Schattengast
Kriminalroman | Der neue albtraumhaft lebensechte Schweden-Krimi der Bestseller-Autorin
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Erscheinungstermin 27.05.2026 | Archivierungsdatum 26.07.2026
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Zum Inhalt
Drinnen wie draußen lauert der Tod – denn im beschaulichen Malmö sind nur die Fassaden perfekt.
Sandra hat die perfekte Geburtstagsparty geplant: Bei Sekt und Leckereien setzen alle ein Lächeln auf, doch am nächsten Tag liegt Sandra erstochen in ihrem Blut im Haus. Der Schock zerreißt die Nachbarschaft, die Polizei steht vor einem Rätsel: Hatte Sandra, die liebevolle Mutter, etwas zu verbergen? Oder ihr Mann Jack? Was ist mit den Freunden und den entfremdeten Teenager-Töchtern? Oder ist die grassierende Kriminalität in Malmö bis in das idyllische Viertel vorgedrungen?
Mord, Lügen und Abgründe: der raffinierte, albtraumhaft lebensechte Schweden-Krimi von Bestseller-Autorin Malin Stehn
»Kommt einem so nahe, dass man sich nicht wehren kann.« Mattias Edvardsson
Drinnen wie draußen lauert der Tod – denn im beschaulichen Malmö sind nur die Fassaden perfekt.
Sandra hat die perfekte Geburtstagsparty geplant: Bei Sekt und Leckereien setzen alle ein Lächeln...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783651025240 |
| PREIS | 18,00 € (EUR) |
| SEITEN | 448 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Es ist ein Krimi und doch auch so viel mehr. Sandra feiert ihren 40. Geburtstag mit Freunden und Familie. Am nächsten Tag liegt sie erstochen in der Waschküche. Zuerst denkt man wer konnte diese nette Frau getötet haben. Je näher man alle kennenlernt, desto mehr fragt man sie wer keinen Grund hatte sie zu töten. Sten durchleuchtet die menschliche Psyche mit allen Stärken und Schwächen. Ich habe mich bei der Lektüre öfter gefragt, ob man in Situationen hineinschlittert, oder ob man durch (falsche) Entscheidungen genau an diesen Platz manövriert.
Birgit W, Rezensent*in
Mit "Schattengast" ist das dritte Buch der Autorin Malin Stehn in Deutschland erscheinen. Nach "Happy New Year" und "Nur eine Läge" war ich sehr gespannt auf die Story.
Den 40. Geburtstag will Sandra Wallin groß feiern, vor allem, nachdem ihr Mann Jack endlich sein zweites Buch veröffentlichen wird und Geld nach Überweisung des Vorschusses keine Rolle spielt. Am Tag nach der ausgelassene Feier liegt Sandra erstochen in ihrem Haus und niemand kann verstehen, wer ihr etwas antun wollte.
Die Geschichte spielt im Malmö, ein Ort, der durch eine hohe Kriminalitätsrate häufig in den Medien erscheint. In der Story kommen alle Beteiligten, auch die Nachbarn der Wallins zu Wort. Gegliedert wird in Gegenwart, Tage vor der großen Party und eine kurze Zeitspanne danach.
Malin Stehn hat wieder ein spannendes Familiendrama geschaffen, welches in die Abgründe scheinbarer Familienidylle blicken lässt. Leider war der Einstieg diesmal etwas zäh und Sandra konnte von mir keine Sympathie bekommen, da sie sehr "Ich-Bezogen" und berechnend geschildert wurde.
An die Spannung der ersten zwei Bücher konnte Schattengast für mich nicht herankommen, dennoch hat mich die Geschichte gut unterhalten.
