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Septemberkinder 89
Über alle Grenzen
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Erscheinungstermin 07.08.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Zwei Kinder. Kein Plan. Nur der Wille, die Familie wiederzufinden. Spätsommer 1989 - der Eiserne Vorhang bröckelt, und die Eltern des 13-jährigen Paul und seiner kleinen Schwester Michi sind über Nacht verschwunden. Geflohen in den Westen, ohne ihre Kinder.
Als die linientreue Großmutter mit der Polizei vor der Tür steht, bleibt Paul nur ein Ausweg: Er schnappt sich Michi, zwei Rucksäcke und eine Zeltplane - und beginnt eine atemlose Odyssee durch die Wälder der Tschechoslowakei. Richtung Österreich. Richtung Freiheit.
Krisz Hardy erzählt aus der Perspektive eines Jungen, der über Nacht erwachsen werden muss. Authentisch, sinnlich und mitreißend lässt er die untergegangene Welt der DDR lebendig werden. Ein Roman über Geschwisterliebe, die stärker ist als jeder Grenzzaun, über Menschen, die einander helfen, wo Staaten versagen, und über den Mut, alles zu riskieren.
Ein Buch, das Jugendliche ab 12 Jahren ebenso packt wie Erwachsene, die den Herbst 1989 selbst erlebt haben oder ihn endlich begreifen wollen.
Zwei Kinder. Kein Plan. Nur der Wille, die Familie wiederzufinden. Spätsommer 1989 - der Eiserne Vorhang bröckelt, und die Eltern des 13-jährigen Paul und seiner kleinen Schwester Michi sind über...
Eine Anmerkung des Verlags
Das E-Book erscheint am 22. August zu einem Preis von 15,99 Euro.
e-ISBN:978-3-910866-37-9
Mit einem Nachwort von Oliver Uschmann
Das E-Book erscheint am 22. August zu einem Preis von 15,99 Euro.
e-ISBN:978-3-910866-37-9
Vorab-Besprechungen
„Ein Buch so wahr wie das Leben, voller Überraschungen und aufregend bis zum Schluss.“
von Carmen Rohrbach
"Neugierig nahm ich das Buch in die Hand. Das Thema interessierte mich, bin ich doch von einer eigenen Fluchterfahrung geprägt. Der Titel „September Kinder 89“ gefiel mir sofort, mehr noch sprach mich der Untertitel an „Über alle Grenzen“. Das Cover ist ansprechend – am Horizont eine Sonne. Sicherlich geht sie gerade auf, um den Neubeginn zu symbolisieren. In der Mitte eine Landschaft mit schroffen Felsen, die ein wenig an das Elbsandsteingebirge erinnert. Im Vordergrund zwei Rucksäcke und ein blauer Bär. Die Rucksäcke gehören zwei Kindern, die allein den Weg in die Freiheit wagen. Kann das sein? Skeptisch überlegte ich, wie soll Kindern gelingen, was zahlreichen Erwachsenen das Leben gekostet hat, oder wofür sie mit Gefängnis büßen mussten, wie ich?
Das Buch hat mich überzeugt. Die Geschichte wirkt stimmig. Wir begleiten die Kinder Paul und Michi auf ihrer Flucht, als wären wir dabei. Der Autor schildert sie aus der Sicht von Paul, dem 13 jährigen Jungen, der sich und seine neunjährige Schwester vor dem Kinderheim bewahren will. Denn die Eltern sind über Nacht in den Westen abgehauen. Sie haben nur etwas Geld dagelassen. Auf einem Zettel steht, dass die Eltern ihre Kinder irgendwann und irgendwie nachholen würden. Paul jedoch weiß, seine DDR-linientreue Oma wird sie ins Kinderheim stecken, das hat sie angedroht, falls die Eltern die DDR verlassen. Paul hat höllische Angst vor dem Kinderheim, seitdem sein Freund Alex ihm berichtet hat, wie es Kindern dort ergeht.
