Herrliche Zeiten - Dem Himmel so nah
Roman
von Peter Prange
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Erscheinungstermin 24.09.2025 | Archivierungsdatum 23.11.2025
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Zum Inhalt
Der große Traum vom modernen, offenen Europa
1900: Aufbruch, Fortschritt, Optimismus – die Heirat der englischen Industriellentochter Claire mit dem Berliner Unternehmersohn Friwi ist ein Sinnbild des modernen Europas. Doch während Friwi in China und Afrika für Deutschlands Aufstieg zur Weltmacht kämpft, streitet Claire für die Rechte der Frauen. Wird sie Kaspar je vergessen, der sich in Paris und St. Petersburg der Revolution verschrieben hat? Die Träume der drei könnten nicht unterschiedlicher sein. Wie werden sie sich erfüllen?
Noch wetteifern bei Segelregatten nur die Jachten der Könige um den Sieg. Doch während Auguste Escoffier, der König der Köche und Koch der Könige, im Sommer 1914 ganz Europa zu einem Gastmahl vereint, taumelt die Welt dem Krieg entgegen.
Peter Pranges Schicksalsroman über Europa am Scheideweg zwischen Glanz und Abgrund - heute so aktuell wie vor hundert Jahren.
Der große Traum vom modernen, offenen Europa
1900: Aufbruch, Fortschritt, Optimismus – die Heirat der englischen Industriellentochter Claire mit dem Berliner Unternehmersohn Friwi ist ein Sinnbild des...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783651001251 |
| PREIS | 26,00 € (EUR) |
| SEITEN | 752 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ein wunderbares Buch über das Fin de siecle in Deutschland, die Zeit von 1900-1914. Mehrere Erzählstränge führen uns bis in das revolutionäre Russland oder in das Hotel Ritz in Paris zum "Koch der Könige". Obwohl als Roman verfasst, fängt das Buch sehr gut die Stimmung der Zeit ein und ist daher ein tolles Geschichtsbuch für diejenigen, die keine Geschichtsbücher mögen. Gleichwohl war diese Zeit nur schön für die, die Macht und Geld hatten. Sehr gut geschrieben und eine flüssige Lektüre. Sehr empfehlenswert.
Monika P, Buchhändler*in
Auch der 2. Teil spiegelt die politische Welt von 1900 bis 1919 wieder. Anhand der drei Freunde Vicky, Paul und Auguste wird dem Leser die adlige Welt in England und Deutschland nahe gebracht. Für ihre Kinder wollen sie nur das Beste, aber auch diese werden in die Geschnisse des ersten Weltkrieges eingesogen. Der Autor beschreibt hier genau , welche Mächte aktiv den Krieg forcierten. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht, denn der nächste Krieg zeigt sich am Horizont, die die nicht gekämpft haben, wollen die Niederlage Deutschlands nicht hinnehmen.
Ein spannender Roman, genau wie der 1. Teil ein umfassendes Geschichtpanorama erzählt der Autor die Geschichte Europas anhand der Familienbande von Vicky, Paul und Auguste
Gertie G, Rezensent*in
In diesem zweiten Teil der Dilogie stehen neben den Protagonisten des ersten Bandes, Vicky, Paul und Auguste, deren Kinder im Mittelpunkt. Sie sind durch freundschaftliche bzw. verwandtschaftliche Beziehungen ebenso verbunden wie die Länder Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Nicht alle Erwartungen der Eltern und Kinder erfüllen sich. Statt in das Familienunternehmen einzutreten, wird einer Soldat, ein anderer liebäugelt mit dem Sozialismus. Von den Töchtern wird erwartet, sich den üblichen Konventionen zu unterwerfen, also hübsch und pflegeleicht zu sein, sowie eine vorteilhafte Ehe zu schließen. Die Konflikte in den Familien sind daher vorprogrammiert.
Wenig von dem gelingt im ersten Anlauf. Es müssen persönliche Schicksalsschläge hingenommen werden, bis sich letzten Endes doch einige der Träume erfüllen.
Meine Meinung:
Peter Prange hat mit diesem historischen Roman, der wie es für ihn üblich ist, wortgewaltig und opulent daherkommt, ein Weltbild geschaffen, in dem es gärt. Letztlich wird der gesamte Kontinent wie Schlafwandler (© Christopher Clark) in den Ersten Weltkrieg taumeln. Geschickt verquickt er historische Fakten mit seinen fiktiven Charakteren. So finden die deutschnationalen, antisemitischen und kolonialstischen Ansichten von Alfred Hugenberg (1865-1951) und dessen Freunde vom Alldeutschen Verband mehrmals großen Raum. Die Gegner des Engagements in Afrika („Was haben wir in Afrika verloren?) bleiben ungehört.
Gut gelungen ist Peter Prange, dass er die zahlreichen Handlungsstränge, die zwischenzeitlich ein wenig aus dem Ruder laufen, wieder einfängt und zu den ursprünglichen Charakteren Vicky, Paul und Auguste zurückkehrt.
Eine Kritik muss ich allerdings anbringen: Die Art und Weise wie Claire ihr Medizinstudium absolviert, ist wenig glaubwürdig.
Fazit:
Gerne gebe ich dieser Fortsetzung 5 Sterne.
