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ZIMMER 706
Roman. »Aufwühlend, mitreißend und zutiefst menschlich – ich bewundere diesen Roman.« SARAH JESSICA PARKER
von Ellie Levenson
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Erscheinungstermin 30.03.2026 | Archivierungsdatum 29.03.2026
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Zum Inhalt
Als Kate morgens aus dem Haus geht, ahnt sie nicht, dass sie abends nicht zu ihren Kindern und ihrem Ehemann zurückkehren kann. Aus heiterem Himmel ist sie in einem Hotelzimmer gefangen. Sie ist dort wegen eines Dates, von dem niemand weiß - und niemand erfahren sollte. Ein Anschlag auf das Hotel stellt alles auf den Kopf. Sie kann das Gebäude nicht verlassen und weiß nicht, ob sie überleben wird. Sie muss ihrem Mann von ihrer Affäre erzählen. Und wieso sie dort ist, obwohl sie glücklich verheiratet ist und ihre Kinder über alles liebt. In ihrer existenziellen Lage gibt das Gespräch mit ihrem Mann ein berührendes Zeugnis einer großen Liebe - mit allen Höhen und Tiefen ...
Als Kate morgens aus dem Haus geht, ahnt sie nicht, dass sie abends nicht zu ihren Kindern und ihrem Ehemann zurückkehren kann. Aus heiterem Himmel ist sie in einem Hotelzimmer gefangen. Sie ist dort...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783757701925 |
| PREIS | 18,00 € (EUR) |
| SEITEN | 400 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Delia S, Buchhändler*in
Zimmer 706 hat mich ehrlich gesagt mehr getroffen, als ich erwartet hatte. Die Ausgangssituation ist schonungslos eine Frau, die glaubt, ihr Leben im Griff zu haben, findet sich plötzlich in einem Hotelzimmer wieder physisch eingeschlossen, emotional völlig entblößt. Der Anschlag ist dabei fast nur der Auslöser, denn das eigentliche Drama spielt sich im Inneren von Kate ab und im Gespräch mit ihrem Mann, das unter diesen extremen Umständen entsteht.
Was mich besonders berührt hat, ist die Ehrlichkeit, mit der der Roman über Liebe, Schuld, Sehnsucht und Widersprüche spricht. Kate ist keine perfekte Figur, aber gerade das macht sie so menschlich. Man spürt ihre Angst, ihre Reue, aber auch ihre Liebe zu ihrem Mann und ihren Kindern und diese Gleichzeitigkeit hält der Roman konsequent aus, ohne zu urteilen. Das Telefonat mit ihrem Mann ist intensiv, schmerzhaft und gleichzeitig voller Nähe. Es ist ein stilles, großes Zeugnis einer Ehe, die nicht ideal, aber echt ist.
Ellie Levenson schreibt ruhig, eindringlich und sehr nah an ihren Figuren. Zimmer 706 ist kein reiner Spannungsroman, sondern ein emotionales Kammerspiel über Beziehungen und Entscheidungen, die man nicht mehr rückgängig machen kann. Für mich ist es ein Buch, das lange nachhallt weil es zeigt, wie komplex Liebe sein kann und wie verletzlich wir sind, wenn alles auf dem Spiel steht.
Dieser Roman hat mich vom Thema her sehr interessiert und ich war gespannt, was mich erwartet. Kate und ihr Liebhaber treffen sich seit Jahren heimlich in einem Hotel, als sich genau an dem Tag ein Terroranschlag ereignet. Sie sind voller Panik gefangen in der Suite.
Die Handlung ist in verschiedene Zeiteben gegliedert. Wir erfahren das Kennenlernen von Kate und ihrem Mann Vic und Jahre später steht der Beginn der Affäre mit James im Fokus.
Dazwischen gibt es Kapitel in der Gegenwart im Zimmer 706, indem Kate ihr Leben Revue passieren lässt und Nachrichten für ihre Familie hinterlässt, falls sie nicht mehr heimkommt.
James blieb recht blass und oberflächlich.
Die Geschichte ist tiefgründig, dramstisch und fesselnd. Die Rückblicke haben mir die Figuren nähergebracht und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.
