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Buchcover für Pestzug

Pestzug

Roman aus Estland

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Buch 3 von Literatura Baltica

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Erscheinungstermin 17.03.2026 | Archivierungsdatum 31.03.2026


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Zum Inhalt

Fünf junge Sanitätsoffiziere, unter ihnen Jakob aus Estland, werden 1911 an die russisch-chinesische Grenze entsandt. Dort sollen sie einer Pestepidemie Einhalt gebieten – und stoßen auf das Grauen der Seuche, auf politische Zwänge und auf Entscheidungen, die ihr Leben unwiderruflich verändern. Pflicht, Angst und die Liebe zu einer Frau fordern ihren Preis. Zweiundzwanzig Jahre später begegnen sich zwei von ihnen wieder. Der eine ist für die medizinische Versorgung eines Gefängnisses verantwortlich, der andere sitzt dort ein: ein kommunistischer Agitator, gezeichnet von Haft, Ideologie und Vergangenheit. Zwischen ihnen stehen unausgesprochene Schuld, alte Loyalitäten und die Frage, was von den einstigen Überzeugungen geblieben ist. Rein Raud verwebt Elemente seiner Familiengeschichte mit der Geschichte Estlands und zeichnet ein eindringliches Panorama von Unterdrückung und Freiheitsdrang, von politischer Verblendung und persönlicher Verantwortung – und von der Macht der Liebe, die ebenso retten wie zerstören kann.

Fünf junge Sanitätsoffiziere, unter ihnen Jakob aus Estland, werden 1911 an die russisch-chinesische Grenze entsandt. Dort sollen sie einer Pestepidemie Einhalt gebieten – und stoßen auf das Grauen...


Marketing-Plan


Leipziger Buchmesse: Lesung „Pestzug“
Ein Leben im Umbruch: Mut, Schuld und Wahrheit
in Rein Rauds fesselndem historischen Roman.

Auf der Bühne:
Autor Rein Raud, Übersetzer Cornelius Hasselblatt,
Moderation Thomas Michael Glaw

Halle 4 | Forum Übersetzen/Salon International C403


Leipziger Buchmesse: Lesung „Pestzug“
Ein Leben im Umbruch: Mut, Schuld und Wahrheit
in Rein Rauds fesselndem historischen Roman.

Auf der Bühne:
Autor Rein Raud, Übersetzer Cornelius Hasselblatt,
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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783947724642
PREIS 24,50 € (EUR)
SEITEN 404

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Bevor die Pest sich noch weiter ausbreitet, werden Fachmänner in die entlegensten Dörfer Russlands geschickt. Sie sollen dafür sorgen, dass die Leichen, welche auf den Straßen liegen, verbrannt werden. Sie kommen mit dem Zug und die sogenannten Pestzüge sind damals in aller Munde. Nicht alle Bewohner der betroffenen Dörfer heißen die Männer willkommen.

#Pestzug hat mich zunächst ein wenig verwirrt. Als mir aber klar wurde, dass der Autor bei den Kapiteln auch zwischen Zeit und Ort wechselte, konnte ich seinen Gedanken sehr gut folgen. Er beschreibt sehr anschaulich, wie mit dem „Schwarzen Tod“ umgegangen wurde. Die jungen Sanitätsoffiziere folgten genau den Befehlen ihrer Vorgesetzten. Die Unterhaltungen während der Bahnfahrt drehten sich um ihre Heimat und der Tatsache, dass plötzlich ein junge Frau das Abteil mit ihnen teilt.

Auch wenn das Buch meine volle Konzentration beanspruchte und ich immer mal wieder Abschnitte zweimal lesen musste, es gefiel mir gut. Das Leben der Männer führte mir recht deutlich vor Augen, welchem Zwang sie unterworfen waren. Nein, es ist kein oberflächlicher Roman sondern ein Buch, das die Lebensumstände der Menschen im Osten Europas beschreibt. #NetGalleyDE

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Wenn Vergangenheit auf Gegenwart trifft.
Fünf Ärzte kämpfen gegen eine Seuche und begegnen Jahre später den Folgen ihrer Entscheidungen.

