Madwoman
Feministischer Pageturner | »Schwarzhumorig, herzzerreißend und absolut unvergesslich. Ein Meisterwerk.« Rachel Yoder, NIGHTBITCH
von Chelsea Bieker
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Erscheinungstermin 29.08.2025 | Archivierungsdatum 30.11.2025
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Zum Inhalt
Clove lebt das perfekte Vorstadtleben. Ihre Welt kreist um Yogastunden, achtsame Erziehungsmantras und einen inspirierenden Instagram-Feed. Doch hinter der makellosen Fassade verbirgt sich ein sorgsam konstruiertes Lügengeflecht. Niemand ahnt, wie unsicher Clove den Alltag als junge Mutter navigiert oder dass ihr Aufwachsen von Gewalt geprägt war. Nicht einmal ihr netter Ehemann weiß Bescheid. Als Clove unerwartet Post aus einem Frauengefängnis erhält, droht ihre Vergangenheit, sie einzuholen. Mit den Briefen drängen dunkle Erinnerungen ans Licht, und Clove ringt mit ihrer Identität. Wie stark hat das Trauma ihrer Kindheit sie geprägt? Kann jemand wie sie eine gute Mutter sein?
Clove lebt das perfekte Vorstadtleben. Ihre Welt kreist um Yogastunden, achtsame Erziehungsmantras und einen inspirierenden Instagram-Feed. Doch hinter der makellosen Fassade verbirgt sich ein...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783759600325 |
| PREIS | 18,00 € (EUR) |
| SEITEN | 400 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Clove ist eine gesundheitsbewusste, aufopfernde Mutter und eine liebende Ehefrau. Aber vor allem ist Clove eine perfekte Lügnerin. Ihr Mann und ihre Kinder ahnen nicht, dass hinter der Mutter und Ehefrau etwas anderes verborgen liegt. Doch als Clove einen Brief aus einem Frauengefängnis erhält, gerät ihre Welt ins Wanken.
"Madwoman" war mein erster Roman von Chelsea Bieker und er hat mich erfasst wie ein Wirbelsturm. Die Autorin erzählt über häusliche Gewalt, den Druck in der Ehe und in der Erziehung und die unbändigen Wunsch, bei den eigenen Kindern alles besser und richtiger zu machen. Dabei ist sie schonungslos ehrlich, zeigt Gedankenspiele auf, die ein Außenstehender kaum nachvollziehen kann und bleibt dabei empathisch und urteilsfrei.
Die Geschichte wird von Clove selbst erzählt. Und das mit einer Intensität, dass ich so manches Mal schlucken musste oder schreien wollte. Der Hauptfigur ist durchaus bewusst, dass sie nicht immer rational handelt. Dennoch kommt sie gegen ihre inneren Zwänge nicht an. Dies mitzuerleben tat weh.
Die Story ist geprägt von Flashbacks in Cloves Kindheit und deren Auswirkungen auf ihre Gegenwart. Der Roman entwickelt eine Sogwirkung, die mich dazu veranlasst hat, das Buch in wenigen Stunden durchzulesen.
Die von Bieker angesprochenen Themen tun weh. Und das sollen sie auch. Es gibt dabei kein eindeutig Böse und eindeutig Gut, was mich sehr beeindruckt hat.
Eine absolute Empfehlung!
Ein Buch, das einen nicht kalt lassen kann. Leider ist es die Geschichte vieler Frauen und Kinder. Macht euch vorher schlau, ob das Buch was für euch ist, es kann triggern.
Inhaltsangabe (Quelle :Amazon)
Clove lebt das perfekte Vorstadtleben. Ihre Welt kreist um Yogastunden, achtsame Erziehungsmantras und einen inspirierenden Instagram-Feed. Doch hinter der makellosen Fassade verbirgt sich ein sorgsam konstruiertes Lügengeflecht. Niemand ahnt, wie unsicher Clove den Alltag als junge Mutter navigiert oder dass ihr Aufwachsen von Gewalt geprägt war. Nicht einmal ihr netter Ehemann weiß Bescheid. Als Clove unerwartet Post aus einem Frauengefängnis erhält, droht ihre Vergangenheit, sie einzuholen. Mit den Briefen drängen dunkle Erinnerungen ans Licht, und Clove ringt mit ihrer Identität. Wie stark hat das Trauma ihrer Kindheit sie geprägt? Kann jemand wie sie eine gute Mutter sein?
Cornelia L, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Schon die ersten Seiten von Madwoman haben mich vollkommen in ihren Bann gezogen. Chelsea Bieker schreibt mit einer Wucht und Ehrlichkeit, die mich gleichzeitig schockiert, berührt und fasziniert hat. Die Hauptfigur ist keine einfache Heldin – sie ist widersprüchlich, verletzlich, aber auch voller Stärke, was sie unglaublich authentisch macht.
