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Stolz, Vorurteil und Hexerei
Die skandalösen Geheimnisse der Lydia Bennet | In limitierter Erstauflage mit wunderschön gestaltetem Farbschnitt
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Erscheinungstermin 12.09.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Bitte nicht vor dem 12.9 besprechen!
Limitierte Erstauflage mit wunderschönem Farbschnitt:
Atemberaubend gestalteter Vor- und Nachsatz
Rundum gestalteter Farbschnitt
Veredeltes Cover
»Unglaublich einfallsreich und absolut süchtig machend.«
Julia Quinn
, Autorin von »Bridgerton«
Miss Lydia ist die jüngste der Bennet-Schwestern, doch was ihr an Reife und Verantwortungsbewusstsein fehlt, macht sie wett durch Lebenslust, Witz – und eine gehörige Portion Magie.
In dieser originellen Neuerzählung von Jane Austens Stolz und Vorurteil ergreift Lydia selbst die Feder, um die wahren Ereignisse und Folgen der klassischen Geschichte aus ihrer ganz persönlichen Sicht zu schildern.
Alles scheint wie immer: Mrs. Bennet leidet unter ihren Nerven, Mr. Bennet leidet unter Mrs. Bennet, und alle fünf Töchter leiden unter einem Vermögen, das ausschließlich an männliche Erben übergehen darf. Doch
Lydia treiben völlig andere Dinge um: Ihre liebste Schwester Kitty ist in Wahrheit eine Katze, Ihr Liebhaber Wickham ist tatsächlich so ruchlos, wie alle behaupten – was sollte man auch anderes erwarten von einem Dämon?
–, und wer glaubt, Mr. Darcy sei beim Thema Tanzetikette ohne jeglichen Humor, der sollte erst einmal sehen, wie er auf Hexerei reagiert. Vor allem jedoch muss Lydia begreifen, dass Versprechen eine eigene Macht besitzen … besonders, wenn man eine Hexe ist. Voller Zauber, Intrigen, Gefahren und grenzenloser Magie vereint diese Adaption all den unverschämten Witz, die Stärke und die Romantik von »Stolz und Vorurteil« – und schenkt der wildesten Bennet-Schwester eine unerwartete Erlösung.
Bitte nicht vor dem 12.9 besprechen!
Limitierte Erstauflage mit wunderschönem Farbschnitt:
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Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783608966510 |
| PREIS | 26,00 € (EUR) |
| SEITEN | 496 |
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Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 73 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ein Pastiche zu Jane Austens "Stolz und Vorurteil" und ähnlich wie bei "Solz, Vorurteil und Zombies" ist es wieder mit phantastischen Elementen, die der Geschichte eine neue Dimmension geben. Die Orginalgeschichte hat dies wirklich nicht nötig. Aber Melinda Taub hat ihre ganz eigene Story geschrieben und nach anfänglichen fremdeln, war ich schnell fasziniert. Es hilft, das Original zu kennen, um die Neuinterpretation genießen zu können. Vielleicht finden auch Lesende zu Austen zurück. (Da das Originalbuch nach dem "Herrn der Ringe" das meistverkaufte ist, scheint das veilleicht nicht wirklich nötig)
Dieser Band ist aus der Sicht der jüngsten Schwester geschrieben. Ein weiterer Band aus der Sicht von Mary liegt in der Originalspache schon vor.
Die Zeit des frühen 19. Jahrhunderst ist gut getroffen. Auch kleine Details, wie die Goldbachsche Vermutung, passen.
Vorher war mir der Vorname von Mister Darcy nicht aufgefallen. Die Vorsilbe "Fitz" im Vornamen deutet auf eine uneheliche Herkunft hin. Allerdings gibt es keine weiteren Hinweise dazu im Text. Es könnte aber den spöden Charakter erklären. (Oh, eben habe ich mich als Fan geoutet ^^)
Rezensent*in 1381266
Diese Neuerzählung von Stolz und Vorurteil wählt einen ungewöhnlichen Zugang, indem sie Lydia Bennet selbst zur Erzählerin macht und ihre Perspektive um eine magische Ebene erweitert. Das Ergebnis ist ein Roman, der sich bewusst von klassischen Retellings absetzt.
Besonders hervorzuheben ist die Erzählstimme. Lydia wirkt glaubwürdig in ihrer Mischung aus Selbstüberschätzung, Witz und wachsender Einsicht. Der Stil orientiert sich spürbar am historischen Tonfall, bleibt dabei aber zugänglich und lebendig.
Das Worldbuilding ist klar strukturiert und fügt sich organisch in das bestehende Setting ein. Die Regeln der Magie sind nachvollziehbar und bringen Konsequenzen mit sich, was die Geschichte greifbarer und vielschichtiger macht. Auch die Einbindung bekannter Figuren gelingt überzeugend und erweitert ihre Rollen auf interessante Weise.
In der Umsetzung zeigt sich der Erzählfluss nicht immer ganz rund. Die Struktur mit Rückblicken und Abschweifungen nimmt der Handlung gelegentlich an Tempo und Klarheit, wodurch die Spannung etwas gedämpft wirkt. Der Spannungsbogen bleibt dadurch etwas verhalten.
Insgesamt bietet der Roman eine kreative und respektvolle Neuinterpretation mit eigenem Charakter. Besonders Leserinnen und Leser, die Freude an ungewöhnlichen Perspektiven und spielerischen Erweiterungen klassischer Stoffe haben, werden hier einiges entdecken.
Lehrende*r 1247686
Eine richtig verspielte und kreative Neuinterpretation, die sich gleichzeitig vertraut und komplett neu anfühlt. Lydias Perspektive bringt so viel Chaos, Witz und magischen Twist rein, dass es einfach Spaß macht, durch ihre Welt zu gehen. Für mich nicht immer ganz so emotional tief wie erhofft, aber die Idee und der Vibe waren einfach zu gut.
Mia M, Buchhändler*in
Ich liebe das Original buch, weswegen ich nicht unvoreingenommen an dieses Buch herangetreten bin. Aber ich musste schon sehr lachen und es hat sich zu 1000% gelohnt sich auf dieses Buch einzulassen!
Ich war echt neugierig auf Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub, vor allem wegen des Magie-Twists – und ich wurde auch größtenteils gut unterhalten. Besonders mochte ich, dass Lydia Bennet endlich mehr Tiefe bekommt, weil sie im Original von Jane Austen ja eher anstrengend rüberkommt.
Der Mix aus Gesellschaftsdrama und Hexerei hat mich an vielen Stellen richtig abgeholt und die Geschichte wirkt dadurch lebendiger und spannender. Ich hatte schon Momente, in denen ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Aber ehrlich gesagt hat mir manchmal dieses gewisse „Wow-Gefühl“ gefehlt. Einige Entwicklungen waren vorhersehbar und emotional hat es mich nicht komplett gepackt, wie ich es gehofft hatte.
Trotzdem: Ein schönes, unterhaltsames Retelling mit einer coolen Idee, das sich gut wegliest – auch wenn es mich nicht komplett mitgerissen hat.
⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)
Buchhändler*in 2003608
Als großer Jane Austen Fan bin ich immer sofort dabei, wenn es neue Geschichten aus der Perspektive einer anderen Figur als der Hauptfiguren ihrer Romane zu lesen gibt. Ein kleines bisschen Skepsis ist natürlich immer dabei: wird die Geschichte dem Charakter und Austens Werk gerecht? Hier hätte ich mir keine Sorgen zu machen brauchen. Stolz, Vorurteil und Hexerei ist ein sehr kluger *und* sehr unterhaltsamer Roman. Die Perspektive von Lydia ist hier gleichzeitig sehr frisch und man erkennt doch den Charakter aus Pride and Prejudice wieder. Eigentlich möchte man sie nicht mögen, aber nach und nach offenbart sich eine vulnerable junge Frau, ein bisschen naiv und sehr vergnügungssüchtig, aber ganz und gar nicht unsympathisch und mit dem Herz am rechten Fleck. Meistens.
Die Zugabe des Fantasy Aspekts wirkt hier tatsächlich überhaupt nicht aufgesetzt, im Gegenteil, er fügt sich ziemlich clever und organisch ins Geschehen ein und ergibt teilweise sehr viel Sinn, beispielsweise hinsichtlich der Motivation einiger Figuren! Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen und ich möchte ihn allen Jane Austen Fans empfehlen. Und ja, ich glaube, Miss Austen hätte ihn auch sehr gemocht, gerade weil auch ihre eigene sanfte Kritik an der Situation der Frau in ihrer Gesellschaft hier fortgeführt wird.
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1184443
Ich kannte die Autorin Melinda Taub von Ihrem Frühwerk "Romeos Schatten" (absolute Leseempfehlung meinerseits!) und war gespannt auf Ihr neues Buch!
Und ich wurde nicht enttäuscht: Hier vermischt die Autorin eine wunderschöne Literaturhommage an Stolz und Vorurteil mit einer eigenen Geschichte von Lydia Bennet und einer guten Prise Magie!
Was machen Lydia (und Kitty) Bennet wirklich, während sich ihre Schwestern den beiden reichen Junggesellen annähern? Warum brennt sie mit dem Schwerenöter Wickham durch? Das alles und noch sehr viel mehr berichtet „uns“ Lydia in einem Rückblick, der höchst subjektiv von ihr selbst verfasst wird.
Lydia charakterisiert sich dabei selbst immer wieder von Ihrer schlechtesten Seite, und sie ist auch kein durchgehend sympathischer Charakter - und genau das macht es spannend. Lydia ist einerseits flatterhaft und jung, andererseits wächst sie im Laufe der Geschichte unglaublich und erlebt viele lebensverändernde Situationen an denen sie wächst.
Der Erzählstil von Melinda Taub passt perfekt auf das Setting von Lydias Erzählung. Die Geschichte baut sich langsam auf, wir erfahren viel von Lydia, ihren Gedanken und Emotionen. Die Spannung in der Erzählung baut sich langsam auf und steht meistens nicht im Vordergrund, erst bei 2/3 des Buches zieht diese etwas an. Insgesamt ist es aber eine Slow-Paced-Story, auf die man sich einlassen muss und die man genießen muss!
coole Fantasy Adaption rund um Lydia Bennett
Ich liebe Stolz und Vorurteil in jeglichen Varianten und auch an dieser magisch angehauchten Adaption rund um die jüngste Bennett-Tochter bin ich nicht vorbeigekommen. Finde diese Fantasy-Komponente passt richtig gut zur Ursprungs-Geschichte und dem altenglischen Vibe.
