Stromlinien
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Erscheinungstermin 24.06.2026 | Archivierungsdatum 23.08.2026
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Zum Inhalt
Wie schwer wiegt ein Geheimnis? Ein großer, sensibel erzählter Familienroman über Lebensentscheidungen, die uns auseinandertreiben können – oder für immer miteinander verbinden.
Enna und Jale sind in den Elbmarschen zu Hause. Sie leben im Rhythmus von Ebbe und Flut, beobachten Kormorane und Austernfischer – und zählen die Tage, bis ihre Mutter Alea aus der Haft entlassen wird. Doch als es endlich so weit ist, verschwindet nicht nur Alea spurlos, sondern auch Jale. Entschlossen durchkämmt Enna auf der Suche nach ihnen das Alte Land, ohne zu ahnen, dass dieser Weg sie für immer verändern wird.
Berührende Lesestunden mit Rebekka Frank:
Das Echo der Gezeiten
Stromlinien
Spiegelland
Wie schwer wiegt ein Geheimnis? Ein großer, sensibel erzählter Familienroman über Lebensentscheidungen, die uns auseinandertreiben können – oder für immer miteinander verbinden.
Enna und Jale sind in...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783596711536 |
| PREIS | 14,00 € (EUR) |
| SEITEN | 512 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 1662584
Wie erwartet ein super tolles Buch von der Autorin, Man verschlingt es förmlich. Eine ganz klare Kaufempfehlung.
Nele W, Buchhändler*in
Ein spannender Familienroman mit tragischer Vergangenheit, welche bis in die Gegenwart reicht. Eine Reise durch die Natur der Elbmarschen und zu sich selbst.
Lesemaus_007 C, Rezensent*in
💭 Meine Gedanken
Der Einstieg ist total gelungen: durch diesen erhält der Leser einen ersten Eindruck von der Atmosphäre der Geschichte und dem naturnahen Setting im Alten Land.
Durch die unterschiedlichen Zeitstränge ist die Erzählung zwar sehr komplex, für mich jedoch auch ganz besonders, denn es fordert den Leser und ich hatte großen Spaß dabei, die Geschichte zu lesen, die sich immer mehr zusammenfügt, bis am Ende dann, nachdem man ein paar mal fehlgeleitet wurde, plötzlich alle Stränge perfekt zusammenlaufen und einen Sinn ergeben. ✨
Erst durch das abschließende Nachwort bin ich wieder in der Realität angekommen und wurde noch darüber aufgeklärt, was aus der Geschichte auf Tatsachen beruht und wo die Fantasie der Autorin eingegriffen ist 🪄
Weitere Pluspunkte:
Die Atmosphäre des Buches: auch wenn über der Geschichte eine gewisse Schwere liegt, habe ich mich total gut ins Setting einfinden können und mich gefühlt, als würde ich an Ennas Seite alles miterleben und miterforschen 🕵
Ich war von Anfang an gefesselt und auch wenn ich durch „Spiegelland“ eine gewisse Vorahnung hatte, sind die Wendungen geglückt und ich durfte während des Lesens mehrere „Aha-Momente“ erleben 💭
Es war spannend bis zum Schluss und durch einige unerwartete Plottwists komplett unvorhersehbar! ⚡️
Außerdem liebe ich die Gestaltung des Buches, sowohl das Cover an sich, als auch die Umschlaggestaltung 🌊
⭐️ Mein Fazit
Ein eindrucksvoller und bewegender Familienroman, der verschiedene Zeitstränge perfekt miteinander verbindet, sodass am Ende eine tiefgründige Erzählung über Schuld, Vergebung und Zusammenhalt entsteht, welche durch die Einbindung von kriminalistischen Motiven vom Spannungsfaktor schon fast einem Thriller ähnelt.
Auch bei diesem Roman hat für mich einfach alles gestimmt: die starken Charaktere, das atmosphärische Setting im Alten Land, die Verknüpfung der einzelnen Erzählstränge, die Geheimnisse, die mich fehlgeleitet haben und auch die Spannung, die sich durch die gesamte Erzählung zieht - für mich (erneut) ein Highlight und wirklich unvergleichlich! 🫶
Rezensent*in 595693
Elbmädchen
Die Zwillinge Enna und Jale wachsen bei ihrer Großmutter Ehmi in den Elbmarschen auf, beobachten Kormorane und Austernfischer, während sie die Jahre zählen, bis ihre Mutter Alea endlich aus dem Gefängnis entlassen wird. Aber nichts wird an diesem Tag so sein, wie die beiden mittlerweile siebzehnjährigen Elbmädchen es erwarten, denn plötzlich sind Alea und Jale spurlos verschwunden.