Lehrende*r 1247686
Ich bin so froh, dass es den pola Verlag gibt. Erst hatte ich Angst vor ihren feministischen Romanen und ob sie meinen Ansprüchen genügen würden, aber sie sind alle einfach noch besser als erwartet. Bei Madwoman hat mir besonders der schwarze Humor gefallen.
„Mad woman“ hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist realitätsnah, sehr nachvollziehbar und zum Teil doch erschreckend und schonungslos ehrlich. Aber genau das, macht dieses Buch so lesenswert. Ich fand die Geschichte richtig gut und die Wendung am Ende hat mir auch gut gefallen. Das Buch hat sich trotz der Schwere des Themas super gut lesen lassen und ich wollte es am liebsten gar nicht aus der Hand legen. Für mich wieder ein tolles Buch, aus dem Pola-Verlag. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung.
"Madwoman" von Chelsea Bieker ist ein intensiver, bedrückender Roman über Mutterschaft, Gewalt und das Erbe familiärer Traumata. Schonungslos genau wird geschildert, wie die junge Frau Clove unter dem Gewicht ihrer Vergangenheit zusammenzubrechen droht, sowohl im gegenwärtigen Leben als junge Mutter als auch in Rückblenden auf ihre Kindheit.
Aufgewachsen in einer kaputten Familie, in der der Vater die Mutter unterdrückte, terrorisierte und verprügelte und außerdem mit Suizid drohte, scheint Clove sich in ein neues, heiles Leben als erwachsene Frau gerettet zu haben: mit einem harmlosen, freundlichen, netten Mann an ihrer Seite und zwei kleinen Kindern. Ihr Mann ahnt nichts von ihrer Geschichte.
Doch die Schatten der Vergangenheit holen sie immer wieder ein: in Form von depressiven Episoden, Nervenzusammenbrüchen, extrem ängstlich-kontrollierendem Verhalten den Kindern gegenüber und einer Kaufsucht. Dann wird Clove auch noch von einem Brief aus der Vergangenheit eingeholt und fürchtet, dass ihre mühsam aufgebaute Kulisse eines perfekt wirkenden Lebens endgültig zusammenbrechen und ihre Ehe und Familie mit sich reißen könnte.
Zuerst hat mich das Buch sehr gepackt, weil es mit unglaublich starken Sätzen beginnt: "Die Welt ist nicht für Mütter gemacht. Und doch haben Mütter die Welt gemacht. Die Welt ist nicht für Kinder gemacht. Und doch sind Kinder die Zukunft." Auch sind insbesondere im ersten Teil einige Szenen aus dem Alltag einer jungen Mutter sehr realistisch, authentisch und gleichzeitig humorvoll geschildert.
Leider schafft die Geschichte es nicht, dieses prägnante und hohe Niveau über alle 300 Seiten zu halten: zwischendurch gab es so einige Längen und die Details von Cloves psychischem Zustand und Verfall werden in einer Ausführlichkeit geschildert, die mich manchmal gelangweilt hat. Auch habe ich einige der weiteren Charaktere als sehr blass gezeichnet empfunden, was möglicherweise Cloves eigener selbstzentrierter Perspektive als unzuverlässiger Erzählerin geschuldet ist, aber die Lektüre streckenweise mühsam für mich gemacht hat.
Dennoch war es insgesamt eine spannende Geschichte, die zum Nachdenken über die langen Schatten familiärer Traumata anregt, überwiegend interessant erzählt ist und neugierig auf das Ende macht. So ist es ein Buch, das ich jenen, die sich für Familiendynamiken interessieren und keine Probleme mit der Schilderung familiärer Gewalt haben sowie bereit sind, sich auf ein paar Längen einzulassen, durchaus empfehlen kann.
<i>Ich war noch klein, vielleicht acht, und hatte die Hoffnung, jemand würde das einzig Richtige tun und meinem Vater eine Kugel zwischen die Augen jagen.
Wir erlösen kranke Tiere von ihrem Leid, damit sie keine Qualen erleiden, damit sie den Rest der Gruppe nicht anstecken.
Männer lassen wir leben.</i>
Story 🌟🌟🌟🌟🌟
Sind wir dazu verdammt die gleichen leben wie unsere Eltern zu leben? Wiederholen wir den Teufelskreis oder brechen wir heraus?
Was kostet es den Kreis zu brechen? Die Wahrheit? Was ist schon die Wahrheit, unsere Vergangenheit, wenn wir dafür das perfekte Leben führen dürfen?
Aber was ist, wenn uns unsere Vergangenheit einholt und dazu zwingt uns zu erinnern?