Lydia ist eigentlich nicht unbedingt meine Lieblingsfigur. Aber vielleicht ist sie gerade deshalb für dieses Buch perfekt gewählt. sie bekommt nicht nur eine neue Facette, sondern auch eine tiefere Persönlichkeit. Und auch die Beziehung zu ihren Schwestern und zu Wicked wird hier nochmal ganz anders beleuchtet, wodurch Lydia für mein Empfinden weniger einfältig daherkommt als im Original. I
Ich finds generell ziemlich cool, dass hier die ursprünglichen Ereignisse des Originals aufgegriffen werden, aber einen anderen Gesichtspunkt bekommen. Diese Adaption nutzt hier geschickt die Lücken in der Erzählung von Austen aus um sie mit alternativen Inhalten zu füllen. So hat man den Wiedererkennungseffekt und gleichzeitig weiß man nie, was als nächstes kommt. Von der Erzählt her hat mich das total abgeholt und ich fands richtig gelungen.
Alles rund um Lydias Magie, den Hexenzirkel und den Dämonenpakt fand ich auch ziemlich cool angelegt. Es hätte trashig wirken können, aber ich fands atmosphärisch und unterhaltsam auf die Geschichte abgestimmt. Insgesamt eine ziemlich runde Sache.
Dieses Cover ist ja schon so gestaltet, dass man da kaum die Finger von lassen kann. Deswegen musste ich es auch unbedingt haben und wurde nicht enttäuscht.
Hier erfahren wir aus erster Hand, also von Lydia Bennet höchstselbst, wie das damals wirklich mit ihr war. Hier kommt dann eine gehörige Portion Magie ins Spiel, die nicht immer so wirkt, wie beabsichtigt. Aber Lydia lernt ziemlich schnell. Schließlich ist sie nicht auf den Kopf gefallen, dummerweise auch nicht auf den Mund, denn manchmal gehen dann doch etwas die Pferde mit ihr durch.
Dieser Roman ist so gut geschrieben, dass man wirklich darin versinken kann. Natürlich erscheinen viele Figuren aus der Vorlage, aber es erscheinen auch neue, die dem Ganzen noch etwas mehr Spannung und auch Humor verleihen. Die magischen Elemente geben der Story noch einen besonderen Kick. Die Veränderung von Lydia im Laufe der Geschichte ist interessant zu verfolgen, weiß sie doch manchmal sehr genau, wann sie einen Fehler gemacht hat. Meist kam die Einsicht wohl etwas spät.
Alles in allem ein Roman, der es schafft, den Leser/die Leserin in seinen Bann zu ziehen. In die Zeit einzutauchen und mittels Lydia diese zu erkunden, war schon klasse.
Rezensent*in 1788401
Ihr habt Lust auf etwas Neues? Seid die immer gleichen Ideen und Handlungen und Welten leid ? Wollt ein Buch mit neuer Idee, überzeugenden Protas, liebt Magie und wollt ein Buch lesen, welches direkt begeistert und richtig gut weggefetzt werden kann?? Dann schnappt euch dieses tolle und optisch wunderschöne Buch, ihr werdet es lieben!
Die Idee hinter diesem Buch verbindet auf ganz einfache und unkomplizierte Weise den Charme eines historischen Gesellschaftsromans mit faszinierenden magischen Ebenen und schafft dabei etwas, das euch gleichzeitig sehr vertraut und dennoch vollkommen eigenständig und sogar neu wirkt.
Was mich von der ersten Seite an begeistert hat, ist der verschnörkelte und verspielte Schreibstil, er ist dabei elegant, detailreich und atmosphärisch, ohne jemals schwerfällig oder zu übertrieben zu wirken. Das Buch trögt nicht nur optisch den Geist der klassischer Regencyzeit in sich. Aber dank der leicht scharfzüngigen Dialogen, feinem Humor und gesellschaftlichen Beobachtungen wirkt der Schreibstil bzw. das Buch nie verstaubt und trocken und die magischen Elemente in der Story erzeugen zudem eine ganz eigene Dynamik, die dem Buch seine besondere und unverwechselbare Note geben, die dafür sorgen, dass es unvergesslich bleibt!
Besonders die Dialoge möchte ich unbedingt einmal hervorheben, denn sie sind perfekt gesetzt, emotional aufgeladen und oft voller unausgesprochener Spannung und tragen eine schöne Tiefe in sich.
Wir treten ein, in eine neue Welt die geprägt ist von den damaligen gesellschaftlichen Erwartungen, arrangierten Verbindungen, wunderschönen Bällen und Familienpflichten im Bridgerton-Stil und verbindet diese mit viel Magie in Form von Hexerei und übernatürlichen Konflikten. Statt einer reinen gesellschaftlichen historisch angehauchten Story mit der klassischen Liebesgeschichte bekommen wir etwas Neues, etwas Großes, was beim lesen schnell süchtig macht, was neu und modern wirkt und dennoch den Geist von damals einfängt! plötzlich etwas viel Größeres entsteht.
Was habe ich das historisch angehauchte Setting geliebt, das stark an das frühe 19. Jahrhundert erinnert – mit seinen prächtigen Herrenhäusern, edlen Landgütern, Kutschen, anregenden Teegesellschaften mitsamt seinen strengen gesellschaftlichen Regeln und Verpflichtungen! Gleichzeitig existiert hier nun aber auch Magie, welche wir selbstverständlich und leicht wirkend in die Story verwoben wurde und das Setting unglaublich lebendig macht. Die Autorin schafft es, diese beiden Elemente so harmonisch zu verbinden, dass man nie das Gefühl hat, Fantasy und Historienroman würden miteinander konkurrieren.
Natürlich darf auch eine gute Prise Romance nicht fehlen. Die romantische Entwicklung fühlt sich langsam, intensiv und absolut verdient an. Zwischen den Figuren knistert es von Beginn an – nicht nur durch die offensichtliche Anziehung, sondern lebt vor allem durch die dynamischen Wortgefechte. Wir haben aber auch so einige Missverständnisse, verletzten Stolz und starke unausgesprochene Sehnsüchte, wie es oft für diese Zeit typisch war. Ich fand die Romance unglaublich packend und bewegend, völlig überzeugend und authentisch, denn es geht hier nicht nur um die romantischen Gefühle, sondern auch um tiefes Vertrauen, den Respekt füreinander und darum, hinter Fassaden zu blicken.
Spaß hatte ich mit dem Magiesystem, denn es wirkt durchdacht, wurde gut in die Gesellschaft eingebunden und besitzt klare Regeln, wodurch die Magie nie beliebig erscheint. Besonders spannend ist, wie Macht, Herkunft und magische Begabung miteinander gemischt sind und welchen Einfluss das auf gesellschaftliche Stellung und die persönliche Freiheit hat. Dadurch wird Magie nicht nur zu einem Fantasy-Element, sondern zu einem zentralen Bestandteil der Konflikte und somit auch für die Handlung der Geschichte!
Die Autorin hat es geschafft, starke Protas zu schaffen, die trotz der modernen Art des Buches, nicht aus der vorgegeben Zeit fallen oder deplatziert erscheinen. Siehsben Tiefe, tragen innere Konflikte mit sich herum und müssen sich ihren Ängsten stellen. Wünsche werden offenbart und bringen verletzliche Seiten mit sich. Diese Protas wirken lebendig, nah und absolut echt! Wir haben viele Emotionen und die eine oder andere Träne wird beim lesen Rollen, ich verspreche es euch!
Wer etwas Neues sucht, vielleicht sogar Bridgerton liebt und sich einfach verzaubern lassen möchte, wer echte Protas mit Tiefe erleben und ein schönes gut durchdachtes Magiesystem zu schätzen weiß, wird diese Geschichte lieben!
Rezensent*in 1391153
Als absoluter Jane Austen Nerd musste natürlich auch diese Adaption direkt in meinen virtuellen Bookshelf wandern. Obwohl ich bereits ähnliche Neuinterpretationen kenne, konnte mich dieses doch sehr gut abholen und unterhalten. Eine wirklich kurzweilige Geschichte mit den besten Elementen des beliebten Klassikers gepaart mit absolut zeitgemäßen und genreübergreifenden Szenarien. Sehr empfehlenswerte Literatur für Liebhaber des Klasssikers, die auch bereit sind, sich komplett neu in die Geschichte zu verlieben.
"Stolz, Vorurteil und Hexerei" ist eine Neuerzählung von "Stolz und Vorurteil", wobei die Autorin Melinda Taub ihre ganz eigene Geschichte zaubert.
Wir begleiten Lydia, als jüngste der Bennet-Schwestern, auf ihren Weg zum Erwachsen werden mit einigen Problemen und Hindernissen. Dabei hilft ihr ihre Magie immer wieder aus der Patsche, auch wenn ihre Magie manchmal selbst Probleme erschafft. Besonders auffällig ist der tolle humorvolle und fantasievolle Schreibstil, der in der bekannten Welt von Jane Austen ordentlich alles durcheinanderbringt. Die Probleme einer jungen Dame im 19. Jahrhundert werden immer noch sehr anschaulich beschrieben, doch mit der Magie scheint alles irgendwie gleich leichter und doch vieles deutlich möglicher zu werden. Ich fand es sehr unterhaltsam wie Lydia mit ihrer Magie umgeht und diese noch erlernen muss.
Den Part der Hexerei fand ich insgesamt gut in die Handlung integriert und durch den Fantasy Anteil wirkt diese Geschichte auch gleich sehr viel moderner. Ich konnte von der Autorin gut unterhalten werden und bin sehr positiv überrascht von diesem Retelling.
Wichtig ist vielleicht noch, dass Vorkenntnisse zum Buch den Lese Spaß deutlich erhöhen, aber nicht unbedingt zwingend erscheinen. Ein zweiter Band scheint aus der Sicht von Mary geschrieben worden zu sein, der bereits in englischer Sprache zu lesen ist
Dieser zutiefst vergnügliche und spannende Roman bietet seiner geschätzten Leserschaft eine gar vorzügliche und kurzweilige Unterhaltung. Ob nach anstrengenden Bällen oder vor dem prasselnden Kaminfeuer; greifen Sie zu dieser Lektüre und Sie werden es nicht bereuen!
Pardon, jetzt wäre ich fast noch in der Zeit von Jane Austen stecken geblieben, da ich das Buch gerade erst zu Ende gelesen habe. Also; für Fans von Jane Austen und allen, die Magie und Hexerei ebenfalls (und sei es nur) ein wenig lieben, kann ich die Geschichte um Lydia Bennet, die sich hier als Hexe entpuppt, auf jeden Fall empfehlen.
Lydia ist als siebte Tochter einer siebten Tochter natürlich eine Hexe; so steht es geschrieben und so ist es schon immer gewesen. Als sie bereits als Kind ihre Hauskatze Kitty in eine Gefährtin verwandelt und selbst die Familie Kitty als ihr Familienmitglied anerkennt, bemerkt Tante Philips ihr großes Talent und nimmt sie in die Hexenlehre.