Von 2025 bis zurück ins Jahr 1923 erstreckt sich diese ebenso ruhige wie aufwühlende Geschichte, welche Rebekka Frank auf drei großen Zeitebenen erzählt. Während man anfangs kaum ahnt, wie die einzelnen Handlungsstränge denn zusammenhängen, so erschließt sich dem Leser nach und nach die Details, welche das große Puzzle schlussendlich zusammenfügen. Mit ihrer angenehmen Sprachmelodie spiegelt die Autorin das Wesen der Marschlande ausgezeichnet wider, beschreibt sie die geheimnisvolle Atmosphäre der weiten Ebenen und der tückischen Flussläufe auf bestens vorstellbare Art und Weise. So erleben wir die etwa hundert Jahre hautnah, tauchen tief ein in die Gefühlswelt der überaus realistisch dargestellten Figuren und erfahren zudem noch von einigen historisch belegten Ereignissen, welche geschickt in den Handlungsverlauf eingewoben sind.
Mehrere Generationen, Schuld und Strafe, Verantwortung und Liebe – das und noch viel mehr wird auf 500 Seiten thematisiert. Ein Rösselsprung durch Land und Zeit hat mich an jedes einzelne Kapitel gefesselt und mich ebenso fasziniert wie der zuvor erschienene Roman „Spiegelland“. Eine klare Empfehlung für jene Leser, die sich gerne in Naturbeschreibungen und Familiengeheimnissen verlieren.
Titel Stromlinien
Autor Rebekka Frank
ASIN B0DK47TTB5
Sprache Deutsch
Ausgabe ebook, ebenfalls erhältlich als Geb. Buch (512 Seiten), Taschenbuch (24.6.2026) und Hörbuch
Erscheinungsdatum 1. März 2025
Verlag S. Fischer
Dieser Roman von Rebekka Frank hat mich sofort mit seiner stillen, fast fliessenden Intensität gepackt. Enna und Jale, verwurzelt in den Elbmarschen, leben in einem Rhythmus, der von Natur, Wasser und Warten geprägt ist und genau dieses Warten wird zum emotionalen Kern des Romans. Die Sehnsucht nach der Mutter, die Angst vor dem, was ihre Rückkehr bedeutet, und dann das doppelte Verschwinden: Alea und Jale lösen sich aus Ennas Welt wie Schatten, die sich im Nebel verlieren. Für mich entsteht daraus eine Atmosphäre, die gleichzeitig weit und beklemmend wirkt. Ennas Suche durch das Alte Land ist weniger eine klassische Spurensuche als eine Reise in die eigenen Brüche. Jeder Ort, jeder Mensch, dem sie begegnet, trägt ein Stück Wahrheit in sich, aber nichts ergibt sich leicht. Besonders berührend fand ich, wie sensibel der Roman zeigt, wie Familiengeheimnisse wirken, nicht laut, sondern wie unterirdische Strömungen, die alles mit sich reissen können. Enna wächst an dieser Suche, aber nicht ohne Schmerz. Die Landschaft spielt dabei fast eine eigene Rolle die Marschen, das Wasser, das Kommen und Gehen der Gezeiten spiegeln Ennas innere Bewegung. Meiner Meinung nach ein leiser, poetischer Familienroman, der zeigt, wie schwer ein Geheimnis wiegen kann und wie befreiend es sein kann, ihm endlich ins Auge zu sehen.
Rezensent*in 596738
Die siebzehnjährigen Zwillinge Enna und Jale sind in bei ihrer wortkargen Großmutter Ehmi aufgewachsen, ihre Mutter Alea kennen sie nur von den Besuchen im Gefängnis. Ihre Heimat sind die Elbmarschen, die Schwestern lieben es, mit ihrem kleinen Boot zu fahren und die einzigartige Natur zu entdecken. Seit Ewigkeiten zählen sie die Zeitabstände bis zu Aleas Entlassung - doch als der lang ersehnte Tag anbricht, ist Jale spurlos verschwunden. Und auch Alea taucht nicht auf, in den folgenden Tagen sucht Enna ununterbrochen nach ihrer Mutter und Schwester, unerwartete Unterstützung erhält sie dabei von ihrem Mitschüler Luca.
"Stromlinien" von Rebekka Frank ist trotz der spannenden Personensuche eine ruhig erzählte Geschichte, die mich unerwartet tief in ihren Bann gezogen und bis zum Schluss bezaubert hat. Selbst das Nachwort hat mich noch gefesselt, denn hier erklärt die Autorin, was in ihrem Buch auf wahren Begebenheiten beruht und wobei es sich um Fiktion handelt. Wieder einmal habe ich festgestellt, dass ich es beim Lesen mag, wenn die Kapitel zwischen verschiedenen Personen und Zeitebenen wechseln - wer sich mit solchen Sprüngen schwer tut, könnte hier leicht überfordert sein. Doch wer sich auf die diversen Protagonisten und Jahrzehnte einlassen kann, wird mit einem unvergleichlichen Lesevergnügen belohnt.