Rezensent*in 780093
Liebe und Freundschaft über Grenzen hinweg
Nicht immer waren es „Herrliche Zeiten“, von denen Peter Prange erzählt. Nachdem ich „Die Himmelsstürmer“, das erste Buch der Dilogie, vor nunmehr einem Jahr gelesen habe, ist auch der Nachfolgeband „Dem Himmel so nah“ zugeklappt, es waren wiederum sehr intensive Lesestunden. Prange zeigt ein Europa zwischen Glanz und Abgrund, zwischen Traum und Albtraum.
Von der Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 bis nach dem Ersten Weltkrieg sind die herrlichen Zeiten angesiedelt, der zweite Band beginnt im Jahre 1900.
Während der erste Band den Focus auf Vichy, Paul und Auguste legt, die sich in Karlsbad begegnen und nie mehr aus den Augen verlieren, sind es nun auch ihre Kinder und noch einige mehr, deren Wege wir verfolgen.
Claire ehelicht den Unternehmersohn Friwi, der zunächst in China und bald danach in den deutsch-südwestafrikanischen Kolonien gegen die Ureinwohner kämpft. Ein blutiger Kampf gegen die Herero, alles um Deutschland als kommende Weltmacht zu etablieren. Nachdem die Ehe gescheitert ist, geht Claire zurück nach England, dort schließt sie sich den Suffragetten an, während es Kaspar, ihre einstige große Liebe, nach Russland verschlägt. In St. Petersburg gerät er immer tiefer hinein in die politischen Unruhen, die Revoluzzer werden zunehmend radikal, was ihm dann doch nicht mehr behagt.
Drei Handlungsstränge – in Berlin, London und Paris – sind ineinander verwoben. Über Ländergrenzen hinweg verstehen sie sich, sowohl menschlich als auch kulturell funktioniert das Zusammenleben, was auf der politischen Ebene allmählich verloren geht. Der wiedererstarkte Antisemitismus etwa ist es, der mit dem Nationalsozialismus einhergeht und auf den Ersten Weltkrieg zusteuert. Ein Szenario, das aufzeigt, wie unfähig die Menschheit ist, in Frieden zu leben.
Zuvor aber wird investiert, es ist die Zeit der großen Erfindungen, die Untertunnelung des Ärmelkanals ist wieder im Gespräch. Auch Paul, der inzwischen mit Vicky verheiratet ist, hat große Pläne, die Auguste Escoffier, der Koch aus Leidenschaft, seit jeher umtreiben. Er pendelt zwischen Frankreich und England, vergisst dabei auch seinen deutschen Freund Paul nicht, viele seiner Kreationen sind weltberühmt – man denke nur an Crêpe Suzette.
Eingebettet in den historischen Hintergrund sind es die Charaktere, die den herrlichen Zeiten Struktur geben und die Geschichte lebendig werden lassen. Durch die kurzen Kapitel, die wechselseitig von den Hauptakteuren und deren weit verzweigter Familie, von deren Wünsche und Träume und ihrem unbedingten Durchhaltewillen erzählen, zuweilen aber auch von ihrem verbissenen Kampf und ihren Irrwegen, verliert man nie den Überblick. Die Personen sind überwiegend fiktiv, dem gut gegliederten Personenverzeichnis am Ende des Buches kann man die historischen Persönlichkeiten entnehmen, zu denen auch Auguste, der König der Köche oder auch der Koch der Könige gehört.
„Herrliche Zeiten – Dem Himmel so nah“ ist eine Geschichte von Liebe und Freundschaft in einem von Fortschritt geprägten Europa fern jeglicher Grenzen – auch wenn dieser schöne Traum nicht von Bestand ist. „Auf die herrlichen Zeiten, in denen wir leben“ und die wir uns hoffentlich nicht selbst zerstören.
Bärbel K, Rezensent*in
Nachdem der erste Teil mir so gut gefallen hat, habe ich mich auch gleich an Teil 2 gemacht. Die vielen handelnden Personen sind mir vertraut geblieben, auch wenn einige hier im zweiten Teil genau die gleichen negativen Eigenschaften an den Tag legen. Aber nur so wirkt ein Gesellschaftsroman ja auch realistisch und bringt Spannung in die Geschichte.
Im zweiten Teil stehen nun weitestgehend die Kinder von Vivian, Paul und Auguste im Mittelpunkt und auch mit ihnen erlebt man sehr viele Höhen und Tiefen. Da das Buch von den Jahren 1900-1919 spielt, Jahre in denen der Kampf um die Vormacht in Europa, die Herrschaft über die Kolonien und damit verbunden drohende Kriegsvorbereitungen, hat der Autor das auch in seinem zweiten Teil zum Thema gemacht. Für meine Empfindung hat er das zu sehr zum Thema gemacht. Da gerieten in meinen Augen die persönlichen Zwistigkeiten der Figuren zu sehr in den Hintergrund.
Schön fand ich dagegen, wie am Ende des Buchs die Lebenswege der Hauptfiguren mit ihren erreichten oder gescheiterten Zielen Revue passiert wurden. Das war für mich gelungenes Ende, wurden do dadurch der Kreislauf des Lebens, positiv wie negativ, geschlossen. Insgesamt gibt’s von mir 3,5 Lese-Sterne.
Christina M, Buchhändler*in
Peter Prange versteht es Geschichte erlebbar zu machen. Seine Protagonisten sind sehr gut charakterisiert und die historischen Ereignisse toll recherchiert, sodass wir als Leser auch noch geschichtliche Hintergründe erfahren. Tolles Lesevergnügen!
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Belletristik, Historische Romane, Krimis, Thriller, Mystery