Die Toten von Marnow

Ein Fall für Lona Mendt und Frank Elling

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Erscheinungstermin 16.01.2020 | Archivierungsdatum 30.06.2020

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Zum Inhalt

Ein höchst ambivalentes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte als Start einer neuen Krimireihe. Der Jahrhundertsommer 2003. Gluthitze liegt über Marnow, dem malerischen Ort an der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Kommissare Frank Elling und Lona Mendt ermitteln in einem Mordfall. Das Tatmotiv scheint klar, die Aufklärung nur eine Frage der Zeit. Doch nichts ist so, wie es scheint. So entpuppt sich das Tatmotiv als absichtlich gelegte Fehlspur des Mörders, der vermeintliche Routinefall als Beginn einer Mordserie mit brisantem politisch-historischem Hintergrund. Und mächtige Gegenspieler der Kommissare haben ein Interesse daran, die wahren Zusammenhänge im Dunkeln zu belassen. Je weiter Elling, der treu sorgende Familienvater, der auf recht großem Fuß lebt, und Mendt, die Unnahbare, die in ihrem Wohnmobil geheimnisvolle Besuche empfängt, in ihren Ermittlungen kommen, desto größer werden die Hindernisse, die sie überwinden müssen. Und desto häufiger lassen sie sich selbst zu moralisch höchst fragwürdigen Handlungen hinreißen. So zwingen die Ereignisse die beiden so unterschiedlichen Charaktere nach und nach, einander blind zu vertrauen – nicht zuletzt, um ihre eigene Haut zu retten. »In ›Die Toten von Marnow‹ wagt Holger Karsten Schmidt etwas Außergewöhnliches: Die säuberliche Trennung zwischen Ermittler und Täter ist aufgehoben, wir Leser wissen nicht immer genau, ob die Guten wirklich gut sind – und erwischen uns dabei, wie wir ihnen trotz ihrer Fehltritte fest die Daumen drücken.« Wolfgang Schorlau Der erste Fall der neuen Krimireihe von Holger Karsten Schmidt besticht durch einen abgründigen Plot um ein schreckliches Verbrechen, dessen Spur tief in die deutsch-deutsche Geschichte reicht. Und durch die moralischen Abgründe eines sympathischen Ermittlerduos, das am Ende keineswegs mit reiner Weste dasteht.
Ein höchst ambivalentes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte als Start einer neuen Krimireihe. Der Jahrhundertsommer 2003. Gluthitze liegt über Marnow, dem malerischen Ort an der Mecklenburgischen...

Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Klappenbroschur
ISBN 9783462318708
PREIS 16,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ein rundum gelungener Krimi, was heißt, dass er viel mehr ist als nur ein Krimi. Das Buch ist eine gelungene Darstellung gesellschaftlicher Wirklichkeit im wiedervereinigten Deutschland, die auch die Situation der Teilung und die auch daraus entstehenden Geschäfte von West mit Ost in den Fokus rückt. Das geschieht aber ohne einen moralisierenden Zeigefinger, sondern durch eine schlüssig dargelegte und mit sehr gut nachvollziehbaren Figuren, sei es nun auf der Seite der Ermittler oder bei den irgendwie in die Tathandlung verstrickten Personen. Die Spannung bleibt dabei nicht durch künstliche spekulative Einfälle, sondern durch die konsequente Weiterentwicklung der Handlung und der Aufdeckungsarbeit stets erhalten.

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Ein neues starkes Team

„Die Toten von Marnow“ ist mein erstes Buch von Holger Karsten Schmidt - und hat mich begeistert. Es handelt sich um den ersten Fall einer neuen Krimireihe, der in Mecklenburg-Vorpommern verortet ist und illegale Machenschaften in der Pharmaindustrie zu DDR-Zeiten thematisiert.
Sommer 2003. Die Rostocker Kommissare Frank Elling und Lona Mendt werden zu einem Tatort gerufen. Ein Mann wurde brutal ermordet. War das Opfer wirklich ein Kinderschänder? Nichts ist, wie es scheint. Schon bald gibt es einen weiteren Toten mit demselben Modus Operandi. Wird es den beiden Kommissaren gelingen, die Wahrheit ans Licht zu bringen?
Drehbuch- und Romanautor Holger Karsten Schmidt hat seinen Krimi packend und mit viel Lokalkolorit in Szene gesetzt. Selbst wenn der Leser der Polizei immer einen Schritt voraus ist, wird dennoch Spannung aufgebaut - und gehalten. Die Geschichte nimmt viele überraschende und dramatische Wendungen bis zum actionreichen Showdown.
Am Ende ist alles stimmig aufgelöst. Auch der Titel erklärt sich: „Er deutete quer über den See zu der Kirchturmspitze vor der Klinik: »Auf dem alten Friedhof, da liegen sie: die Toten von Marnow.«“
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Nur mit Elling bin ich bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Ein Mann mit eigenem Moralkodex. Lona dagegen ist eine starke Frau, die nicht zulässt, dass die Gespenster der Vergangenheit ihr Leben bestimmen. Gut gefallen hat mir auch, dass es einen Soundtrack zum Roman gibt.

Fazit: Rasanter Krimi über ein düsteres Kapitel deutsch-deutscher Geschichte. Kopfkino pur!