Der Schreibstil hat mich gefesselt, sowohl vom Hintergrund als auch von den Figuren hatte ich ein deutliches Bild vor Augen, die Naturverbundenheit der Autorin ist beinahe auf jeder Seite zu spüren. Das wunderbare Ambiente der Elbmarschen vermischt sich mit den mitreißenden Lebensgeschichten mehrerer Generationen zu einer in meinen Augen ganz besonderen Lektüre mit emotionalem Tiefgang. Obwohl dieser Roman weit entfernt von meinem üblichen Leseschema ist, habe ich jede einzelne Minute damit genossen und spreche aus tiefstem Herzen eine Leseempfehlung aus.
Fazit: Der Zauber der Elbmarschen und die Lebensgeschichten mehrerer Generationen vermischen sich zu einem fesselnden Lesevergnügen, das ich begeistert weiter empfehle.
Inhalt: Enna und Jale sind in den Elbmarschen zu Hause. Sie leben im Rhythmus von Ebbe und Flut, beobachten Kormorane und Austernfischer – und zählen die Tage, bis ihre Mutter Alea aus der Haft entlassen wird. Doch als es endlich so weit ist, verschwindet nicht nur Alea spurlos, sondern auch Jale. Entschlossen durchkämmt Enna auf der Suche nach ihnen das Alte Land, ohne zu ahnen, dass dieser Weg sie für immer verändern wird.
Was fü ein Buch....
Dieses Buch ist eines meiner absoluten Favoriten Ende 2024. Ich liebe solche Bücher einfach.
Diese Geschichte hat mich fasziniert, berührt... mitgerissen...
Ein sehr gelungenes Werk und eine klare Kauf- und Leseempfehlung von meiner Seite aus.
Alte Geheimnisse - neue Geheimnisse
Zu Beginn taucht man als Leser*in in die Natur und Landschaftsgegebenheiten ein, darauf muss man sich zuerst einlassen können. Ich bin eher neugierig und bestrebt, schnell an neue Informationen zu kommen oder möchte wissen, wie die Geschichte weitergeht. Doch hier wurde ich ausgebremst und habe die Bilder, die dadurch entstanden sind, aber nach kurzer Zeit doch sehr schön gefunden und mich auch auf eine Entschleunigung der Geschichte einlassen können. Wenn man im Nachhinein das Nachwort der Autorin liest, versteht man auch ihren Bezug zu den Erzählungen und zur Natur, das finde ich sehr gelungen. Ich finde es immer interessant, wie Autor*innen gerade auf dieses eine Thema stoßen, das sich für ein Buch lohnt und hier wurde dies sehr ausführlich und für mich nachvollziehbar erklärt.
Inhaltlich werden die Lebensgeschichten einer nicht ganz gewöhnlichen Familie über mehrere Generationen beschrieben. Gewisse Themenbereiche und Probleme treten scheinbar gehäuft auf, wie Gefängnisaufenthalte oder die Frage nach Schuld und Vergebung oder auch die Häufung von Zwillingen. Spannend finde ich vor allem die jugendlichen Sichtweisen von Enna und Luca, kombiniert mit Oma Ehme und Großtante Greetje, eine gelungene Ergänzung. Auch das Leben in der Abgeschiedenheit inmitten der Natur an der Elbe und zugleich die Nutzung neuer Medien finde ich spannend.
Am Ende werden alle Handlungsstränge miteinander in Verbindung gebracht und die Fragen aus der Vergangenheit werden aufgeklärt. Die aktuellen Ereignisse werden zwar auch aufgelöst, allerdings kam mir dies am Ende etwas zu kurz und knapp, vor allem in Relation zu den vorangegangenen, doch sehr ausführlichen Schilderungen. Hier hätte ich mir noch weitere Sichtweisen von Jale oder Alea gewünscht, sie kommen für mich etwas zu kurz. Häufig wird über Jale aus Sicht von Enna oder aus der Perspektive ihrer Schulkolleg*innen von ihr gesprochen, aber was sie selbst denkt und warum sie wie handelt, ist am Ende etwas knapp gehalten. Trotzdem hat mich die Familiengeschichte sehr berührt und ich hätte sehr gerne noch weitergelesen, wie die Zukunft sich entwickeln wird. Alte Geheimnisse werden geklärt, aber neue sind wieder entstanden.
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