Bald sind wir wieder zu Hause

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Erscheinungstermin 17.06.2020 | Archivierungsdatum 15.09.2020

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Zum Inhalt

Die Geschichten von sechs Kindern, die Europas Abfall in die Tyrannei erlebten

Rechtsextremismus und Antisemitismus haben in Europa wieder Fuß gefasst. Geschichten, wie die in diesem Band versammelten, erinnern uns daran, den Horror des Holocaust niemals zu vergessen. BALD SIND WIR WIEDER ZU HAUSE schildert die Erlebnisse von sechs Überlebenden des Naziterrors auf Basis von Interviews.
Enteignet, von ihren Angehörigen getrennt und ihrer Menschenwürde beraubt, durchlebten sie die Angst und Verfolgung im Ghetto. Sie erlitten die Entmenschlichung, den Hunger und die Entkräftung in den Konzentrationslagern und waren Zeugen des industriellen Massenmordes in den Vernichtungslagern.
Ein beeindruckendes Plädoyer gegen das Vergessen, aufbereitet für eine junge Zielgruppe.

Die Geschichten von sechs Kindern, die Europas Abfall in die Tyrannei erlebten

Rechtsextremismus und Antisemitismus haben in Europa wieder Fuß gefasst. Geschichten, wie die in diesem Band...


Vorab-Besprechungen

Immer dreister treten die Holocaust-Leugner im Internet auf. Der Comic „Wir sind bald wieder zu Hause“ stellt dem die Erfahrungsberichte von Überlebenden entgegen: ein Meisterstück. (…) Dies ist erstens eine erschütternde Sammlung Erinnerungen, zweitens ein großartiger Comic, und drittens eine Geschichtslektion, die junge Leser vielleicht direkter erreicht als ein Text aus dem Schulbuch.

Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung

Immer dreister treten die Holocaust-Leugner im Internet auf. Der Comic „Wir sind bald wieder zu Hause“ stellt dem die Erfahrungsberichte von Überlebenden entgegen: ein Meisterstück. (…) Dies ist...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783966581783
PREIS 20,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Dieses Buch ist eine Graphic Novel, also eine Art Comic, für Jugendliche. In diesem Buch findet man die Geschichten von ein paar Jugendlichen, die als Juden im zweiten Weltkrieg gelebt haben. Sie erzählen von ihren Schicksalen, von der Zeit in Ghettos und wie sie die Aufenthalte in Konzentrationslagern überlebt haben. Das Buch hat nicht viel Text. Nur kurze Sätze, und die sind ganz klar formuliert und auf den Punkt gebracht. Nichts wird umschrieben oder beschönigt. Der Text trifft ins Herz. Alle Gräueltaten, die die Jugendlichen miterleben mussten, machen einen fassungslos. Die Zeichnungen sind wie die Sprache, klar und ausdrucksstark. Sie sind dunkel, düster und schlimm. Auch sie beschönigen nichts. Das ganze Buch macht alles Grauen, alles Elend deutlich. Es bringt auf den Punkt, was geschehen ist. Es erklärt nicht, es entschuldigt nicht. Darum finde ich, dass es ein sehr sehr gutes und wichtiges Buch ist! Es ist wichtig, dass unsere Kinder wissen, was damals passiert ist. Nur so können sie sich davor schützen, etwas ähnliches nochmal geschehen zu lassen! Ich finde es sehr gut, dass dieses Thema in einer Graphic Novel umgesetzt wurde, weil ich aus Erfahrung weiß, dass viele Kinder nicht gerne lesen. Aber auch die muss man erreichen. Und dafür finde ich den gewählten Weg klasse!

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In dieser eindrucksvollen Graphic Novel schildern Jessica Bab Bonde und Peter Bergting, die Geschichte von 6 jüdischen Jugendlichen, die zur Zeit des Nationalsozialismus gelebt haben. Die Jugendlichen erzählen von ihrem Leben vor dem Krieg und von ihren Erlebnissen im Ghetto und ihr Überleben in den Konzentrationslagern. Die Geschichte wird dabei in eindrucksvollen und bewegenden Zeichnungen transportiert. Sie sind sehr düster und damit auch sehr bedrückend. Sie verlieren ihre Wirkung nicht. Die Sätze sind kurz und knapp formuliert, hier wird nichts beschönigt oder ausgeschmückt. Die Graphic Novel ist für Jugendliche sehr gut geeignet, sie ist klar und deutlich zu verstehen. Eine sehr gute Umsetzung und ein tief bewegendes Buch, dass nochmal auf die Wichtigkeit dieser Thematik aufmerksam macht.

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Ein wichtiges Buch, weil es die nächste Generation über den Holocaust aufklärt. Mit einfachen Worten erzählen die Autoren die Lebensgeschichten von sechs Überlebenden nach. Erst eine behütetet Kindheit wie sie die meisten Kinder heute kennen, dann kommen die Nazis, es folgt Angst, Grauen und der Tod von Geschwistern und oder Eltern. Mit Hilfe von Bildern wird das Grauen deutlich, die Bilder an sich sind nicht grausam, aber sie machen deutlich wer sich als Herrenmensch fühlt und wer entmenschlicht wurde. In den Nachrichten, Zeitungsberichten und in sozialen Medien erfahren Kinder von neu aufflammenden Antisemitismus und von Anschlägen wie in Halle. Warum und wieso es extrem wichtig ist dagegen anzugehen und zwar mit aller Härte die unsere Gesetze uns zur Verfügung stellen, das sagt uns die Geschichte. Aber der Geschichtsunterricht kann Kindern selten Empathie vermitteln, das kann dieses Buch. Daher bin ich der Meinung es sollte im U,nterricht und Zuhause gelesen werden, gemeinsam das wir mit unseren Kindern lernen: So ein Verbrechen egal an welchem Volk, egal aus welchen Gründen, Religion, Herkunft oder eine andere Meinung, es gibt nichts was uns das Recht gibt die Freiheit und das Leben anderer Menschen zu bedrohen oder zu nehmen.

