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Fuckgirl
Roman
von Bianca Jankovska
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Erscheinungstermin 05.03.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
FEMALE REVENGE: eine Künstlerin, ein radikaler Gegenentwurf zur betrogenen Ehefrau und hemmungsloser Sex Lustvoll, hart, anders Sie ist alles, was man Frauen nie erlaubt hat zu sein: erfolgreich...
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Wir freuen uns über jede Rezension, jeden Leseeindruck und jede persönliche Empfehlung – und das zu jeder Zeit!
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Lovelybooks Leserunde
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Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783709982792 |
| PREIS | 26,90 € (EUR) |
| SEITEN | 296 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Eine Provokation, ein Spiegel unserer Zeit?
„Alle Beziehungen innerhalb meiner Familie waren toxisch. Ohne Ausnahme. Wer so aufwächst, kennt nur diese eine, strukturell verdrehte Realität. Es ist, als ob ich zwei Jahrzehnte in einem Haus ohne Eingangstür gelebt hätte, ohne es zu bemerken.
Ich hörte die Kommentare, die gegenseitig übereinander gefallen sind, allerdings verbuchte ich sie als unbedeutenden Tratsch, als Teil unseres Lebens als Frauen – und nicht als das, was sie waren.
[...]
Meine Antennen für Missbrauch waren nicht scharfgestellt, sie waren: ausgeschaltet, abgebrochen. Nicht vorhanden. Romantische Beziehungen waren entweder Mittel zum Zweck oder Mittel zur Ausbeutung, man hat sich gegenseitig ausgehalten und sicherlich zeitweise verachtet. Darüber hat niemand ein kritisches Wort verloren. So hat sich das eingeprägt.“
Die Protagonistin „Fuckgirl“, eine erfolgreiche Performancekünstlerin, macht es also anders: Sie lebt kinderlos in einer einseitig offenen Ehe: Während ihr Mann nur mit ihr alleine glücklich ist, sucht sie sexuelle Abenteuer mit wechselnden Partnern. Als sie bei einem ihrer One-Night-Stands herausfindet, dass dieser seiner Freundin/Mutter seines Kindes betrügt, heckt sie einen Racheplan aus. Denn: „Andere Frauen sind unsere einzige Möglichkeit, die Wahrheit zu erfahren. [...] Aus feministischer Solidarität.“
Ein paar Szenarien waren mir etwas zu explizit dargestellt. Die häufigen, langen englischsprachigen Passagen finde ich (auch wenn ich sie natürlich verstehen kann) nicht so gelungen, sie stören den Lesefluss und sind wohl nicht für jede*n zugänglich.
Auch wenn die Handlung sicherlich abseits der „gängigen“ Lebensrealitäten sein dürften, finden sich viele Wahrheiten in dem Buch: „Da bemerkte ich, dass es letztlich egal war, was ich tat als Frau in der Welt. Es würde immer falsch sein, für irgendwen.“
„... fiel es mir plötzlich auf. Dass ich selbst kein Stückchen besser war als die anderen. Ich hatte bloß Glück gehabt, nicht mehr. Und trotzdem, während ich dasaß, mit meinen Schwestern und ihren mittelmäßigen, langweiligen, unattraktiven Männern, während ich spürte, wie sich die vertraute Mischung aus Mitleid und Überheblichkeit in mir regte, wusste ich: Es war lächerlich, Frauen vorzuwerfen, dass sie blieben. Als hätte man ihnen nicht von klein auf beigebracht, dass genau das von ihnen erwartet wurde. Als wäre es eine individuelle Schwäche, ein Zeichen mangelnden Selbstbewusstseins und keine logische Folge einer Welt, die Frauen nichts zutraut. Was gewann ich, wenn ich Frauen wie meine Mutter und meine Schwestern mal mehr, mal weniger offensichtlich dafür beschämte, dass sie bei den falschen Männern blieben? Nichts, außer dass sie sich noch schlechter fühlten. Dass sie sich noch weniger trauten, zu gehen. So, wie ich mich damals nicht getraut hatte. Weil ich mich so geschämt habe, als Frau versagt zu haben.“
Die Entwicklung der Protagonistin zum Ende hin gefiel mir gut, gerade ihre Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. „Und so stehe ich da, auf dieser Party, mit dem Journalisten, inmitten dieser verschwommenen Szenerie aus Körpern und Rollen, und sehe auf das Leben, das ich gewählt habe. Oder das mich gewählt hat. Es erscheint mir wie eine Kette aus Szenen, jeder Akt zu meinen Bedingungen inszeniert, jede Geste bewusst kalkuliert, um ein Bedürfnis zu befriedigen, das nie wirklich nur meins gewesen war. Jetzt, in diesem Moment, fragte ich mich, was ich suchte, und ob ich es in diesem Modell, das ich mir gebaut hatte, jemals finden würde.“
„Ich wiederum könnte zum ersten Mal seit meiner Jugend richtig alleine sein. Männer dezentrieren, meinen Körper rückerobern. Lernen, wer ich ohne Mann als Back-up war. Wie ich mich selbst gut behandle.“
„Fuckgirl“ von Bianca Jankovska ist ein provokanter Roman, der während des Lesens bei vielen sicherlich gemischte Gefühle hervorrufen dürfte und aufgrund der teils sehr derben Ausdrucksweise bzw. der Handlung eher nichts für die breite Masse ist. Dennoch kann ich „Fuckgirl“ allen Leser*innen empfehlen, die einen provokanten, bewusst nicht gefälligen Roman über weibliche Solidarität, Selbstbestimmung und Rache lesen möchten.