Als habe der Autor den im Buch beschriebenen Fluchtweg selbst erkundet, wird die Route nachvollziehbar beschrieben. Es gelingt den Geschwistern, die Grenze zwischen der DDR und der Tschechoslowakei zu überwinden. Und sogar die weite Strecke durch das fremde Land bis zur österreichischen Grenze bewältigen sie. Die Beschreibung ist dermaßen authentisch, der Roman so spannend geschrieben, dass man als Leser in die Geschichte hineingezogen wird. Fast glaubt man, dass es genauso gewesen sei.
Gefallen hat mir, wie die Geschwister zusammen halten, sich gegenseitig unterstützen und stärken. Die Gespräche untereinander sind trotz der Strapazen oft witzig. Die Dialoge sind locker und zeigen gleichzeitig die unterschiedlichen Charaktere von Paul und Michi. Die Landschaft spielt eine wichtige Rolle und wird erfahrbar gemacht. Harte Szenen voller Entbehrungen wechseln sich ab mit poetischen Naturschilderungen.
Bei der Begegnung der Kinder mit Jacek wird der Bogen über die DDR-Zeit hinaus weit gespannt bis zur Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach dem 2. Weltkrieg. Es zeigt sich: Geschichte wiederholt sich doch, nur die Details verändern sich.
Durch die Erzählung von Jacek erfuhr Paul und mit ihm der Leser, dass Kinderheime auch eine Zuflucht und Rettung für Kinder sein können. Auch die Kinder aus dem Heim, denen die Geschwister unterwegs begegneten, warfen ein positiveres Licht auf ein Kinderheim. Allerdings, die Informationen über DDR-Kinderheime, die uns zugänglich sind, beweisen, dass Paul richtig gehandelt hat.
Ein Buch so wahr wie das Leben, voller Überraschungen und aufregend bis zum Schluss.
„Ein Buch so wahr wie das Leben, voller Überraschungen und aufregend bis zum Schluss.“
von Carmen Rohrbach
"Neugierig nahm ich das Buch in die Hand. Das Thema interessierte mich, bin ich doch von einer...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783910866355 |
| PREIS | 18,00 € (EUR) |
| SEITEN | 252 |
Links
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 9 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 1495325
Puhhh, dieses Buch war richtig schön, aber auch richtig hart!
Ich konnte nicht aufhören, es zu lesen. Ich habe so viel geweint und auch so viel gelacht.
Buchhändler*in 1866052
Paul und Michi sind Geschwister und wachsen gemeinsam in der DDR auf. Ihre Eltern arbeiten viel und Paul und Michi sind oft auf sich alleine gestellt. Aber sie waren noch nie so alleine wie am dem Tag, als ihre Eltern alleine Nachts abgehauen sind. Rüber in den Westen sind sie geflohen und Paul der war plötzlich ganz alleine für sich und seine Schwester Michi verantwortlich. Er macht sie beide für die Schule fertig, kümmert sich um die Mahlzeiten und hält gleichzeitig geheim, dass seine Eltern abgehauen sind.
Doch seine Oma bekommt mit, dass die Eltern abgehauen sind und will die Kinder in ein Heim stecken.
Aber nicht mit Paul der schnappt sich seine Schwester Michi und Gemeinsam mit ihren beiden Rucksäcken machen sie sich auf den Weg über die Grenze. Der Plan erst einmal durch die Tschechoslowakei und dann über Österreich in den Westen fliehen und Mama und Papa wiederfinden.
Durch die Polizei verfolgt und mithilfe einiger neuer Freunde erreichen Paul und Michi dann die Grenze, aber ihr Plan geht nicht ganz so auf wie geplant.