Leider erkennt auch eine dunkle Macht, dass da eine große Hexe heranwächst und schon früh taucht „Womenherart“ auf, der Lydia beim Leben von Kitty ein Versprechen sagen lässt, das ihr später noch ziemliche Probleme bereiten wird, denn sie verspricht ihm eine „Gunst“, ohne das sie die Bedeutung des Wortes kennt…
Natürlich ist auch Lydia neben ihrer Hexerei eingebunden in die Gesellschaft, die Jane Austen so eindrücklich beschrieben hat. Es geht hauptsächlich darum, einen vermögenden Mann zu finden und dazu putzt man sich heraus, schnappt sich eine Anstandsdame und fährt zu einer Reihe von Bällen, trinkt Punsch und tanzt mit mehr oder weniger reichen Männern.
Aus unterschiedlichen Perspektiven wird die Geschichte um Lydia geschildert. Manchmal berichtet sie selber im Briefstil, manchmal schreibt jemand anderes seinen Blick auf die Geschehnisse um Lydia und der Perspektivwechsel ergibt ein abgerundetes Bild.
Zu der Haupthandlung um Lydia gesellen sich noch einige sehr interessante Nebenschauplätze, die diesen Roman so komplex machen. Es geht um Sklavenhandel, Geheimbünde und das Leben von „unehrenhaften“ Frauen. Alles, was ebenfalls zu dieser Zeit passt, die durch die bekannten Romane eben nur vordergründig einen gewissen Glamour verstrahlt.
Mir hat diese überaus unterhaltsame Geschichte unglaublich gut gefallen. Sie ist sehr gut geschrieben, enthält einen tollen Mix aus Humor, Spannung, Liebe, sowie Intrigen und dazu die (zugegeben große Prise) Magie.
Bei der wunderschönen Aufmachung des Buches ist es zudem ein Blickfang für das Bücher-Regal; direkt neben Jane Austen hat es einen würdigen Platz verdient.
Dieses Buch erfindet die klassische Geschichte von "Stolz und Vorurteil" neu. Wem das historische Werk zu altbacken ist, der wird dieses Buch lieben. Die Autorin schreibt über ein bereits bekannte Welt, erzählt aber eine vollkommen neue Geschichte, ohne dabei die originale Story von Jane Austen zu ändern. Es werden lediglich ein paar neue Details hinzugefügt und dann eben weitererzählt unabhängig von Elizabeth und ihrem Mr. Darcy. Denn die Geschichte handelt um Lydia, die ihre eigene Geschichte als Hexe erzählt. Die Story beginnt in Lydias Mädchenjahren und endet mit ihr als Erwachsene Frau. Man folgt also der Protagonistin einer langen Zeitspanne. Dabei passiert so einiges in Lydias Leben. Es gibt recht viel Handlung und mehrere kleine Storys die zusammen die ganze Handlung des Buches formen.
Das Grundgerüst der Story ist gut aufgestellt. Die Handlung ist gewagt und spannend. Einzig der mittlere Teil war mir persönlich etwas zu lang. Da hatte ich während des Lesens ein kurzes Tief. Hier hätte man auch Dinge streichen können und die Handlung schneller voranschreiten können.
Die Charaktere sind von ihrer Art und ihren Handlungen her genauso schrullig wie im Originalbuch. Dabei ist es total unterhaltsam wie Melinda Taub versucht zu erklären, warum sich die Personen so zu verhalten und das es immer ganz anders war als wir dachten. Auch, weil sie aus der vierten Schwester Mary eine eigentlich verwandelte Katze in Menschenform macht. Dabei kommt es oftmals zu sehr witzigen Situationen im Verlauf der Handlung. Auch neu eingeführte Protagonisten sind gut geschrieben und besitzen eine gewisse Tiefe. Bei ihnen muss man oft zweimal überleben bis man sie einschätzen kann, weil sie oftmals so gar nicht in die zuerst eingeordnete Schublade passen. Dabei handeln sie oft anders als gedacht ohne das es unglaubwürdig wirkt. Die Gründe warum eine Person dann so handelt werden hierbei gut aufgeklärt.
Die Geschichte wird aus Lydias Sicht als eine Art Rückblende geschrieben. Sie verfasst dazu Briefe an den/die Leser*in des Buches, welche ihre Geschichte erzählen. Am Ende befindet man sich sozusagen aus der Rückblende aus der Vergangenheit wieder in der Gegenwart. Die Art der Erzählung gibt dem Buch nochmal etwas besonders. Ein nettes Detail, weil die Protagonistin sozusagen direkt mit einem spricht.
Das Cover ist richtig schick und gibt der Story den richtigen Rahmen. Passt gut ins Regal zu den anderen historischen Büchern und steht elegant neben der Ausgabe von Stolz und Vorurteil.
Fazit:
Für Jane Austen Fans und alle die das Setting sowie Fantasy lieben ist dieses Buch ein Muss. Es ist unterhaltsam, war aber war im mittleren Teil etwas langatmig. Aber dranbleiben lohnt sich auf jeden Fall.
Bibliothekar*in 2098901
Eine der besten Geschichten die ich in letzter Zeit gelesen habe - wird auf jeden Fall weiterempfohlen.
Claudia K, Buchhändler*in
Nicht nur für Austen-Liebende!
Lydia Bennett meldet sich zu Wort- nicht, um die Geschichten um Jane und ihre Liebe zu Bingley neu zu erzählen, und schon gar nicht, um wieder von Elizabeth und ihrem Darcy zu sprechen. Nein, Lydia ist eine Hexe, und ihre Geschichte ist eine überaus erstaunliche und lesenswerte Angelegenheit, denn von ihrer Familie unbemerkt entwickelt sie ihre Kräfte, schafft sich mit der Katze Kitty eine Gefährtin und gerät bereits im Alter von sieben Jahren an einen Dämon, der ihrer beiden Leben bedroht.
Als junge Frau schließlich droht sie diese Gefahr einzuholen und die Dinge überschlagen sich. Ihre beste Freundin stellt sich als mächtige Hexe eines Zirkels in Brighton heraus, der Mann, zu dem Lydia sich hingezogen fühlt, als Dämon und Darcys Schwester Georgiana als so verwickelt in stümperhafte Schutzzauber, dass sie darunter zu ersticken droht... Während Lydia, die sich als liderlich und selnstsüchtig bezeichnet, schlicht zu überleben versucht, bemerken die geneigten Lesenden jedoch weitere Charakterzüge an ihr, die deutlich liebenswerter sind, denn Lydia kann niemandem lange böse sein und sie mag auch zunächst einmal eigentlich jeden Menschen- und diese Eigenarten, sowie ihre Sturköpfigkeit, stellen sich schließlich als ihre Rettung heraus!
Bezaubernd, unterhaltsam und nicht nur für Stolz-und -Vorurteil- Kenner*Innen eine wunderschöne Lektüre!
Insa B, Buchhändler*in
Eine reizvolle Mischung - die Jane Austen Ladys und die ganze romantisierte Zeit mit ein wenig Hexerei zu pimpen.
Es ist irgendwie amüsant, dass Lydia Bennet mit den Leserinnen spricht. Manchmal fand ich es etwas störend, dass sie sich ein wenig zum Opfer macht, aber ich mag es, dass sie eine starke, moderne Frau ist, die sich von niemandem etwas vorschreiben lässt.
Das Buch ist schön schlicht gestaltet. Insgesamt finde ich das Buch sehr ansprechend. Jemand der gerne Jane Austen liest und offen für ein wenig Zynismus ist, wir über ein paar Längen hinwegsehen.
Bibliothekar*in 915157
Die Inhaltsangabe klang vielversprechend, ich brauchte allerdings etliche Seiten, bis mich der Roman fesseln konnte. Anfangs störte mich die ständige Ansprache einer Leserin des Berichts, die nicht näher benannt wurde. Ebenso die Zeitsprünge, die Spannung aufbauen sollten, aber eher für Verwirrung sorgten. Als die Handlung etwas linearer wurde, kam auch die Spannung. Die Autorin hat viele kreative Ideen gekonnt mit der historischen Vorlage verwoben, die lange sehr nervige Lydia wächst einem dann doch ans Herz und selbst ein gewisser Dämon wird einem sympathisch. Nach dem etwas holprigen Anfang wurde es eine fesselnde Geschichte, die ich ungerne verpasst hätte.
Ulrike B, Buchhändler*in
Ein großer Lesespaß für alle, die nicht genug von Jane Austens zeitloser Geschichte bekommen können. Lydia Bennetts Sicht auf die Ereignisse rund um Darcy, Bingley und ihre Schwestern Jane und Lizzy ist herrlich originell.
Andrea H, Lehrende*r
Werte Damen und Herren!
Treten Sie ein in die faszinierende Welt von Miss Lydia Bennett! Was erwartet Sie? Nun ja, zum einen können Sie sich an einer starken Protagonistin erfreuen, welche die gesellschaftlichen Zwänge kennt, aber diese äußerst kritisch betrachtet und sich gerne Schlupflöcher sucht. Zum anderen werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, sehr direkt angesprochen und in die Geschichte mit einbezogen, fast gefesselt – so scheint es zumindest.
Lydia schreibt einen sehr langen Brief, der in einen Roman ausartet. In diesem Brief ist sie sehr selbstkritisch und selbstironisch, dennoch scheint ihr gutes Herz durch. Es wird zu Beginn ausschließlich aus ihrer Perspektive geschrieben, was noch keinen klassischen Briefroman vermuten lässt. Dieses Genre wird erst gegen Ende erkennbar.
Die Geschichte läuft auf zwei verschiedenen Zeitlinien ab, die final zusammengeführt werden. Zu Beginn war ich als Leserin etwas kribbelig, da mir die Zusammenführung nicht schnell genug gehen konnte. So wurde aber die Spannung aufrechterhalten! Der Lesefluss ist trotz dieser verschiedenen Geschichten gegeben und der Inhalt immer verständlich. Die Sprache ist leicht verständlich und witzig, daher macht das Lesen Spaß.
Der Schauplatz ist England, wobei vor allem Brighton eine große Rolle spielt. Wer den Ort kennt, kann sich auch hier gut hineinversetzen und vertraute Orte erkennen. Wer noch nicht dort war, bekommt stimmungsvolle Beschreibungen geliefert!
Insgesamt ist Lydias Geschichte wunderbar in die uns bekannte Rahmengeschichte eingebettet und passt inhaltlich und sprachlich super in die Zeit von „Stolz und Vorurteil“. Dennoch hat Melinda Taub ihre ganz eigene Geschichte erschaffen und den Klassiker um ein tolles Element erweitert: Hexerei. Wer eine Hexe ist, warum und wie die Magie funktioniert, wird einleuchtend und nachvollziehbar beschrieben.
Lydia ist eine Hexe, die nach und nach ihre Fähigkeiten erweitert und erkennen muss, dass nicht alles so läuft, wie sie es möchte. Sie kämpft um alles, was ihr wichtig ist und stiftet dabei viel Chaos. Das macht sie auf eine dermaßen charmante Art und Weise, dass man sich automatisch auf ihre Seite stellt. Mal scheint sie oberflächlich, dann wieder engagiert, mal ist sie eine Partymaus, dann eine Kämpferin – sympathisch ist sie immer. Ihr „Ehemann“ Wickham hat viele Facetten, die mit der Zeit aufgedeckt werden. Insgesamt ist er zunächst eine eigenartige Figur, bei der man nicht weiß, ob man ihn mögen soll oder nicht.