Claudia K, Buchhändler*in
Sandra und Jack stecken in der Krise, die Beziehung ist schwierig, das Geld ist knapp und der Lebensstandard soll nicht leiden. Die Rettung ist das neue Buch von Jack, das demnächst erscheinen soll und reichlich Geld in die Kasse spülen soll. Allerdings ahnt Sandra nicht, dass Jack nicht gesagt hat, ihr zu sagen dass sein Manuskript abgelehnt wurde. Und als sich Jack eine- wie er glaubt- günstige Gelegenheit bietet, den finanziellen Erwartungen seiner Frau doch gerecht werden zu können, begibt er sich in Abgründe, die er nicht in seinen wildesten Träumen erahnt hatte...
Ein Mann und eine falsche Entscheidung und was darauf folgt- eine spannende, vielschichtige und bestens lesbare Geschichte, die man gerne und aufmerksam verfolgt!
Dieser Spannungsroman, eine Mischung aus Krimi und Familiendrama hat mich bestens unterhalten.
Mit „Schattengast“ aus dem Fischer Verlag ist Malin Stehn ein fesselnder Kriminalroman gelungen, der sich nicht auf die Aufklärung eines Verbrechens konzentriert, mit typischen Ermittlungsarbeit, sondern vor allem die Menschen hinter der Tat in den Mittelpunkt rückt. Nach einer ausgelassenen Geburtstagsfeier wird Sandra, die Ehefrau eines bekannten Schriftstellers, ermordet in ihrem Haus aufgefunden. Es ist unmöglich zu sagen, wer der Täter sein könnte. Nicht einmal ein Verdacht steht im Raum. Die Ermittlungen führen tief in das Leben mehrerer befreundeter Familien und legen nach und nach verborgene Konflikte, alte Verletzungen und lang gehütete Geheimnisse offen.
Besonders beeindruckend ist die Ausarbeitung der Figuren. Sandra bleibt trotz ihres frühen Todes eine prägende Figur, deren Persönlichkeit und Beziehungen erst nach und nach sichtbar werden. Eine Frau, die sich nach Glanz sehnt und häufig Überblick über ihre finanzielle Möglichkeiten verliert. Auch ihr Ehemann Jack sowie die befreundeten Familien sind vielschichtig dargestellt und wirken durch ihre Stärken, Schwächen und persönlichen Probleme äußerst glaubwürdig. Eine nahe Beziehung zu der Nachbarin Laila, ihrem Mann und Kinder spielt eine tragende Rolle, denn das Leben beider Familien ist eng miteinander verknüpft. Die Kinder dieser Geschichte bringen zusätzliche Perspektiven ein und verleihen den Ereignissen emotionale Tiefe.
Die Autorin entwickelt die Spannung weniger durch Krimi typischen Wendungen als durch die geschickte Enthüllung menschlicher Abgründe. Mit jedem Kapitel ergeben sich neue Blickwinkel auf die Geschehnisse, wodurch sich das Bild der Beteiligten ständig verändert. Der Leser kommt aus Spekulationen nicht mehr raus. Die düstere Atmosphäre und die feinen Beobachtungen zwischenmenschlicher Beziehungen sorgen dafür, dass die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.
„Schattengast“ überzeugt durch eine gelungene Mischung aus Kriminalfall, Familiendrama und psychologischer Spannung. Die authentischen Charaktere, die dichte Atmosphäre und die klug aufgebaute Handlung machen den Roman zu einem herausragenden Vertreter moderner skandinavischer Spannungsliteratur. Sehr zu empfehlen.
Sandra feiert ihren 40. Geburtstag Sie lädt die Nachbarschaft und ihre Freunde aus der Schulzeit ein. Alle bestätigen, dass es ein tolles Fest ist. Ihre Tochter und deren Freundin helfen beim Servieren und das Essen schmeckt allen Gästen vorzüglich. Keine größeren Streitereien gibt es. Und dass Sandra am nächsten Tag blutüberströmt und tot im Badezimmer ihres Hauses gefunden wird, macht alle Befragten fassungslos. Sie wurde ermordet. Wer ist für diese grausame Tat verantwortlich?
