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Buchcover für Ein Fenster in Copacabana

Ein Fenster in Copacabana

Ein Fall für Kommissar Espinosa

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Erscheinungstermin 22.04.2026 | Archivierungsdatum 01.07.2026


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Zum Inhalt

Eine mysteriöse Serie von Polizistenmorden erschüttert die Dienststelle Peixoto District in Rio de Janeiro: Drei von Kommissar Espinosas Kollegen wurden aus nächster Nähe erschossen. Er vermutet, dass die Täter Verbindungen zur Polizei haben, womöglich sogar aus den eigenen Reihen stammen. Für Espinosa ist klar: Er verlässt sich einzig und allein auf Welber, seinen intelligenten und grundanständigen jungen Kollegen. Gemeinsam finden sie heraus: Die ermordeten Polizisten führten alle ein Doppelleben mit jeweils zwei Wohnungen und zwei Frauen. Dann werden auch noch ihre Geliebten tot aufgefunden. Nur beim sechsten Opfer muss der Täter einer Verwechslung aufgesessen sein. Der Kommissar setzt alles daran, die letzte lebende Affäre vor ihrem tödlichen Schicksal zu bewahren, doch ein weitreichendes Netz aus Korruption erschwert die Ermittlungen.

Eine mysteriöse Serie von Polizistenmorden erschüttert die Dienststelle Peixoto District in Rio de Janeiro: Drei von Kommissar Espinosas Kollegen wurden aus nächster Nähe erschossen. Er vermutet...


Eine Anmerkung des Verlags

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Vorab-Besprechungen

»Luiz Alfredo Garcia-Roza hat eine der berühmtesten Städte der Welt auf die Landkarte des Kriminalromans gesetzt.« The New York Times

»Luiz Alfredo Garcia-Roza hat eine der berühmtesten Städte der Welt auf die Landkarte des Kriminalromans gesetzt.« The New York Times


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783311300977
PREIS 17,90 € (EUR)
SEITEN 256

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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"Ein Fenster in Copacabana" hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein ganz wunderbarer, unaufgeregter Krimi, den man in einem Rutsch durchlesen kann. Das Setting ist natürlich etwas Besonderes, aber auch der Hauptcharakter, ein bibliophiler Kommissariatsleiter, ist außergewöhnlich. Er versucht mit seinen Inspektoren im Sumpf der Korruption einen Polizistenmörder zu finden. Natürlich dürfen in Brasilien auch schöne Frauen nicht fehlen, die alle eine wichtige Rolle im Leben des Kommissars Espinosa spielen, ohne aber in Männerfantasien abzugleiten.

Ich freue mich sehr auf die folgenden Bände aus der Espinosa-Reihe, die hoffentlich ebenfalls erscheinen werden.

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Drei Frauen und der Kommissar

Im Zuständigkeitsbereich von Kommissar Espinosa, dem 12. Revier nahe der Copacabana, wird ein toter Polizeiinspektor gefunden. Er arbeitete im Zentrum von Rio de Janeiro wie ein weiterer Polizist, der ebenfalls vor wenigen Tagen ermordet wurde. Die Kollegen sind verständlicherweise beunruhigt und rätseln über den vermeintlichen Polizisten-Serienkiller. Einer von ihnen, Nestor, der erst seit wenigen Tagen in Espinosas Revier arbeitet, bietet diesem seine Hilfe bei den Ermittlungen an, was dem Kommissar seltsam vorkommt. Kurze Zeit später wird Nestor tot aufgefunden - ebenfalls erschossen. Und der Killer scheint noch nicht fertig zu sein. Als nächste sind die Freundinnen der Toten an der Reihe. Der Täter scheint sich außergewöhnlich sicher zu fühlen und nimmt nach zwei weiteren Morden die dritte der Geliebten, Celeste, ins Visier.

Luiz Alfredo Garcia-Roza war ein brasilianischer Psychologieprofessor, der 30 Jahre lang Theorie der Psychoanalyse unterrichtete und Fachbücher schrieb. Im Ruhestand entdeckte er ein neues Genre für sich, den Kriminalroman. Seine Kommissar Espinosa-Reihe, die er mit Anfang Sechzig begann, war auch international erfolgreich. Mehrere Bände wurden ins Deutsche übersetzt. Für sein Krimidebüt bekam er 1997 den Prêmio Jabuti, einen brasilianischen Literaturpreis. Sein zweiter Krimi wurde 2007 verfilmt (Die Tote von Ipanema). Ich war gespannt auf diesen Autor und wurde nicht enttäuscht.