Diese Geschichte war voller twist and turns und ich habe alles daran geliebt.
Es war spannend, gefühlvoll und fesselnd.
Ein absolutes Meisterwerk.
Warum ich so lange gebraucht habe um es fertig zu lesen? Das Thema war schwer, sehr schwer. Sowas liest sich für mich nicht schnell.
Charaktere 🌟🌟🌟🌟🌟
Clover ist besessen. Wenn sie nicht über ihre schlechten Gene nachdenkt, die sie vor ihrem Mann und ihren Kindern versteckt, denkt sie über das nächste secondhand Kleidungsstück oder die nächste Vitaminkur nach, die sie zur perfekten Mutter machen.
Aber was mit Selbstoptimierung beginnt, wird langsam zu einer obsessiven Sache. Alles ist eine Gefahr für ihre Kinder (neben der offensichtlichen Gefahr - die Kinder selbst und natürlich sie selbst) und alles muss beseitigt werden.
Ihr Folgen manische Gedanken und von einem Thema fließt sie ins andere. Ihr Kopf hat kaum Zeit eine Pause zu machen, was natürlich auch daran liegt, dass sie Mutter von zwei Kindern ist.
Sie lernt Jane kennen, die sie versteht und zu der sie sich verbunden fühlt. Sie werden Freundinnen und Jane wird ihre Nanny.
Aber ist Jane wirklich die für die sie Clove hält?
Beziehungen 🌟🌟🌟🌟
Während Clover definitiv stark fixiert auf ihren Mann und ihre Kinder ist, weiß ich nicht ob es wirklich Liebe ist, die sie da spürt. Ich kann das natürlich nicht ganz nachvollziehen (kinderlos), aber die Art und Weise wie sie sich weniger um ihre Kinder selbst kümmert als um ihre Sicherheit/mögliche Gefahren etc.
Das gleiche gilt für ihren Ehemann. Sie suchte ihn aus, weil er sicher ist. Weil er sie sicher nicht schlagen würde. Er ist einer der Guten (laut ihr).
Wo ich auf jeden Fall Liebe spüre ist zwischen Clove und ihrer Mutter. Auch wenn sie sich vor ihr versteckt, tut sie es nur um sich selbst zu retten. Ihr aufgebautes, perfektes Leben.
Wobei ich sagen muss, dass ich am Ende doch schon etwas wie Liebe zu ihrer Familie spüre. Zu ihrer gewählten und ihrer biologischen Familie.
Schreibstil 🌟🌟🌟🌟🌟
Die Autorin schreibt in einer unglaublich fesselnden Art und Weise, die gleichzeitig poetisch ist, aber auch den Wahnsinn von Clove spüren lassen.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge, während wir die POV von Clover in unterschiedlichen Abschnitten ihres Lebens sehen.
Alles in allem war’s eine fesselnde, faszinierende Geschichte, die eindeutig empfehlenswert ist!
<i>und ich sah ihn, das Gute und das Böse, und ich fragte mich, warum ich als Frau so oft gezwungen war, die gute Seite in schlechten Männern zu sehen und sie über alles andere zu stellen.
Immer die Gesamtsituation zu berücksichtigen. Bei meinem Vater, zum Beispiel. Warum konnte er nicht einfach ein Monster sein?</i>
Rezensent*in 407335
Wow was ein Buch das muss man echt mal sacken lassen, denn ich habe soviel von mir sekbat erkannt in dem Buch was. Ich sehr Erschrocken hat...
Ich habe eine Weile Gebrauch wider klat zukommen und auch nun bin ich noch sehr erfasst von dem Buch... Ich kann es absolut nur empfehlen und denke ich habe EIN Highlight für dieses Jahr.
Rezensent*in 1866156
Zwischen Wahrheit und Wahnsinn
Dieses Buch hält, was es verspricht: es ist ein starker feministischer Pageturner. Der Leser taucht in die chaotische Gedankenwelt von Clove ein, die von aussen betrachtet ein perfektes Leben mit Ehemann und Kindern zu führen scheint - wäre da nicht ihre geheime Vergangenheit, die plötzlich an ihrer Haustüre klopft. Clove hatte keine einfache Kindheit, sie kam aus einem gewalttätigen Haushalt. Sie hat ein neues Leben begonnen und all diese dunklen Jahre hinter sich gelassen - und diese sogar vor ihrem Ehemann verschwiegen.