Ich habe die Protagonistin und ihr Umfeld sehr gerne und hatte eine unglaubliche Freude beim Lesen. Es gab einige überraschende Wendungen und insgesamt einen gut erkennbaren roten Faden, dem man einwandfrei folgen konnte. Eine klare Leseempfehlung für diesen gelungenen Mix aus Klassiker und Fantasy!
Eine Perspektive, die ich nicht erwartet, aber dringend gebraucht habe! Als ich das erste Mal von diesem Buch gehört habe und erfahren habe, dass es aus Lydias Perspektive erzählt wird, musste ich die Geschichte einfach lesen. Der Klappentext verspricht eine phantastische Nacherzählung mit einer Prise Magie und Hexerei.
Ich bin gut in die Geschichte eingestiegen. Der Schreibstil war originell und sehr nahbar. Da ich ein großer Fan vom Klassiker bin, kannte ich natürlich den Teil der Geschichte. Mir hat die Darstellung von Lydia und Kitty sehr gefallen. Ihre Chataktere wurden sehr gut aufgearbeitet und ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen. Generell hat man gemerkt wie viel Arbeit die Autorin in das Buch gesteckt hat. Auch Wickham hat Tiefgang bekommen. Mehr möchte ich dazu natürlich nicht spoilern.
Einen Kritikpunkt habe ich aber trotz der tollen Erzählweise. An einigen Stellen war mir die Geschichte zu zäh, weil ich nicht genau wusste, wo die Geschichte überhaupt hin möchte. Man springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und so wichtig die beiden Erzählstränge auch sind, hat mir das an manchen Stellen das Lesen erschwert.
Dennoch hat mir das Buch gut gefallen und ich kann es jedem Jane Austen Liebhaber, der eine Prise Hexerei verträgt nur wärmstens empfehlen! Von mir gibt es vier Sterne.
Ein wilder Ritt, der aufgeht
Natürlich kenne ich „Stolz und Vorurteil“, doch auch wenn mir „Stolz und Vorurteil und Zombies“ eindringlich empfohlen wurde, habe ich es bislang ausgelassen. Ich mag Austens Romane, würde mich aber nicht als „ultimativen Fan“ bezeichnen. Dies vorangeschickt, war ich neugierig, wie sich diese „Übersetzung ins Fantastische“ liest.
Worum es geht, sei sehr knapp umrissen, da die Handlung an sich hinlänglich bekannt sein dürfte. Das Interessante an dieser Adaption ist der Umstand, dass sie Lydia Bennetts Leben und in guten Teilen auch aus ihrer Perspektive erzählt wird, die dank ihres Alters noch weniger Pflichten unterworfen ist und die deshalb frei von der Leber weg berichten kann. Und das tut sie, erlebt sie die Welt um sie herum doch ganz anders, denn sie ist eine Hexe und mit entsprechenden magischen Fähigkeiten ausgestattet. So kämpft sie denn statt mit Bällen, Kleidern, Tanzkarten und den Mr. Darcys dieser Welt mit Lord Wormenheart und der Gunst, die sie ihm gewährte.
Wenn das ein wenig kryptisch und abenteuerlich klingt, ist das vollends beabsichtigt. Denn von diesem Buch sollte man auf keinen Fall zu viel verraten, weil man es selbst lesen sollte – zumindest wenn man ein gewisses Faible für die Austenschen Gesellschaftsromane hat, sie einem aber zu „langsam“ sind. Durch das magische Element bringt Melinda Taub eine frischen Wind und Witz in die Geschichte: ein wilder Ritt, ja, aber er geht auf. Alles, was die Vorlage mitbringt, findet sich auch hier, nur bunter: Es geht natürlich um Romantik, Erwartungen, man taucht in die Regency-Welt mit ihren Zwängen und ihrer durchaus ironisch kritisierten höflichen Fassade ein, bekommt darüber hinaus aber auch Dämonen, Hexen und Geheimgesellschaften mit allen damit einhergehenden Motiven von Zauber über Gefahr zu Intrigen geliefert. Das Ganze vermengt Taub in einem äußerst originellen Schreibstil, der zwar an die Regency-Zeit erinnert, zugleich aber auch die Magie-Elemente geschickt einbindet, sodass man geradezu durch die annähernd 500 Seiten fliegt und sich am Ende wünscht, dass sie sich auch weitere Romane dieser Zeit bzw. des Genres vorknöpft. Da „Stolz, Vorurteil und Hexerei“ allerdings nicht an meine absolute Lieblingsreihe mit ähnlichem „Neuigkeits-Potential“ heranreicht, gibt es 4,5 abgerundete Sterne.
Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub hat mir gut gefallen, weil es die bekannte Geschichte von Stolz und Vorurteil auf eine kreative Weise neu erzählt. Besonders spannend fand ich, dass Lydia Bennet im Mittelpunkt steht und die Magie ganz natürlich in die Handlung eingebaut wird. Der Schreibstil ist leicht und unterhaltsam, sodass ich das Buch gerne gelesen habe. Manchmal war die Geschichte zwar etwas langsam, aber insgesamt fand ich die Mischung aus Fantasy, Humor und den bekannten Figuren sehr gelungen. Ich würde das Buch allen empfehlen, die Jane Austen mögen und Lust auf eine fantasievolle Neuinterpretation haben.
Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub
In dieser Neuinterpretation von Stolz und Vorurteil steht nicht Elizabeth Bennet im Mittelpunkt, sondern ihre jüngste Schwester Lydia. Während nach außen alles wie in Jane Austens Klassiker wirkt, steckt hinter vielen Ereignissen viel mehr, als zunächst zu erkennen ist. Hexen, Dämonen und Magie gehören hier ganz selbstverständlich zur Geschichte.
Ich fand die Idee richtig spannend. Die bekannte Handlung bleibt zwar erkennbar, bekommt durch die magischen Elemente aber eine ganz andere Richtung. Gerade weil ich Stolz und Vorurteil kenne, hat es Spaß gemacht zu entdecken, was alles verändert wurde.
Lydia mochte ich deutlich lieber, als ich erwartet hatte. Im Original ist sie nicht unbedingt meine Lieblingsfigur. Hier bekommt sie aber viel mehr Raum und ich konnte ihre Gedanken und Entscheidungen deutlich besser nachvollziehen.
Am meisten Spaß hatte ich mit den vielen kleinen Anspielungen auf die Vorlage. Immer wieder tauchen bekannte Figuren oder Szenen auf, nehmen dann aber eine ganz andere Wendung. Dadurch wusste ich nie so genau, was als Nächstes passieren würde.
Man sollte allerdings nicht erwarten, einfach nur Stolz und Vorurteil mit ein bisschen Magie zu lesen. Die Geschichte geht ihren ganz eigenen Weg und genau das macht für mich auch den Reiz aus.
Stolz, Vorurteil und Hexerei ist eine ungewöhnliche Neuinterpretation, die sich traut, aus der bekannten Geschichte etwas Eigenes zu machen. Wer Jane Austen mag und Lust auf eine etwas andere Version hat, dürfte hier viel Freude haben.
★★★★☆ (4 von 5 Sternen)
„Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass die siebte Tochter einer siebten Tochter eine Hexe sein muss.“
Miss Lydia Bennet ist liederlich, egoistisch, eitel und naiv (und extrem jung) – eben eine richtige Hexe! Zumindest letzteres ist nicht allen bekannt, wie auch die wirklichen Ereignisse, die Lydia erlebt hat. Nun ist es Zeit für die jüngste der Bennet Schwestern, ins Rampenlicht zu treten und ihre eigene Geschichte wahrheitsgemäß und ungeschönt zu erzählen.
Die Handlung wird in Form von Briefen erzählt, ein Großteil umfasst davon ein Brief aus Lydias Perspektive, an dem sie mehrere Wochen schreibt, so dass die einzelnen Kapitel oft ähnlich anfangen, was ich gerade zu Beginn irgendwann lästig fand. Passend zu Lydias Charakter springt sie auch beim Schreiben hin und her in den Zeiten und ist ganz und gar sie selbst. Hier muss ich auch das Ende sehr lobend erwähnen, dass einfach rund ist und absolut Lydia widerspiegelt. Dies ist keine neue Interpretation von „Stolz und Vorurteil“., sondern es ist eine Neuinterpretation von Lydia Bennet als Hexe, ihren Abenteuern in Brighton und ihren wahren Gedanken und Erlebnissen.
Ein besonderes Highlight ist natürlich, dass die meisten aus Jane Austens Original bekannten Figuren auch hier auftauchen und man sie (teilweise) völlig neu kennenlernen kann. Lydia ist den meisten Leser*Innen vermutlich nicht als Lieblingsfigur im Gedächtnis geblieben und auch hier würde ich nicht sagen, dass ich sie am Ende so sehr liebe wie Lizzy, aber sie ist authentisch, ihre Handlungen sind nachvollziehbar und durch ihre (der Zeit völlig unpassende Art) habe ich sie doch sehr ins Herz geschlossen. Selbst der Dämon Wickham (ist er hier wirklich), konnte mich als Figur nun vollends überzeugen. Und auch die Beziehung zwischen Lydia und ihm wird in verschiedenen Dimensionen Zeit und Raum gegeben.
Anfangs tat ich mich noch etwas schwer daran, dass geliebte Figuren völlig anders bewertet wurden aus Lydias Sicht als ich es aus der Austen Fassung kannte, aber durch die Nachvollziehbarkeit und Charakterentwicklung gab es ein sehr stimmiges Bild ab.
Schön fand ich auch, dass Miss Darcy einiges an Raum zugestanden wird. Es ist eine gute Mischung aus den geliebten und bekannten Figuren, die teils mehr, teils aber auch deutlich weniger Zeilen abbekommen und neuen Figuren, die man kennenlernen kann.
Das Frauenbild ist schon in „Stolz und Vorurteil“ teils revolutionär und durch die weibliche Verbundenheit in der Hexerei geht „Stolz und Vorurteil und Hexerei“ noch eine Stufe weiter, aber kritisiert gleichzeitig die Verhaltensweisen manch einer Hexe. Zwischen Gemeinschaftsgefühl, Überlegenheit in einer sonst so unterdrückenden Gesellschaft, Freiheitsbestreben, hinterfragt ausgerechnet Lydia die Moral dahinter. Wie beim Original gibt es viel soziale und historische Kritik.
Sehr gut gefällt mir auch, dass die Autorin Melinda Taub noch mehr auf die Zeit an sich eingeht, in der das Buch spielt - und sehr authentisch über das Leben beispielsweise in Brighton schreibt. Ein besonderer Mehrwert war für mich dabei auch die Geschichte von Miss Lambe – einer neuen Figur - die auch die Kolonialgeschichte Englands mit hineinbringt und das Schicksal einer Mischlingsperson.
