Villa Rivolta
Roman
von Daniel Speck
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Erscheinungstermin 25.02.2026 | Archivierungsdatum 26.04.2026
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Zum Inhalt
Ein Mailänder Garten. Zwei Kindheitsfreunde, ein Familiengeheimnis und eine unmögliche Liebe im Italien der goldenen sechziger Jahre.
Zwei Kinder im Garten einer Mailänder Villa: Piero, der strahlende Sohn des großbürgerlichen Automobilunternehmers Renzo Rivolta. Und Valeria, die eigensinnige Tochter des Dienstmädchens. Sie versprechen sich, Freunde fürs Leben zu werden.
Verbunden durch ein altes Familiengeheimnis erleben sie eine Jugend in den goldenen Jahren Italiens: Mailands mondäne Eleganz zwischen Dolce Vita und kultureller Revolution. Doch als Piero die Nachfolge seines Vaters antreten muss, verliebt sich Valeria in den Arbeitersohn Flavio, der Pieros Welt den Kampf ansagt.
Bestseller-Autor Daniel Speck (»Bella Germania«) erzählt uns eine epische Geschichte über Leidenschaft, Verlust und den Preis dafür, zu werden, wer wir wirklich sind.
Ein Mailänder Garten. Zwei Kindheitsfreunde, ein Familiengeheimnis und eine unmögliche Liebe im Italien der goldenen sechziger Jahre.
Zwei Kinder im Garten einer Mailänder Villa: Piero, der strahlende...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783758700316 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
| SEITEN | 608 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Britta R, Buchhändler*in
Der Roman startet in Mailand Ende der 70er. Tonino findet eine alte Wehrmachts Pistole und wird in der Schule damit erwischt. Valeria seine alleinerziehende Mutter (die die Pistole versteckt hatte) 'flieht' mit ihm zu Freunden und erzählt ihm dort ihre Geschichte angefangen in ihrer Kindheit direkt nach dem 2. Weltkrieg, die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter, die Beziehung zu ihrem besten Freund und auch warum Toninos Vater nicht bei ihnen lebt. Ein Roman über die Nachkriegsgeschichte Mailands, die Schwierigkeiten sizilianischer Flüchtlinge in Norditalien, einem kleinen Autofabrikant und der Studentenaufstände in den 60ern.
Gebine S, Buchhändler*in
Natürlich ist das auch ein Buch über la dolce vita im Italien der 60er Jahre: schöne Autos, schöne Villen, schöne Menschen.
Aber es wäre kein Roman von Daniel Speck, wenn er nicht viel mehr erzählte!
Was ist Familie und was bedeutet Herkunft, Tradition für Menschen: Ansporn oder Mühlstein; Ermöglichung von Freiheit oder Verfestigung von Abhängigkeit.
Mitreißend und einfühlsam erzählt.
Für alle Auto-, Isetta- und Italienfans und besonders für die, die tiefgründige Familiengeschichten lieben.
Also: Andiamo in Italia!
Buchhändler*in 516281
Daniel Speck, den ich schon aufgrund seiner vorherigen Bücher zu schätzen gelernt habe, ist es auch in "Villa Rivolta" wieder gelungenpersönliche Schicksale mit der Zeitgeschichte zu verknüpfen.
Dieser Roman handelt von zwei Kindern in Italien, Piero Rivolta, Sohn eines Automobilunternehmers und Valeria Fabrizi, Tochter einer Hausangestellten.
Sie fühlen sich u.a. wegen eine Familiengeheimnisses eng verbunden. Der Lauf der Zeit im Nachkriegsitalien ud der darauf folgenden Wirtschaftswunderjahre wird vom Autoren einfühlsam und interessant dargestellt. Das italienische Lebensgefühl ist zu spüren.
Ein toller Roman mit Tiefgang.
Daniel Speck verknüpft in „Villa Rivolta“ das Schicksal einer Familie mit den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen im Italien der Nachkriegszeit.
Herausgekommen ist ein opulenter Familienroman über Liebe und Loyalität – spannend, gefühlvoll, gelegentlich etwas zu üppig.
Im Mittelpunkt stehen Piero Rivolta, Sohn eines wohlhabenden Mailänder Auto-Unternehmers, und Valeria, die Tochter des Hausmädchens in derselben Villa. Als Kinder sind sie eng befreundet, doch ihre Wege trennen sich. Piero wird früh zum Erben des Familienunternehmens gedrängt, Valeria verliebt sich in den politisch engagierten Arbeitersohn Flavio. Klassenunterschiede, politische Fronten und alte Loyalitäten geraten unweigerlich aneinander.
Speck spannt den Bogen vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die aufgewühlten 60er-Jahre. Wirtschaftswunder, „Dolce Vita“, Studentenproteste und soziale Spannungen bilden die Kulisse. Das ist sorgfältig recherchiert und atmosphärisch dicht erzählt – man spürt den Glanz, aber auch die Risse dieser Zeit.
