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Vielleicht ist die Liebe so

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Erscheinungstermin 22.10.2025 | Archivierungsdatum 30.11.2025


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Zum Inhalt

»Da sitzt sie nun und verlangt von mir, dass ich ihr beim Sterben zusehe. Sonst noch was?«

 

Ein aufwühlender Entschluss, eine außergewöhnliche Mutter-Tochter-Geschichte und die vertraute Suche nach dem richtigen Leben – erfrischend heiter erzählt

 

»Der Termin ist am 18. Februar um vier. Trag dir das ein!«, sagt Anjas Mutter und schlürft genüsslich ihre Won-Ton-Suppe. Sie meint damit weder Friseur noch Zahnarzt, sondern ihr eigenes Ableben. Anja, Anfang vierzig, früher Schauspielerin, nun Barkeeperin, wirft diese Ankündigung aus der so oder so ungeraden Bahn, auch wenn das Verhältnis zu ihrer eigenwilligen Mutter schon immer kompliziert war und sie unentwegt um Abstand und ihr eigenes Leben und Lieben ringt. Und außerdem: Was soll denn nur aus Mamas Hund werden?

 

Anjas Mutter ist übergriffig, herrisch, egozentrisch und für ihr Alter topfit – und hat beschlossen, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Der Termin steht, die Einladungen zur Trauerfeier müssen nur noch verschickt werden, die Menüabfolge für den Leichenschmaus inklusive Musik ist ebenfalls festgelegt. Ist das nun selbstbestimmt, egoistisch, angemessen, schlicht verrückt? Anja weiß nicht recht, wie sie reagieren soll und fühlen darf. Zum Glück gibt es Mike in der Bar, die Stammgäste Oli und Jack, ihren Exfreund Carlos, die beste Freundin ihrer Mutter, Nelly, ihren Therapeuten Dr. Dische und vor allem Benjamin, der nach Jahren in London wieder in der Stadt ist – mit ihnen diskutiert, philosophiert und schimpft Anja und denkt zurück, nicht nur an ihre Vergangenheit, sondern auch an die ihrer ganzen Familie, in der auch immer ein Stück der eigenen Wahrheit liegt.

 

»Früh schreibt mit pointierter Feder und präzisem Blick.«
Andrea Vogel / Schweizer Illustrierte, Zürich

»Da sitzt sie nun und verlangt von mir, dass ich ihr beim Sterben zusehe. Sonst noch was?«

 

Ein aufwühlender Entschluss, eine außergewöhnliche...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783257073447
PREIS 25,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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5 stars

Mutter und Tochter

Vielleicht ist die Liebe so, ist ein Roman der Schauspielerin und Regisseurin Katja Früh.

Es geht um eine komplizierte Mutter Tochter Beziehung.
Anja war einmal Schauspielerin und arbeitet jetzt in einer Bar. Sie ist Mitte Vierzig, als ihre Mutter ihr verkündet, das sie am 18.2.um 4 sterben wird. Die hat alles vorbereitet, sogar die Traueranzeigen wird sie selber verschicken.
Anja leidet an Depressionen und ist nicht so stabil. Schon als Kind hat sie immer versucht, die Liebe ihrer Mutter zu bekommen.
Die Autorin hat den Zwiespalt ihrer Personen glaubhaft beschrieben. Man kann Anjas Gefühle hautnah miterleben.

Ich wurde gut unterhalten und war von der Geschichte gefesselt.

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Mama! Jetzt reicht es aber!