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Elling und Mendt

Wow, was für ein Ritt! Diese Rezension schreibt sich nicht „mal so eben weg“. Das Buch hat für mich erfolgreich etliche Kategorien umdefiniert. Es ist kein ganz handelsüblicher Thriller. Vor allem die Figurengestaltung, der Detailreichtum, und die moralischen Implikationen haben mir sehr gefallen!

Es fängt ja schon mit dem Cover an, das mich von Anfang an vage an ein Gemälde von Caspar David Friedrich erinnert hat. Was wohl nicht ganz unbeabsichtigt ist, zeigt doch sein berühmtestes Werk die Kreidefelsen von Rügen, also eine ostdeutsche Szene. Und dann erst die Namen der Hauptpersonen! Elling! Der heißt unter Garantie nicht ohne Absicht so … an dieser Stelle eine Verbeugung in Richtung Ingvar Ambjörnsen. In anderer Hinsicht hat mich dieser Kommissar aber auch an „Kühn“ von Jan Weiler erinnert. Beide haben ganz ähnliche Probleme, und ähnliche Flausen im Kopf. Und dann Lona… wenn man den Namen englisch ausspricht, klingt das wie „loner“, also genau das, was sie ist… eine Einzelgängerin.

Ich finde, dass man dem Buch sehr deutlich anmerkt, dass sein Autor geübter Drehbuchschreiber ist. Das spiegelt sich wider in den recht schnellen, aber nicht zu schnellen, lebendigen Schnitten, im Detailreichtum der Darstellung, den unkomplizierten Dialogen – es ist einfach sehr „filmisch“ geschrieben. Man, bzw. ich, kann sich alles sofort bildlich vorstellen. Nur am Ende ist dann mit der Action eine Winzigkeit übertrieben worden.

Ich finde es gut gelöst, wie hier deutsch-deutsche Geschichte in den Krimi eingewoben wird. Es ist nicht zu dick aufgetragen, nicht zu politisch. Diese Geschichte hätte wohl auch in anderen sozialistischen oder kommunistischen Staaten stattfinden können… doch die Details sind schon so gewählt, dass man sich als Deutscher wiedererkennt. Besonders die Ort- und Landschaften sind teils liebevoll porträtiert. Gut gemacht auch, dass einer der Kommissare aus dem Osten, und einer aus dem Westen kommt.

Ich merke schon, ich drücke mich die ganze Zeit vor einer Inhaltsangabe. Das war für mich aber auch nicht wesentlich an diesem Buch. Das kann jeder Interessierte im Klappentext nachlesen.
Das Buch beginnt auf einem eher gemütlichen Ton. Man lernt Elling kennen, und hat recht schnell erfasst, wie er tickt. Er verschuldet sich heillos, um seiner Familie alles zu bieten. Doch von Anfang an habe ich gezweifelt. Ob in dieser Familie wohl alles Gold ist, was glänzt…? Und ich sollte Recht behalten. Durch ein paar Beinahe-Zufälle wird nun Elling mittendrin und sehr persönlich in den laufenden Fall verstrickt. Mehr als verstrickt. Er wird zu einem Teil davon. Und seine Kollegin Lona steht vor der Frage, ob sie das deckt, oder nicht. Doch nur wenige Seiten später… und schon steht auch sie mit nicht mehr ganz reiner Weste da. Und das wird sich bis zum Ende für beide nicht mehr ändern. Eher im Gegenteil.

Erstaunlich für einen deutschen Thriller ist eventuell die Brutalität, mit der hier vorgegangen wird. Der Autor ist in seinen Schilderungen wahrlich nicht zimperlich. Sehr zart besaitet darf man also nicht sein. Wenn ich so zurückdenke, dann war das allerdings auch bei „Isenhart“ schon so – ein Buch, das ich sehr mochte!

Die Spannungskurve lässt im Weiteren Verlauf wirklich nichts zu wünschen übrig. Die Ereignisse geschehen in flüssiger Folge, Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Besonders schön ist, wie bereits angedeutet, dass die Ermittler eben nicht nur Ermittler sind. Sie gehören schon bald – persönlich betroffen – mit zum Geschehen. Und auch privat kommen sie einander näher, obwohl sie doch so gegensätzlich sind. Doch Holger Karsten Schmidt begeht nun nicht den Fehler, das Ganze zu süßlich werden zu lassen. Am Ende bleiben ein paar sehr (!) interessante Leerstellen. So dass ich mich schon auf weitere Teile der Reihe freue. Dieses Buch hatte alles, was ich mir nur wünschen konnte: Spannung. Vielschichtige Charaktere. Lebendige Beschreibungen. Und es warf moralische Fragen auf, denen ich mich nicht entziehen konnte. Trotz des etwas übertriebenen Endes vergebe ich voller Überzeugung 5 Sterne.

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Stefan Krohn hat nur ein Ziel, er will Beck ermorden. Er dringt in dessen Wohnung ein und was er dort entdeckt, passt ihm so gar nicht. Der Typ ist bereits tot. Zwei Ermittler sollen diesen Mord aufklären: Klaus Elling, ein verheirateter Kommissar mit einer 18jährigne Tochter und seine Partnerin Lona Mendel, die in einem Wohnmobil lebt. Am Tatort finden die Ermittler einen Computer, der mit vielen Fotos und Filmen bestückt ist, die auf Aktivitäten eines Pädophilen schließen lassen. Also schließen sowohl Stefan als auch Lona ganz logisch, dass hier das Tatmotiv liegt. Es ist also ein Fall, der wohl recht bald gelöst ist. Wenige Tage danach wird ein Senior getötet, der in einer Einrichtung lebt und das Geld dafür von seinem ehemaligen Arbeitgeber erhält.

