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Buchcover für Gesetz und Frau. Kriminalroman

Gesetz und Frau. Kriminalroman

Die erste weibliche Ermittlerin in der Geschichte des Kriminalromans

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Erscheinungstermin 18.03.2026 | Archivierungsdatum 07.03.2026


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Zum Inhalt

Die erste Ermittlerin der Kriminalliteratur

Valeria Woodville ist frisch verheiratet, als sie erfährt, dass ihr Mann nicht nur verwitwet ist, sondern ihre Vorgängerin mit Arsen vergiftet haben soll. Freispruch aus Mangel an Beweisen. Seine Ablenkungsmanöver durchschaut Valeria sofort – und nun liegt es an ihr, einem dunklen Familiengeheimnis auf den Grund zu gehen ...
Mit Valeria Woodville erschuf Wilkie Wollins in Gesetz und Frau (1875) eine der ersten weiblichen Ermittlerinnen überhaupt. – Mit einer kompakten Biografie des Autors.

»Wilkie Collins, Meister des Cliffhangers«
The Guardian

Die erste Ermittlerin der Kriminalliteratur

...

Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783150208014
PREIS 16,00 € (EUR)
SEITEN 512

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Valeria erfährt bereits in der ersten Woche ihrer jungen Ehe, dass ihr Mann sie unter einem falschen Namen geheiratet hat und außerdem bereits einmal verheiratet war und ihr Vorgängerin an Gift gestorben ist. Sein Name ist nie ganz reingewaschen worden von dem Verdacht, der Mörder seiner Frau zu sein. In unverbrüchlichem Vertrauen in ihn versucht sie dem Geheimnis um den Tod seiner ersten Frau auf die Spur zu kommen.
In einer schönen und mit einem sehr informativen Nachwort von Stefanie Brusberg-Kiermeier versehenen Ausgabe in einer behutsam an das heutige Deutsch angepaßten Übersetzung von 2018 legt der Reclam Verlag den ersten Roman mit einer weiblichen Ermittlerin vor. Der viktorianische Erfolgsschriftsteller Wilkie Collins gilt bereits mit seinem früheren Buch "Der Monddiamant" als der Begründer des Detetivromans und hat auch hier wieder Neuland betreten.
Ein wunderbarer Roman von Wilkie Collins, der in seiner Schilderung einer selbstbewußten und selbstbestimmten Frau im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts verblüfft.

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Obwohl ich eine Leseratte bin, muss ich gestehen, dass mir Wilkie Collins bisher nicht bekannt war. Er galt als ein großer britischer viktorianischer Schrifsteller und bekommt hoffentlich demnächst wieder mehr Aufmerksamkeit mit dieser Ausgabe eines Kriminalromans um eine Frau, welche die Unschuld ihres Mannes beweisen möchte. Oder ist er doch nicht so unschuldig, wie sie glaubt ?

Valeria Woodville hat gerade geheiratet und ist bereit, in die Flitterwochen zu fahren, als sie entdeckt, dass ihr Mann sie unter einem falschen Namen geheiratet hat und ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit verbirgt. Das Geheimnis ist, dass er bereits einmal verheiratet war und seine erste Frau an einer Arsenvergiftung gestorben ist. Als er des Mordes angeklagt wurde, konnte ihm die Schuld damals „nicht bewiesen“ werden und er wurde demnach nicht verurteilt, aber auch nicht wirklich freigesprochen...
Valeria macht sich daran, das Geheimnis um den Tod der ersten Frau zu lüften und den Namen ihres Mannes reinzuwaschen, trotz schwerer Hindernisse, darunter die mangelnde Kooperation ihres Mannes bei ihren Bemühungen, was sie letzendlich ein bisschen misstrauisch macht.

Dies ist eine sehr interessante und spannende Geschichte mit einigen besonderen, aber auch seltsamen Charakteren. Ich fand insbesondere den Aspekt toll, dass Valeria die erste Ermittlerin in der Krimi- Literatur- Landschaft ist und sie besticht durch ihre Intelligenz und ihr Selbstbewusstsein. Das Buchcover setzt ihre viktorianische Erscheinung richtig schön und kunstvoll ins Licht. Gekonnt setzt Collins einige Ablenkungsmanöver ein, die den Leser vom Weg abbringen und wieder zurückführen. Man ermittelt quasi mit und zieht seine eigenen Schlüsse- wird aber mehr oder weniger manipuliert und verwirrt. Der historische viktorianische Rahmen trägt zu einem ganz neuem Leseerlebnis bei und ich fühlte mich sehr unterhalten. Ich wurde auf jeden Fall auf weitere Werke des Autoren neugierig gemacht.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar von Reclam über NetGalley. Die geäußerte Meinung ist meine eigene.

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Reclam legt mit "Gesetz und Frau" von Wilkie Collins einen Detektivroman neu auf, der gemeinhin als erster Detektivroman mit einer Frau als Ermittlerin gilt. Reclam greift auf die relativ neue Übersetzung von Sebastian Vogel aus dem Jahr 2018 zurück.

Mich hat "Gesetz und Frau" in vielerlei Hinsicht positiv überrascht. Vor allem, wie gut lesbar der Roman angesichts seines Alters alles in allem ist, gefiel mir. Mir hat außerdem gefallen, dass die Ermittlungen von einer Frau durchgeführt werden. Ich kann mir vorstellen, dass die Idee damals - also 1875 - einer Sensation gleichkam.

Interessant ist auch, dass Collins' Roman viele Wendungen - gerade in Bezug auf die Verdächtigen - aufweist. Das mutet geradezu modern an und ist auch heute noch ein beliebtes Mittel. Tatsächlich habe ich fröhlich mitgeraten und teilweise hatte ich bezüglich der Verdächtigungen ganz ähnliche Gedanken. Mir hat das viel Spaß gemacht.