Katja Früh war bisher als Schweizer Schauspielerin, Regisseurin und Dramaturgin bekannt, jetzt ist sie auch Schriftstellerin geworden. Sie ist nur ein Jahr älter als ich und hat mit „Vielleicht ist die Liebe so“ doch recht spät ihr Erstlingswerk vorgelegt. Sie erzählt die tragikomische Geschichte von Anja und ihrer Mutter in der Ich-Form, so dass sich beim Lesen schnell eine geradezu persönliche Nähe aufbaut. Anja ist Mitte 40, war einmal Schauspielerin und arbeitet nun in einer Bar. Das Verhältnis zu ihrer dominanten Mutter ist „mittelprächtig“, am besten immer dann, wenn sie ihrer Mutter zustimmt. Mutter-Tochter-Verhältnisse sind nicht selten sehr emotional und nervenaufreibend, was aber Anja widerfährt, das ist schon recht ungewöhnlich. Die von mir gewählte Überschrift ist ein Zitat aus dem Kapitel 44.
Ihre Mutter teilt Anja bei einem gemeinsamen Essen lakonisch mit, dass sie gedenkt, am 18. Februar um 16 Uhr Suizid zu begehen, begleitet natürlich von Ärztin und Anwalt. Alles sei entschieden, da gibt es nichts mehr zu diskutieren. Sagt die Mutter. Anja ist dermaßen schockiert, dass ihr eigenes Gleichgewicht von dieser Minute an noch gestörter ist, als es das schon vorher war. Sie ist in psychiatrischer Behandlung, nimmt Medikamente gegen Schlaflosigkeit, Depressionen und Angstzustände. Nun kämpft sie nicht nur gegen all diese Beschwerden, sie versucht auch die Panik zu beherrschen vor jenem ominösen Datum. Als sie erkennt, dass sie die Mutter nicht umstimmen kann, beruhigt sie sich etwas und ist auch zu kleinen Hilfsdiensten bereits. Nur der von der Mutter geforderte Tod des Hündchens Anton geht ihr nicht so leicht von der Hand. Sie sucht sich Hilfe an der unsichersten Stelle ihres Lebens, bei ihrem Ex-Lover und Immer-noch-Freund Carlos. Freiwillige moralische Unterstützung erfährt sie eher in der Bar, von Stammgästen wie vom Personal. Aber erst Nelly, die engste und langjährigste Freundin der Mutter, kann ihr etwas Trost und Ruhe spenden.
Anja ist geplagt von Schuldgefühlen, nicht nur in Hinsicht auf ihre Mutter, sondern auch auf ihren Vater, der viel zu früh und als Alkoholiker verstarb. Die Mutter übergeht jegliches Bemühen von Anja, sich über alles, was sie bedrückt, auszusprechen. Später wird sie in Benjamin, dem Sohn von Nelly, endlich jemanden finden, der länger als zehn Minuten zuhört. Mehr zum Inhalt will ich nicht preisgeben. Es geht noch recht abwechslungsreich zu, das kann ich verraten.
In Anja kann ich mich an mancher Stelle sehr gut hineinversetzen, gerade die Auseinandersetzung mit dem (geplanten) Suizid eines geliebten Menschen ist höchst emotional. Es ist eine Tatsache, dass man so manchem, der es versucht hat und gegen seinen Willen gerettet wurde, sehr gegönnt hätte, friedlich zu sterben. Bei Anja ist das Gegenteil der Fall, ihre Mutter ist nicht sterbenskrank oder dement, sie will es nur nicht erleben. Dieser exzessive Hang zur Selbstbestimmung ist ungewöhnlich, aber ich kann ihn nachvollziehen. Da Anjas Mutter offensichtlich zu Exzentrik neigt, war der Satz „Ich liege im Sarg und will dabei nicht aussehen wie eine Hausfrau aus Buxtehude.“ tatsächlich so etwas von befreiend, ich konnte mir diese Frau vorstellen wie eine Filmdiva, schick, mit Zigarettenspitze und langem Kleid, immer auf Aufmerksamkeit bedacht. Und musste doch lachen. Da wollte sie wohl am Ende nichts dem Zufall überlassen. Wie ihr das gelingt, ist köstlich zu lesen und traurig zugleich.
Anja wird ein ganzes Buch lang als eine nicht mehr ganz junge Frau mit fürchterlichen Minderwertigkeitskomplexen gezeichnet. Aber die Formulierung „… und ich fühlte mich gemeint …“, die hätte sich die Autorin gern sparen können. Diese Talk-Show-Attitüde ist doch sehr abgedroschen. Viele Mal kommt in der einen oder anderen Form zum Ausdruck, dass, wenn sie, Anja, anders wäre, wäre alles gut. Aber so einfach ist es nicht. Auch das ständige Wiederholen, dass sie sich bei Nelly immer viel wohler und willkommener als bei ihrer Mutter gefühlt hat, ging mir etwas auf die Nerven. Hier hätte das Lektorat ab und an noch kürzen können, um den notwendigen Spannungsbogen nicht so zu überdehnen.
Ich habe das E-Book gelesen, kann deshalb zur Typografie nichts schreiben. Das Cover ist ansprechend, der Orange-Ton des kleinen Schmuckkissens hat eine beruhigende Wirkung, man muss nicht gleich aufs Schlimmste gefasst sein, wenn man zu diesem Buch greift. Und doch ist da eine Leerstelle, es fehlt eine Perle zur Symmetrie. Vielleicht ist die Liebe so.
Fazit: Ein Roman, der eine Geschichte erzählt, die so oder ähnlich überall passieren könnte. Dem Thema betreuter Suizid wird ein wenig der Mantel des Schreckens genommen. Lesenswert, aber ein bisschen langgezogen.