Ich war ab der ersten Seite in der Geschichte gefangen. Chelsea Bieker schreibt so ehrlich und realitätsnah über Mutterschaft, Perfektionismus, Traumabewältigung bzw. -unterdrückung und Obsession aus der Perspektive einer Frau. Ich konnte mich so gut in Cloves Sorgen und Ängste bezogen auf ihre Kinder hineinversetzen. Die Handlung liest sich für mich wie ein fesselnder Psychothriller. Während Clove sich immer weiter in ihre eigenen Lügen verstrickt, holen ihre Geheimnisse sie Stück für Stück ein. Die Handlung entwickelt sich öfter in unvorhersehbare Richtungen, was die Lektüre umso spannender macht. Bieker nimmt kein Blatt vor dem Mund. Dementsprechend sind die expliziten Passagen über Gewalterfahrungen an ihre Mutter durch ihren Vater nicht leicht zu lesen. Dennoch zeigen sie die Realität vieler (Ehe)frauen auf und auch, wie schwierig es ist, sich vom gewalttätigen Partner zu trennen. Es ist ausserdem eindrücklich, wie Trauma das eigene Leben beeinflusst und über Generationen hinweg vererbt wird.
Der Erzählstil ist einzigartig. Clove wechselt in ihren Schilderungen zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit (in der Anrede „Du“, welche direkt an ihre Mutter gerichtet ist). An diese abrupten und unangekündigten Wechsel musste ich mich zuerst gewöhnen, aber im Verlauf der Handlung verleihen diese zeitlichen Sprünge der Geschichte noch mehr Spannung. Die sprunghaften Gedanken widerspiegeln das Chaos, das in Cloves Kopf herrscht. Die Autorin hat dies raffiniert als Stilmittel eingesetzt.
Dieser Roman hat mich schockiert zurückgelassen. Er zeigt ungefiltert, wie weit menschliche Abgründe gehen können. Es ist ein absolut lesenswerter Roman, den ich allen wärmstens empfehlen kann, die sich gerne mit der menschlichen Psyche auseinandersetzen.
„Madwoman“ erzählt die unglaublich harte, zutiefst erschütternde Geschichte von Clove, die versucht den Dämonen ihrer Kindheit zu entkommen und ihre eigene Familie vor den Fehlern ihrer Eltern zu schützen.
Die Bücher aus dem Pola Verlag haben mir bisher alle unglaublich gut gefallen, deshalb hatte ich zugegebenermaßen auch bei diesem Roman recht hohe Erwartungen. Diese wurden voll erfüllt.
Die Geschichte von Clove, Ehefrau und Mutter zweier kleiner Kinder, ist wahnsinnig ergreifend. Es handelt sich um eine ernste Story, die viele triggernde Themen enthält. Dafür gibt es eine entsprechende Warnung, auf die zu Beginn des Buches hingewiesen wird. Ich habe diese vorab nicht gelesen, um mich voll und ganz „überraschen“ lassen zu können.
Trotz der Schwere der Themen ist es der Autorin gelungen viele lustige Dialoge und Gedanken der Protagonistin einzubauen. Ich habe immer wieder schmunzeln müssen, besonders wenn es um den Gesundheitswahn von Clove geht. Herrlich!
Dadurch, dass wir die Geschichte aus Cloves Sicht erzählt bekommen, waren ihre Gedanken und Gefühle gut greifbar. Es gibt zusätzlich zur Gegenwart immer wieder Passagen, die ihre Kindheit und Jugend thematisieren. So bekommt der Leser nach und nach ein Bild, das sich am Ende zu einem großen Ganzen zusammensetzt.
Die Auflösung am Schluss hatte leichte Thriller-Elemente und hat mir wahnsinnig gut gefallen. Ich hatte zwar immer wieder eine Vermutung, wurde aber irgendwie doch noch überrascht.
Alles in allem ein wirklich gutes Buch, das es sich unbedingt zu lesen lohnt. Es sollte definitiv mehr solcher Bücher geben. Die Message ist großartig und so so wichtig!
Meine Empfehlung: lesen!
Clove lebt ein perfektes Leben. Hinter der makellosen Fassade verbirgt sich ein perfekt konstruiertes Lügengebilde. Niemand ahnt wie unsicher sie den Alltag meistert und ihr Aufwachsen von Gewalt geprägt war. Nicht einmal ihr Ehemann weiss davon. Als sie Post aus einem Frauengefängnis erhält, wird sie mit ihrer Mutter konfrontiert, die wegen Mordes an ihrem Vater einsitzt. Die Briefe reissen alte verdrängte Wunden auf. Die Geschichte wechselt zwischen Cloves Gegenwart in Portland und ihrer Kindheit in einem Hochhaus in Waikiki. Dieser Wechsel verleiht der Geschichte die nötige Tiefe. Chelsea Biekers erzählt in diesem Roman eine verstörende wie berührende Geschichte über Mutterschaft, Trauma und die fragile Konstruktion von Identität. Die Schilderung ist roh, intim und oft auch schmerzhaft ehrlich. Der Ton wechselt zwischen poetisch und schonungslos. Das Lesen dieses Buches ist von der ersten Seite bis zum Ende spannend, interessant und lässt tief unter die Oberfläche des modernen Mutterbildes blickt. Ein Buch das ich sehr empfehlen kann.