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Sehr bewegende Graphic Novel! Es ist sehr wichtig, dass Kinder etc. aus dieser schrecklichen Zeit lernen und dafür ist diese Graphic Möbel optimal geeignet. Sie schildert wahre Schicksale und führt sie bildlich vor Augen.

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„Bald sind wir wieder zu Hause“ von Jessica Bab Bonde war die erste Graphic Novel, die ich jemals gelesen habe. Wobei – gelesen ist dabei fast der falsche Ausdruck. Die Qualität des Buchs besticht viel mehr durch die comicartigen Zeichnungen von Peter Bergting, als durch den Text, der eher Sprechblasen-ähnlich in die Bilder eingearbeitet ist. Anhand der Geschichten von sechs Jugendlichen beschreibt die Autorin die (zum Teil schleichenden) Veränderungen in der Zeit nach 1933. Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emerich und Elisabeth heißen die Protagonisten des Buchs. Hinter jedem Namen stehen eine Geschichte und ein Schicksal. „Sie alle haben Eltern, Geschwister, beste Freunde, Häuser, Kleidung und Lieblingssachen verloren. Mehr oder weniger ihr ganzes Leben. Wie konnte das passieren? Könnte uns das auch passieren? Dir und mir?“ Die Autorin glaubt, dass das „sogar ganz leicht geschehen könnte“. Und ich auch. Deshalb finde ich das Buch unglaublich wichtig. Nicht nur für Jugendliche, sondern für jeden. So sammelt sie die Geschichten von Überlebenden, die als Kinder und Jugendliche Ghettos und verschiedene Lager überlebten und in Schweden eine neue Heimat fanden. Sie stammen aus Polen, Ungarn oder Rumänien, alle sind real, man kann sie im Internet finden. Inzwischen sind sie über 80 Jahre alt. Sie erzählen in knappen, nüchternen Worten von unbeschreiblicher Gewalt, geben den erschreckend düsteren Bildern einen noch erschreckenderen und düstereren Anstrich. Das Buch ist kurz, aber es hat es in sich. Die sechs Personen stehen stellvertretend für die Überlebenden – sie haben bis auf ihr Leben so gut wie alles verloren. Einige von ihnen haben in den vergangenen Jahren Vorträge über ihre Erlebnisse gehalten, damit keiner den Holocaust leugnen kann – vergeblich. Holocaustleugner gibt es immer noch. Das Buch ist in all seiner Grausamkeit ein gutes und wichtiges Buch, solche Bücher braucht es, um die Geschichte nicht zu wiederholen, denn leider sind wir (und nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Teilen Europas) auf dem besten Weg dazu, dies zu tun. Ich könnte es mir als Klassenlektüre gut vorstellen, denn niemand sollte es alleine lesen. Das Buch bietet so unendlich viel Gesprächspotential und schafft so viel Gesprächsbedarf. Ich bin erwachsen und es hat mich tief aufgewühlt – wie geht es dann erst jugendlichen Lesern? Und dennoch: von mir eine ganz klare uneingeschränkte Lese-Empfehlung und 5 Sterne.

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Das Buch hat mich sehr berührt - Die Lebenläufe der betroffenen Kinder werden in wenigen Sätzen geschildert, so dass man das Gefühl hat, sie erzählen direkt vor dem Leser sitzend. Und es gerade die Knappheit der Worte, die erschüttert. Vieles des unsagbar Grauenhaften, was diese Kinder erlebt haben, wird etweder sachlich geschildert oder nur kurz angedeutet, und ist deshalb um so eindringlicher, weil sich das Unfassbare entweder in den zugehörigen Bildern manifestiert bzw. von jedem, der sich mit dem Holocaust jemals auseinander gesetzt hat, im Kopf zusätzlich imaginiert wird. Vieles bleibt unausgesprochen und tönt doch umso lauter und eindringlicher, wird die Brutalität dessen deutlich, was diese Kinder erleben mußten. Spannend und berührend zugleich an diesem Buch ist, dass es nicht mit der Befreiung aus den Konzentrationslager endet, sondern die Geschichte dieser Kinder weitererzählt und damit deutlich macht, das ein derartiges Trauma noch lange nachwirkt und was es wirklich bedeutet, nicht nur die Heimat, sondern auch die Familie zu verlieren und in einem fremden Land neu anfangen zu müssen. Hoffentlich wird dieses Buch von vielen Lehrern in den Unterricht mit aufgenommen!

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Deutschlands dunkelste Vergangenheit Klappentext: Die Geschichten von sechs Kindern, die Europas Abfall in die Tyrannei erlebten Rechtsextremismus und Antisemitismus haben in Europa wieder Fuß gefasst. Geschichten, wie die in diesem Band versammelten, erinnern uns daran, den Horror des Holocaust niemals zu vergessen. BALD SIND WIR WIEDER ZU HAUSE schildert die Erlebnisse von sechs Überlebenden des Naziterrors auf Basis von Interviews. Enteignet, von ihren Angehörigen getrennt und ihrer Menschenwürde beraubt, durchlebten sie die Angst und Verfolgung im Ghetto. Sie erlitten die Entmenschlichung, den Hunger und die Entkräftung in den Konzentrationslagern und waren Zeugen des industriellen Massenmordes in den Vernichtungslagern. Ein beeindruckendes Plädoyer gegen das Vergessen, aufbereitet für eine junge Zielgruppe. Meinung : Das Cover hat mich auf dieses Graphic Novel direkt angesprochen und ich hatte schon eine Ahnung,in welche Richtung diese Geschichte geht. Ich bin einfach überwältigt,was sechs Zeitzeugen,sie waren damals noch Kinder oder junge Erwachsene , zu erzählen haben. Umgesetzt in eindrucksvolle Bilder ,die der Realität sehr nahe kommen,beschreiben die damaligen Stationen sehr detailliert und realitätsnah . Die Chronik der Erzählenden ist im Vergleich ähnlich.Sie wachsen gut behütet und in einer liebevollen Umgebung auf,doch als die Nationalsozialisten an die Macht kommen,wendet sich das Blatt.Zuerst in Ghettos zusammen getrieben,auf Züge oder LKWs verladen,entwürdigt und gedemütigt. In gestreifte Kleidung gesteckt und kahl rasiert , sind sie nur noch eine Nummer! Ausgemergelt und krank werden sie gerettet,doch wie viele von ihnen haben es nicht geschafft! Ich bekomme Gänsehaut beim Lesen und Bilder ansehen und bin einfach nur traurig,über diese dunkle Geschichte,die Deutschland nicht wegdiskutieren kann. Es ist sehr wichtig, diese historischen Ereignisse zu kennen,damit den Jugendlichen von heute aufgezeigt wird, daß so etwas nie wieder passieren darf. Dieses Graphic Novel bietet sich sehr für Jugendliche an , das so ein schreckliches Ereignis sich nicht mehr wiederholt. Ein Medium,das jugendliche Leser fesselt und sie warnt und aufrüttelt,um gefährliches Gedankengut zu entlarven um ein Leben in Demokratie und Freiheit zu be-und erhalten. Am Ende findet sich eine Zeittafel und ein Glossar,was ich persönlich sehr gut finde. Fazit:Ein sehr aktuelles emotionales Thema . Vielen Dank an Cross Cult und an NetGalley für das Bereitstellen dieses Leseexemplars.