Vielen Dank an den Haymon Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar
"Fuckgirl" von Bianca Jankovska ist ein sehr provokanter Roman, der wahrscheinlich nicht gerade "massentauglich" ist. Die Autorin hat bewusst eine sehr derbe und explizite Sprache benutzt, die zwar sehr gut zur Handlung passt, aber nicht jedermanns Sache ist.
Fuckgirl ist die Protagonistin dieses Romans. Ihren Namen erfährt man nicht - genau wie andere Namen. Die Charaktere, denen sie innerhalb dieses Buches begegnen, heißen "Mann", "Daddy", "Journalist" etc. Ich fand das spannend, denn dadurch bleibt der ganze Roman unpersönlich. Es wurde mir als Leserin fast unmöglich gemacht, eine Bindung zu den Personen aufzubauen.
Im Grunde genommen ist dieses Buch feministisch, provokant und eine Art Spiegel unserer Gesellschaft, denn Fuckgirl benimmt sich eher wie man es von Männern kennt. Sie reduziert die Männer auf ihre Geschlechtsteile, auf ihre Handlungen und nimmt sich heraus, sie zu behandeln, wie sie es will und wie es ihr nützt/gefällt. Sie lebt in einer einseitigen offenen Ehe und lebt ihren Sexdrang mit anderen Männern aus, was für ihren Ehemann völlig okay ist, solange sie sich an vorher abgesprochene Regeln hält.
Ich fand das Buch faszinierend, konnte es aber nicht in einem Rutsch durchlesen, was auch daran lag, dass es zwischendurch immer wieder englische Texte gab. Da mein Englisch nicht besonders gut ist, musste ich mich dabei sehr konzentrieren, um die Inhalte zu verstehen. Das fand ich zum Teil etwas nervig und hätte mir gewünscht, dass vielleicht im Anhang die Übersetzung steht. Vor allem weil ich viele Menschen kenne, die mit der Übersetzung und dem Verständnis Schwierigkeiten gehabt hätten.
Ich war sehr froh, dass sich Fuckgirl während des Romans weiterentwickelt hat, dass sie ihr Handeln immer wieder reflektiert hat. Das hat den Roman für mich interessanter gemacht und mich mit einem guten Gefühl zu Ende lesen lassen.
Verena S, Rezensent*in
Fuckgirl ist darstellende Künstlerin, Ende 30, in einer offenen Ehe lebend. Sie ist hetero und dementsprechend schwierig ist es für sie als Frau einen Mann zum Sex zu finden, der nicht komplett patriarchatsverseucht ist - man kennt's. 💁♀️
Als sie nach einem Treffen erfährt, dass der Typ verheiratet ist und ein Kind hat, sagt sie der Mutter Bescheid, inklusive Nachrichtenverläufe und Hilfsangebot.
Zeitgleich erfahren wir aus Fuckgirls Vergangenheit (Beziehung mit Loser), ihrem familiären Background (kurz: aufgewachsen am Land, wo Frauen ihre Männer einfach hinnehmen) und was sie sonst noch erlebt in ihrem Alltag (zB Ehe, Urlaub, Fetisch-Partys).
Wow, was für ein Buch!
Fuckgirl ist ein rasantes Buch, dass aber auch einige nachdenkliche, philosophische Gedanken und sarkastische, laugh out loud Stellen hat. Es gibt keine Namen, nur Bezeichnungen der Personen wie zB Andere Frau, Mann, Fuckgirl... Man gewöhnt sich recht schnell daran und ich finde es gibt dem Buch ein gewisses Etwas.
Ich habe selten ein Buch gelesen, dass den Zeitgeist so sehr trifft!
Fuckgirl hat mir an so vielen Stellen aus der Seele gesprochen. Über die Themen die hier verhandelt werden, habe ich mir auch schon einige Gedanken gemacht - unsere ganze Generation hat das.
Ich glaube ich habe in einem Roman selten so viele Stellen markiert - hit close to home so hard! 😅
Nachdem ich Potentiell furchtbare Tage "nur" ganz ok fand, hat mich Fuckgirl zum Bianca Jankovska Fan gemacht, und ich kann es kaum erwarten weitere Bücher von ihr zu lesen!
... Wenn ich sterbe, dann will ich auf mein Leben zurückblicken und sagen können, dass ich gelebt habe, dass ich mir die fettigen Ravioli mit Spinatkäsefüllung um 20 Uhr gegönnt habe, und nicht den Salat, dass ich ausgeschlafen habe, um mit meinem Partner zu kuscheln, statt ins Gym zu rennen. Dass ich glücklich war...
- Fuckgirl, S. 226
THIS!
“Lesson Nr. 1: I am allowed to do everything and he is allowed to do nothing”
Fuckgirl ist Ende 30, Performance-Künstlerin und lebt mit ihrem Mann in einseitig geöffneten Ehe. In diesem Fall kann sie mit anderen Männern Sex haben, wenn die gemeinsam ausgemachten Regeln eingehalten werden.
