zum Hauptinhalt springen
Buchcover für Körper kaufen

Körper kaufen

Warum wir über Prostitution sprechen müssen – ein Aufruf zur Solidarität

Loggen Sie sich ein oder erstellen Sie einen Account, um zu sehen, ob dieser Titel zum Anfragen verfügbar ist.

Bestellen oder kaufen Sie dieses Buch in der Verkaufsstelle Ihrer Wahl. Buchhandlung finden.

NetGalley-Bücher direkt an an Kindle oder die Kindle-App senden.


1

Um auf Ihrem Kindle oder in der Kindle-App zu lesen fügen Sie kindle@netgalley.com als bestätigte E-Mail-Adresse in Ihrem Amazon-Account hinzu. Klicken Sie hier für eine ausführliche Erklärung.

2

Geben Sie außerdem hier Ihre Kindle-E-Mail-Adresse ein. Sie finden diese in Ihrem Amazon-Account.

Erscheinungstermin 08.10.2026 | Archivierungsdatum N/A


Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #Körperkaufen #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps


Zum Inhalt

Nicht. Frei. Verfügbar. Solidarität statt Systemunterstützung!

Über Prostitution im Patriarchat und Wege zu mehr Gleichstellung und Selbstbestimmung
Prostitution polarisiert, sie ist komplex, emotional aufgeladen und Fakt ist: Es wird sie immer geben – genauso wie die Debatten, die sie begleiten, und die Strukturen, in denen sie existiert und funktioniert. Umso wichtiger ist es, dass wir uns den damit einhergehenden Diskursen feministisch nähern. Das Patriarchat zieht im Konstrukt Prostitution die Fäden. Es zementiert Rollenbilder, verteilt Macht (ungleich) und verhindert wahre Gleichstellung. In „Körper kaufen“ beleuchtet Olivia Frei diese Gegebenheit als Teil und Produkt verfestigter Hierarchien und verdeutlicht, dass sie nicht isoliert existiert, sondern untrennbar mit Mechanismen der Unterdrückung verbunden ist.

Choice Feminism – wie frei ist die Wahl wirklich und für wen?
Sexualität und Sex finden in einem Machtgefüge statt, das Körper zur Ware macht und – vor allem – männliche Anspruchshaltungen normalisiert. In dieser Ordnung, die sowohl auf Ausbeutung als auch kapitalistischen Logiken fußt, und jene, die ausbeuten, mit Privilegien belohnt, stellt Olivia Frei die Fragen: Welche Beweggründe stecken hinter individuellen Entscheidungen zur Prostitution? Können wir immer von echter Female Choice sprechen, wenn diese Entscheidungen in einem System getroffen werden, das wenig Wahl offenlässt? Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, in der alle Personen echten „freien“ Sex haben können?

Jetzt ist der Zeitpunkt, genauer hinzuschauen
Basierend auf Gesprächen mit Frauen mit Prostitutionserfahrung erkundet Olivia Frei feministische Perspektiven auf Prostitution und liefert eine reflektierte Auseinandersetzung auf Augenhöhe. „Körper kaufen“ ist ein roher Blick auf Sexarbeit. Eine Infragestellung bestehender Machtverhältnisse und deren Funktionsweisen. Ein Aufruf zu mehr Bewusstsein, zur Solidarität mit Betroffenen und nicht zuletzt: ein Aufruf zum Handeln. Lösungsansätze und -ideen existieren bereits. Es ist an der Zeit, sie genauer zu beleuchten und umzusetzen.

„Mit Empathie und ebenso viel Mut plädiert Olivia Frei für einen Feminismus, der sich von postfeministisch-neoliberalen Illusionen von Freiheit und Empowerment verabschiedet. ,Körper kaufen‘ stellt sich konsequent solidarisch an die Seite von Frauen in der Prostitution. Eine Solidarität, die voraussetzt, Prostitution als kapitalistisch-patriarchales Ausbeutungssystem zu analysieren, sowie Gewalt- und Abhängigkeitsverhältnisse klar zu benennen.“ Beatrice Frasl

Nicht. Frei. Verfügbar. Solidarität statt Systemunterstützung!