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In dem Buch "Vielleicht ist die Liebe so" von Katja Früh geht es um Anja, gescheiterte Schauspielerin, Anfang 40 und in einer Bar tätig als Bedienung, und ihre Mutter, die beschlossen hat, an einem festgesetzten Datum ihrem Leben mit Hilfe einer darauf spezialisierten Organisation eine selbstbestimmtes Ende zu setzen. Es ist berührend zu lesen, wie Anja, die eigentlich kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter hat, versucht, sie von diesem Plan abzubringen. Ihre Aufregung, ihre Bemühungen werden von der Ich-Erzählerin detailliert dargestellt. Ebenso erfährt man etwas über ihre vergangene und doch nicht ganz vergangene Beziehung zu einem Autor. Der Schluss ist glaubwürdig und ebenfalls sehr berührend.
Ein gutes Buch über den selbstgewählten Tod und die Auswirkung dieser Entscheidung auf Familienangehörige und Freunde. Durch die gewählte Erzählweise ist es nicht pathetisch, aber mitreißend und man hofft mit der Progatonistin.

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Berührend, schräg und überraschend lebensklug
Ich habe „Vielleicht ist die Liebe so“ regelrecht verschlungen. Gleich zu Beginn verkündet Anjas Mutter ihren eigenen Todestermin – trocken, selbstverständlich und vollkommen absurd. Doch hinter dem schwarzen Humor steckt eine tief berührende Geschichte.
Anja, Mitte vierzig, kämpft nicht nur mit sich selbst, sondern vor allem mit dem Einfluss ihrer narzisstischen Mutter – eine schwierige, dominante Frau, die nie wirklich Nähe zugelassen hat. Dieser ewige Balanceakt zwischen Abgrenzung und Sehnsucht nach Anerkennung hat mich sehr bewegt, weil er so authentisch beschrieben ist.
Trotz der Schwere der Themen gelingt dem Roman eine besondere Leichtigkeit. Mit klarem Blick und viel Herz erzählt er von Familie, Freiheit und der Kraft, sich zu lösen – ohne zu verbittern.
Mein Fazit:
Ein kluger, warmherziger Roman über toxische Beziehungen, Selbstfindung und das Leben, wie es wirklich ist: chaotisch, traurig, schön. Absolute Empfehlung

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Was macht man, wenn einem die eigene Mutter den Zeitpunkt ihres Ablebens mitteilt?
Anja ist fassungslos, als ihre Mutter ihr den Termin ihres Ablebens mitteilt. Das Verhältnis war nie einfach, die Mutter zu ehrgeizig, Lob oder Anerkennung gab es nicht, Anja sieht sich als Enttäuschung und konnte den Ansprüchen nie gerecht werden. Verzweifelt versucht sie, sie davon abzuhalten. Viele Fragen tun sich auf: Warum macht sie das? Ist sie krank, unglücklich oder einsam? Was ist der Grund?
Das Buch greift das Thema des selbstbestimmten Todes auf und zeigt, wie Anja damit umgeht – beziehungsweise nicht umgeht. Denn die Frage ist ja: Kann man damit überhaupt zurechtkommen?
Ich fand das Thema hochinteressant, konnte vieles nachvollziehen und kam dabei selbst ins Grübeln. Katja Früh beschreibt sehr gut das Verhältnis zwischen Anja und ihrer Mutter, das nicht immer einfach war. Die Protagonistinnen sind in sich stimmig gestaltet, was mir gut gefallen hat. Ob die Geschichte mit dem Hund nötig war, weiß ich nicht – mich hat sie eher gestört.
Alles in allem ist es ein lesenswertes Buch über ein Thema, das immer aktueller wird, da man inzwischen auch in Deutschland selbstbestimmt sterben darf. Ich empfehle es allen, die sich gern mit solchen Fragen auseinandersetzen.

4 stars
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Angst vor dem hohen Alter

Emphatielos erklärt Anjas Mutter ihrer Tochter,  dass sie sich am 18. Februar um 4 Uhr das Leben nehmen wird.  Eine Sterbehilfeorganisation wird sie dabei unterstützen und auch Anja soll anwesend sein.