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Allgemeines: "Bald sind wir wieder zu Hause", geschrieben von Jessica Bab Bonde und illustriert von Peter Bergting ist am 17. Juni 2020 als gebundenes Buch mit 108 Seiten im Cross Cult Verlag erschienen. Inhalt/Klappentext: Die Geschichten von sechs Kindern, die Europas Abfall in die Tyrannei erlebten Rechtsextremismus und Antisemitismus haben in Europa wieder Fuß gefasst. Geschichten, wie die in diesem Band versammelten, erinnern uns daran, den Horror des Holocaust niemals zu vergessen. BALD SIND WIR WIEDER ZU HAUSE schildert die Erlebnisse von sechs Überlebenden des Naziterrors auf Basis von Interviews. Enteignet, von ihren Angehörigen getrennt und ihrer Menschenwürde beraubt, durchlebten sie die Angst und Verfolgung im Ghetto. Sie erlitten die Entmenschlichung, den Hunger und die Entkräftung in den Konzentrationslagern und waren Zeugen des industriellen Massenmordes in den Vernichtungslagern. Ein beeindruckendes Plädoyer gegen das Vergessen, aufbereitet für eine junge Zielgruppe. Meine Meinung: Dieses Buch ist ein wahnsinnig wichtiges Buch und sollte als Schullektüre eingesetzt werden! Es erzählt die Geschichte von sechs Kindern. Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emerich und Elisabeth. Alle sechs haben sie etwas gemeinsam. Sie sind Überlebende des Holocausts und erzählen ihre Geschichte. Das Buch wurde als Graphic Novel mit comicartigen Bildern verfasst. Es ist meine erste Graphic Novel und sehr ansprechend gestaltet. Nichts wird beschönigt. Die Farben sind düster und dunkel gehalten. Auch das Cover ist sehr detailliert gestaltet und versetzt den Leser schon in eine nachdenkliche Stimmung. Nach einem kurzen Vorwort wird der Text in Form von Sprechblasen den Lesern näher gebracht. Kurze prägnante Sätze, die das Grauen von damals erzählen. Schon in den ersten Erzählungen hatte ich Tränen in den Augen. Es ist unfassbar, was passiert ist und durch dieses Buch wird es auch der jüngeren Generation gezeigt. Daher würde ich es als Lektüre im Geschichtsunterricht (GeWi) empfehlen. Leider weiß ich aus eigener Erfahrung, dass über die eigene Geschichte nicht viel gelehrt wird. Doch mit diesem Buch kann man den Jugendlichen von heute vor Augen führen, was damals geschehen ist und an sie appellieren, dass es nicht wieder soweit kommt. Nach den einzelnen Geschichten erfährt man etwas über das weitere Leben der sechs. Sie haben geheiratet, Kinder bekommen, sind Großeltern geworden und engagieren sich, damit die grausamen Taten nie vergessen werden. Ich vergebe 5/5 Sternen und empfehle es jedem!

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Kurze, klare Sätze, in denen Überlebende des Holocausts ihre Erlebnisse während der Zeit der Nazibarbarei beschreiben. Dazu untertützende Zeichnungen nach Comicart. 75 Jahre nach dem Ende dieser Barbarei, in einer Zeit des erstarkenden Rechtsextremismus in unserer Zeit beschränkt sich dieses Büchlein auf Wesentliches. Kein Gefühlsduselei, sondern schonungslose kurze Sätze. Ein wichtiges Büchlein, es sollte Schulliteratur werden. Allerdings stimmte die Grafik auf dem tolino nicht immer. Schade!