Die Figuren sind klar gezeichnet: Piero steht für die privilegierte Unternehmerwelt, Valeria für den Wunsch nach Selbstbestimmung, Flavio für sozialen Aufbruch und politische Radikalisierung. Das ist nachvollziehbar und emotional, manchmal aber auch etwas schematisch. Erzählt wird aus der Rückschau, was gut funktioniert, zugleich jedoch Specks Hang zum großen Gefühl zeigt: Kindheitsversprechen, Familiengeheimnisse und verbotene Liebe treiben die Handlung voran, wirken stellenweise jedoch überfrachtet und vorhersehbar.
Trotzdem liest sich „Villa Rivolta“ flüssig und bleibt über weite Strecken spannend. Wer Specks „Bella Germania“ mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen. Literarische Experimente bietet der Roman nicht, dafür solides, wirkungsvolles Erzählen.
Dies ist ein Roman, bei dem ich immer wieder parallel die Geschichte der Familie Rivolta nachgelesen habe. Renzo Rivolta war ein italienischer Automobilunternehmer, der mit der Isetta bekannt wurde. Es geht zwar im Vordergrund nicht um die Autos, sie gehören aber dazu zum Universum dieser Familie. Piero, der Sohn von Renzo wächst behütet in der Villa Rivolta auf, er freundet sich mit Valeria an, der Tochter des Dienstmädchens. Mutter Caterina und Tochter Valeria haben einen Platz in der Villa bekommen, weil Caterinas Mann als Kriegsheld für Italien gestorben ist.
Valeria erlebt unbeschwerte Zeiten mit Piero und doch zeigt ihr Caterina immer wieder die sozialen Unterschiede auf. Piero wird eines Tages das Familienunternehmen leiten, Valerias Zukunft nicht so rosig aussehen. Beide müssen ihren Weg gehen und doch bleiben sie einander verbunden, obwohl sie unterschiedlichen sozialen Schichten und unterschiedlichen Denkweisen angehören.
Piero verliebt sich in die glamouröse Lele, während Valeria dem Kommunisten Flavio näher kommt. Als Valerias Sohn eines Tages eine alte Pistole findet, wird ein altes Familiengeheimnis aufgedeckt, das beide Familien betrifft…
Ich habe diesen Roman sehr gern gelesen. Die Handlung ist eingebettet in die politischen Verhältnisse Italiens, die berühmte Autobauerfamilie Rivolta gab und gibt es wirklich; was Valeria und ihre Liebe zu Piero betrifft, bin ich nicht so sicher, doch insgesamt ergibt sich eine wunderbar komponierte Geschichte, die alles enthält, was ein guter Roman braucht; Liebe, Leidenschaft und ein altes Familiengeheimnis. Von mir eine dicke Leseempfehlung für diesen wunderbaren Roman, dessen Figuren ich noch lange nach dem Lesen in Erinnerung behalten habe.
… Familiengeheimnisse
Villa Rivolta von Daniel Speck
Den Leser erwartet eine spannende Geschichte, in der Leidenschaft, Nähe und Verlust eine entscheidende Rolle spielen.
Unsere Geschichte spielt in einer Mailänder Villa. Dabei tauchen wir in die 60er Jahre ein. Valeria und Piero wachsen dort nebeneinander auf und versprechen sich, immer für einander da zu sein.
Valeria ist die Tochter der Hausangestellten, während Piero der Sohn eines Automobilunternehmers ist.
Die Geheimnisse der Familie und neue Gefühle machen es Valeria besonders schwer. Sie verliebt sich in Flavio. Doch wie geht es diesem damit? Ist sie in seiner Familie willkommen?Die Herkunft, die Familie und hohe Erwartungen prägen die Handlungen unserer Protagonisten. Das Liebe nicht immer einfach ist und nur Sonnenschein bedeutet, wird hier sehr anschaulich dargestellt.
Unsere Geschichte erzählt von Nähe und Verlust. Sie zeigt, wie Lebenswege auseinandergehen können, selbst wenn eine tiefe Verbindung bleibt.
Mich hat Valerias Lebensweg sehr beeindruckt. Hat sie doch alles aufgegeben.
Buchhändler*in 1106554
600 Seiten Lesevergnügen! Ein Roman zum Eintauchen und Genießen! Für LeserInnen von Elena Ferrante und Andrea "Was ich von ihr weiß" ... Ein groß angelegter Familienroman im Italien der 60er Jahre. Piero, Sohn eines Autofabrikanten, und Valeria, Tochter einer Hausangestellten, schließen als Kinder eine Freundschaft, die sie durch ihr Leben trägt und viele persönliche Krisen überstehen lässt. Piero steht vor der Herausforderung, die Firma seines Vaters weiterzuentwickeln, Valeria wird als Studentin schwanger und muss ihre Familie über Wasser halten. Die Handlung dreht sich um Traditionen und Familienlügen, Fluch und Segen gesellschaftlicher Spielregeln, Kapitalismus versus Kommunismus und natürlich immer um die magische Kraft der Liebe, die Menschen verbindet, die doch völlig gegensätzlich sind.