Fünf junge Ärzte werden an die Grenze geschickt, um eine Seuche zu stoppen. Die Lage ist ernst. Der Druck ist hoch. Ihre Entscheidungen haben Folgen.
Die Geschichte zeigt, wie schwer es ist, zwischen Pflicht, Angst und Verantwortung zu wählen. Die Protagonisten stehen immer wieder vor schwierigen Entscheidungen, die nicht nur ihr eigenes Leben betreffen. Man spürt die ständige Bedrohung durch die Krankheit und die Unsicherheit, die jeden Schritt begleitet.
An der Grenze wird deutlich, wie wenig Kontrolle die Männer über die Situation haben. Ressourcen sind knapp, die Menschen leiden, und die Ärzte müssen schnelle Entscheidungen treffen, die manchmal weder richtig noch einfach sind. Dabei entstehen Momente, in denen Nähe, Mitgefühl oder kleine Hoffnungsschimmer die strenge Realität durchbrechen.
Ein Teil der Handlung spielt später in einer anderen Zeit. Zwei der Männer treffen sich wieder. Einer ist für ein Gefängnis verantwortlich, der andere sitzt dort ein. Alte Loyalitäten, Schuldgefühle und unverarbeitete Erlebnisse treten auf. Die Begegnung zeigt, dass die Vergangenheit weiterwirkt und dass Entscheidungen aus früheren Jahren lange nachhallen.
Die Erzählung bleibt klar und ruhig. Sie vermittelt ein Bild von Menschen, die in schwierigen Situationen Verantwortung übernehmen, ohne dass die Geschichte übertrieben dramatisch wirkt. Pflicht, Angst, kleine Hoffnungsmomente und die Fragen nach Moral und Verantwortung prägen das Lesen.
Insgesamt hinterlässt die Geschichte einen starken Eindruck. Sie zeigt, wie persönliche Entscheidungen, politische Zwänge und äußere Umstände das Leben prägen. Die Erzählung bleibt lange im Kopf und regt zum Nachdenken an. Ein Buch, das ernsthafte Themen behandelt, aber trotzdem gut lesbar ist.
4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die historische Geschichten mögen, in denen Schicksale und Geschichte eng verbunden sind, und die eine klare und ruhige Erzählweise schätzen.

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Ich persönlich wusste nichts über die Pestepidemie Anfang des 20. Jahrhundert im östlichen Grenzland von Russland.
Das Buch erzählt in zwei Zeitfenstern die Geschichte von Jakob. Die Themen sind nicht immer einfach, aber interessant und gut lesbar..
Ein Buch für alle Fans von wahren historischen Geschichten.

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Der estnische Autor Rein Raud verwebt Teile seiner eigenen Familiengeschichte zu einem interessanten historischen Roman.
Worum geht‘s?

Vordergründig um die Eindämmung einer Epidemie an der russisch-chinesischen Grenze. Doch wenn man den fünf abkommandierten Sanitätsoffizieren folgt, geht es um mehr, als das Ausbreiten der Pest zu verhindern.

Doch zunächst begleiten wir die fünf Soldaten, darunter Jakob aus Estland, 1911 an die russisch-chinesische Grenze. Schon allein die Anreise in die Mandschurei mit dem Zug liest sich wie ein Abenteuer.

Die jungen Sanitätsoffiziere folgen genau den Befehlen ihres Vorgesetzten. So arbeiten sie sich entlang der Bahnlinie von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf weiter. Nicht alle Dorfbewohner heißen die Männer in ihren Schutzanzügen willkommen. So werden einige Leichen versteckt bzw. die Soldaten bedroht.

Die Unterhaltungen während der Bahnfahrt in ihrem Komfortabteil drehen sich um ihre Heimat, Schnaps und Sex.

