Zeit der Oligarchen
Über Wissenschaft, Freiheit und Frieden
von Aldous Huxley
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Erscheinungstermin 18.11.2025 | Archivierungsdatum 07.12.2025
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Zum Inhalt
Der prophetische Essay über Tech-Oligarchen, Macht und Boy Gangster vom Autor von »Schöne neue Welt« – »Vergessen Sie Orwell, lesen Sie Huxley!« Philipp Blom Mit gespenstischer Klarsicht nahm Aldous...
Eine Anmerkung des Verlags
Bitte veröffentlichen Sie außerhalb dieser Plattform keine Rezensionen vor dem ET (18.11.2025).
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783446287235 |
| PREIS | 14,00 € (EUR) |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 1779414
Ein gruselig aktuelles Buch. Kaum zu glauben, dass Huxley es 1946 veröffentlich hat. Wenn er von "Gangster-Boys" schreibt, die unsere Politik beherrschen, kann man nur in Richtung derzeitige USA schielen. Huxleys Fokus liegt darauf, wie Wissenschaft sich von der Politik instrumentalisieren lässt, ein brandaktuelles Thema, wenn man beispielsweise an die Entwicklung künstlicher Intelligenz denkt. Ein sehr spannendes Buch, dass allerdings durchaus in einem akademischen Stil geschrieben ist. Das sollte bei einer Kaufempfehlung angesprochen werden.
Aldous Huxley ist der Autor der bekannten Dystopie "Brave New World". Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat er außerdem "Science, Liberty and Peace" verfasst, das über 80 Jahre lang verschollen war, nun wiedergefunden und in deutscher Sprache unter dem Titel "Zeit der Oligarchen" veröffentlicht wurde.
Es ist von seinem Umfang her ein kurzes Werk mit nicht einmal 100 Seiten, doch inhaltlich ist es umso gehaltvoller und verblüffend in seiner Aktualität und Prägnanz, die auch in der heutigen Zeit sehr zum Nachdenken anregt. Jeder Satz in dem Buch ist bewusst gewählt und mit einer klaren Botschaft: es lohnt sich also, sich Zeit zu nehmen, um immer wieder kurz innezuhalten, um die philosophischen Gedanken und logischen Schlüsse, die der Autor daraus zieht, für sich wirken zu lassen.
Hier ein paar Beispiele:
"Stift und Stimme sind dem Schwert mindestens ebenbürtig, denn das Schwert gehorcht dem gesprochenen oder geschriebenen Wort." (S. 16)
"Der Glaube an den universellen Fortschritt basiert auf dem Wunschdenken, dass etwas umsonst zu haben ist. Dahinter steht die Annahme, dass Gewinne auf einem Gebiet nicht mit Verlusten auf einem anderen bezahlt werden müssen." (S. 32)
"Eine hochgradig organisierte und reglementierte Gesellschaft, deren Angehörige ein Minimum an persönlichen Eigenheiten aufweisen und deren kollektives Verhalten einem einzigen, von oben aufgezwungenen Rahmenplan gehorcht, gilt bei den Planern und sogar den Verplanten (so wirkungsvoll ist die Propaganda) als "wissenschaftlicher" und daher besser als eine Gesellschaft unabhängiger und selbstbestimmter Individuen, die in freiwilliger Kooperation zusammenarbeiten." (S. 34)
"Ein moderner Krieg lässt sich außerdem nur führen, wenn eine Nation in der Lage ist, die gesamte Bevölkerung in einer militärischen und industriellen Generalmobilmachung einzuberufen. Das ist nur möglich, wenn die Bevölkerung weitgehend aus Entwurzelten und Besitzlosen besteht, die für ihren Lebensunterhalt auf den Staat und große private Arbeitgeber angewiesen sind." (S. 49)
Diese Zitate zeigen auf, wie wichtig es ist, sich das eigene kritische Denken zu bewahren und insbesondere nicht zu glauben, dass die Mächtigen - ob in Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft - unbedingt im Interesse der einzelnen Menschen handeln, sondern zu erkennen, wie diese ihre eigenen Ziele verfolgen, bei denen es meist um die Ausweitung ihrer Macht geht, auch auf Kosten des Friedens. Genauso wie auf andere Weise in "Brave New World" ruft Aldous Huxley auch hier in dieser kurzen Sammlung zeitloser Weisheiten dazu auf, wachsam zu bleiben und sich unermüdlich für das Gute in der Welt und den Frieden einzusetzen. Ein lesenswertes Buch, das den Test der Zeit bestens bestanden hat und heute genauso aktuell ist wie zur Zeit seiner Veröffentlichung - Leseempfehlung!
Eine sehr fortschrittliche Sichtweise
Aldous Huxley, bekannt durch seinen Band „Brave New World“ beschreibt in diesem Band seine Sichtweise auf verschiedene politische Einstellungen und wie er sie wahrnimmt. Er erzählt über Politiker und Oligarchen, über Boy Gangster und was das mit den Regierungen zu tun hat.