Das Buch #Schattengast ist unterteilt in etliche Kapitel. Jeder Beteiligte kommt zu Wort. Es wird also aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet. Hier war mir der Ehemann Jack von Anfang an verdächtig. Er ist Schriftsteller und hat vor acht Jahren einen Bestseller veröffentlicht. Sein Buch verkaufte sich sehr gut und Geld gab es im Überfluss. Seitdem arbeitet er an einer Fortsetzung, die ihm nicht gelingen will. Sein Lektor bemängelt jedes Manuskript, das er ihm vorlegt. Jack verzweifelt fast und sieht, dass er nur durch einen zweiten Bestseller die Ansprüche seiner Frau befriedigen kann.
Ein Kriminalroman, der durch seine nachvollziehbaren Wendungen stets für Spannung sorgt. Immer wieder war ich davon überzeugt, dass der Täter gefunden wurde. Und dann, zack kommt ein neuer Aspekt dazu und meine Ahnungen zerschlagen sich. Wer spannende Unterhaltung ohne blutige oder gar zerstückelte Leichen mag, sollte das Buch lesen. #NetGalleyDE
Sandra feiert ihren 40. Geburtstag und liegt am nächsten Morgen erstochen in der Waschküche. Verdächtige gibt es - ebenso wie mögliche Motive - reichlich. Denn statt der nach Außen getragenen Harmonie herrschen in der Familie und in der Nachbarschaft düstere Geheimnisse und Vorurteile. Das führt dazu, dass der Leser immer wieder auf falsche Fährten geführt wird und erst spät erfährt, was wirklich passiert ist. Um alles zu verstehen, muss gut aufgepasst werden. Denn die Geschichte wird aus drei Perspektiven und auf drei Zeitebenen erzählt. das hat mich ein bißchen (vielleicht sogar gewollt) verwirrt. Daraus resultierten auch ein paar Längen im Buch. Für das Ende lohnt es sich aber, dran zu bleiben.
Claudia S, Rezensent*in
INHALT:
Sandra plant ihre Geburtstag und ist voller Vorfreude auf ihre Gäste. Am Tag nach der Party liegt sie tot im Haus. Erstochen und alles ist voller Blut. Die Nachbarn und Freunde stehen unter Schock und die Polizei steht vor einem Rätsel. Hat die liebevolle Mutter und Ehefrau Sandra etwas zu verbergen? Was ist mit ihrem Mann Jack, ihren Freunden und ihren ihr entfremdeten Kindern? Oder ist das zunehmende Verbrechen in Malmö jetzt bis zu ihrem Haus vorgedrungen?
MEINE MEINUNG:
Die Storie hat mich von der ersten Eeite an gepackt und gefesselt. Wir erleben, wie die tote Sandra gefunden wird und dann dröseln wir die Tage vor dieser schicksalhaften Geburtstagsparty auf. Tag für Tag, Charaktere für Charaktere. Das fand ich unheimlich spannend und interessant. Die Charaktere hat man so sehr gut kennengelernt. Der Schreibstil lässt sich fantastisch lesen. Die Storie hat viel Tempo, Spannung und Thrillerelemente. Es wird alles sehr ruhig und zurückhaltend erzählt und erhält gerade auch deshalb eine grossartige Brisanz. Man spürt beim Lesen, dass da etwas unter der Oberfläche brodelt und kann es sich doch nicht erklären. Es gibt verschiedene Handlungsstränge und diese ergänzen sich perfekt und gehen ineinander über. Wem ich hier trauen konnte oder wer der Täter ist, hat sich mir nicht erschlossen. So konnte ich miträtseln und mich bis zum Ende hin überraschen lassen. Es gab einige überraschende Wendungen und so änderte ich meine Meinung ständig. Die Autorin geht hier sehr in die Tiefe, in den Kopf hinein, ins Psychlogische. Das fand ich grossartig. Die Auflösung konnte mich dann komplett überraschen. Ich wusste nicht wer, aber an den Charakter hätte ich nie gedacht. Sehr gut konstruiert.