Elvira S, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Villa Rivolta von Daniel Speck
Ein in Mailand spielenden Roman. Im Italien der 60ger Jahre. Familiengeheimnis , eine Kinder Freundschaft und Liebe würzen diesen kraftvollen Roman.
zwei große Lieben im Leben
Der Roman versetzt uns beim Lesen in das Italien der 60er und 70er Jahre, man spürt die italienische Mentalität und die Lebensphilosophie. Der Schreibstil ist emotional und erzählt bildhaft, sodass man sich als Leser*in sehr gut hineindenken kann. Die Geschichte selbst ist vielseitig und spielt auf zwei Zeitebenen. Valeria, die intelligente und engagierte Tochter einer Hausangestellten aus der sozialen Unterschicht freundet sich mit Piero, dem wohlhabenden Sohn einer Mailänder Unternehmerfamilie an. Die Freundschaft aus Kindheitstagen begleitet die beiden durchs gesamte Leben und wird durch viele Probleme, familiäre und soziale Hindernisse auf die Probe gestellt. Kann die Liebe diese Hürden überwinden?
Mir gefällt es, dass die Charaktere von Valeria und Piero vielschichtig dargestellt werden, mit all ihren Stärken und Schwächen und dass man sie über einen langen Zeitabschnitt mitbegleiten kann. Somit wirken sie authentisch und man erhält als Leser*in auch Einblicke in ihre Gedanken, Emotionen und Sehnsüchte. Man spürt beim Lesen die Energie, aber auch die Hürden. Der Roman lebt von der Atmosphäre und ist berührend bis zum Ende. Der relativ offen gehaltene Schluss lässt eigene Rückschlüsse und Gedankengänge zu und verleitet zum interpretieren, weiterdenken und träumen.
Rezensent*in 780093
„Eine Familiensaga zwischen Dolce Vita und Revolution“
Daniel Speck nimmt mich mit nach Bella Italia, in die 1950er und 1960er Jahre, direkt hinein in die Mailänder „Villa Rivolta“ und deren Bewohner.
Alles beginnt jedoch später (1979), als der 14jährige Tonino auf einer Baustelle eine Wehrmachtspistole findet, für die sich auch die Polizei interessiert. Toninos Mutter Valeria packt kurzerhand ihre Sachen und fährt mit ihm Richtung Maremma zu Piero.
Es sind diese beiden Zeitebenen, die im Wechsel erzählt werden, wobei das Hauptaugenmerk auf den früheren Jahren liegt. Als Kinder begegnen sich Piero Rivolta und Valeria im Garten der Mailänder Villa. Sie freunden sich an, verbringen viel Zeit miteinander, allerdings geschieht dies heimlich, denn Valerias Mutter, die für die Familie Rivolta in deren Villa arbeitet, findet es nicht schicklich, dass die Tochter eines Dienstmädchens sich mit dem Sohn des Hauses trifft.
Es ist u. a. die Geschichte von Iso Rivolta, dem von Renzo Rivolta gegründeten Hersteller von Sportwagen, deren Anfänge Kühlgeräte waren. Über Motorroller war es dann die Isetta, die heute noch jeder zumindest dem Namen nach kennen dürfte, bis hin zu luxuriösen Sportwagen. Die Produktionsanlagen befanden sich in Bresso, die Produktpalette mitsamt den Konstrukteuren ist anschaulich beschrieben wie auch der ewige Kampf um die Finanzierung. Das Buch ist aber sehr viel mehr als der Alltag in der Fabrik mitsamt den Arbeitern, unter ihnen waren auch die im Norden Italiens nicht sonderlich beliebten Sizilianer.
Und es ist vor allem die Geschichte von Piero und Valeria und ihrer Zeit. „Wir leben in einer Männerwelt“ dachte Valeria - die Rolle der Frau damals schwingt stets mit. Und nicht nur das. Es sind die Nachkriegsjahre. Die italienische Wirtschaft erholt sich langsam, geprägt auch von Klassenunterschieden und dem Nord-Süd-Gefälle Italiens - Modernität gegen traditionelle Werte. Die Binnenmigration war in vollem Gange. Daniel Speck erzählt davon. Vom industriellen Aufschwung, vom Dolce Vita und von der kulturellen Revolution, vom sizilianischen Arbeitersohn Flavio, der eines Tages auf Valeria trifft. Beide verlieben sich, Flavio jedoch kann seinen Kampf gegen Diskriminierung nicht aufgeben. Und er erzählt von Piero, der in jungen Jahren Verantwortung für das familieneigene Unternehmen übernehmen muss. Und auch ist es die Freundschaft zwischen ihm und Valeria, die diesen Roman prägt. Eine Freundschaft, die ein Leben lang anhält.