Das Ende hat mich etwas enttäuscht und ich hätte es mir anders gewünscht. Ich habe diesen Roman nachdenklich beendet, aber ich hatte bewegende Lesestunden und hoffe auf weitere Werke der Autorin.
Das beeindruckende Cover passt gut zum Inhalt und es gefällt mir sehr.
Zwischen Selbsttäuschung und Selbsterkenntnis – Eine Grenzerfahrung in Zimmer 706
Was wird im Angesicht des Todes wirklich wichtig? Dieser existenziellen Frage widmet sich die Literatur seit jeher – und auch Ellie Levenson greift sie in ihrem Roman Zimmer 706 auf eindringliche Weise auf.
Im Zentrum der Handlung steht Kate, eine junge Mutter zweier Kinder, glücklich verheiratet und scheinbar fest im Leben verankert. Doch hinter der Fassade des erfüllten Familienlebens verbirgt sich ein wohlgehütetes Geheimnis. Als sie eines Tages ohne Vorwarnung in einem Hotelzimmer eingeschlossen wird, gerät ihr Leben abrupt aus den Fugen. In der Isolation beginnt Kate, ihr bisheriges Dasein zu reflektieren. In Rückblenden entfaltet sich Stück für Stück ihre Geschichte – ihre Sehnsüchte, Zweifel und Entscheidungen. Dabei wird zunehmend deutlich, wie fragil selbst scheinbar stabile Lebensentwürfe sein können.
Levenson gelingt es, durch den Wechsel zwischen Gegenwart und Erinnerung eine spürbare Spannung aufzubauen. Die Rückblenden verleihen der Figur psychologische Tiefe und machen ihre Beweggründe und inneren Konflikte nachvollziehbar. Ohne moralischen Zeigefinger zeigt die Autorin, wie schnell sich in einem vermeintlich glücklichen Leben Unzufriedenheit einschleichen kann – wie unerfüllte Bedürfnisse und verdrängte Sehnsüchte Entscheidungen beeinflussen, die letztlich alles aufs Spiel setzen. Das zentrale Thema des Romans ist die Erkenntnis dessen, was im Leben tatsächlich zählt – und welche Prioritäten wir setzen, bevor es zu spät ist.
Gleichzeitig regt die Geschichte dazu an, das eigene Leben kritisch zu hinterfragen: Was würde bleiben, wenn alles Äußerliche wegfällt? Wer und was ist wirklich unverzichtbar?
Allerdings bedient sich der Roman stellenweise gängiger Klischees, und die anfänglich aufgebaute Spannung kann nicht durchgehend gehalten werden. Wer auf eine überraschende Wendung oder ein unerwartetes Finale hofft, dürfte enttäuscht sein.
Insgesamt bietet Zimmer 706 ein solides, wenn auch nicht durchweg überraschendes Leseerlebnis – ein nachdenklicher Roman über Liebe, Verantwortung und die Zerbrechlichkeit scheinbar sicherer Lebenskonzepte.
Bibliothekar*in 772281
Das Buch war unheimlich spannend zu lesen. Eine Frau ist mit ihrem Liebhaber im Hotel festgesetzt, da dieses von Terroristen besetzt wird. Die beiden, die sich eigentlich nicht viel zu sagen haben, haben auf einmal unheimlich viel Zeit, nachzudenken. Man erfährt über den Mann wenig, aber die Frau erinnert sich, wie gut sie es doch mit ihrem Mann erwischt hat. Wie glücklich sie doch mit ihren Kindern ist. Was kann sie ihnen hinterlassen, wenn vielleicht gleich ihr Leben in die Luft fliegt? Mir hat die Idee des Buches unheimlich gut gefallen. Welche Mutter von kleinen Kindern kann den Wunsch, sich in ein Hotelzimmer zurückzuziehen und vielleicht sogar noch einen Liebhaber zu haben, der keine Ansprüche hat, nicht nachvollziehen? Auch wenn mir das Szenario zunächst etwas unwahrscheinlich vorkam, kann ich das Buch nur uneingeschränkt weiterempfehlen.
