Rainer Maria Rilke. 100 Seiten
Ein einzigartiger Schlüssel zu Rilkes Leben und Werk
von Clemens J. Setz
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Erscheinungstermin 15.10.2025 | Archivierungsdatum 05.12.2025
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Zum Inhalt
Zwei Dichter im Dialog
»Rilke scheint für seine Mitmenschen so etwas wie eine rein historische Figur gewesen zu sein. Normale oder humorvolle Anekdoten sind kaum über ihn erhalten. Er scheint sich niemals albern aufgeführt zu haben. Vermutlich ist er auch nie auf irgendwas ausgerutscht.«
Mit scharfsinnigem Blick und poetischem Feingefühl führt Clemens J. Setz durch Rainer Maria Rilkes Leben und Werk und beleuchtet die komplexe Persönlichkeit des Dichters, die Abgründe in ihm und in der Welt. Die kompakte Biographie ist ein einzigartiger Schlüssel zu Rilkes Welt – von den frühen Jahren bis hin zu einem der bedeutendsten Lyriker der Moderne.
Mit 4-farbigen Abbildungen und Infografiken.
Vorab-Besprechungen
»Wenn man nur für 100 Seiten Zeit hätte, um Rainer Maria Rilke zu verstehen, müssten das unbedingt diese von Clemens J. Setz sein.« (Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 09.10.2025)
»Wenn man nur für 100 Seiten Zeit hätte, um Rainer Maria Rilke zu verstehen, müssten das unbedingt diese von Clemens J. Setz sein.« (Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 09.10.2025)
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Paperback |
| ISBN | 9783150207864 |
| PREIS | 12,00 € (EUR) |
| SEITEN | 100 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Etwas für Rilke-Kenner
Wer war der Lyriker Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)? Clemens J. Setz will genau dies in 100 Seiten erklären und beleuchtet dazu die Person Rilke als auch seine Werke und erläutert Einflüsse von anderen Persönlichkeiten.
Erster Eindruck: Das Cover passt gut zu den anderen der Reihe „100 Seiten“.
Was wusste ich vor diesem Buch über Rainer Maria Rilke? So gut wie gar nichts. Habe ich je etwas von seinen Werken gelesen? Nein.
Dies war für mich das zweite Buch aus der Reihe „100 Seiten“ nach „Martin Luther King. 100 Seiten“. Da mir jenes Buch mit den vielen Informationen in kompakter Form sehr gut gefallen hat, war ich gespannt auf ein weiteres Werk dieser Reihe. Und erst noch über einen Menschen, über den ich – wie bereits erwähnt – eigentlich gar nichts wusste.
Und wie war es für mich? Ich habe festgestellt, dass ich Germanistin oder Literaturwissenschaftlerin sein oder zumindest das Werk von Rilke bereits kennen müsste, um das vorliegende Buch wirklich verstehen zu können. Da bei mir nichts davon zutrifft, hatte ich wirklich Mühe, die zum Teil für mich sehr ausschweifenden Erklärungen und/oder Verbindungen zu anderen Dichtern oder Werken nachvollziehen zu können. Ich weiss nicht, was „Demiurgen“ sind oder was „Spondeus“ bedeutet. Auch sagen mir die Begriffe „poetologisches Statement“, „Walking Ghost Phase“, „simulakrenreiches Werk“ oder die „Phänomenologie der Puppen“ nichts. Ich verstehe nicht, wieso lange über die Puppen diskutiert wird, und ob die Zuneigung gegenüber Puppen sinnvoll ist, obwohl nie etwas zurückkommt (ich bin der Meinung, dass Puppen dem jeweiligen Besitzer sehr wohl etwas geben, z.B. Trost, Verständnis, Akzeptanz).
„Ein Bleistift kann mal ein Stock sein, wenn es gut geht, ein Mastbaum, ein Ofen aber mindestens ein Stadttor werden.“
Es ist sehr gut spürbar, dass der Autor die Werke Rilkes liebt, nur habe ich das Gefühl, das falsche Zielpublikum zu sein – für mich ist die 100-Seiten-Reihe eine Einführung in ein Thema, und nicht etwas für Kenner. Von mir gibt es leider nur 2 Sterne, schade.
Rezensent*in 1863603
Setz hat sich vorgenommen, auf 100 Seiten, eine Abhandlung über das Leben und Wirken von Rainer Maria Rilke zu verfassen. Da 100 Seiten schon wenig sind. Für ein derartig bewegtes Leben, erwartete ich eine sehr starken, organisierte Version einer Rilke Biografie, gepaart mit Auszügen aus dessen Schriften. Es hat mich doch sehr überrascht, dass ein Großteil der Abhandlung, dann auch Schriften anderer Lyriker umfasst, an die sich der Autor in seiner Arbeit an Rilkes Texten erinnert fühlt. Bisweilen schweift er auch sehr ab, beispielsweise landet er irgendwann in seiner Erzählung beim Unglück von Tschernobyl, oder beschreibt, wie Hunde Tage oder wochenlang neben ihren toten Eigentümern ausharren.
