie samt Louises Brüdern Martin und Manni, bei denen sie lebt. Helga fand ich vor allem wegen ihrer schlagfertigen Antworten und ihrer kecken Art gelungen, aber auch mit ihr darf und muss man leiden. Arztgattin Annabel hat noch richtig Potential und bei ihr muss man seine Meinung vielleicht noch öfters überdenken, wie bereits geschehen. Aber auch alle anderen Mitspieler sind gelungen dargestellt, bei der biestigen Oberschwester angefangen, die nicht nur Helga das Leben schwer macht, bis hin zu Erich, der seine Louise liebt, aber ab und an auch andere Seiten hat. Alles in allem ein Lesehighlight, das geradezu nach fünf Sternen schreit.

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💕Rezension💕 "Die Wunderfrauen - Alles, was das Herz begehrt" von Stefanie Schuster *Vielen lieben Dank an @netgalleyde und die @fischerverlage für das Rezensionsexemplar* ~ "Die Wunderfrauen - Alles, was das Herz begehrt" ist der Auftakt zu einer neuen Trilogie, die in den 50ern, 60ern und 70ern spielt. Der erste Teil spielt in Bayern am Starnberger See im Jahr 1953. Der Krieg ist nun schon eine ganze Weile vorbei und die Menschen schauen optimistisch in die Zukunft. Mit der Wirtschaft geht es bergauf und die Hungerjahre scheinen endlich passé. Trotzdem spürt man noch Nachwirkungen. Es sind immer noch nicht alle Männer aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt und besonders Vertriebene und Juden haben mit der Vergangenheit zu kämpfen. Die amerikanischen Besatzer sind Fluch und Segen zugleich und so mancher verdreht den deutschen "Froleins" den Kopf. In der Geschichte geht es um 4 Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Luise Dahlmann hat sich jahrelang um ihr grantige Schwiegermutter gekümmert und träumt nach deren Tod von einem eigenen "Tante-Emma-Laden". Die reiche Fabrikantentochter Helga Knaup, will einfach nur ihr Leben leben, bricht mit ihrer Familie und macht eine Ausbildung zur Krankenschwester an der Starnberger Seeklinik. Marie Wagner ist eine Vertriebene aus Schlesien und kommt über Umwege ins bayerische Starnberg, wo sie auf dem Bauernhof von Luises Bruder Martin eine Zuflucht findet. Die vierte im Bunde ist die wohlhabende Arztgattin Annabel von Thaler. Ihr Mann Konstatin ist Chef der Starnberger Seeklinik und dementsprechend ist das Ehepaar sehr hoch angesehen. Doch hinter der Fassade bröckelt es allmählich und Anabell fürchtet um ihre Ehe. Obwohl die Frauen aus komplett unterschiedlichen Welten stammen haben sie alle nur ein Ziel.... die Suche nach dem großen Glück..... Mir hat das Buch echt super gut gefallen. Stefanie Schuster hat eine lebendige, aber vor allem eine sehr authentische Geschichte geschrieben. Luise und die anderen 3 Frauen sind toll ausgearbeitet und jede von ihnen hat eine spannende Geschichte und füllt ihre Rolle perfekt aus. Das Buch ist aus der Sicht einer dritten Person geschrieben und die Kapitel behandeln abwechselnd die Geschichten von Luise, Marie, Helga und Anabel. Das Ganze ist so interessant aufgebaut. Zunächst sind die 4 komplett unabhängig voneinander, aber mit und mit verzweigen sich ihre Schicksale. Generell lässt sich das Buch sehr gut und angenehm lesen. Ich habe die knapp 500 Seiten förmlich weg inhaliert. Mir hat die Atmosphäre der Geschichte super gut gefallen. Man spürt richtig die Hoffnung und den Optimismus der Menschen in den frühen 50ern. Stefanie Schuster geht dabei auf die Musik, die Mode und die Lebensart ein und ich konnte dieses besondere Flair der damaligen Zeit spüren. Der bayerische Dialekt in den Dialogen macht das Ganze noch authentischer. Es war sehr spannend zu lesen welche Rolle Frauen in der damaligen Zeit hatten. Den historischen Hintergrund fand ich auch sehr interessant. Die Autorin hat hier sehr gut recherchiert und diese Mischung aus historischen Ereignissen und der fiktiven Geschichte ist super gelungen. Insgesamt ein wirklich grandioser und bildgewaltiger Auftakt der Trilogie rund um 4 Wunderfrauen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und kann euch das Buch uneingeschränkt weiter empfehlen. 5/5⭐️

