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Sommerhaus
von Rachel Joyce
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Erscheinungstermin 11.06.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Als der weltberühmte Künstler Vic Kemp seine vier Kinder mit dem Versprechen einer großen Neuigkeit zusammenruft, lassen die Geschwister alles stehen und liegen. Feierlich eröffnet ihnen der siebzigjährige Vic, dass er noch einmal heiraten wird, und zwar die 27-jährige Bella-Mae. Die Geschwister sind fassungslos. Kurz darauf wird ihr Vater tot aufgefunden, ertrunken in einem See, den er wie seine Westentasche kannte. Netta, Susan, Goose und Iris versammeln sich im Sommerhaus der Familie am italienischen Lago d‘Orta, um herauszufinden, was passiert ist. Dort treffen sie auf Bella-Mae, an die sie einige Fragen haben. Doch die junge Frau ist ebenso freundlich wie undurchschaubar. In der flirrenden Hitze dieses schicksalhaften Sommers bemerken die vier erst spät, dass es eigentlich Bella- Mae ist, die hier die Fragen stellt. Fragen, denen die Geschwister ein Leben lang ausgewichen sind.
»Bis zu jenem schicksalhaften Sommer, wusste Goose nicht, dass man so lachen und gleichzeitig so traurig sein konnte.«
Als der weltberühmte Künstler Vic Kemp seine vier Kinder mit...
Eine Anmerkung des Verlags
Bitte beachten Sie die Sperrfrist für Rezensionen (außerhalb von NetGalley) bis zum 11. Juni 2026.
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Bitte beachten Sie die Sperrfrist für Rezensionen (außerhalb von NetGalley) bis zum 11. Juni 2026.
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hardcover |
| ISBN | 9783851796223 |
| PREIS | 26,00 € (EUR) |
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Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ein Sommer, der alles verändert
Vic, ein bekannter Künstler, hat sich im hohen Alter noch einmal verliebt. Als er seinen vier Kindern eröffnet, dass er demnächst heiraten wird, sind sie nicht nur darüber entsetzt, dass die Auserwählte fast 50 Jahre jünger ist, sondern auch darüber, dass sie zu der Hochzeit nicht eingeladen sind.
Die beiden heiraten in Italien und verbringen die Zeit danach in Sommerhaus der Familie auf einer kleinen Insel. Als Vic ein paar Wochen später beim morgendlichen Baden ertrinkt, reisen die Geschwister an, um mehr zu erfahren.
Dort lernen sie Bella-Mae erstmals kennen.
So wie Bella-Mae das Leben ihres Vaters verändert hat, verändern sich auch nach und nach die Geschwister und ihre Beziehung zueinander.
Ein stimmungsvolles Buch, mit starken und überzeugenden Charakteren, in einer sehr schönen Sprache. Man spürt von Anfang an, dass da was unter der Oberfläche gärt. Dadurch wird eine stetige Spannung gehalten.
Rezensent*in 596528
Bittersüßes Sommerbuch
Das Cover des Buches finde ich wunderschön sommerlich, und auch der Schauplatz, der Lago d' Orta, hat mich beim Lesen des Klappentextes sehr interessiert, da ich die Insel kenne.
In dem Buch geht es um den betagten Maler Vic, der urplötzlich eine 27jährige heiraten will, die älter ist als seine vier Kinder Netta, Susan, Goose und Iris.
Die erwachsenen Kinder reagieren sehr argwöhnisch auf die Hochzeitspläne, doch da ereilt sie eine tragische Nachricht, und sie reisen alle nach Italien. Erstmals lernen sie die junge Braut Bella-Mae kennen und plötzlich ist nichts mehr, wie es vorher war ...
Das Buch liest sich locker, geht aber dennoch in die Tiefe. Die komplexen Beziehungen der Geschwister untereinander und die noch kompliziertere Beziehung jedes einzelnen der Kinder zum Vater werden sehr gründlich analysiert und dargestellt. Jedes Kind hat eine bestimmte Rolle inne, die im Laufe der Jahrzehnte nie infrage gestellt wurde, jetzt jedoch, als sich alles ändert, brechen die alten Gefüge auf. Vor allem die zweitälteste Tochter, Susan, rebelliert dagegen, ihr ganzes Leben lang im Schatten der ältesten Schwester gestanden zu haben. Und auch der einzige Sohn, Goose, macht die schmerzliche Erfahrung, dass er seit jungen Jahren manipuliert wurde ... Die Erkenntnisse, die die vier Geschwister gewinnen, sind so schockierend, dass das Familiengefüge zu zerbrechen droht ...
Die Sommerstimmung am Ortasee trägt dazu bei, dass man sich beim Lesen gut aufgehoben fühlt und ein sommerliches Gefühl in sich spürt. Der leichte Stil, der zuweilen auch recht humorvoll ist, sorgt dafür, dass die Themen, die durchaus nachdenklich stimmen, nicht deprimieren.
Die Autorin stellt kluge Beobachtungen über die menschlichen Beziehungen an, die an manchen Stellen doch recht traurig machen. Das Ende ist jedoch geglückt und lässt einem als Leserin mit einem guten Gefühl zurück.
Ein rundum gelungenes Buch. Einziger Kritikpunkt meinerseits ist, dass es recht viele Längen aufweist. Man hätte manches straffen können, das hätte der Geschichte gutgetan.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und intensiv, so dass man einen tiefgründigen Einblick in die Gedanken und in das Leben der vier Geschwister bekommt. Dadurch lernt man sie mit all ihren Stärken und Schwächen und ihren Problemen kennen und kann sich ein richtig gutes Bild von ihnen machen. Durch einen Rückblick erfährt man zudem auch, wie der Vater gelebt und geliebt hat. Lediglich das aktuelle Leben von ihm blieb lange Zeit im Dunkeln.
Mit Bella-Mae kommt nämlich noch zusätzliche Spannung auf. Es gibt Geheimnisse, die es aufzudecken gilt und Erinnerungen kommen ebenfalls ans Licht.
Fazit: Ein intensives Familiendrama, das zu fesseln weiß und mich tatsächlich überraschen konnte.
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