Chelsea Bieker hat mit Madwoman einen Roman geschrieben, der mich von der ersten Seite an nicht mehr losgelassen hat. Die Geschichte rund um Clove, die ein perfektes Leben in Portland führt, aber von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, hat mich tief berührt. Bieker schafft es, die Spannung eines Thrillers mit der emotionalen Tiefe einer literarischen Erzählung zu verbinden. Das macht das Buch so besonders: Man liest nicht nur eine packende Geschichte, sondern taucht gleichzeitig in die Gedanken- und Gefühlswelt einer Frau ein, die lernen muss, sich ihrer eigenen Wahrheit zu stellen.
Besonders gelungen fand ich den Kontrast zwischen Cloves scheinbar kontrolliertem Alltag und den bedrückenden Erinnerungen aus ihrer Kindheit. Diese beiden Ebenen greifen so nahtlos ineinander, dass man das Gefühl hat, direkt in ihrem inneren Konflikt zu stehen. Trotz der schweren Themen gibt es immer wieder Momente voller Humor oder leiser Selbstironie, die das Buch angenehm ausbalancieren und ihm Leichtigkeit verleihen.
Der Schreibstil ist klar und intensiv, dabei aber gut lesbar. Bieker findet Worte, die tief treffen, ohne jemals überladen zu wirken. Gerade diese Mischung aus Spannung, Emotionalität und literarischem Anspruch macht Madwoman für mich zu einem echten Lesehighlight.
Wer Geschichten mag, die sowohl mitreißend als auch nachdenklich sind, sollte Madwoman unbedingt lesen. Es ist ein Roman, der im Kopf bleibt.
Mad Women kommt mit einer größeren Wucht daher, als ich es jemals erwartet habe. Es hat mich unsagbar traurig und gleichzeitig wütend gemacht. Der Schreibstil der Autorin ist sehr eindrücklich und beschönigt nichts, sie führt das volle Ausmaß häuslicher Gewalt und deren Folgen, auch Generationen weiter, vor Augen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und doch musste ich es zwischendurch weglegen, einfach, um Verschnaufen zu können, da es inhaltlich wirklich sehr ungemütlich wird. Die Protagonisten würde ich nicht als Symphatieträger bezeichnen, aber sie sind authentisch mit Ecken und Kanten. Besonders berührt haben mich die zwischenmenschlichen Beziehungen und Freundschaften, welche alle auf ihre Art besonders sind und wahrscheinlich nur nachvollziebar, wenn man ähnliche Schicksale erlebt hat - hier beziehen ich mich vor allem auf Jane und Clove. Das Schicksal von Clove hat mich wirklich sehr berührt und selbst nach beenden des Buches schwebt mir die Geschichte noch im Kopf. Sie macht wütend auf jeden der wegsieht und noch wütender auf die Menschen, die anderen so etwas antun. Kinder, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, tragen oft im hohen Alter noch die Folgen davon . Besonders gut wird hier verdeutlicht, wie die Folgen auch Generationen später noch weitergereicht werden. Ein wirklich sehr anspruchsvoller Roman, der mit bedacht gelesen werden sollte.
Was ich mir gewünscht hätte: wenn die Zeitsprünge gekennzeichnet worden wären.
Das Buch Madwoman von Chelsea Bieker hat mich mit seiner unerschrockenen, intensiven Erzählweise sofort gepackt. Die Geschichte bewegt sich zwischen Wut, Verletzlichkeit und dem unbeirrbaren Willen, nicht länger klein gemacht zu werden. Bieker zeigt schonungslos, wie Frauen in engen Strukturen gefangen sind, wie Gewalt und Abhängigkeit ihr Leben prägen und wie gleichzeitig eine unbändige Kraft entsteht, sich davon zu befreien.
Besonders beeindruckend fand ich die sprachliche Direktheit, die gleichzeitig roh und poetisch wirkt. Die Figuren tragen ihre Narben sichtbar, sie sind widersprüchlich, verletzlich und stark zugleich – genau das macht sie so authentisch. In jeder Seite spürte ich eine Mischung aus Zorn, Schmerz und Hoffnung, die das Buch zu einem echten Erlebnis macht.
Mein Fazit: Madwoman ist ein wuchtiges, schonungsloses und zugleich tief berührendes Buch über Freiheit, Trauma und Selbstermächtigung. Mutig, kraftvoll und lange nachwirkend.