Aber durch Pauls großen Mut und Michis Vertrauen in ihn gelingt den beiden Kindern die Flucht in den Westen
Maria H, Rezensent*in
Das Cover mit den beiden Rucksäcken und dem blauen Teddy darauf, passt sehr gut zur Geschichte. Diese erzählt vom Spätsommer 1989, die Zeit in der der Eiserne Vorhang bröckelt und viele Menschen aus der DDR flüchten. Die Eltern vom dreizehnjährigen Paul und seiner neunjährigen Schwester Michi sind auch über Nacht ohne ihre beiden Kinder in den Westen geflohen. Zurück blieb ein Brief und ein Umschlag mit Geld. Als bei den Kindern vor der Wohnungstür die Großmutter mit der Polizei steht, flüchten die beiden Kinder um nicht ins Heim zu müssen. Sie machen sich auf den Weg Richtung Österreich um über die Grenze zu ihren Eltern zu kommen. Die Reise ist sehr beschwerlich und es wartet so manche Überraschung auf die beiden Kinder. Als es ihnen wirklich sehr schlecht ging, bekamen sie unerwartete Hilfe von einem Mann, der als Kind selbst geflohen war. Die Geschichte wird aus Sicht von Paul erzählt, was die Spannung noch spürbarer macht. Dies Buch zeigt, was Geschwisterliebe ausmacht und wie wie wichtig Menschen sind, die einfach da sind, wenn man in Not ist.
Dies Buch hat mir sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gerne weiter.
"Septemberkinder 89. Über alle Grenzen" von Krisz Hardy, erschienen im Neissufer Verlag
im August 2026
Sommer 1989: Der 13-jährige Paul findet von seinen Eltern einen Abschiedsbrief, sie sind über Nacht in den Westen geflohen.
Seiner jüngeren Schwester Michi erzählt er erst mal nichts davon. Paul möchte Michi vor Kummer und Angst bewahren.
Zurück geblieben sind etwas Geld, zwei Rucksäcke und ein blauer Teddybär.
Das Cover passt sehr gut, die 2 Rucksäcke der Kinder und der ganz wichtige blaue Teddy sind zu sehen.
Also Paul erfährt, sie müssen ins Heim, entscheidet er ganz mutig mit seiner Schwester auch abzuhauen. Für Michi wird es ein Abenteuerspiel.
Zu Fuß machen sich die beiden Geschwister auf eine gefährliche Reise durch die Tschechoslowakei in Richtung Österreich. Die Reise ist geprägt von der Angst, entdeckt zu werden, der harten Natur, aber auch von Begegnungen mit Menschen, die ihnen heimlich helfen. Ich konnte die Spannung kaum aushalten. Ich hatte echt Angst um Paul und Michi, vor allem als sie sich verletzen.
Da sind viele Emotionen im Spiel, ich habe deutlich gespürt, wie sehr es den Autor persönlich betrifft.
Mit 160 Seiten ist es eine verhältnismäßig kurze Geschichte, in der aber enorm viel erzählt wird.
Es zeigt eindrucksvoll, dass ein starker Roman nicht hunderte von Seiten haben muss, um zu beeindrucken und im Gedächtnis zu bleiben.
Krisz Hardy verzichtet bewusst auf langatmige Erklärungen oder unnötige Nebenstränge. Jeder Satz sitzt, jede Szene treibt die Handlung voran.
Gerade für Jugendliche oder Lesemuffel ist diese Kürze ein echter Vorteil, da der Einstieg leichtfällt und die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite gehalten wird.
Ich kann das Buch definitiv empfehlen, es ist eine interessante Erfahrung und erzählt beeindruckend von der Vergangenheit.
Zwei Rucksäcke, eine große Hoffnung und ein langer Weg
Eine bewegende Geschichte über Geschwisterliebe, Mut und Zusammenhalt.
Paul ist dreizehn Jahre alt, als er plötzlich für seine kleine Schwester Michaela da sein muss. Die Eltern sind weg und von einem Tag auf den anderen liegt eine Aufgabe vor ihm, die eigentlich viel zu groß für einen Jungen in seinem Alter ist. Gemeinsam mit der neunjährigen Michi macht er sich auf den Weg, immer in der Hoffnung, seine Familie wiederzufinden.
Was während der Reise immer wieder auffällt, ist die Nähe zwischen den beiden Geschwistern. Paul versucht, Michi zu schützen und ihr Sicherheit zu geben, auch wenn er selbst oft nicht weiß, wie es weitergeht. Michi wiederum vertraut ihrem Bruder und hält zu ihm. Gerade diese Verbindung macht viele Situationen sehr nah.