In dem Krimi #DieTotenVonMarnow, führen alle Wege in den kleinen Ort Marnow und das wissen auch die beiden Kommissare. Es gibt etliche Verdächtige und erst mit der Zeit stellt sich heraus, was wirklich hinter den Morden steckt. Der kleine Ort Marnow liegt an einem See und Beck war wenige Tage vor seiner Ermordung hier. Auf einem Campingplatz und das nicht nur dann. Er kam viele Jahre nach Marnow und das immer zur gleichen Zeit. Nur in diesem Jahr war die reduzierte Dauer auffallend.

Zwei Ermittler, die nicht immer streng nach den Regeln des Staates handeln und deren Privatleben keineswegs normal ist. So lassen sich Klaus Elling und Lona Mendel mit einem Satz beschreiben. Ihr Verhalten ist nicht immer realistisch aber durchaus schlüssig. Allerdings gibt es in dem Krimi für meinen Geschmack zu viele Verwicklungen, die das private Leben der beiden betreffen. Darüber hinaus kritisiere ich nichts. Das Buch ist spannend geschrieben und bis zum Schluss wusste ich nicht, wer die Morde beging. Die Motive sind für mich nachvollziehbar und zuweilen siegt ja auch mal die Gerechtigkeit. Auch wenn das wohl nicht mit dem Gesetz vereinbar ist. Vier volle Sterne und eine Leseempfehlung gibt es von mir. #NetGalleyDE

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Starkes Team
Sommer 2003, Deutschland leidet unter einer großen Hitzewelle. Da kommt es in Rostock zu einem Mord. Eigentlich scheint die Aufklärung problemlos zu verlaufen, doch der Schein trügt. Dann folgen weitere Morde - geht hier ein Serienmörder um? Aber welche Verbindung besteht zwischen den Toten? Und welche Motive, welche Machenschaften stecken dahinter? Die Kommissare Frank Elling und Lona Mendt ermitteln. Frank Elling ist Rostocker, Lona Mendt vor Kurzem aus Hannover zugezogen. Ein interessantes Ermitterteam, das manch eine Grenze überschreitet, unkonventionelle Methoden hat, aber trotz der kurzen Zeit bereits gut zusammen arbeitet. Der Fall reicht in die deutsch-deutsche Vergangenheit zurück und ist hochbrisant. Beim Lesen merkt man, dass der Verfasser Drehbuchautor ist, denn vieles sieht man wie in einem Film.

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Im heißen Sommer des Jahres 2003 wird in Rostock ein Mann in seiner Wohnung auf grausame Weise ermordet aufgefunden. Das Motiv scheint schnell klar zu sein und die Aufklärung keine große Sache, doch bald zeigt sich, dass hier eine falsche Fährte gelegt wurde und mehr hinter der Sache steckt. Weitere Morde werfen die Frage nach einem Serienmörder auf. Als verantwortliche Kommissare sind der aus Rostock stammende Frank Elling eingesetzt und seine Kollegin Lona Mendt, die vor ein paar Monaten aus Hannover dazu gekommen ist.
Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft und der erst kurzen Zusammenarbeit verstehen sich die beiden in vielen Situationen blind und sind bereits ein eingeschworenes Team. Das ist den beiden auch in diesem Fall eine Hilfe, der sich als brisanter Skandal entpuppt mit einem sowohl historischen als auch politischen Hintergrund. Mit ihren Ermittlungen machen Elling und Lona einflussreiche Widersacher auf sich aufmerksam, die die Wahrheit um jeden Preis vertuschen wollen. Insbesondere Frank Elling, der privat dazu neigt, über seine Verhältnisse zu leben, ist anfällig für moralisch fragwürdige Handlungen, aber auch Lona Mendt schreckt nicht vor Grenzüberschreitungen zurück, um ihre und Franks Haut zu retten. Das macht die beiden menschlich und stimmt nachdenklich, wie weit man selbst in Ausnahmesituationen zu gehen bereit wäre. Es macht außerdem bewusst, wie schwer es ist, die Handlungen anderer aus moralischen Gründen zu verurteilen.
Der Krimi ist durchgehend spannend, die Tasche, dass die Geschichte auf einem realen Hintergrund basiert, erhöht die Brisanz. Man merkt dem Buch an, dass der Autor als Drehbuchautor arbeitet, beim Lesen hatte ich oft den Eindruck, einem Film zu folgen mit lebendigen Szenen und Dialogen, sowie einem gelungenen Wechsel zwischen Action und ruhigeren, nachdenklicheren Szenen.
Mir ist die Geschichte an vielen Stellen sehr nahe gegangen, die Mischung aus Kriminalfall, Hintergrundgeschichte und privatem Leben der Hauptcharaktere habe ich als gelungen empfunden. Bei der Figur Frank Ellings ist meine Haltung zu seiner Persönlichkeit sehr zwiegespalten, allerdings werte ich es als positives Zeichen, wenn ich mich beim Lesen über das Verhalten eines Charakters derart aufrege, zeigt es doch, wie nahe mir die Geschichte geht.
Mich hat es sehr gefreut zu lesen, dass die Geschichte bereits als Mini-Serie verfilmt wurde, und ich hoffe sehr, dass es mit Elling und Lona nicht nur im Fernsehen ein Wiedersehen geben wird.

