Rote Ikone

Kriminalroman

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Erscheinungstermin 01.10.2019 | Archivierungsdatum 03.12.2019

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Zum Inhalt

Der sechste Fall für Inspektor Pekkala – den »James Bond in Diensten Stalins« (Die Welt) – im stalinistischen Russland:
ein fesselnder historischer Kriminal-Roman um das Geheimnis des wertvollsten Heiligen-Bildes der russisch-orthodoxen Kirche

1944 machen zwei russische Soldaten im Frontgebiet an der Westgrenze des Reiches einen brisanten Fund. In der Krypta einer Kirche hält das Skelett eines Priesters ein Gemälde in den Händen, das lange Jahre als zerstört galt: den berühmten »Hirten«, religiöses Symbol Russlands. Die Romanows hatten es ihrem Vertrauten Rasputin zur Aufbewahrung übergeben, dem es angeblich gestohlen worden war. Doch was ist damals wirklich mit der Ikone geschehen?
Stalin weiß um die Symbolkraft dieses Fundes und beauftragt seinen besten Ermittler, Inspektor Pekkala, dem Geheimnis ohne großes Aufsehen auf den Grund zu gehen. Pekkala kann nicht ahnen, dass bereits ein alter Bekannter auf der Spur des »Hirten« ist, dessen fanatischer Glaube ihn über Leichen gehen lässt.

Sam Eastlands Krimi-Reihe um den russischen Inspektor Pekkala bietet hochspannende Unterhaltung für alle historisch interessierten Krimi-Fans. Die Fälle von Inspektor Pekkala sind in folgender Reihenfolge erschienen:
• »Roter Zar«
• »Der rote Sarg«
• »Sibirisch Rot«
• »Roter Schmetterling«
• »Roter Zorn«
• »Rote Ikone«

Der sechste Fall für Inspektor Pekkala – den »James Bond in Diensten Stalins« (Die Welt) – im stalinistischen Russland:
ein fesselnder historischer Kriminal-Roman um das Geheimnis des wertvollsten...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783426522110
PREIS 10,27 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Der sechste Fall der Reihe besticht wieder durch sein Zeitkolorit und seine Atmosphäre. Spannend wird dabei ein Fall aufgerollt der auch durch seine historischen und mystischen Elemente für viel Stimmung sorgt. Außerdem ist auch die Ausarbeitung der Charaktere, sei es der Hauptcharakter oder die Nebencharaktere.Tolle Krimiunterhaltung.

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Es ist der 02.02.1945 und Hauptmann Proskurjakow sowie sein Fahrer Owtschinikow finden zufällig eine wertvolles Gemälde. Was es damit auf sich hat und warum es ausgerechnet in einem Sarg versteckt wurde, erklärt der Autor im Laufe des Buches. Ein Schwenk in die Vergangenheit folgt. Es ist der 02.08.1914 und der Leser lernt Herrn Pekkala kennen, der als enger Vertrauter und Personenschützer des Zaren tätig ist. Und nicht nur das. Er tritt immer dann als Ermittler auf, wenn Geheimnisse zu schützen und Verräter zu überführen sind. Am 02.08. bekommt der vom Zaren persönlich den Auftrag, mit Rasputin zu sprechen. Dem Zaren missfällt der Plan seiner Frau, die rote Ikone, das symbolträchtige Gemälde, an den Vertrauten der Zaren zu übergeben. Beim Lesen lernte ich einiges über die Geschichte Russlands. Die Fragen, warum Rasputin am Zarenhof so sehr willkommen war oder wie es den „Wolgadeutschen“ nach dem Ersten Weltkrieg und bis zum Beginn des Zweiten Krieges erging, wurden beantwortet. Ich besuchte Stalin in seinem Büro und habe mir diesen Mann genau so vorgestellt, wie hier beschrieben. Es ist ein munteres Hin und Her zwischen den Jahren 1914 und 1945. Dabei geht der Autor nicht immer chronologisch vor und beim Lesen ist hohe Konzentration gefragt. Es ist ein guter Kriminalroman der durch seine vielen Wendungen überzeugt. Das Cover zeigt die für Russland typischen Zwiebeltürme im Hintergrund einer Schneelandschaft. Auch das ist treffend gewählt. Ein Buch, das ich durchaus empfehle. Nicht, weil es so spannend wäre, sondern weil es so viele historische Fakten bietet.