Über Prostitution im Patriarchat und Wege zu mehr Gleichstellung und Selbstbestimmung
Prostitution polarisiert, sie ist komplex...


Vorab-Besprechungen

 „Mit Empathie und ebenso viel Mut plädiert Olivia Frei für einen Feminismus, der sich von postfeministisch-neoliberalen Illusionen von Freiheit und Empowerment verabschiedet. ,Körper kaufen‘ stellt sich konsequent solidarisch an die Seite von Frauen in der Prostitution. Eine Solidarität, die voraussetzt, Prostitution als kapitalistisch-patriarchales Ausbeutungssystem zu analysieren, sowie Gewalt- und Abhängigkeitsverhältnisse klar zu benennen.“ Beatrice Frasl

„Mit Empathie und ebenso viel Mut plädiert Olivia Frei für einen Feminismus, der sich von postfeministisch-neoliberalen Illusionen von Freiheit und Empowerment verabschiedet. ,Körper kaufen‘ stellt...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783709982969
PREIS 22,90 € (EUR)
SEITEN 256

Auf NetGalley verfügbar

NetGalley-Reader (PDF)
NetGalley Bücherregal App (PDF)
An Kindle senden (PDF)
Download (PDF)

Durchschnittliche Bewertung von 5 Mitgliedern


Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars

Wie frei ist eine Entscheidung wirklich?

Das ist kein bequemes Buch und vermutlich soll es das auch nicht sein. Olivia Frei beschäftigt sich mit einem Thema, bei dem Meinungen schnell feststehen: Prostitution, Selbstbestimmung, Ausbeutung und die Frage, ob man tatsächlich von einer freien Entscheidung sprechen kann, wenn wirtschaftliche Not, gesellschaftliche Machtverhältnisse und Abhängigkeiten eine Rolle spielen. Besonders nachdenklich gemacht haben mich die Erfahrungen der Frauen, die selbst Prostitution erlebt haben. Dadurch bleibt die Diskussion nicht nur theoretisch. Hinter Begriffen wie Sexarbeit, Choice und Selbstbestimmung stehen konkrete Menschen und Lebensgeschichten. Nicht jeder Schlussfolgerung muss man dabei automatisch zustimmen. Gerade bei einem so komplexen und emotionalen Thema finde ich es wichtig, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten. Das Buch vertritt eine klare feministische Position und macht daraus keinen Hehl. Gleichzeitig fordert es dazu heraus, vermeintlich einfache Antworten zu hinterfragen. Für mich liegt genau darin seine Stärke. Ich habe beim Lesen manches anders betrachtet als vorher und mich immer wieder bei der Frage ertappt: Wie frei ist eine Entscheidung wirklich, wenn die Voraussetzungen für Menschen so unterschiedlich sind? Ein engagiertes und streitbares Buch über ein schwieriges Thema, das nicht nur gelesen, sondern diskutiert werden möchte.

5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
War diese Rezension hilfreich?
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars

“Nur weil Prostitution plötzlich Sexarbeit heißt, wird sie nicht weniger patriarchal.”

Kennt ihr Feministinnen, die Prostitution in “Sexarbeit” umbenennen wollen? Die, die alle niederbrüllen, die auch nur irgendeinen Zweifel daran haben, dass das alles normal und gut sein soll? Die, die selbst meist nie in der Prostitution gewesen, ja oft noch nicht mal in die Nähe eines Bordells gekommen sind? Die, die sich außer mit “die machen das ja freiwillig” und “passt schon” noch nie mit dem Thema auseinandergesetzt haben? Nun ja, eine dieser Feministinnen… war ich.