Melinda Taub hat es geschafft, den trockenen, ironischen Witz von Jane Austen einzufangen, mit einem Hauch von Modernität und einem großen Schuss Hexenzauber.
Ich hatte extrem hohe Erwartungen an das Buch und vor allem die Beschreibung „Voller Zauber, Intrigen, Gefahren und grenzenloser Magie vereint diese Adaption all den unverschämten Witz, die Stärke und die Romantik von »Stolz und Vorurteil« – und schenkt der wildesten Bennet-Schwester eine unerwartete Erlösung“ hatte mich sofort gepackt. Jedes einzelne Wort stimmt davon! Auch die Nerven der Mutter, Mr. Darcys Stolz und all die bekannten Probleme kommen nicht zu kurz. Bis auf die Anfangsabschnitte der ersten Kapitel bin ich restlos begeistert von dieser Neuadaption.
Bibliothekar*in 989071
Die Idee, den Klassiker "Stolz und Vorurteil" mit Hexerei zu verbinden, hat mich sofort neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht!
Die Geschichte aus Lydias Sicht zu erleben, war erfrischend anders und hat den bekannten Figuren und Ereignissen einen ganz neuen, magischen Anstrich verliehen. Besonders der humorvolle Schreibstil und die kreative Mischung aus Regency, Fantasy und Magie haben mir hier richtig gut gefallen.
Beim Lesen an sich musste ich mich zwischendurch immer wieder neu orientieren, weil ich die vielen Figuren und ihre Beziehungen nicht immer sofort auseinanderhalten konnte. Dadurch bin ich hin und wieder etwas aus dem Lesefluss gekommen. Insgesamt hat das meinen Spaß an der Geschichte aber kaum geschmälert.
Mich konnte diese magische Neuinterpretation auf jeden Fall begeistern. Die Verbindung aus Jane Austen und Fantasy war mal etwas ganz anderes und hat mir richtig gut gefallen. Lydia sorgt mit ihrer Art für viele unterhaltsame Momente!
Anita E, Buchhändler*in
Komplett absurd und gerade deshalb herrlich!
Stolz und Vorurteile in einer Fantays Version? Das klingt zuerst gewöhungsbedürftig, da die Geschichte allerdings von Lydia - die im Original eher einen kleinen Part einnimmt - erzählt wird, ist man schnell von der Handlung gefesselt.
Gerade der Umstand das Lydia Bennet von Melinda Taub zur Hauptfigur ernannt wurde macht die Geschichte für mich sehr lesenswert. Sie ist dafür perfekt, man lernt den unbeständigen Charakter von einer neuen Seite kennen und lieben. Sprache und Stil sind dem Genre angemessen. Dennoch macht der Twist mit Lydia als Hexe, das Buch enorm kurzweilig.
Eindeutig eine Empfehlung für kurzweilige Lesestunden.
Amy K, Rezensent*in
Wer Jane Austens Klassiker kennt, verbindet die Bennet-Schwestern vor allem mit gesellschaftlichen Zwängen und romantischen Verwicklungen, doch was passiert, wenn das Regency-England von verborgenen Hexenzirkeln, magischen Artefakten und düsteren Flüchen durchdrungen ist?
In Stolz, Vorurteil und Hexerei stellt Melinda Taub nicht wie gewohnt Elizabeth in den Fokus, sondern gibt ihrer jüngsten Schwester Lydia die Hauptrolle. Die gewohnt impulsive Lydia stolpert unerwartet mitten in ein gefährliches magisches Geheimnis, das die feine Gesellschaft bedroht. Plötzlich geht es für sie keineswegs mehr nur um die nächste Ballsaison, sondern um die Rettung all derer, die ihr am Herzen liegen.
Der Clou dieses Retellings liegt in seiner Protagonistin. Während Lydia im Original oft als leichtsinnig und anstrengend abgetan wird, verleiht Taub ihr hier eine erfrischend vielschichtige Stimme. Ihre Naivität weicht schrittweise echtem Mut und Verstand, ohne dass sie ihren eigensinnigen Charakter verliert. Es ist eine Freude, diese Entwicklung zu beobachten – auch weil die Dynamik innerhalb der Familie Bennet dadurch völlig neue, spannende Facetten gewinnt.
Das historische Setting mit seinen Bällen, der strikten Etikette und dem Klatsch der Oberschicht verschmilzt dabei überraschend organisch mit den phantastischen Elementen. Die Autorin schreibt spritzig, humorvoll und mit feiner Ironie für die Zwänge der damaligen Zeit. Einzig im Mittelteil bremsen ein paar gesellschaftliche Pflichttermine das Erzähltempo kurz aus, was dem Gesamteindruck aber kaum schadet.
Fazit: Ein erfrischendes, clever konstruiertes Retelling, das eine oft unterschätzte Figur ins Rampenlicht rückt, ohne zu viel über die magischen Verstrickungen vorab zu verraten. Wer Lust auf Regency-Atmosphäre mit magischer Note und eine starke Charakterentwicklung hat, wird hier bestens unterhalten.
Buchhändler*in 516281
Erzählt wird diese witzige Geschichte aus der Sicht von Lydia Bennet, der jüngsten der fünf Bennet Schwesteren. Lydia ist eine Hexe, ihre Schwester Kitty eine Katze und Wickham ein Dämon.
Die Autorin Melinda Taub spielt mit Perspektiven und verändert die vertrauten Szenen der ursprünglichen Geschichte von Stolz und Vorurteil.
Eine gut umgesetzte Idee, mir hat diese Erzählung sehr viel Freude bereitet.
Wir begleiten Lydia Bennet, die jüngste der Bennet-Schwestern auf dem Weg zum Erwachsen werden. Sie hat sich dabei mit allerlei Fallstricken der damaligen Gesellschaft rum zu schlagen und gleichzeitig ist da ja aber auch noch die Sache mit der Magie.
Eine wahrhaft magische Neuerzählung von dem Klassiker Stolz und Vorurteil.
Ich mag dieses Buch sehr, da es aus einem Klassiker ein neues Buch macht, welches durch den magischen Teil direkt ein bisschen moderner daher kommt. Der Lesestil ist sehr lebendig und auch wenn es kein Buch zum einfach nebenher lesen ist, sondern ein bisschen mehr Aufmerksamkeit beim Lesen für mich wichtig war, ist die Zeit beim Lesen einfach so dahin geflogen.
Mir hat das Buch gut gefallen.
Stolz und Vorurteil mit Hexencontent
Wie kam ich zu diesem Buch?
Durch Zufall wurde ich auf das Buch bzw. die Autorin aufmerksam. Es ist das erste Buch von Melinda Taub, das ich gelesen habe.
Wie finde ich Cover und Titel?
Sprach mich beides gleichermaßen an.
Um was geht’s?
Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Lasst euch aber gesagt sein, dass so einiges passiert in der Welt von Lydia Bennet, in diesem Fall eine Hexe. Die Story ist spannend aufgebaut und hatte einige für mich überraschende Wendungen. Wobei ich sagen muss, dass ich die Originalgeschichte (noch) nicht gelesen habe.
Wie ist es geschrieben?
Es handelt sich um einen Einzelroman, der also problemlos ohne Vorwissen und Cliffhangergefahr gelesen werden kann. Der Schreibstil ist durch die Ich-Perspektive von Lydia locker-flockig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist leicht zu verstehen. Man versucht sich gleich mit der Protagonistin zu identifizieren und ist irgendwie näher dran am Geschehen. Bei den nicht markierten Zeitsprüngen bin ich allerdings hin und wieder durcheinandergekommen. Zwischendurch hatte mich die Geschichte kurzzeitig verloren. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen.
Mein Fazit?
Das Buch hat mir ganz gut gefallen, somit erhält es von mir 4 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden.
Buchhändler*in 976770
Eine wunderschöne Neu-Interpretation der allseits bekannten Geschichte. Super witzig geschrieben und wirklich interessant ausgearbeitet. Ich habe auch sehr über die Kapitelnummerierung geschmunzelt ;)
Selina Z, Buchhändler*in
Eigentlich wollte ich nur kurz in „Stolz, Vorurteil & Hexerei“ hineinlesen, um zu sehen, wie sich das Buch liest und warum bereits so viele davon schwärmen. Aus dem kurzen Reinlesen wurde jedoch schnell eine ausgedehnte Lesesession – denn die Geschichte hat mich von den ersten Seiten an gepackt.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und sorgt dafür, dass man mühelos durch die Kapitel gleitet. Die Mischung aus bekannten Elementen, einer fantasievollen Hexerei-Komponente und spannenden Wendungen macht das Buch zu etwas Besonderem. Immer wieder wollte ich wissen, wie es weitergeht und wohin die Reise die Figuren führt.
Besonders gefallen hat mir, wie stimmig die Geschichte aufgebaut ist. Spannung, Atmosphäre und Humor ergänzen sich hervorragend, sodass das Buch kaum aus der Hand zu legen ist.
Fazit:
Wer Fantasy mit einem besonderen historischen Twist und einer mitreißenden Geschichte liebt, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben. Aus einem geplanten kurzen Reinlesen wurde für mich ein echtes Lesehighlight, das ich erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand legen konnte. Eine klare Leseempfehlung!
Auch für die, die das Original (noch) nicht gelesen haben, lohnt sich dieses Buch!
Es liest sich charmant, hat Humor und bleibt spannend. Nicht auf die richtig aufregende, nervenaufreibende Art, aber man will doch die ganze Zeit wissen, was eigentlich passiert ist und an wen sich die Erzählung richtet - und wieso. Lydia ist eine unterhaltsame und leicht ablenkbare Erzählerin und auch wenn mich das Ende nicht direkt umgehauen hat, so habe ich die den Weg dahin genossen. Ich kann aber auch nicht behaupten, dass ich von der Auflösung irgendwie enttäuscht gewesen wäre - es war alles stimmig.
Ich weiß nicht, ob mir das Buch ewig in Erinnerung bleibt oder ich es noch einmal lesen würde, aber ich würde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen und habe einmal mehr Lust, doch endlich mal Stolz und Vorurteil zu lesen!
Die Geschichte nimmt Bezug auf „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen, das Original habe ich bisher leider noch nicht gelesen. Deshalb hatte ich vermutlich nicht immer den Kontext für die vielen Anspielungen und Zusammenhänge. (Mit Vorkenntnissen hat man bestimmt nochmal mehr Spaß dran! 😉)
Lydia mochte ich als Protagonistin grundsätzlich sehr gern. Sie ist witzig, schlagfertig und sympathisch, gleichzeitig aber auch manchmal ziemlich voreilig und ichbezogen. Gerade ihren Umgang mit Kitty fand ich deshalb stellenweise schwierig. Zum Glück macht Lydia im Laufe der Geschichte aber eine positive Entwicklung durch ✨ Wickham blieb dagegen vor allem in der ersten Hälfte etwas blass. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, um seine Motive und seine Beziehung zu Lydia deutlicher zu machen. Da haben mir einfach ein bisschen die Vibes gefehlt.