Das Verhältnis zwischen Anja und ihrer Mutter war nie einfach,  aber diese Mitteilung trifft Anja sehr.  Sie versucht alles,  um  ihrer Mutter den freiwilligen Tod auszureden, doch keine Chance.  Im Gegenteil, ihre Mutter bittet sie, ihr bei der Erledigung einiger Dinge zu helfen.

Anja kann es nicht fassen.  Sie benötigt eh schon therapeutische Hilfe,  um ihr Leben zu bewältigen und der Entschluss ihrer Mutter  bringt sie restlich durcheinander.  In den verbleibenden Tagen versucht Anja ihrer Mutter näher zu kommen,  aber es scheint unmöglich zu sein.

Dieses Buch stellt die Frage in den Raum,  ob es möglich sein soll seinen Todestag selbst zu bestimmen,  weil man Angst hat,  dem Tod nicht würdevoll zu erleben,  wenn man es dem Zufall überlässt.

Ein mutiges Buch, das ein Thema aufgreift über das selten gesprochen wird.

4 stars
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Anja´s Mutter hat beschlossen, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Krank ist sie nicht. Datum und Uhrzeit stehen schon fest, ihre Tochter soll sie begleiten und vorher noch einige Dinge für sie regeln.
Die Kurzbeschreibung hat mich sehr angesprochen. Dann war ich vom Inhalt doch sehr überrascht. Die Mutter ist eine absolut auf sich selbst bezogene Person, der es immer wieder gelingt, ihre Tochter zu manipulieren. Auch in der Partnerwahl hat Anja keine glückliche Hand. Mit Carlos ist sie auf einen ähnlichen Typ Mensch gestoßen. Gegen besseres Wissen lässt sie sich auch von ihm ausnutzen. Beim Lesen bin ich hineingesogen worden in die Handlung, hätte Anja am liebsten geschüttelt und zur Vernunft gebracht - aber warum sollte mir gelingen, was dem Barbetreiber Mike und dem Therapeuten nicht gelang - beide übrigens sehr sympathisch. Der Schluss hat mich dann doch ein ein bisschen versöhnt. Wenn ein Buch derart Emotionen hervorruft, kann es ja nicht ganz schlecht sein.

3 stars
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"Vielleicht ist die Liebe so", ist ein Roman mit Fragezeichen. Da ist die Liebe der Hauptfigur Anja für den narzisstischen Drehbuchautor Carlos, dessen selbstsüchtige Motive sie stets entschuldigt. Da ist die Erinnerung an die schwierige Liebe des Kindes zu einem berühmten und liebevollen Vater, der in seiner Sucht versinkt und die kleine Anja mit einem anderen Vaterbild konfrontiert. Diese eindrücklichen Erinnerungen sind offensichtlich stark autobiographisch geprägt. Der Vater der Autorin war ein berühmter Regisseur, die Mutter Schauspielerin.. Im Roman ist die Beziehung zur Mutter der Dreh-und Angelpunkt für alle Beziehungen von Anja. die beste Freundin der Mutter Nelly ist die "Ersatzmama", deren Sohn Benjamin "der Ersatzbruder". Der schwule Freund Mike, ein Berliner Barbesitzer, bei dem sie arbeitet ist ihr Kummerkasten für alle Liebesprobleme.
Ihr Therapeut Dr. Dische findet besonders deutliche Worte für die Mutter-Tochter-Beziehung, sie solle sich soweit wie möglich von der Mutter distanzieren. Anjas Mutter ist egozentrisch, übergriffig und ohne Mutterliebe. Die Autorin zeichnet sie aber durchaus mit Empathie. Die Mutter floh vor den Nazis als Jüdin. Ihre eigene Mutter und deren Schwester blieben fremd und einsam sowohl in der Schweiz wie in Amerika. Die Mutter gab der eignen Tochter die Schuld an ihrem Selbstmord. Anjas Mutter ist eine Frau ihrer Generation, sie heiratet einen interessanten, wichtigen Mann, für den vor allem die besondere Schönheit seiner Frau zählt. Sie wäre selbst gerne eine Künstlerin geworden, lebt aber nur für die schöne Fassade dieser Ehe. Die Tochter, die die Schauspielerei für einen Barjob aufgibt. In den Augen ihrer Mutter nicht hübsch ist und nicht hingebungsvoll Männern gegenüber, ist, so hört sie, eine einzige Enttäuschung für die Mutter. Aus Furcht vor dem Verfall im hohen Alter plant die Mutter einen assistierten Selbstmord. Die Tochter soll am 18.2. um 16.00 dabei anwesend sein, da es ihr zu gute käme, dass Anja die eigne Mutter später nicht pflegen muss.
Die Entwicklung der Hauptfigur und ihr Verhältnis zum Thema Liebe wird als spannende Coming-of - age Geschichte erzählt. die z.T. leicht flapsige Sprache unterstützt diesen Eindruck. Umso verwunderter war ich, dass Anja bereits anfang vierzig ist ! Insgesamt bleiben alle Protagonisten etwas blass. Am eindrucksvollsten ist das Porträt der Mutter, die beim Lesen und Nachdenken über den Roman sehr ambivalente Gefühle auslöst.

