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Buchcover für Gib mir alles

Gib mir alles

Roman

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Erscheinungstermin 03.09.2026 | Archivierungsdatum 30.03.2027


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Zum Inhalt

Was bleibt, wenn du niemanden mehr beeindrucken musst?

Ioana powert sich aus: im Job und dabei, stets die Erwartungen ihrer rumänischen Familie zu erfüllen. Als ihr Großvater stirbt, gerät sie an ihre Grenzen – und muss sich dabei neu erfinden. Alexandra-Maria Pipos erzählt humorvoll und temporeich von einer jungen Heldin im Spagat zwischen zwei Ländern und verschiedenen Versionen ihrer selbst.

Sowohl in ihrem Job bei Cadris Consulting als auch als aufopferungsvolle Tochter: Ioana glaubt an Leistung. Dass die Grenzen zwischen Selbstoptimierung und Wahn fließend ineinander übergehen, ignoriert sie. Zu wichtig ist der bevorstehende Pitch, der ihr die langersehnte Senior-Position bringen soll. Dann muss sie unerwartet zur Beerdigung ihres Großvaters nach Rumänien.

Dort angekommen und mit einem Ohr immer noch in Kunden-Calls, mit dem anderen schon bei den Witzen ihres Onkels Radu, wird sie mit ihrer verrückt-liebenswürdigen bis abgründigen Familiengeschichte konfrontiert – und einem Land, das sie so nicht mehr kennt. Bald beginnt sie zu zweifeln, an den Erinnerungen aus den Sommern ihrer Kindheit, den Geschichten ihrer Eltern.

Am Ende muss sie eine unmögliche Entscheidung treffen und sich fragen, was sie mit den Scherben anfangen soll, die man ihr hinterlassen hat.

Was bleibt, wenn du niemanden mehr beeindrucken musst?

Ioana powert sich aus: im Job und dabei, stets die Erwartungen ihrer rumänischen Familie zu erfüllen. Als ihr Großvater stirbt, gerät sie an ihre...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462012811
PREIS 23,00 € (EUR)
SEITEN 272

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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5 stars

Kein Buch mal so zum Zwischendurch lesen, dafür steckt zu viel drin. Man fühlt auf jeder Seite mit Ioana mit (die sich in Deutschland Johanna nennt, um nicht schräg angesehen zu werden), die sich zwischen ihrer Arbeit und der Familie aufreibt. Ihr Chef agiert menschenverachtend und fordert täglich mehr. Dem versucht sie gerecht zu werden, um ihre Familie zu unterstützen, die nicht nur aus Engeln besteht (ihr Onkel klaut das Geld für die Beerdigung). Allen gerecht zu werden, ist schier unmöglich. Beim Lesen habe ich mich oft gefragt, wie gehen wir mit Mitbürgern aus anderen Ländern um, speziell, wenn sie aus dem östlichen Ausland kommen? Behandeln wir sie nicht auch ganz leicht als Bürger zweiter Klasse?
Ein Roman, der lange nachhallt!

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4 stars

Zum Inhalt:
Ioana gibt alles in ihrem Job um auch endlich an den begehrten, höheren Posten zu kommen. Als dann ihr Großvater stirbt und sie deshalb zurück nach Rumänien muss, hat sie ein echtes Problem, steht der wichtige Pitch doch kurz bevor, glaubt aber sicher daran, beides zu schaffen. Vor Ort muss sie allerdings feststellen, dass das schwieriger ist als sie dachte.
Meine Meinung:
Mir hat an dem Buch sehr gut gefallen, dass diese Zerrissenheit zwischen Erwartungshaltung der Familie und Job extrem gut dargestellt wurde. Dazu entführt uns das Buch in eine Welt, in der vieles sehr viel anders ist als das bei uns so ist. Den Schreibstil fand ich sehr gut, ich bin förmlich durch das Buch geflogen. Irgendwie hat mich das Ende aber ein bisschen enttäuscht, denn irgendwie blieben Fragen offen, das hätte ich mir persönlich anders gewünscht. Insgesamt hat das Buch aber was.
Fazit:
Hat was

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Die Geschichte einer jungen Frau, die als Kleinkind mit ihren Eltern aus Rumänien nach Deutschland kam, hat mich sehr interessiert.

Mit Jojo' s (Ioana) Tagesbeginn startet die Geschichte, die sie selbst erzählt. Jojo ist ehrgeizig, achtet auf eine gesunde Lebensweise, will im Job als nächste befördert werden und ist bereit, dafür auch tüchtig zu arbeiten. Außerdem möchte sie genug verdienen.
Ihre Eltern fühlten sich lange als Asylanten. Das hat auch Ioana geprägt. Zudem wurde Ioanne immer ausgegrenzt und ausgenutzt und hat sich in diese Rolle gefügt. Sie will sich davon befreien und merkt nicht, dass sie im Job ausgenutzt wird. Nun ist ihr Großvater verstorben und sie fliegt zur Beerdigung.

