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Walküre
Roman
von Daniel Zipfel
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Erscheinungstermin 03.02.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Ein Jurist betreut das Asylverfahren eines Syrers, dem Kriegsverbrechen vorgeworfen werden. Dabei holt ihn die NS-Vergangenheit seiner eigenen Familie ein.
Inmitten der chaotischen Zustände der Fluchtbewegung 2015 arbeitet Benjamin Weiß als Jurist in einer Beratungsstelle für Geflüchtete. Als er den Fall eines Syrers übernimmt, dem Kriegsverbrechen vorgeworfen werden, gerät er in ein moralisches Dilemma: Soll er belastende Wahrheiten verschweigen oder offenlegen? Zeitgleich zieht seine deutsche Großmutter gesundheitsbedingt nach Wien. Mit ihr kehrt auch die verdrängte NS-Vergangenheit seiner eigenen Familie zurück.
Daniel Zipfel erzählt präzise und eindringlich vom Alltag im Asylrecht, von der Kälte der Bürokratie, von zeitloser Schuld und Täterschaft – und davon, wie politische Verhältnisse das Innerste menschlicher Beziehungen berühren.
Ein Jurist betreut das Asylverfahren eines Syrers, dem Kriegsverbrechen vorgeworfen werden. Dabei holt ihn die NS-Vergangenheit...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783701183951 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 427080
Die Oma und der Syrer
Und wieder ein Buch aus dem traditionsreichen Leykam-Verlag, das sehr empfehlenswert ist. Ein Roman mit interessante, relevanten Themen.
Unser zögerlicher Protagonist Benjamin ist Rechtsberater für Flüchtlinge, kein leichter Job, vor allen psychisch sind die vielen Schicksale belastend.
Er ist gerade dabei, seine leicht demente, aber willensstarke Oma aus Deutschland nach Wien zu holen. Die alte Dame hat eine fragwürdige politische Vergangenheit. Sie ist die titelgebende Walküre.
Auch beruflich hat er einen schwierigen Fall. Einem Syrer, der für den Verein auch dolmetscht, werden Kriegsverbrechen in Syrien vorgeworfen. Für Benjamin ist das nicht einfach. Die Vorwürfe könnten haltlos sein, aber den Aufenthaltsstatus gefährden. Außerdem versteht sich der Syrier, ein älterer Herr, sehr gut mit seiner Oma.
Man ist dicht am Icherzähler und kann seine Gefühlslage gut verstehen.
Benjamin Zipfel schafft es, die harten Themen mit Leichtigkeit gut zu transportieren, ohne etwas zu verharmlosen.
Diese Geschichte hat mich beim Lesen tief berührt. Im Mittelpunkt steht der Jurist Benjamin Weiss. Er betreut das Asylverfahren eines Syrers, dem Kriegsverbrechen vorgeworfen werden. Sein Alltag ist geprägt von Überforderung, Bürokratie und der ständigen Frage, wie man Menschen gerecht werden kann, deren Leben von Krieg und Verlust gezeichnet ist. Nun gerät er in einen inneren Konflikt, der weit über juristische Fragen hinausgeht. Mit dem Umzug seiner Grossmutter nach Wien kehrt ein dunkles Kapitel seiner eigenen Familiengeschichte zurück. Benjamin wird gezwungen, sich nicht nur mit der Schuld anderer auseinanderzusetzen, sondern auch mit der seiner eigenen Vorfahren. Daniel Zipfel zeigt, wie politische Systeme und historische Lasten das Innerste menschlicher Beziehungen berühren, Vertrauen, Loyalität, Scham, Verantwortung. Die Kälte der Bürokratie steht im starken Kontrast zu den emotionalen Verwerfungen, die Benjamin erlebt. Für mich ist dieser Roman eine dichte, nachhallende Erzählung über moralische Verantwortung, familiäre Schatten und die Schwierigkeit, im Spannungsfeld zwischen Recht und Menschlichkeit einen klaren Weg zu finden. Sehr zu empfehlen.
Das Buch hat mich sehr interessiert. Zunächst fand ich den Titel und das Cover interessant. Besonders beeindruckt hat mich dann auch der Bezug zu aktuell politischen Geschehnissen, aber auch der Rückblick in die Vergangenheit und die Vergangenheit der Familie der Hauptfigur. Die Parallelen wurden hier sehr gut verknüpft. Auch den Schreibstil fand ich detailreich und flüssig. Ich empfehle das Buch deshalb sehr gern weiter.
Walküre ist einer dieser Romane, die einem zeigen, wie wenig schwarz-weiß die Menschen sind. Und gleichzeitig zeigt er eindrucksvoll, wie sehr die Bürokratie über das Schicksal des Einzelnen entscheiden kann und wie abhängig diese letzten Endes von den politischen Strömungen ist.
Daniel Zipfel hat mit Walküre eine Geschichte geschaffen, die einem so manches bewusst macht und einen ganz bestimmten auch nach ihrem Ende nicht vollständig loslässt.
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Fantasy & Science Fiction, Humor & Satire, LGBTQIA+