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Westend
von Volker Kutscher
Gesprochen von Walter Kreye, Leslie Malton, Timo Weisschnur, Julian Mehne
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Erscheinungstermin 26.09.2025 | Archivierungsdatum N/A
Hörbuch Hamburg | Osterwoldaudio
Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #Westend #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps
Zum Inhalt
Ein letztes Extra: Der Schlussstein zur Gereon-Rath-Krimireihe
Berlin-Westend, 1973 – ein Tonband, ein Interview, eine Überraschung: Der Privatdozent Hans Singer besucht den 74-jährigen Kriminalkommissar a.D. Gereon Rath im Seniorenheim, weil er über die Arbeit der Berliner Polizei im Wechsel der politischen Systeme forscht. Insbesondere die Polizistenmorde am Bülowplatz 1931 und zwei damals steckbrieflich gesuchte Männer interessieren den Historiker. Denn die haben später im Staatsapparat der DDR eine steile Karriere gemacht.
Zum Unbehagen des Kommissars a.D. nimmt das Gespräch eine überraschende Wendung. Singer weiß bestens über Raths Vergangenheit Bescheid, er kennt die alten Kollegen, ja sogar seine Exfrau. Und er ist einer Sache auf der Spur, über die Rath unter keinen Umständen reden will: Ereignisse, die sich 1953 in Ostberlin zugetragen haben und bei denen auch die Morde von 1931 eine Rolle spielten.
Volker Kutscher erzählt von Rache, Spionage, Verhängnis, Lügen und Illusionen. Und davon, wie es seinen Helden im Krieg und in den Jahren danach ergangen ist.
Ein Abschiedsgeschenk für alle Fans – spannend, empathisch, klug und sehr anrührend. Eine atmosphärisch inszenierte Lesung mit einem hochkarätigen Sprecherensemble: Walter Kreye als Gereon Rath, Timo Weisschnur als Hans Singer, Leslie Malton als Charlotte Böhm und Julian Mehne als Erzähler.
Ein letztes Extra: Der Schlussstein zur Gereon-Rath-Krimireihe
Berlin-Westend, 1973 – ein Tonband, ein Interview, eine Überraschung: Der Privatdozent Hans Singer besucht den 74-jährigen...
Eine Anmerkung des Verlags
Das Hörbuch ist nicht als CD erhältlich.
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hörbuch, Ungekürzt |
| ISBN | 9783844944617 |
| PREIS | 13,95 € (EUR) |
| DAUER | 2 Stunden, 4 Minuten |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 490470
Ich hätte nicht gedacht, das ich diese kleine Fortsetzung, als Ende der Gereon Rath Reihe brauchen würde^^ Dabei bin ich eigentlich auch ein bisschen traurig, das Kutscher aus der Idee keine längere Geschichte gemacht hat. Potential wäre da gewesen. Gleichzeitig finde ich auch die Kürze gar nicht so schlecht. Ein paar kleine Schlaglichter in das weitere Leben der liebgewonnen Figuren. Manches Mal sehr traurig und manches mal genauso widersprüchlich, wie Gereon Rath immer war.
Ich fand vieles darin sehr konsequent, Geschichte ist nun mal kein Baukasten in der man sich die Welt macht, wie sie einem gefällt. Sie passiert und manches Mal kann man sie eben nicht so beeinflussen, wie man es gerne hätte.
Gereon bleibt der Dreh und Angelpunkt an dem sich "Westend" entlanghangelt. Kutscher macht es seinem Protagonisten nicht einfach, er versucht sich in der Interviewsituation wie immer aus vielem heraus zu halten. Einsicht über Vergangenes? Eher unwahrscheinlich mit Rath, der noch nie besonders gut darin war, sein Verhalten in das große Ganze einzuordnen und sich anders als Polizist zu sehen. Das ist so ein Punkt, bei dem ich mir das offene Ende für das Schicksal der Figuren dann doch gewünscht hätte. Sich aus zu malen, das Gereon vielleicht doch ein paar Veränderungen in seinem Leben durchläuft, war durchaus schön. Aber gleichzeitig Kutscher kennt seinen Rath und weiß, so richtig bereit für solche Einsichten war er nun mal nie.