3 stars
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Groteske Geschichte einer toxischen Mutter-Tochter-Beziehung


„Vielleicht ist die Liebe so“ von Katja Früh hatte mich aufgrund des schräg und gleichzeitig interessant klingenden Klappentextes sehr angesprochen, zumal aus dem diogenes-Verlag viele tolle Bücher kommen.

Erzählt wird die Geschichte von Anja, Mitte 40, deren Mutter ihr gleich zu Beginn des Romans ihren geplanten Todestermin mitteilt. Anja ist geschockt. Zwar stand sie ihrer Mutter nie nah, ihre Beziehung war und ist schwierig. Ihre sehr narzistische Mutter hatte immer hohe Erwartungen an sie, nie konnte Anja es ihr recht machen, echte Nähe gab es nicht zwischen ihnen. Seitdem Anja ihren Beruf als Schauspielerin aufgegeben hatte und als Barkeeperin arbeitet und ihr Freund Carlos von ihr getrennt hatte, ist das Mutter-Tochter-Verhältnis nicht besser geworden.
Doch nun erwartet ihre Mutter Verständnis für ihr geplantes Ableben mit Sterbehilfe und fordert Anjas Unterstützung bei den Formalitäten rund um Beerdigung; und für ihren geliebten Hund bittet sie um etwas, was Anja nicht leisten will.
Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, um nicht zu spoilern.

Das toxische Verhältnis zwischen Mutter und Tochter war sehr gut dargestellt, vor allem gegen Ende hin konnte man Anja gut verstehen:

„Benjamin denkt bestimmt, dass ich über den Verlust meiner Mutter weine. Ich weine aber um einen ganz anderen Verlust.
Falls man etwas, das nie da gewesen ist, einen Verlust nennen kann. Dieses Loch, das Menschen in sich fühlen, die ihr ganzes Leben einer Liebe, einer Geborgenheit hinterherrannten, die es einfach nicht gab, eine Jagd nach einem Phantom. Die heiße Liebe, die ich als Kind für meine Mutter empfand und die sich in tausend Versuchen, sie für mich einzunehmen, äußerte, ist mit den Jahren verschwunden. Das Loch aber bleibt für immer.“

Dennoch konnte mich der Roman leider nicht so abholen, wie ich gehofft hatte.
Die Charaktere blieben mir zu distanziert, ich konnte mich nur schwer in sie hineinversetzen. Vor allem Anjas Bericht über ihre Gründe, mit der Schauspielerei aufzuhören, waren für mich nicht authentisch dargestellt, mir fehlte hier die Tiefe bei ihrem Charakter.
Auch die anderen Protagonist*innen blieben für mich zu oberflächlich; das Thema Sterbehilfe hat mir in dieser Umsetzung nicht so zugesagt. Ich hatte höhere Erwartungen an den Roman. Zwischendurch hatte er einige Längen und konnte mich nicht wirklich fesseln.

Insgesamt eine ziemlich schräge Geschichte, die mich leider nicht so überzeugen konnte.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley.
Die geäußerte Meinung zum Buch ist meine eigene.

3 stars
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Anjas Mutter teilt ihrer Tochter einen wichtigen Termin mit, den sie, so die Mutter, auf keinen Fall verpassen darf. Es ist der Termin für ihren frei gewählten Tod. Mehrere Jahre lang hat die Mutter ein Verfahren für Sterbehilfe durchlaufen und nun steht der Termin fest. Was bis dahin alles passiert und vorallem welche Gedanken, Gefühle Anja begleiten hat Katja Früh auf mitreißende, einfühlsame Art beschrieben. Trotz des eigentlich traurigen Themas ist es auch ein leichtes und teilweise lustiges Buch.