"Gesetz und Frau" ist ein Kind seiner Zeit: Entsprechend kann ich an den Roman nicht die gleichen Anforderungen stellen wie an heutige Veröffentlichungen: So ehrenhaft es zum Beispiel von Collins ist, unter anderem behinderte Menschen in seinem Roman auftreten zu lassen und sie als ebenso vielschichtige Charaktere darzustellen wie nicht behinderte Menschen - am Ende wirkt Vieles doch sensationslüstern.

Die Beschreibungen sind oft ausufernd: Collins geht oft bis ins kleinste Details, was ich streckenweise als ermüdend empfand. Der Fall selbst gerät dadurch zudem immer wieder in den Hintergrund.

Trotzdem: Vieles an dem Roman hat mir außerordentlich gut gefallen. Insbesondere auch das Ende, das ich so nicht erwartet hatte. Sowohl die Auflösung als auch der Umgang waren eine große Überraschung und haben mir ehrlich gesagt sehr gut gefallen.

Das Nachwort von Stefani Brusberg-Kiermeier ordnet noch einmal ausführlich Wilkie Collins Werk und vor allem "Gesetz und Frau" ein. Es ist eine hilfreiche Ergänzung zum Roman.

Lange Rede, kurzer Sinn: "Gesetz und Frau" ist ein Kind seiner Zeit, gleichzeitig aber auch in vielerlei Hinsicht überraschend modern geraten. Dass ich Wilkie Collins bis zum Erscheinen dieser Ausgabe gar nicht kannte und ich ihn dank Reclam entdeckt habe, empfinde ich als Gewinn.

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"The Law and the Lady" is my least favorite novel of Collins' that I've read so far.

The beginning was quite interesting, but the last third of the book just dragged on. I think my main problem was, that I just didn't understand why the protagonist loved her husband: he was such a non-character, and his behavior just constantly annoyed me.

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Valeria Brinton wächst im 19. Jahrhundert als Waise unter Obhut ihres Onkels mit der Überzeugung auf, dass eine Frau ohne Vater, Vormund oder männlichen Mentor eigenständig nicht existieren kann. Nach ihrer Eheschließung im Alter von Anfang 20 mit Eustace Woodville muss sie allerdings entdecken, dass ihr Gatte die Ehe unter falschem Namen geschlossen hat. Eustace Macallan wollte verbergen, dass er in einem Verfahren wegen Mord vor einem schottischen Gericht nur aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde, nicht jedoch für unschuldig erklärt wurde. Valerias Onkel war gegen die Ehe, das Leumundszeugnis, das er über Eustace einholt, fällt allerdings bemerkenswert knapp aus. Valeria, die im Pastorenhaushalt von Onkel und Tante behütet aufgewachsen ist, will sich mit diesem Freispruch zweiter Klasse nicht zufrieden geben, die Ehre ihres Mannes wiederherstellen und nicht zuletzt ihre eigene Position in der Ehe verbessern. Als Icherzählerin deckt die hartnäckige junge Frau im Prozessbericht Widersprüche in den Zeugenaussagen auf, die weiteres Studium von Dokumenten zur Folge haben, so dass Valeries Recherche mit jedem Schritt komplizierter zu werden scheint. Dass Eustace durch den Tod seiner ersten Frau keinen Vorteil hatte, wurde im Prozess ebenso wenig beachtet wie die Frage, wer eine Gelegenheit zur Tat gehabt hätte.

Valeria zeigt sich als ungewöhnlich kluge Beobachterin, die sich selbst z. B. anhand eines Blicks in den Spiegel beschreibt. Als Leser:in vermutet man relativ schnell, dass sie inzwischen aus der Rolle als abhängiges, behütetes Mündel herausgewachsen ist und rückblickend durchaus kritisch urteilt. Ein selbstkritisches Nachdenken, was sie befähigt, entschlossen gegen die vorherrschenden Rollenzuschreibungen für Frauen zu handeln, kann man dagegen von einer Icherzählerin kaum erwarten. Mit Hilfe von Benjamin, dem treuen Sekretär ihres Vaters, dem damaligen Leumundszeugen und Freund Eustaces Major Fitz-David und dem schrägen Rollstuhlfahrer Mister Dexter entwirrt sie das Verhältnis zwischen Eustace, seiner ersten Frau, die an einer Arsenvergiftung starb, und weiteren Personen. Dabei blickt sie erfrischend kritisch auf das Mentoren-„Unwesen“ am Beispiel Dexters und seiner Opernsängerinnen.

Fazit
Im hochinteressanten Nachwort informiert Stefani Brusberg-Kiermeier, dass Wilkie Collins mit einer der ersten weiblichen Ermittlerinnen im Kriminalroman Gesellschaftskritik übt sowohl am britischen Bildungssystem, das bis dahin Frauen nicht zum Jurastudium zuließ, als auch an einem Ehegesetz, dass Frauen eigenes Vermögen absprach. Mit der Figur des exzentrisch-boshaften stark körperbehinderten Dexter knüpft Wilkie Collins eine Verbindung zu Shakespeare, eine frühe queere Figur mit Hang zum Kochen und Sticken, die offenbar nach ihrer Fasson leben kann, weil sie reich genug ist, um einen Schwung Hauspersonal zu finanzieren.

Eine lohnende Lektüre für geduldige Leser:innen, die sich für die Geschichte des Kriminalromans mit Blick auf weibliche Ermittlerfiguren interessieren.

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Neuübersetzung, eine frühere dreibändige deutsche Ausgabe (1895, in Fraktur) ist von A. von Winterfeld übersetzt.

4 stars
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