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Eine Frau verschwindet
von Cécile Tlili
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Erscheinungstermin 11.05.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Als Alice von ihrem Mann verlassen wird, ist sie schockiert. Sie ist ratlos, weiß nicht, wie sie vor ihrer Tochter die Fassung bewahren soll. Sicher ist nur, dass sie nicht im gemeinsamen Haus bleiben kann. Ohne ihrem Mann oder ihrer Tochter viel zu erklären, mietet sie sich eine unscheinbare Zwei-Zimmer-Wohnung, weit genug entfernt, um den beiden nicht versehentlich über den Weg zu laufen. Tagsüber geht sie zur Arbeit, nachts streift sie schlaflos durch die Stadt, bis sie ihrer Nachbarin Siham begegnet. Die ist gerade mal zwanzig, macht eine Ausbildung in der Krippe und versucht, sich aus den engen Strukturen ihrer Familie zu lösen. Obwohl die Lebenslagen der Frauen kaum unterschiedlicher sein könnten, erkennen die beiden bald, dass sie die Suche nach Freiheit verbindet, und es entsteht eine unerwartete Freundschaft.
Als Alice von ihrem Mann verlassen wird, ist sie schockiert. Sie ist ratlos, weiß nicht, wie sie vor ihrer Tochter die Fassung bewahren soll. Sicher ist nur, dass sie nicht im gemeinsamen Haus...
Eine Anmerkung des Verlags
Sperrfrist: Bitte nicht vor dem 11.05.2026 öffentlich besprechen.
Herzlichen Dank!
Achtung! Der Text ist unredigiert und unkorrigiert.
Sperrfrist: Bitte nicht vor dem 11.05.2026 öffentlich besprechen.
Herzlichen Dank!
Marketing-Plan
eBuch Buch der Woche Mai 2026
eBuch Buch der Woche Mai 2026
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783036950952 |
| PREIS | 22,00 € (EUR) |
| SEITEN | 144 |
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Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Zwei Frauen, ein Wunsch: Freiheit und Selbstbestimmung
Alice ist geschockt, als ihr Mann ihr völlig unerwartet mitteilt, dass er sich von ihr trennen möchte.
Sie flieht für ein paar Tage nach Korsika, um dies zu verarbeiten. Wie soll sie das ihrer Tochter beibringen?
Zurück in Paris, nimmt sie sich heimlich eine kleine Wohnung; nicht weit weg von ihrem Zuhause, aber ohne die Gefahr, sich im Alltag zu begegnen. Während Alice tagsüber wie gewohnt zur Arbeit ins Labor geht, wird sie nachts von Schlaflosigkeit geplagt. Als sie eines Nachts betrunken nach Hause kommt, nimmt ihre junge Nachbarin Siham sie bei sich auf. Und Alice kann zum ersten Mal ruhig schlafen ... Daraufhin bekommt sie länger Asyl bei Siham, sie schlafen beide in der kleinen Wohnung. Auch Siham, gerade mal Anfang Zwanzig, befindet sich in einer schwierigen Situation.
Aus der einen Nacht wird eine längerfristige Verbindung. Trotz ihrer unterschiedlichen Hintergründe merken die beiden Frauen, dass sie einander guttun und gegenseitig unterstützen können.
„Eine Frau verschwindet“ von Cécile Tlili ist mit nur 144 Seiten ein sehr kurzer Roman, ich würde fast sagen, wir bekommen hier „nur“ einen kurzen Einblick ins Leben der beiden Protagonistinnen. Vieles bleibt offen, auch das Ende.
Der Autorin gelingt es jedoch gut, sich in der kurzen Zeit in die beiden Frauen hineinzuversetzen.
In Alice und ihre Reaktion nach der unerwarteten Trennung kann man sich gut einfühlen:
„Weißt du, ich habe das auch durchgemacht. Die Verleugnung, die Schockstarre. Eine Trennung ist wie die Trauer um jemanden, der nicht gestorben ist.“
Siham wirkt anfangs etwas undurchsichtiger, doch gegen Ende nimmt ihre Geschichte eine Wendung, die zeigt, dass auch sie einen unbändigen Wunsch nach Leben, Freiheit und Selbstbestimmung in sich trägt.