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Bewertung: Das Thema ist genau meins, weshalb ich die Geschichten unbedingt lesen wollte. Schon als junger Teenie habe ich mich darüber informiert, in der Schule hatten wir überwiegend den ersten Weltkrieg im Programm. Das Cover ist perfekt! Ein besseres kann man hierfür nicht erstellen. Der Titel passt ebenso dazu. Zu Beginn lesen wir ein Vorwort der Autorin, die selbst etwas zu diesem Verbrechen und den Menschen schreibt. Dann berichten sechs Menschen, die diese menschenverachtende Welt erlebt haben ... Tobias Rawet, Livia Fränkel, Selma Bengtsson, Susanne Christensen, Emerich Roth und Elisabenth Masur. Bei den ersten beiden Berichten ist alles recht detailliert, während bei Susanne Christensen der Ablauf ab der Befreiung etwas ungenau wird. Da lässt die Erzählkunst etwas nach. Bei den letzten beiden, Emerich Roth und Elisabenth Masur, ist von Anfang an alles salopp erzählt. Da gibt es keine richtige Einleitung, sondern es folgt sofort ins Eingemachte. Das finde ich sehr schade, als ob nicht genug Zeit geblieben wäre. Nach den Berichten lässt sich eine Zeittafel von 30. Januar 1933 bis 20. November 1945, ein Glossar mit Fremdwörtern und weitere Informationshinweise mit Links zum Weiterlesen über das Thema lesen. Von Beginn an wird das Buch mit Illustrationen bestückt. Diese sind sehr anschaulich und ausdrucksstark - sie verleihen den Berichten und dem Anhang den Schliff. Dementsprechend hat der Illustrator die Illustrationen immer passend zum Text gezeichnet. Fazit: Ich möchte gerne die Meinung der Jury von dem August-Preis 2018, den das Buch gewonnen hat, anhängen: "Ist es möglich, nach Auschwitz Gedichte zu schreiben? Ist es möglich, Graphic Novels nach dem Holocaust zu illustrieren? Die Grafikromane Vi kommer snart hem igen (We’ll Soon Be Home Again) erzählt immer wieder die gleiche Geschichte. Der Weg zum Tod und die Logik des Holocaust, wo es am Ende keine Worte, Geschichten oder Gedichte gibt. Aber dagegen glänzen die Geschichten der Überlebenden als fantastische Ausnahmen durch die Tafeln. Das ist grossartige Grafikroman-Kunst. Die Antwort ist ja." Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, außer: Mir hat es trotz der Kritikpunkte, die eher eine äußerliche Kosmetik sind und nicht den Inhalt an sich betreffen, sehr gefallen. Ich finde, Autorin und Illustrator haben die perfekte Kombination von Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit für Kinder und Jugendliche hinbekommen - das Thema wird richtig erörtert, ist aber nicht so brutal detailliert zu lesen. Die Zielgruppe wird damit hervorragend angesprochen. Vielen ♥lichen Dank an das netgalley-Team und dem Verlag für die Möglichkeit, den Comic lesen zu dürfen.

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Ein Buch, sechs verschiedene Geschichten. Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emerich und Elizabeth, damals Kinder nun Zeitzeugen berichten über die Zeit des zweiten Weltkrieges und wie es schleichend ihr komplettes Leben beeinflusst hat. Viele von uns kennen Geschichten, Erzählungen und Dokumentationen über den Holocaust im zweiten Weltkrieg, nur habe ich selten ein Buch für junge Menschen und Jugendliche gelesen, die es so gut beanschaulicht wie dieses Graphic Novel. Die Texte und Bilder sind einfach, aber prägend dargestellt. Ohne Beschönigung oder schmückende Prosa, erzählt jede Person ihre Geschichte, was mich sehr berührt und bewegt hat. Ein zeitloses Buch bei dem ich mir gut vorstellen kann, dass es für mehr Achtsamkeit und auch eine bewusstere Wahrnehmung sorgen kann. Als Jugendliche hätte ich es mir ergänzend zum Geschichtsunterricht gewünscht. Definitiv ein must-read

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Das Buch erzählt aus Kindersicht wie es im 2. Weltkrieg für Juden abgelaufen ist. Das Buch ist beklemmend, erschreckend, traurig, tragisch und einfach nur erschütternd. Gerade in unserer heutigen Zeit, in der die Rechten leider überall an Stimmen gewinnen, sollte sich jeder noch einmal vor Augen führen, wie es nie wieder sein sollte. Wenn wir weiter schweigend wie die Lämmer an der Seite stehen, laufen wir Gefahr dass unsere Vielfalt verschwindet.

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Sechs Kinder erleben, was kein Kind, kein Lebewesen erleben sollte. Sechs Kinder erfahren, wie es ist, die Menschen zu verlieren, die man liebt, den Tod als ständigen Begleiter zu haben und sein Identität als Mensch zu verlieren. In der vorliegenden Graphic Novel erzählen Tobias, Levia, Selma, Susanne, Emrich und Elisabeth ihre Geschichte des Holocaust. Das bedrückende. Es sind wahre Geschichten, mit all ihren Facetten. Auch die eigene Sprachlosigkeit, über das Erlebte zu sprechen, findet seine Platz in diesem Buch. Ein bewegende Graphic Novel. Minimalistisch im Text und mit schlichter Bildersprache, aber trotzdem eindrücklich. Der Titel "Bald sind wir zu Hause" ist sehr gut gewählt. Er trägt die Hoffnung der Kinder in sich, die sich doch nicht erfüllt. Da die Zeitzeugen immer weniger werden, sollte man ihren Stimmen in jeder erdenklichen Form Platz bieten. Weshalb ich dass Buch auch unbedingt als Lektüre für junge Leser empfehle, um sie an das Thema heranzuführen. Allerdings könnte die ein oder andere Darstellung erschreckend sein. Je nach Entwicklung empfehle ich das Alter ab 12 Jahren.

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Die Geschichten von sechs Kindern, die Europas Abfall in die Tyrannei erlebten. Rechtsextremismus und Antisemitismus haben in Europa wieder Fuß gefasst. Geschichten, wie die in diesem Band versammelten, erinnern uns daran, den Horror des Holocaust niemals zu vergessen. BALD SIND WIR WIEDER ZU HAUSE schildert die Erlebnisse von sechs Überlebenden des Naziterrors auf Basis von Interviews. Enteignet, von ihren Angehörigen getrennt und ihrer Menschenwürde beraubt, durchlebten sie die Angst und Verfolgung im Ghetto. Sie erlitten die Entmenschlichung, den Hunger und die Entkräftung in den Konzentrationslagern und waren Zeugen des industriellen Massenmordes in den Vernichtungslagern. Ein beeindruckendes Plädoyer gegen das Vergessen, aufbereitet für eine junge Zielgruppe. Dieses Büchlein oder eher Comic beschreibt aus Kindersicht die schrecklichen Erfahrungen, die Opfer der Nationalsozialisten zur Zeit des 2. Weltkriegs erleben mussten. Wie sie alles verloren haben und welche Qualen sie in verschiedenen Konzentrationslagern erleben mussten. Der wenige Text hält sich nicht mit geschichtlichen Hintergrundinformationen auf, sondern beschreibt klar und einfach, wie sich die Kinder damals gefühlt haben und was sie erlebt haben. Die passenden Illustrationen von Peter Bergting veranschaulichen das Gelesene sehr gut. Es ist meiner Meinung nach perfekt geeignet, Kindern die Grausamkeiten des Holocaust näher zu bringen und sie ihnen einfühlsam und ohne komplizierte politische Hintergrundinformationen auf Augenhöhe begreiflich zu machen. Das Buch sollte definitiv als Pflichtlektüre in die Schulen aufgenommen werden, denn so kann man auch unsere Kleinsten schon #gegendasvergessen sensibilisieren!