Giselas L, Rezensent*in
Unfassbar spannend und emotional
Es geht um Kate, die eine glückliche Ehe führt und ihre zwei Kinder abgöttisch liebt. Sie lebt mit ihrer Familie in London. Beruflich lernt sie den wesentlich älteren, verheirateten James kennen und beide fühlen sich magisch zueinander hingezogen. Kate wehrt sich anfangs dagegen; liebt sie doch ihren Mann und möchte ihm niemals wehtun. Dennoch erliegt sie der Verführung und eine heiße Affäre beginnt, die über Jahre hinweg andauert. Alle paar Monate treffen sie sich in einem Hotel. James bucht stets ein Zimmer und teilt Kate die Zimmernummer über eine Handynachricht mit.
Kate macht sich wieder einmal auf den Weg zu einem Treffen. Auf Zimmer 706 im 7. Stock, in einem Hotel in London, frönen sie ihrer Lust, die dieses Mal ein fatales Ende nimmt. Auf das Hotel wird ein Anschlag verübt. Beide wissen nicht, ob sie lebend aus dieser Sache herauskommen.
Das Geschehen erfahren wir aus der Sicht von Kate. Gefangen im Hotel überlegt sie, wie sie ihrem Mann Vic erklären soll, warum sie sich in diesem von Terroristen besetzten Hotel befindet.
Die leise Spannung hat mir sehr gut gefallen. In Rückblenden erfahren wir, wie Kate als junge Studentin ihren 10 Jahre älteren Mann in Rom kennengelernt hat. Nach dem Tod ihrer Mutter war sie sehr einsam und ist überglücklich, von Vics Nonna liebevoll aufgenommen zu werden. Sie fühlt sich von Vic beschützt und verstanden. Sie heiraten und kehren zurück nach London.
In anderen Rückblenden erzählt Kate von James und ihrem Kennenlernen. Erst im besetzten Hotel lernt sie ihn richtig kennen und spürt intensiv, wie wichtig ihr Vic ist.
Ich fand es richtig berührend, wie Kate für ihre Kinder Nachrichten verfasste, falls sie den Anschlag nicht überleben sollte. Auch die Nachrichten mit ihrem Mann gehen tief unter die Haut. Die Atmosphäre in dem besetzten Hotel ist nicht richtig greifbar, da sich Kate und James bedeckt halten müssen. Sie wissen nie genau, was gerade passiert. Über Internet informieren sie sich über die momentane Situation. Ein Klopfen an die Tür Nr. 706 hat das Blut in meinen Adern gefrieren lassen.
Mir hat die Familiengeschichte mit Thrillereffekten sehr gut gefallen. Der Gedanke, ich würde mich in einem von Terroristen besetzten Hotel befinden, war für mich Spannung pur. Die Frage, ob die Beiden überleben, hat mich an die Seiten gefesselt. Der Schreibstil liest sich geschmeidig wie Butter. Einmal begonnen, rutscht man förmlich durch die Geschichte.
Meiner Meinung nach hat es sich Kate jahrelang ziemlich einfach gemacht und ich habe mir die Frage gestellt: Kann man seinen Ehemann jahrelang mit ein und demselben Mann betrügen und ihn trotzdem lieben? Ich denke, diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Liebe Kate: Wie wäre es umgekehrt? Diese Frage bietet viel Diskussionsstoff.
Ob die Beiden überlebt haben, verrate ich Euch nicht. Ich empfehle Euch, das Hotelzimmer 706 selbst zu besuchen. Benutzt aber bitte nicht den Lift …
Von mir eine klare Empfehlung an alle, die ruhige Spannung mögen und gerne ihr Kopfkino in Gang setzen.
Herzlichen Dank, Ellie Levenson. Ich gratuliere zum Debüt.
Buchhändler*in 1027453
Tolles Buch. Sehr gut zu lesen.
Zum Ende würde ich mir mehr Klarheit wünschen und ich schon die ganze Zeit darauf hingefiebert habe, wie es ausgeht. Und dann weiß man es nicht. Nichtsdestotrotz toll - und kein Krimi, wie erwartet.
Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, ich nin noch immer total geflasht3ubd sprachlos.
wle spannend und düster war das den aufgebaut.
und dann kam die unerwartete Wendung und zack steh ich sprachlos da.
Ganz klare Leseempfehlung
Zwischen Liebe und Geheimnissen
Der Roman „Zimmer 706“ von Kate Levenson bietet ein ungewöhnliches Ausgansszenario und hatte mich daher sofort neugierig gemacht.
Es geht hier um Kate, die seit 10 Jahren glücklich verheiratet mit Vis ist. Sie haben zwei Kinder, ihre Beziehung ist sehr innig. Doch Vic ahnt nicht, dass Kate sich seit sechst Jahren regelmäßig mit James in Hotels trifft ... So auch an diesem Tag, doch dieses Mal wird sie nicht wie geplant abends zu ihrer Familie nach Hause zurückkehren können. Während ihres Schäferstündchens mit James wird das Hotel von Terroristen besetzt. Kate kann das Hotel nicht verlassen und hat keine Ahnung, ob James und sie aus dieser Lage lebend herauskommen werden.
Interessant fand ich, dass hier nicht der Terroranschlag sondern vor allem Kates inneres Drama, ihre Gedanken und Gefühle im Vordergrund stehen.
„War sie selbst eine gute Mutter? Kate war nicht sicher. Sie liebte ihre Kinder von ganzem Herzen, aber war sie auch eine gute Mutter? Gute Mütter vögeln keine Liebhaber in Hotelzimmern, dachte sie. Gute Mütter haben keine Affären. Gute Mütter fühlen sich erfüllt genug mit ihren Ehemännern, ihren Kindern und ihrem ganz normalen Leben. Oh Gott, würde das alles andere in den Schatten stellen? Wenn sie heute stürbe und Vic die Wahrheit herausfand und den Kindern eines Tages davon erzählte – wäre das dann der alles beherrschende Punkt bei dem, was sie über sie wussten? Unsere Mutter, die unseren Vater betrogen hat, hat bekommen, was sie verdient hat, was sie sich selbst eingebrockt hat.“
Mir hat der Schreibstil von Ellie Levenson hat mir sehr gut gefallen, er war flüssig zu lesen und hatte die richtige Mischung aus Spannung und Emotionen. Dank der Zeitsprünge zwischen heute im Zimmer 706 und verschiedenen Stationen in der Vergangenheit konnte man sich zum einen sehr gut in Kate hineinversetzen, außerdem hielt das die Spannung aufrecht.
„Da gibt es Welten, dachte Kate, in denen ich in ein paar Augenblicken zu existieren aufhören könnte.
Und da ist eine Welt, in der alles gut ausgehen wird.“
Der Roman ist nicht ganz klischeefrei, dennoch fand ich die Charaktere authentisch und gut getroffen; nur James blieb etwas undurchsichtig für mich.
Und egal ob man Kates Entscheidungen nun moralisch gut findet oder nicht, regt der Roman dazu an, sich selbst zu fragen, wie man mit ähnlichen Siutationen umgehen würde.
Das Ende ist ... wie sage ich es ohne zu spoilern? ... einerseits unbefriedigend, aber andererseits passend und ich hatte schon etwas in dieser Art erwartet.
„Zimmer 706“ ist ein spannender und emotionaler Roman über Liebe, Sehnsüchte, Geheimnisse und Lebensentscheidungen, für den ich 4 von 5 Sternen vergebe.
Vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚
Jutta H, Buchhändler*in
Zimmer 706 ist ein spannender Thriller, der mich mit seiner geheimnisvollen Ausgangssituation sofort neugierig gemacht hat. Die Handlung entwickelt sich zügig, und nach und nach kommen immer mehr überraschende Details ans Licht, die die Spannung konstant hochhalten.
Besonders gefallen hat mir die beklemmende Atmosphäre und das Gefühl, dass hinter allem mehr steckt, als es zunächst scheint. Die kurzen Kapitel sorgen zusätzlich für ein angenehmes Lesetempo.
Fazit: Ein kurzweiliger, atmosphärischer Thriller mit einigen überraschenden Wendungen – ideal für alle, die schnelle Spannung mögen.