Charly pardon Charlotte, wird etwas sehr unnachgiebig dargestellt. Irgendwie hat mich das etwas geärgert, weil sie ihr eigenes Verhalten auch nicht wirklich reflektiert, sondern halt Gereon die Schuld an so ziemlich allem in die Schuhe schiebt. Bei manchem hat sie auch recht damit. Aber eben auch nicht grundsätzlich. Man kann sich an manchen Stellen nur selbst überlegen, was das Leben für sie bereit gehalten hat. Und das spürt man auch. Ich denke, sie kann auch nicht mehr verzeihen. Es ist zu vieles passiert und im Gegensatz zu Gereon, hatte sie keine Möglichkeit sich bestimmten Dingen zu entziehen. (Siehe auch das Ende von "Rath")
Trotzdem, irgendwie war sie in der Vergangenheit die Klügere der beiden...
Ich fand die Idee der Handlung wirklich grandios und die Geschichte war leider so kurz, ich hätte noch viele weitere Stunden damit verbringen können. Es war schön, die Figuren (nun aber wirklich) zum aller letzten Mal zu treffen, ein paar letzte lose Fäden wurden zusammengeführt. Gleichzeitig hätte ich mir trotzdem eine Umsetzung gewünscht, die mehr als ein Epilog zum Epilog darstellt.
Ich bin also gleichermaßen begeistert, aber auch ein wenig melancholisch. Für Fans von Gereon Rath aber eh ein absolutes muss!
Die Hörbuchumsetzung fand ich sehr gelungen, die verschiedenen Sprecher:innen haben die drei Figuren toll eingesprochen. Es wirkte dadurch sehr lebendig und passte zur Idee der Graphic Novel.
Buchhändler*in 541036
Dieses Hörbuch ist ein gelungenes Geschenk an alle Gereon Rath Fans.
Obwohl es nur ein kurzer Text ist, baut sich eine Spannung auf, die man aus den 10 Rath Bänden kennt.
Einiges war für mich neu, da ich erst mit dem Band OLYMPIA in die Serie eingestiegen bin.
Im gedruckten Buch sind von Kat Menschik gezeichnete Cartoons, das Hörbuch wird großartig vorgetragen von Walter Kreye, Timo Weisschnur, Leslie Malton und Julian Mehne.
Ein MUSS für alle Volker Kutscher Fans!
Am 26.09.2025 erscheint das Ungekürzte Hörbuch mit einer Laufzeit von 2 Stunden und 4 Minuten bei Hörbuch Hamburg. Das Buch selbst ist am 04.09.2025 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen und hat 113 Seiten. Geschrieben wurde das Buch von Volker Kutscher, das Hörbuch wurde von Walter Kreye, Leslie Malton, Timo Weisschnur & Julian Mehne eingesprochen.
Der Autor: :
Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur und Drehbuchautor, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt er als freier Autor in Köln. »Der nasse Fisch« (2007), Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Gereon Rath im Berlin der 1930er-Jahre, wurde auf Anhieb ein Bestseller. Auch mit allen weiteren Teilen eroberte er die Bestsellerliste. Die Reihe ist die Vorlage für die internationale Fernsehproduktion »Babylon Berlin«. Mit den von Kat Menschik illustrierten Erzählungen »Moabit« und »Mitte« gelangen Volker Kutscher weitere Bestseller.
Die Sprecher & Sprecherinnen:
Walter Kreye zählt zu den renommiertesten Darstellern Deutschlands. Er spielte an bedeutenden Bühnen wie dem Staatstheater Stuttgart, dem Thalia Theater Hamburg sowie der Schaubühne Berlin. Zudem ist er in zahlreichen Film- und TV-Produktionen zu sehen, etwa als Hauptkommissar Kress in »Der Alte«, in Donna Leons »Tierische Profite« und in der mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Serie »Dark«. Als Hörbuchsprecher leiht er Bestsellerautoren wie Pascal Mercier, Håkan Nesser oder John le Carré seine Stimme und hat sämtliche Maigret-Romane von Georges Simenon eingelesen.