Sehr gut gefallen hat mir dafür die Kombination aus historischem Setting und Fantasy. Das Ganze hatte für mich ein bisschen Bridgerton-Vibes, nur eben mit Dämonen und Hexerei. 🧙 An einigen Stellen hätte es gern mehr Tiefe sein können, das ist aber auch subjektiv 🙃 Die Handlung selbst hatte leider ein paar Längen. Gerade im ersten Drittel zog es sich ziemlich... Dafür gab es einige spannende Plottwists und vor allem das letzte Drittel konnte mich definitiv abholen. Hier wurde die Geschichte dann auch nochmal deutlich spannender. Und das Ende war einfach nur schön 🥹
Der Schreibstil hat für mich auch sehr gut zum Konzept gepasst. Er vermittelt tatsächlich ein wenig dieses typische Jane-Austen-Feeling. Da muss man erst reinkommen, dann macht es aber richtig Spaß. 😍
Mein Fazit: Eine interessante Mischung aus Regency, Fantasy und Jane-Austen-Vibes mit einer sympathischen Protagonistin und spannenden Plottwists. Etwas kürzer hätte die Geschichte für mich sein dürfen, insgesamt aber eine schöne Idee und ein Muss für Stolz und Vorurteil Fans, die auch gern Fantasy lesen ❤️
Den Klassiker mit magischen Hintergrund und nicht mit Elisabeth und Mr Darcy in den Hauptrollen.
Eine magische Neuinterpretation des Klassikers.
An den großen Geschehnissen hat sich nichts geändert, die sind weiter Bestandteil der Story. Aber es ist die Geschichte von Lydia. Das sie eine Hexe ist und ihr Verlobter sich als etwas anders herausstellt.
Das Buch hat mich im Großen und Ganzen doch gut unterhalten. Es sind zwar die groben Züge des Klassikers vorhanden, aber da die Geschichte aus der Sicht von Lydia geschrieben wurde, weicht die Handlung doch etwas ab.
Die Charakter fand ich zwar nicht immer liebenswert, aber interessant und von ihrer Handlung realitätsnah.
Nach und nach hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen.
Man wird zu Anfang direkt in das Geschehen rein geworfen, der Schreibstil ist flüssig und nicht zu verschnörkelt.
Manchmal bin ich aber mit den Geschehnissen durcheinander gekommen. Da sich zwischenzeitlich die Geschichte auf einer anderen Zeitachse befunden hat.
Für mich war die Geschichte ganz nett und süß gewesen. Die magische Komponente war gut platziert und hat sich für mich gut eingefügt.
Als großer Fan von Jane Austens Stolz und Vorurteil war ich vor dem Lesen ehrlich gesagt etwas nervös. Ich habe den Roman sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch gelesen und auch die Verfilmung mehrfach gesehen. Eine so bekannte und geliebte Geschichte neu zu interpretieren, ist deshalb meiner Meinung nach eine echte Herausforderung.
Umso positiver wurde ich von Stolz, Vorurteil und Hexerei überrascht.
Melinda Taub nimmt die bekannte Geschichte und erzählt sie aus einer völlig anderen Perspektive – nämlich aus der Sicht von Lydia Bennet. Lydia ist die siebte Tochter einer siebten Tochter und damit eine Hexe. Dadurch bekommen die bekannten Ereignisse aus Stolz und Vorurteil eine zusätzliche magische Ebene und gleichzeitig einen ganz anderen Blickwinkel.
Besonders spannend fand ich, wie sich dadurch mein Bild von Lydia verändert hat. Im Original wird sie eher als oberflächlich, naiv und verantwortungslos wahrgenommen. Hier bekommt sie eine eigene Stimme und die Möglichkeit, ihre Geschichte selbst zu erzählen. Man erfährt, was sie erlebt hat, was sie durchmachen musste und was tatsächlich hinter ihrer Entscheidung steckt, mit Wickham durchzubrennen.
Und tatsächlich hätte ich vorher niemals gedacht, dass ich Lydia und Wickham irgendwann lieber mögen würde als Lizzie und Mr. Darcy. Die beiden funktionieren in dieser Geschichte für mich überraschend gut.
Lydia ist hier unglaublich fröhlich, frech und herzlich und diese Persönlichkeit zieht sich durch das gesamte Buch. Gleichzeitig wird ihre Geschichte nicht einfach nur lustig erzählt, sondern bekommt durchaus spannende und teilweise überraschende Wendungen.
Überhaupt hat mir die Mischung aus Stolz und Vorurteil, Humor, Spannung und Hexerei ausgesprochen gut gefallen. Die Idee ist für mich wirklich eine zauberhafte Kombination – im wahrsten Sinne des Wortes.
Eine Besonderheit ist auch die Erzählform. Das Buch ist als eine Art Brief beziehungsweise persönliche Nachricht geschrieben. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Nähe zur Erzählerin. Es fühlt sich teilweise tatsächlich so an, als würde Lydia ihre Geschichte direkt dem Leser erzählen. Diese Form hat mir sehr gut gefallen und hat für mich zusätzlich dazu beigetragen, dass ich mich auf die Geschichte eingelassen habe.
Auch sprachlich konnte mich das Buch überzeugen. Der Stil orientiert sich an der Sprache und den Umgangsformen der Zeit, in der Stolz und Vorurteil spielt, ist aber gleichzeitig deutlich moderner und dadurch sehr flüssig zu lesen. Es entsteht ein guter Mittelweg zwischen historischem Setting und einer Sprache, die auch für heutige Leser angenehm zugänglich bleibt.
Die Figuren werden sehr lebendig und bildhaft dargestellt und ich konnte mir viele Situationen und Schauplätze gut vorstellen. Besonders schön fand ich dabei, dass bekannte Figuren durch Lydias Perspektive teilweise ganz anders wirken.
Ein paar kleinere Schwierigkeiten hatte ich allerdings mit der Erzählstruktur. Das Buch springt immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Gerade am Anfang waren diese Wechsel für mich etwas holprig, da sie nicht immer eindeutig gekennzeichnet sind. Man muss teilweise kurz überlegen, in welcher Zeitebene man sich gerade befindet. Außerdem gibt es zu Beginn einige Wiederholungen, da natürlich bestimmte Ereignisse aus Stolz und Vorurteil noch einmal aufgegriffen werden.
Auch einige Längen gab es für mich, aber insgesamt haben diese Punkte meinen Lesespaß nicht wesentlich beeinträchtigt.
Was für mich besonders gut funktioniert hat, war die Tatsache, dass ich trotz meiner großen Vertrautheit mit dem Original nicht das Gefühl hatte, einfach nur eine bekannte Geschichte erneut zu lesen. Durch Lydias Perspektive verändern sich die Ereignisse und man bekommt einen neuen Blick auf Figuren und Situationen, die man eigentlich schon zu kennen glaubt.
Ich hatte wirklich viel Spaß mit dem Buch und habe es sehr gerne gelesen beziehungsweise gehört.
Für mich ist Stolz, Vorurteil und Hexerei eine gelungene, humorvolle und ungewöhnliche Neuinterpretation eines Klassikers.
Jane Austen in magisch
Ich denke, fast alle kennen Jane Austen. Sei es als Buch, Film oder vielleicht sogar im Theater. Und da ich ungewöhnliche Neuinterpretationen bekannter Geschichten sehr spannend finde, war das Buch hier natürlich sehr interessant. Denn die Idee, Jane Austens Welt mit Magie, Hexen und anderen magischen Wesen zu verbinden, hat mich sofort angesprochen.
Diesmal steht Lydia Bennet im Mittelpunkt. Ich fand es spannend, sie einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. Ihre freche und eigensinnige Art passt wirklich gut zu der Geschichte. Besonders Kitty hat es mir angetan. Die Idee, dass sie eigentlich eine Katze ist, fand ich toll.
Die Geschichte ist oft witzig, manchmal skurril und an einigen Stellen auch richtig spannend. Die Verbindung aus Regency Atmosphäre und Fantasy hat für mich erstaunlich gut funktioniert. Denn da hatte ich noch etwas meine Zweifel, aber doch, es hat gut gepasst. Vielleicht lag es aber auch mit an dem lockeren und kurzweiligen Schreibstil.
Die Kapitel selbst sind angenehm in ihrer Länge, sodass man immer mal eine Pause machen kann. Auch wenn mir das tatsächlich schwer gefallen ist, da ich unbedingt weiterlesen wollte.
Natürlich ist es keine High Fantasy und als eingefleischter Jane Austen Fan stößt man sich auch auf Handlungen, die nicht so richtig in diese Welt passen. Aber am Ende hat mich das Buch super unterhalten und ich habe es geliebt, mit Lydia in ihre Welt einzutauchen. Für mich kann es davon sehr gern noch mehr geben.
Es hatte für mich einen ganz eigenen Charme. Und ich denke, dass es auch viele weitere begeistert Leser*innen finden wird.
ISBN: 978-3608966510
Autorin: Melinda Taub
Verlag: Hobbitpresse
ET: 12.09.26
Umfang: 496 Seiten
Meine Meinung:
"Stolz, Vorurteil und Hexerei" ist eine Neuadaption des Klassikers von Jane Austen.
Hier erzählt die jüngste der Bennet Schwester Lydia, die Ergebnisse aus ihrer Sicht, und sorgt für jede Menge Trubel und Chaos.
Alles scheint wie immer: Mrs. Bennet leidet unter ihren Nerven, Mr. Bennet leidet unter Mrs. Bennet, und alle fünf Töchter leiden unter einem Vermögen, das ausschließlich an männliche Erben übergehen darf. Doch Lydia treiben völlig andere Dinge um: Ihre liebste Schwester Kitty ist in Wahrheit eine Katze, Ihr Liebhaber Wickham ist tatsächlich so ruchlos, wie alle behaupten – was sollte man auch anderes erwarten von einem Dämon?
–, und wer glaubt, Mr. Darcy sei beim Thema Tanzetikette ohne jeglichen Humor, der sollte erst einmal sehen, wie er auf Hexerei reagiert. Vor allem jedoch muss Lydia begreifen, dass Versprechen eine eigene Macht besitzen … besonders, wenn man eine Hexe ist.
Die Geschichte macht großen Spaß zu lesen und ist wirklich originell. Man merkt das die Autorin selbst ein großer Jane Austen Fan ist.
Die Leser*innen bekommen hier einen völlig neuen Eindruck von der Handlung und den Charakteren. Doch der ursprüngliche Charme geht keineswegs verloren. Das Lydia hier eine gewitze Hexe die mit ihrer Magie experimentiert und auch gerne mal den ein oder anderen Zauber bei ihrer Familie einsetzt, gibt der Handlung noch eine völlig neue mystische Note.