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Wie kann man sich heute eine Kindheit im Ghetto oder im Konzentrationslager vorstellen? Wie soll man diese Erinnerungen einem jungen Publikum nahebringen? In dieser Graphic Novel wurden sechs Überlebende beispielhaft herangezogen, und ihre Erlebnisse in Wort und Bild verarbeitet. Tobias erlebte das Ghetto in Lodz, wurde mit falschen Dokumenten als älter ausgegeben, um nicht ausgesondert zu werden und kam so in ein Arbeitslager. Als Sechsjähriger bekommt er mit, dass immer wieder Menschen verschwinden, aber so wirklich versteht er nicht, was mit ihnen passiert. Seine Welt wird auf die schwere Arbeit und den Hunger reduziert, die ihn im Arbeitslager erwarten. Livia sieht wehmütig auf ihre schöne Kindheit zurück: „Ich glaube, dass man mit einem Grundgerüst aus Liebe die Herausforderungen des Lebens viel leichter meistern kann.“. In kleinen Schritten erlebt sie, was es heißt, Jüdin zu sein: Es beginnt mit Schikanen in der Schule, Gesetzen, die das Geschäft ihrer Eltern beeinflussen aber auch der Tatsache, dass sie nicht in eine normale Schule gehen soll. Der Krieg aber scheint weit weg zu sein – doch dann holt er auch ihre Heimat in Transsylvanien ein und sie wird nach Auschwitz deportiert. Hier wurde der Altersunterschied zu Tobias ersichtlich – während der mehr ahnt als konkret anspricht, dass viele Juden getötet werden, wünscht sich Livia manchmal den Tod und bekommt gnadenlos gesagt, dass ihre Eltern in die Verbrennungsöfen geschickt wurden. Auch Selma kommt aus Lodz. Ihre Geschichte beginnt mit der Verbrennung der Synagogen und dem Mord an ihren Bruder. Der Schrecken und der Tod ihrer Familienangehörigen geht im Vernichtungslager weiter. Auch die ungarische Jüdin Susanna bleibt vom Lager nicht verschont. Ihre Deportation nach Österreich, samt Zwangsarbeit, lässt zuerst noch das Gefühl aufkommen, dass sie noch Glück gehabt hat, „nur“ auf einem Bauernhof eingesetzt zu werden (und was sagt das aus, wenn es Glück ist, deportiert zu werden). Umso heftiger wirkt ihre Zeit im Lager Bergen-Belsen. Emerich war Gefangener in fünf Konzentrationslagern. In seiner Geschichte wird die Brutalität der Naziaufseher hervorgehoben, die auf den Bildern mitunter monströse Züge annehmen. Am Ende erzählt er, dass auch seine Schwester Elisabeth die Lager überlebt hat. Ihre Geschichte bildet den Abschluss. Den sechs Geschichten ist der Schrecken, der durch andere verursacht wurde, gemeinsam. Dadurch, dass man den Protagonisten hier im Comic begegnet, hat man ein Bild von ihnen vor Augen, der die Schicksale eindringlicher macht. Mit welchen Worten und Bildern aber kann man das Leben in Ghettos/Arbeits- oder Konzentrationslagern beschreiben? Die passende düstere, schwermütige Stimmung wird vermittelt, auch Tote angesprochen und gezeigt. Abgemildert wurde die Schwere der Schicksale durch das gute Ende, das sie jeweils nahmen. Das Buch wurde (auch) für eine junge Leserschaft konzipiert, sodass ich mich immer wieder fragen musste, ab welchem Alter es zumutbar ist. Es ist schwere Kost und bedarf sicher näherer Erklärungen und Aufarbeitungen. Dem Verständnis dienen auch die am Ende stehende Zeittafel und das Glossar mit einigen Begriffserklärungen. Fazit: Ich habe schon einige Biografien von Überlebenden des Holocausts gelesen und mir – ehrlich gesagt – von einem für junge Leser gemachtem Buch nicht erwartet, dass es mich so ergreifen würde. In dieser Hinsicht habe ich die Wirkung der Bilder aber auch das junge Alter der Betroffenen wohl unterschätzt. Ich empfehle daher das Buch jungen Leser nicht einfach in die Hand zu drücken, sondern sie mit den passenden Erklärungen/Diskussionen zu begleiten.

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Nationalsozialismus ist ein wichtiges Thema, das oftmals in Graphic Novels verarbeitet wird. Zwar habe ich zuvor schon einige illstrierte Romane darüber gelesen, jedoch tut sich "Bald sind wir wieder zu Hause" schon durch die sehr persönlichen Beschreibungen der handelnden Personen hervor. Leider hatte ich bei der digitalen Darstellung der Bilder Probleme, sodass ich dieses wesentliche Element nicht bewerten kann. Den Aufbau der Geschichte fand ich jedoch sehr gut.

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In sechs verschiedenen Episoden schildern Überlebende des Holocausts, wie sie die damalige Zeit, in der sie selbst noch Kinder waren, erlebt haben. Darf man die Schrecken der Nazizeit eigentlich in einer Graphic Novel zeigen? Längst hat dieses Medium den Ruf eines Unterhaltungscomics für Erwachsene verloren, auch ernste Themen finden immer häufiger Einzug in die bebilderte Darstellung, also: ja, unbedingt! So verwundert es nicht, dass die Kombination auch hier hervorragend funktioniert. Die Illustrationen wirken graustichig und ausgewaschen, was perfekt zu den grauenhaften und hoffnungslosen Bildern passt, die gezeigt werden. Besonders erschütternd sind dabei die wiederkehrenden Darstellungen der ausgezehrten inhaftierten Juden, die bereits mehr tot als lebendig wirken. Spätestens am Ende jeder Geschichte musste ich erst einmal eine Pause einlegen, um nicht allein das Gelesene und Gesehene zu verarbeiten, sondern vor allem den Umstand dass diese Geschichten real sind und keine Fiktion. Dieses wichtige Stück Geschichte darf nicht in Vergessenheit geraten, und dieses Buch sorgt auf moderne Art einmal mehr dafür. Daher kann ich mir diese Graphic Novel auch sehr gut als künftige Schullektüre vorstellen.