FAZIT:
Spannung und Tempo von Beginn an, psychologisch sehr gut durchdacht, überraschende Wendungen und super gut konstruiert.
Sandra Wallin hatte zu ihrem 40. die ganz große Geburtstagsparty geplant. Sie wollte nur vom Feinsten auftischen, schließlich würde ihr Mann Jack nach jahrelangem Überarbeiten seines Manuskripts endlich den Vorschuss für sein zweites Buch ausgezahlt bekommen. Sandra und Jack leben direkt neben der befreundeten Familie Begović; Die 15-jährigen Töchter Molly und Almina waren einmal eng befreundet. Doch Sandra liegt erstochen im Haus – und niemand mag es glauben. Wer mag der „Schattengast“ sein, der sich offenbar eingeschlichen hat, fragt man sich.
Malin Stehn erzählt ihr originelles Familiendrama in drei Zeitsprüngen (die Party, die Ereignisse in der Woche zuvor, vier Monate später), sowie mit Stimmen der drei Icherzähler Sandra, Jack und Lejla Begović. Eingeschoben sind Zeugenaussagen der Gastgeber und ihrer Gäste, die mich sofort angeregt haben, bereits in der Reihenfolge der Befragung nach Hinweisen auf Widersprüche zu suchen. Es verdichtet sich bei beiden Paaren das Bild einer Ehe, die besonders durch die ungleiche Verteilung der Care-Arbeit gelitten hat. Molly und Almina hatten sich offenbar zerstritten, Elvis Begović zeigte sich besorgniserregend ins Gaming verstrickt – und die Wallins sorgten sich, dass Mollys brandneuer Lover Ismael in Bandenkriminalität verstrickt sein könnte. Den Vogel schießen die Eltern Wallin ab, indem Jack sich weiterhin ziert, vom Gespräch mit seinem Verleger zu berichten und Sandra immer noch nicht begreifen kann, dass Geld sich nicht vermehrt, indem man Kredite aufnimmt. Auf groteske Weise versuchen nun mehrere Personen in letzter Minute zu vertuschen, was das Zeug hält, um von evtl. eigener Schuld abzulenken und reißen sich gegenseitig in den Abgrund. Unbeantwortet bleibt für mich die Frage, welche Verbindung zwischen der Großstadt Malmö und dem beschaulichen Bootsanleger auf dem Titelbild besteht …
Fazit
Stehns Konstellation aus Familien mit halbwüchsigen Kindern und weiteren Kontakten, die zu viel voneinander nicht wissen, finde ich ausgesprochen originell. Die Verknüpfungen werden flüssig hergestellt; allein die Eskapaden der übertrieben begriffsstutzigen Sandra zogen sich unnötig in die Länge.
Rezensent*in 1999484
Schattengast - Malin Stehn
⭐️⭐️⭐️⭐️
„Schattengast“ von Malin Stehn ist ein Kriminalroman, der mich vor allem durch seinen Aufbau direkt gepackt hat. Schon der Einstieg mit Auszügen aus Polizeiprotokollen und Befragungen hat mir richtig gut gefallen, weil man sofort das Gefühl bekommt, mitten in den Ermittlungen zu stecken und sich die Wahrheit erst nach und nach zusammensetzt.
Im Mittelpunkt steht der Mord an der jungen Mutter Sandra rund um ihre Geburtstagsparty. Erzählt wird auf mehreren Zeit- und Erzählebenen sowie aus unterschiedlichen Perspektiven, unter anderem aus der von Sandra selbst, ihrem Mann Jack und den Nachbarinnen. Dadurch entstehen nach und nach immer mehr mögliche Motive und Verdachtsmomente.