Die vielen Herausforderungen und Intrigen sorgen dafür dass ich mit Lydia mit gefiebert, und mich immer wieder fragte was wohl als nächstes passieren wird. Die Spannung flachte zwischen zeitig und einige Längen etwas ab was ich sehr schade fande. Insgesamt gab es einige Handlungssträge die man etwas kürzer hatte hatten können.
Dennoch hat das lesen mir großen Spaß gemacht. Wenn Fans Romantasy, und Stolz und Vorurteil neu entdecken wollt, dann kann ich diese Buch nur empfehlen.
Rezensent*in 658031
Was für ein großartiges Buch.
Was für eine Idee, einfach eine der Töchter aus Stolz und Vorurteil zu einer Hexe zu machen und so die Geschichte ganz neu zu interpretieren. Ehrlich gesagt habe ich zwar schon viel von dem Roman gehört, ihn aber noch nicht gelesen, daher bin ich völlig unvoreingenommen an das Buch gerangegangen und es hat mich wirklich sehr gut unterhalten.
Lydia die jüngsten der Schwestern ist in dieser Version eine Hexe und erzählt uns ihre Geschichte. Das ist so witzig und unterhaltsam das ich das Buch in kurzer Zeit gelesen habe.
Da wird eine Katze zur Schwester und der Rest der Familie bekommt davon nichts mit.
Die Geschichte wird uns aus Sicht von Lydia erzählt und erzählt einerseits von ihrer Leben zu dem Zeitpunkt an dem sie ihre Geschichte erzählt und andererseits in Rückblicken aus ihrem Leben. Das ist vielleicht etwas anders als im Original, aber im großen und ganzen hält sich die Geschichte ans Original.
Ich mochte Lydia die nicht nur mit ihrem Dasein als Hexe zurechtkommen muss, sondern auch mit einer Ehe in die sie sich selbst hineinkatapultiert hat.
Sicher ist es immer eine große Herausforderung sich an so bekannte Romane heranzuwagen, hier ist es aber meiner Meinung nach sehr gelungen.
Ich war begeistert.
Als absolut bekennender Fan von Jane Austen wird „Stolz und Vorurteil“ wohl für immer einen festen Platz unter meinen Lieblingsbüchern einnehmen. Gerade weil ich den Klassiker schon so oft gelesen habe, greife ich inzwischen immer wieder zu kreativen Neuinterpretationen, die mir ein vertrautes Gefühl geben und gleichzeitig ein wenig frischen Wind in die altbekannte Geschichte bringen.
Dieses Buch hat mir genau das geboten. Ich würde allerdings empfehlen, „Stolz und Vorurteil“ vorher gelesen zu haben, denn ohne das Hintergrundwissen kann die Handlung stellenweise etwas verwirrend wirken. Ich habe die Geschichte wirklich sehr genossen, auch wenn sie an manchen Stellen eine Spur zu sprunghaft geraten ist. Lydia Bennet übernimmt hier die Rolle der Erzählerin und bringt die erwartbare Energie mit: Sie springt munter zwischen Vergangenheit und Gegenwart, als würde sie beim Schreiben kaum stillsitzen können. Die Form eines langen Briefs verleiht dem Ganzen eine intime Note, sodass man fast das Gefühl hat, Lydia würde einem die Ereignisse persönlich bei einer gemütlichen Tasse Tee erzählen.
Dieser Stil passt gut zu ihrem exzentrischen Charakter, doch ich gebe zu, dass ich zwischendurch kurz den roten Faden verloren habe. Umso schöner ist es, dass sich gegen Ende plötzlich alles fügt und die zuvor losen Stränge ein stimmiges Gesamtbild ergeben.
Interessant fand ich, wie Lydia hier etwas mehr Profil bekommt. Sie bleibt impulsiv und lebhaft, aber die Autorin zeigt klarer, was hinter ihrem Verhalten steckt. Lydia denkt gelegentlich über frühere Entscheidungen nach und wirkt insgesamt etwas reflektierter, ohne dass ihr Charakter verfremdet wird. Diese Entwicklung bleibt angenehm subtil und fügt sich gut in die magische Handlung ein, die sie stärker in Verantwortung bringt.
Auch die übrigen Figuren sind durchweg gelungen dargestellt. Natürlich basieren sie auf den unvergesslichen Charakteren, die Jane Austen geschaffen hat, aber Melinda Taub gelingt es, ihnen eine eigene, frische Note zu verleihen. Wickham als Dämon, Kitty als verzauberte Katze, die Ehe von Mr. Collins und Charlotte Lucas als Ergebnis eines Liebeszaubers - diese Ideen klingen verrückt, funktionieren aber erstaunlich gut. Es macht großen Spaß, diese vertrauten Persönlichkeiten in einem magischen Licht zu betrachten.
Besonders gelungen ist die Verbindung aus historischen Fakten und britischer Mythologie. Bekannte Sagengestalten und historische Persönlichkeiten tauchen auf, aber nie als bloße Kopie. Die Autorin gibt ihnen einen eigenen Twist, der die Handlung bereichert und gleichzeitig respektvoll mit dem Ausgangsmaterial umgeht.
Fazit: Trotz kleinerer Verwirrungen bleibt die Geschichte humorvoll, warm und voller verspielter Ideen. Der magische Einschlag verleiht dem vertrauten Klassiker genau das gewisse Extra, nach dem ich gesucht habe. Für mich ist das Buch eine schöne Empfehlung für alle, die Jane Austens Werke lieben und zwischendurch gerne eine frische, fantasievolle Neuinterpretation des Stoffes lesen.
Rezensent*in 1488781
Magische Miss Bennet
Ich gebe zu, dass es schon etliche Jahre her ist, dass ich das Original gelesen bzw. eine Verfilmung dazu gesehen habe. An die jüngste der Bennet-Schwestern Lydia konnte ich mich aber noch gut erinnern. Jung, naiv und ungestüm, so ist Lydia auch in diesem Buch und dazu gesegnet mit einer großen Portion an Magie. Tatsächlich geht es in Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub weniger um Mr. Darcy und Elizabeth (bei denen ich mir nie merken kann, wer stolz ist und wer Vorurteile hat) sondern um Lydia Bennets Geschichte, die eindeutig mit Hexerei zu tun hat. Dass sie eine starke Hexe ist, steht schon in ihrer Kindheit fest. Ein Zauberer verwandelt eine Katze, die fortan ihre Schwester Kitty ist. Gleichzeitig muss sie sehr früh einen Pakt mit einem Dämon eingehen, der für den restlichen Verlauf der Geschichte entscheidend ist. Und auch der attraktive Mr. Wickham hat einen ganz anderen Hintergrund, als Jane Austen je für ihn vorgesehen hat.
Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht und angenehm. Die Geschichte wird aus Lydias Perspektive geschrieben. Tatsächlich finde ich, dass die Autorin den Ton dieser vergangenen Ära sehr gut trifft. Dass Lydia sich ihrer Charakterschwächen bewusst ist und sie diese eigentlich auch nicht wirklich stören, macht sie trotz ihrer Fehler sympathisch. Die Kombination aus Regency und Fantasy hat mir sehr gut gefallen. Wer kann schon zu einem Leben zwischen Regency Bällen und Hexenzirkeln Nein sagen. Insgesamt finde ich die Geschichte sehr erfrischend und humorvoll. Einen kleinen, passenden Romance-Anteil gibt es zum Schluss auch noch.
Das Buch orientiert sich an einem großen Klassiker der Literatur, erzählt diesen nicht neu, sondern gibt Lydia Bennet ihre eigene, erzählenswerte Geschichte. Ich habe diese sehr gemocht und kann das Buch ausdrücklich weiterempfehlen.
Ich liebe „Stolz und Vorurteil“ und war deshalb zunächst etwas skeptisch, ob diese Geschichte für mich funktionieren würde. Aber dieses Buch hat mich von Grund auf begeistert und mir unglaublich viel Spaß gemacht!
Die Idee, Lydia als Hexe zu erzählen und die bekannte Geschichte aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten, fand ich einfach großartig. Dabei bleibt so vieles aus Jane Austens Welt erhalten, während gleichzeitig etwas völlig Neues und Magisches entsteht. Besonders die vielen bekannten Figuren in ihren neuen Rollen haben mir richtig Freude bereitet.
Für mich eine wunderbar kreative, humorvolle und liebevolle Ergänzung zu „Stolz und Vorurteil“. Wer Jane Austen liebt und Lust auf ein bisschen Hexerei hat, sollte sich dieses Buch unbedingt anschauen.
Bewertung: ★★★★★
Zum Inhalt:
Hier wird die Geschichte von Stolz und Vorurteil neu erzählt aus der Sicht der jüngsten Tochter, die besondere Fähigkeiten hat und nicht nur das, sie ist eigenwillig, ihre liebste Schwester ist eine Katze und sie selbst eine Hexe.
Meine Meinung:
Wer kennt es nicht, das Buch Stolz und Vorurteil von Jane Austin. Aber das man aus einer eigentlich bekannten Geschichte etwas völlig neues macht, ist schon ein genialer Einfall. Im Wesentlichen geht es um die jüngste der Bennet-Schwestern, die besonders ist. Ihre liebste Schwester ist eigentlich eine Katze und keiner in der Familie merkt es. Ihr Liebhaber ist ein Dämon und sie selbst eine Hexe. Das Buch ist eine fabelhafte Neuinterpretation, die Witz hat, Intrigen bietet, aber auch Romantik. Aus der Sicht von Lydia erzählt bekommt man neue Einblicke sowohl in der Gegenwart, aber auch mit Rückblicken. Der Schreibstil war sehr gut, das Buch ist echt gelungen.
Fazit:
Hat mir sehr gut gefallen
Das Cover:
Das Cover von Stolz, Vorurteil und Hexerei passt für mich wunderbar zur Geschichte. Es wirkt verspielt, magisch und gleichzeitig ein bisschen nostalgisch.
Meine Meinung:
Ich liebe es, wenn bekannte Klassiker neu interpretiert werden und plötzlich eine völlig andere Geschichte entsteht. Stolz, Vorurteil und Hexerei nimmt sich Jane Austens berühmtesten Roman vor und stellt ausgerechnet Lydia Bennet in den Mittelpunkt.
Und Lydia ist hier nicht einfach nur die naive, leichtsinnige jüngste Bennet-Schwester, die man aus dem Original kennt. Sie ist eine Hexe.
Die Geschichte wird aus Lydias Perspektive erzählt und gibt ihr endlich eine eigene Stimme. Dadurch lernt man sie deutlich besser kennen und versteht auch einige ihrer Entscheidungen und ihre Lebenssituation aus einer ganz anderen Sicht.
Lydia mochte ich dabei wirklich gerne. Sie ist vorlaut, impulsiv und manchmal herrlich chaotisch, aber genau das macht ihren Charakter so unterhaltsam. Gleichzeitig steckt hinter ihrer frechen Art deutlich mehr, als man zunächst vermuten würde. Sie muss lernen, mit ihren magischen Fähigkeiten umzugehen und die Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu tragen.
