Eine Geschichte der Sehnsucht
von Ben Shattuck
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Erscheinungstermin 27.01.2026 | Archivierungsdatum 16.02.2026
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Zum Inhalt
Ein geheimnisvolles Bild, eine nicht gelebte große Liebe: nach »Die Geschichte des Klangs« das neue Buch von Ben Shattuck Ein neues Glanzstück von Ben Shattuck, dem Meister der filigranen...
Eine Anmerkung des Verlags
Bitte veröffentlichen Sie außerhalb dieser Plattform keine Rezensionen vor dem ET (27.01.2026).
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783446286504 |
| PREIS | 18,00 € (EUR) |
| SEITEN | 80 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Renate S, Rezensent*in
1796 leben Laurel und ihr erwachsener Sohn Edwin in einem einsamen Haus auf Nantucket. Der Mann ist gestorben, das Leben gleichförmig, bis ihre Jugendliebe Will mit seiner jungen Frau auftaucht. Am nächsten Morgen reisen sie ohne Abschied ab. Dann folgt Teil 2 um 2008: ein Absolvent der Kunstakademie soll das Haus seiner Großmutter räumen und entdeckt ein kleines Bild Wills.
Ben Shattucks Sprache ist bildgewaltig und zieht sofort in den Bann. Gefühle sowie Landschaft sind gegenwärtig.
Buchhändler*in 1016316
Etwas ganz anderes... kurz, spezieller Stil, irgendwie einfach neu... jedenfalls für mich. Eine Geschichte für in einem *Ratsch* durchzulesen. Sehr malerisch geschrieben, konnte richtig abtauchen... hat mir sehr gut gefallen. Macht Lust auf mehr von diesem Autor... bin gespannt.
Buchhändler*in 509546
Einfach wunderbar! Wie schon in "Die Geschichte des Klangs" zwei zusammenhängende Erzählungen, die in knappem Stil zwei hunderte Jahre auseinanderliegende Begebenheiten schildern - inhaltlich zusammengehalten von einem kleinen Bild.
Ich will unbedingt mehr von diesem Autoren lesen! Und nehme es dem Hanser-Verlag übel, dass er uns die zwölf Erzählungen aus "The History of Sound" nur häppchenweise serviert!
Dieses Buch trägt seinen Titel nicht zufällig es ist tatsächlich eine Geschichte, die vollständig aus Sehnsucht gewebt ist. Nantucket im Jahre 1796. Die verwitwete Laurel bekommt überraschend Besuch von ihrer Jugendliebe Will in Begleitung seiner jungen Braut. Was mich besonders berührt hat beim Lesen, ist Laurel selbst. Sie lebt in einer Welt, in der Verlust zum Alltag gehört, und doch spürt man, wie viel ungesagte Wärme und unerfüllte Hoffnung in ihr steckt. Der Fund der alten Liebesbriefe durch ihren Sohn ist wie ein ungewolltes Öffnen eines verschlossenen Herzens. Plötzlich liegt alles da, die Vergangenheit, die Entscheidungen, die sie nie getroffen hat, die Gefühle, die sie nie aussprechen durfte. Und dann verschwindet Will, wortlos, wie jemand, der weiss, dass er nur Wunden hinterlassen würde, wenn er bliebe. Dass dieses Bild zweihundert Jahre später wieder auftaucht, macht die Geschichte grösser als die beiden Menschen, die sie einst lebten. Ein Maler versucht seinem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Dieser Roman zeigt, dass manche Gefühle nicht vergehen, sondern sich verwandeln, in Kunst, in Geschichten, in Spuren, die andere irgendwann wiederfinden. Und dass Sehnsucht manchmal weniger ein Schmerz ist als eine Erinnerung daran, dass wir geliebt haben und lieben konnten. Eindrückliches Buch.
"Die einzigen unvorhergesehene Dinge kommen mit Krieg oder Krankheit. Das ist jedenfalls meine Erfahrung."
Edwin Chase ist der Meinung, dass das Leben im Jahr 1796 schon in ruhigen Bahnen verlaufen wird. Wie soll es auf dem Hof am letzten Ende von Nantucket auch anders sein? Das Mädchen des Leuchtturmwärters wird er heiraten und dann den Hof übernehmen, wenn die Mutter nicht mehr ist. Doch bald wird er eines Besseren belehrt. Denn plötzlich stehen Will und seine auffallend stille Frau vor der Tür. Sie wollen zu Laurel, Edwins Mutter, bevor beide in die Karibik übersiedeln. Edwin bemerkt sofort die Nähe zwischen seiner Mutter und dem Fremden - und misstraut Will. Als dieser schläft, durchsucht Edwin Wills Tasche und findet alte Liebesbriefe der Mutter. Dennoch macht sich Will ohne ein Wort des Abschieds aus dem Staub. Nur ein Bild lässt er da. Dieses Gemälde wird rund 250 Jahre später, in der zweiten Geschichte, eine große Rolle spielen.