Leslie Malton, 1958 in Washington D.C. geboren, spielte an der Wiener Burg, den Hamburger Kammerspielen, in München und Zürich. Mit ihrer Rolle in »Der große Bellheim« an der Seite von Mario Adorf wurde sie einem großen Publikum bekannt. Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin ist dank ihrer markanten Stimme eine gefragte Hörbuchsprecherin. Sie ist zudem Buchautorin und Botschafterin der Elternhilfe für Kinder mit Rett-Syndrom / www.rett.de.
Timo Weisschnur, geboren 1989 in Hamburg, studierte an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Von 2014 bis 2020 war er festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Außerdem sprach er verschiedene Hörbücher ein und ist Radio-Tatortkommissar von Radio Bremen. Für Hörbuch Hamburg las Timo Weisschnur bereits »Am Ende bleiben die Zedern« von Pierre Jarawan und »Der Erinnerungsfälscher« von Abbas Khider.
Julian Mehne studierte an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Neben zahlreichen Auftritten auf Schauspiel- und Opernbühnen in ganz Deutschland – u. a. an der Semperoper Dresden und am Maxim Gorki Theater in Berlin – ist der mehrfach ausgezeichnete Schauspieler auch als Sprecher für Rundfunk, Fernsehen, Hörbuch- und Hörspielproduktionen tätig.
Inhalt:
Berlin-Westend, 1973 – ein Tonband, ein Interview, eine Überraschung: Der Privatdozent Hans Singer besucht den 74-jährigen Kriminalkommissar a.D. Gereon Rath im Seniorenheim, weil er über die Arbeit der Berliner Polizei im Wechsel der politischen Systeme forscht. Insbesondere die Polizistenmorde am Bülowplatz 1931 und zwei damals steckbrieflich gesuchte Männer interessieren den Historiker. Denn die haben später im Staatsapparat der DDR eine steile Karriere gemacht.
Zum Unbehagen des Kommissars a.D. nimmt das Gespräch eine überraschende Wendung. Singer weiß bestens über Raths Vergangenheit Bescheid, er kennt die alten Kollegen, ja sogar seine Exfrau. Und er ist einer Sache auf der Spur, über die Rath unter keinen Umständen reden will: Ereignisse, die sich 1953 in Ostberlin zugetragen haben und bei denen auch die Morde von 1931 eine Rolle spielten.
Fazit:
Diese Hörbuch soll ein Abschiedsgeschenk für die Fans der Gereon Rath-Reihe sein. Das Ganze wird als Interview zwischen den Akteuren geführt und so erfährt man über eine Tonbandaufnahme über viele Geschehnisse von damals. Das Ganze ist wie ein Kammerspiel arrangiert und durch die 4 verschiedenen Sprecher sehr spannend gemacht. Fand diesen Abschluss sehr spannend und hatte viel Spaß an dem Hörbuch. Da das Ganze mit 2 Stunden und 4 Minuten nicht so lang ist, kann man sich das gut mal zwischendurch anhören. Gelungener Abschluss der Serie,
Wertung
5/5 Punkte
Ein wirklich sehr spannendes Hörbuch!
Ich fande den Sprecher dieses Hörbuchs atemberaubend, seine Art und weise zu erzählen hat die ganze Geschichte noch mal viel lebendiger gemacht.
Wahrscheinlich das beste Hörbuch das ich dieses Jahr gehört habe.
Ulla G, Rezensent*in
Dieses Buch bildet den Abschluss der Gereon- Rath- Reihe. Dargestellt wird es als Kammerspiel in Form eines Intervierws zwischen Hans Singer und Gereon Rath im Jahr 1973.