Es ist mein Italien, von dem ich lese. Auch wenn ich das Land erst sehr viel später kennen- und liebengelernt habe, so bin ich doch tief eingetaucht in diese Geschichte, die über mehrere Jahrzehnte von einem Land und dessen Menschen erzählt. Von Freundschaft und Liebe, von Nähe und Verlust, von Glück und Unglück, von Existenznöten über alle Schichten hinweg – und dies generationenübergreifend. Ein wundervolles Buch, das ich nicht missen möchte und das mich anregt, mehr von dem Autor zu lesen.
Auf den Schultern von Renzo Rivolta lastet eine ganze Fabrik mit allen Angestellten und deren Familien. Entgegen normalen Umgangsformen unterhält Renzo Rivolta nämlich ein enges Verhältnis mit seinen Angestellten und fühlt sich für alle verantwortlich. Fast wie in einer Familie. So auch mit Valerias Mutter, einem Dienstmädchen im Hause Rivolta. Valeria wächst so in den Gärten vom Familienanwesen auf und lernt früh Piero, Rivoltas Sohn, kennen. Die Freundschaft, die sich entwickelt, wird etwas ganz Spezielles bleiben…
Eine italienische Familiensaga in der Umgebung der Fahrzeugindustrie in den sechziger Jahre in Mailand.
Mitreissend, dramatisch und mit viel Hintergrundwissen über die Erfindung der ersten Autos und Rennautos auf italienischen Strassen verfolgen wir die beiden Familien über Jahrzehnte. Ich bin richtig abgetaucht in die Geschichte und sehr positiv überrascht. Ich werde bestimmt noch andere Werke des Autors lesen.
Jasmin P, Buchhändler*in
Da ich "Yoga Town" schon gelesen hatte und mochte, wollte ich natürlich auch "Villa Rivolta" lesen.
Den Schreibstil von Daniel Speck mag ich wirklich sehr gerne, er zieht einen in seinen Bann und macht es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Tonino entdeckt die Geschichte seiner Mutter, ihre Beziehung zu Piero, und warum sein Vater sich so wenig in seinem Leben aufhält.
Ich interessiere mich überhaupt nicht für Autos, aber diese Leidenschaft mit der alle für das Auto leben, hinterlässt mich mit einem wohligen Gefühl und großer Sehnsucht nach Italien.
Zum Inhalt:
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Valeria und Piero, die unterschiedlicher nicht sein können. Er, der Sohn eines Automobilherstellers, sie die Tochter der Hausangestellten. Sie werden Freunde und versprechen sich auch ewige Freundschaft. Während Piero das Erbe seines Vaters antritt, verliebt sich Valeria in den Sizilianer Flavio und ihrer beider Leben ändert sich komplett.
Meine Meinung:
Das ist so eine Geschichte in die man voll eintauchen kann und die auch Potenzial hat noch weiter erzählt zu werden, vielleicht sogar mit der nachfolgenden Generation. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die ganze zeitliche Einordnung und die Geschehnisse in Italien, gerade auch was die politischen Verhältnisse anging. Aber auch wie gerade Valeria sich entwickelt, wie ihr Verhältnis zu Flavio und dessen Familie sich entwickelt, fand ich sehr interessant. Es gibt wie im wahren Leben natürlich auch Dramen, gerade auch zwischen Flavio und Valeria, aber auch in Pieros Leben. Ich hatte das Glück Buch und hörbuch genießen zu dürfen jnd beide Versionen haben mir auf ihre Art gut gefallen.
Fazit:
Schöne Geschichte
Rita R, Rezensent*in
fortunato o sfortunato
Aufgrund verschiedener Treffen und Gespräche mit Piero und Lele Rivolta wurde der Autor inspiriert, diese Familiengeschichte in einen Roman zu verpacken. Er erzählt sie beginnend 1945 in Valperga und Bresso/Milano über Santa Margherita und endet 1979 in Milano/Maremma.
Es beginnt 1945 - Die Familie Rivalto lebt in einer wunderschönen Villa mit einem großen Garten und den Kindern Piero und Attilia. Caterina muß mit ihrer 4jährigen Tochter Valeria nach dem tragischen Tod des Vaters Valperga verlassen und sie kommt aufgrund früherer Freundschaften als Hausangestellte im Hause Rivolta unter. Piero, der Unternehmersohn und Valeria, die Angestelltentochter treffen sich immer wieder heimlich im Garten und es entwickelt sich im Laufe der Jahre eine Seelenverwandtschaft, die über eine normale Freundschaft hinausgeht. Beide finden Partner – Piero heiratet die schillernde Lele Zerboni aus sehr gutem Haus und Valeria lernt Flavio, den Arbeitersohn und Rebellen kennen. So unterschiedlich ihre jeweiligen Lebenssituationen sind, die Verbindung zwischen Piero und Valeria bleibt immer bestehen und bedeutet auch beiden sehr viel. Sie haben außerdem etwas gemeinsam, die Trauer um den geliebten Vater. Piero muß nach dem Tod von Renzo in jungen Jahren die Verantwortung für die Firma und die Angestellten mit ihren Familien übernehmen. Valeria war ihr ganzes Leben schon wissensdurstig, bildet sich fort, beginnt zu schreiben und arbeitet an der Seite von Piero in der Firma. Aber zwischen Mutter und Tochter ist das Verhältnis gestört. Vor allem es bleiben Fragen offen zur Vergangenheit in Valperga, die Valeria nicht loslassen - zum Heldentod des Vaters und den damaligen Freunden. Und dann am Ende 1979 bereitet Valerias und Flavios Sohn Tonino große Sorgen.