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Vier Frauen - vier Leben in den Fünfzigern - ein wunderbares Buch Der erste Band der Wunderfrauen-Trilogie beginnt in den Wirtschaftswunderjahren Mitte der 1950er. Luise, Annabel, Helga und Marie haben den Traum glücklich zu sein. Für jede bedeutet Glück etwas anderes: Luise würde gerne ein kleines Lebensmittelgeschäft eröffnen. Annabel hätte gerne noch ein Kind und will aber auch mehr sein als nur Chefarztgattin und Mutter. Helga beginnt eine Ausbildung als Krankenschwester und Marie möchte nach ihrer Flucht aus Schlesien mit Pferden arbeiten. Die Geschichte wird wunderbar erzählt. Ich bin beim Lesen eingetaucht in die Fünfziger und habe die Zeit vergessen. Der Autorin ist es gelungen, gleich vier Charaktere zu erschaffen, die mir alle auf ihre Art sympathisch sind, vier Frauen, für die vieles was für uns heute selbstverständlich ist, nur schwer zu erreichen war. Ein facettenreiches Buch, dass ich sehr gerne weiterempfehle. Ich freue mich darauf, die Freundinnen nächstes Jahr noch ein weiteres Stück in ihrem Leben zu begleiten. Band 2 und 3 erscheinen voraussichtlich im Frühjahr bzw. Herbst 2021.

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Interessante Frauen, interessante Geschichte „Die Wunderfrauen“ von Stephanie Schuster erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern verbindet die Geschichte mehrerer Frauen. Luise ist die Leitfigur in diesem Buch. Ihre Entwicklung wird am längsten betrachtet. So erfahren wir von ihrem Wunsch, einen eigenen Laden zu öffnen, von den Schwierigkeiten damit und von ihrem Leid, kein Kind zu haben. Luise ist eine unglaublich liebenswerte Frau. Sie ist liebevoll, großzügig und kümmert sich immer um ihre Mitmenschen. Sie gibt immer ihr bestes, lässt sich nicht unterkriegen und schlich sich so schnell in mein Leserherz. Gespickt ist das Buch immer wieder mit Einträgen aus Luises Notizbuch, zum Thema Kochen, Ladenführung oder interessanten Gesprächen. Ihre Geschichte wird begleitet von den Geschichten der anderen Frauen. Annabel, Helga und Marie kreuzen zunächst immer wieder Luises Weg, bis sich die Bahnen der vier Frauen immer weiter miteinander verknüpfen. Wir erfahren bei jeder, welche Sorgen, Wünsche und Hoffnungen sie mit sich trägt. Wir erleben Positives wie Negatives aus ihrem Alltag und begleiten sie, bei so manch positiver Entwicklung. Ein großes Thema ist natürlich der zweite Weltkrieg. Wir befinden uns in der Nachkriegszeit und jeder hat seine Wunden, die noch nicht komplett verheilt sind. Jede der Frauen hat ihre eigenen Entbehrungen, Verletzungen und Traumata, die der Krieg mit sich brachte. Sie alle haben einen Weg gefunden damit umzugehen und weiterzuleben. Mir gefallen an diesem Roman vor allem die vielen Facetten. Es ist nicht nur die Geschichte einer Frau, sondern viele Geschichten, die sich alle miteinander verweben. Dazu ist das Setting in den 50er Jahren unglaublich spannend gewählt. Diese Zeit bietet so viele Altlasten und gleichzeitig so viel Hoffnung. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, in diese Zeit einzutauchen. Die Figuren sind so unterschiedlich und vielschichtig, dass es nie langweilig wird. Mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich kann es wirklich nur weiterempfehlen!