★★★★★ (5 von 5 Sternen)
Verdrängte Wirklichkeit
Clove führt ein vorbildliches Familienleben. Sie achtet auf eine gesunde Ernährung mit ausschließlich gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, die einen sehr ausgeprägten, bestimmenden Charakter in ihrem Alltag annehmen. In der Phase des Abstillens ihres dreijährigen Sohnes scheint sie in eine leichte Überforderung zu geraten, die ihre Ausgeglichenheit ins Wanken zu bringen scheint. Die Betreuung ihrer beiden Kinder, sie hat gemeinsam mit ihrem verständnisvollen, treusorgenden Ehemann noch eine siebenjährige Tochter, versetzt sie an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit und ihr Nervenkostüm in mächtige Anspannung. Sie besitzt eine falsche Identität, die sie vor ihrer Vergangenheit schützen soll, einer Vergangenheit, in der familiäre Gewalt, Alkoholsucht, Co-Abhängigkeit die alles bestimmende Themen waren. Ein Brief aus dem Gefängnis stellt für sie eine dramatische Bedrohung dar, die ihre heile Welt in ein unüberschaubares Chaos stürzen könnte. Verzweifelt sucht sie nach einem rettenden Anker, einer Person, die sie versteht und der sie Vertrauen schenken kann, um ihren Ballast loszuwerden, um eine Stütze in diesen schwierigen Tagen zu haben.
Chelsea Bieker greift in ihrem Roman ‘Madwoman‘ eine äußerst schwierige, herausfordernde Thematik auf, welche in unserer modernen Gesellschaft leider als traurige Wahrheit kein Einzelfall darstellt. Gewalt in der Familie, Missbrauch von Alkohol und daraus entstehende psychische Spannungen brauchen unsere Aufmerksamkeit und ein verantwortungsbewusstes Handeln. Die Autorin lässt ihre Protagonistin aus ihrem Leben erzählen. Dabei schweifen ihre Gedanken immer wieder in die Vergangenheit ab und halten Zwiesprache mit der Mutter, die nicht nur Opfer, sondern auch durch ihre Passivität zum Täter wird, die ihre Verantwortung gegenüber ihrem Kind nicht wahrnehmen kann, um ihm ein geordnetes, soziales Leben zu bieten.
Ein gewaltiger Roman, der sehr intensiv geschrieben ist aber auch bedrückende Gefühle hinterlasst.
Carolin F, Rezensent*in
- B O O K R E V I E W -
Durch „Bestie“ von Joana June bin ich auf den Pola-Verlag aufmerksam geworden. Dieser beschäftigt sich mit den Geschichten und Erfahrungen junger Frauen und verleiht ihnen mehr Sichtbarkeit, indem er dem männlichen Blick auf die Welt die weibliche Perspektive entgegenhält. 👯♀️
Das Buch „Madwoman“ von Chelsea Bieker hat aufgrund der Thematik mein Interesse geweckt und da ich sowieso mal wieder etwas anderes als „happy clappy lovestory“ lesen wollte, hat es mich zum passenden Zeitpunkt gefunden 😌✨
📖 I N H A L T
Clove ist in Hawaii aufgewachsen, wo sie gemeinsam mit ihrer Mutter Alma und ihrem Vater wohnte. Ihre Kindheit war geprägt von Gewalt und Misshandlung, deshalb beschloss sie, mit ihrer Mutter zu fliehen - erfolglos. Eines Tages kam es dann zu einem Unfall, bei welchem der Vater aus dem 33. Stock über die Brüstung stürzte und hierbei verstarb. Alma wird verurteilt und landet im Gefängnis. Clove hingegen taucht unter und baut sich ein neues Leben mit neuer Identität auf, bis sie eines Tages einen Brief aus dem Frauengefängnis erhält und ihre Vergangenheit damit droht ans Licht zu kommen…
💭 M E I N U N G
Es hat etwas gedauert bis ich in die Geschichte reingekommen bin, aber als ich dann mal drin war, hat es rasant Fahrt aufgenommen und mich gepackt. Der Schreibstil - auch Sicht von Clove mit ständigen Rückblenden - gibt Einblicke in die traumatische Kindheit und die aktuelle Gefühlswelt von Clove. Ihre innere Zerrissenheit, die Liebe zu den Kindern und das Verdrängen ihrer Vergangenheit sind unfassbar nahbar beschrieben. Gegen Ende wird durch eine für mich sehr überraschende Wendung nochmal für ordentlich Nervenkitzel gesorgt, sodass es einem spannenden Thriller gleicht.
Das Buch ist definitiv nichts für zartbesaitete oder hochsensible Menschen. Die Gewalttaten werden ausführlich und ohne Beschönigung dargestellt.
Trotzdem ein Buch, das ich gerne weiterempfehlen würde, weil es die Innenperspektive einer Betroffen perfekt zeigt und auch den späteren Einfluss auf ihr Leben.