Dabei geht es nicht nur um den eigentlichen Mordfall, sondern auch um Geldprobleme, Kriminalität, Beziehungen, Familie, Freundschaft und die Spannungen hinter scheinbar normalen Leben. Eigentlich spielt die Geschichte mit vielen typischen Mordmotiven, ohne dabei völlig überzogen zu wirken. Gerade dieses Nebeneinander aus Alltagsproblemen, unterschwelligen Konflikten und Misstrauen macht den Reiz des Buches aus.
Die Figuren haben mich emotional nicht komplett erreicht, aber das passt irgendwie auch zur Art der Geschichte. Sie bleibt eher beobachtend und sachlich, ohne daraus ein großes Drama zu machen. Dafür ist das Buch angenehm kurzweilig und wirklich unterhaltsam geschrieben. Die Auflösung fand ich nicht unbedingt erwartbar, gleichzeitig aber realistisch und stimmig.
Für mich insgesamt ein gut lesbarer, solide konstruierter Kriminalroman, der Spaß macht, ohne besonders tiefschichtig sein zu wollen.
Hinter perfekten Fassaden bricht alles auseinander
Nach einer ausgelassenen Geburtstagsparty liegt Sandra am nächsten Morgen tot in ihrem eigenen Haus. Plötzlich wird aus der gepflegten Nachbarschaft in Malmö ein Ort voller Misstrauen, unausgesprochener Konflikte und versteckter Wahrheiten. Während die Ermittlungen laufen, geraten nicht nur Familie und Freunde immer stärker unter Druck, sondern auch das Bild, das alle voneinander hatten. Hinter den perfekten Fassaden kommen nach und nach Spannungen zum Vorschein, die schon lange existierten ... nur wollte sie niemand sehen.
Die Spannung entsteht hier nicht durch ständige Action, sondern durch das Gefühl, dass unter der Oberfläche permanent etwas brodelt. Genau das macht die Geschichte so intensiv. Mit jeder neuen Perspektive verändert sich der Blick auf die Figuren und ihre Beziehungen. Kleine Bemerkungen, alte Konflikte oder scheinbar nebensächliche Szenen bekommen plötzlich Gewicht. Dadurch entwickelt sich dieser Sog, bei dem man immer weiterlesen will, weil ständig das Gefühl da ist, dass noch etwas Entscheidendes verborgen bleibt. Besonders gelungen ist, wie vielschichtig die Charaktere geschrieben sind. Niemand wirkt wie eine klassische Thrillerfigur, die nur eine bestimmte Rolle erfüllen soll. Stattdessen haben alle ihre eigenen Unsicherheiten, Verletzungen und Dynamiken. Gerade innerhalb der Familien entsteht dadurch eine Spannung, die fast noch stärker wirkt als die eigentliche Mordermittlung. Viele Situationen fühlen sich unangenehm nahbar an, weil die zwischenmenschlichen Konflikte so glaubwürdig beschrieben werden.
Auch die verschiedenen Handlungsstränge greifen extrem elegant ineinander. Anfangs wirken manche Perspektiven noch unabhängig voneinander, doch nach und nach setzt sich alles zu einem immer dichteren Gesamtbild zusammen. Dabei entstehen ständig neue Verdachtsmomente und emotionale Spannungen, ohne dass die Geschichte jemals überladen wirkt. Genau dieses langsame Offenlegen von Geheimnissen macht das Buch so fesselnd. Dazu kommt dieser atmosphärische Schreibstil, der perfekt zur Geschichte passt. Kühl, dicht und gleichzeitig sehr nah an den Figuren. Die bedrückende Stimmung zieht sich konstant durch die Handlung und sorgt dafür, dass selbst ruhige Szenen eine unterschwellige Spannung haben.
Ein psychologischer Thriller, der weniger auf laute Überraschungen setzt, sondern auf starke Figuren, raffinierte Dynamiken und eine Spannung, die sich Kapitel für Kapitel immer enger zusammenzieht.