Besonders cool fand ich die Idee rund um Kitty. Lydia hat ihre Katze durch Magie in ein Mädchen verwandelt, das von allen anderen als ihre Schwester wahrgenommen wird. Allein diese Ausgangssituation sorgt für einige ziemlich absurde und humorvolle Momente.
Auch bekannte Figuren wie Mr. Darcy, Elizabeth Bennet und Wickham tauchen auf, bekommen hier aber teilweise eine völlig andere Bedeutung. Vor allem Wickham hat ein Geheimnis, das mit der magischen Welt zusammenhängt. Dadurch erkennt man viele bekannte Ereignisse plötzlich aus einem anderen Blickwinkel.
Die Verbindung von Regency und Fantasy hat mir grundsätzlich richtig gut gefallen. Bälle, gesellschaftliche Erwartungen und die bekannte Welt der Bennets treffen auf Hexerei, Zauberwesen und magische Regeln. Das ist eine ungewöhnliche Mischung, funktioniert aber erstaunlich gut.
Magie hat in dieser Geschichte außerdem ihren Preis. Versprechen sind nicht einfach nur dahingesagte Worte und manche Entscheidungen ziehen Konsequenzen nach sich. Dadurch bekommt die Geschichte neben dem Humor auch ernstere Momente.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls gefallen. Lydia erzählt ihre Geschichte mit einer frechen, direkten Art und wendet sich teilweise sogar direkt an die Lesenden. Das passt hervorragend zu ihrem Charakter und gibt dem Buch eine ganz eigene Stimme.
Allerdings hatte die Geschichte für mich auch ein paar Längen. Durch die vielen verschiedenen magischen Elemente und die teilweise etwas sprunghafte Erzählweise war nicht immer sofort klar, worauf die Handlung eigentlich hinausläuft. An einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Fokus und einen klareren roten Faden gewünscht.
Auch bei der Fantasy war mir stellenweise ein bisschen zu viel los. Die Grundidee mit Hexen und Magie fand ich großartig, aber nicht jede zusätzliche Kreatur und jedes übernatürliche Element hätte es für mich unbedingt gebraucht.
Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten. Besonders die Idee, Lydia Bennet eine komplett eigene Geschichte zu geben, fand ich richtig schön. Es ist eben keine einfache Neuauflage von Stolz und Vorurteil, sondern eine eigenständige Geschichte, die viele bekannte Figuren und Motive aufgreift und in eine magische Welt setzt.
Mein Fazit:
Stolz, Vorurteil und Hexerei ist eine kreative und unterhaltsame Neuinterpretation eines Klassikers. Lydia als Hexe, Kitty als verwandelte Katze und die magische Version der bekannten Bennet-Welt waren für mich definitiv die Highlights.
Nicht alles war perfekt, gerade bei der Handlungsführung hätte ich mir etwas mehr Klarheit gewünscht. Trotzdem mochte ich den Humor, die ungewöhnliche Idee und Lydias eigene Stimme sehr gerne.
Marion S, Buchhändler*in
Es müssten schon viele Jahre vergangen sein, dass ich Jane Austens "Stolz und Vorurteil" gelesen habe. Eigentlich wäre es mal wieder Zeit, einen Re-Read zu starten. Doch Neuinterpretationen sind auch was Feines. "In Stolz, Vorurteil und Hexerei – Die skandalösen Geheimnisse der Lydia Bennet" erzählt Melinda Taub die bekannte Geschichte aus der Perspektive von Lydia Bennet neu und ergänzt sie um eine magische Parallelwelt. Genau diese Grundidee hat mir sehr gefallen. Der Autorin gelingt es dabei meiner Meinung nach erstaunlich gut, eigene und teilweise wirklich originelle Ideen einzubringen, ohne dabei das Gesamtbild von Austens Roman zu stark zu verändern.
Lisa R, Rezensent*in
Melinda Taub weiß selbst, dass wir alle einen großen Beschützerinstinkt haben, wenn es um Jane Austen und ihr Werk „Stolz und Vorurteil“ geht.
Doch wer sich auf ihr Buch einlässt erlebt eine zauberhafte Geschichte mit vielen witzigen Aha-Momenten und Anekdoten, die uns Jane-Austen-Fans zum Schmunzeln bringt.
Lydia Bennett ist eine verzogene, selbstbezogene und vergnügungssüchtige Göre wie sie im Buche steht. Und sie ist eine Hexe. Naiv hüpft sie von einem Schlamassel in den nächsten und versucht nebenbei ihre Schwester zu retten und der Anziehungskraft von Mr. Wickham zu widerstehen. Ob ihr das gelingt?
Im Buch tauchen viele Personen auf die im ursprünglichen Werk keine besondere Beachtung finden und der Schreibstil ist flüssig und wirklich witzig.
Alles im allen hat es mir sehr großen Spaß gemacht „Stolz, Vorurteil und Hexerei“ zu lesen.
„Wenn Lizzy, die er erst vor vier Tagen kennengelernt hat, sein größter Herzenswunsch war, bereitet ihm der Tee sicher noch größere Genugtuung. Mit Tee ist er schließlich schon viel länger vertraut.!
Seite 133
Die Geschichte von Mr. Darcy kennt wohl so ziemlich jeder, zumindest in den groben Zügen. Doch in diesen Buch erzählt Lydia Bennet, die jüngste Schwester, die Geschichte aus ihrer Sicht. Doch Lydia ist eine Hexe und das verändert so einiges. Zuerst verwandelt sie ihre Katze Kitty in eine weitere Bennet Schwester, woraufhin ihre Tante, die führende Hexe des Dorfes auf ihre Nichte aufmerksam wird und sie unterrichtet.
Zwischen Hexenkräutern und Ballsälen entsteht eine humorvolle und spannende Geschichte.
„Wir können einander nicht entkommen, Lydia. Warum machen wir nicht das Beste daraus?“
Seite 107
Mir hat das Buch viel Spaß gemacht, mich aber auch mit den zeitlichen Wechseln oft durcheinandergebracht. Viel Jane Austen Ahnung habe ich nicht, mag aber den Flair, den ich persönlich mit Bridgerton verbinde aber sehr gerne. Es gibt viele Bälle, viel Klatsch und Tratsch, viele Versuche den richtigen Ehemann zu finden. Für mich passte das Setting perfekt und hat sich durch den Schreibstil genau richtig echt angefühlt. Lydia ist nicht die allersympatischste Figur, sie ist selbstsüchtig und eigensinnig, aber genau das macht sie und eben auch den Verlauf der Geschichte einfach aus. Kitty ist eine großartige Verbündete, große perfekte Schwestern sind unendlich anstrengend und reiche Schwager auch nicht so einfach, wie man sich das so denken könnte ^^
Der Schreibstil ist nicht ganz einfach, man muss sich schon darauf einlassen, aber da ich länger am Stück gelesen habe, hat es für mich gut funktioniert und ich fand den Stil schön besonders und eine gute Abwechslung
Der Gegenspieler war nicht ganz mein Fall, hier und da wurde es ein bisschen lang, aber insgesamt ein weiteres unterhaltsames, magisches Buch aus der Hobbit Presse Welt, das ich nur schwer aus der Hand legen konnte ♥
Das Cover mag ich sehr gerne, besonders zusammen mit der Haptik des Buches und der Farbschnitt ist ein richtiger Hingucker. Es wird sich in meinem Regal sehr gut machen! ♥
„Besprechen wir die Bedingungen. Zunächst einmal will ich bei jedem unserer Treffen diese Himbeertorte.“
Seite 97
Rezensent*in 1976834
„Stolz, Vorurteil und Hexerei“ von Melinda Taub ist eine fantasievolle und originelle Neuinterpretation von Jane Austens Klassiker. Besonders spannend ist, dass Lydia Bennet selbst die Geschichte erzählt und man die bekannten Ereignisse dadurch aus einer ganz neuen Perspektive erlebt. Die Mischung aus Regency-Welt, Hexerei, Dämonen und magischen Geheimnissen macht die Geschichte ungewöhnlich und verspricht einige überraschende Wendungen. Dabei bleiben der Witz, die Romantik und die gesellschaftlichen Konflikte erhalten, die man mit „Stolz und Vorurteil“ verbindet. Auch die limitierte Ausgabe mit Farbschnitt ist ein besonderes Extra. Das Buch dürfte vor allem Leserinnen und Leser begeistern, die klassische Literatur und Fantasy mögen.
Wilde Hexerei
Was Lydia Bennet an Reife und Verantwortungsbewusstsein fehlt, macht sie durch Lebenslust, Witz und eine Portion Magie wett. In dieser originellen Neuerzählung von Stolz und Vorurteil, schildert Lydia die wahren Ereignisse und deren Folgen aus ihrer Sicht. Die ganze Familie Benet leidet darunter, da es einen männlichen Erben gibt., den nur an einen solchen geht das Vermögen über. Doch Lydias Schwester Kitty ist eine Katze, ihr Liebhaber Wickham ein Dämon, Da0xcy ohne Humor. Da sollte man erst mal sehen, wie er auf Hexerei reagiert. Aber Lydia muss begreifen, dass Versprechen eine eigene Macht besitzen, überhaupt als Hexe. Diese Adaption vereint all den Witz, die Stärke und Romantik von Stolz und Vorurteil und schenkt Lydia eine unerwartete Erlösung.
Meine Meinung
Ganz so leicht und vor allem flüssig ließ sich dieses Buch leider nicht lesen. Im Gegenteil. Es gab immer wieder Hindernisse im Form von Zeitsprüngen. Wobei ich nichts gegen Zeitsprünge an sich habe. Sofern sie markiert und bezeichnet sind. Doch hier hörte ein Abschnitt auf, und beim nächsten befand ich mich in einer anderen Zeit! Wohlgemerkt, ein Abschnitt, kein Kapitel! Und auch dann sollte die Zeit vermerkt sein! Ich war die ersten 80 – 100 Seiten total verwirrt und verstand nicht, was da überhaupt passierte. Dann wurde es etwas besser, aber die Zeitsprünge blieben, waren aber nicht mehr so abrupt. Auch hatte ich mich wohl etwas daran gewöhnt. Später, viel später wurde mir dann klar, dass Lydia einen Bericht über ihr Leben schrieb. Doch wie das alles kam und zusammenhängt, wieso sie Kitty verlor und wer der eigentliche Gegenspieler Lydias war, das muss der geneigte Leser selbst lesen. trotz dieser Kritikpunkte war es spannend, hat mich allerdings nicht wirklich richtig gefesselt. Es hat mir aber durchaus gefallen, und mich einigermaßen gut unterhalten. Etwa die zweite Hälfte gefiel mir richtig gut trotz der Kritikpunkte. Für Jan Austen Fans eine Leseempfehlung und von mir trotz der Kritikpunkte noch vier Sterne.