Die ganze Geschichte ist eingebettet in den wirtschaftlichen Aufschwung der Firma Rivolta beginnend mit dem Kühlschrank Iso, dann dem Motorino, der Isetta und der Sportwagen. Aber auch die beginnenden Streiks, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme werden dargestellt.
Ich habe von Daniel Speck schon einige Bücher gelesen. Der vorliegende Roman ist von nun an mein Lieblingsbuch und ein Highlight. Er hat die Geschichte sehr menschlich, authentisch, realistisch und ohne jegliche Längen erzählt. Er streut bewundernswert passende italienische Phrasen, Zitate und Liedertexte ein, ebenso Details der Automobilbranche. Nichts wirkt aufgesetzt, sondern wohl dosiert. Die Figuren zeichnet er detailliert und größtenteils sympathisch, egal ob fortunato oder sfortunato - reich oder arm - Süditaliener oder Norditaliener. Und die Atmosphäre ist italienisch temperamentvoll und lebendig, der jeweiligen Situation angepaßt. Das Cover ist ausgesprochen passend gewählt. Sehr gut gefällt mir natürlich, daß es eine Fortsetzung geben wird.
Diesen Roman empfehle ich sehr gerne weiter!
In der Geschichte wird von einem Kindheitsversprechen erzählt. Zwei Kinder im Garten einer Mailänder Villa: Piero, der strahlende Sohn eines Automobilunternehmers. Und Valeria, die talentierte Tochter der Hausangestellten. Sie versprechen sich, Freunde fürs Leben zu werden. Als Piero das Erbe seines Vaters antreten muss, verliebt sich Valeria in den sizilianischen Arbeitersohn Flavio und alles ändert sich. Dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen, weil der Roman diese seltene Mischung aus Nostalgie, Eleganz und emotionaler Wucht besitzt. Schon die ersten Seiten tragen den Duft eines vergangenen Italiens in sich. Was mich besonders berührt hat, ist die Art, wie Daniel Speck die goldenen Jahre Italiens einfängt. Es ist kein romantisierender Rückblick, sondern ein lebendiges, pulsierendes Panorama. Dolce Vita, politische Unruhe, kulturelle Revolution. Die Liebe, die sich zwischen den Figuren entwickelt, ist nie einfach. Sie ist zart, widersprüchlich, manchmal schmerzhaft. Und gerade deshalb wirkt sie so echt. Der Roman zeigt, wie Herkunft, Erwartungen und Geheimnisse Menschen prägen und wie schwer es ist, sich davon zu lösen. Ein Roman, der lange nachhallt, weil er uns daran erinnert, dass manche Versprechen ein Leben lang in uns weiterklingen. Für mich ein eindrückliches Buch das ich empfehlen kann.
Mareike K, Rezensent*in
Dolce Vita und kulturelle Revolution
Nehme ich ein Buch dieses Autors in die Hand, weiß ich, dass ich die nächsten Stunden aus der Welt falle. Zwei Zeitstränge, die parallel laufen und am Ende zusammenfinden. Eine wundervoll erzählte Familiengeschichte. Und immer wieder Italien...
Piero ist der Sohn eines Automonilunternehmers, dazu bstimmt, irgendwann den väterlichen Betrieb zu übernehmen. Valeria ist die Tochter des Dienstmädchen und kann sich Zeit ihres Lebens nicht damit abfinden, dass Klassenunterschiede die Menschen trennen.
Zwischen Piero und Valeria entwickelt sich eine Freundschaft, die ein Leben lang halten wird. Egal was passiert, egal wie weit sie voneinander weg sind, in Krisensituationen finden sie immer wieder zueinander. Dabei verbindet sie keine Liebegeschichte, wie man vielleicht erwarten könnte. Die beiden verbindet sehr viel mehr...
Buchhändler*in 956792
Daniel Speck erzählt in Villa Rivolta die Geschichte von Piero, dem Sohn eines reichen Automobilunternehmers, und Valeria, die Tochter des Dienstmädchens – zwei Kinder aus unterschiedlichen Welten, die sich ewige Freundschaft versprechen.
Wechselnde Perspektiven und Zeitebenen machen die Geschichte interessant und sehr spannend.