Fuckgirl verhält sich, wie wir es eigentlich eher andersrum gewohnt sind. Sie nutzt Männer für ihre eigene Lust und Bedürfnisse, ohne Rücksicht zu nehmen.
Eine feministische Geste gegen die heutige patriarchale Gesellschaft.
In diesem Roman haben die Figuren keine Namen, was das Leseerlebnis sehr besonders macht.
Es ist eine Kritik an die Monogamie, welche aber im Laufe des Buches auch hinterfragt wird. Die Entwicklung der Protagonistin im Verlauf ist deutlich, es macht einem klar, dass nicht alles schwarz weiß ist.
Leider haben mich die Songtext-Ausschnitte etwas gestört, die hätten meiner Meinung nach nicht sein müssen.
Trotzdem definitiv ein gelungener Roman, der mich gut unterhalten aber auch zum nachdenken angeregt hat.
Dieser Roman trifft mitten ins Herz. Hinter dem provokanten Titel verbirgt sich keine Skandalgeschichte, sondern das eindringliche Porträt einer jungen Frau, die zwischen Selbstschutz, Sehnsucht und der Angst vor echter Nähe ihren eigenen Platz sucht. Bianca Jankovska zeichnet ihre Protagonistin mit einer radikalen Ehrlichkeit, die schmerzt und gerade deshalb so wahrhaftig wirkt. Sie ist all das, was Frauen selten sein dürfen: erfolgreich, sexuell souverän, unabhängig und unbeeindruckt davon, ob man sie dafür feiert oder verurteilt. In ihrer einseitig offenen Ehe scheint sie die Kontrolle zu haben, bis ein One Night Stand eine unerwartete Wendung auslöst. Aus Empörung entsteht ein Racheplan, getragen von der Überzeugung, dass weibliche Solidarität mehr ist als ein Schlagwort. Doch unter der Coolness liegt eine tiefe Verletzlichkeit. Die Hauptfigur flüchtet sich in Rollen, Distanz und Ironie, während in jedem Kapitel spürbar bleibt, wie sehr sie sich nach echter Verbindung sehnt. Gerade diese Spannung zwischen dem, was sie zeigt, und dem, was sie fühlt, macht den Roman so intensiv. Der Stil ist direkt, manchmal rau, aber durchzogen von einer leisen Melancholie. Es gibt Momente, die wehtun, und solche, die unerwartet zärtlich sind. Am Ende bleibt das Gefühl, einer jungen Frau dabei zugesehen zu haben, wie sie Schicht um Schicht ihre eigene Wahrheit freilegt. Ein kompromissloses, kraftvolles Buch über Identität, Selbstwert und die schwierige Kunst, sich selbst zu lieben.
Hanna S, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Wow. Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Von Seite eins an war ich in der Geschichte von Fuckgirl drin und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Es war wirklich eine feministische Utopie mit so vielen klugen Beobachtungen und Gedankengängen, die ich mir markiert habe und die zum Nachdenken anregen. Ja, die Sprache ist derb und wahrscheinlich ist die Geschichte nicht für jeden etwas. Mich konnte Bianca Jankovska überzeugen und ich hoffe sie schreibt noch mehr Romane. Was außerdem supercool ist und mir immer gefällt: am Ende des Buches gibt es noch Songempfehlungen und Buchtipps zum Weiterlesen.
Rezensent*in 1518830
Fuckgirl von Bianca Jankovska ist kein Roman, der gefallen will – er will treffen. Und das tut er. Mit einer Sprache, die direkt, explizit und stellenweise schmerzhaft ehrlich ist, erzählt Jankovska von einer Frau, die ihre Sexualität selbstbestimmt lebt, sich nicht festlegen lassen möchte und dennoch immer wieder an emotionale Grenzen stößt. Die namenlose Ich-Erzählerin bewegt sich durch Affären, Begegnungen und Beziehungsmodelle, die vermeintlich frei sind – und doch durchzogen von Unsicherheiten, Machtverschiebungen und inneren Widersprüchen.
Was mich besonders beschäftigt hat, ist diese permanente Spannung zwischen Kontrolle und Verletzlichkeit. Die Protagonistin inszeniert sich als souverän, unabhängig, unangreifbar – und doch liegt unter dieser Fassade eine große Sehnsucht nach Bestätigung, vielleicht sogar nach Liebe. Gerade dieses Nebeneinander macht den Roman so intensiv. Es geht nicht nur um Sex oder Provokation, sondern um die Frage, wie weibliche Selbstermächtigung tatsächlich aussieht – und wo sie an gesellschaftliche oder emotionale Grenzen stößt.
Der Stil ist roh, teilweise bewusst nüchtern, fast kühl. Männer bleiben Projektionen, tragen Bezeichnungen statt echter Namen. Das verstärkt das Gefühl von Austauschbarkeit und entlarvt zugleich Rollenbilder, die sich durch moderne Dating-Kulturen ziehen. Man liest und spürt: Hier wird nichts romantisiert. Nähe ist nie ganz sicher, Macht nie ganz gleich verteilt, und Selbstbestimmung bedeutet nicht automatisch Freiheit von Schmerz.