⭐️ F A Z I T
Ein Buch, das mich gefesselt hat und eine Sogwirkung entfalten hat, sodass ich es innerhalb weniger Tage verschlungen habe. Sowohl vom Schreibstil, als auch von der Handlung ein absolutes Highlight!
Von mir gibt’s 4 ⭐️!
Rezensent*in 1050239
Dieses Buch hat mir wieder so gut gefallen und es passt mal wieder so gut zum restlichen Programm des pola Verlags. Es geht um Clove, die in ihrer Kindheit häusliche Gewalt erlebt hat und seitdem über ihre Vergangenheit und ihre Eltern lügt. Nicht mal ihr Mann und ihre Kinder wissen davon. Und dann trifft sie auf Jane, mit der sie sich direkt total verbunden fühlt. Am Anfang wusste ich nicht so richtig, in welche Richtung die Geschichte gehen soll, wodurch ich immer wieder überrascht wurde. Die Geschichte ist dabei total fesselnd, ich habe mitgefühlt und habe das Buch wirklich total gerne gelesen. Ich fand auch die Vielschichtigkeit der Charaktere und die Darstellung von Clove toll. Und das Buch beschäftigt sich noch viel eindrücklicher als ich dachte mit häuslicher Gewalt, was man auf jeden Fall vorher wissen sollte.
Rezensent*in 1830382
4.5 ⭐️ Madwoman ist eine Geschichte von Chelsea Bieker. Clove lebt mit ihren Kindern, der siebenjährigen Nova und dem dreijährigen Lark sowie ihrem Mann in einem schönen Häuschen. Sie hat ihr Leben sorgfältig aufgebaut, doch als sie einen Brief aus einem Frauengefängnis erhält, gerät alles ins Wanken.
Eine emotionale Geschichte, die ich mitunter heftig und krass zu lesen fand (siehe Triggerwarnungen des Buchs). Keine leichte Lektüre. Den Schreibstil fand ich eindrücklich. Berührend und authentisch, mit viel innerer Zerrissenheit und Female Rage. Eine Geschichte, die nachklingt.
3.75/5 ⭐
Chelsea Biekers Madwoman ist ein emotional aufgeladenes Buch über Trauma, Mutterschaft und die feinen Linien zwischen Wahnsinn und Überleben. Es ist kein rundum perfektes Werk, aber eines, das im Gedächtnis bleibt – mit all seinen Brüchen und Widersprüchen.
Im Zentrum steht Clove, eine Mutter von zwei Kindern, deren Alltag auf den ersten Blick von Achtsamkeit, Wellness und Ordnung bestimmt scheint. Doch als ein Brief aus dem Gefängnis ihrer Mutter eintrifft, die wegen Mordverdachts einsitzt, bricht die mühsam errichtete Fassade. Clove muss sich mit einer Vergangenheit auseinandersetzen, die sie lange verdrängt hat – und mit Fragen danach, wie Gewalt, Schuld und Trauma sich über Generationen hinweg fortschreiben. Besonders stark ist die Darstellung der Grauzonen häuslicher Gewalt: Es gibt keine einfachen Täter-Opfer-Zuschreibungen, sondern komplexe Figuren, Entscheidungen und Narben, die lange nachwirken.
Sprachlich überzeugt Bieker durch dichte Bilder und eindringliche Szenen, die Atmosphäre schaffen und das innere Chaos der Figuren spürbar machen. Auch die Protagonistin ist in ihrer Ambivalenz gelungen: anfänglich unsympathisch, entfaltet sie sich zunehmend und wird dadurch nachvollziehbar und vielschichtig.
Allerdings gelingt der Einstieg nur bedingt; die erste Hälfte liest sich eher zäh, bevor die Geschichte in der zweiten Hälfte deutlich an Fahrt gewinnt. Manchmal wirkt die Erzählung überzeichnet, wenn Wellness-Trends, Social Media und Lifestyle-Klischees sehr plakativ in Szene gesetzt werden, und auch die vulgäre Ausdrucksweise ist nicht immer überzeugend. Das Ende schließlich bietet zwar Spannung, wirkt jedoch stellenweise konstruiert und weniger realistisch.
Trotz dieser Schwächen ist Madwoman ein intensives, wichtiges Buch, das lange nachhallt und die Frage stellt, wie wir mit dem Erbe unserer Vergangenheit umgehen.
“Wir erlösen kranke Tiere von ihrem Leid, damit sie keine Qualen erleiden, damit sie den Rest der Gruppe nicht anstecken. Männer lassen wir leben.“ (Kapitel 1)
Worum geht’s?