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Bedrückend aufgrund der nüchternen Erzählweise und den Zeichenstil, der sehr realistisch ist und nichts beschönigt. Diese Graphic Novel sollte einen Platz im Schulunterricht bekommen. Gerade in der heutigen Zeit, in der Antisemitismus und Rassismus nicht mehr nur zur Vergangenheit, sondern wie Unkraut stetig am wachsen ist, klärt dieses wichtige Werk auf und zeigt den Jugendlichen auf, wie es gewesen ist, als die Nazis Menschen quälten, töteten und alle anderen die Augen davor verschlossen. Besonders empfehlenswert und pädagogisch wertvoll.

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Die Autoren, Jessica Bab Bonde und Peter Berting, haben einen interessanten, flüssigen und spannenden Schreibstil. 6 jüdische Jugendliche erzählen ungeschönt ihre Erlebnisse im Leben. Diese Jugendlichen sind reale Menschen, stammten aus Polen, Rumänien oder Ungarn. Sie stehen für die Überlebenden, die alles verloren hatten. In Europa herrscht Rechtsextremismus und Antisemitismus. Es sind Interviews, die schildern das Überleben im Naziterror, sie vergessen nicht den Holocaust, den es wirklich gab. Diese Graphic Novel ist für eine junge Zielgruppe hergestellt worden. Die Bilder, die der Realität sehr nahekommen, sowie die Sprechblasen beschreiben die Stationen der 6 Jugendlichen. Sie wachsen behütet auf, danach kommen die Nazis und man wird in ein Ghetto gebracht. In Züge gepfercht, in Lkw verladen. Gestreifte Kleidung bekam man. Allen wurden die Köpfe rasiert, entwürdigt und gedemütigt. Krank und ausgemergelt wird man gerettet, die Überlebenden. Viele sind nicht mehr unter uns, Familien auseinandergerissen, Freunde und Nachbarn sah man nicht mehr. Man hat nicht viel erfahren von den eigenen Familien, es wurde geschwiegen. Umso wichtiger sind einzelne Berichte, so wie dieses Buch, das Jugendlichen zu lesen bekommen sollten, damit so etwas nicht wieder passiert. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung

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Überlebende des Holocaust berichten, wie sie damals aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Diese Zeitzeugen kommen aus Polen, der damaligen Tschechoslowakei, Rumänien und Ungarn. Durch die Machtverschiebungen wurden auch die Grenzen verschoben. So wurden viele Menschen doppelt entwurzelt. Die jüdische Bevölkerung erfuhr überall Hass und tiefste Ablehnung. Die wahren Geschichten vom Überleben haben mich zutiefst berührt. Meiner Meinung nach sollte mit Jugendlichen, die dieses Buch lesen, gut nachgearbeitet werden damit diese die Bilder und Erzählungen verarbeiten und sinnvoll einordnen können. Aufgebaut ist dieser Bildband in Comic-Form. Je schrecklicher die Erfahrungen um so dunkler ist die Farbgebung. Hoffnung wird durch Farbe ausgedrückt. Das finde ich sehr gut gemacht. So empfindet man tiefe Empathie und geht in Gedanken mit den Überlebenden mit in einen neuen Lebensabschnitt. Auch wenn das Leben für die hier Erzählenden weiterging, so können sie nie vergessen. Auch wir Leser sollen nicht vergessen und das was geschehen ist sich niemals wiederholen lassen.

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*Rezensionsexemplar* . Heute habe ich "Bald sind wir wieder zu Hause" aus dem @crosscult Verlag für euch. Zunächst einmal der Klappentext: . "Rechtsextremismus und Antisemitismus haben in Europa wieder Fuß gefasst. Geschichten, wie die in diesem Band versammelten, erinnern uns daran, den Horror des Holocaust niemals zu vergessen. BALD SIND WIR WIEDER ZU HAUSE schildert die Erlebnisse von sechs Überlebenden des Naziterrors auf Basis von Interviews. Enteignet, von ihren Angehörigen getrennt und ihrer Menschenwürde beraubt, durchlebten sie die Angst und Verfolgung im Ghetto. Sie erlitten die Entmenschlichung, den Hunger und die Entkräftung in den Konzentrationslagern und waren Zeugen des industriellen Massenmordes in den Vernichtungslagern. Ein beeindruckendes Plädoyer gegen das Vergessen, aufbereitet für eine junge Zielgruppe." . Das Buch ist eine Mischung aus Graphic Novel und normalem Buch, was mir sehr gut gefallen hat. Es werden die Geschichten von verschiedenen Überlebenden des Holocaust erzählt. . Der Zeichenstil war recht schön und die Geschichten sehr interessant. Ich persönlich fand das Buch leider lediglich etwas kurz. Die Geschichten waren relativ kurz gehalten. Dies war sicherlich der Mischung aus Graphic Novel und Buch geschuldet und deshalb auch beabsichtigt, doch ich hätte einfach gerne noch mehr gehabt, weil das Buch wirklich interessant war! . Die meiste Zeit waren die Erzählungen natürlich sehr beklemmend, doch ich empfinde es als sehr wichtig, mehr über solche Themen zu lesen und zu erfahren. Das Buch hat das Thema wirklich gut aufbereitet und ich würde es auch jüngeren Lesern durchaus empfehlen. . Das Buch selbst erhält von mir 4/5 ⭐ und ich würde definitiv noch mehr Bücher in der Richtung lesen, sollten mehr erscheinen. . Was ich jedoch als absolut negativ anmerken muss, ist die Tatsache, dass es die Formatierung im Rezensionsexemplar irgendwie vollkommen zerschossen hat (siehe 2. Bild). Dadurch hat sich das Lesen als extrem schwierig erwiesen, doch das soll nicht in die Bewertung des Buches an sich eingehen, deshalb hier lediglich als Randbemerkung.