Jules I, Buchhändler*in
Nach diesem Thriller sehe ich Hotels mit einer grundlegenden Skepsis, die ich zuletzt nach Hitchcocks Psycho empfunden habe.
Rezensent*in 1780445
Der Schreibstil hat mir sehr gefallen und die kurzen Kapitel tragen zu einem angenehmen und schnellen Lesefluss bei.
Die unterschiedlichen je in der Vergangenheit und Gegenwart spielenden Sichtweisen haben Abwechslung gebracht und die Spannung aufrechterhalten.
Trotz der extremen Situation, in der sich unsere Protagonistin befindet, wurde die Handlung realistisch und unterhaltsam von der Autorin porträtiert.
Für mich waren auch ein paar gute Denkanstöße dabei.
Vielen Dank an den Verlag "Bastei Lübbe" für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars über NetGalley. Diese Rezension ist meine freie Meinung in eigenen Worten.
"Zimmer 706" von Ellie Levenson hat mich berührt und gleichzeitig zum Nachdenken gebracht.
Kate ist verheiratet mit Vic und hat zwei Kinder, die sie alle sehr liebt. Nebenbei hat sie ungefähr viermal im Jahr S*x mit James, <Von diesem Verhältnis weiß Vic nichts. Auch an diesem Tag trifft sie sich mit ihm und ihr Leben verändert sich. Das Hotel, in dem sich die beiden treffen, wird Schauplatz eines Anschlags, niemand kann das Hotel verlassen. Der einzige Kontakt zur Außenwelt besteht über den WLAN des Hotels, sie sollen laut Polizei möglichst unsichtbar bleiben, kein Wasser benutzen, kein Licht machen. So sitzt Kate in diesem Hotelzimmer, während sie mit Vic chattet und über ihr Leben nachdenkt, die Zeit nach ihrem Tod plant.
Der Roman bringt uns Kate in mehreren Zeitebenen näher. Ebene 1 ist die Gegenwart im Hotel, daneben lesen wir über die Zeit, in der sie Vic kennengelernt hat und das Leben mit ihm. In der dritten Ebene erfahren wir mehr über ihr Verhältnis zum ebenfalls verheirateten James. Ich konnte die Gedankengänge von Kate gut nachvollziehen. Soll sie Vic von ihrer Geschichte mit James erzählen, bevor es zu spät dafür ist? Oder soll sie es nicht und hoffen, dass er nie davon erfährt? Was passiert mit ihren Kindern, wenn sie den Anschlag nicht überleben sollte? Kate war mir bei der Lektüre sehr nahe. Ihr Verhältnis zu ihrer verstorbenen Mutter und zu ihrer besten Freundin Eve, die sie seit Kindheit kennt, haben mich berührt. Besonders hat mir gefallen, dass nicht der Anschlag auf das Hotel im Vordergrund steht, sondern die Beziehungen der Menschen zueinander. So ist der Anschlag eher der Auslöser zum Nachdenken als Effekthascherei in einem Thriller. Schwerpunkt liegt eindeutig auf Kates Gedanken über ihre Familie und sich selbst. Sie plant, verwirft, plant neu, Im Hinterkopf immer denn Gedanken, dass ihr Leben bald vorbei sein könnte. Durch die einerseits leicht lesbare aber auch sehr atmosphärische Sprache war ich immer mittendrin im Geschehen, egal in welcher Zeitebene.
Das mehr oder weniger offene Ende des Romans lässt viel Spielraum für eigene Gedanken. Ein Roman, den ich nicht so schnell vergessen werde und der nachhallt.
Eine absolute Leseempfehlung für einen Roman, dem ich mit Überzeugung wohlverdiente 5 Sterne gebe!
Rezensent*in 456786
Lust oder Liebe?
Kate ist glücklich mit Vic verheiratet. Sie wohnen in einem schönen Zuhause und führen mit ihren zwei Kindern ein gutes Leben.