Der Kommissar stellt ein kleines Ermittlerteam aus drei Polizisten zusammen: Oberinspektor Ramiro, Artur, frisch von der Akademie und Inspektor Welber. Vorbehaltlos vertraut er nur Welber. Die Ermittlung gestaltet sich schwierig, da der Täter clever agiert und ein Meister der Tarnung ist. Das Team stößt bei den Kollegen der Toten, also ebenfalls Polizisten, auf eine Mauer des Schweigens. Wer von ihnen gehört zur „Faulen Bande“ wie die Presse korrupte Polizisten bezeichnet?

Espinosa ist ein spannender Charakter. Seit seiner Scheidung vor zehn Jahren lebt er als Single und hat eine Geliebte, Irene, die wie er Unabhängigkeit schätzt. Der Kommissar träumt davon, irgendwann die Polizei zu verlassen und ein Buchantiquariat zu eröffnen. Seine kleine Wohnung dekorieren meterhohe Bücherstapel, tausend Bände, die ihm seine Großmutter hinterlassen hat. Wenn er zur Ruhe kommt, greift er zu seiner Lektüre, dem Thriller-Klassiker "Phantom-Lady" von Cornell Woolrich. Die anderen Charaktere bleiben eher flach. Drei Frauen, neben seiner Geliebten Irene, die Zeugin Serena und das potenzielle Opfer, die dritte Geliebte Celeste, spielen wichtige Rollen im Krimi.

Garcia-Roza schreibt spannend, aber ziemlich nüchtern. Die allgegenwärtige Korruption bei der Polizei wird ebenso thematisiert wie die sozialen Unterschiede innerhalb der brasilianischen Gesellschaft. Espinosas Viertel Copacabana wird bildhaft beschrieben. Hier ist der Autor aufgewachsen und hat die Entwicklung vom malerischen Dorf zum berühmtesten Stadtteil Rio de Janeiros miterlebt.

Offiziell wird der Fall nicht aufgeklärt, doch Espinosa entlarvt den Täter. Er erzählt Irene die Auflösung des Falls und wie er auf den Täter gekommen ist. Der Kommissar ist sicher, dass die Zeit für ihn arbeitet und er den Killer noch zu Strecke bringen wird.

„Ein Fenster zur Copacabana“ ist ein spannender, manchmal etwas spröder Krimi, der mich gut unterhalten hat. Die Einblicke in die brasilianische Gesellschaft fand ich aufschlussreich. Überrascht aber überzeugt hat mich die Identität des Täters. Vermutlich war das nicht der letzte Krimi dieses Autors für mich.

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Für mich als Leser ein intensiver, düsterer Krimi, der die Hitze und Korruption Rios mit präziser Ermittlerarbeit und menschlicher Verletzlichkeit verbindet. Eine mysteriöse Serie von Polizistenmorden erschüttert die Dienststelle Peixoto District in Rio de Janeiro. Drei von Kommissar Espinosas Kollegen wurden aus nächster Nähe erschossen. Er vermutet, dass die Täter Verbindungen zur Polizei haben, womöglich sogar aus den eigenen Reihen stammen. Die ermordeten Polizisten führten alle ein Doppelleben mit jeweils zwei Wohnungen und zwei Frauen. Dann werden auch noch ihre Geliebten tot aufgefunden. Kommissar Espinosa und Welber, funktionieren als glaubwürdiges Team. Espinosas Misstrauen gegenüber den eigenen Reihen trifft auf Welbers Integrität und Intelligenz. Die Figuren sind nicht eindimensional. Ihre Zweifel und Loyalitäten machen die Ermittlungen emotional nachvollziehbar. Die Serie von Morden und die Doppelbiografien der Opfer, erzeugen ein komplexes Geflecht aus Lügen und Geheimnissen. Die Aufdeckung der Doppelleben und die anschliessenden Morde an den Geliebten treiben die Handlung konsequent voran. Der Plot bleibt bis zum Schluss unberechenbar, ohne unglaubwürdig zu werden. Korruption, Verrat und moralische Ambivalenz, stehen im Mittelpunkt. Der Roman zeigt, wie tief Netzwerke reichen können und wie schwer es ist, Wahrheit in einem System zu finden, das sich selbst schützt. Ein packender, atmosphärischer Krimi für Leser, die Spannung mit sozialer Schärfe schätzen.

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