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So einen enttäuschenden und banalen Krimi habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Hatte mir von Holger Karsten Schmidt als professionellem Drehbuch-Autor und vor allem von ihm als (Pseudonym) Gil Ribeiro und seinen ausgezeichneten "Lost in Fuseta"-Kriminalromanen viel mehr versprochen. Dieser Krimi ist voller Klischees, viele Szenen völlig überzogen und der Schreibstil recht schlicht. Habe (endlich!) in der Mitte abgebrochen und verzichte deshalb auf eine richtige Rezension.

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„Die Toten von Marnow“ ist der Auftakt zu einer neuen Reihe von Holger Karsten Schmidt. Ihn kennt man als Drehbuchautor von s manchem Tatort und unter seinem Pseudonym Gil Ribeiro als Schöpfer der Fuseta-Krimis mit dem liebenswerten Autisten Leander Lost.

Der Krimi beginnt mit einem nach Routine aussehenden Mord: Alexander Beck wird mit durchschnittener Kehle in seinem Badezimmer aufgefunden. Der Rostocker KHK Frank Elling und seine aus Hannover zugezogene Kollegin Lona Mendt beginnen im Umwelt des Toten zu recherchieren. Da passiert der nächste Mord. Wieder eine Leiche mit durchschnittener Kehle (und die wird nicht die letzte sein).

Was haben die beiden Toten außer der Todesart noch gemeinsam? Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Täter Linkshänder sein muss. Sowohl der Zusammenhang als auch das Motiv bleibt lange im Unklaren. Obwohl, „lange“ ist ein dehnbarer Begriff, denn der ganze Krimi spielt sich innerhalb von nur 16 Tagen ab.

Meine Meinung:

Der Autor hat es geschafft, Ereignisse der deutsch/deutschen Geschichte geschickt in diesen fesselnden Krimi zu verpacken. Es geht um Versuche von noch nicht zugelassenen Medikamenten, die von westlichen Pharmafirmen - mit Billigung der DDR-Politik - an den eigenen Bürgern, natürlich häufig ohne deren Wissen, durchgeführt wurden (und wie man sieht, auch noch werden).

Sehr interessant sind die beiden Hauptfiguren ausgearbeitet. Da ist zum einen Frank Elling, ein in der DDR groß gewordener Beamter, der sein tägliches Dienstende penibel einhält, seiner Familie beinahe jeden Wunsch erfüllt und sich dadurch finanziell übernimmt. AUf der anderen Seite haben wir Lona Mendt, eine toughe Frau, die sich mit dem Nimbus der Unnahbarkeit umgibt, der natürlich Anlass zu allerlei Spekulationen in der Dienststelle gibt. Sie lebt in ihrem Wohnmobil, scheint ständig auf der Flucht vor den eigenen Dämonen zu sein.

Sehr interessant finde ich Ellings ambivalentes Verhalten: Er ist entsetzt über die Menschenversuche, aber als seine, an Demenz erkrankte, Mutter von ihrem Hausarzt eine Beta-Version eines (noch) nicht zugelassenes Medikament erhält, das augenscheinlich eine Verbesserung ihres Zustandes bewirkt, sieht seine Welt doch ein klein wenig anders aus.

Der Erzählstil ist spannend. Die Leser werden mehrfach in die Irre geführt. Sowohl Elling als auch Mendt greifen manchmal zu nicht autorisierten Hilfsmitteln. Ob das im wirklichen Leben auch so möglich wäre?

Der Autor greift unterschiedliche Themen, wie auch die Verstrickung ehemaliger Stasi-Mitarbeiter in das aktuelle politische Geschehen auf. Oder das „über seine finanziellen Möglichkeiten leben“ und damit für Bestechungsversuche anfällig zu sein. Diese vielen Aspekte sind aber so gekonnt in die Handlung eingebettet, das dem Leser ganz natürlich erscheinen.

Ellings Privatleben ist einen Hauch zu üppig beschrieben - aber das ist Meckern auf höchstem Niveau.

Fazit:

Ein fesselnder Auftakt einer Krimi-Reihe, die ich bestimmt weiterverfolgen werde. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Es handelt sich um den Beginn einer neuen Krimireihe, in denen die Kommissare der Frank Elling und Lona Mendt der Kripo Rostock ermitteln.

In ihrem ersten gemeinsamen Fall müssen sie den Mord an Alexander Beck aufklären. Er war arbeitslos, 47 Jahre, wohnte in einem Plattenbau. Ihm wurde die Kehle durchgeschnitten und es gab Anzeichen für eine Folterung. Anschließend wurde er im Badezimmer aufgehängt. Auf seinem PC werden verdächtige Bilder gefunden, dadurch scheint die Richtung, in die ermittelt wird, klar. Eine Spur führt sie nach Marnow, denn hier war sein Handy vor kurzem für 2 Tage eingeloggt, im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen er immer für längere Zeit auf dem Campingplatz Urlaub machte. Dann kommt es zum nächsten Leichenfund. Einem alten, gut situierten Herrn wird in einem Seniorenheim ebenfalls die Kehle aufgeschnitten. Die Hinweise auf Marnow verdichten sich und es stellt sich die Frage, wo liegt die Gemeinsamkeit der beiden Opfer? Es werden falsche Fährten gelegt, aber dann müssen Elling und Mendt erkennen, daß sie es mit hochrangigen, einflußreichen Gegnern zu tun haben.