Der neue Roman von Daniel Speck ist für alle Italien Liebhaber und Bella Italia Fans. Es geht um die Geschichte des Autobauers Rivolta und dessen Familiengeschichte. Ein großartiges Lesevergnügen, dass an vielen Stellen an Bella Italia anschließt.
Warum habe ich das Buch eigentlich nicht schon früher gelesen? Ich bin so fasziniert von diesem Roman, daß ich mir gleich im Anschluss noch weitere Bücher des Autors gekauft habe. Das Buch hat mich gleich zu Beginn schon mitgerissen. Ich habe mich gefühlt, als wenn ich diese Geschichte, die im Italien der 50er Jahre / 60er Jahre spielt, direkt miterleben würde. Einige Male habe ich beim Lesen Gänsehaut bekommen und mir kamen auch mal die Tränen und immer habe ich gehofft, daß die beiden Kinder im Erwachsenenalter zueinander finden. Das Lebenswerk des Vaters wird auch wunderschön erzählt. Wenn man Autofan ist, dann wird man gewisse Stellen im Buch auch mehrfach lesen, so wunderschön sind die Beschreibungen. Ich habe das Buch schon weiterempfohlen und meine Freundin hat es sich ebenfalls gekauft. Mir hat das Buch so gut gefallen, daß ich mir zusätzlich zum Ebook auch noch das Buch als gebundene Ausgabe kaufen werde.
Buchhändler*in 924064
Wir leiden, lieben, weinen und lachen mit Valeria und Piero. Beide wachsen gemeinsam auf, aber der Standesunterschied macht vieles schwer. Piero, Sohn einer reichen Unternehmerfamilie, lebt mt seinen Eltern und seiner Schwester in der Villa Rivolta, Valeria ist die Tochter der Hausangestellten. Der Roman spielt auf 2 Zeitebenen - einmal begleitet man Valeria mit ihrem Sohn auf einer Flucht (1979), andererseits erleben wir immer rückblickend die Zeiten der Kindheit und des Erwachsenwerdens von Valeria und Piero. Es ist nicht nur ein Familienroman sondern man bekommt Einbick ins Italien, das mir so noch nicht bekannt war. Private Konflikte werden mit historischen Zusammenhängen verwoben, die den Roman noch realistischer werden lassen. Wer sich für die Automobilindustrie interessiert, wird hier viel interessanten Lesestoff finden. Die Erzählweise von Daniel Speck ist mitreißend und hat mich immer tief in die Geschichte eintauchen lassen. Vor allem, weil es eine reale Vorlage gibt, die Rivoltas gab es wirklich. Von mir bekommt dieses Buch eine volle Empfehlung.
Villa Rivolta - mich hat das Cover und die Geschichte hinter dem Unternehmen Rivolta angesprochen.
Dazu noch Liebe und Freundschaft mit viel Dramatik.
Ich war gespannt.
Und wurde letztendlich nicht enttäuscht.
Im Laufe des Buches habe ich sehr, sehr viel über das Leben in Italien ab den 50iger Jahren erfahren.
Über die vielen Unterschiede, sei es im Rahmen von Fabrikbesitzer und Arbeitern, Hausherrin und Angestellte.
Zwar nichts Neues, aber immer wieder unterhaltsam.
Valeria, die Tochter der Haushälterin der Familie Rivolta, lernt deren Sohn Piero kennen.
Beide wird eine jahrelange Freundschaft verbinden, von Seiten Valerias war es zumindest am Anfang auch mehr.
Aber dann taucht Flavio auf, ein Student, der für Veränderungen und Gerechtigkeit kämpft.
Valeria beginnt eine Beziehung mit ihm, zwar eher aus einer Art Trotzreaktion Piero gegenüber, aber sie empfindet doch auch viel für Flavio.
Allerdings steht das Verhältnis auf sehr wackeligen Füssen, Probleme sind vorprogrammiert.
So richtig glücklich wird niemand von den Dreien.
Mit Valeria wurde ich leider nicht so richtig warm.
Ihr Verhalten und manche ihrer Entscheidungen haben mich teilweise genervt.
Trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen und besonders die Informationen über die Firma Rivolta, die politischen Zustände und das Leben in Italien allgemein haben mir richtig gut gefallen.
4,5 Sterne.
Buchhändler*in 2014546
Haben schon Bella Germania von Daniel Speck verschlungen
und wurde auch von diesem Roman, nicht enttäuscht. Eine Familien
Saga vom feinsten, absolute Leseempfehlung !!
Dramatische Ereignisse und dunkle Geheimnisse, bestimmen ihr weiteres Schicksal. Die Geschichte wird von vielen handelten Personen und einem Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart getragen.
Ein wunderbar, lebendiger Schreibstil und zauberhafte poetische Szenerien vermitteln ein höchst angenehmes Leseerlebnis.
Aus einem Wohlfühlroman entwickelt sich aber zunehmend ein spannendes Schicksalspanorama, dass inmitten von Melancholie, Traurigkeit, Glück und Unglück, schwere Entscheidungen erfordert.