Ein kurzer, aber intensiver Roman über weibliche Solidarität und den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben.
Vielen Dank an den Kein & Aber Verlag & an NetGalley für das Rezensionsexemplar! 📚💚
Maria H, Rezensent*in
"Eine Frau verschwindet" ist ein kurzer, aber doch recht intensiver Roman. Da ist Alice, deren Mann sich von ihr trennen möchte und dies vollkommen überraschend. Da ist die Tochter und wie soll man ihr dies mitteilen? Wie soll man selbst mit dieser Situation umgehen? Alice packt eine Tasche und fährt für einige Tage nach Korsika um Abstand zu gewinnen. Wieder in Paris sucht sie sich ein kleines Appartment, geht tagsüber zur Arbeit, ignoriert aber die Nachrichten ihres Mannes. Nachts kann sie nicht schlafen und läuft viel durch die Straßen. Als sie eines Nachts betrunken nach Hause kommt, hilft ihr die junge Nachbarin und nimmt sie mit in ihre Wohnung. Auch Siham befindet sich in einer schwierigen famililären Situation. Die beiden Frauen geben sich gegenseitig Halt und unterstützen sich.
Der Roman ist sehr intensiv geschrieben und lässt am Ende einiges offen. Ich habe ihn gerne gelesen und empfehle ihn auch gerne weiter.
Rezensent*in 1900875
Eine Frau verschwindet überzeugt mit klarer, präziser Sprache und einer eindringlichen Geschichte über Neuanfang und Freiheit. Kurz, aber wirkungsvoll erzählt – auch wenn der Preis für den Umfang etwas hoch erscheint.
Lisa K, Buchhändler*in
Alice Gefühlschaos ging mir ab der ersten Seite nah, ihre Lethargie war allzu verständlich und doch habe ich sie manchmal wachrütteln und ihr Mut zusprechen wollen, dass es weitergeht, trotz allem! Tlilis Buch erzählt vom Verlorengehen und wieder auftauchen, von Schmerz und Hoffnung - sehr eindrücklich und bewegend!
Das Schweigen hinter der perfekten Fassade: Was passiert, wenn ein Mensch, den man zu kennen glaubt, von einem Moment auf den anderen spurlos verschwindet? Cécile Tlili entwirft in „Eine Frau verschwindet“ genau diese Szenerie und die dazu entstehenden Fragen auf. Aus der Sicht des Ehemanns und des Umfelds beginnt eine Suche, die schnell tiefer geht als eine rein polizeiliche Ermittlung. Es geht um die Risse in einer Ehe, um all das, was jahrelang nicht ausgesprochen wurde, und um die beunruhigende Frage: Wer ist die Person eigentlich wirklich, die morgens neben einem aufwacht?
Beim Lesen hat mich vor allem dieses beklemmende Gefühl gepackt, wie verdammt echt sich das alles anfühlt. Es gibt keinen lauten Knall, keine Action - das Drama entfaltet sich leise zwischen den Zeilen. Man sieht förmlich vor sich, wie die Fassade dieser Beziehung bröckelt. Das Buch lebt von Andeutungen und Widersprüchen, was die Stimmung unglaublich undurchdringlich macht.
Ich muss zugeben: Zwischendurch hätte ich mir manchmal mehr feste Anhaltspunkte gewünscht, um der Geschichte besser folgen zu können . Aber genau diese Unsicherheit wohin die Erzählung geht, ist wohl der Kern des Ganzen. Es ist ein ehrliches und teils schmerzhaftes Porträt über die Einsamkeit, die selbst in einer Partnerschaft empfunden werden kann.
★★★★☆ (4 von 5 Sternen)
Rezensent*in 1848730
Ein kurzes, aber nachhallendes Buch über zwei Frauen, die aus gewohnten Umgebungen gerissen werden. Auf der einen Seite eine Trennung, die sich existenziell anfühlt. Auf der anderen Seite gibt es einen gezwungen Neustart in einem anderen Land, was tatsächlich existentiell ist.
Als sich beide Leben kreuzen, drängen sich Fragen über Abhängigkeit, Klassismus, patriarchale Doninanz und Diskriminierung auf, die die Autorin aber gekonnt unmoralisch verhandelt.