Natürlich hat dieses Buch nicht plötzlich und aus dem Nichts dafür gesorgt, dass sich meine Meinung komplett gedreht hat. Das kam langsam, über die Jahre, nachdem ich mich mehr mit dem Thema beschäftigt und Aussteigerinnen zugehört habe. Nachdem ich Bücher darüber gelesen und selbst Orte aufgesucht habe, an denen Prostitution stattfindet. Heute frage ich mich, wie das alles überhaupt erlaubt sein kann.

“Körper kaufen” hat meine Meinung nochmal gefestigt, eignet sich aber auch ganz wunderbar als Einstiegswerk, um generell mal einen Überblick zu bekommen.

“Diese sexuelle Anspruchshaltung von Männern wird, ohne mit der Wimper zu zucken, zu einer gesellschaftlich getragenen Norm. Als ob Männer ein Recht auf Sex mit einer Partnerin hätten und Frauen dieses Recht gefälligst zu erfüllen hätten.”

Es ist schon bezeichnend, dass die Autorin am Anfang klarstellen muss, dass sie weder religiös noch rechts motiviert ist und dass sie auch kein Problem mit den Frauen hat (im Gegenteil, im Laufe des Buches wird sehr deutlich, dass es ihr grade um diese geht).

Frei hat für dieses Buch viel recherchiert und mit diversen Prostituierten gesprochen. Sie gibt außerdem einen Einblick in die Statistik und die (zugegeben spärliche) Datenlage.

“Wenn Männer zu wenig Sex bekommen oder nicht den, den sie gerne hätten, ist das nicht das individuelle Problem des einzelnen Mannes. Nein, wir machen es zu einem gesellschaftlichen Problem, das wir als Gesellschaft zu lösen haben.”

Die Autorin nimmt uns mit in Wirtschaft und Kapitalismus, erklärt überzeugend, warum Prostitution eben keine normale Arbeit ist und entkräftet gängige Argumente für den Erhalt des Status quo.

Wenn es zum Beispiel heißt, dass es ja gut ist, dass die Männer irgendwo hingehen können und so keine anderen Frauen belästigen müssen, fällt mir persönlich die Kinnlade runter und auch Frei sagt klar:

“Frauen werden in zwei Kategorien eingeteilt: ehrbar und nicht-ehrbar. Die, die es zu schützen gilt, und die, die man Männern zum Fraß vorwerfen kann. Damit die einen in Ruhe leben können, dürfen die anderen ausgebeutet werden.”

Simon Häggström, der als Polizist in Schweden Freier überführt und festnimmt und über seine Arbeit ein Buch geschrieben hat (“Auf der Seite der Frauen”), war entsetzt von den Rotlicht-Zuständen in Deutschland. Bei einer Veranstaltung in der Schweiz, die Frei moderiert hat, kamen die beiden ins Gespräch.

“Ich wollte von ihm wissen, was diese Männer trotz all der Unterschiede eint, und er beantwortete die Frage damit: Das, was sie eine, sei einzig ein problematisches Frauenbild. Das Bild der verfügbaren Frau, die ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen habe.”

Wir reden viel zu wenig über die Männer, die Sex kaufen. Die Stellen im Buch, in denen Freier aus Foren und Bewertungsportalen zitiert werden, sind harter Tobak. Auch in anderen Büchern gibt es solche Zitate und da werden teilweise sehr offen Übergriffe zugegeben, die Frauen werden konstant abgewertet und mit vulgärer Sprache beschrieben.

“Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Männer kaufen sich Sex, und die Frauen, die diesen Sex verkaufen, werden herabgesetzt und gedemütigt.”

Wir wissen mittlerweile, dass bis zu 90 Prozent der in Deutschland tätigen Prostituierten keine deutsche Staatsbürgerschaft haben. Die meisten können kaum deutsch. Manchen werden deshalb Preise auf die Arme gekritzelt, damit der Freier trotz Sprachbarriere Bescheid weiß. Ich möchte kotzen.