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1953 Starnberg, vier junge Frauen wollen ihr Leben jetzt selbst in die Hand nehmen. Luise Dahlmann möchte einen kleinen Lebensmittelladen führen. Marie Wagner ist nach ihrer Flucht aus Schlesien hier gelandet. Helga möchte nicht von ihrem Vater verheiratet werden, sondern einen eigenen Lebensweg finden. Die geschichten der jungen Frauen spiegeln die Aufbruchstimmung wieder. Endlich geht es wieder aufwärts. Nach den Jahren der Entbehrungen und der Ängste wollen die Menschen einen Neuanfang. Dafür gibt es manche Hürde. Sollen die jungen Frauen doch weiterhin nur für Küche, Kinder und Ehe zuständig sein. Unterhaltsam und emotional geschrieben. Der Leser darf neugierig auf die Fortsetzung sein.

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Ein lesenswerter Auftakt der Reihe. Vier sehr unterschiedliche Frauen, die ihren Weg eingeschlagen haben und deren Wege sich irgendwann kreuzen. Mir sind alle bereits ans Herz gewachsen und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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"Alles was das Herz begehrt" ist der vielversprechende Auftakt der Wunderfrauen-Trilogie, der an die Zeit von Nierentisch, Käseigel, Bowle, Petticoat, Rock 'n Roll und Spiessigkeit erinnert. Angesiedelt in einem kleinen bayrischen Dorf stehen vier Frauen stellvertretend für die Wunderfrauen der 50er Jahre: Luise, Annabel, Helga und Marie -jede der vier Frauen, deren Wege sich immer wieder kreuzen, hat den Wunsch nach Selbständigkeit und Selbstverwirklichung und ist doch noch gefangen in der Enge der Konventionen der damaligen Zeit. Stefanie Schuster beschreibt so bildhaft und unterhaltsam, daß es sich wie eine Zeitreise anfühlt, die vier Frauen auf ihrem Lebensweg zu begleiten, macht Spaß und gute Laune! Für mich ist Stefanie Schuster die Carmen Korn des Südens!!! Auf die Frage "Darf's ein bisschen mehr sein?" antworte ich "Ja, sehr gerne! Ich freue mich schon auf den zweiten Teil!"

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Das Cover ist ansprechend. Der Schreibstil ist flüssig. Man kommt recht schnell in die Geschichte hinein. Eine Zeitreise in die fünfziger Jahre mit vielen wissenswerten Hintergründen. Die vier ganz unterschiedlichen Hauptfiguren sind gut ausgewählt und wurden gekonnt in einer gemeinsamen Handlung verknüpft. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der vier Frauen erzählt. Man versteht die Motive und Hintergründe ihrer Handlungen dadurch besser. Ein gelungener Auftaktroman, der mich gut unterhalten hat.

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Zum Inhalt (übernommen): 1950er: Luise träumt von einem eigenen Tante-Emma-Laden. Helga verlässt ihr Elternhaus, sie beginnt eine Ausbildung zur Lernschwester. Marie sucht nach der Flucht eine neue Heimat. Annabel bangt um ihren Sohn und sehnt sich nach einem Platz im Leben. Meine Meinung: Es handelt sich um den ersten Band einer Trilogie, welcher mitten in der Zeit des Wirtschaftswunders spielt. Der zweite Weltkrieg ist vorbei, der wirtschaftliche Aufschwung kommt. Für viele ein Neubeginn, endlich wieder richtig leben und genießen. In diesen frühen 50iger Jahren lernen wir vier Frauen kennen, unterschiedlich auf ihre Art. Zum einen Luise Dahlmann, die einen eigenen kleinen Laden eröffnen will, Marie Wagner, die aus Schlesien vertrieben wurde und nun in einem Gestüt neu anfangen will, Helga Knaup möchte mehr sein als nur die Tochter eines reichen Fabrikanten und Annabel von Thaler, die sich gefangen fühlt. Diese starken Frauen streben jede für sich nach Glück und haben Hoffnungen. Durch die unterschiedlichen Perspektiven ist der Roman sehr vielseitig und liest sich flüssig, besonders das Schicksal der Marie hat mich berührt. An einigen Stellen hat sich die Autorin leider zu sehr in Details verfangen, wodurch es zwischendurch langatmig wurde. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen. Ich bin gespannt, wie sich die vier Frauen weiter entwickeln und freue mich auf den nächsten Teil. Fazit: Gelungener Auftakt der Trilogie!