Obwohl das Buch mit etwas über 170 Seiten eher kurz ist, hat es mich nachhaltig bewegt.
Es fordert die Lesenden in Empathie heraus. Teilweise sind die Handlungen der Protagonisten schwer auszuhalten, aber sehr menschlich. Die Autorin schafft es neue Perspektiven zu eröffnen, die helfen können, weniger egozentriert und dadurch liebevoller zu denken.
Ein Roman über Freundschaft und Halt. Kompromisslos, ohne Fragen, ohne Antworten.
Einfach da sein. Füreinander.
„Eine Frau verschwindet“ von Cécile Tlili
Verlag: Kein & Aber
Trennung. Schmerz.
Freiheit und Selbstbestimmung.
Alice wird von ihrem Mann verlassen. Doch bevor er geht, flieht sie Hals über Kopf nach Korsika. Wie soll sie mit dieser Situation umgehen? Wie soll sie es ihrer Tochter erklären? Antworten findet sie dort keine, also kehrt sie nach Paris zurück. Nicht in ihr trautes Heim, stattdessen mietet sie sich eine Wohnung. Sie reagiert nicht auf die Anrufe und Nachrichten ihres Mannes, zieht sich zurück und versucht, irgendwie mit der Leere umzugehen.
„Hier bin ich wieder, habe mich zwischen Existenzen verlaufen, die aufeinanderprallen drohen, und fürchte den Zusammenstoß ebenso, wie ich mich danach sehne.“ (Kapitel 1/Pos.193)
Tagsüber geht Alice ihrer Arbeit nach, doch nachts streift sie schlaflos durch die Straßen, getrieben von Gedanken, die sie nicht zur Ruhe kommen lassen. Als sie eines Nachts betrunken und vollkommen erschöpft vor ihrem Wohnkomplex ankommt, nimmt eine junge Nachbarin sie auf. Und dort, in der kleinen Wohnung, auf dem harten Boden kann sie endlich schlafen.
Aber auch Siham hat Probleme. Ihr Cousin möchte sie ihrer Freiheit, alleine zu wohnen und selbständig zu Leben berauben; er möchte die junge „reine“ Frau sein Eigentum nennen. Von der restlichen Familie bekommt sie keine Unterstützung.
Ein aussichtsloser Kampf?
Alice und Siham sind komplett unterschiedliche Charaktere und dies betrifft nicht nur den Altersunterschied.
Cécile Tlili lässt uns eintauchen in die Gefühle einer Frau, die nicht das Ende der Liebe beweint, sondern den Bruch des Versprechens eines gemeinsamen Lebens betrauert.
Sie zeigt uns auf, wie schwer es junge Menschen aus anderen Kulturen haben, die gerne selbstbestimmt ihr Leben in Freiheit leben wollen. Wie sich deren familiäre Probleme anfühlen, den Druck der Familie mit 20 bereits verheiratet und Mutter zu sein. Kontrolle und Bevormundung setzen die junge Frau enorm unter Druck. Sie fühlt sich gefangen innerhalb der Familie. Ihr Bedürfnis nach Unabhängigkeit ist groß und Alice versucht Siham zu helfen, so wie diese ihr über die schlaflosen Nächte geholfen hat.
Dennoch verbindet sie etwas Tieferes: Trotz ihrer unterschiedlichen Lebenssituationen teilen sie eine innere Zerrissenheit. Siham im Kampf um ihre Freiheit, Alice im schmerzhaften Verlust ihres bisherigen Lebens.
Ihr Wunsch nach Unabhängigkeit ist groß und Alice beginnt, ihr zu helfen. So, wie Siham ihr zuvor geholfen hat.
Zwei Frauen, die sich gegenseitig Halt geben, obwohl sie selbst kaum wissen, wohin ihr eigener Weg sie führt.
Ein Roman über Frauenfreundschaft, Halt und Hoffnung. Über das Gefühl der Einsamkeit ohne die vertraute Zweisamkeit.
Die Autorin versteht es auf wenigen Seiten eine intensive, nachhallende Geschichte zu erzählen, die nicht loslässt.