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Die Graphic Novel ‚Bald sind wir wieder zu Hause‘ erzählt in kurzen Episoden die Schicksale sechs jüdischer Jugendlicher während des Nationalsozialismus, nämlich Tobias, Emerich, Susanna, Selma, Livi und Elisabeth. Zunächst noch behütet und unbeschwert, wandelt sich das Leben der Sechs auf dramatische Weise durch Antisemitismus und Verfolgung. Familien werden auseinandergerissen, geliebte Menschen verschwinden einfach in den Lagern und jeden Tag geht das Bangen ums Überleben von Neuem los. Die Geschichten zu lesen, untermalt von den Bildern, die die Grausamkeit, Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit auf erschütternde Weise eingefangen haben, geht an die Substanz. Aber das muss es auch. Es ist wichtig an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern und das schafft dieses Werk auf eindrückliche Weise. Die Schicksale, die Viele während des zweiten Weltkrieges erleiden mussten, erhalten hier nun Namen und Gesichter. Ihre Geschichten werden dadurch nahbar und berühren und zwingen zum Nachdenken. Über die Schrecken der Vergangenheit und was man in Zukunft dafür tun kann, dass sich so etwas nie wieder wiederholen kann. FAZIT Berührend und erschreckend zugleich werden hier die Erlebnisse sechs jüdischer Jugendlicher geschildert. Ein wichtiges Buch, um an die Opfer des Holocaust zu erinnern und gegen das Vergessen und Gleichgültigkeit anzukämpfen.

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In kurzen anrührenden Episoden werden die Geschichten von Holocaust-Überlebenden erzählt, mit der Besonderheit, dass es sich immer um Kinderperspektiven handelt. Exemplarisch stehen diese Schicksale für die Zahllosen anderen, die nicht erzählt werden können. Und trotz der düsteren Geschichten sind dies auch Funken der Hoffnung, wurden doch all diese Kinder letztlich gerettet.

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Emotional aufwühlend und wichtig Ein unbekümmertes, alltägliches Leben zu führen, wie viele von uns es in ihre Kindheit konnten, ist nicht für jeden eine Selbstverständlichkeit. Vielen Kinder, zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs, wurde diese Alltäglichkeit qualvoll entrissen. Zu vielen dieser Kinder gehörten vor allem Juden, nur wenige von ihnen konnten diese schreckliche Zeit überleben und von den Geschichten dieser starken Persönlichkeiten erzählt dieses Buch. Das Buch beginnt mit einer Einführung, die uns einen besseren Einstieg in das schwierige Thema des Holocaust gibt, uns erklärt, wie wichtig es ist, füreinander einzustehen und nicht zu vergessen. Nach dieser Einführung bekommen wir mehrere Kurzgeschichten über Kinder, die diese Zeit überlebt haben, geschildert. Die einzelnen Geschichten sind aus der ich Perspektive geschildert worden und nutzen die Erzählweise einer Graphic Novel. Das heißt, dass uns die Geschichte in einer Mischung aus Bildern, Sprechblasen und Textboxen präsentiert wird. Die Zeichnungen von Peter Bergting verbreiten die bedrückende Stimmung sehr gut und machen es dem Leser einfacher, sich in diese Zeit hineinzufühlen. Dabei fällt auf, dass die Farben bei der Koloration einen deutlichen Graustich aufweisen, aber besonders das trägt noch mehr zur Atmosphäre bei. Nach jeder einzelnen, der 6 Geschichten, folgt noch eine kurze Zusammenfassung über das weitere Leben der jeweiligen Person. Die Graphic Novel spricht vor allem ein jüngeres Publikum an und bietet sich dementsprechend auch wunderbar dafür an, das schwierige Thema an eine junge Generation heranzuführen. Aber auch wenn die Geschichten, einfach verständlich, aus der Sicht von Kindern geschildert wurden, würde ich das Buch immer nur gemeinsam mit dem jeweiligen Kind lesen. Immerhin handelt es hierbei um ein, verständlicherweise, emotional sehr aufwühlendes Thema. Dementsprechend würde es sich eventuell auch anbieten, die Geschichten nicht alle nacheinander, sondern einzeln mit dem Kind durchzugehen. Manche der Zeichnungen sind, obwohl sie großartig sind, auch schwer zu verkraften. Dementsprechend sollte man sich als Elternteil definitiv das Buch zuerst selbst durchlesen, um zu sehen, wie viel man seinem Kind zumuten kann. Gegen Ende des Buches findet man noch einen Zeitstrahl, der die Veränderungen und Regeln zu Zeiten des Nationalsozialismus festhält. Diese Informationen akkurat aufgeführt vorzufinden, fand ich besonders interessant. Danach gibt es auch noch ein Glossar, in dem alle Worte und Bezeichnungen, die unbekannt sein könnten, beschrieben wurden. Die Beschreibung ist dabei wirklich sehr ausführlich und wurde gut zusammengefasst. Fazit: Das Buch vermittelt, wie wichtig es ist, zueinander zu stehen, wie schrecklich die damaligen Zeiten waren und wie wichtig es ist, diese nicht einfach zu vergessen. Das Buch ist definitiv gut dafür geeignet, ein jüngeres Publikum an dieses schwierige Thema heranzuführen, jedoch auch für Erwachsene sehr lesenswert.