Frank Elling, Familienmensch, der pünktlichst Feierabend macht, liebt seine Frau Susanne und Tochter Mareike, baut gerade den größten Pool in seiner Straße und lebt damit über seine Verhältnisse. Seine demente Mutter wohnt in einem Seniorenheim und hier muß er jeden Monat einen Zusatzbeitrag aufbringen.

Kollegin Lona Mendt, kürzlich aus Hannover nach Rostock versetzt, sehr zurückhaltend, fährt mit ihrem Motorrad zu den Einsätzen, lebt in einem Wohnmobil und kämpft mit unbekannten Dämonen aus der Vergangenheit.

Gemeinsamkeit der beiden – ihr Baugefühl trügt sie selten. Allerdings arbeiten sie nicht immer moralisch einwandfrei, sie setzen sich auch über Gesetze hinweg und vor allem Elling handelt teilweise für einen Polizisten recht fragwürdig.



Ich habe schon etliche Bücher des Autors – auch als Gil Ribeiro – gelesen und sein Schreibstil ist stets flüssig und spannend. Seine Idee, dieses brisante deutsch-deutsche Thema zu einem Krimi zu verarbeiten, fand ich sehr gut. Wie in allen seinen Büchern beschreibt er die Atmosphäre (hier des heißen Sommers 2003) und die Schauplätze anschaulich und bildhaft, man sieht alles vor sich. Die Ermittler wurden detailliert charakterisiert, so daß man als Leser eine präzise Vorstellung von ihrer privaten Situation und auch ihrem geschäftlichen Miteinander bekam. Schlußendlich finden sie zu einem homogenen Team zusammen, das sich absolut vertrauen kann. Der Showdown am Ende wirkte für mich etwas überzogen, der Epilog war dann ein runder Abschluß.

Ein Krimi, der mir wegen des Themas bestimmt noch länger im Gedächtnis bleiben wird und der zu Diskussionen anregt. Von mir bekommt er eine Leseempfehlung!

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Hurra, endlich mal wieder ein Krimi mit Hand und Fuß. Pharma-Unternehmen aus dem Westen, die ihre Medikamente (vor dem Fall der Mauer) in Kliniken aus dem Osten testen. 'Die Toten von Marnow' bietet eine gut durchdachte Geschichte, bei der man bis zum Schluss nicht weiß, wer der Mörder ist. Auch die Ermittler kommen einem nah. Auf jeden Fall empfehlenswert. Der Autor schreibt übrigens auch unter dem Pseudonym Gil Ribeiro die Reihe um Leander Lost.

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„Die Toten von Marnow“ ist der Reihenauftakt von Holger Karsten Schmidt. Den Autor kennt man bereits als Drehbuchschreiber (u.a. „Tatort“). Umso neugierig war ich auf dieses Buch.

Frank Elling und Lona Mendt werden mit den Ermittlungen bezüglich zweier Mordopfer betraut. Elling, der typische Beamte und Familienmensch. Lona, die toughe Motorradfahrerin ohne feste Adresse, die in einem Wohnmobil lebt. Zwei gänzlich unterschiedliche Charaktere, wodurch ihr Zusammenspiel erst richtig interessant wird.

Alle Opfer sind irgendewie mit der deutsch-deutschen Geschichte verbunden, in der es um immense Geldbeträge und Moralverlust geht. Beides sind zentrale Themen in diesem Buch. Die Story ist logisch und verständlich aufgebaut. Man will wissen, wie alles miteinander zusammenhängt und kann gar nicht aufhören zu lesen. Ich hab das Teamplay zwischen Elling und Mendt wirklich genossen und freue mich, sie in weiteren Bänden wieder begleiten zu dürfen und ihre Entwicklung mitzuverfolgen.

Fazit. Ein lesenswerter Krimi mit brisanten Themen, die uns als Leser über den Tellerrand gucken lassen. Stimmt nachdenklich und unterhält dabei.

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Das Buch beginnt mit einem Mord dem bald ein weiterer folgt. Im Gegensatz zu den Ermittlern ist für den Leser klar, dass zwei verschiedene Personen den Tod wollen. Lange ist aber das Motiv der Mordserie unklar. Genauso die Akteure der Gegenseite.
Die beiden Ermittler Elling und Mendt sind grundverschieden. Elling ist ein Spießer der die Gesetze gern mal zu seinen Vorteil auslegt. Außerdem hat er sich finanziell etwas übernommen, so dass er einer Bestechung nicht widerstehen kann. Lona ist dagegen oberflächlich gesehen unabhänig und ein Freigeist. Sie kann ihr Trauma gut überspielen. Während der Ermittlungen verstehen sie sich immer besser und werden ein Team.
Anfangs hat mich der einfache Schreibstil gestört, aber nach einigen Seiten hat mich dann die Geschichte gefangen genommen. In dem Buch wird die Spannung hoch gehalten. Es mischen die verschiedensten Akteure mit und man weis lange nicht, wie alles zusammenhängt. Auch die DDR-Vergangenheit wird differenziert dargestellt. Zum Glück wird die Stasikeule nicht geschwungen, obwohl es natürlich Stasimachenschaften gibt. Den Countdown fand ich dann doch etwas überzogen, aber hier kommt dann vielleicht der Drehbuchautor durch, denn in einen Film macht er sich gut.
Mir hat das Buch gut gefallen. Ich werde die Reihe weiter verfolgen.