Mit einem offenen Ende das Raum lässt, für all das ungesagte zwischen den Zeilen.
Zusammen ist man weniger allein: Ein Mann trennt sich von seiner Frau. Die Frau verschwindet. Dazwischen steht die Tochter, die gerade die Pubertät erreicht.
Alice zieht sich zurück wie ein verwundetes Tier, sie flieht nach Korsika. Um festzustellen, dass ihre Wunden mit ihr gereist sind. Als sie zurückkommt, versteckt sie sich in einer eigenen kleinen Wohnung und hinter nächtlichen Eskapaden mit viel Alkohol. Wundersamerweise wird sie am tiefsten Punkt ihres seelischen und körperlichen Elends von ihrer Nachbarin Siham gerettet und aufgenommen.
Siham ist zwanzig Jahre jünger, macht eine Ausbildung zur Erzieherin und versucht vor allem, sich vor einer arrangierten Heirat mit einem Cousin zu retten. Und jetzt kann Alice ihr helfen, gegen die Ansprüche der Verwandtschaft zu bestehen. Beide werden sich einer selbständigen Zukunft stellen. Und Alice wird einen Weg zu ihrer Tochter finden. Eine elegante Geschichte, die nicht viele Worte braucht, um von Kummer, Sehnsucht, Hoffnungen und Lösungen eindringlich zu erzählen.
Janina S, Rezensent*in
Auf Cécile Tlilis „Eine Frau verschwindet“ steht „Roman“, aber eigentlich würde ich die Geschichte eher als Novelle bezeichnen. Es treffen hier zwei Frauen aufeinander. Die eine – gut situiert, Laborassistentin, in ihren 40ern, Mutter einer Teenagerin – wurde gerade von ihrem Mann verlassen und mietet sich eine kleine Wohnung in einem erschwinglichen Stadtteil. Die andere – gerade erst erwachsen, Migrantin – macht gegen den Willen ihres herrischen Cousins und ihrer Tante eine Ausbildung zur Erzieherin, um eigenständig zu sein, und zieht in das Einzimmerappartement unter der älteren Frau. Als die eines Abends alkoholisiert und auf der Flucht vor einem übergriffigen Mann im Hausflur liegt, lässt die jüngere sie im ihrer Wohnung schlafen, auf Kissen auf den Boden. Und weil die Frau seit ihrer Trennung nicht schlafen kann, wird das einmalige Arrangement zur Gewohnheit, die Matratze von oben in die untere Wohnung geholt, und die ältere Frau geht nur noch zum Zähneputzen und Umziehen in ihre eigenen vier Wände.
Natürlich kann so ein Freundschaftsdienst nicht ganz einseitig bleiben, weshalb die ältere der jüngeren Frau bald auch an deren Fronten Unterstützung bieten wird, ihr helfen will, sich aus den sie unterdrückenden Familienverhältnissen zu befreien. Doch schätzt sie deren Lage und Anliegen richtig ein?
Zwei Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen, aus ungleichen Gesellschaftsschichten und mit verschiedenen kulturellen Hintergründen unterstützen sich gegenseitig völlig bedingungslos und ohne etwas zu hinterfragen. Das ist quasi ein prototypischer Gegenentwurf zu toxischer Weiblichkeit und schon irgendwie eine unerhörte Begebenheit, oder? Und einen zentralen Wendepunkt gibt es auch, und was für einen!
Für einen Roman fehlte es mir etwas an Hintergründen und Charakterzeichnung. Gerade von der jüngeren Frau erfahren wir doch recht wenig, und so ganz klar wurde mir nicht, was die beiden letztlich eigentlich zueinander führt. Aber als Novelle gelesen bin ich fein damit und finde jetzt, in der Nachbetrachtung, immer neue Aspekte des 144-Seiten-Büchleins, die einer Interpretation wert sind. Falls du es schon gelesen hast, würde mich ein Gedankenaustausch sehr freuen.
Ich danke @netgalleyde und @keinundaberverlag herzlich für das digitale Rezensionsexemplar.
tl;dr: Kleine, feine Novelle über zwei Frauen, die sich zufällig begegnen und trotz fehlender Gemeinsamkeiten gegenseitig unterstützen.
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