„Fuckgirl“ ist unbequem, manchmal anstrengend, aber genau darin liegt seine Stärke. Es fordert heraus, zwingt zur Auseinandersetzung und hinterlässt ein leichtes Unbehagen – nicht, weil es provoziert, sondern weil es ehrlich ist. Ein Roman, der weniger Antworten liefert als Fragen stellt und lange nachhallt.
"Wie oft habe ich schon gehört, dass offene Beziehungen nur funktionieren, weil die Liebe nicht groß genug sein kann. Wie oft habe ich schon mitangesehen, dass monogame Beziehungen scheitern, weil das je ne sais quoi fehlt. Gib mir Vertrautheit und gib mir Neuheit; gib mir Kontinuität und gib mir Herzstillstand, während ich versuche, Bedürfnisse unter einem Dach zu vereinen, die in verschiedenen Universen entstehen."
Eine erfolgreiche Künstlerin Ende 30, die ihre Lust vollkommen hemmungsfrei in einer nicht-monogamen Beziehung auslebt und weiblich solidarisch ist - das ist genau die Art von Buch, die wir brauchen. 🔥 In dem Moment, in welchen ich von Bianca Jankovskas Romandebüt "Fuckgirl" gehört habe, wusste ich, dass ich diesen schnellstmöglich lesen muss und tatsächlich habe ich ihn in innerhalb von einem Tag weggesnackt. Die von der Autorin dazu passende Playlist bietet gleich auch noch eine zusätzliche Ebene, in die Geschichte einzutauchen. Lieben wird doch.
In dem Roman erzählt Fuckgirl von ihrem Leben. Sie ist eine bekannte und erfolgreiche Performancekünstlerin und lebt mit Mann in einer einseitig nicht-monogamen Ehe. Bereits bei ihrem Kennenlernen kommunizierte Fuckgirl klar, dass nur so eine Beziehung für sie in Frage kommen kann - Mann war direkt einverstanden und so bauten sie eine sichere, solide Beziehung zueinander auf, die auf Kommunikation, Vertrauen, Kontinuität basiert. Nebenbei swipt sie nun durch verschiedene Dating Apps, auf der Suche nach den perfekten dicks. Wir werden mitgenommen zu ihren Bekanntschaften mit Journalist und Daddy, erfahren von ihrer Vergangenheit mit Loser. Ihre BF Internetgirl steht ihr mit Rat aber auch Fragen an der Seite und Fuckgirl versucht im Laufe der Geschichte das Eigentliche zu finden, nachdem es sie verlangt.
Jankovska schreibt einen starker Roman, der über Selbstermächtigung, weiblicher Verbundenheit, Kommunikation und Verbindungen jeglicher Art abseits der Norm erzählt. Ihr Stimme ist eine laute und wichtige und bringt feministische Einsichten zu Thema Non-Monogamy, die ich so zuvor noch nicht gelesen habe. Ich finde es wichtig und spannend, dass Lebensrealitäten abseits der patriarchalen Norm immer mehr Gehör finden, besonders auch im literarischen Bereich, besonders auch nicht-monogame, welche (wie jede anderen Formen von Beziehungen auch) nochmals viele Facetten wie Farben aufwerfen können. Noch dazu - Jankovskas Take den weiblichen Part der Ehe, Fuckgirl, als den nicht-monogamen zu verwenden - top. Sie steht für sich selbst ein, verlangt nach der Befriedigung ihre Lust ohne wenn und aber, erkundet die BDSM Szene, Fetische werden offen angesprochen und immer wieder wird auch erwähnt, auf welchen Grundsteinen Beziehungen aufgebaut werden sollten, um festen Boden zu bekommen, nicht nur im monogamen, besonders auch im nicht-monogamen Bereich. Sie betont immer wieder, wieviel Vertrauen, Kraft, offene Kommunikation und Ehrlichkeit es dazu benötigt, eine - für alle Beteiligten abgesprochene - offene/poly Beziehung zu führen. Auch die Bemerkungen von Freund*innen werden erwähnt mit "Ach, ich wäre auch gerne so frei. Das muss doch schön sein, ständig neue Flirts zu erleben." Doch auch das braucht Arbeit, Energie, kann an Reserven zerren; auch Abgesprochenes kann sich dehnen und ändern, nichts wird in Stein geschrieben, Veränderungen sind fließend - auch hier wieder, Kommunikation. Und selbst Fuckgirl muss immer wieder Neues erlernen.
"Sich beidseitig für eine nicht-monogame Beziehung zu committen, erfordert weit mehr Zeitaufwand, Kommunikation, regelmäßige Check-Ins und Kompromisse als eine Standard-Beziehung. Es erfordert Mut, Risikobereitschaft, Neugier auf eine andere Form des Liebens fernab ausgelatschter Pfade - stets mit der Gefahr, sich doch zu verrennen, sich doch zu viel zuzumuten, seine Grenzen zu überschreiten, zu viele Menschen ins eigene Leben zu lassen, um am Ende genauso mit nichts dazustehen, wieder bei null anfangen, enttäuscht worden zu sein. Plus der Vorurteile und "Ich hab's dir doch gesagt"-Bedenken des gesamten Freundeskreises."
Auch, dass Fuckgirl kinderlos leben möchte und auch hierfür für sich einsteht, finde ich einen wichtigen Punkt, der immer wieder auch im Literarischen angesprochen werden kann und soll. Patriarchale Normen stecken überall und immer wieder stoßen besonders Frauen gegen Wände, wenn sie sich gegen die heteronormative Kleinfamilie entscheiden. Im Roman verfolgen wir ihre Geschichte, ihre Leben und ihrem Suchen, nach dem Ihren. Das Ende des Buches fand ich persönlich sehr gelungen und ich hatte rundum eine richtig gute Zeit beim Lesen. Ganz große Empfehlung!
Rezensent*in 1286111
„Und so wird die begrenzt vorhandene mentale Energie für die Interpretation von Gemeinheiten abgebaut statt für die Abschaffung des Patriarchats. Es ist eine Lose-Lose-Rechnung, auf ganzer Linie." Dieser Satz aus Bianca Jankovskas Debütroman „Fuckgirl", erschienen am 5. März 2026 im Haymon Verlag, trifft den Kern dessen, worum es in diesem Buch geht & und er fällt bereits auf Seite 9. Eine Performancekünstlerin Ende dreißig, toxische Beziehungsmuster als Normalzustand kennenlernt & schließlich ihr eigenes Regelwerk entwirft: eine einseitig offene Ehe, in der sie den Ton angibt. Als sie herausfindet, dass einer ihrer One-Night-Stands seine Freundin betrügt, entwickelt sie einen Racheplan und der Roman wird zur Abrechnung, die weit über diesen einen Mann hinausgeht.
Meine Meinung
Was mich von der ersten Seite an gepackt hat, ist der Schreibstil. Jankovska schreibt essayistisch, provokativ, manchmal fast monologisch und trotzdem nie unstrukturiert. Der Roman ist in Lessons unterteilt, die die Ich-Erzählerin wie Blog-Einträge kommentiert, ergänzt durch Fließtext, der zwischen Analyse und rohem Erleben hin- und herpendelt. Diese Struktur hat mich anfangs kurz auf die falsche Fährte gelockt: Eine Figur, bei der ich lange mitgegangen bin, entpuppte sich als etwas völlig anderes, als ich dachte. Das war handwerklich sehr gut gemacht und hat mich als Leserin auf eine angenehme Art überrumpelt.
Zunächst irritierend aber am Ende durchaus logisch und raffiniert fand ich, wie das Buch Figuren konsequent namenlos lässt. Es gibt keine Namen, nur Funktionen und Rollen: Fuckgirl, Mann, Loser, Mama, die Andere, der Journalist. Ich habe gemerkt, das ist keine literarische Spielerei, sondern eine politische Entscheidung. Denn die Figuren sind austauschbar, weil das System, das sie hervorbringt, austauschbar ist. Gleichzeitig ist Fuckgirl selbst damit mehr als eine Figur. Sie ist ein Typ, ein Entwurf, eine Möglichkeit.
Das Buch ist manchmal schmerzhaft direkt, etwa wenn es um die Weitergabe von Gewalt über Generationen geht, oder wenn es fragt, was Liebe ist, wenn man nur gelehrt wurde, Traumata zu tolerieren: „Als Liebe wurde ihr beigebracht, Traumata in Kauf zu nehmen. Als Liebe wurde ihr beigebracht, nicht zu fragen, ob sie etwas Besseres verdient." (S. 61) Das trifft, weil es keine Ausnahme beschreibt, sondern eine Regel.
Einen Moment gab es allerdings, bei dem ich nicht mitgegangen bin: Jankovskas Argumentation bzw. die der Protagonistin rund um Dickpics hat mich herausgeworfen. Der Versuch, diese zu normalisieren oder zu entdramatisieren, hat mir (bei allem Verständnis für die Grundhaltung) gefehlt, weil er die realen Machtdimensionen hinter unerwünschtem Bildmaterial meiner Meinung nach zu schnell beiseite schiebt. Das ist einer der wenigen Momente, in denen ich das Gefühl hatte, dass die Provokation um ihrer selbst willen kommt.
Fazit
„Fuckgirl" ist ein Debütroman, der sich traut, unbequem zu sein. Er ist für alle, die Gegenwartsliteratur wollen, die Feminismus nicht als Haltung, sondern als Analysewerkzeug begreift; für alle, die Bücher mögen, die ihnen nicht schmeicheln, sondern zurückstarren. Von mir gibt es eine große Empfehlung. Vielen Dank an der Stelle an den Haymon Verlag sowie netgalley.de für das digitale Rezensionsexemplar.
In Fuckgirl von Bianca Jankovska erzählt die Ich-Erzählerin von ihrem Leben zwischen Dating, Begehren, Machtspielen und der bewussten Entscheidung, sich nicht in die Rolle der „netten“, angepassten Frau pressen zu lassen. Sie dreht das Skript um, nimmt sich das heraus, was gesellschaftlich oft nur Männern zugestanden wird, und spielt mit Erwartungen; emotional wie sexuell. Dabei geht es nicht nur um Affären, sondern um Selbstbild, Verletzlichkeit und die Frage, ob radikale Unabhängigkeit wirklich schützt.
Die Geschichte ist provokant und schonungslos. Besonders ist für mich die kompromisslose Ehrlichkeit, mit der hier weibliches Begehren und emotionale Ambivalenz beschrieben werden. Nichts wird weichgezeichnet. Es darf unangenehm sein, widersprüchlich, auch mal unsympathisch.
Ich mochte, dass die Erzählerin nicht darauf aus ist, geliebt zu werden, weder von Männern noch von Leser:innen. Sie beobachtet sich selbst fast kühl, reflektiert Macht, Projektion und das Spiel mit Nähe. Gleichzeitig blitzen immer wieder Momente von Verletzlichkeit auf, die zwischen all der Fassade durchscheinen. Genau diese Reibung hat das Buch für mich spannend gemacht. Es geht nicht nur um Sex oder Dating, sondern um Kontrolle, Identität und die Frage, ob Selbstermächtigung auch Einsamkeit bedeuten kann.
Für mich ist das Buch ein bewusstes Störgeräusch. Es will nicht gefallen, sondern herausfordern. Und ich finde, das darf Literatur auch.
★★★★☆ (4 von 5 Sternen)
Carolin F, Rezensent*in
Schon beim Lesen der Triggerwarnung war ich sowas von on Fire 🔥
FUCKGIRL dreht den Spieß einfach mal um und erzählt teilweise in Form von Blogbeiträgen aber auch in Form von Anekdoten aus dem eigenen (Liebes-)Leben.
Dabei werden die Konsequenzen von männlichem Verhalten für Frauen aufgezeigt und dessen Auswirkungen auf den Mann (nämlich keine) in ironischer Weise gegenüber gestellt. Außerdem werden die üblichen Klischees in humorvoller und zugleich realistischer Art aufgezeigt und auch Bezug zu Schlagzeilen von Prominenten (David Beckham, Til Lindemann, …) genommen.
Auch die klassischen Sprüche „sowas passiert mir nicht“ oder „da gehören immer zwei dazu“ werden realistisch beleuchtet.
Stellenweise dachte ich nur „JA JA JAAA!!“ 👏 und war wirklich auf dem „5-Sterne-Trip“!
Gegen Ende kamen allerdings ein paar Themen auf, die mich leider so gar nicht gecatcht haben und für mich auch etwas fehlplatziert waren.
Trotzdem finde ich, dass man nicht alle Männer über einen Kamm scheren sollte. Auch wenn ich mir sicher bin, dass die meisten LeserINNEN genau solche Geschichten und Verhaltensweisen von Männern kennen, entweder weil sie sie selbst erlebt haben oder ihre beste Freundin einem in Strömen heulend vorgefunden haben, wegen einem Typen, der genau so etwas abgezogen hat.
Die Entwicklung von Fuckgirl, insbesondere ihre Schlüsse, die sie am Ende zieht und auch der generelle Aufruf zu feministischer Solidarität haben mir ganz besonders gut gefallen! Und auch die generelle Botschaft, die dieses Buch mit sich bringt, sind herrlich und zugleich notwendig !
⭐️ F A Z I T
Provokant. Frech. Rebellisch. Genial!
Auch wenn vieles etwas überspitzt dargestellt ist und Männer wirklich gar nicht gut wegkommen, hat mich das Buch wirklich unfassbar gut unterhalten und ich glaube bzw. vielmehr HOFFE ich, dass das Buch noch Wellen schlagen wird! 🙌
Ich werde das Buch direkt meinen Freundinnen weitergeben und bin mir sicher, dass sie sich genau so amüsieren!
Rezensent*in 1974796
Triggerwarnung: Heterosexualität
So fängt Bianca Jankovska das Buch "Fuckgirl" an, und ab diesem Moment verspürte ich, bis zur letzten Seite des Buches, ausschließlich Begeisterung. Ich habe Fuckgirl als Rezensionsexemplar von Netgalley bekommen und unfassbar geliebt. Das Buch handelt von Fuckgirl, die in einer einseitig offenen Ehe mit Mann lebt. Dabei darf sie schlafen, mit wem sie will - und Mann eben nicht. Im Laufe des Buches erleben wir Fuckgirls Beziehungen zu anderen Männern - ihrem Ex Loser, der sie betrogen hat und Daddy, der mit ihr seine Frau betrügen will und Journalist, den sie von früher kennt und wieder trifft. Das Buch handelt von weiblicher Rache, weiblicher Solidarität untereinander, Monogamie vs. Non-Monogamie und die große Frage, wie man als feministische Frau Heterosexualität in dieser Gesellschaft leben kann und leben will.
Folgende Sachen haben mir am Besten am Buch gefallen:
1. Jankovskas Art zu Schreiben. Ich liebe ihre klare Ausdrucksweise. Ich kann es nicht anders erklären, aber ich habe beim Lesen das Gefühl, als ob sie mir die Welt erklärt - auf die bestmögliche Art und Weise. Sie nimmt mich an die Hand und sagt: guck mal. So sieht das aus. Und ich nicke und verstehe auf einer Ebene, die ich vorher zwar gefühlt habe, aber selbst nicht benennen konnte.
2. Die kompromisslose Solidarität unter Frauen. Ich liebe Frauen und Bianca Jankovska liebt Frauen. Ich möchte, dass Frauen sich alle auf diese Art lieben.
3. Niemand im Buch hat einen Namen. Es geht nicht um Einzelschicksale, alles hieran hat System.
4. Das Ende des Buches. Lest bitte alle das Buch und dann reden wir darüber. Bis dahin habe ich ein ganzes Essay nur dazu vorbereitet, warum ich das so toll finde.
Michelle B, Buchhändler*in
Fuckgirl ist ein feministischer, provozierender und politischer Roman, der wahrscheinlich nicht für jede Person gemacht ist. Fuckgirl, wie sie sich selbst bezeichnet, lebt in einer offenen Ehe und erzählt ihre Begegnungen mit anderen Männern und teilt ihre Gedanken und Erfahrungen auf ihrem Blog. Dabei geht es viel um (feministischen) Sex und das Analysieren verschiedener Verhaltensarten der jeweiligen Männer. Aber viel mehr geht es um eine junge Frau, die ihren Platz in der Welt sucht. Was möchte sie im Leben und wie geht es ihr in bestimmten Situationen? Was macht für sie ein erfülltes Leben aus und gibt es das überhaupt? Mir hat der Schreibstil sehr gefallen, auch dass keine einzige Person einen Namen hatte, sondern immer nur einen Begriff als Identifizierung. Dadurch wird schnell erkenntlich, alle Personen sind austauschbar.
Rezensent*in 1504972
Bianca Jankovska schafft mit Fuckgirl einen Roman, wie ich ihn noch nie gelesen habe. Der Roman bewegt sich zwischen Essay, Blogbeiträgen und Prosa und greift feminsitische Themen wie Monogamie/offene Ehe, (weibliche) Sexualität, Kritik am patriarchalen System usw. auf und ist damit so nah am Zeitgeist, wie ein Roman nur sein kann. Die Art und Weise wie die Autorin die Figuren geschaffen hat, finde ich unfassbar klug, denn was der Roman erzählt, ist keine individuelle Erfahrung, sondern System. Jede der Figuren ist austauschbar, und so hat weder die Protagonistin einen Namen noch die anderen Charaktere; sie werden ihrer Rolle entsprechend betitelt: Fuckgirl, Mann, Journalist, Mama, Daddy oder Loser sind nur einige davon. Damit wird der Fokus auf das große Ganze und die Strukturen, in denen wir leben, gelenkt, was gleichzeitig augenöffnend und extrem unterhaltsam ist. Bianca Jankovskas Schreib-/Erzählstil ist direkt, manchmal unbequem und auch provokant, aber darin liegt definitiv die Stärke des Buches. Obwohl es mir teilweise etwas zu explizit und kinky war, würde ich den Roman dennoch definitv weiterempfehlen!
Über #bookstagram bin ich zum ersten Mal über Fuckgirl von Bianca Jankovska gestolpert und war sofort neugierig. Der Roman begleitet eine Performancekünstlerin Ende dreißig, die in einer einvernehmlich offenen Ehe lebt und ihr Leben bewusst anders gestaltet als das Bild der braven Frau. Als sie herausfindet, dass einer ihrer One Night Stands eine Freundin betrügt, schmiedet sie einen Racheplan und denkt gleichzeitig über S*x, Beziehungen und weibliche Solidarität nach.
Beim Lesen hatte ich schnell das Gefühl, dass dieses Buch kein Blatt vor den Mund nimmt. Der Ton ist ehrlich, laut und direkt. Es gibt keine Namen, die Figuren werden nur über ihre Funktionen bezeichnet, was die Geschichte noch roher wirken lässt. Viele Gedanken der Protagonistin fand ich erstaunlich relatable. Einiges habe ich selbst erlebt, anderes kenne ich von Freundinnen. Oft fühlte sich der Text an wie eine Mischung aus Sachbuch und einem sehr intensiven Gespräch mit einer wütenden Freundin.
Der Schreibstil hat einen starken Sog. Ich konnte mich dem nur schwer entziehen. Die Protagonistin probiert unterschiedliche Facetten von S*xualität aus und stürzt sich in neue Erfahrungen. Ihre offene Beziehung ist einvernehmlich und ihr Mann weiß Bescheid. Trotzdem zeigt der Roman sehr deutlich, wie viel Arbeit, Risiko und emotionale Energie auch bei unverbindlichem S*x oft bei Frauen landet.
Es gibt viele explizite Szenen, auch jenseits von Blümchens*x. Diese Rechnung ging für mich nicht immer auf. Die Protagonistin bewegt sich zum Beispiel in einer Machtdynamik, die nicht wirklich aus ihr selbst heraus entsteht, sondern weil ein Spielpartner genau das will. Dadurch wirkt ihre Unabhängigkeit stellenweise wie ein Skript, das doch wieder von einem Mann vorgegeben wird.
Der Roman fühlt sich insgesamt wie ein wilder Ritt an. Zwischendurch war mir nicht immer klar, was die Protagonistin eigentlich will. Stück für Stück schleicht sich Ernüchterung ein, sowohl bei ihr als auch bei mir als Leserin. Gegen Ende hat mich das Thema etwas ermüdet, auch weil ich mich gefragt habe, warum so viel Energie in 🍆 investiert wird.
Trotzdem fand ich spannend zu sehen, wie reflektiert die Hauptfigur ist und wie deutlich sie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Am Ende bleibt für mich eine gewisse Desillusionierung, aber auch das Gefühl, dass Fuckgirl von Bianca Jankovska sehr ehrlich zeigt, wie komplex Beziehungen sein können und dass sie selten nur schwarz oder weiß sind. Außerdem hat der Roman gar nicht den Anspruch, allen zu gefallen. Genau das passt eigentlich ziemlich gut zu seiner Hauptfigur
Buchhändler*in 1209150
„Triggerwarnung: Heterosexualität“
Dieses Buch ist anders. Wild. Intensiv. Richtig gut. Es wird mich noch eine Weile begleiten. Danke für das Leseexemplar!
Was ein einzigartiges Buch! FUCKGIRL hat mir extrem gut gefallen, die Balance aus Roman, feministischen Themen, Auseinandersetzung mit der Familienhistorie und den eigenen Makeln, wie Bedürfnissen, fand ich sehr gelungen. Auch wenn FUCKGIRL vermutlich kein Charakter ist, mit dem ich mich (als queere monogam lebende Frau) breitflächig identifizieren kann, kenne ich FUCKGIRL. Ich bin mit FUCKGIRL befreundet und teile von mir sind auch FUCKGIRL.
Toll haben mir auch die Einschübe in den Kapiteln gefallen, die kleinen oder größeren gedanklichen Rabbitholes, wenn man so will. Sei es, dass es Männer gibt die Frauen lieben und die die Frauen auch actually mögen (bei der Stelle stand mir der Mund weit auf-iykyk) oder darum, dass Männer ja nicht auf ihre Größe (körperlich in zweierlei Arten) reduziert werden wollen, aber es ist okay ist wenn sie es bei Frauen machen.
Das Buch werde ich gedanklich mit mir rumtragen und diversen Freund*innen schenken und empfehlen.
Irgendwo zwischen 4 und 5 Sternen für mich!
Buchhändler*in 1851198
Ein Buch, das relevant ist und Gewicht hat, mit kleinem Vorbehalt.
Sympathisch ist die Protagonistin ja nicht, wie sie mit überheblichen Blick auf alles und jeden um sich schaut, sich egoistisch nimmt, was auch immer sie will und außer sich selbst, gefühlt wenig liebt.
Aber dann gibt es da wieder Momente, da wird diese Schicht dünner. Da frag ich mich, ob ich das Verhalten einfach deshalb unangenehm finde, weil es Männern vorbehalten ist. Dann frage ich mich wieder, ob die Protagonistin wirklich glücklich ist.
Dann holt diese Frau, die ich eigentlich nicht mag, nämlich schlicht wegen ihrer Radikalität, mich wieder ab mit ihrem tiefen Verständnis für Beziehungen und ihrem einzigartigen Blick, an dem sie mich teilhaben lässt.
Das Buch war mir nicht egal, was in der Menge der Bücher schon etwas sagt, es war nicht beliebig und austauschbar und trotzdem bin ich froh, dass ich fertig bin damit.
Ähm...?!
Wie viel Spaß hat dieses Buch bitte gemacht? In Fuckgirl geht es um Sex als Feministin. um Selbstbestimmung und was danach kommt. Es geht um Beziehungen, Lebensentwürfe und jede Seite war einfach super unterhaltsam. Die Geschichte bedient sich viel aktueller Sprache und Popkultur Referenzen, wahrscheinlich in ein paar Jahren alles veraltet, aber heute, genau ietzt: genau richtig
Viele Gedanken und Formulierung fand ich bemerkenswert auf den Punkt gebracht und die Erzählweise ohne Namen der Figuren sondern nur mit deren Rollenbezeichnungen wie Lover, Loser, Mama und Mann - ich sags wies ist - fantastisch
Falls ihr also unterhaltsame, feministische Lektüre sucht ⁃ here you go!
5/ 5
Buchhändler*in 1016316
Noch nichts vergleichbares gelesen und very in löv. Musste einiges nachschlagen und fühlte mich dadurch…zwischenzeitlich etwas alt ;) War sehr kurzweilig und lehrreich. Danke für diesen Blickwinkel, diese Geschichte und den Blick in eine andere Welt.
Helga R, Buchhändler*in
Schon bei einer Lesung mit der Autorin zeigte sich, wie sehr sich das weibliche Publikum mit der Protagonistin identifizieren kann. Entweder hat Frau es schon selbst erlebt oder von einer Freundin erzählt bekommen. Jankovska swählt für ihren ersten Roman einen sehr spannenden Zugang: alle Figuren haben keinen Namen, sie werden anders benannt: der Mann, der Journalist, Dandy, Loser. Dadurch werden die Giguren zu Schablonen. Und es funktioniert, da wir diesen Männertypen schon oft begegnet sind. Auch Schauplätze werden nicht gezielt verortet sondern sind dann etwa die Hauptstadt. Für manche mag es zu viele explizite Szenen im Buch geben. Für mich war es eine sehr gelungene Metaperspektive, die dieses Buch möglich macht.
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