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"Die Toten von Marnow" empfinde ich als einen sehr vielschichtigen Roman, bei dem der Leser / die Leserin am Anfang einen kleinen Wissensvorsprung bekommt. Das fand ich sehr clever und so ging's auch weiter. Dieser Krimi "passiert" auf vielen Ebenen - und das hat ihn für mich sehr spannend gemacht: Die persönlichen Geschichten von Elling und Lorna Mendt, die der DDR-Hinterbliebenen, die durch die Machenschaften der Pharmakonzerne so viel verloren haben. Und auf der anderen Seite die Konzerne, Kliniken und nicht zuletzt die Politik.
Dass bei Elling und Lona Mendt auch nicht alles glatt läuft, macht die Beiden sympathisch. Elling scheint zu Beginn eher der Loser-Typ zu sein, aber er ist einfach echt. Jeder hat zu kämpfen, niemand hat keine Leiche im Keller.

Sehr guter Krimi, den man sehr genießt - wenn man vergisst, dass Holger Karsten Schmidt auch als Gil Ribeiro schreibt. Denn das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.. Der Autor beherrscht es, ganz unterschiedliche Atmosphären zu schaffen. Diese ist düsterer als Fuseta, aber genauso spannend.

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Hier handelt es sich um einen Krimi vor ost-west-deutschem Hintergrund. Den geschichtlichen Aspekt fand ich sehr interessant, da er mir so auch nicht bekannt war.
Erfrischend war auch ein Kripo-Beamter, der sich nicht an die Spielregeln hält, aber dennoch bodenständig ist.
An einigen Stellen war mir zu viel unrealistische Action à la Sebastian Fitzek.

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Ich bin seit "Isenhart" begeisterter Leser dieses Autors.
Auch dieser Krimi war spannend zu lesen und der Kriminallfall brachte einen neuen Blick auf die Pharmaindustrie,
Auch das Privatleben der beiden Kommissare spielt eine wichtige Rolle, wobei ich den männlichen Part äußerst unsymphatisch fand.
Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und werde auch nach einem zukünftigen 2. Band greifen.

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Auftakt einer neuen Krimi-Reihe

Das Cover ist recht schlicht, aber dennoch ansprechend und ich habe mich schon beim ersten Blick auf das Cover gefragt, was es mit diesen beiden Personen auf sich hat. Der Klappentext macht zudem neugierig auf das Buch von Holger Karsten Schmidt und ich war gespannt auf den Auftakt der neuen Krimi-Reihe.

Klappentext.
Ein höchst ambivalentes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte als Start einer neuen Krimireihe.

Der Jahrhundertsommer 2003. Gluthitze liegt über Marnow, dem malerischen Ort an der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Kommissare Frank Elling und Lona Mendt ermitteln in einem Mordfall. Das Tatmotiv scheint klar, die Aufklärung nur eine Frage der Zeit. Doch nichts ist so, wie es scheint. So entpuppt sich das Tatmotiv als absichtlich gelegte Fehlspur des Mörders, der vermeintliche Routinefall als Beginn einer Mordserie mit brisantem politisch-historischem Hintergrund. Und mächtige Gegenspieler der Kommissare haben ein Interesse daran, die wahren Zusammenhänge im Dunkeln zu belassen. Je weiter Elling, der treu sorgende Familienvater, der auf recht großem Fuß lebt, und Mendt, die Unnahbare, die in ihrem Wohnmobil geheimnisvolle Besuche empfängt, in ihren Ermittlungen kommen, desto größer werden die Hindernisse, die sie überwinden müssen. Und desto häufiger lassen sie sich selbst zu moralisch höchst fragwürdigen Handlungen hinreißen. So zwingen die Ereignisse die beiden so unterschiedlichen Charaktere nach und nach, einander blind zu vertrauen – nicht zuletzt, um ihre eigene Haut zu retten.

Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend und packend und es kommt an keiner Stelle Langeweile auf beim Lesen. Die handelnden Personen und auch die Handlungsorte konnte ich mir, dank der detaillierten Beschreibungen sehr gut vorstellen und hatte beim Lesen ein klares Bild vor Augen. Es ist ein rundweg gelungener Auftakt der Reihe und ich freue mich schon jetzt auf weitere Bücher mit den Kommissaren Frank Elling und Lona Mendt.

Von mir eine klare Leseempfehlung und fünf Sterne für „Die Toten von Marnow“ von Holger Karsten Schmidt.

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s ist der Sommer 2003 und noch immer müssen Ost und West im wiedervereinigten Deutschland zusammenwachsen - das gilt auch für das Ost-West-Duo bei der Kriminalpolizei in Rostock. Lona Mendt und Frank Elling. Ein scheinbarer Routinefall zu einem in einem Plattenbau ermordeten Mann wirft schon bald Fragen auf: In die Stirn des Toten wurde das Wort "Kinderficker" geritzt, auf seinem Rechner ist einschlägiges Material gespeichert.

Alles deutet auf einen Racheakt hin - bis ein Kriminaltechniker feststellt, dass diese Daten erst nach dem Tod des Mannes auf den Rechner gespielt wurden. Wer versucht, die Ermittler hinters Licht zu führen? Und was hat ein zweiter Mord mit ganz ähnlicher Ausführung mit dem ersten Fall zu tun. Klar scheint nur: die Antwort muß in dem idyllisch an einem See gelegenen Städtchen Marnow zu finden sein. Die Arbeit an dem Fall bedeutet vor allem für Elling schon bald eine Bedrohung der eigenen Integrität.

Mit den Ermittlern Mendt und Elling hat Autor Holger Karsten Schmidt zwei ganz unterschiedliche Hauptfiguren geschaffen: Der Ostdeutsche Elling ist eher ein gemütlicher Familienmensch, ein wenig spießig, der seiner Frau und seiner Tochter alles bieten will und dabei über seine Verhältnisse lebt. Doch nicht nur die wachsenden Schulden bedrücken den Polizisten, der großen Wert auf pünktlichen Feierabend legt. Mendt dagegen ist für ihre Kollegen eine unbekannte Größe - erst vor einem Jahr aus Hannover in den Osten gekommen, eine eher verschlossene Einzelgängerin, die sich über Privates ausschweigt, in einem Wohnmobil lebt und immer wieder mal den Standort wechselt. Elling bewundert seine Kollegin, die für ihn einer der freiesten Menschen ist, die er kennt. Und auch Mendt versteht sie geradezu wortlos mit dem Kollegen, trotz aller Unterschiede.

Schmidt ist auch Drehbuchautor, und irgendwie ist das dem Buch anzumerken. Ein wenig wirken die Szenenwechsel und Rückblenden geradezu filmisch-dynamisch. Neben einem gerade durch die Gegensätze reizvollem und interessanten Ermittlerduo führt der Plot in die deutsch-deutsche Vergangenheit, in schmutzige Machenschaften der Pharmaindustrie und zu Stasi-Seilschaften, die bis in die Gegenwart andauern. "Die Toten von Marnow" ist ein spannender, anspruchsvoller Krimi mit Protagonisten, die im Laufe ihrer Ermittlungen auch privat in harte Grenzsituationen geraten. Am Ende des Buches steht nicht nur die Klärung des Falls, sondern auch die Frage, wie es für Mendt und Elling wohl weiter geht. "Die Toten von Marnow" macht neugierig auf mehr.

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Das Cover des Buches ist gleichzeitig düster, als auch interessant. Man ist gespannt, was es mit den beiden Personen auf dem Cover auf sich hat.

Inhalt:
Der Jahrhundertsommer 2003. Gluthitze liegt über Marnow, dem malerischen Ort an der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Kommissare Frank Elling und Lona Mendt ermitteln in einem Mordfall. Das Tatmotiv scheint klar, die Aufklärung nur eine Frage der Zeit. Doch nichts ist so, wie es scheint. So entpuppt sich das Tatmotiv als absichtlich gelegte Fehlspur des Mörders, der vermeintliche Routinefall als Beginn einer Mordserie mit brisantem politisch-historischem Hintergrund. Und mächtige Gegenspieler der Kommissare haben ein Interesse daran, die wahren Zusammenhänge im Dunkeln zu belassen. Je weiter Elling, der treu sorgende Familienvater, der auf recht großem Fuß lebt, und Mendt, die Unnahbare, die in ihrem Wohnmobil geheimnisvolle Besuche empfängt, in ihren Ermittlungen kommen, desto größer werden die Hindernisse, die sie überwinden müssen. Und desto häufiger lassen sie sich selbst zu moralisch höchst fragwürdigen Handlungen hinreißen. So zwingen die Ereignisse die beiden so unterschiedlichen Charaktere nach und nach, einander blind zu vertrauen – nicht zuletzt, um ihre eigene Haut zu retten.

Meine Meinung:
Wieder mal ein Buch, was mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Gerade auch weil die Handlung im schönsten Bundesland Deutschland spielt. Genau die richtige Gegend für spannende Krimis. So auch hier. Die Spannung ist bereits ab der ersten Seite gegeben und steigert sich im Laufe des Buches immer weiter. Dazu tragen natürlich auch die etwas fragwürdigen Ermittlungsweisen der beiden Ermittler bei, die sich das ein oder andere mal selbst in Gefahr bringen bzw. ihren Job riskieren.
Die einzelnen Schauplätze sind sehr detailliert und bildlich beschrieben. Das gefällt mir auch richtig gut. Man kann sich in viele Situationen richtig gut rein versetzen. Was mir auch sehr gut gefällt, das man vom Privatleben der Ermittler so einiges erfährt. So kann man eine deutlich bessere Beziehung aufbauen.
Auch sehr gut gefallen haben mir die Rückblicke in die Vergangenheit der DDR und deren Geschichte. Auch diese sind sehr informativ ohne überzogen zu wirken.

Mein Fazit: Ganz klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne.