Die Autorin kritisiert Teile der Linken und des Feminismus, ohne sich von beidem zu distanzieren, denn sie gehört dazu. Ich habe noch einiges gelernt, obwohl ich mich seit 15 Jahren mit diesen Themen beschäftige und diverse Debatten mitbekommen habe. Dass viele Feminist*innen die Marktlogik verinnerlicht haben und nun sogar am Beispiel des sexuellen Konsenses anwenden, hat mir die Augen geöffnet.

“Und genau hier entscheidet sich, ob Feminismus strukturell denkt oder wegschaut. Die Frage darf nicht lauten, wie wir Prostitution organisieren. Sie muss lauten, warum es sie überhaupt gibt.”

Dass Frei gleichzeitig von sehr privilegierten, oft akademischen Feministinnen (die nicht in der Prostitution arbeiten) und misogynen Männern angegriffen wird, sollte ersteren zu denken geben.

Das Buch ist umfangreich, zugänglich geschrieben, radikal, aber warm, denn man spürt, wie wichtig Frei das Thema ist. Und uns sollte es genauso gehen. Ich wünschte, Feminismus würde von Choice und Entpolitisierung wegkommen und stattdessen wieder deutlich radikaler werden.

“Unsere sexuelle Freiheit für die sexuelle Unfreiheit marginalisierter Frauen. Feminismus, der patriarchale Interessen verwaltet, statt sie anzugreifen, ist Kapitulation.”

Lest dieses Buch!

5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
War diese Rezension hilfreich?
4 stars
4 stars
4 stars
4 stars
4 stars

Körper kaufen von Olivia Frei

Prostitution gehört für mich zu den feministischen Themen, bei denen Diskussionen sehr schnell bei der Frage landen: Darf eine Frau nicht selbst entscheiden, Sex gegen Geld anzubieten? Natürlich darf eine Frau Entscheidungen über ihren eigenen Körper treffen. Aber damit ist für mich die gesellschaftliche Diskussion noch lange nicht beendet.

Denn Entscheidungen entstehen nicht im luftleeren Raum.

Olivia Frei beschäftigt sich genau damit. Wer verkauft sexuelle Dienstleistungen und wer kauft sie? Welche Rolle spielen Geld, Armut, Geschlecht und Macht? Und wie frei ist eine Entscheidung eigentlich, wenn die Alternativen fehlen oder deutlich schlechter sind?

Gerade die Kritik am Choice Feminism fand ich wichtig. Nicht jede Entscheidung einer Frau wird automatisch feministisch, nur weil eine Frau sie getroffen hat. Das bedeutet für mich überhaupt nicht, der einzelnen Frau ihre Selbstbestimmung abzusprechen. Im Gegenteil. Aber wir müssen trotzdem darüber reden dürfen, unter welchen Bedingungen Entscheidungen getroffen werden und wer von diesen Bedingungen profitiert.

Besonders wichtig fand ich dabei die Gespräche mit Frauen, die selbst Prostitutionserfahrung haben. Bei einem Thema, über das unglaublich viele Menschen sehr laut diskutieren, ohne selbst betroffen zu sein, möchte ich diejenigen hören, um deren Leben es eigentlich geht.

Mich beschäftigt vor allem die männliche Seite der Prostitution. Wir diskutieren ständig über die Frauen: Warum machen sie das? Ist es freiwillig? Ist es Arbeit? Ist es Ausbeutung? Viel seltener reden wir darüber, warum überwiegend Männer davon ausgehen können, dass sexuelle Handlungen gegen Geld für sie verfügbar sind. Warum richtet sich der Blick so häufig auf die Person, deren Körper gekauft wird, und so wenig auf die Person, die glaubt, diesen Zugang kaufen zu können?

Und da wird es für mich sehr grundsätzlich. In einer patriarchalen Gesellschaft, in der Frauenkörper sowieso ständig bewertet, sexualisiert und verfügbar gemacht werden, kann ich Prostitution nicht einfach als irgendeine Dienstleistung betrachten und Geschlecht dabei ausblenden.