Trotzdem fehlt Kate etwas, da ihr Leben einfach so an ihr vorbeizieht. Bei einem geschäftlichen Treffen begegnet sie James und zwischen ihnen entsteht eine gegenseitige Anziehung. Zu Beginn sträubt sie sich zwar und kämpft gegen ihre Gefühle an, doch schließlich beginnt sie eine Affäre mit ihm. Sie treffen sich nur einige Male im Jahr und zwar in einem jeweils anderen Hotel. Sie möchte die Geschichte bei jedem Treffen eigentlich beenden, aber es gelingt ihr nicht und so lässt sie alles weiterlaufen.
Während sie sich gerade wieder einmal in einem Hotel amüsieren, passiert das Unglaubliche: Das Hotel wird Ziel eines Anschlags.
Die beiden befinden sich nun in ihrem Hotelzimmer, erhalten nur über Handy und Fernseher Informationen über das Geschehen, dürfen ihr Zimmer nicht verlassen und sind vermeintlich in Lebensgefahr.
Es ist außerdem undenkbar, das Hotelzimmer oder das Hotel zu verlassen.
James reagiert auf die Situation relativ gelassen und cool, während Kate Angst hat, ihre Familie nie wieder zu sehen und sich in ihren Gedanken verliert.
Können die beiden diese Situation unbeschadet überstehen bzw. wird Vic von Kates Affäre erfahren?
In der Geschichte bzw in den einzelnen Kapiteln wird viel über Kates Leben, ihre Träume, Ängste und Wünsche erzählt, und zwar sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit.
Als Leser ist man gespannt, ob Vic die Wahrheit erfährt und wie Kate und James sich aus dieser Situation retten können.
Fazit: Eine ziemlich spannende und teils bewegende Liebesgeschichte für zwischendurch.
Ganz anders, als erwartet, aber wirklich gut.
Den Verlauf des Tages hat sich Kate, verheiratet und Mutter zweier Kinder, ganz anders vorgestellt, als sie mittags ins Hotel eincheckt, um ihren Liebhaber zu treffen. Plötzlich wird das Gebäude abgeriegelt, weil es sich in der Hand von Terroristen befindet. Kate und James sitzen fest. Hubschrauber fliegen pausenlos über ihre Köpfe, alle Nachrichtensender berichten über die Situation und Kate kann nicht einfach zu ihrer Familie zurückkehren. Wird sie ihrem Mann Vic nun alles beichten müssen?
Zuerst muss ich sagen, dass ich mehr an einen Spannungsroman dachte, bevor ich das Buch gelesen habe. Die terroristische Aktion spielt zwar immer wieder eine Rolle, ist aber eher Mittel zum Zweck, um uns Kate als Charakter näher zu bringen.
Es gibt drei Handlungsstränge: die Zeit, als sie ihren heutigen Mann Vic kennenlernt; die Zeit, als sie auf ihre Affäre James trifft; und die Gegenwart im Hotelzimmer. Diese drei Zeitebenen haben mir gut gefallen. Wir lernen Kate immer besser kennen und können ihr Handeln nachvollziehen.
Am spannendsten fand ich natürlich die Gegenwart mit James. Dieser bleibt das komplette Buch über recht blass und unnahbar - das ist der Autorin gut gelungen.
Die Atmosphäre ist eher bedrückend und das nicht nur durch die Angst, die Kate plötzlich empfindet. Auch die Gespräche mit James sind bizarr. Als Leser merkt man deutlich, wie distanziert die beiden zueinander sind, obwohl sie jahrelang regelmäßig miteinander das Bett teilen.
Ich habe zwei Kritikpunkte: die Sprache, wenn es um die Intimität zwischen Kate und James geht. Das Wort „f*cken“ fand ich hier sprachlich unangebracht und wird meines Empfindens nach viel zu oft wiederholt.
Der weitaus wichtigere Punkt betrifft das Ende. Ohne spoilern zu wollen, kann ich nur sagen, dass ich mir da etwas anderes gewünscht hätte.
Dafür hat es das Kapitel mit den Anmerkungen der Autorin wieder herausgerissen. Diese Seiten haben mein Verständnis nochmal mehr herausgearbeitet und haben mir wirklich gefallen.
Alles in allem ein gutes Buch - wenn man keinen Thriller oder Spannungsroman erwartet - und sich darauf einlässt, dass es viel um Zwischenmenschliches geht.
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