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Ein absoluter Ausnahme-Krimi!
Athmosphärisch sehr dicht erzählt gerät man als Leser in den Strudel einer Geschichte mit sehr tiefen Schatten. Was mit einem Mord beginnt, entwickelt sich zu einer Menschenjagd, damit ein dunkles Geheimnis deutsch/deutscher Geschichte im Verborgenen bleibt. Je näher man der Wahrheit kommt, desto lauter stellt sich die Frage, ob der Mörder wirklich böse und der einzige Täter in diesem Szenario ist.
Die Ermittler sind sehr menschlich, keine unantastbaren Superhelden-Saubermänner.
Erschütternd und unbedingt lesenswert.

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Es ist sehr heißt im Jahrhundertsommer 2003. Die Kommissare Frank Elling und Lona Mendt ermitteln in einem Mordfall, der in Marnow an der Mecklenburgischen Seenplatte geschah. Doch der Fall ist kompliziertes, als es zunächst den Anschein hatte. Die Sache zieht immer größere Kreise und führt in die Vergangenheit und in den Westen - und dann es gibt weitere Tote. Außerdem sind da mächtige Gegenspieler, deren Interesse es ist, alles unter der Decke zu halten und den Ermittlungen ein Ende zu setzen.
Es ist ein komplexer und spannender Krimi.
Elling und Mendt könnten nicht unterschiedlicher sein. Lona Mendt ist erst recht kurz in Rostock. Sie wohnt in einem Wohnmobil und scheint vor ihrer Vergangenheit zu flüchten. Den Kollegen gegenüber gibt sie nicht viel über sich preis. Frank Elling hat Familie und lebt über seine Verhältnisse. Der Fall verlangt ihnen einiges ab und daher gehen sie manchmal etwas fragwürdig vor. Auch wenn sie so verschieden sind, so wird ihnen immer mehr klar, dass sie als Team einander vertrauen müssen.
Dieser Kriminalfall lässt einen immer wieder daran zweifeln, wer Gut und wer Böse ist. Jeder scheint seine dunklen Geheimnisse zu haben. Dazu gibt es immer wieder Wendungen, die die Spannung hochhalten und so manches Mal auch richtig Action bringen. Am Ende tun sich wirkliche Abgründe auf.
Ein packender Krimi mit interessanten Ermittlern.

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Spannender Krimi mit geschichtlichem Hintergrund. Überzeugend und spannend. Für Schorlau-Leser eine optimale Alternative.

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Die Rostocker Kripo wird zu einem Tatort gerufen, der so einige Rätsel aufgibt. Alexander Beck wird mit durchtrennter Kehle kopfüber über der Badewanne hängend aufgefunden. Doch der Tatort ist eigentlich das Wohnzimmer. Erst drei Stunden später wird er, das ergaben Spuren und Auswertungen der Rechtsmedizin, im Bad wie ein Tier zum Ausbluten aufgehangen. Dies soll nicht die einzige Ungereimtheit sein mit der sich Lona Mendt und Frank Elling auseinandersetzen müssen….
Ich muss sagen: dieses Buch mit den zwei Ermittlern, die sich oft nur durch Blicke verständigen, die nicht immer legale Mittel anwenden, sich gegenseitig decken und doch jeder für sich sein „Päckchen“ zu tragen hat, gefällt mir super. Sie wirken so lebendig.
Elling versucht durch Luxus, den er sich gar nicht leisten kann, seine Frau halten und seine Ehe zu retten. Wen wundert's, dass er da dem Bestechungsversuch nachgibt. Ehrlich gesagt, war ich im ersten Moment geschockt, konnte das gar nicht fassen. Trotzdem verbeißt Elling sich in den Mordfall, dem noch weitere folgen. Immer mehr ist Elling körperlich gezeichnet – zur Platzwunde am Kopf gesellt sich eine Kratzspur vom Streifschuss am Hals. Das bricht aber keineswegs seine Energien, seinen Willen die Zusammenhänge zwischen den Morden aufzudecken und diesen so verzwickten Fall aufzuklären.
Lona mag Elling, auch wenn sie es nicht so zeigen kann. Sie erkennt Ellings Potential, was er oft hinter seiner Fassade zu verstecken weiß. Langsam öffnet sie sich ihm gegenüber, legt ihr Trauma, dass sie hoffte mit Hannover hinter sich gelassen zu haben, das sie aber noch immer in ihren Träumen heimsucht, offen. Wen wundert da der Ausgang des Krimis – der natürlich nicht verraten wird.
Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne und eine 100%ige Lese-Empfehlung.

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Zwei sehr eigenwillige Hauptfiguren, die nicht unterschiedlicher sein können. Lona Mendt und Frank Elling - die eine verschlossen wie eine Auster - der andere in seinem vermeindlichen Idyll von Familie-Haus-Garten-Pool gefangen. Doch im Geiste sind sich diese beiden Kommisare sehr ähnlich.
Ihr erster Fall führt sie in die jüngere Geschicht des noch geteilten Deutschlands und es öffnen sich moralische Abgründe auf beiden Seiten der Grenze!
Absolut lesenswert!

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Ich bin froh, dass das Buch verfilmt wird: diese wahre Geschichte schriet förmlich danach. Starke Geschichte, starke Charaktere, Spannung - alles was man für gute Krimis braucht!
Hoffentlich gibt es mehr davon

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