Da nicht alle Fragen zufriedenstellend beantwortet wurden, schreit das Buch förmlich nach einer Fortsetzung.
Zusammenfassend habe ich mich gut unterhalten gefühlt und gebe gern eine Leseempfehlung ab.
Auch dieser Roman von Daniel Speck zieht seine Leser/Leserinnen sehr schnell in seinen Band. Das liegt vor allem an der tollen Sprache, aber auch an der gelungenen Mischung zwischen der Lebensgeschichte der Protagonistin Valeria, Tochter der Haushälterin in der Villa Rivolta, und ihres Kindheitsfreundes Piero, der die Villa und die Firma Rivolta eines Tages erben wird. Diese beiden Figuren sind klug gewählt, denn gekonnt und berührend beschreibt Speck mit ihnen die Unterschiede zwischen den verschiedenen sozialen Schichten in Italien nach dem zweiten Weltkrieg. Wir erfahren nicht nur viel über die persönlichen Herausforderungen der Beiden, sondern begleiten auch Rivolta durch die Höhen und Tiefen der Firmengeschichte. Das hat mich besonders fasziniert. Durch weitere Personen werden weitere Themen wie die Studentenrevolten aufgegriffen, so dass der Roman ein opulentes Bild von Italien über mehrere Jahrzehnte hinweg bietet.
Dieses Buch hat mich vor allem durch seine besondere Atmosphäre beeindruckt. Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Reise in eine andere Zeit – in ein Italien zwischen Glamour, gesellschaftlichem Wandel und unterschwelligen Spannungen.
Die Geschichte von Piero und Valeria beginnt fast märchenhaft: zwei Kinder aus völlig unterschiedlichen Welten, die sich ein Versprechen geben. Gerade dieser Kontrast zwischen ihnen zieht sich durch das ganze Buch und macht ihre Verbindung so spannend. Man merkt schnell, dass ihre Freundschaft mehr ist als nur eine Kindheitserinnerung – sie wird immer wieder auf die Probe gestellt.
Besonders gut gefallen hat mir, wie die Geschichte die gesellschaftlichen Unterschiede und Veränderungen dieser Zeit einfängt. Die Welt des wohlhabenden Unternehmers steht im starken Gegensatz zu Valerias Herkunft, und genau daraus entstehen Konflikte, die sich immer weiter zuspitzen.
Mit Flavio kommt dann nochmal eine ganz andere Dynamik ins Spiel. Seine Beziehung zu Valeria bringt nicht nur Gefühle, sondern auch politische und soziale Spannungen mit sich, die die Geschichte noch intensiver machen.
Was mir insgesamt im Gedächtnis geblieben ist, ist diese Mischung aus persönlichem Schicksal und größerem gesellschaftlichen Hintergrund. Es geht nicht nur um Freundschaft und Liebe, sondern auch um Herkunft, Erwartungen und die Frage, ob man seinem vorgezeichneten Weg entkommen kann.
Ein ruhiger, aber eindringlicher Roman, der viel Atmosphäre hat und einen nach dem Lesen noch eine Weile begleitet. Ich habe ihn gern gelesen, vor allem wegen dieser dichten, besonderen Stimmung.
Eine Familiengeschichte in der Zeit zwischen Dolce Vita und Revolution.
Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt. Wunderschön geschrieben, erzählt Daniel Speck die Geschichte von Valeria und Piero.
Als Kind kommt die kleine Valeria als Tochter der Bediensteten in die Villa der Familie Rivolta. Die Interaktionen zwischen ihr und dem Sohn der Familie, welcher in ihrem alter ist, sind allerdings strengstens untersagt. Trotzdem finden Piero und Valeria sich immer wieder zusammen und wachsen gemeinsam auf, obwohl sie gesellschaftlich nicht zusammengehören.
Valeria lernt, was es heißt eine Frau in einer anderen Gesellschaftsschicht zu sein und muss erwachsen werden, obwohl sie das nicht will. Sie und Piero verbindet eine wunderschöne Freundschaft, die durch alle Veränderungen in ihrem Leben bestehen bleibt. Auch wenn Valeria sich zwischenzeitlich in Piero verliebt, findet sie ihren eigenen Weg und zeigt, dass sie eine starke Frau geworden ist.
Piero muss nach dem Tod seines Vaters das Unternehmen leiten und stößt mit der Zeit auch an seine Grenzen. Doch Valeria ist immer wieder als Freundin an seiner Seite
Ein wunderschöner Roman über das Erwachsenwerden und was es bedeutet wirklich gute Freunde zu haben.
Buchhändler*in 1180438
Die Geschichte spielt 1979 in Mailand in Italien.
Der 14 jährige Tonino steht kurz vor seinen Abschlußprüfungen, da gerät er in eine unangenehmere Situation. Er findet in einer Baugrube im Hof eine Wehrmachtpistole und nimmt sie mit zur Schule. Sie wird entdeckt und es gibt Schwierigkeiten. Seine Mutter Valeria weiß von der Pistole in der Grube. Kurzentschlossen fährt Valeria mit Tonino im Auto los, ersteinmal ohne Ziel.