Gleichzeitig finde ich es wichtig, dass Kritik am System nicht zur Abwertung der Frauen führt, die darin arbeiten oder gearbeitet haben. Frauen in der Prostitution brauchen keine moralische Bewertung ihrer Entscheidungen. Sie brauchen Rechte, Schutz, finanzielle Sicherheit und vor allem echte Möglichkeiten, ihr Leben selbst zu bestimmen.

Körper kaufen hat mich deshalb vor allem bei einer Frage abgeholt, die weit über Prostitution hinausgeht: Wann ist eine Wahl tatsächlich frei? Es reicht für mich nicht zu sagen, dass jemand sich entschieden hat. Ich möchte auch wissen, zwischen welchen Möglichkeiten diese Person überhaupt wählen konnte.

Und vielleicht sollten wir bei Prostitution endlich weniger darüber diskutieren, warum Frauen ihren Körper verkaufen, und sehr viel häufiger darüber, warum Männer glauben, ihn kaufen zu dürfen.

★★★★☆ (4 von 5 Sternen)

4 stars
4 stars
4 stars
4 stars
4 stars
War diese Rezension hilfreich?
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars

„Körper kaufen“ hat für mich einige Lücken in der Auseinandersetzung mit Prostitution geschlossen. In meinem Bekanntenkreis höre ich immer wieder Aussagen wie: „Die Frauen machen das doch freiwillig“ oder „Das ist das älteste Gewerbe der Welt“. Auch das Argument, ein Verbot würde Prostitution nur in den Untergrund verlagern, begegnet mir häufig. Dieses Buch setzt genau bei solchen vereinfachten Vorstellungen an und zeigt, wie komplex die Strukturen dahinter tatsächlich sind.
Besonders eindrücklich fand ich, wie deutlich die Abgründe sichtbar werden, die mit Prostitution verbunden sein können. Gleichzeitig wird das Thema umfassend beleuchtet und anhand von Gesprächen mit Frauen mit Prostitutionserfahrung greifbar gemacht. Das Buch ist gut recherchiert und vermittelt viele Informationen, die mir in bisherigen Diskussionen gefehlt haben.
Was mich dabei besonders beschäftigt hat, ist die Frage, wie wenig wir uns teilweise tatsächlich mit den Lebensrealitäten der Betroffenen auseinandersetzen. Vieles wird mit vermeintlich einfachen Argumenten abgetan, obwohl dahinter komplexe Machtverhältnisse und ganz unterschiedliche Formen von Ausbeutung stehen.
Für mich schließt das Buch deshalb eindeutig eine Wissenslücke und liefert wichtige Denkanstöße. Gerade weil das Thema so häufig diskutiert wird, ohne dass die tatsächlichen Strukturen dahinter bekannt sind, finde ich: Das sollte man gelesen haben.

5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
War diese Rezension hilfreich?
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars

Olivia Frei hat mich mit ihrem Buch "Körper kaufen" ordentlich zum Nachdenken gebracht. Das Buch betont ausdrücklich, dass wir uns als Gesellschaft Gedanken über Prostitution machen müssen, uns damit beschäftigen, wie es den Frauen in der Prostitution wirklich geht, anstatt dass wir an die vermeintliche Freiwilligkeit der Prostitution glauben, weil es leicht und bequem ist. Ich vertrat schon immer die gleiche Meinung wie Olivia Frei, allerdings hat mir die vorliegende Analyse geholfen, alles in meinem Kopf nochmal richtig einzuordnen und meinen bisherigen Gedankengang zu untermauen.

Eine hervorragende System- und Machtanalyse, die aufzeigt, dass wir die prostituierten Frauen als Gesellschaft im Stich gelassen und mal wieder (auch wenn unbewusst) patriarchale Systeme vorangetrieben haben. Das Patriarchat muss weg!

5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
War diese Rezension hilfreich?

LeserInnen dieses Buches mochten auch: