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Buchcover für Eine andere Geschichte

Eine andere Geschichte

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Erscheinungstermin 25.03.2026 | Archivierungsdatum 08.05.2026


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Zum Inhalt

Los Angeles, 1959. Der betagte Filmproduzent Curtis Melnitz wird jede Nacht von Albträumen heimgesucht. Er braucht unbedingt Schlaftabletten – aber die bekommt er nur, wenn er regelmäßig zur Psychoanalyse geht. Auf der Couch des Psychiaters erzählt er wider Willen seine Geschichte, sein Leben zwischen Hollywood und Berlin, zwischen der noch schwarz-weißen, stummen Traumfabrik und der umso grelleren, schreienden deutschen Wirklichkeit des frühen 20. Jahrhunderts. Jede Sitzung ein Kapitel. Ein Leben wie ein Roman.

Los Angeles, 1959. Der betagte Filmproduzent Curtis Melnitz wird jede Nacht von Albträumen heimgesucht. Er braucht unbedingt Schlaftabletten – aber die bekommt er nur, wenn er regelmäßig zur...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783257073782
PREIS 26,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Der alternde Filmproduzent Curtis Melnitz ist etwas ungehalten, als sein Hausarzt ihn zu dem Psychiater Dr. Cowan schickt, statt ihm einfach weiter Schlaftabletten zu verschreiben. Notgedrungen lässt sich Melnitz auf eine Gesprächstherapie ein, denn der Psychiater verordnet immer nur so viele Pillen, dass sie bis zu seinem nächsten Besuch reichen. Allmählich findet Melnitz tatsächlich Gefallen an der Sache, er macht Witze und erzählt kleine Lügen. Er gerät ins Plaudern, schweift immer wieder ab und kommt mit den Worten "das ist eine andere Geschichte" auf seine Lebensbeichte zurück, Er bewegt sich sprachlich gern in Filmtermini: Aufblende, Abblende, Saallicht an. Denn Dr. Cowan, so spürt er, ist sein letztes Publikum. Dabei ist eine Ironie, dass Cowan nicht ins Kino geht und mit vielen berühmten Namen nichts anfangen kann. Melnitz erkennt, dass es hilft, alte Erinnerungen hochkommen zu lassen und sie wie Eiterbeulen aufzustechen. Doch den wahren Grund für seine Alpträume, die ihn am Schlafen hindern, will er nicht nennen.
Der Roman ist wie ein Zwiegespräch zwischen Melnitz und Dr. Cowan geschrieben, wobei man aber nur Melnitz sprechen hört. Die Antworten des anderen muss man sich erschließen, Dennoch liest das Buch sich sehr flüssig. Der Leser hat gleichsam das Gefühl, Melnitz heimlich zu belauschen. Man verfolgt gespannt seine Lebensgeschichte, die geprägt ist von Antisemitismus und seiner großen Liebe zum Film. Privat hat er nichts vorzuweisen. Seine beiden Ehen scheiterten und Kinder hatte er nicht. Auch eine große Karriere als Filmproduzent bleibt aus. Was bleibt sind "Eiterbeulenmomente".

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Curtis Melnitz, ein ehemaliger Filmproduzent in hohem Alter begibt sich mehr oder weniger freiwillig auf die Couch eines Psychiaters.
Weniger freiwillig, da sein Hausarzt ihm die von ihm lange eingenommen Schlaftabletten nicht mehr verschreiben will, mehr freiwillig, weil er im Laufe der Sitzungen immer mehr Gefallen an den Gesprächen findet.
Die Geschichte erzählt die Perspektive Curtis Melnitz', seine ganz persönliche Geschichte in Deutschland und den USA, die Geschichte der Juden während der Nazi-Diktatur und ganz nebenbei auch die großen und kleinen Geschichten seiner Weggefährtinnen und Weggefährten.
"...aber das ist eine andere Geschichte." ist immer wieder das Ende einer seiner liebenswürdigen Eskapaden im Erzählstrang.
Curtis Melnitz ist ein durchaus humorvoller Mensch, der sich selbst mit viel Ironie begegnet und mich beim Lesen häufig zum Schmunzeln, manchmal auch zum Lachen gebracht hat.
Lewinsky ist mit "Eine andere Geschichte" ein wunderbares Portrait sowohl von Curtis Melnitz, als auch der Zeitgeschichte gelungen.

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Ich bin Lewinski-Fan. Der lockere Erzählton ist super lesbar und unterhaltsam. Beiläufig plaudernd gibt der Erzähler einen wunderbaren Abriss der dt Filmgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts.

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Trifft nicht ganz meinen Geschmack, aber dass Lewinsky gut schreibt, steht für mich ausser Frage. Solide Literatur.

4 stars
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6 Sterne
Was an Charles Lewinsky so fasziniert, ist die Wandelbarkeit der Sujets, in denen er sich bewegt.
Diesmal ein Monolog für zwei - etwas, das eigentlich unmöglich ist.
Ein Filmmogul Hollywoods mit jüdisch-deutscher Geschichte geht in hohem Alter zum Psychiater um endlich mal wieder eine Nacht ohne Albträume schlafen zu können.
Wir Leser hören immer nur, was der Patient sagt, können die Kommentare des Psychiaters aber durch die Antworten erschließen.
Zum Teil mit bitterbösen Humor erfahren wir die Geschichte des alten Mannes, die trotz aller Dramatik nie bitter ist.
Sowohl ein Stück Deutscher, wie auch Film-Geschichte. Absolut lesenswert!

5 stars
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Entweder man mag Charles Lewinsky Humor, oder man mag ihn nicht. Ich liebe seinen Humor. Und dazu ist es eine fantastisch recherchierte Geschichte die mir das Leipzig der deutschen Kaiserzeit ebenso bildhaft beschreibt, wie auch die Zeit des Entstehens der amerikanischen Filmindustrie. Alles beschrieben von jmd. der nicht schlafen kann und sich erinnert. Sehr zu empfehlen.

5 stars
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LA 1959
Curtis Melnitz ist ein alter Filmproduzent, der von Albträumen geplagt und von Schlaftabletten abhängig ist. Sein Arzt hat ihn verpflichtet, sich im Gegenzug für Tabletten einem Psychater zu öffnen. Dies tut er nur widerwillig.....
Konnte mich zugegebernermaßen nicht so wirklich mit Curtis anfreunden. Nichtsdestotrotz wird es sich bei den Fans gut verkaufen lassen.
Eigentlich hätte ich 3,5 Sterne gegeben, aber da es CL ist runde ich auf.

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Mit der Fiktion der Gesprächstherapie, von der der Leser nur den Dialogpart des Patienten geboten bekommt, entsteht ein frei fließender Monolog voller Assoziationen und Erzählschleifen, der Lewinskys unbändiger Erzählfreude jede Freiheit lässt. Angelehnt an die historische Person Kurt Chmelnitzki, der als Curtis Melnitz in Hollywood eine - nicht allzu spektakuläre - Karriere als Filmproduzent einschlug, erschafft Lewinsky einen lebendigen Charakter mit einer plausiblen, mitreißend erzählten Geschichte.
Buchhandlung Collibri/Federleserin

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5 stars

Wer das Nachwort zu Melnitz gelesen hat, weiss, dass es ihn tatsächlich in der Familie Lewinsky und im Filmbusiness in Hollywood gab. Das ist aber auch der einzige Anknüpfungspunkt und das Buch hat nichts mit dem Roman Melnitz zu tun.

Lewinsky hat sich nun die Lebensgeschichte von Curtis Melnitz ausgedacht und erzählt sie aus der Sicht desselben. Curtis Melnitz legt sich nach einigem Widerstand auf die Couch eines Psychiaters und erzählt von seinem Leben. Und dieses Leben war interessant, wenn auch nicht immer schön. Der Leser erfährt immer mehr, auch wenn es oft heisst: Aber das ist eine andere Geschichte (die man übrigens auch gerne gelesen hätte).

Raffiniert ist, dass nur Melnitz zu Wort kommt, man aber das Gespräch zwischen ihm und dem Psychiater gut folgen kann.

Es ist ein aussergewöhnliches Buch, dass mir sehr, sehr gut gefallen hat.

5 stars
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Ein bisschen Filmgeschichte und ein Lebensgeschichte, die wie eine störrische Beichte wöchentlich auf der Therapeutenliege liegt. Was für ein tolles Buch! Ich war sofort schockverliebt in den Griesgram, der eine so turbulente Lebensgeschichte uns Stück für Stück, Häppchen für Häppchen eher trotzig preisgibt. Ich habe ihn lieb gewonnen. Unser Protagonist, der eigentlich nur Schlaftabletten wollte.
Das Ende des Buches hat mich wachgerüttelt, weil das Ende immer so überraschend kommt. Wie im echten Leben eben. Ein Buch für jedermann. Wirklich. Ein Kammerstück mit einem sprachlosen Therapeuten und einer knarzigen Couch. Großartig.

5 stars
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4 stars

Curtis Melnitz ist Filmproduzent und schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Er lebt in Los Angeles und kann nicht schlafen. Damit er aber Schlaftabletten bekommt, muss er zuerst zum Gespräch zu seinem Psychiater. Obowhl er sich gegen diese Termine sträubt, beginnt er irgendwann doch von seinem Leben zu erzählen. Er berichtet von seinen verschiedenen Lebensstationen von seinen Erlebnissen in Hollywood und in Europa. Doch ist das wirklich alles passiert?
Je mehr Curtis erzählt, desto mehr entsteht nach und nach ein Bild seiner Vergangenheit. Dabei merkt man schnell: Dieser Erzähler ist charmant, manchmal selbstironisch, aber ganz sicher auch nicht immer hundertprozentig zuverlässig. Genau das macht den Reiz des Romans aus, denn man beginnt automatisch zwischen den Zeilen zu lesen.

Charles Lewinsky erzählt diese Geschichte mit viel Humor und einem feinen Gespür für Figuren. Besonders die Dialoge beim Psychiater sind unterhaltsam und oft auch überraschend tiefgründig. Gleichzeitig geht es immer wieder um Erinnerung, Identität und darum, wie Menschen ihre eigene Geschichte formen.
An manchen Stellen hätte die Handlung für meinen Geschmack etwas straffer sein dürfen, da sich einzelne Episoden ein wenig ziehen. Trotzdem bleibt das Buch durch seinen besonderen Erzählton und die ungewöhnliche Hauptfigur durchgehend interessant.

Mein Fazit:
Ein kluger, teilweise sehr humorvoller Roman über Erinnerung, Wahrheit und die Geschichten, die wir uns selbst erzählen. Nicht rasant, aber sehr unterhaltsam und mit viel Charme erzählt.

4 stars
4 stars
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Curtis Melnitz will nur Tabletten, um endlich wieder schlafen zu können. Doch der Therapeut bleibt hartnäckig und allmählich fasst der Filmproduzent Vertrauen. Sitzung für Sitzung gibt er mehr von sich preis und erzählt die Geschichte seines aufregenden Lebens. Wir dürfen miterleben, welche Höhen und Tiefen das junge 20. Jahrhundert in Berlin und Hollywood zu bieten hatte.

4 stars
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3 stars

Ein Leben zwischen Nationalsozialismus und Hollywood. Der betagte Filmproduzent Curtis Melnitz erzählt während den unfreiwilligen Sitzungen bei seinem Psychoanalytiker sein Leben. Eigentlich geht es ihm nur darum, seine Schlaftabletten zu bekommen, um seine nächtlichen Alpträume zu besiegen. Aber auf diese Weise erfahren Arzt wie Leser seinen Weg aus Verfolgung und Berufsverbot in das Land der (angeblich) unbegrenzten Möglichkeiten.

Mich hat Lewinskys lakonisch Erzählweise, die fast ununterbrochen in wörtlicher Rede Melnitz Lebenserzählung wiedergibt, recht schnell etwas genervt und die sehr stringente Erzählweise gelangweilt.

3 stars
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3 stars

Melnitz" ist ein erfolgreicher Familienroman von Charles Lewinsky, der die Geschichte der jüdischen Familie Meijer erzählt. Der Roman beleuchtet das jüdische Leben in der Schweiz und die Herausforderungen, denen sich die Familie gegenübersieht, als sie versucht, sich in die bürgerliche Gesellschaft zu integrieren.
Themen wie Liebe, Verlust, Erfolg, Diskriminierung und die Suche nach Identität und Heimat sind die Hauptelemente. Lewinsky erzählt mit großer erzählerischer Begeisterung und lässt den Leser tief in das Schicksal der Familie eintauchen. Alle seine Fans kennen und lieben “Melnitz”, das glaube ich feststellen zu können , es gilt doch als bedeutendes Werk der Schweizer Literatur, das die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in der Schweiz eindrücklich darstellt.
Nun ist es erstaunlich, dass es in Charles Lewinskys neuem Roman auch um “Melnitz” geht, doch - so sagt uns gleich der Titel, es ist EINE ANDERE GESCHICHTE.
Los Angeles, 1959. Der betagte Filmproduzent Curtis Melnitz wird jede Nacht von Albträumen heimgesucht. Er braucht Schlaftabletten – aber die bekommt er nur, wenn er regelmäßig zur Psychoanalyse geht. Auf der Couch des Psychiaters Dr Cowan erzählt er wider Willen seine Geschichte, in jedem Kapitel eine andere Wendung, und ja, da muss man sich einfinden serhr effektvoll, ein Leben zwischen Hollywood und Berlin, zwischen der noch schwarz-weißen, stummen Traumfabrik und der umso grelleren, schreienden deutschen Wirklichkeit des frühen 20. Jahrhunderts. Jede Sitzung ein Kapitel und eine andere Wendung. Ein Leben wie ein Roman. Wer fühlt sich da nicht hingezogen, efffektvoll ist die Rede von vor allem was in Europa hoch gehandelt wird, zum Beispiel:
Spielfilme aus dem Hotelmlieu
Sam Goldwyn
Louis Mayer
Ben –Hur, Hitchcock ohne Schnitt ( das Fenster zum Hof) , der Mann, der den Mord beging….. Bei guter Komposition, leider - wie ich finde - nicht spannend genug., nicht unterhaltsam.
Aber ist Studiorepäsentant Melnitz in Bezug auf Leserwirkung nicht selbst unsicher? "OK,langweile ich Sie sehr mit meinen Filmgeschichten”, fragt er und “ja, doch ein bisschen schon,” muss ich zugeben.”Man muss sein Publikum unterhalten “ stellt er fest und ja, das hoffe ich, er soll, er wird uns unterhalten.
Doch insbesondere je länger Lewinskys Vortrag sich dehnt, desto mehr fehlen mir Geschichten der Erheiterung, denn in seinem Roman geht es nun weniger um Film, gar nicht mehr in Anekdoten, sondern nur noch um den ersten Weltkrieg, wie ging man nun damit zu frühen Filmzeiten um? Nein kein Lacher und nur wenig Kracher lassen Lewinsky-Fans zuhören, sie werden die Lektüre genießen

3 stars
3 stars
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5 stars

Mit seinem neuen Roman Eine andere Geschichte beweist Charles Lewinsky einmal mehr, dass er ein Meister darin ist, historische Stoffe mit erzählerischer Fantasie zu verbinden. Diesmal entführt er seine Leser in die frühen Jahre des Films – eine Zeit, in der sich Hollywood gerade erst erfand und Genie, Zufall und technische Neugier oft näher beieinanderlagen als Ruhm und Erfolg.
Im Zentrum steht Curtis Melnitz, eine tatsächlich existierende Figur, die Lewinsky als Ich-Erzähler auftreten lässt. Melnitz blickt zurück auf sein bewegtes Leben zwischen den Anfängen des Stummfilms und den 1950er-Jahren. Dabei begegnet er Größen der Filmgeschichte ebenso wie erfundenen Charakteren. Gerade dieser gelungene Mix aus Fiktivem und Realem macht den besonderen Reiz des Romans aus: Er liest sich zugleich wie ein Stück gelebter Kinogeschichte und wie ein augenzwinkerndes Spiel mit ihren Mythen.
Auch wenn der Name Melnitz aufhorchen lässt: Curtis Melnitz hat nichts mit der gleichnamigen Familie aus Lewinskys Erfolgsroman Melnitz zu tun. Dennoch knüpft der Autor thematisch an sein früheres Werk an – nicht zuletzt, weil er auch in Eine andere Geschichte den Blick für die Brüche und Schatten der Geschichte bewahrt. Das dunkle Kapitel des Nationalsozialismus und die damit verbundenen Grausamkeiten spart er nicht aus, sondern verwebt sie behutsam in die Biografie seines Helden. So bleibt Lewinsky sich treu, ohne sich zu wiederholen.
Was Eine andere Geschichte trägt, ist der Ton seines Erzählers. Curtis Melnitz berichtet mit spürbarer Selbstironie, manchmal leicht melancholisch, oft hinreißend witzig. So entsteht ein unterhaltsamer, zugleich nachdenklicher Roman, der die Filmwelt mit menschlicher Wärme und feinem Humor beleuchtet.
Ganz nebenbei lernt man eine Menge über die Geschichte des Kinos – über technische Pionierleistungen, künstlerische Experimente und über jene Magie, die das Lichtspiel auch nach mehr als hundert Jahren noch verströmt.
Charles Lewinsky ist mit Eine andere Geschichte ein ebenso intelligenter wie humorvoller Roman gelungen – voller Esprit, historischer Tiefe und erzählerischem Witz. Lesenswert, nicht nur für Cineasten.

5 stars
5 stars
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4 stars
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4 stars

Das Leben hat nicht nur Schönes zu bieten
Curtis Melnitz, ein in die Jahre gekommener Filmproduzent, leidet Nacht für Nacht unter schrecklichen Albträumen, gegen die nur Schlaftabletten helfen. Bisher bekam er das Rezept dazu von seinem Hausarzt, doch nun schickt der ihn zum Psychiater Dr. Cowan zur Gesprächstherapie. Widerwillig lässt sich Melnitz darauf ein, denn er braucht seine Pillen. Doch statt des erhofften Rezeptes bekommt er von Dr. Cowan nur so viele Schlaftabletten, wie bis zur nächsten Sitzung nötig sind. Allmählich gewöhnt er sich an die regelmäßigen Besuche und beginnt, nach und nach Episoden aus seinem bewegten Leben zu erzählen. Er erzählt von den Anfängen des Films, von berühmten Stars in Hollywood und Berlin, von den Gefahren denen er und seine jüdische Verwandtschaft in der NS-Zeit ausgesetzt waren und von seinen Erfolgen im Filmgeschäft. Er bleibt nicht immer ganz bei der Wahrheit, flunkert dann und wann, schweift vom Thema ab um dann mit den Worten „das ist eine andere Geschichte“ zu seinen Erinnerungen zurück zu kommen. Er erzählt viel, doch über seine nächtlichen Albträume schweigt er eisern, kann und will sie nicht preisgeben …
Charles Lewinsky, geb. 1946 in Zürich ist ein Schweizer Schriftsteller jüdischer Herkunft. Er studierte in Zürich und Berlin Germanistik und Theaterwissenschaft. 1984 veröffentlichte er sein erstes Buch, es folgten zahlreiche weitere Romane, Theaterstücke und Drehbücher. Bei uns richtig bekannt wurde er 2020, als sein Roman „Der Halbbart“ auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand und für den Schweizer Buchpreis nominiert wurde. Lewinsky wohnt in Zürich und im französischen Vereux.
Der im Roman „Eine andere Geschichte“ (2026) beschriebene Protagonist hat tatsächlich gelebt. In Wikipedia ist zu lesen: „Curt Melnitz, auch Curtis Melnitz, (geboren am 2. Mai 1879 in Leipzig, Deutsches Reich als Kurt Chmelnitzki, gestorben am 14. Oktober 1962 in Los Angeles, Vereinigte Staaten) war ein deutsch-amerikanischer Pressevertreter, Studio-Repräsentant, Firmenmanager und Filmproduzent.
Mit viel Humor und gutem Gespür für die seelischen Zustände des Protagonisten erzählt uns Charles Lewinsky vom bewegten Leben des Curt Melnitz. Gekonnt bedient er sich dabei der Gespräche auf der Couch des Psychiaters. In einer Art Monolog lässt er nur den Patienten reden, die Antworten des Psychiaters erschließen sich dem Leser durch das weitere Gespräch. So ganz nebenbei erfahren wir auch einiges über die wenig ruhmreiche Deutsche Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, über die Anfänge der Filmgeschichte, die ersten Stars der Stummfilmzeit sowie über die damaligen Zustände in Hollywood.
Das Buch liest sich sehr flüssig, gespannt folgt man dem weiteren Geschehen. Schnell merkt man, dass der Protagonist auf der Couch nicht immer bei der Wahrheit bleibt, sich gewitzt selbst in Szene setzt und dabei etwas wankelmütig ist. Überraschend für mich ist auch, wie tiefgründig die äußerst interessanten und erstaunlich unterhaltsamen Gespräche sind.
Fazit: Ein lesenswerter Roman, intelligent und humorvoll, mit gut recherchierten historischen Fakten.

4 stars
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3 stars

Die Geschichte wird im Monologstil erzählt, was am Amfang originell wirkt, aber auf Dauer anstrengend zu lesen ist. Eine interessante Handlung, aber sprunghaft und nicht immer schlüssig erzählt , bei der Wahrheit und Phantasie nicht immer auseinander gehalten werden können. Gut geschrieben, aber nicht mein Lieblingsbuch des Autoren. Es kommt bei weitem nicht an Melnitz und Gerron heran.

3 stars
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Wahr oder nicht hat wahr – das ist hier die Frage

Viele von Ihnen werden den Schweizer Autoren Charles Lewinsky wahrscheinlich bereits kennen. Spätestens seit 2006 seine Familiensaga „Melnitz“ erschienen ist. Er war mehrfach für den Schweizer und den Deutschen Buchpreis nominiert, ging allerdings bisher leer aus. Mir hat eine Freundin vor einigen Jahren seinen Roman „Gerron“ empfohlen. Ich habe es damals gekauft, aber bisher steht es ungelesen im Regal. Das wird sich hoffentlich demnächst ändern, denn „Eine andere Geschichte“ – mein erstes Buch des Autors – gefällt mir ausgesprochen gut.

In „Eine andere Geschichte“ geht es um Curtis Melnitz. Ob dieser Curtis Melnitz tatsächlich ein direkter Nachfahr der Familie Melnitz ist, ist nicht so ganz klar. Und eigentlich heißt er auch gar nicht Curtis Melnitz sondern Kurt Chmelnitzki. Doch als er in die Vereinigten Staaten ausgewandert ist, hat er seinen Namen amerikanisiert. Diesen Namen konnten sich die Amerikaner besser merken und auch besser aussprechen.

Wie Sie dem Klappentext bereits entnehmen konnten, muss Curtis Melnitz regelmäßig einen Psychiater besuchen, damit er seine Schlaftabletten bekommt, von denen er inzwischen abhängig ist. Er hat nämlich immer wiederkehrende Albträume. Von den Tabletten bekommt allerdings immer nur eine kleine Menge. Und dafür muss er sich zweimal die Woche auf die Couch von Dr. Cowan legen und aus seinem Leben erzählen. Ob er nur aus gesundheitlichen Gründen so wenig Tabletten bekommt, oder ob sein Psychiater die Geschichten von ihm so gerne hört, erfahren wir nicht.

Anfangs ist Curtis Melnitz ziemlich genervt davon, dass er seine Tabletten nicht einfach so bekommt. Aber so nach und nach scheint er Gefallen daran zu finden, immer wieder Anekdoten aus seinem Leben zu erzählen. Wir als Leser:innen und auch sein Psychiater wissen nicht, ob er uns immer die Wahrheit erzählt, diese ein wenig biegt, oder sich die Geschichten komplett ausdenkt. Auf jeden Fall scheint er jemand zu sein, der immer wieder auf die Füße fällt, auch wenn er in noch so ausweglosen Situationen gefangen zu sein scheint.

Das Charmante an diesem Buch ist, dass wir immer nur die Seite von Curtis Melnitz hören. Er liegt auf der Couch und schwadroniert so vor sich hin. Ganz selten merkt man, dass sein Psychiater wohl etwas eingeworfen hat, aber das bekommen wir nicht mit. Nur die Antworten von Curtis Melnitz.

Das Buch kann man wunderbar lesen. Ich musste beim Lesen immer wieder schmunzeln und habe mich gefragt, was von diesen Geschichten wohl wahr ist. Oder ob er einfach ein guter Geschichtenerzähler ist. Immerhin kommt er vom Film und weiß, wie man etwas in Szene setzt.