Ich bin immer wieder überrascht, wenn Aldous Huxley in seinem Buch“ Zeit der Oligarchen“ über seine Feststellungen berichtet, weil ich denke, das ist ja genau das, was ich heute auch wahrnehme. Doch Huxley lebt in der Zeit Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts und hat schon einen klaren Blick, was sich dort abspielt und so wie es aussieht auch, wie es sich weiterentwickelt. Es sind in seiner Zeit vergleichbare Machtspiele der Mächtigen, wie in unserer Zeit. Ich fühle mich manchmal, wie in einer Zeitkapsel gefangen und ohnmächtig, wenn ich sehe, dass die Fehler aus der Vergangenheit heute genauso gemacht werden. Das stellte der Autor auch für seine Zeit fest, denn auch in der Zeit ist es wie in einer neverending Story der Ereignisse. Man könnte lakonisch feststellen, „the same Procedere as last year, the same procedere as every year“ Auch die Ohnmacht von weltweiten Vereinigungen, wie der UNO, die ja im Jahre 1945 erst gegründet wurde, um dafür zu sorgen, dass es ein Gleichgewicht in der Welt gibt, doch weit gefehlt. Das, was damals nicht gelang, gelingt heute schon gar nicht mehr.
Ich bin schon entsetzt und begeistert, wie die Welt auf derartige Beschreibungen reagiert hat, nämlich gar nicht. Es beweist wieder einmal, dass Huxley seiner Zeit weit voraus war. Und ich bin begeistert über eine Schlussfolgerung, die er zieht, was das Wichtigste auf der Welt ist. Alle Menschen sollen genug zu essen haben. Ich glaube jeder kann selber beurteilen, wie weit wir davon entfernt sind. Ich fand es sehr lohnenswert diese Ansichten gelesen zu haben, für mich war es eine Bereicherung.
Ruben S, Buchhändler*in
Ich bin komplett begeistert von diesem Text. Es ist wirklich erstaunlich, dass Huxley schon 1946 diese Zeilen geschrieben hat. In vielen Passagen passt der Text so genau auf die heutige Zeit, dass es fast beängstigend ist, wie Aldous Huxley seiner Zeit voraus war. Dieser Text ist vielen Politikern zu empfehlen, um vielleicht die Fehler von vor fast hundert Jahren nicht noch mal zu machen. Aber Selbstliebe und Arroganz scheinen ja momentan wieder schwer angesagt zu sein.
"Zeit der Oligrachen" lässt sich auch mehrfach lesen und trotzdem findet man immer noch was Neues. Empfiehlt sich auch als Schullektüre und zwar nicht nur für den Geschichtsunterricht. Ein visionärer Autor, der nicht nur auf die "Schöne, neue Welt" zu reduzieren ist.
Jan S, Buchhändler*in
Aldous Huxleys Aufsatz aus der unmittlerbaren Nachkriegszeit ist so aktueller den je, erschrecken aktuell. Seine Spekulation über die Zukunft trifft den Nagel auf den Kopf und regt zum Nachdenken an, wie vorhersehbar die Menschheit doch handelt
Huxleys Essay, das lediglich rund 90 Seiten umfasst, widmet sich der zentralen Frage, wie eine angemessene Werteordnung für eine Gesellschaft neu geformt werden kann mithilfe technologischer Mittel. Gleichzeitig ist es eine Kritik an die Wissenschaft und an jene Wissenschaftler, die ihre Expertise für fragwürdige oder unethische Zwecke nutzen.
Huxley regt dazu an, kritisch darüber nachzudenken, wie Freiheit, Macht und Technologie miteinander in Gesellschaften interagieren.
Wer seinen Roman "Schöne neue Welt" gelesen hat weiß, dass es auf einer Utopie beruht. Ein bedeutendes Werk, in dessen Zentrum die Gesellschaft unter Kontrolle steht und das Leben auf einer Konsumkultur beruht und überdies Menschen überwacht und genetisch manipuliert werden. Liebe und Bindung gehören nicht zum allgemeinen Lebenskonzept. Mittel, die gezielt eingesetzt werden, um Macht zu sichern. Huxleys scharfe Kritik richtete sich vor allem gegen totalitäre Systeme, die individuelle Freiheit zugunsten von autoritärer Stabilität und einer trügerischen Vorstellung von Wohlergehen opfern. Er sah die Gefahr einer Welt, in der persönliche Autonomie immer mehr schwindet. Zugleich warnte er vor der Illusion von Freiheit, hinter der in Wahrheit eine kleine, manipulative Elite die Fäden zieht. Huxleys Werk bleibt auch heute eine mahnende Reflexion über den schmalen Grat zwischen Fortschritt und Fremdbestimmung. Da dieses Essay einige Themen aufgreift, ist es sehr zu empfehlen, dieses Buch davor oder danach zu lesen. Generell ist es aber unabhängig und kann einzeln zwischendurch gelesen werden, um einen Anstoß zum Nachdenken zu bekommen. Gerade, weil wir uns in einer Zeit befinden, die von Ungewissheit bestimmt wird und der Verlust von Frieden droht, ist dieses Essay aktueller denn je. Schon 1946 setzte sich Aldous Huxley In "Zeit der Oligarchen" mit technischen Fortschritten, missbrauchter Wissenschaft und der Konzentration von Macht auseinander, die eine Gefahr für demokratische Strukturen darstellen. Ein mahnendes Beispiel ist hier sicherlich die Atmombombe. Sein eindringlicher Aufruf zur Wachsamkeit erscheint heute erschreckend relevant auf mich. Sein Appell: menschliche Erleuchtung durch Lernfähigkeit von der Bevölkerung.
Mein Fazit:
Ein erschreckend zeitgemäßes kleines Werk. Huxley ermuntert zum kritischen Denken und mehr Engagement und Wachsamkeit. Klare Empfehlung!
Ich habe freundlicherweise das Rezensionsexemplar vom Hanser Verlag über NetGalley bereitgestellt bekommen. Die geäußerte Meinung ist meine eigene.