Tonino ist sauer, er möchte nicht einfach von zu Hause weg. Endlich möchte er mehr über das Leben seiner Mutter und Vater erfahren. Valeria entscheidet sich zu Piero zu fahren. Er ist ihr langjähriger Freund seit Kindertagen. Auf dem Weg dorthin erzählt sie über ihr Kindheit, Jugend bis zum jetzigen Zeitpunkt. Es sind die Nachkriegsjahre und die 60 ziger und 70 ziger Jahre. Valeria und Piero verbindet eine tiefe Freundschaft.
Ich kann die Geschichte nur empfehlen selber zu lesen.
Es ist eine lebhafte Sprache und alles sehr gut nachvollziehbar mit anschaulichen Schilderungen. Mir hat dieser neue Roman von Daniel Speck auch wieder sehr gut gefallen.
Buchhändler*in 1323221
Wiedermal eine wunderschön geschriebene Familiensaga der Autobauer Rivolta
Dann gibt es auch Valerie eigentlich Tochter einer Hausangestellten. Sie wächst mit den Kindern der Familie Rivolta auf und besonders Piero ist und bleibt eine zuverlässige Konstante in ihrem Leben.
Es geht um Höhen und Tiefen, die zu meistern nicht einfach sind . Das Leben hält
Super kurzweiliges Buch, absolut lesenswert
Buchhändler*in 1893811
Wieder ein großartiger Roman von Daniel Speck. Es hat soviel Freude gemacht wieder abzutauchen in das Italien der 60er/70er Jahre und in die Geschichte der Familie Rivolta. Großes Kino.
Villa Rivolta, Familiensaga von Daniel Speck, FISCHER E-Books
Eine auf wahren Begebenheiten beruhende Saga über Herkunft, Verlust, Schicksal und den Weg zur Selbstbestimmung im Mailand der 1950er und 60er Jahre.
Piero und Valeria sind Freunde, schon seit Kindheitstagen, obwohl sie in verschiedenen Gesellschaftsschichten geboren wurden. Piero der Sohn von Renzo Rivolta, dem Direktor der Iso-Automobilwerke und Valeria die Tochter einer Hausangestellten. Während die Firma Rivolta immer weiter aufsteigt, muss Valeria mitansehen wie ihre Mutter eine unglückliche Affäre erlebt. Piero muss schon früh das Erbe des Firmenvorstands antreten und die Firma aus einer Krise retten, derweil Valeria sich in den sizilianischen Arbeitersohn Flavio verliebt. Die Journalistin und alleinerziehende Valeria erzählt ihre Lebensgeschichte auf der Flucht zu ihrem Kindheitsfreund, ihrem Sohn Tonino, der eine illegale Waffe gefunden hat.
Daniel Speck erzählt in einem leichten, flüssigen und auktorialen Stil. Zu jeder Zeit ist der Leser ganz nah dran am Geschehen, das Setting, die Personen, alles ist so schön bildmalerisch geschildert, dass man das Gefühl haben könnte mitten drin im Geschehen zu sein. Ich mag Italien, die Sprache die Musik, die italienische Lebensart. Kursiv erscheinen auch immer wieder italienische Phrasen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt, direkt wie im Italienurlaub. Wer sich für Automobiltechnik interessiert wird hier bei der Lektüre, seine helle Freude haben. Auch die meisten Figuren und ihr Innenleben sind hervorragend charakterisiert. Sie sind authentisch und glaubhaft. Piero und auch Flavios Vater Antonio mochte ich sehr gerne, sie waren meine Lieblingspersonen. Mit Flavio wurde ich nicht warm, seine Rebellion hat mich abgestoßen und auch Valeria war mir suspekt, ihre Handlungen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Ihre Emanzipation hätte ich mir konsequenter gewünscht.
Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass oft viel zu ausführlich erzählt wurde, gerade mit den technischen Aspekten konnte ich nichts anfangen. Die großen gesellschaftlichen Themen haben mich angerührt und mich betroffen gemacht, hier hat Speck bei mir gepunktet. Die sozialen Unterschiede in der italienischen Gesellschaft in den 50er und 60er Jahren sind sehr gut geschildert. Die lebenslange Freundschaft und Verbundenheit zwischen Valeria und Piero fand ich wunderschön und fundiert beschrieben. Ganz besonders gut gefallen haben mir die Lebensweisheiten und Zitate, einige habe ich mir notiert. Eine schön erzählte atmosphärische Familiensaga, mit für mich, uninteressanten Längen im technischen Bereich.
Ein Roman in zwei Zeitebenen, für alle die Familiensagas mögen, die italienisches Ambiente genießen oder sich für italienische Autos begeistern. Von mir 4 Sterne.
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