Die Flucht durch die Wälder der Tschechoslowakei ist für die beiden Kinder nicht einfach. Sie sind müde, haben Angst und wissen nicht, was sie erwartet. Trotzdem gehen sie weiter. Dabei zeigt sich, wie viel Kraft in kleinen Momenten liegen kann. Ein Mensch, der hilft, ein paar freundliche Worte oder das Gefühl, nicht ganz allein zu sein, bedeuten plötzlich sehr viel.
Krisz Hardy nimmt die Leser mit in die letzten Wochen der DDR und erzählt diese Zeit aus der Sicht eines Kindes. Dadurch erlebt man die Ereignisse nicht aus der Entfernung, sondern bleibt nah bei Paul und Michi. Die Unsicherheit dieser Zeit wird spürbar, ohne dass die Geschichte mit geschichtlichen Erklärungen überladen wird.
Mir ist vor allem Pauls Entwicklung im Gedächtnis geblieben. Er muss schnell Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen, die kein Kind treffen sollte. Trotzdem bleibt er ein Junge mit Ängsten und Zweifeln. Genau das macht seinen Weg glaubhaft.
Die Begegnungen, die Paul und Michi unterwegs haben, geben der Geschichte immer wieder besondere Momente. Sie zeigen, dass es auch in schwierigen Zeiten Menschen gibt, die nicht wegsehen und helfen, wenn es darauf ankommt.
Die Geschichte lebt von der Beziehung der beiden Geschwister. Es geht um Familie, um Hoffnung und um den Wunsch, wieder dort anzukommen, wo man hingehört. Gerade diese einfachen Gedanken machen das Buch so nah.
Ein berührender Roman über zwei Kinder, die in einer schweren Zeit füreinander einstehen. Die Geschichte von Paul und Michi hat mich sehr bewegt und bekommt von mir vier Sterne.
Die Eltern von Paul und Michi fühlen sich gezwungen, aus der DDR zu flüchten. Nur können sie schweren Herzens ihre Kinder nicht mitnehmen. Die Flucht wäre zu beschwerlich und gefährlich.
Das sieht der 13-jährige Paul aber anders und bevor die Oma die Kinder an die Polizei übergeben kann - die findet nämlich, die Kinder seien schon immer besser im Heim aufgehoben - packt Paul seinen und Michis Rucksack und zusammen machen die beiden sich leise auf, Richtung Tschechoslowakei.
Ihr Ziel: Österreich!
Die Geschichte von Paul und Michi ist zwar fiktiv, aber sie hat mich voll mitgenommen.
Erzählt wird die ganze Zeit aus Pauls Sicht und der arme Kerl kann einem die ganze Zeit nur Leid tun, bei dem was er sich und seiner kleinen Schwester aufbürdet.
Die Strapazen, die Erschöpfung und die Unsicherheit die Paul während der Reise fühlt. Und mehr als ein Mal bereut er, es überhaupt versucht zu haben mit die Flucht. Vor allem wegen seiner Schwester, für die alles ja noch mal ein Stück anstrengender ist.
Und die kleine Michi, die erst neun ist und das unerschütterliche Vertrauen, das sie in ihren Bruder hat. Egal was passiert, Paul wird es schon für sie richten.
Nicht immer trifft Paul die besten Entscheidungen, und mehr als einmal habe ich als erwachsene Leserin für mich gedacht: "Oh, tu das nicht Paul, ihr werdet noch entdeckt".
Denn die Flucht der beiden bleibt natürlich nicht lange unbemerkt und überall wird nach den Kindern gefahndet.
Sehr schön fand ich die unerwartete Hilfe, die die Kinder überall von Menschen erleben, die schon ihre eigenen Erfahrungen mit dem Staat gemacht haben.
Von Anfang an habe ich mit den beiden mitgefiebert und ihnen das beste Ende für ihr unfreiwilliges Abenteuer gewünscht. Und vielleicht habe ich auch an der einen oder anderen Stelle ein Tränchen verdrückt, weil Paul und Michi mich so sehr berührt haben.
Die beiden habe ich richtig in mein Herz geschlossen.
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