Mit Leichtigkeit habe ich in diesen Roman hinein gefunden. Der Schreibstil der Autorin ist leicht, flüssig, gut lesbar, klug und mit außergewöhnlichen Ideen. Gleichzeitig versteht sie es, wunderschöne Bilder zu zeichnen, so dass man sich Situationen, Gegenden, Handlungen und Charaktere perfekt vorstellen kann. Besonders gut wurden Gefühle transport. Der Stress kann man teilweise fast körperlich spüren.

Je weiter sich die Geschichte entwickelt, um so vielfältiger werden die Themen und Problematiken, mit denen Ioana konfrontiert wird. Diese Vielfalt hat mir sehr gefallen, auch dass dies geschickt verwoben und gut recherchiert erzählt wurde.

Die Charaktere, die wir durch diese Geschichte begleiten, sind alle gut gezeichnet und entsprechen ihren Rollen. Auch hier gelingt es der Autorin sehr gut zu beschreiben und glaubhaft darzustellen, beeindruckend, teilweise tiefgründig, geheimnisvoll. Besonders gut ist ihr die Protagonistin Ioanna gelungen. Sie war so lebendig, glaubhaft, manchmal stark und dann wieder demütig, gehorsam. Die Randfiguren sind auch glaubhaft und interessant. Jeder passt in diese Geschichte hinein.

Es ist eine Geschichte die auch von unausgesprochener und unvergebener Schuld erzählt, die über Generationen hinweg wirkt und das Handeln der Nachgeborenen beeinflusst. Mir gefiel sehr gut einmal zu lesen wie sich Migranten fühlen, die schon sehr lange in Deutschland aufwachsen, leben und arbeiten. Auch dies hat mich sehr berührt, so gut ist es mit der Gesamtstory verwoben.

Leider hat mich das Ende dann unzufrieden zurück gelassen.
Es war mir zu unvollständig. Fäden blieben lose, es war schwammig. So viel Unausgesprochenes am Ende der Geschichte. So viele offene Fragen und zu wenig klare Antworten.

Ich verstehe, dass diese Geschichte mit einem offenen Ende funktioniert, dass es die Lesenden anregen soll, weiter zu denken. Und das macht sogar Freude darüber nachzusinnen. Trotzdem funktioniert es für mich nicht richtig. Offene Enden lehne ich nicht ab, im Gegenteil mag sie meistens sogar. Doch diesmal bin ich unzufrieden. Zumal ich auch das Gefühl hatte, dass das Ende nicht zu vorausgehenden Dreiviertel des Buches passt. Dies hatte ich als sehr stark und anregend empfunden. Und ich habe erwartet, dass man der Protagonistin abspürt, in wie weit sie sich verändert und weiterentwickelt hat. Dies war etwas wenig ersichtlich.

Trotzdem ein Buch, das ich empfehlen kann, denn es passt in unsere Zeit. Aktuell, gut geschrieben mit einem Titel und Cover, die wunderbar Ioanas Geschichte unterstreichen.

4 stars
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4 stars

Alexandra-Maria Pipos Geschichte berührt mich, weil sie zeigt, wie leicht man sich selbst verlieren kann, wenn man ständig versucht, Erwartungen zu erfüllen, die nie wirklich die eigenen waren. Ioana rennt durch ihren Job, durch die Anforderungen ihrer rumänischen Familie, durch ein Leben, das von Leistung und Perfektionismus zusammengehalten wird. Und erst als ihr Grossvater stirbt, bricht etwas in ihr auf. Plötzlich reicht es nicht mehr, stark zu sein. Plötzlich muss sie stehen bleiben. Was mich besonders bewegt, ist dieser Spagat zwischen zwei Welten. Dem schnellen, effizienten Consulting-Alltag und der chaotisch-liebenswürdigen Familienrealität in Rumänien. Ioana sitzt in Kunden-Calls, während ihr Onkel Radu Witze macht; sie versucht, professionell zu bleiben, während Erinnerungen an Kindheitssommer bröckeln. Es ist, als würde sie merken, dass die Version von sich selbst, die sie so hart aufgebaut hat, nicht mehr trägt. Die Begegnung mit ihrer Familie den liebevollen, den schwierigen, den abgründigen Seiten zwingt sie, ihre Geschichte neu zu betrachten. Was ist wahr? Was wurde verschwiegen? Was hat sie geglaubt, weil es einfacher war? Und was bleibt übrig, wenn man niemanden mehr beeindrucken muss? Am Ende steht Ioana vor einer Entscheidung, die unmöglich scheint, weil sie nicht nur über Karriere oder Herkunft geht, sondern über Identität. Über die Frage, wie man mit den Scherben umgeht, die einem hinterlassen wurden und ob man daraus etwas baut, das endlich einem selbst gehört. Für mich ist der Roman ein kraftvoller, humorvoller, manchmal schmerzhafter Blick darauf, wie man sich neu erfindet, wenn das alte Leben nicht mehr passt.

4 stars
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