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"Elisabeth Masur sagt, es gibt keine Worte, um die Dinge, die sie durchgemacht hat, zu beschreiben. Sie hat versucht, ein normales Leben zu führen, aber ihre Erfahrungen verfolgten sie überallhin. [...] Sie sagt, dass sie im Laufe ihres Lebens viele glückliche Momente erlebt hat, abed sie hat sich nie als ganzer Mensch gefühlt." Mir fehlen fast die Worte, um dieses Buch zu beschreiben, aber ich werde mein Bestes geben. In kurzen Kapiteln werden die Erlebnisse von sechs Holocaust Überlebenden in einfacher, für Kinder verständliche Sprache wiedergegeben. Am Ende eines jeden Kapitels wird ganz kurz darauf eingegangen, wie ihr weiteres Leben verlaufen ist. Die Zeitzeugen haben außerdem gemeinsam, dass sie nach dem Krieg nach Schweden ausgewandert sind. Alle waren sie in den Jahren des zweiten Weltkriegs Kinder und Jugendliche, alle waren in verschiedenen Konzentrationslagern. Einige auch in Auschwitz. Das Buch richtet sich an Kinder und Jugendliche und hat sich zur Aufgabe gemacht, dass der Holocaust nicht vergessen werden soll. Außerdem geht Jessica Bob Bonde im Vorwort darauf ein, dass wir alle dafür verantwortlich sind, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Ich würde das Buch für Kinder ab 10 Jahren empfehlen, wobei sie beim Lesen von ihren Eltern begleitet werden sollten, damit diese dann Antworten auf die vielen Fragen geben können, die wohl aufkommen werden. Zudem sind die Zeichnungen der hungernden Menschen in den Lagern für einige Kinder bestimmt auch schwer zu ertragen. Mich persönlich haben die Schicksale von Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emmerich und Elisabeth sehr mitgenommen. Auch wenn wir nur einen kurzen Einblick in ihr Leben bekommen haben und auch ihre Erlebnisse in den Konzentrationslagern kur verkürzt dargestellt sind, hat es das Buch - auch durch die Illustrationen - geschafft, dass das Leid, das die oben genannten Personen erfahren haben, eindrücklich wiedergegeben wurden. Falls ich später mal selbst Kinder haben sollte, werde ich mit ihnen zusammen dieses Buch lesen.

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Eine wichtige Geschichte, welche bewusst macht dass nichts vergessen werden darf. Besonders Kinder und Jugendliche können mit diesem Buch herangeführt werden an Geschehnisse welche ihnen fremd und unbekannt sind. Somit wird das Bewusstsein geweckt wie wichtig es ist andere Kulturen, andere Menschen immer und ständig nicht nur zu akzeptieren, auch zu achten und mit Respekt zu behandeln. Zu dem wird die Erzählung in einer Form präsentiert dass sie für alle leicht verständlich ist, mit Bildern welche sehr einprägsam gestaltet sind. Danke dass ich das Buch lesen durfte.

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Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emmerich und Elisabeth: Sie waren Kinder, als die Nationalsozialisten mit ihrer unmenschlichen Vernichtungsstrategie gegen die jüdische Bevölkerung vorgingen. Die Autorin Jessica Bab Bonde und der schwedische Zeichner Peter Bergting haben anhand der Kindheitserinnerungen dieser sechs Überlebenden den Comic „Bald sind wir wieder zuhause“ gestaltet. Das Medium ist prädestiniert für die junge Generation und richtet sich in kindgerechter Sprache und mit schlichten, aber eindrucksvollen Bildern auch an diese. Jüngere Kinder sollten dieses Buch jedenfalls unter Begleitung von Erwachsenen lesen. Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emmerich und Elisabeth waren ganz normale Kinder, mit einer Familie - Eltern, Großeltern, Geschwistern – mit Freunden, einem Zuhause. Sie haben die Schule besucht und gespielt wie alle Kinder. Bis eines Tages andere Menschen kamen, denen ihr Leben nichts wert war. Die sie und ihre Familie aus ihrem Heim vertrieben, in Lager verschleppte, sie zur Arbeit zwangen, selektierten und tausend und abertausende Menschen töteten. Der Kindheit, der Familie, dem Zuhause beraubt haben Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emmerich und Elisabeth überlebt. Es sind wichtige Zeitzeugen, von denen es immer weniger gibt, und die mit ihren Berichten dazu mithelfen, dass ihre Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Auch wenn nichts und niemand diesen Menschen zurückgeben kann, was sie verloren haben, behielten Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emmerich und Elisabeth ihren Lebensmut, konnten eigene Familien gründen und tragen aktiv dazu bei, die Geschichte, wach zu halten. Gerade heute am 9. November jährt sich der Tag der Novemberpogrome zum 82. Mal, gerade jetzt, wo Rassismus, Ausgrenzung, nationalistisches und rechtsradikales Denken wieder Fuß fasst, ist es umso wichtiger auch junge Menschen und die Generation längst Nachgeborener immer und immer wieder zu erinnern. Dieses Buch leistet einen wertvollen Beitrag dazu, dass die Shoah niemals vergessen werden darf!

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Bald sind wir wieder zu Hause – dieser Titel ist Sehnsucht und Panik zugleich. Holocaustüberlebende erzählen ihre sehr persönlichen Geschichten von der Flucht vor den Nationalsozialisten und ihrem Überleben. Gemeinsam ist, dass sie zunächst das Leben vor dem Krieg zeigen. Eine glückliche Kindheit, Feste, Freundschaften, Familie. Der Kontrast zu dem, was auf die verschiedenen Kinder zukommt, ist dabei enorm und erschütternd. Die grausame Realität im Nacken wird die Graphic Novel zu einer zugänglichen Darstellung dessen, was das dritte Reich für viele bedeutet hat und ist darum gerade für Kinder und Jugendliche geeignet, aber nicht nur.

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“Bald sind wir wieder zu Hause” erzählt in Form einer Graphic Novel die Schicksale von sechs Kindern, die durch den Holocaust aus ihrem Leben gerissen wurden. Die Geschichten ähneln einander; meist geht es für die Familien in ein Lager, das außer den Protagonisten kaum ein Angehöriger überlebt. Sie müssen unglaubliche Entbehrungen und Unmenschlichkeit erfahren, obwohl sie doch nicht anders sind als ihre Klassenkameraden. Die Bilder und Geschehnisse gehen nahe, und ich konnte die Episoden deshalb nur stückchenweise lesen. Aber lesen sollte man sie unbedingt! Das Buch richtet sich an Jugendliche und vermittelt neben diesem düsteren Abschnitt europäischer Geschichte hoffentlich auch das Verständnis dafür, warum Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft keinen Platz haben darf.

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