5 stars
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Anjas Mutter hat ihren assistierten Suizid exakt geplant. Sie will rechtzeitig sterben, solange ihre Urteilsfähigkeit noch nicht bezweifelt werden kann und ihre Unterschrift unter den Vertrag akzeptiert wird. Auf die circa 40-jährige Tochter, die den Schauspielerberuf aufgegeben hat und in einer Kneipe arbeitet, bricht mit dieser Ankündigungerneut ihr kompliziertes Verhältnis zu ihrer Mutter herein. „Andere Mütter haben fürsorglichere Töchter als ich; wer auf der Karriereleiter oben steht, hat immer Recht; du müsstest nur etwas hübscher, liebenswürdiger, usw. zu Männern sein, …“ Sie hatte sich im Glanz des Dirigentenruhms ihres Mannes gesonnt und nimmt Anja bis heute übel, ihr die Fortsetzung dieses Glanzes verweigert zu haben. Aus der mütterlichen Linie hat Anja eine Disposition zu Depressionen mit Suizidtendenzen geerbt, ein gespaltenes Verhältnissen zum jüdischen Glauben und ein ausgewachsenes Impostor-/Hochstapler-Syndrom. Sie befindet sich in Therapie; die Kneipe und ihr Chef Max bilden längst ihre Ersatzfamilie – ihre engste Beziehung besteht seit Kindertagen mit Mutters verwitweter Freundin Nelly, die damals häufig als Ersatzmutter einsprang. Es wäre an der Zeit, endlich über die Selbstmord-Serie in Mutters Herkunfts-Familie zu sprechen und die Ehe von Anjas Eltern …

Da Carlos, Anjas noch nicht ganz Ex-Lover, Drehbuch-Autor ist, habe ich mich gefragt, ob das Szenario nicht auf Anjas Kosten eine Stufe auf Carlos Karriereleiter sein könnte und sich das Projekt bald in Luft auflösen wird. Während Anja gezwungenermaßen das toxische Verhältnis zu ihrer Mutter rekapituliert, steht die wie gewohnt im Mittelpunkt und teilt Befehle aus.

Fazit
Angesichts der Weltlage liegt eine makabre Groteske zum toxischen Mutter-Tochter-Verhältnis samt assistiertem Selbstmord weitab von meinem Humorlevel. Wer Romane jedoch mit der Frage liest, um was es darin wirklich geht, macht reiche Beute: von Narzissmus, spätem Kinderwunsch, gegenseitiger Ausbeutung, Sucht, Co-Abhängigkeit, Therapie, Einsamkeit, Jüdischsein, Familientrauma bis zu sexuellen Übergriffen im Theatermilieu wird einiges geboten.

3 1/2 Sterne

4 stars
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Selbstbestimmtheit

Die Mutter ist dominant, manipulierend, egomanisch, narzisstisch. Nun will sie auch noch im Rahmen ihrer Selbstbestimmtheit ihren Todeszeitpunkt festlegen, bevor sie alt, dement oder pflegebedürftig wird. Ihre Tochter Anja, Mitte vierzig, ist entsetzt darüber, dass sie dabei sein soll beim geplanten Suizid, der von den Behörden genehmigt worden ist.

Katja Früh zeichnet eine von Schwierigkeiten und Unverständnis geprägte Mutter-Tochter-Beziehung, die vor allem Anja sehr belastet und in ihrem Leben einschränkt. Die Selbstbestimmtheit scheint von der Mutter allein gepachtet zu sein, das Kind muss deren Vorstellungen entsprechen, um den mütterlichen Stolz zu befriedigen. Wie es der Mutter selbst dabei geht, ob sie tatsächlich so unangenehm ist, wie hier dargestellt, bleibt offen, denn erzählt wird aus Anjas Blickwinkel in der Ich-Form. Dabei bekommt man als Leser ihre Ängste und Sorgen hautnah mit, dennoch bewahrt die Autorin einen ausreichend distanzierten Schreibstil, sodass die Geschichte nicht abgleitet in schwülstige Gefühlsausbrüche. Besonders skurril ist Mutters letzter Wunsch an ihre Tochter, gut gelöst von Anja im Hinblick auf ihre Zukunft, welche am Ende des Buches nur kurz, aber dennoch sehr zufriedenstellend angerissen wird.