Wir wandern mit ihm durch Berlin, wo er aus einfachen Verhältnissen stammt. Wir lernen einen gewieften, aber charmanten Kleinkriminellen kennen, folgen der Hauptperson in die USA und lernen einiges über seine Ehen und die Welt des Kinos kennen.

Man kann ein wenig zwischen den Zeilen lesen. Dann ahnt man, dass das Leben nicht so leicht für Curtis Melnitz war, wie er es uns weismachen will. Immer wenn es schwierig wird, sagt er „Das ist eine andere Geschichte“. Und er will partout nicht erzählen, was ihm Albträume beschert. Aber zum Ende, als er 83 Jahre alt ist, erfahren wir es doch noch.

Ein charmantes Buch eines modernen Till Eulenspiegels, Graf von Münchhausen, Scheherazade oder „He lücht“. Ein Buch, in dem der Autor uns auf eine ungewöhnliche Reise vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1962 mitnimmt.

5 stars
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Charles Lewinsky schreibt sich gerade in die Liste der besten Autoren aller Zeiten hinein. Dem Lesesog kann ich mich kaum entziehen, wenn ich seine Geschichten lese.

5 stars
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Zum Inhalt:
Der mittlerweile betagte Filmproduzent Curtis wird von Alpträumen geplagt und braucht dringend Schlaftabletten, doch ohne Psychoanalyse bekommt er diese nicht und so geht er nun regelmäßig zur Therapie und erzählt dem Psychologen, wenn auch widerwillig, sein Leben.
Meine Meinung:
Ich kann gar nicht so genau sage, was mich an dem Buch so faszinier hatt, aber das Buch hat etwas, was einen in den Bann zieht. Es ist ein Buch, dass tatsächlich nur aus der Perspektive von Curtis erzählt wird, ohne dass der Psychologe einmal zu Wort kommt und ich glaube das macht auch den Reiz des Buches aus. Irgendwie sind die Geschichten sind irgendwie interessant. Ich habe das buch wirklich genossen.
Fazit:
Hat mir sehr gut gefallen

5 stars
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Was man alles tut, erzählt, wen man etwas will, braucht. Den Monolog auf der Couch ist spannend, packend, soweit auch die Einwände des Psychiaters, die Curtis wiederholt und gleich darauf anspringt. Ich las jede Seite mit Freude.

5 stars
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Die Geschichte handelt von einem älteren Filmproduzenten, der nachts nicht schlafen kann weil er viele Albträume hat. Er möchte unbedingt Schlaftabletten, aber diese bekommt er nur von seinem Arzt, wenn er sich einer Psychoanalyse unterzieht. Wiederwillig geht er zum Psychiater und lässt sich auf die Therapie ein. Das Buch ist in Kapitel eingeteilt, die immer eine Sitzung beinhalten. Die Geschichte lässt sich gut lesen und ist mal etwas anderes.

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4 stars

Nach änfänglichen Startschwierigkeiten, um reinzukommen, ein tolles und lesenswertes Buch.
Mit den fingierten Therapiegesprächen in Monologform gelingt Lewinsky ein erzählerischer Kunstgriff, der nach dem Einlesen verfängt.
Ein Querschnitt durch die Filmgeschichte und Anfänge Hollywoods aus einer ganz anderen Perspektive.
Lewinsky hält, was der Name verspricht, ebenso der Titel. Etwas Zeit geben und lesen!

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Lewinsky ist einer der ganz großen Erzähler unserer Zeit. Und sein Fundus nicht nur an kreativen Geschichten, sondern auch sehr kreativen Erählstilen scheint unerschöpflich. Sein neuester Roman über den jüdischen Filmemacher Melnitz, der sein (un-)Glück in Hollywood findet, ist eine Dialog, bei dem einfach der Gegenpart weggelassen wird. Aber eben kein Monolog... diese Erzählform fordert ein wenig, muss mach sich doch die Fragen und Äußerungen von Melnitz´ Psychiater - auf dessen Liege Melnitz sein Leben rekapituliert - selbst denken. Aber eben dies zieht einen auf besondere Art und Weise in.die Erzählung ein. Jede Sitzung beim Doc gleich ein Kapitel gleich ein Abschnitt in Melnitz Leben. Das ist sehr unterhaltsam aufgezogen und sprüht zwischen den Zeilen mit jüdischem Witz.

5 stars
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