„Aber die Gesellschaft von gefälligen Mädchen konnte er sich absolut nicht vorstellen, denn ein gewisses Dingsbums hängt doch nicht an den Männern, um es einfach irgendwo hineinzustopfen.“ (S. 8)

Eigentümlich ist nur, dass Solomjatin, der immer, wenn das Gespräch auf seine Herkunft kommt, schnell das Thema wechselt. Hat er etwas zu verbergen?

So eilen die Tage und Wochen dahin, bis sie in Harbin der Einladung von Herrn Mögling, einem Eisenbahndirektor, folge leisten. Diese Einladung wird die fünf Sanitätsoffiziere Folgen haben, denn eine junge Frau wird von nun an das Abteil mit ihnen teilen.

Zweiundzwanzig Jahre später begegnen sich zwei von ihnen wieder. Der eine, Jakob, inzwischen verheiratet und Vater, ist für die medizinische Versorgung der Gefangenen im Patarei-Gefängnisses in Tallin (bis 1918 hieß die Stadt Reval) verantwortlich, der andere, sitzt dort unter dem Namen Kameratow ein. Solomjatin gilt als gefährlicher kommunistischer Agitator, weshalb er seine Strafe in Einzelhaft verbringen muss. Nicht nur zwischen ihm und Jakob, steht eine unausgesprochene Schuld, sondern auch Siina, eine an TBC erkrankte Gefangene hat Grund, Kameratow/Solomjatin zu hassen ...

Meine Meinung:

Wie schon eingangs erwähnt, hat Rein Raud für diesen historischen Roman auf Teile der Lebenserinnerungen seines Großvaters zurückgegriffen. Dabei fließt auch die Geschichte Estlands zwischen 1900 und 1933 ein, das mehrmals Anstrengungen unternommen hat, aus dem Zarenreich zu entkommen.

Interessant sind Jakobs Gedanken zu lesen, die zu Beginn der medizinischen Ausbildung ziemlich idealistisch sind. Gleichzeitig hat er eine ziemliche Wut auf Solomjatin entwickelt, der geneigte Leser ahnt, warum. Als Ehemann und Vater, muss Jakob jeden Job annehmen, der ein regelmäßiges Einkommen und eine Wohnung bietet. Weil ihm die eine oder andere Prüfung fehlt, um als Zivilfeldscher oder gar als Arzt zu arbeiten, kann er nicht allzu wählerisch sein. Auch für seine Ehefrau ist dieser Zustand nicht befriedigend. Erst als er seine Ideale über Bord wirft, keimt für die kleine Familie ein Hoffnungsschimmer auf.

„Vergebung und Gerechtigkeit müssen nicht unbedingt Gegensätze sein.“ (S. 241)

Autor Rein Rauds historischer Roman hat mir sehr gut gefallen, weil er neben den der Elemente seiner eigenen Familiengeschichte auch die Geschichte Estlands verquickt, die reich an Unterdrückung und Freiheitsdrang, von politischer Verblendung und persönlicher Verantwortung ist. Diese Verantwortung, als junge Sanitätsoffizier an die äußerste Grenze des Zarenreiches zur Seuchenbekämpfung eingesetzt zu werden, hat vor allem Jakob ernst genommen. Schade finde ich, dass ich über die Jahre dazwischen nicht allzu viel erfahren habe. Was ist aus den anderen (außer Solmojatin, dessen Schicksal wir nun kennen) geworden?

Der Schreibstil ist ruhig. Man nimmt den Personen ihre Handlungen ab. Das schließt auch die beiden Frauen im Gefängnis ein.

Das Baltikum mit seinen Staaten Estland, Lettland und Litauen ist seit einigen Jahren ein beliebtes Reiseziel. Ich selb habe Tallinn anlässlich eines Kongresses besucht. Die mittelalterliche Stadt sowie ihre äußerst freundlichen Bewohnerinnen und Bewohner haben mich sehr beeindruckt. Ein Grund, nochmals nach Estland zu reisen, bzw. sich mit der Geschichte des Baltikums zu beschäftigen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Roman, der sich an der Familiengeschichte von Rein Rauds orientiert, 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

4 stars
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