Zwei Leichen zum Prosecco
Oberösterreich-Krimi
von Eva Reichl
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Erscheinungstermin 11.03.2026 | Archivierungsdatum 31.03.2026
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Zum Inhalt
Im Kürnbergwald stoßen Chefinspektorin Lotta Meinich und ihr Vater Gustav beim Spaziergang auf eine grausam zugerichtete männliche Leiche. Zwei Tage später wird unweit des ersten Tatorts ein weiterer...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783839280591 |
| PREIS | 15,50 € (EUR) |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 551975
Herrlich!!!! Schon bei der Namenswahl; der Krimi spielt in Kürnbergwald und die Chefinspektorin heisst: Lotta Meinich, bzw ihr Vater: Gustav ! Auch der Rest ist humorvoll bei gleichzeitiger Präzision und Spannung!!! Verpackt in ein Generationenthema, pensionierter Vater, sich sorgende Tochter , beide "Kriminale" und gelöst werden die Morde natürlich auch.
Gertie G, Rezensent*in
Um ihre Außendiensttauglichkeit nach der schweren Verletzung, die sie im Dienst erlitten hat, zu beweisen, muss Chefinspektorin Lotta Meinich ein Training absolvieren. Als sie Bruchteile von Sekunden, da es den Anschein hat, ein Kind erschießen zu müssen, erklärt Klaus Waggler, der Ausbildungsleiter, die Nachschulung für nicht bestanden. Für Lotta heißt das weiterhin Innendienst, während ihr Kollege Daniel Prischko auf Fortbildung beim BKA in Wien ist.
Nur wenig später, Lotta und ihr Vater Gustav, pensionierter Kriminalbeamter, drehen auf dem Kürnbergwald eine ausgedehnte Hunderunde, findet der Labdrador Johann Strauss die Leiche des Juweliers Martin Froschberger. Obwohl formell nicht einsatzbereit, wird Lotta, bis Prischko aus Wien zurück ist, die Ermittlungsarbeit übertragen. Gustav, mit Leib und Seele Polizist, reißt dessen Rolle als Lottas Partner an sich. Nun befragen Vater und Tochter die Witwe. Trauer sieht ein wenig anders aus. Als Prischko und Lotta das Alibi der Witwe überprüfen, platzen sie in ein Party mehrerer Frauen, die, so scheint es, mit Prosecco auf den Tod des Juweliers anstoßen, hinein. Wird hier das unfreiwillige Ableben eines fremdgehenden Ehemanns gefeiert?
Die Tauglichlichkeitsprüfung, die Waggler am Sonntag angesetzt hat, fällt ins Wasser, weil Lotta abermals zum Kürnbergwald gerufen wird, wieder eine männliche Leiche. Auch diese Witwe scheint nicht wirklich um ihren Mann zu trauern ...
Handelt hier ein Rächer gedemütigter, misshandelter und betrogener Ehefrauen? Oder ist alles ganz anders? Es gibt kaum Erkenntnisse, ob und wie die Morde zusammenhängen könnten. Zudem hat Lotta den ehrgeizigen Polizeischüler Tim Waggler (ja, den Sohn des Ausbildungsleiters) am Hals und ihr alleinstehender Vater scheint Interesse an Elke Froschberger zu haben.
Meine Meinung:
Eva Reichl ist mit ihrem zweiten Krimi rund um Lotta Meinich einen spannenden Krimi geschaffen, der die Arbeit der Kriminalpolizei von mehreren Seiten zeigt. Zum einem stellt sie den Alltag der Ermittler vor, der nicht immer so glamourös ist, wie sich der kleine Waggler das so vorstellt und zum anderen zeigt sie an Hand der Gerichtsmedizinerin Ilse die Probleme von arbeitenden Müttern auf, wenn die Betreuung von Kindern nicht immer klappt. Dass Gustav auf Ilses Kinder aufpasst, eröffnet möglicherweise ein neues Betätigungsfeld als Leihopa. Ich denke, nach dem Showdown mit Elke hat er wenig Lust, abermals auf eine lustige Witwe zu treffen.
Lotta muss neben ihrer Dienstfähigkeitsüberprüfung noch die eine oder andere spitze Bemerkung in der Dienststelle über sich ergehen lassen. Zudem scheint es gleich drei Männer zu geben, die Interesse an ihr haben: Da ist zunächst der Ex-Ehemann, dem sie als Anwalt eines Verdächtigen wieder begegnet sowie die Kollegen Prischko sowie Gsteinhauer, der immer wieder versucht Lotta ans Bein zu pinkeln.
Schmunzeln musste ich über die Gespräche, die Lotta und ihrem Vorgesetzten, dem Landespolizeidirektor Jusuf Schmettenthaler führen. Ein Beispiel gefällig:
„Ich rede mit meiner Frau beim Abendessen auch über die Erlebnisse im Dienst, aber meine Frau ist noch nicht auf die Idee gekommen, dem Landespolizeidirektor zu sagen, was er tun soll und warum. Ich hoffe, das bleibt auch so.“
Der Schreibstil ist erfrischend natürlich. Die Charaktere sind authentisch beschrieben.
Mir hat dieser Krimi wieder sehr gut gefallen, zeigt er doch verschiedene Facetten des Polizeialltags auf. Wir treffen gemeinsam mit den Ermittlern auf mehrere Personen, die etwas zu verbergen haben wie zum Beispiel die Beschäftigung von Schwarzarbeitern oder eine Indoor-Hanfplantage. Auch die lästige Büroarbeit wie Berichte schreiben oder elendslange Telefonlisten vergleichen, bleibt nicht unerwähnt.
Ob Tim Waggler Teil des Teams wird? Bei seinem Vater hat Lotta von nun an mindestens einen Stein im Brett. Das Warum, müsst ihr schon selbst lesen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem 2. Fall für Lotta Meinich & Team, der mich sehr gut unterhalten hat, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Im Kürnbergwald stossen Chefinspektorin Lotta Meinich und ihr Vater Gustav beim Spaziergang auf eine grausam zugerichtete männliche Leiche. Zwei Tage später wird unweit des ersten Tatorts ein weiterer Toter entdeckt. So beginnt dieser fesselnde Krimi. Mich hat sofort seiner Mischung aus Spannung, Humor und familiärem Chaos gepackt. Der Roman lebt von der ungewöhnlichen Dynamik zwischen Chefinspektorin Lotta Meinich und ihrem Vater Gustav, ein Duo, das man so schnell nicht vergisst. Während Lotta verzweifelt nach einem Muster sucht, stiftet Gustav Chaos. Was diesen Roman so brillant macht sind die Figuren. Diese wirken warm, kantig und herrlich menschlich. Der Kriminalfall bleibt bis zuletzt undurchsichtig. Zwei Tote ohne erkennbare Verbindung, Verdächtige mit wasserdichten Alibis, Spuren, die ins Leere führen. Eva Reichl spielt geschickt mit Erwartungen. Mich hat besonders berührt, wie sehr der Fall Lotta emotional fordert. Ihre Professionalität gerät ins Wanken, als Gustav sich ausgerechnet einer der Witwen annähert ein Moment, der zeigt, wie dünn die Linie zwischen Nähe und Belastung sein kann. Gleichzeitig entsteht daraus eine Wärme, die dem Roman Tiefe verleiht. Hinter dem Krimi steckt eine Geschichte über Familie, Loyalität und die Kunst, einander auszuhalten. Ein atmosphärischer, klug erzählter Regionalkrimi, der mit Herz und Humor überzeugt.
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