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In „Die Wunderfrauen“ von Stephanie Schuster begleiten wir vier Frauen, die 1953 im bayerischen Starnberg leben. Luise will einen Tante-Emma Laden eröffnen, Nachbarin Annabel träumt von der perfekten Familie, Lernschwester Helga möchte in der Medizin Fuß fassen und Marie, aus Schlesien geflüchtet, sucht ihren Platz im Leben. Alle vier haben mit Rückschlägen und Schwierigkeiten zu kämpfen, an denen die Männer in ihrer Umgebung oft eine Mitschuld haben. Doch so leicht lassen sie sich nicht unterkriegen. Eine spannende Geschichte, flüssig geschrieben und mit den passenden historischen Details verknüpft. Als Leserin fühlt man sich mit allen Protagonistinnen verbunden, kann sich gut in alle Charaktere einfühlen. Auch die Aufbruchstimmung lässt sich gut nachfühlen. Ein sehr gut geschriebener Roman mit vielen Facetten, von mir eine Leseempfehlung! Einziges Manko ist für mich die Umschlaggestaltung, die ich nicht gelungen finde. Aber sonst alles topp!

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Die "Wunderfrauen - Alles was das Herz begehrt" ist der Auftaktband der Triologie von Stefanie Schuster und hat mich auf jeden Fall begeistert. Hin und wieder lese ich gerne historische Romane, vor allem die, die in Deutschland angesiedelt sind. Oftmals weiß man nämlich zu wenig über die Vergangenheit und solche kurzen Zeitreisen sind einfach was schönes. Toll finde ich, wie der Titel und das Cover schon verrät, dass hier die Frau im Mittelpunkt steht. Das war ja in den 50gern eher ein sehr schwieriges Pflaster und genau auf den Weg begleiten wir die vier Frauen Luise, Annabel, Helga und Marie. Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Ich konnte den Wunsch der Damen nach Selbstständigkeit absolut nachvollziehen und auch die Hoffnung auf Änderung aber auch die damit verbundnen Sorgen gut gespürt. Ich werde die Triologie auf jeden Fall weiter verfolgen, da mich der Auftaktband sehr überzeugt hat.

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Gut gemachte Geschichte um vier unterschiedliche Frauen, die in der Aufbruchstzeit der Nachkriegsjahre aufeinandertreffen. Jede hat ihre eigenen Vorstellungen von Leben, Liebe und Glück. Mir sind die 4 ans Herz gewachsen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Der Klappentext und die Aussicht auf eine Trilogie um starke Frauen hat mich auf dieses Buch aufmerksam werden lassen. Es ist der Auftakt und wir reisen zuerst in die Fünfziger Jahre, die Nachkriegsjahre wirken noch nach und Jede hat Ihr Päckchen zu tragen. Aber es ist auch die Zeit des Aufbruchs, der Ideenverwirklichung und der Chancen auf einen Wendepunkt im Leben. Wir lernen 4 verschiedene Persönlichkeiten kennen die jede auf ihre Weise Stärke beweisen muss und deren Familie, Partner, oder Bekannte ihnen einige Steine in den Weg legen, in wenigen Fällen sie aber auch unterstützen. Es ist in einen gut verständlichen Schreibstil, der Erzählstil ist unterhaltsam und macht ein Mitfiebern möglich. Die einzelnen Kapitel sind mit dem Namen der jeweiligen Protagonistin überschrieben das erleichtert das Nachvollziehen der einzelnen Schicksale und Stränge. Zwischendurch die bayrische Mundart ist für mich gut zu verstehen und lässt das Leben am Starnberger See und der Umgebung noch authentischer erscheinen. Mein Lieblingscharakter ist die hoffnungsvolle aber patente Louise gefolgt von der frechen, mutigen Helga und auch Marie aus der Fremde die fleissig ist. Wer mir nicht gefällt ist Annabelle denn sie scheint arrogant gleichzeitig aber verloren zu sein schafft es später aber dann doch mit ihren Aktionen die Kurve zu kriegen und sich in mein Leserherz zu verkriechen. Das dramatische Schluß war dann der Höhepunkt, lässt keine Fragen offen und nimmt ein spannendes Ereignis zum Anlass um ein abgeschlossenes Ende der 50er in diesem Buch zu finden. Ich vergebe für den Auftakt 4 wundervolle Sterne und bin gespannt auf weiteres. Mittlerweile habe ich den nächsten Teil schon in der Warteschleife und freue mich auf das Abenteuer das mich in die bunten Sixties entführen wird.

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