Ursprünglich sind die beiden Erzählungen des Beststellerautors Ben Shattuck in einem Sammelband erschienen. Hier, als zwei Teile von "Eine Geschichte der Sehnsucht" zeigt sich aber ihr enger Zusammenhang. Wie schon der Titel zeigt. sind beide Episoden die Seiten einer Medaille. In beiden Texte wird die Suche nach dem, was sein könnte, thematisiert. Allerdings nicht offensichtlich und plakativ, sondern stil zwischen den Zeilen. Das Bild fungiert dabei als Angelpunkt zwischen den beiden Texten. Wie man es von Shattuck kennt, entfaltet sich die eigentliche Bedeutung erst im Nachgang. Wirken die Erzählungen beim Lesen fast willkürlich aus dem Alltag der Protagonisten herausgerissen, so zeigt sich erst beim Nachdenken über den Text, wofür sie eigentlich stehen: Die Frage, nach dem, was hätte sein können. Die Möglichkeit, des Unentschiedens. Die Grenzen der Freiheit des eigenen Handelns. Damit ist "Die Geschichte der Sehnsucht" ein zutiefst berührender Roman, der leise und langsam seine volle Wirkung entfaltet.
Shattuck greift - vor allem in der zweiten Geschichte - auf Bewährtes zurück. Wieder wird ein Haus ausgeräumt und Erinnerungen kommen zu Tage. Das sind aber auch schon alle inhaltlichen Parallelen zu "Die Geschichte des Klanges". Was aber genauso im ersten wie im zweiten Band funktioniert, ist die Sprache. Shattuck versteht es, den Leser in seinen Bann zu ziehen und erst am Ende der Geschichte voller Fragen wieder auszuspucken. Eine absolute Leseempfehlung!
Buchhändler*in 405648
Eine hinreißende Geschichte, in der eine ungelebte Liebe von der Vergangenheit anhand eines Bildes in die Gegenwart transportiert wird. Sehnsucht vergeht nicht, ist es das, was uns Ben Shattuck damit sagen will? Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und Gesprächsstoff liefert. Wunderschön auch die bildhafte Sprache mit den grandiosen Naturbeschreibungen. Dazu passt das Cover, das ich mir am liebsten als Bild ins Wohnzimmer hängen würde.
Ein leiser, wunderschön erzählter Roman voller Melancholie und Tiefe. Ben Shattuck verbindet Vergangenheit und Gegenwart mit großer Feinheit und einem sicheren Gespür für unausgesprochene Gefühle und verpasste Liebe. Ein poetisches Buch, das lange nachhallt und still berührt.
Buchhändler*in 1477326
"Eine Geschichte der Sehnsucht" ist eine ca. 44 Seiten umfassende kurze Skizze in zwei Teilen, welche Jahrhunderte auseinanderliegen. Shattuck deutet hier mithilfe eines wiederkehrenden Bildes eines scheinbar gefangenen Vogels eine unerfüllte Sehnsucht nach einem selbstgewählten und gestalteten Leben. Der junge Maler im 21. Jahrhundert und der ebenfalls junge Maler Ende des 18. Jahrhunderts werden durch die Witwe eines Künstlers miteinander verknüpft. Wie in Shattucks vorangehendem Kurz-Roman über eine auf tragische Weise unerfüllte Liebe arbeitet er mit Andeutungen, sanft idealisierten Landschaftsbildern und dezenter wie seltener Metaphorik. Der scheinbar an ein zierendes Band gefesselte Vogel ist hier das größte symbolische Element einer Höhepunktarmen Geschichte. Dennoch weiß der Sprach- und Klangkünstler den Lesenden an seine Worte zu fesseln und stößt zumindest die Interpretation dieses zentralen Symbols als langfristige Folge der Lektüre an.
Eine Novelle wie ein perfektes Stillleben - die geschlossene Oberfläche verbirgt Tiefen und Risse, welche in der Geschichte lauern.
Nur dank Ben Shattucks großem Talent für Sprache sowie der stimmigen Übersetzung entfaltet der sehr kurze Text dennoch seine eindrucksvolle Wirkung. Die gezeichneten Bilder bleiben in der Erinnerung haften - sowohl die rein sprachlichen als auch die beschriebenen.
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