Hier sollen lose Enden verknüpft, offene Geschichten zu Ende erzählt werden.
Um alles zu verstehen, sollte man alle Bücher der Gereon- Rath Reihe gelesen haben, da sonst für einiges die Erklärung fehlt. Insgesamt ist dieses Kammerspiel sehr interessant geschrieben, immer wieder gibt es unerwartete Wendungen, die auch die Spannung und die Überraschungseffekte hochhalten. Die Sprecher sind grandios und tragen viel zum Gelingen des Hörbuches bei.
Auch wenn ich nicht alle Bücher kenne, hat mich die Geschichte dennoch gefesselt und ich kann das Hörbuch nur empfehlen.
Hierbei handelt es sich lediglich um ein Sequel zum letzten Band der Gereon Rath Reihe. Ein junger Wissenschaftler interviewt Gereon Rath im Jahre 1973 im Altenheim über seine Arbeit in der Weimarer Republik und in der Nazizeit.
Kutscher zeigt hier einen fast verbitterten Rath, der starre Vorstellungen zu seiner Rolle in dieser Zeit hat. Mit einem Mal wirkt der Protagonist wenig sympathisch, was diesen kurze Roman aber zu einem Meisterwerk macht.
Sehr lesens- und hörenswert!
Was danach geschah
Zum Inhalt:
Gereon Rath bekommt im Seniorenheim Besuch von einem Historiker, welcher ihn über die Zustände bei der Berliner Polizei vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg befragen will. Als das Interview jedoch schnell ins Persönliche gesteuert wird, zeigt sich, dass beide Herren dem anderen etwas vortäuschen.
Mein Eindruck:
Dieses kurze Hörspiel mit perfekt ausgesuchten Sprechern ist ein Bonbon für die Liebhaber der Buchreihe. Diese beschäftigte sich mit Raths Erlebnissen als Polizist in der Weimarer Republik mit all den Herausforderungen, die es damals gab: Aufkommender Nationalsozialismus, Judenhass, SA und Verbrecherringe. Wer also schon immer wissen wollte, was mit einigen der Hauptakteure passierte, ist hier wirklich gut aufgehoben, - anderen werden die vielen Namen, Orte und Handlungen nicht so viel sagen. Aber wie Volker Kutscher sein Garn weiterspinnt, sich mit der Nachkriegsgeschichte in BRD und DDR bei aller Kürze perfekt auf den Punkt befasst, ist auch für Nichtkenner interessant; insbesondere die Einbindung von echten Personen der Zeitgeschichte gefällt dabei. Kutscher zeigt auch damit, dass viele Menschen auf die Füße fallen, egal was sie verbrochen haben und es trotzdem immer wieder welche gibt, die zu ihren Überzeugungen stehen, - egal, was es kostet.
Mein Fazit:
Ein Mensch kann nicht aus seiner Haut
Buchhändler*in 1202253
Das war echt so ein tolles Hörerlebnis. Und ein perfekter Zusatz zi der Rath Reihe.
Die Sprecher waren alle so toll und deren Stimmlage, Ton und Geschwindkeit war perfekt.
Kann ich nur empfehlen!
In Westend kehrt Volker Kutscher noch einmal zu Gereon Rath zurück und beleuchtet die Zeit nach 1938. Im Altenheim blickt Gereon auf sein Leben und die Ereignisse zurück, die in der ursprünglichen Reihe offen geblieben sind. Dabei werden viele Fragen geklärt, die sich um die politischen und persönlichen Entwicklungen drehen, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus. Zudem wird die Gegenüberstellung von Ost- und Westdeutschland thematisiert, was dem Ganzen eine zusätzliche Dimension verleiht.
In Westend fand ich einen sehr gelungenen Abschluss der Gereon-Rath-Reihe, da viele offene Fragen nun geklärt werden. Besonders positiv empfand ich die Darstellung der Sprecher, die das Ganze sehr lebendig machen. Auch die Gegenüberstellung von Ost- und Westdeutschland in der Geschichte hat mir sehr gut gefallen und den Abschluss abgerundet. Insgesamt war es für mich ein stimmiges und zufriedenstellendes Ende.