Hier liest man ein Krimi, der einen sofort in diese typisch schwedische Mischung aus gepflegter Fassade und brodelndem Abgrund hineinzieht. Was mich besonders gepackt hat, ist die Art, wie Malin Stehn das scheinbar perfekte Vorstadtleben zerlegt. Ein hübsches Haus, eine liebevolle Mutter, eine harmonische Nachbarschaft und doch spürt man von Anfang an, dass etwas nicht stimmt. Sandras Geburtstagsparty wirkt wie ein sorgfältig inszeniertes Bühnenbild, hinter dem sich Spannungen, Lügen und alte Verletzungen verbergen. Plötzlich wird jede Person verdächtig: der Ehemann, der zu glatt wirkt, die Freundinnen, die zu viel wissen, die Töchter, die sich zurückgezogen haben. Besonders stark fand ich die Atmosphäre. Malmö erscheint nicht als düstere Grossstadt, sondern als Ort, an dem die Normalität selbst unheimlich wird. Die Frage, ob der Täter aus dem eigenen Umfeld stammt oder ob die wachsende Kriminalität in die heile Welt eingedrungen ist, erzeugt eine Spannung, die sich langsam, aber unerbittlich zuspitzt. Für mich als Leser ein psychologisch dichter, unheimlich realistischer Schwedenkrimi, der zeigt, wie wenig wir über die Menschen wissen, mit denen wir Tür an Tür leben. Ein Buch, das nicht nur spannend ist, sondern auch nachhallt, weil es die dunklen Räume hinter den perfekten Fassaden ausleuchtet.
Ein richtig spannendes Buch, das mich schnell gepackt hat. Schon nach den ersten Seiten wollte ich unbedingt wissen, was mit Sandra passiert ist und vor allem, wer hinter der Tat steckt. Die Geschichte lebt besonders von den vielen Geheimnissen und dem Misstrauen zwischen den Figuren. Nach außen wirkt alles perfekt, doch nach und nach kommen immer mehr Abgründe ans Licht.
Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre. Dieses scheinbar ruhige und idyllische Viertel hatte gleichzeitig etwas Bedrohliches, wodurch ständig Spannung aufgebaut wurde. Auch die verschiedenen Perspektiven haben dafür gesorgt, dass man immer wieder neue Verdächtige hatte und nie genau wusste, wem man trauen kann.
Der Schreibstil ließ sich super lesen und die Kapitel endeten oft so, dass man direkt weiterlesen musste. Für mich definitiv ein sehr gelungener und fesselnder Krimi mit vielen überraschenden Momenten.
Annette L, Rezensent*in
Ein Pageturner voller falscher Fährten!
Einen Tag nach ihrer ausgelassenen Geburtstagsparty wird Sandra erstochen aufgefunden. Der Verdacht fällt sofort auf ihren Ehemann Jack, doch das ist nur der Anfang eines Geflechts aus Lügen und Geheimnissen.
Die Geschichte baut sich langsam auf, doch dann entwickelt sich `Schattengast` zu einem echten Pageturner.
Mit geschickt platzierten Rückblenden setzt die Autorin die Erlebnisse von Familie und Freunden vor dem Mord zusammen und ergänzt sie durch die Protokolle der Polizeivernehmungen.
Der ständige Wechsel von Zeiten und Perspektiven sorgt für durchgehend hohe Spannung und enthüllt immer neue menschliche Abgründe.
Die Tätersuche bleibt bis zum Ende offen, und zahlreiche Wendungen und Verdächtige lassen die Leser bis zur letzten Seite im Ungewissen.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!!
Susanne B, Rezensent*in
Mord, Lügen und Geheimnisse
„Happy New Year“ und „Nur eine Lüge“ von Malin Stehn hatten mich begeistert und auch „Schattengast“, ihr neuer Schweden-Krimi überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Worum geht es?
Sandra feiert ihren vierzigsten Geburtstag mit einer großen Party. Am nächsten Tag liegt sie tot in der Waschküche. Was war geschehen?