Ein Roman über Mütter und Töchter, über Selbstbestimmtheit und ihre Grenzen, über den geplanten Todeszeitpunkt und den Umgang der Zurückbleibenden mit diesem Termin. Eine Thematik, die mich selbst auch schon so manches Mal beschäftigt hat und die hier auf interessante Weise in eine durchaus realistische Handlung eingebettet wird. Leseempfehlung!


Titel Vielleicht ist die Liebe so
Autor Katja Früh
ASIN B0FPRC9XWN
Sprache Deutsch
Ausgabe ebook, ebenfalls erhältlich als Geb. Buch (304 Seiten) und Hörbuch
Erscheinungsdatum 22. Oktober 2025
Verlag Diogenes

5 stars
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Was für eine Lektüre! Sehr humorvoll, obwohl die Themen hart sind: Sterbehilfe, toxische Beziehung, schwierige Kindheit und eine sehr exzentrische Mutter... Aber Katja Früh erzähl die Geschichte grossartig unterhaltsam und doch mit Tiefgang. Ich werde das Buch sehr gerne empfehlen! Und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass, zum Beispiel Dani Levy, das Buch grandios verfilmt :-)

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Puh, gleich zu Beginn wird deutlich, wie toxisch diese Mutter-Tochter-Beziehung ist. Zwischen gegenseitiger Enttäuschung und ständigen Sticheleien entsteht eine Dynamik, die mich beim Lesen immer wieder fassungslos gemacht hat. Die Kommunikation der Mutter ist voller Provokationen, und doch versucht Anja bis zuletzt, die Achtung und Liebe ihrer Mutter zu gewinnen.

Anja, die sich von der Schauspielerei abwendet, um ihr eigenes Leben selbstbestimmt zu führen, wirkt dabei sehr nahbar. Sie sorgt für sich und ihre mentale Gesundheit, auch wenn das bedeutet, sich gegen die Erwartungen ihrer Mutter zu stellen. Ich musste beim Lesen öfter schmunzeln, denn Anja ist oft flapsig auf eine sympathische Art. Der Humor in diesem Buch ist fein und dezent, aber trotzdem mit Biss und ist somit genau richtig, um die Schwere des Themas auszubalancieren.

Katja Früh schreibt leicht und trotzdem tiefgründig. Obwohl die Geschichte so ernst ist, es geht um Sterbehilfe, das Recht auf Selbstbestimmung und familiäre Abgründe, bleibt der Erzählstil locker und gut lesbar. Der Roman hat etwas Tragikomisches, was die beklemmende Atmosphäre zwischen Mutter und Tochter noch stärker wirken lässt.

Spannend fand ich auch die familiäre Hintergrundgeschichte. Man spürt die transgenerationalen Traumata, die unausgesprochen weitergegeben wurden. Auch das Verhalten der Mutter wird dadurch ein wenig nachvollziehbarer, doch ob sie wirklich krank ist, Depressionen hat oder einfach nur Aufmerksamkeit sucht, bleibt lange unklar.

Je näher der geplante Termin ihres Todes rückt, desto drückender und angespannter wird die Atmosphäre. Anjas Belastung wird greifbarer, ihre Verlustängste immer spürbarer. Ich habe mich beim Lesen ständig gefragt, ob die Mutter es wirklich tut und vor allem warum. Diese Ungewissheit zieht sich durch die ganze Geschichte.

“Vielleicht ist die Liebe so” ist ein stiller, schmerzhafter, aber auch humorvoller Roman über familiäre Verstrickungen, unerfüllte Erwartungen und das Bedürfnis nach Liebe. Er zeigt, wie viel Schmerz und Trauer unausgesprochen in einer Familie weiterleben können. Und eines ist sicher – den Titel „Mutter des Jahres“ bekommt diese Mutter ganz sicher nicht.