Antje W, Lehrende*r
Spannendes Hörbuch
Ich habe noch kein Gereon Rath gelesen und auch nicht gehört. Ich habe im Fernsehen die Babylon-Reihe gesehen und fand diese sehr spannend und informativ. Westend habe ich jetzt eigentlich nur gehört, um auszuprobieren, ob mir auch die Bücher von Volker Kutscher gefallen und dies muss ich ausdrücklich bejahen.
Die Sprecher, besonders Walter Kreye haben mir super gefallen. Ich konnte gut folgen. Das Hörbuch war nicht wirklich lang. Das fand ich aber nicht schlimm. Ich habe es hintereinander weg gehört. Definitiv nicht mein letzter Volker Kutscher.
Monika H, Lehrende*r
Sehr spannend und ein Muss für alle Fans der Rath-Reihe. Natürlich fragt man sich nach dem Ende der Reihe was aus den Protagonisten geworden ist und hier kommt die Auflösung. Super gelesen!
Gereon Rath im spannenden Interview
Dieses (Hör)-Buch ist nicht nur ein Abschiedsgeschenk des Autors an die Gereon-Rath- und Volker-Kutscher-Fans, es ist eine Liebesgabe und ein kleines Meisterwerk schriftstellerischer Kunst. Als Hörer vernimmt man zusätzlich das Klacken des Recorders, das Knistern und Schleifen der Bänder, das komplett als Interview konzipierte Buch ist genial!
1973, Gereon Rath, der Kommissar, der in den 1920ern aus dem Rheinland nach Berlin kam, lebt in einem Berliner Seniorenheim. Nicht erstrebenswert, aber ihm geht es wohl ganz gut. Er hat sich mit den Preußen und den Zeiten arrangiert, ist kaum aus der Ruhe zu bringen, denkt man wenigstens. Unverhofft wird er von einem Historiker namens Hans Singer zu einem Interview gebeten. Rath gibt sich leutselig und amüsiert, aber Singer bohrt und bohrt. Rath als Unschuldslamm, das will er nicht durchgehen lassen. En passant gibt es Rückblicke auf Romane aus der Rath-Reihe, Rath wehrt alles, was ihm zu "persönlich" erscheint, vehement ab.
Die Thematik der Nazis, die nach Kriegsende nicht im Gefängnis sondern auf einem Beamtenposten landeten und u. a. auch durch Adenauer vor Strafverfolgung geschützt wurden, ist für meinen Geschmack ein bisschen dick aufgetragen. Aber das tut der Geschichte keinen Abbruch. Kommt das Gespräch auf Charlotte zu sprechen, wird Rath schnell unwirsch. Warum eigentlich? Hat er etwas zu verbergen, fragt sich wahrscheinlich Singer.
Für mich sehr interessant war die Beschreibung der Vorgänge nach dem Krieg, als Charlotte alias Charlie in Ostberlin mit ihrem zweiten Ehemann Böhm Fuß fasst. Warum die vermeintliche Familienidylle zerbricht, erfährt der Hörer bzw. Leser in kleinen Häppchen. Mich hat das sehr gefesselt, die Spurensuche von Singer erinnerte mich sehr an eigenen Recherchen für ein Buch über meinen Vater.
Der Titel, der sich auf das Seniorenheim in Westberlin bezieht, ist etwas irreführend. Hätte ich die Wahl gehabt, wäre es vielleicht "Pankow" geworden oder "Ossietzkystraße 27".
Ich werde das Hörbuch jedenfalls noch einmal hören, es gefällt mir außerordentlich gut. Tatsächlich war es mir viel zu kurz, ich hätte gerne noch weiter zugehört. Also: Lese- und Hörempfehlung. Und als Idee, das wäre auch ein tolles Theaterstück!
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