Clove ist in einem gewalttätigen Elternhaus aufgewachsen und hat sich ihr normales Leben hart erarbeitet. Doch als sie Briefe aus dem Frauengefängnis bekommt, holt sie ihre Vergangenheit ein und ihre Geheimnisse scheinen nicht mehr sicher zu sein.
Wie war’s?
Madwoman ist kein Buch für nebenbei. Es befasst sich intensiv mit Themen wie Vergangenheitsbewältigung, Traumata und Mutterschaft, ganz unbeschönigt. Und es spielt jede Menge Gesellschaftskritik, gerade in Bezug auf häusliche Gewalt, eine Rolle. Chelsea Bieker gelingt es jedoch diese Themen schonungslos, aber sensibel aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.
Clove ist getrieben vom Wunsch nach Heilung. Dem Wunsch, alles anders, alles besser zu machen. Als Leserin fühlt man immer wieder ihre innere Zerrissenheit. Wie sie einerseits ihr hart erkämpftes Leben, das Leben ihrer Kinder, die gespielte Normalität aufrechterhalten will. Andererseits versucht sie Verständnis für das Verhalten ihrer Mutter aufzubringen und durchlebt ihre ganze Vergangenheit erneut.
Die stilistische Umsetzung hat mir richtig gut gefallen. So wendet sich Clove immer wieder direkt an ihre Mutter, spricht sie in du-Form an, wenn sie von der Vergangenheit erzählt. Interessant finde ich auch, dass die wichtigsten Männer in Cloves Leben nie namentlich genannt werden. Sie sind einfach mein Vater, der Metzger, mein Mann.
Das Buch konnte ich nur schwer zur Seite legen und war trotz der Dramatik mitgerissen. Das Ende hatte es auch noch mal so richtig in sich!
Madwoman ist hart, aufwühlend und ungerecht. Gleichzeitig macht das Buch aber auch Mut und zeigt, dass man selbst immer Einfluss auf sein eigenes Leben nehmen kann und verschafft dadurch letztendlich Heilung.
Chelsea Bieker hat mit Madwoman einen Roman geschrieben, der schmerzt, wütend macht und zugleich tief bewegt. Er erzählt von einer Mutter und einer Tochter, die in einer Welt voller Gewalt, religiöser Heuchelei und weiblicher Unterdrückung ums Überleben kämpfen – und darum, ihre eigene Stimme zu finden.
Im Mittelpunkt steht die junge Roxie, die in einer kalifornischen Kleinstadt aufwächst, in der Frauen ihren Platz kennen sollen und das Patriarchat als göttliche Ordnung gilt. Ihre Mutter Daisy, eine ungezähmte, eigenwillige Frau, bricht immer wieder aus diesem engen Korsett aus – und wird von der Gesellschaft dafür bestraft. Als sie verschwindet, bleibt Roxie mit der Leerstelle ihrer Abwesenheit und der Scham einer ganzen Stadt zurück. Jahre später sucht sie nach Antworten – und nach sich selbst.
Bieker schreibt mit einer Sprache, die roh und poetisch zugleich ist. Sie scheut nicht vor Härte zurück: Gewalt, Missbrauch, religiöser Fanatismus – all das zeigt sie schonungslos, aber ohne voyeuristischen Blick. Zwischen den Zeilen glimmt eine unbändige Sehnsucht nach Freiheit, nach Selbstbestimmung, nach einem Leben jenseits der Zuschreibungen. Besonders beeindruckend ist, wie sie das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter zeichnet: komplex, widersprüchlich, voller Liebe und Zorn.
Thematisch erinnert Madwoman an Autorinnen wie Claire Vaye Watkins oder Ottessa Moshfegh – Frauen, die das Unangepasste und Zerrissene feiern. Doch Bieker findet ihren eigenen Ton: Sie verbindet Gesellschaftskritik mit tiefer Emotionalität. Ihr Blick auf weibliche Wut und Verletzlichkeit ist scharf, aber nie zynisch.
Gleichzeitig verlangt das Buch den Leser:innen einiges ab. Es ist kein Roman, den man „wegliest“ – die Dichte der Emotionen, die schmerzhaften Szenen und die ungeschönten Wahrheiten über familiäre Gewalt und Glaubensmissbrauch können bedrückend wirken. Doch gerade das macht seine Kraft aus: Madwoman hält einem den Spiegel vor, und zwar ohne Schonung.
Fazit:
„Madwoman“ ist ein wilder, kompromissloser Roman über weibliche Selbstermächtigung, Trauma und das Erbe von Müttern. Chelsea Bieker schreibt mit Wut, Mitgefühl und einer fast biblischen Wucht über das, was passiert, wenn Frauen beginnen, ihre eigene Wahrheit zu sprechen. Ein Buch, das weh tut – und genau deshalb notwendig ist.
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