5 stars
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Zum Inhalt:
Wie reagierst du, wenn deine Mutter dir mitteilt, wann genau sie sterben wird? Genau das passiert Anja. Die Anfang vierzigjährige Tochter Anja wirft diese Mitteilung völlig aus der Bahn. Zwar war ihre Beziehung eh immer schwierig, aber das ist schon eine andere Nummer.
Meine Meinung:
Die Beziehung von Mutter und Tochter ist schwierig und eigentlich hat Anja schon genug mit ihrer eigenen psychischen Gesundheit zu tun und nun auch noch das. Die Mutter lässt sich auch nicht wirklich umstimmen, so dass Anja nun doch bereot ist, das ein oder andere für sie zu tun.. Dieses Bemühen hat natürlich auch damit zu tun, dass Anja schon immer um Anerkennung gekämpft und nur wenig bekommen hat. Das werden sie viele Kinder kennen, deshalb fand ich gerade das auch besonders berührend. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und wenn man bedenkt, dass dieses Buch ein Erstlingswerk ist, noch beeindruckender. Das Buch hat mir gefallen, hat mich nachdenklich gemacht und auch berührt.
Fazit:
Berührende Geschichte

4 stars
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Dass das Thema Sterbehilfe auch in dem Land, in dem es erlaubt ist, absurde Dimensionen annehmen kann, zeigt dieser Roman vortrefflich. In Kombination mit dieser verfahrenen Mutter- Tochter-Beziehung ergibt sich eine besondere Tiefe, die irgendwo zwischen Nachvollziehbarkeit und Kopfschütteln beim Leser ankommt. Am Ende fühlt man sich mit der Protagonisten befreit und möchte doch gleich mal die eigene Mutter wieder zum Kaffee einladen.

5 stars
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Dieser Roman ist ganz schön makaber, geht es doch um einen assistierten Suizid. Dennoch liest sich die Geschichte locker-flockig. Eine ernste Thematik mit einer solchen Leichtigkeit umzusetzen, das muss man erst einmal hinbekommen! Der Drehbuchautorin und Regisseurin Katja Früh ist dies wunderbar gelungen. Umso erstaunlicher, dass es sich hierbei um ihren Debütroman handelt.
Zum Inhalt:
Die Protagonistin Anja steckt voller Schuldgefühle, was auf der problematischen Beziehung zu ihrer Mutter beruht. Die beiden standen sich nie besonders nah. Doch nun stellt die Mutter ihre Tochter vor eine vollendete Tatsache: Ihr Todestag steht unumstößlich fest. Sie hat bereits alle notwendigen Vorkehrungen von der Gästeliste über den Leichenschmaus bis zum Grabstein getroffen. Anja soll anwesend sein, was nicht zu viel verlangt sei, denn letztlich müsse Anja sogar froh sein, dass sie die Mutter einmal nicht zu pflegen brauche. Anja würde diese Rolle sowieso nicht übernehmen wollen, und  wenn, dann höchst widerwillig, unterstellt sie der Tochter.
Soll sie der Mutter, die letztlich nur ihrem eigenen Verfall zuvorkommen will, etwa noch dankbar sein? Anja gerät in ein regelrechtes Gefühlschaos, mit dem sie nicht umzugehen weiß. Jetzt, da die Mutter beschlossen hat, ihrem Leben ein Ende zu setzen, durchlebt Anja noch einmal alles Belastende aus ihrer Kindheit und Jugend. Mütterliche Fürsorge und Liebe hat sie während ihrer Kindheit nie erfahren. Zu sehr war ihre Mutter mit sich selbst beschäftigt. Egoistisch hat sie immer die Diva gespielt. Diese Diva kann sich nicht mit ihrem Alter abfinden und arrangieren. Dass Anja ihren Job als Schauspielerin aufgegeben hat, hat ihr die Mutter, die sich selbst gern in dieser Rolle gesehen hätte, nie verziehen.
Vielleicht wäre Anjas Werdegang ein ganz anderer geworden, wenn sie mehr Rückhalt aus der Familie erhalten hätte. Auch Anjas Exfreund, von dem sie sich nie richtig lösen konnte, erweist sich wieder einmal als kein großer Unterstützer und katapultiert sich erfolgreich aus der Angelegenheit.
Zum Glück ist Anja in der belastenden Situation dennoch nicht auf sich allein gestellt. Benjamin, der Freund aus ihrer Kindheit, taucht auf. Auch Mike, der schwule Chef der Bar, in der sie jobbt, und einige Stammgäste haben ein offenes Ohr für ihre Nöte. Dr. Dische, Anjas Therapeut, stößt weitreichende Gedanken über Normvorstellungen vom Lebensende und einer Befreiung durch einen selbstbestimmten Tod an. Bis zum Ende hofft man als Leser mit Anja auf eine Wendung.

Hier wird eine belastende Situation witzig und leicht erzählt. So wird der ungewöhnliche Text über eine problematische Mutter-Tochter-Beziehung zur guten Unterhaltung.

5 stars
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