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Einst hat Pekkala für den letzten Zaren Russlands gearbeitet, heute arbeitet er für Stalin. Tatsächlich spielen alle Teile der Reihe im Rahmen der Zeit unter Stalin. Pekkala arbeitet für dessen Geheimdienst, er muss nicht irgendwelche profanen Serienmörder finden, sondern bekommt verschiedenste Aufgaben von seinem Arbeitgeber gestellt. Schon unter dem Zaren wollte er das Rätsel um den „Hirten“, das gestohlene Bild, lösen, doch dieser zieht ihn vom Auftrag ab. Gerne würde ich euch Pekkalas Persönlichkeit näherbringen, aber mehr, als dass er gebürtiger Finne ist, weiß ich eigentlich nicht – und ich habe auch keine Ahnung, ob man in den restlichen vier Teilen, die ich nicht gelesen habe, mehr erfährt. Er ist ein sehr unnahbarer Charakter, der nur das Nötigste spricht und sehr versiert ist, in dem, was er tut. Was die Reihe ausmacht, ist die irrsinnig dichte Atmosphäre. Man glaubt fast, dass man in der Zeit zurückgeschleudert wird. Dazu kommt, dass Eastland – der eigentlich Paul Watkins heißt – die Geschichte so akkurat wiedergibt, dass ich nicht nur einmal Google bemüht habe, um zu hinterfragen, ob das wirklich stimmt – seid euch sicher, es stimmt vermutlich alles. Oftmals musste ich mich vom Googeln abhalten, weil es meinen Lesefluss nachhaltig unterbrochen hat. Einmal mit dem Googeln angefangen, kann ich manchmal nur schwer aufhören damit, aber das ist eine andere Geschichte. Die Geschichte springt in der Zeit immer wieder vor und zurück – vom Zweiten Weltkrieg in den Ersten, in die Zwischenkriegszeit und zurück – und Pekkala ist immer dabei, weshalb man immer aufpassen muss, wo man gerade ist, sonst ist man verwirrt. „Rote Ikone“ ist definitiv kein Buch, bei dem es heißt „Hirn ausschalten und los gehts“ - viel mehr muss man sich auf die Geschichte einlassen; wird dann aber auch belohnt, wenn man eine Affinität für Geschichte hat. Nicht nur, dass man viel über die Geschichtsschreibung lernt, schweift Eastland auch gerne aus. Das war mir persönlich zeitweise etwas zu viel, zeitweise ist er etwas zu verliebt im Detailgrad seiner Erzählung. Das tut zwar der Ausstaffierung der Atmosphäre gut – aber nicht dem Lesevergnügen. Am Ende war ich aber wirklich froh, dass ich mich zum Lesen dieses Buches entschieden habe, denn die positiven Dinge überwiegen klar. Und so wurde am Ende aus dem „Warum eigentlich nicht?“ ein „Gerne wieder“.

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Dies ist der 6. Fall für den finnisch-stämmigen Inspektor Pekkala, der 1914 als Vertrauter des letzten Zaren Nikolaus II. für heikle Aufgaben abgestellt wird. Im Sommer 1914 ist es wieder einmal soweit: Es geht um die geheimnisvolle Ikone „Der Hirte“, der für die beinahe fanatisch religiösen Russen, eine große Rolle spielt. Doch der Einstieg in das Buch beginnt im Jahre 1942 als sich die russische und deutsche Armee an der Westgrenze der UdSSR gegenüber stehen: Hauptmann Proskurjakow und sein Fahrer Owtschinikow entdecken in einer zerstörten Kapelle die Ikone. In weiterer Folge begegnen wir Josef Stalin, dem die Symbolkraft der Ikone bewusst ist. Nun wird Inspektor Pekkala vom „Büro Besondere Ermittlungen“ mit einem heiklen Auftrag betraut.... Meine Meinung: Dies ist mein erster Krimi rund um den charismatischen Inspektor Pekkala. Derzeit fehlen mir noch ein paar Informationen, die durch die kurzen Rückblicke den Werdegang Pekkalas nicht restlos erklären. Der Krimi besteht aus mehreren Handlungssträngen, die durch die Ikone zusammengehalten werden. Aufgrund verschiedener Zeitsprünge finden wir uns einerseits am Zarenhof wieder, erleben das Attentat auf Franz Ferdinand quasi live mit, lernen die wolgadeutsche Familie Kohl kennen und befinden uns im stalinistischen Russland der 1940er Jahre wieder. Der plötzliche Schwenk in das Führerhauptquartier beschert den Lesern ein Wiedersehen mit einem Mitglied der Familie Kohl, das an einer furchtbaren Waffe arbeitet. Dieses Hin- und Hergleiten zwischen den Zeiten fordert den Lesern erhöhte Aufmerksamkeit ab, die durch den fesselnden Schreibstil wettgemacht wird. Es ist kaum möglich, das Buch aus der Hand zu legen. Kaum glaubt man, die Geschichte der Ikone hätte ein Ende, so ergibt sich eine neue Wendung, die das Katz‘-und-Maus-Spiel weitergehen lässt. Der scheinbar alterslose Pekkala bewegt sich wie James Bond durch jede Gefahr. Selbst die Lagerhaft und zahlreiche Verletzungen können ihm nichts anhaben. Um ihn näher kennenzulernen, muss man wirklich bei Band 1 (Roter Zar) beginnen. Gut gefällt mir, dass es hier jede Menge unterschwelligen Geschichtsunterricht gibt. Mir persönlich hat eine Landkarte zur Orientierung gefehlt. Denn Russland ist groß (und der Zar weit). Möglicherweise ist die im gedruckten Buch ohnehin vorhanden. Fazit: Ein weiteres fesselndes Abenteuer mit Inspektor Pekkala, das durch viele historische Details besticht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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