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Wieso Heimat, ich wohne zur Miete
Roman
von Selim Özdogan
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Erscheinungstermin 15.01.2026 | Archivierungsdatum 01.02.2026
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Zum Inhalt
Freiburg–Istanbul und zurück:
eine ganz schön turbulente Reise zwischen den Kulturen.
Krishna Mustafa wird von Laura verlassen, weil er seine Identität noch nicht gefunden hat. Aber wer hat das schon? Krishna lässt es auf einen Versuch ankommen. Kurz entschlossen tauscht er mit seinem türkischen Cousin das WG-Zimmer und zieht vorübergehend von Freiburg nach Istanbul. Dort will er seinen Vater treffen, die Türkei kennenlernen und seine Wurzeln suchen. Auf der Suche nach seiner Identität, der verlorenen Liebe und guter Schokolade beginnt für Krishna in der Türkei eine unvergessliche Reise. Neugierig auf das Leben und stets leicht zu begeistern, taucht er in das turbulente und pulsierende Leben der Großstadt ein …
Provokant, scharfsinnig und witzig: Spielerisch und berührend erzählt Selim Özdogan vom Leben zwischen zwei Welten.
Ein halbes Jahr später weiß er über seine Wurzeln zwar immer noch nicht mehr, dafür
aber eine ganze Menge über die „Türken“ und die „Deutschen“, über Erdoğan und den Gezi-Park, über Moscheen und Starbucks, darüber, wie man mithilfe von Gebets-Apps zum guten Moslem und mithilfe des richtigen Haarschnitts zum Islamisten wird.
In leichtem Ton bringt der Autor den Alltag in Istanbul näher, schildert die vermeintlichen Eigenheiten der „Deutschen“, der „Türken“ und all derjenigen, die auf der Suche nach sich selbst sind. Ein grandios kluger und grandios komischer Roman, der Vorurteile entlarvt, Klischees bloßlegt, der viel zu sagen hat über das Leben zwischen den Kulturen – und dabei ungeheuren Spaß macht.
Freiburg–Istanbul und zurück:
eine ganz schön turbulente Reise zwischen den Kulturen.
Krishna Mustafa wird von Laura verlassen, weil er seine Identität noch nicht gefunden hat. Aber wer hat das...
Vorab-Besprechungen
„Man kann auch lachend ernsthaft sein. Selim Özdogan jedenfalls kann: Migration, Integration, Identität zwischen Deutschland und Türkei – so cool, poetisch und unterhaltsam hat davon noch niemand erzählt. Wir sollten ihm zuhören!“ Fatih Akin, Filmregisseur
„Özdogan versteht es, in unterschiedlichste Welten zu entführen, ohne dabei jemals unglaubwürdig zu wirken.“ APA, Wolfgang Huber-Lang
„Man kann auch lachend ernsthaft sein. Selim Özdogan jedenfalls kann: Migration, Integration, Identität zwischen Deutschland und Türkei – so cool, poetisch und unterhaltsam hat davon noch niemand...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783709979990 |
| PREIS | 15,95 € (EUR) |
| SEITEN | 260 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Zwischen Freiburg und Istanbul auf der Suche nach sich selbst
Ein klug erzählter Roman über Identität und Leben zwischen zwei Kulturen
Verlassenwerden kann ein ziemlich unbequemer Anfang sein. Hier ist es der Auslöser für eine Reise, die weniger mit Kofferpacken als mit innerer Unruhe zu tun hat. Krishna Mustafa steckt fest zwischen Erwartungen, Zuschreibungen und der Frage, wer oder was man eigentlich sein soll. Nicht dramatisch, nicht pathetisch, sondern eher tastend und suchend.
Der Ortswechsel nach Istanbul fühlt sich anfangs wie ein Befreiungsschlag an. Neue Straßen, neue Stimmen, neue Rhythmen. Die Stadt wirkt lebendig, laut und widersprüchlich, genau wie Krishna selbst. Moscheen stehen neben Starbucks, politische Gespräche neben Alltagsbeobachtungen, und immer wieder schiebt sich ein feiner Humor dazwischen, der hängen bleibt.
Der Roman erzählt bewusst nicht in großen Bögen. Es sind Begegnungen, Gespräche und kleine Beobachtungen, die sich nach und nach zusammenfügen. Gerade das wirkt glaubwürdig. Wer klare Antworten erwartet, wird sie hier nicht finden. Wer jedoch wissen möchte, wie sich dieses Leben zwischen den Welten anfühlen kann, bekommt ein sehr stimmiges Bild.
Besonders überzeugend ist der Ton. Leicht, manchmal frech, oft sehr genau. Klischees werden benannt, gelegentlich überspitzt und dann wieder still entlarvt. Politische Themen wie Erdoğan oder der Gezi Park tauchen auf und fügen sich selbstverständlich in den geschilderten Alltag ein. Sie stehen nicht im Mittelpunkt, sind aber spürbar präsent, so wie im echten Leben.
Beim Lesen stellt sich immer wieder dieses leise Erkennen ein. Nicht weil alles vertraut wäre, sondern weil Unsicherheit, Neugier und das Nicht-Ankommen erstaunlich nah wirken. Die Suche nach guter Schokolade, Gespräche mit Verwandten und flüchtige Eindrücke aus dem Stadtleben sind keine Nebensachen, sondern tragen die Geschichte.
Am Ende bleibt kein fertiges Selbstbild. Und genau das passt zu diesem Roman. Die Reise liefert keine Lösung, aber eine ehrliche Annäherung an die eigene Zerrissenheit. Das wirkt klug, menschlich und angenehm unaufgeregt.
Vier Sterne für einen Roman, der leicht erzählt ist, fein beobachtet und noch nachwirkt, gerade weil er offen bleibt.
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