Andrea H, Lehrende*r
Clemens Setz führt mit einem persönlichen Blick durch Rainer Maria Rilkes Leben und Werk. Er verknüpft eindrucksvoll verschiedene Stationen seines Lebens mit seinem Schaffen und seinen herausragenden Werken. Einflüsse werden deutlich, sei es durch den Besuch verschiedener Orte oder das Treffen von Personen, zu denen entweder Rilke aufsah oder die Rilke bewunderten.
Setz' Stil bezieht den Leser direkt mit ein, er weist eindrücklich auf verschiedene Werke hin und fordert auf, bestimmte Aspekte genau zu betrachtet, sei es in dem von ihm geschätzten "Malte" oder in den unglaublich vielfältigen Gedichten. Auszüge daraus sowie Übersetzungen unterstreichen die Recherche. Als Leserin kann ich seine Ideen zu Rilkes Werken nur respektieren, wenn ich sie auch nicht immer nachvollziehen kann bzw. genauso sehe. Sie bieten aber einen wundervollen Denkanstoß und die Möglichkeit, sich selbst noch einmal in Rilkes Werk zu vertiefen.
Die Informationsdichte in diesem Bändchen ist unglaublich hoch, wobei die Infos auf eine humorvolle und persönliche Art und Weise präsentiert werden. Die Bewunderung des Autors für Rilke und einige seiner Zeitgenossen wird deutlich und färbt ab!
Als Fan von Rainer Maria Rilke hat mir diese Reise sehr gefallen. Ich konnte mir wieder Wissen ins Gedächtnis rufen, das um einen Blick auf die Zeitgenossen erweitert wurde.
Lucie M, Rezensent*in
Auch wenn mir einige Kapitel und besonders einzelne Textpassagen sehr gut gefallen haben, war mir das Buch insgesamt nicht aufschlussreich genug, sodass ich immer noch das Gefühl habe, wenig über Rilke selbst zu wissen. Wahrscheinlich richtet sich dieses Werk eher an Personen, die mit diesem Autor bereits vertraut sind und ihr Wissen nochmals auffrischen oder vertiefen wollen. Ansonsten würde ich das Werk nicht weiterempfehlen.
Simone F, Rezensent*in
Ich kannte bisher weder ein Buch aus der 100-Seiten-Reihe noch habe ich mich eingehender mit Rilkes Werk beschäftigt. Mein Wissen zu Rilke beschränkte sich auf das Wenige, das mir noch aus dem GK Deutsch am Gymnasium bekannt ist. Die damals gelesenen Gedichte hatte ich in sehr positiver Erinnerung, und so wollte ich gerne mehr über Rilke erfahren. Allerdings wurde mir sehr schnell klar, dass ich nicht Zielgruppe dieses Büchleins bin. Auch wenn Clemens J. Setz erstaunlich humorvoll und lebendig schreibt, sollte man doch bereits über ein größeres Vorwissen zu Rilkes Leben und Werk verfügen, um seine Ausführungen zur Gänze verstehen zu können. An einigen Stellen kann ich auch die Argumentation des Autors nicht nachvollziehen, insbesondere, was die These betrifft, dass Puppen und Kuscheltiere viel Liebe empfangen, aber nichts zurückgeben würden, und Puppen für Kinder gar „etwas wie Drogen [sind], von deren Wirkung sie nie mehr ganz genesen“. Das erscheint mir doch etwas arg weit hergeholt und obendrein auch als These fragwürdig.
Insgesamt habe ich durch Clemens J. Setz‘ Werk einen interessanten Blick auf Rilke als Mensch bekommen, auch wenn er mich dadurch nun deutlich unsympathischer ist als zuvor.
Fazit: In erster Linie für Rilke-Kenner eine interessante Lektüre.
Das Buch hat mich begeistert!
„Der Panther“ dürfte Rilkes bekanntestes Gedicht sein, und auch so schöne Zeilen wie „Wie soll ich meine Seele halten, daß / sie nicht an deine rührt“ machen Rilke unsterblich.
Clemens J. Setz nähert sich seinem Dichterkollegen Rilke nicht analytisch, sondern dichterisch. Er verzichtet auf eine biografische Gliederung, sondern wählt thematische Schwerpunkte wie z. B. das Prager Deutsch, Von Puppen und Schädeln, Kindheit, Das Eigenleben der Hände etc. Natürlich verortet er Rilkes Werke mit Daten in dessen Leben, aber in jedem dieser Unterkapitel fächert er das Thema breit auf mit persönlichen Assoziationen, mit Vergleichen und auch mit biografischen Hinweisen. So entsteht eine Sammlung kluger Essays, in denen Clemens Setz seine profunde Kenntnis zeigt.
Im Mittelpunkt steht immer die Sprache. Wie sollte es auch anders sein, wenn sich ein Dichter dem Werk eines Kollegen annähert. Rilkes sprachliche Virtuosität kann durch ihre Regelbrüche und unklaren bzw. unerwarteten Bezüge irritierend und irrisierend sein, aber gerade dieses Irrisierende führt bei Setz – und damit auch beim Leser – immer wieder zu Assoziationen, zu Fragestellungen und zur Reflexion. Und da liegt das Besondere dieses kleinen Buches: Clemens Setz liefert keine germanistische Analyse, sondern eine dichterische Reflexion über einen Dichterkollegen, der ebenfalls die Wirklichkeit, das Leben und sein Werk ständig reflektierte.
Große Lese-Empfehlung!
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