„Schattengast“ ist ein Slow Burner, der erst langsam Atmosphäre aufbaut, bis die Achterbahn dann richtig loslegt.
Es fällt schwer, Mitgefühl für das Opfer zu empfinden. Denn Sandra kommt ziemlich unsympathisch rüber. Sie ist kaufsüchtig, nimmt Kredite auf und überschuldet sich. Ihr Mann Jack, ein Autor, hat nach dem Erfolg seines Debüts mit seinem zweiten Roman kein Glück, was er seiner Frau verschweigt. Befreundet sind sie mit Lejla und Nedim. Beide Paare haben zwei Kinder.
Gerade im Zusammenspiel der Figuren entsteht die Spannung. Weiß man wirklich alles über seine Nachbarn, Freunde und Familie? Denn in „Schattengast“ wird deutlich, dass kleine Lügen, Heimlichkeiten, verheerende Folgen haben können. Malin Stehn gelingt es sehr gut, Familien und die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern darzustellen.
Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Immer wieder sind Auszüge aus der polizeilichen Vernehmung eingestreut. Obwohl man bereits im ersten Kapitel erfährt, wer das Opfer ist, mindert das die Spannung nicht, da man weder den Täter, noch das Wie und Warum kennt. Es gibt viele mögliche Motive und viele Handlungsstränge, die geschickt miteinander verwoben sind.
Nach Sandras Tod springt die Handlung zurück in die Vergangenheit und wir verfolgen die Ereignisse, die zu der Tat führten. Viele Figuren treffen eine Fehlentscheidung nach der anderen, verstricken sich in Lügen und sind völlig unfähig zu kommunizieren. Wie eine Achterbahn, die immer schneller wird und schließlich entgleist. Die Auflösung ist stimmig - und schockiert.
Fazit: Abgründiger Schweden-Krimi. Absolut empfehlenswert!
Meine Meinung:
Mit"Schattengast" erzählt Bestsellerautorin Malin Stehn einen mitreißenden Kriminalroman.
Das idyllische Sitting von Malmö ist hier perfekt gewählt.
Die Handlung beginnt harmlos auf einer scheinbar ganz normalen Geburtstagsparty, doch hinter den Fassaden brodelt es vor Eifersucht, Missgunst und Intrigen. Als dann plötzlich Jack's Frau Sandra ermordet wird finden wir uns mit Jack und seinen Kindern in einem gefährlichen Spirale wieder. Und bald ist es ist nicht alles wie es scheint...
Sandra hat die perfekte Geburtstagsparty geplant: Bei Sekt und Leckereien setzen alle ein Lächeln auf, doch am nächsten Tag liegt Sandra erstochen in ihrem Blut im Haus. Der Schock zerreißt die Nachbarschaft, die Polizei steht vor einem Rätsel: Hatte Sandra, die liebevolle Mutter, etwas zu verbergen? Oder ihr Mann Jack? Was ist mit den Freunden und den entfremdeten Teenager-Töchtern? Oder ist die grassierende Kriminalität in Malmö bis in das idyllische Viertel vorgedrungen?
Die Handlung wird hier aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was ich gut finde, den so lernen wir die Charaktere besser kennen. Durch die verschiedenen Blickwinkeln bekam der Fall eine mitreißende Dynamik. So entwickelte sich ein Sog, dem ich mich einfach nicht entziehen konnte. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Die Charaktere sind facettenreich und undurchsichtig gezeichnet.
Desto tiefere Einblicke wir hinter ihre Fassaden bekommen, deto mehr Abgründe kommen ans Licht.
Die vielen Plottwistst und Geheimnisse sogen dafür, dass sich der Spannungsbogen über den gesamten Verlauf hinweg immer weiter bis zum emotionalen Showdown aufbaute. Bei dem alle Rätsel schlüssig aufgelöst wurden.
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